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5.0 von 5 Sternen Für mich die schönste Referenz-Aufnahme, 25. Dezember 2008
Von 
Leslie Richford (Selsingen, Lower Saxony) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gloria / Ostro Picta / Magnificat (Audio CD)
Antonio Vivaldi (1678 - 1741): Ostro picta, armata spina RV 642 (Einleitung zur "Gloria"); Gloria für Soli, Chor und Orchester, RV 589; Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Magnificat für Soli, Chor und Orchester, BWV 243. Ausführende: Emma Kirkby (Sopran I); Tessa Bonner (Sopran II); Michael Chance (Altus); John Mark Ainsley (Tenor); Stephen Varcoe (Bariton); Collegium Musicum 90 (Konzertmeister: Simon Standage), Ltg. Richard Hickox. Aufgenommen: St. Jude's Church, Central Square, London vom 26.- 28. November 1990. Veröffentlicht 1991 als Chandos Chaconne 0518. Gesamtspielzeit: 64'08".

Die Alte-Musik-Bewegung hat zahlreiche Aufnahmen von Vivaldis "Gloria" und Bachs "Magnificat" hervorgebracht, von denen einige mein CD-Regal bereits schmückten, so dass ich schon ein wenig gezögert habe, ehe ich die mit bekannten englischen Solisten besetzte Version des kürzlich verstorbenen Richard Hickox bestellte. Eine Sitzung vor den Lautsprechern vermochte jedoch alle Zweifel hinwegzufegen: dies wurde auf Anhieb zu meiner Lieblingsversion. Die einleitende, siebenminütige Kantate "Ostro picta" mit einer Emma Kirkby in betörender Form bildet den Auftakt zu einer Stunde herrlichen Musizierens. Vivaldis Gloria kommt mit Schwung und Transparenz daher, sowohl der Chor als auch die drei Solisten (Emma Kirkby, Tessa Bonner, Michael Chance) beeindrucken mit dem Text aufs beste angepasste, seidige und nicht zuletzt ideal aufgenommene Stimmen, während die Instrumente des Orchesters sie mit fast zauberhafter Sicherheit und Intelligenz ergänzen. Sowohl hier als auch beim Magnificat von Bach gibt es den Altus Michael Chance so zu hören, wie man selten einen englischen Countertenor hört: Es gibt meines Erachtens sogar wenige weibliche Altstimmen, die so glatt, so einfühlsam und so wunderschön diese Partien singen können. Auch die mädchenhafte Tessa Bonner klingt hier ungemein gut - von der absolut tadellosen Leistung Dame Emma Kirkbys ganz abgesehen. Das Magnificat wird mit vollem Chor gesungen (6 Sopranos, je vier Alt, Tenor und Bass-Stimmen), die Tempi sind zügig, aber nie übereilt, die absolut hervorragend eingefangene orchestrale Begleitung (Naturtrompeten!) empfinde ich als "genau richtig" - Kompliment an das Collegium 90, das hier seine erste Vokalplatte überhaupt aufnahm! Ich habe mich in letzter Zeit auch mit Andrew Parrotts Aufnahme des Magnificat (zusammen mit dem Himmelfahrtsoratorium) für EMI beschäftigt, muss aber konstatieren, dass Hickox einen Tick besser ist, was vor allem an seinen besser gewählten Tempi, aber auch an seinen besseren Sängern liegt; außerdem ist die Chandos-Aufnahme natürlicher und glänzender geraten als Parrotts Studio-Aufnahme (ebenfalls von 1990). Insgesamt gefällt mir Hickox ebenfalls besser als die auf Hochglanz gebürstete Philips-Aufnahme mit John Eliot Gardiners Monteverdi Choir und als die chorisch zwar superbe, aber doch etwas konturlos geratene Harmonia-Mundi-Version mit dem Collegium Vocale unter Philippe Herreweghe. Das sind allesamt exzellente Aufnahmen, aber die Hickox-Version auf Chandos ist für mich zur neuen Referenz-Aufnahme geworden. Köstlich!
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