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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Album der 90er...
ist es vielleicht nicht für jeden, aber immerhin hat der gestrige Genuss der leider etwas zu kurzen CD (übrigens muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich diese geniale Platte seit Jahren nicht mehr gehört habe) mich dazu gebracht, auch mal eine (meine erste!) Rezension zu schreiben.. Und was soll ich sagen; für mich ist es neben einigen wenigen...
Veröffentlicht am 27. November 2002 von M. Bruss

versus
0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewollt, aber nicht in allen Punkten gekonnt
Oft wird dieses Album mit Begriffen wie Offenbarung, Jahrhundertwerk oder sonstigen hochtrabenden Begriffen bedacht, die das Herz des geneigten Death-Metal-Fan mit Vorliebe für Exotisches höher schlagen lassen. Doch was bleibt unterm Strich übrig?

Cynic spielen Musik, für die es auch nach zwanzig Jahren noch keine passenden Worte zu geben...
Veröffentlicht am 10. März 2013 von Garstiger Garst


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Album der 90er..., 27. November 2002
Von 
M. Bruss (Saarland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
ist es vielleicht nicht für jeden, aber immerhin hat der gestrige Genuss der leider etwas zu kurzen CD (übrigens muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich diese geniale Platte seit Jahren nicht mehr gehört habe) mich dazu gebracht, auch mal eine (meine erste!) Rezension zu schreiben.. Und was soll ich sagen; für mich ist es neben einigen wenigen anderen wie zum Beispiel Paradise Lost's "Gothic", Tiamat's "Clouds" und Entombed's "Clandestine" wirklich DAS Album der letzten 10 oder 15 Jahre im harten Metalbereich. Was hier an Musikalität, handwerklicher Perfektion und Songwriting abgeliefert wird, wurde im härteren Metalbereich sicher nur noch von Atheist oder (mit Einschränkungen) Pestilence erreicht, jedoch nie so konsequent und genial umgesetzt. Die Besetzung spricht Bände, die Produktion ist sehr durchsichtig und bleibt trotzdem immer druckvoll. Musikalisch wechseln die Stimmungen permanent und es ist nie sicher, was als nächstes passieren wird. Trotzdem ist ein mitreissender Fluss von der ersten bis zur letzten Minute eines jeden Stückes erkennbar. Gerade das macht den Longplayer so spannend und erhält den Spaß lange Zeit. Nörgler, die keinen Zugang zu dieser Platte finden (wollen) gibt es sicher genug, aber jeder, der schon mal ein Instrument in der Hand gehalten hat, sollte sich diese Platte täglich reinpfeifen - ja, das geht, und zwar ohne Einschränkungen, denn anders als die Machwerke der Retortencombos der letzten Jahre wird diese Platte garantiert nicht langweilig. Viel Spaß damit!!!
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlichtweg genial, 4. Januar 2002
Von 
Hubert Zistler (Lamone, TI/ CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Super, was die vier jungen Herren damals auf die Beine gestellt haben. Gitarist Masvidal und Drummer Reinert hatten ja schon bei DEATH's Top-Album "Human" ausgeholfen (nachdem Chuck mal eben die ganze Band gefeuert hatte). Musikalisch pinkelt CYNIC so leicht keiner ans Bein. Ausnahmemusiker mit durchaus kreativen Ideen und überaus abwechslungsreichem Einsatz von Gitarren-Synthesizern und Vocodern. Heraus kommt eine Mischung von Death Metal meets freaky psychodelic Jazz und der aufgeschlossene Hörer wird seine wahre Freude an diesem unentdeckten Juwel haben. Es ist fast unglaublich, dass das Teil ein Debut-Album ist.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HOW COULD I FORGET SUCH A REVELATION..., 15. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Diese CD gehört mit zum besten was jemals auf diesem unserem kleinen unbedeutenden Planeten veröffentlicht wurde!!! Die vier Ausnahmemusiker Masvidal, Gobel, Reinert und Malone schaffen es auf genialstem Niveau, eine Mischung aus astreinem technischen Death Metal und psychedelischen Jazz-Parts zu kreieren. Die komplizierten Melodien und Kompositionen drängen bei CYNIC allerdings nicht penetrant oder gar auffällig in den Vordergrund (wie beispielsweise bei ATHEIST), sie bilden eine Einheit mit der tiefsinnigen, tiefgründigen Stimmung. Sehr viel mehr kann ich dazu nicht sagen, man MUSS dieses Album gehört haben, man muss sich davon einwickeln, fesseln und in eine andere Welt tragen lassen, weit weg vom hier und jetzt...
5 von 5 Sternen sind leider leider viel zu wenig für dieses Album...
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE SIND EINZIGARTIG, 8. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
"damals",... als es das internet noch nicht wirklich gab, und ich vor langer zeit noch auf kataloge, zeitschriften und ekelhafte kaufhäuser (da kein plattenladen!) angewiesen war... ständig auf der suche nach dem glück und etwas noch nicht gehörtem... die letzten münzen zusammen gespart... entdeckte ich irgendwann ganz klein in einem katalog die zeile: Cynic - Focus, death metal meets jazz. mein interesse war geweckt! als dann endlich die heiß ersehnte bestellung kam, legte ich die cynic ganz nach unten des neuen stapels... die cd hatte irgendwas besonderes! als ich den stapel durch hatte und nur noch die cynic wartete, waren es bisher gewohnt gute alben, aber nicht wirklich innovatives!
dann pulte ich die cynic aus der verpackung... legte sie in den cd spieler... close... play...
...und was dann kam entzog sich allem bisher gehörtem... das war anders!
...nach dem zweiten song habe ich die cd ausgemacht... was ist das? hilfe!
das ging nicht in meinem kopf! ich mußte die scheibe immer wieder und immer wieder hören... obwohl ich es nicht verstanden habe... auf einmal hat es BANG gemacht und ich war und bin bis heute in das album verliebt!
Für mich ist es, natürlich neben vielen anderen, eines der besten und musikalisch anspruchsvollsten alben!
Anspieltips sind bei diesem album nicht erwünscht!
Cynic muss man vom ersten takt bis zum letzten komplett durchhören!
es ist KEIN FAST FOOD!
GUTE ALBEN NEHMEN EINEN MIT AUF DIE REISE!
es dauert bei guten alben bis man die sprache versteht... aber so wird das album auch nach 12 jahren kein stück langweilig!
DAS ALBUM GEHÖRT IN JEDE METALSAMMLUNG!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lichtblick in der Dunkelheit, 20. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Dieses Album wurde vor Jahren veröffentlicht. In einer Zeit, in welcher der Death Metal seine Hochphase erlebte und die Kriterien für "harte" Musik Dissonanz, Blastbeats und eher tiefes Gegrunze waren, stellten diese Ableger aus der Umgebung von Chuck Schuldiner etwas auf die Beine, dass bis heute nicht wieder erreicht wurde: Eine Symbiose aus Death Metal und musikalischer Virtuosität. Jeder dieser Musiker zeigt, dass er sein Instrument beherrscht. Der klassische Death Metal Fan wird wahrscheinlich nicht glücklich werden, denn es handelt sich hier um Exoten. Allerdings:

Cynic haben es geschafft, einen eigenen Stil zu kreieren. Das, was man als extreme Musik bezeichnet wurde durch diese Band erweitert, denn Fusion-/Jazz-Sounds treffen hier auf ein anderes Extrem: simple Death Metal Musik. Was heraus kommt, ist eine komplexe Mischung die etwas für denjenigen Hörer ist, der keine Scheuklappen hat und der von musikalischem Stumpfsinn und abgedroschenen Texten nichts hält.

Heute gibt es vielleicht Bands wie Opeth, Cryptopsy, Dillinger Escape Plan, Meshuggah und so weiter.. Auch diese Bands sind virtuos und fallen durch originelle Ideen auf. Jedoch ist bei keiner dieser Bands die Verbindung zu anderen Musikformen (Jazz/Fusion) so stark in die Musik eingeflossen wie bei dieser Band, auf diesem Album. Und dies, ohne aufgesetzt zu klingen, ohne künstlich zu erscheinen. Musikhistorisch wichtig und für mich: Eine der besten Bands dieses Genres mit einer der besten Platten, die sicherlich ein Hörerlebnis darstellt. Allerdings: Selbst hören macht schlauer!
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit und Raum unbekannt..., 1. Februar 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Wahnsinn... Muss wohl '93 gewesen sein, man hörte nur Gerüchte, dass Paul Masvidal und Sean Reinert (bekannt durch zahlreiche "Gastauftritte" in anderen Death-Metal-Bands, u.A. Death höchst persönlich und Pestilence) zusammen mit Tony Choy (der die Band kurz vor oder während der Aufnahmen verlies) endlich das Debut-Album ihrer eigenen Band herausbringen würden...
In irgendeinem Plattenladen hielt ich sie dann in Händen, durch das Cover sofort Feuer & Flamme klappte ich sie auf und sah die beiden Helden, komplettiert durch Shawn Malone und Jason Gobel...
Ich wollte also reinhören und ging zur Theke mit den Köpfhörern. Nach wenigen Minuten bekam ich Schweissausbrüche, denn was sich mir dort musikalisch zum ersten Mal offenbarte konnte ich nicht - und kann es heute noch nicht - glauben.
Als absoluter Fan von Bands wie Death und Atheist hielt ich erstmals die absolute Vollendung dessen in Händen, was man wohl als avantgardistische, progressive Musik am besten beschreiben kann. Das - leider mit 36 min viel zu kurz geratene - Meisterwerk entpuppt sich als das vielfältigste, einfallsreichste und abwechslungsreichste Album, das jemals meine Ohren verzückte.
Von "Spinnern" als Death-Metal-album verschrien, sehe ich in dem Album die absolute Symbiose aus Jazz- und Fusion-Klängen mit derer von Synthies und Voice-Synthies gepaart mit der genau richtigen Prise pfeilschneller, hammerharter Gitarrenriffs und einer wohl dosierten Menge an "edelem" Schreigesang. Die Songstrukturen, die Cynic hier in den - meistens recht kurzen - Songs weben würden für andere Kapellen locker für eine komplette Musikerkarriere taugen, so tiefschichtig, so komplex sind sie.
Nur mit einer Band kann man diese Platte vergleichen, sie heisst ATHEIST. Die so hoch gelegte Latte wird von Cynic aber gekonnt übersprungen und mit einem dreifachen Salto veredelt. Würden Mozart und Bach noch leben, sie würden diese Platte lieben. Cynic setzen mit Focus den Akzent fürs neue Jahrtausend. So und nicht anders muss moderne - nicht Massentaugliche, weil zu anspruchsvolle - Musik klingen, um das Ohr des geneigten Zuhörers zu begeistern.
Schade dass es bei diesem Erstlingswerk blieb, Abnutzungserscheinungen zeigen sich bei mir jedoch nach gut zehn Jahren immer noch nicht. Wer hier von "Gefrickel" redet, hat die Platte und damit die Musik nicht verstanden. Wenn Gott auf die Erde steigen könnte um zu musizieren, dann würde er sich genau SO anhören.
Pflichtkauf, solange es sie noch gibt. Für alle tolleranten Jazzer und für den anspruchsvollen Headbanger sowieso. Wer sie nicht hat, hat sie nicht alle.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wegweisend für den Progressive Death Metal, 25. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Die 1987 in Miami gegründete Thrash Metal-Band Cynic schaffte es lange nicht, Aufmerksamkeit durch ein erstes Album zu erregen. Stattdessen brachten die Mitglieder von Cynic zahlreiche Demos heraus, bis der erste Durchbruch gelang: Die Rollen von Paul Masvidal und Sean Reinert auf Death - Human. Viele sehen Human als das Album von Death an, das den Wendepunkt der Band markiert: Von einem brutalen Sound zu einem sehr technischen und progressiven.
Nachdem sich Paul und Sean von Death getrennt haben, konzentrierten sie sich nun endlich auf ein erstes Album für Cynic, das in die Plattenläden gebracht werden sollte. Als Death-Fan war man wohl schon ohnehin von den Auftritten der Human-Tour verblüfft: Paul Masvidal nutzte dort schon eine "kopflose" Gitarre (bekannt wurden diese durch die Firma Steinberger oder durch Fusion-Gitarristen wie Allan Holdsworth). Neben dem Einsatz dieser speziellen Gitarre kann man auf Live-Aufnahmen oft irre Solo-Improvisationen heraushören. Sean Reinert wiederum wurde bei seiner Death-Zeit besonders für seine extrem schnellen Blastbeats bekannt.
Dass die beiden Musiker über außergewöhnliches Talent verfügen, wurde auf Human also klar deutlich. Doch Cynics Focus geht noch viel weiter als das beliebte Death-Album aus dem Jahre 1991.

Während tatsächlich viele Parts des Albums aus irrsinnig technischen Gitarrenriffs bestehen, hat das Album auch große Jazzfusion-Elemente. So werden in jedem Song ruhige Passagen mit typischen Fusion-Elementen eingebaut und diese sind oft im Wechsel mit verzerrten Gitarrenriffs, wie sie für den Death Metal üblich sind. Als ganz typisch würde ich die Gitarren aber keineswegs bezeichnen. Oftmals spielen die beiden Gitarristen komplett verschiedene Riffs, die aber im Zusammenspiel immer gut zueinander passen.
Auch im Gesang macht sich dieser Kontrast deutlich. Während üblicher Death-Metal-Gesang auftritt, gerät dieser immer wieder in den Wechsel mit Vocoder-Gesang. Durch den Einsatz des Vocoders klingt die Stimme von Paul Masvidal sehr synthetisch, fast schon wie ein Roboter. Das mag viele Metal-Fans abschrecken, macht jedoch das Album besonders interessant.
Mit Sean Malone haben sie im Übrigen einen überragenden Bassisten an Bord geholt. Der Bass ist im Allgemeinen auf dem Album sehr gut zu hören und oftmals eine geniale Begleitung zu den ohnehin komplexen Gitarrenriffs. Speziell, wenn die Gitarren Raum dafür bieten, ist der Bass zur Stelle und spielt prägnante Melodien oder sogar Soli.
Zu Sean Reinert muss man besonders eines sagen: Man darf hier keine Performance wie auf Human von Death erwarten. Die Geschwindigkeit stellt er besonders in Uroboric Forms unter Beweis, aber der Rest des Albums ist oft sehr ausgefeilt, was die Drums angeht. So konzentriert sich Sean Reinert eher darauf, die Riffs und Melodien geschickt zu begleiten anstatt Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen.

Focus beginnt mit Veil of Maya, wohl einem der bekanntesten Songs der Band. Dieser überzeugt schon von Beginn an durch außergewöhnliche Akkordfolgen und komplexe Gitarrenriffs. Schon von Beginn an wird hier das Zusammenspiel zwischen den verzerrten Vocals und Gitarren bzw. der klaren Seite klar definiert. In den Fusion-Passagen gibt es noch Frauengesang obendrein. Paul Masvidals Gitarrensolo ist in Veil of Maya zweifellos auch einer der Höhepunkte.
Mit Celestial Voyage und The Eagle Nature haben wir zwei technische Songs, die besonders von Gitarrensoli und komplexe Riffs geprägt sind. Aber auch die Fusion-Passagen bleiben hier nicht aus. Besonders schön ist das Ende von The Eagle Nature, das nahtlos in ein Zusammenspiel aus Keyboards und Bass übergeht. Alles klingt in Synthesizer-Akkorden aus.
Sentiment ist schon einer der Songs, die eher an der Fusion-Seite orientiert sind. Gerade eine Stelle ab 1:02 zeigt schon musikalisch die spirituelle Richtung von Cynics Focus. Abgesehen von zwei schnelleren Riffs ist der Song eher in mittlerem Tempo gehalten und klingt in einer Synth-Landschaft aus.
Die Wellenklänge am Anfang von I'm But a Wave To... erinnern direkt an das sonnige Florida. Schnell setzen jedoch wieder klare Gitarren und der prägnante Bass ein und man findet sich wieder in den Jazzfusion-Klängen des Albums. Den Rest des Songs würde ich eher als Metal-lastig bezeichnen, anfangs mit einladenen Melodien. Der völlig überraschende Wechsel bei 1:57 gehört zu meinen Höhepunkten des Albums: Plötzlich kommen aus der plötzlichen Stimmung des Songs einige sehr ausgefeilte Gitarrenpassagen hervor. Besonders die Soli in diesem Song haben einen Jazz-Charakter, das letzte würde ich sogar als ziemlich wirr für untrainierte Ohren bezeichnen. Der Song klingt in einem meiner Lieblingsriffs des Albums aus, das bereits bei 1:57 auftauchte.
Uroboric Forms ist klar der schnellste und Metal-lastigste Song des Albums. Abgesehen von den Cynic-typischen Fusion-Stellen (die hier durch den Kontrast besonders schön sind) hat das Stück ein hohes Tempo, rasende Blastbeats, wirre Gitarrensoli und ein immer schneller werdendes Ende, das wunderbar in einem Clean-Akkord aufgelöst wird.
Wer sich noch an Cosmic Sea von Deaths Human erinnert, darf sich freuen: Mit dem siebten Song Textures hat auch Cynic einen Instrumental-Song auf dem Album. Dieser ist nicht überraschend noch deutlich jazziger ausgefallen als Cosmic Sea. Von melodischen und klaren Gitarrenpassagen bis zu einem genialen (!) Bass-Solo bei 2:25 zeigt der Song das Talent der Band. Das Drumming in Textures ist besonders vom Fusion geprägt. Wenn man kein Freund von Metal ist, kann einem Textures dennoch gefallen.
Das letzte Stück How Could I ist insgesamt wieder von der härteren Sorte, komplette Clean-Teile sind hier nicht zu finden. Dafür bietet der letzte Song eine Vielzahl an schönen und facettenreichen Gitarrenriffs und Melodien, die How Could I fast schon Ohrwurm-Charakter geben. Beendet wird der Song und das Album durch ein langes und emotionales Solo, das noch einmal einen finalen Höhepunkt darstellt.

Wenn man Metal-Passagen nicht abgeneigt ist und auch einen Gefallen an Fusion findet: Zugreifen! Cynics Focus ist meiner Meinung nach ein Meilenstein, der seiner Zeit weit voraus war. Heute findet man genug Bands (Obscura, Exivious und einige weitere), die sich Cynics Stil klar zum Vorbild nehmen.

Anspieltipps: Veil of Maya, The Eagle Nature, I'm But a Wave to..., How Could I
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk ohne Wenn und Aber!, 1. Juli 2014
Von 
Sascha "metalnews.de" (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Mal wieder umgezogen, mal wieder eine schön alte CD herausgekramt, der Gewinner lautet CYNIC und ist ihrem unverschämt genialen Debütalbum "Focus" gewidmet.

Es wurde so vieles schon darüber gesagt und kann bestätigt werden: Hier verschmelzen die Grenzen zwischen Jazz, Ambient und Death Metal fließend zu einer logischen Einheit. Klingt unlogisch, ist es aber nicht: Das ganze klingt absolut flüssig, nicht künstlich und durchweg logisch. Unter der Haube dagegen werkeln vier absolut talentierte Musiker, die komplexe Drumpatterns, Gitarren und Bassläufe gegen- und miteinander antreten lassen. Vocoder Clean Vocals und deathmetallastigere Shouts gehen Hand in Hand.

Was will ich eigentlich noch etwas unbeschreibliches näher erläutern:
Die paar Euro solltet ihr klugerweise in das Album investieren und euch inspirieren lassen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Focus, 2. Dezember 2006
Von 
A. Sommer (St. Wendel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Ich habe mir nach langem Überlegen vor gut 3 Wochen die Scheibe zugelegt und muss sagen, ich bereue es nicht. Wenn jemand nicht auf Experimente steht oder Death Metal nur schnell und geröchelt mag, kann die Seite zumachen, mit Cynic werdet ihr nicht glücklich. Alle anderen, und damit meine ich wirklich ALLE anderen, sprich vom Black Metaller bis hin zum Hard Rocker müssen hier zumindest mal intensiv reinhören.

Eins vorweg, das Album ist definitiv keine leichte Kost. Anfangs wird man erschlagen von der Fülle an Sounds, an Riffs, Grooves etc. Auch die arg experimentellen Vocals bringen einen anfangs eher der Verzweiflung nahe. Wenn man sich aber intensiv mit der Platte beschäftigt wächst sie unglaublich und wächst auch drei Wochen nach erstem Hören noch. Über die Musiker braucht man nicht viel zu sagen, jeder spielt auf technischem Höchstniveau und so klingen dann auch die einzelnen Songs. Auf jeden Song einzugehen wäre Unsinn, da es soviel zu hören gibt auf dieser Scheibe, dass man es gar nicht in Worte fassen kann.

Also absolute Kaufpflicht für aufgeschlossene Metalfans und wer Death, Atheist oder auch Pestilence mag MUSS die Scheibe eigentlich schon haben oder spätestens jetzt in den Warenkorb legen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmalig, 14. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Dieses Album besitze ich seit 1994 und inzwischen muss ich es unzählige Male angehört haben. Jedesmal wieder freue ich mich wie ein kleines Kind, dass es solche Musik gibt. Wer als Metalhörer (und nicht nur als solcher) etwas progressiveren (eigentlich hasse ich dieses Wort, aber hier passt es wie der berühmte A... auf den Eimer), melodiöseren Klängen gegenüber aufgeschlossen ist, findet hier ein Album fürs Leben.
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Focus
Focus von Cynic (Audio CD - 2007)
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