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am 12. August 2006
Verwirrend, eindringlich, ironisch, berührend, provokativ, traurig, leidenschaftlich, einfühlsam, ehrlich und tief sarkastisch. Ein Buch voller Gefühl, Persönlichkeit, Offenheit und Leben. Eine Selbsttherapie des Autors? Ein Hohelied auf die Menschlichkeit!

Diese vielfältige Darstellung, zusammengetragen von unterschiedlichsten Rezipienten, gibt einen winzigen Eindruck über das kleine blaue Buch, das als zweites in der Buchreihe Literaturwunderland Ungarn" erschienen ist. Der Autor Tamás Jónás ist 1973 in Ózd geboren und lebt in Budapest. In etwas mehr als der Hälfte der 213 Seiten scheint es tatsächlich so, als ob der Autor seine Kindheit als er noch Zigeuner war" verarbeiten und aufarbeiten will. Ein Leben wird beschrieben, für unsereins sehr ungewöhnlich anmutend vom Lebensstil her, aber gleichzeit verbunden mit den banalsten Kindheitserinnerungen. Vom Haushund wird erzählt, vom Streit mit Geschwistern, von den Erinnerungen des Nachbarn, von Schule, vom Umziehen und Umherwandern, von Geldsorgen und schließlich gelangt man über die einzelnen kurzen Berichte zum Ursprung, kann sich in die Familie hineinversetzen und ihr Tun zumindest teilweise nachvollziehen. Alles scheint sich ums Geld zu drehen, deshalb wird gearbeitet, gestritten, gebettelt und gelebt. Deshalb ist der Vater gewalttätig, der Bruder kriminell, die Schwester eine Hure und die Mutter eine Bettlerin. Deshalb wird die gesamte Familie eingesperrt. Dies, also erst sein Leben schildern und dann auch der Versuch es zu erklären, gelingt Tamás Jónás einmalig!

Sein Schreibstil ist nüchtern und gleichzeitig tief persönlich, flott und ergreifend. Der erste Teil von Als ich noch Zigeuner war" lässt sich wunderbar lesen, die einzelnen Abschnitte sind ungemein interessant, wenn auch reichlich ungeordnet! Wer großen Wert auf Reihenfolge und festgelegte Zusammenhänge legt, wer sich den Inhalt nicht zusammenpuzzeln möchte, dem kann nicht unbedingt zu diesem Werk geraten werden. Es schafft Verwirrung, aber gleichzeitig auch viel Spannung!

Teil 2 ist anders, hier verlässt der Autor das Autobiografische und steigt auf erdachte Prosaerzählungen um. Nun könnte man meinen, warum dies, warum nicht 2 einzelne Bücher? Sicherlich wäre das auch möglich, aber wer sich wirklich mit der Familie des ersten Teils befasst hat, dem gelingt es auch Bezug zu den Menschen hier herzustellen! 5 selbstständige Geschichten erzählen von Liebe, Kampf, Kummer, Tod und Ehre. Gefühle werden dem Leser nahe gebracht , das Schicksal der Menschen berührt.

Talentvoll muss man den Autor nennen und das Buch definitiv lesenswert und sehr vielseitig! Es bleibt auf weitere so gelungene Werke zu warten.
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