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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll, 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Die Richard Wagner Anhänger müssen mir verzeihen. Ich kann 'Parsifal' im Opernhaus einfach nicht durchstehen, die Oper ist mir einfach zu lang und zu
'heilsbezogen', ich weiß, dass es die Lieblingsoper der überzeugten Wagnerianer ist, doch kann ich mit dem Text nichts anfangen.
Warum ich mir diese Aufnahme gekauft habe und warum ich sie schätze, das hat verschiedene Gründe. 1. Ich kann nach einem Akt oder einer Szene eine Pause
machen und so das Gehörte besser verarbeiten als mich sofort mit dem nächsten Thema auseinandersetzen zu müssen. 2. Die Musik ist stellenweise überwälti-
gend. 3. Ich kenne keine bessere Aufnahme, noch nie habe ich Klingsors Zaubergarten und Kundrys Verführungsszene so intensiv erlebt. 3. Einige der In-
terpreten sind fantastisch.
Zu den Interpreten: Alle haben sicher versucht, das Beste zu geben, aber es ist nicht allen gleichermaßen gelungen. Waltraud Meier als Kundry ist ein Er-
eignis und für mich die Spitze der Aufnahme, Jose van Dam ist ein überzeugender Amfortas und Matthias Hölle ein gleichwertiger Gurnemanz. Über die an-
deren möchte ich nur soviel sagen, dass sie nicht ganz ideal erschienen.
Die Aufnahme klingt stellenweise dumpf, und die Solisten sind nicht immer gut genug zu verstehen. Trotzdem eine gute Aufnahme.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht perfekt, 29. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Was Orchester und Dirigenten angeht, kann ich diese Aufnahme uneingeschränkt enmpfehlen. Barenboim erreicht eine Knappertsbusch-ähnliche spirituelle Qualität, bietet insgesamt aber eine mitreisserende Interpretation und scheut auch vor immensen Steigerungen (etwa in der Verwandlungsmusik des ersten Aktes) nicht zurück. Die Sänger sind akzeptabel, herausragend nur Waltraud Meier. Trotz moderner Digitaltechnik kann die Klangqualität nicht befriedigen, da die Sänger insgesamt stark gedämpft klingen. Die meisten älteren Analogaufnahmen bieten da ein ausgewogeneres Klangbild.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feierliche Kontraste und grandiose Kundry, 24. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Barenboims Dirigat atmet eindeutig Knappertsbusch-Geist, entwickelt diesen aber sogar noch in feurigere Richtung weiter. Kontraste mit einer geradezu spirituellen Spannweite verleihen seiner spürbar mitleidsvoll-wissenden Umsetzung von Wagners brillantem Weltabschiedswerk eine geheimnisvolle, feierliche Ausdruckstiefe. Genauso soll's sein! Was die orchestrale Interpretation angeht, müssten im künstlerischen Sinne eigentlich fünf Sterne verliehen werden: Atmosphäre und Feuer an den richtigen Stellen, keine künstlich sezierenden, Selbstverwirklichungsversuche des Dirigenten widerspiegelnden und daher unnötigen Neuinterpretationen respektive Überbetonungen bisher unentdeckter Ausdruck-Details... Durchweg erfreulich auch das angenehm gedehnte, doch niemals langweilig schleppende Zeitmaß: Zum Raum wird hier die Zeit - in der Tat!

Die Sangesleistungen halten weitgehend mit, absolut bravourös glänzt aber nur Waltraud Meiers sensible Hochleistungs-Kundry, die - vor allem im zweiten Aufzug - sicherlich ihresgleichen sucht. Siegfried Jerusalems Parsifal bietet immerhin überdurchschnittliche Qualität, José van Dams Amfortas und Matthias Hölles Gurnemanz gleichwohl beste Hausmannskost. Weniger gefiel die Wahl des Günter von Kannen als Klingsor - seine glockenklare Stimme wirkt in dieser Rolle einfach zu hell und jugendlich (ihr fehlt schlichtweg das boshafte Donnern eines Hermann Uhdes oder Gustav Neidlingers). Doch sind Klingsors Passagen ohnehin nur von kurzer Dauer... Deswegen wurde hierfür der fünfte Stern also nicht vollständig abgezogen, allenfalls ein Bruchteil.

Das eigentliche Problem dieser Einspielung liegt nämlich in jenen live so beeindruckenden Kontrasten und der daraus resultierenden digitalen Abmischung der Aufnahme begründet: Die extrem lauten Momente gelten hierbei freilich als Maß aller Dinge, was für die langen leisen Passagen zur Folge hat, dass sie kaum noch hörbar sind - zumindest bei üblicher Verstärker-Einstellung. Um normale Zimmerlautstärke der leisen Abschnitte zu erreichen, muss man einen Verstärker mit der Lautstärke-Regelungsskala von 1 bis 10 bei dieser Einspielung durchaus auf 8 stellen; bei anderen Parsifal-Aufnahmen genügt in der Regel 5 oder 6. Da die Sänger zu allem Übel auch noch sehr fern klingen, sind ihre Stimmen im Zuge einer leiseren Einstellung kaum noch hörbar respektive verständlich. Dass ältere Verstärker bei derartiger Beanspruchung mit heftigem Rauschen auf die Hörer-Nerven fallen, dürfte einigermaßen nachvollziehbar sein. Der Discman-Test bestätigt letztlich glasklar, dass die Aufnahme insgesamt eigentlich viel zu leise geraten ist: Bei voll (!) aufgedrehter Lautstärke sind die auf Normal-Niveau angesiedelten Passagen gerade noch hörbar...

Fazit: Man benötigt unabdingbar einen sehr, sehr guten und leistungsstarken Verstärker, um diesen mit kleinen Abstrichen herrlichen Neuzeit-Parsifal wirklich rundum genießen zu können. Schade, dass das Tonstudio keine bessere Lösung fand.
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4.0 von 5 Sternen Meier und Barenboim als Ereignis, 19. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Daniel Barenboims Verdienste um die Werke von Richard Wagner erreichen mit diesem Parsifal einen musikalischen Höhepunkt. Er verlässt sich nicht nur einseitig auf den großen Weiheatem dieses fulminanten Werks, sondern setzt mit den auf gewohnt hohem Niveau spielenden Berliner Philharmonikern auch immer wieder auf die Kontraste, die die Partitur mit sich bringen.
Auch sängerisch hat dieser Parsifal eine ganze Menge zu bieten, allen voran muss Waltraud Meier als sensationelle Kundry genannt werden, die auch dem Vergleich mit ganz großen Darstellerinnen der letzten Jahre wie Martha Mödl oder Christa Ludwig standhält. Sie ist in dieser Partie was Gesang und Gestaltung angeht einfach ein Ereignis. Nicht ganz so gut das Abschneiden Siegfied Jerusalems in der Titelpartie, der mit seinem lyrischen Tenor eher auf das Haushalten der Kräfte setzt und so einen arg einförmigen Parsifal singt. Wenn er es nicht vermeiden kann, auf dramatische Akzente gehen zu müssen, vergrößert er seine Stimme so arg künstlich, dass es auf Kosten der Tonschönheit geht.
Matthias Hölle gibt mit helltimbrierten Bass einen jugendlichklingenden Grunemanz. Mit Jose van Dam und John Tomlinson sind Amfortas und Titurel rollendeckend besetzt. Zuletzt überzeugt mich auch Günter von Kannen als Klingsor mit unausgeglichenem Charakterbariton nur bedingt.
In der Summe aber ist mir diese Einspielung vor allem wegen Meier, Barenboim und dem augeglichenem Chor- und Orchesterklang sehr ans Herz gewachsen.
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