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Von Nikolaus Harnoncourt gibt es wohl kaum eine Aufnahme, die nicht der größten Aufmerksamkeit wert wäre. Besonders seine Mozart-Interpretationen haben immer wieder kontroverse Diskussionen in Gang gesetzt.
Ich gestehe, daß ich nach Kenntnis der Mozart-Symphonien in Harnoncourts Lesart mit einer gewissen Skepsis an diese COSI FAN TUTTE herangegangen bin. Mein Gesamteindruck hinterläßt am Ende durchaus zwiespältige Gefühle, aber hier gilt es sorgfältig zu differenzieren.
Zunächst ist festzuhalten, daß ich von Harnoncourts Dirigat angenehm überrascht worden bin. Die etwas kalte Glätte, die seine Deutungen von Mozarts Symphonien auszeichnet, findet sich hier kaum wieder. Im Gegenteil: Schon die sorgfältig artikulierte Ouvertüre läßt gespannte Erwartung aufkommen, und die wird von Seiten des Dirigenten auch nicht enttäuscht. Harnoncourt gestaltet Mozarts oft verkanntes Meisterwerk mit spürbarer Liebe und einer Spielfreude, die sich auf das Sängerensemble und auch auf Chor und Orchester überträgt. Sicher, hin und wieder hört man einige Eigenheiten, wenn man so will, Eigenmächtigkeiten, die nun einmal zu Harnoncourts Herangehensweise gehören, aber diese stören nicht und sind sicherlich aus der Sicht eines Interpreten, der sich im Vorfeld einer Aufnahme eingehend mit der Partitur beschäftigt, auch durchaus gerechtfertigt, so daß insgesamt eine überzeugende und in allen Teilen stimmige Auslegung zustande gekommen ist.
Es ist die Sängerschar, die mich zögern läßt, fünf Sterne zu vergeben. Wer Elisabeth Schwarzkopf und Gundula Janowitz als Fiordiligi und Nan Marriman und Christa Ludwig als Dorabella im Ohr hat, der spannt seine Erwartungen einfach höher, als sie von Charlotte Margiono und Delores Ziegler erfüllt werden können. Auch Anna Steiger in der Rolle der Despina kann trotz ihrer beachtlichen Leistung weder Lisa Otto noch Reri Grist aus früheren Einspielungen vergessen machen. Das soll beileibe keine Abwertung an sich guter Darstellungen sein, aber der verwöhnte Plattenhörer orientiert sich nun einmal an höchsten Maßstäben, auch wenn diese vor sehr langer Zeit gesetzt wurden.
Das Männer-Trio ist insgesamt positiver zu beurteilen: Deon van der Walt ist ein überzeugender Ferrando, von kleinen Unebenheiten abgesehen kann er es mit so berühmten Vorgängern wie Léopold Simoneau und Alfredo Kraus gut aufnehmen, obgleich diese beiden Sänger, auch Peter Schreier, über größere Erfahrung und mehr Routine verfügten. Der Guglielmo des Gilles Cachemaille scheint mir noch nicht ganz ausgereift zu sein, aber auch in diesem Fall ist überwiegend Positives festzumachen. Ganz hervorragend finde ich wiederum Thomas Hampson als Don Alfonso. Er ist einer der besten Baritone der jüngeren Generation, der sich selbst (in dieser Rolle) nicht hinter Dietrich Fischer-Dieskau, Walter Berry oder Sesto Bruscantini zu verstecken braucht.
Der Nederlandse Opera Chorus macht seine Sache gut, und das altehrwürdige Concertgebouw-Orchester Amsterdam ist ein wunderbar warmer, stilvoller Klangkörper, der auch auf dem ihm etwas ungewohnten Feld der Oper eine bewunderungswürdige Leistung erbringt. Über den Dirigenten habe ich mich schon weiter oben geäußert, und so bleibt zum Schluß noch zu bemerken, daß die Klangtechnik allererste Klasse ist. Sie hat glänzend gearbeitet, so daß das Werk in wunderbarer, ganz natürlicher Schönheit vor dem Hörer ersteht. Die Aufnahme entstand im Januar 1991 in Amsterdam.
Das beigefügte Textbuch ist ebenfalls herausragend. Es bringt nicht nur das vollständige italienische Libretto mit Übersetzung in drei Sprachen, sondern u.a. auch ein höchst interessantes Interview mit Harnoncourt über das aufgenommene Werk und eine ausführliche Inhaltsbeschreibung. Zudem ist es noch reich bebildert. Ausdrückliche Erwähnung verdient noch, daß die Oper absolut ungekürzt aufgenommen wurde, die sonst üblichen Striche wurden aufgelassen. Sehr empfehlenswert!
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am 27. Februar 2003
Cosi fan tutte - ein trauriges Stück? Ja, sagt Harnoncourt im Begleitheft, denn die Liebe der Beteiligten wird brutal zerstört. Wie immer räumt der Dirigent auf mit Süßlichkeit, Rokoko-Parfüm, mit der Zweidimensionalität eines Buffa-Klamauks, trotz der Textzeile im Finale: "Ein lustigeres Spielchen gab's noch nicht auf dieser Welt". Das Spiel ist nicht lustig, immer wieder bleibt das Lachen im Hals stecken. Die Aufnahme hat eher langsame Tempi und doch sind diese absolut stimmig, wenn man in Mozarts Partitur schaut und perfekt aufeinander bezogen. Beispiel: Nirgenswo anders wird Guglielmo's Arie im zweiten Akt so langsam gespielt und gesungen. Alle anderen Dirigenten haben hier rasante Tempi, aber Mozart schreibt "Allegretto" in seine Partitur!
Wunderbare Sänger, die die ganze Abgründigkeit der Mozart'schen Gefühlswelt ausleben und ein glänzend disponiertes Orchester runden diese Sternstunde der Oper ab.
Aber Achtung: Diese Aufnahme ist nichts für Hintergrundgeplätscher, sie zwingt (mit großem Gewinn) zum Zuhören!
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