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Uncle Meat
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Willkommen im Zappa - Universum, im einzigartigen Konglomerat aus Tönen, die nicht von dieser Welt zu kommen scheinen. Was war dieser Zappa doch für ein Genie, Teufelskerl und Fanatiker, unglaublich. Wenn man das erste Mal hört, unter welchen Umständen die ersten Alben zustande kamen, dann glaubt man es nicht. Zappa war ein von seinen Ideen und Visionen getriebener und Perfektionist. Er arbeitete z. B. immer an mindestens drei Alben gleichzeitig, was zur Folge hatte, dass er seine Mothers täglich 8, 10, 12, Stunden lang bis zur totalen Erschöpfung proben ließ. Wobei sein Pensum noch größer und intensiver war, deshalb war er auch immer so dünn, er vergaß einfach zu essen oder hatte kein Geld !
Wer dieses Album das erste Mal hört und nicht schon etwas vorbelastet ist, in Sachen anspruchsvoller Musik, der könnte Probleme aller Art bekommen, denn das ist für normale Musikhörer starker Tobak. Wer sich allerdings die Mühe macht, sich in all diese verqueren Töne und Klangskulpturen reinzuarbeiten, der wird belohnt, wie kaum zuvor bei irgendwelcher Musik. Zappa verwendet bei fast all seinen Werken, soviele Ideen und Einflüsse aus allen Musikstilen, dass es immer wieder an ein Wunder grenzt, dass es funktioniert und am Ende auch noch klasse klingt. Er verbrät alles: Klassik, Jazz, Doo- Wop, Pop, Rock, Musical, viele Gags und noch viel mehr, was der Musikfan bis dato noch nie zu Ohren bekam. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie verrückt das alles zur damaligen Zeit klang, denn selbst heute sind die meisten Menschen mit dieser Musik immer noch total überfordert, wenn sie sie zum erstem Mal hören.
Ich empfehle jedem Musikinteressierten, der mehr will als die übliche Musikkost, sich mit Zappa zu befassen, denn wer willens ist, dem wird sich ein Klangkosmos unbekannten Ausmaßes öffnen und er wird von Zappa nicht mehr los kommen.
Schade für alle Neulinge ist natürlich, dass sie Zappa nie mehr live erleben können ( ich hatte zum Glück insgesamt 18 mal das Vergnügen ), denn das war ein Erlebnis der höchsten Güteklasse, vor allem, wenn man sah, wie leicht und locker diese exzellenten Musiker diese schwierigen Musikstücke nur so aus dem Ärmel schüttelten. Wahnsinn.
Diese Rezension habe ich ausschließlich für diejenigen geschrieben, die Zappa noch nicht kennen, der Rest weiß eh Bescheid.
Ein Rezensent schreibt hier, dass man die zweite CD mehr oder weniger übergehen kann. Dem ist absolut nicht so, denn die King Kong Variations zählen mit zum Besten was Zappa jemals komponierte, eine utopische Klangphonie !
Kleiner Tipp: Falls dem Einen oder Anderen dieses Werk doch zu anspruchsvoll sein sollte, der greife zu Overnite-Sensation oder One Size Fits All, die sind zugänglicher und verfolge den Weg zurück, ist auch spannend und lohnt sich allemal.
Übrigens: Falls sich jemand wundert, dass ich nicht näher auf die Musik des Albums eingegangen bin, das liegt daran, dass man sie nicht beschreiben kann, das funktioniert nur durch hören.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2005
Ich halte diese frühe Zappa CD für seine beste. Was Zappa zu dieser Zeit hier vollbringt ist der pure Wahnsinn. Viele der Instrumentalstücke auf der ersten CD sind zusammengebaut aus mehreren Elementen, die auch noch in unterschiedlicher Geschwindigkeit in die Stücke eingebaut werden und sich teilweise überlappen. Das ganze fügt sich zum gewollten Stück zusammen. Tonhöhen und Tempos wurden dabei bei den Verzerrungen mit eingeplant. Kompositorisch sind all die Dog Breath und Uncle Meat Variationen das beste, was Zappa je vollbracht hat. Mit welchen Mitteln er dies dann umgesetzt hat, ist Wahnsinn. Zappa scheint für ein Orchester zu komponieren und dies dann wahnwitzig mit seinen Möglichkeiten (oben beschrieben) zusammenzufügen. Auf Yellow Shark kann man dies dann nachvollziehen. Soviel zum Hauptschwerpunkt des Albums. Zur Auflockerung werden ab und zu wahnwitzige Popsongs mit eingestreut, die auch mit verschiedenen Temos und verzerrten Stimmen glänzen. Auf CD 2 findet sich dann King Kong, eine Improvisations-Jam Nummer der Mothers. Auch nicht schlecht.
Allein die erste CD rechtfertigt den Kauf.
Uncle Meat ist DAS Zappa-Album !
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. November 2001
UNCLE MEAT ist ein schwer zugängliches,textlich spärlich fragmentiertes Doppelalbum,auf dem die improvisierten Free-Jazz Elemente überwiegen. In Zappas eigenen Worten ,ist Uncle Meat eher ein Instrumentalalbum,und so findet man auf der zweiten Platte (lediglich) die berühmten Variationen über das King-Kong Thema.Richten wir das Augenmerk also auf die erste Scheibe, und freuen uns dort zunächst über einige der harmonischten Kompositionen,die Zappa dieser Tage zu Papier gebracht hat:MISTER GREEN JENES mit fettem Bläserarrangement,ELECTRIC AUNT JEMINA oder THE AIR zum Beispiel sind beinahe Popsongs mit Hitpotential. Auch LOUIE,LOUIE,ein Evergreen,den Zappa gehaßt haben muß (Anfang der 60er tingelte man mit Rockbands erfolglos durch die Gegend nur um andere Stücke zu covern,die meisten Yankees wollten Louie Louie hören) ist hier vertreten,allerdings in einer Version,die Zappa sich anno 1963 nicht hätte erlauben können. Dazu die bereits erwähnten FreeJazz-Anleihen und die Zappaesquen Geräuschverfremdungen und dadaistischen Satzeinblendungen. Bei öfterem hören ein wahrer Genuß!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich weiß heute noch nicht, was mich damals geritten hat, als ich mir 1969 "Uncle Meat" gekauft habe - als Jungspund, der auf die Hits von Beatles, Stones, Kinks, Who, Troggs etc. gestanden ist. Trotzdem hat mich die 1. LP ("Uncle Meat" selbst) vom ersten Hören an fasziniert und hypnotisiert - und das hält bis heute an. Da ist JEDER Ton perfekt - auch in den Improvisationen. Das ist ABSOLUTE MUSIK. Es zählt meiner Meinung nach zum Genialsten, das Zappa geschaffen hat.

Für mich werden hier die Grenzen zwischen U und E-Musik aufgelöst. "Uncle Meat" kann man auch als klassische Musik in der Tradition von Bach, Mozart, Beethoven, Strawinsky etc. sehen - zB. als moderne vielsätzige Sinfonie mit Wiederholungen und Variationen von Haupt- und Seitenthemen (ohne anachronistisch-klassizistische Einbindung von Streichorchester wie bei Jon Lord etc.). Das Klangspektrum von verschiedensten Instrumenten, Stimmen, Gesang (in unterschiedlichen Geschwindigkeiten) und Geräuschen ist in Verbindung mit umwerfenden Rythmus-Variationen einzigartig - eine durchgehende Musik- und Klang-Collage.

Warum dann "nur" 4 Sterne ?

Weil für mich (mein persönlicher Geschmack !) das free-jazzige King-Kong (2. LP) absolut unzugänglich und überflüssig ist. Und überhaupt nicht zum hoch-melodiösen "Uncle Meat" passt. Die "Bonus-Tracks" auf der 2.CD (offenbar irgendwelche Gespräche aus dem unvollendeten Uncle-Meat-Film) sind für mich komplett unerträglich.

Für "Uncle Meat" selbst : five big stars.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich lach mich schief bei den film Excerpts, aber ich will es doch auch mal sehen!!! es gibt wohl Uncle Meat-VHS-Versionen, die kursieren für ein unglaubliches Geld, aber wann wirds mal offiziell? zur Musik/CD: klar kennt jeder Uncle Meat, der Zappa hört und klar, es wurde wieder mal re-released - nur: für was? Ich habe 3 Versionen von Uncle Meat und diese, hier vorliegende, neueste Version bringt mir qualitativ nichts, was die anderen nicht schon gekonnt hätten. Ich bin von der neuen Veröffentlichungs-Reihe generell nicht sooo begeistert. Zweifelsohne Meisterwerke, an Musik/Komposition zweifle ich keine Sekunde, aber die Veröffentlichungsstrategie will mir nicht 100% gefallen. Kürzlich waren die 2009er releases weg vom Markt, Preise stiegen ins Unermessliche, dann diese Releases (mit zugegeben vernünftigen Preisen) und wa smacht der Fan: kauft sich wieder alle? Ich nicht, habe mich auf meine 5 Lieblings-Zappa-Scheiben beschränkt und liebe natürlich das Gesamtwerk. In diesem Sinne das zitat leicht abgewandelt "the present day music listener refuses to die"
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