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am 19. Oktober 2008
Scientology ist weiterhin im Gespräch - größtenteils sind allerdings negative Assoziationen damit verknüpft.

Die (scientologischen) "Grundlagen des Denkens" sind nicht mit denen vernünftig denkender "Lebewesen" (Menschen, Thetane u.Ä.) vereinbar.

Hubbards Theorien beruhen auf einem Menschenbild aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, das seitdem nie überarbeitet wurde und auch nicht überarbeitet werden konnte - und zwar aus dem einfachen Grund, weil Herr Hubbard seinen Anhängern ausdrücklich verboten hat, auch nur das Geringste an seinen Schriften zu ändern.

Aus diesem Grund finde ich es sehr merkwürdig, dass die "Basics", zu denen das vorliegende Buch zusammen mit 17 anderen Grundlagenschriften der Scientology-Organisation gehört, komplett überarbeitet und neu herausgebracht werden mussten, weil sich in der Zwischenzeit angeblich zu viele ... sagen wir mal: Unreinheiten eingeschlichen hätten.

Wie konnten diese Unreinheiten überhaupt in Hubbards Schriften Eintritt gefunden haben? Muss nicht alles, was in den scientologischen Verlagen New Era Publications oder Bridge Publications erscheint, zuerst von höchster Ebene genehmigt werden? Hat die höchste Ebene in den vergangenen zwanzig Jahren verseuchte Schriften herausgegeben? Wenn Hubbard das wüsste ... Das ist aber nur eine von so vielen Ungereimtheiten im scientologischen Umfeld.

Interessierte Leser und ausstiegswillige Scientologen mag es zum Beispiel auch interessieren, dass Herr Hubbard - als extremradikaler Gegner der Psychiatrie und von Psychopharmaka und sonstigen Drogen - zum Zeitpunkt seines Todes unter dem Einfluss von "Vistaril" (Hydroxizinchlorid) stand. Dieses Vistaril, das man in seinem Blut fand, ist ein Psychopharmakum, das man u.a. einsetzt, um psychotische und überängstliche Personen zu beruhigen und Neurosen und Angstzustände zu behandeln oder um eine Drogenentzugstherapie zu begleiten. (Näheres dazu erfährt der interessierte Leser im neuen Buch von Frank Nordhausen und Liane von Billerbeck, das man ebenfalls über amazon kaufen kann.)

Der Schriftsteller L. Ron Hubbard, radikalster Anti-Drogen-Vertreter stand also selbst unter Drogeneinfluss, als er starb?! Wie lässt sich das erklären? Hatte er dermaßen große Angst vor der von ihm selbst geschaffenen Science-Fiction-Welt? Befürchtete er die Rückkehr des berüchtigten intergalaktischen Fürsten Xenu? Oder haben seine "rechtmäßigen" Nachfolger (Herr Miscavige et al.) ihm dieses Mittel heimlich verabreicht, als er seinen letzten Willen verfasste?

Alles doch sehr merkwürdig. Dazu kommt, dass Scientologen, die natürlich selbst ebenfalls radikal gegen Drogen sind, selbst nicht selten Kettenraucher sind, in Unmengen Kaffee trinken usw., als wären Koffein und Nikotin keine Drogen!

Ich würde mich freuen, wenn sich ein mutiger Scientologe fände, der sich endlich trauen würde, bei seinen Vorgesetzten einmal nachzufragen,
1) warum die Basic neu herausgegeben werden mussten, wenn Hubbard die eindeutige Anweisung gegeben hat, dass an seinen Schriften nicht geändert werden darf?
2) wie es sein kann, dass der Drogengegner Hubbard selbst Drogen genommen hat? David Miscavige war Zeuge, er war ja selbst dabei, als es diesen Befund gab.

Und falls der mutige Scientologe dann nicht ins Straflager - Entschuldigung: ins "Rehabilitationslager" - geschickt wird, kann er vielleicht endlich zur Aufklärung dieser dubiosen Einzelheiten beitragen.
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am 6. Januar 2009
So wie alle Bücher des Scientologygründers Hubbard ein sehr zähes Werk, das nur mit Kopfschütteln, Lachkrämpfen und enormen Durchhaltevermögen zu lesen ist. Wie immer als Hintergrundlektüre über Scientology zu nutzen, daher mussten auch Argumente wie die Schriftgröße als Qualitätsmerkmale des Buches herhalten. Inhaltlich ist es eine einzige Peinlichkeit für Menschen mit einer Durchschnittsnote 4.0 in Physik, Chemie und Biologie.

Mich erschreckt es immer wieder, dass es Menschen mit so wenig Lebenserfahrung gibt die diese Sciene-Fiction-Konzepte glauben. Ich persönlich hatte bei diesem Buch mehrmals den Gedanken es könnte eine Satire sein, die Hubbard selbst gar nicht glaubte, sondern einfach lustig fand - so abstrus werden einige Stellen des Buches. Leider ist die Satire böse nach hinten losgegangen...

Wer sich über Scientology informieren will, dem sei auch hier nochmals die BBC Reportage "Scientology and me" ans Herz gelegt (zu finden u.a auf youtube).
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In jüngster Zeit habe ich mich mit Scientology auseinandergesetzt. Nach Lektüre von Ursula Cabertas aktuellstem Buch "Scientology: Die ganze Wahrheit" und dem Buch des Aussteigers Lawrence Wright "Im Gefängnis des Glaubens" hatte mich auch Primärliteratur gereizt. Zu meiner großen Freude hatte die Bibliothek meines Vertrauens, die hessische Landesbibliothek in Wiesbaden gleich mehrere Hubbard-Veröffentlichungen in petto. Ich schreibe "zu meiner Freude", als man der Organisation meiner Meinung nach nicht durch Bücherkauf in die Hände spielen sollte.

Speziell bei der Lektüre des Buchs von Lawrence Wright musste ich mehrfach laut lachen. Er stellt das Leben von Lafayette Ron Hubbard sehr umfangreich und differenziert dar. Teils waren die Ideen und Ansichten Hubbards einfach nur zum Kaputtlachen. Ähnlich erging es mir, als ich ein Scientolgyvideo zur Präsentation ihres Erfinders ansah. Dort wurde er durchgängig als jemand dargestellt, der als einer der wenigen seiner Zeit dies gemacht hätten, das getan hätten oder als erster jenes erreicht hätte.

Auf einem weiteren, davon unabhängigen Blatt muss man meiner nach die von ihm geschaffene Religion, Sekte, Organisaion oder wie immer man es nennen mag Scientology sehen. Letztlich hätte diese sich zu Hubbards Lebzeiten (1911-1986) auch durchaus positiv entwickeln oder einsetzen können. Allerdings hat sich die Organisation weder zu den Lebzeiten ihres Schöpfers noch danach besonders clever verhalten. Besonders der Umgang mit Kindern spricht hier deutlicher gegen Scientology als alles andere. Die Idee mit den Engrammen, die ich als synonym für traumatische Erfahrungen verstehe, ist nicht völlig verkehrt. Das man zuerst frühe Engramme angehen will und sollte, erinnert an moderne Traumatherapie (Wo auch frühen Traumata der Vorrang eingeräumt wird). Als Dianetik 1950 als erstes "wissenschaftliches" Buch - nach viel Sience-Ficion - von Hubbard herauskam, war das noch recht neu. Und ein cleverer Ansatz. Umgekehrt erscheint es mir dann geradezu paradox, dass gerade die Kinder dann den übelsten Schikanen ausgesetzt werden. Der Umgang mit Menschen scheint um so schlimmer zu werden, je jünger die Kinder sind. Hier passen Theorie und Umsetzung für mich nicht recht zusammen. Man kann sicher vieles an Scientology kritisieren oder diskutieren, aber der Umgang mit Kindern fiel mir immer wieder besonders übel ins Auge.

So. Nun möchte ich zum Buch an sich kommen. Ich finde es relativ komplex geschrieben und schwer lesbar, da es sich an einem Stück dem scientologyspezifischen Sprachgebrauch bedient. Was dafür ein wenig entlohnt ist, dass Denkanstösse sich recht eng aneinanderreihen und zahlreiche Schwarzweißabbildungen die Lektüre etwas erleichtern. Ich hatte zudem nicht den Anspruch, jeden Satz zu verstehen und alles absolut einordnen zu können. Das Buch vermochte es, mir viele gute Impulse zu geben. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, an sich selbst zu arbeiten oder auch zu hinterfragen, welche Wirklichkeiten, Verhaltensweisen und Denkweisen man einfach unreflektiert durch Beobachtungen und Erfahrungen übernommen hat.

Am Anfang wunderte ich mich noch ein wenig, dass der Autor schrieb, man könne allein durch das Studium des Buchs Scientology erlernen. Es fing recht harmos an, was wohl aber sicher so auch bewusst durchdacht und geplant ist. Gegen Ende des Buchs wird man dem gegenüber zunehmend dorthin geführt, dass Scientology die allein seligmachende Methode ist, man Gegner bekämpfen oder Scientology zumindest ihnen gegenüber verteidigen müsse usw.

Fazit

Ich konnte das Buch innerhalb von 24 Stunden anfangen und auslesen. Es hat mich sehr inspiriert und bereichert. Mit vielen Dingen hat der Autor vollkommen recht und vielleicht will man potentielle Jünger vor allem dadurch anlocken, dass man hier wohl bewusst versuchte, allzu wilde Theorien (oder "Wahrheiten") außen vor zu lassen. Um Menschen nicht von vornherein dadurch abzuschrecken, dass man ihnen allzu hirnrissige Geschichten präsentiert.

Letztlich bleibt ein gespaltener Eindruck. Es fällt mir schwer, dass Buch positiv zu bewerten oder darzustellen, auch wenn ich selbst viel mitnehmen konnte. Ich habe die Praxis der Scientologen einfach unwillkürlich im Hinterkopf. Aber wie eingangs beschrieben, muss man Lafayettte Ron Hubbard, seine Lehren und die von ihm geschaffene... wie auch immer (soweit möglich) im Kopf voneinander trennen.

Zuletzt empfehlen kann ich die Suche nach dem Namen "Wilfried Handl". Er war vielleicht länger als jeder andere Aussteiger bei Scientology tätig. Seine beiden Bücher stellt er auf seiner Homepage kostenlos zur Verfügung. Auf seiner Internetpräsenz finden sich zudem auch scientologyinterne Dokumente in englischer Sprache, die wikileaks veröffentlich hatte.

Ich gebe dem Buch einen Stern Abzug, weil man vieles hätte einfacher darstellen können. Das Buch hat einen Glossar, der ein wenig weiterhilft und die Lektüre erleichtert. Aber dennoch macht der scientologyeigene Sprachgebrauch die Lektüre nicht unbedingt leicht. Ich nehme an, der Verfasser hat ihn besonders dafür konzipiert, um die Anhänger besonders von Außenstehenden ("Unterdrückern") zu entfremden. Und Kritikern die Kritik dadurch zu erschweren, dass sie beim Gespräch zweier Scientologen wohl nicht mehr als Bahnhof verstehen könnten.
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am 19. Juli 2013
Nachdem das Thema Scientology nun wirklich vielfach in den Medien behandelt worden ist, ist es wirklich erfrischend hier mal etwas Original Text aus erster Hand zu lesen. Es ist schon bemerkenswert wie weit die Diskussion ÜBER Scientology und die Philosophie an sich von einander entfernt sind. Es scheinen völlig verschiedene Dinge zu sein, die gar keine Verbindung haben. Was für mich an diesem Buch wirklich interessant war, ist die Abhandlung über menschliches Verstehen. Hier gibt es Gedanken zum Thema, wie das Denken funktioniert und was die Beziehung zu anderen aufbaut oder abbaut. Wenn man das mal für sich klar hat, hat man eine neue Perspektive zum Leben. Insgesamt würde ich es mal so zusammenfassen, was mir dieses Buch gebracht hat: Ich bin nun viel mehr der Ansicht, dass ich mein Leben im Griff habe und meine Zukunft selbst bestimme. Es sind einfach wesentliche Grundlagen nicht nur des Denkens, sondern dessen, wie das Leben als solches funktioniert.
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am 3. Oktober 2014
Bezug von Scientology-Literatur

Neulich befasste ich mich wieder mal mit dem Phänomen Scientology. Im Zuge dessen fiel ich auch über diverse Veröffentlichungen des Gründers, die glücklicherweise die nahegelegene Bibliothek hatte. Primärliteratur von Hubbard zu lesen, reizte mich. Und durch das Leihen eines Buchs unterstützt man nicht aktiv die Organsation. Wessen nahegelegene Bibliothek die Bücher des Autors nicht hat und wer sie dennoch lesen möchte, ohne aktiv Scientology zu unterstützen, dem empfehle ich die Fernleihe. Darüber kann man sich ein Buch, was die eigene Bibliothek nicht hat, einfach von einer anderen Bibliothek an die eigene Bibliothek liefern lassen. Die Service kostet 1,50 Euro, was für die Abwicklung bezahlt wird.

Historische Verortung

Vom hier rezensierten "Scientology. Die Grundlagen des Denkens" besaß meine Bibliothek sogar diese, erst 2007 erschienene Auflage. Zu welchem Zeitpunkt in der Schaffensphase Hubbards das Buch geschrieben wurde, ist nicht auszumachen. Die deutsche Erstauflage ist im Buch mit 1992 angegeben. Liegt also hinter dem Tod des Verfassers Lafayette Ron Hubbards (1911-1986). Titel oder Erscheinungsdatum der Originalausgabe ist nicht angegeben. Auch das es keinerlei Quellen- oder Literaturverzeichnis am Buchende gibt, trägt dazu bei, dass sich das Buch chronologisch nicht einordnen lässt.

Umfang und Inhalt

Das Buch umfasst unterm Strich relativ wenig Text. Auf Seite 173 beginnt bereits der Anhang mit Hinweisen auf andere Veröffentlichungen des Autors, Adressen, Glossar und Stichwortverzeichnis. Bis zu diesem Punkt im Buch gibt es immer wieder ganz leere Seiten, Seiten mit lediglich einer Schwarz-weiß-Zeichnung samt darunter befindlichen kurzen Erklärung oder Seiten, die lediglich den Titel des kommenden Kapitels enthalten. So ist die Menge an Text recht überschaubar und das Buch recht schnell ausgelesen. Ich packte es in 1-2 Tagen.

Unter psychologischen Gesichtspunkten ist das Buch von vorne bis hinten sehr clever konzipiert. Zu Anfang empfieht uns Herr Hubbard, über kein unverstandenes Wort hinwegzugehen. Würde man konsequent diesem Rat folgen, hätte man die Terminologie - aufgrund der komplexen Schreibe - am Ende sehr tiefgreifend verinnerlicht. Oder wäre selbst schuld, wenn das nicht zuträfe. Da man den eingangs gegebenen Rat vernachlässigt hat.

Wie ein Mantra durchs Buch ziehen sich Hinweise, die uns immer wieder daran erinnern, dass wir hier die absolute Wahrheit lesen. Diese Erinnerungsstütze variiert und kommt in verschiedenen Worte zum Ausdruck. Etwa "Wissenschaft", "wissenschaftlich", "wahr", "Wahrheit", "tatsächlich", "Tatsache", "allgemein akzeptiert", "professionell" oder "real". So wird man ganz nebenbei durchgängig dahingehend manipuliert, dass scientologische Weltbild als einzig Richtiges zu übernehmen.

Ich bin mit der scientologischen Terminologie nicht allzu vertraut. Hatte aber den Eindruck, dass in aller Kürze die wesentlichsten Grundzüge von Scientology zu erklären versucht wurde. Dazu gehört etwa die Tonskala, die Geschichte mit den acht Dynamiken, das Auditing oder die Aufteilung in Thetan, Körper und (analytischen, reaktiven und somatischen) Verstand. Vermisst habe ich Weltraumgeschichten (z. B. um den Bösewicht Xenu), die von Aussteigern und Kritikern gerne ins Feld geführt wurden. Genauso taucht der Begriff des "Engramms" nicht ein einziges Mal auf. Dabei wird dieser bereits im ersten, 1950 erschienen Buchs Hubberds "Dianetik" eingeführt. Wenn ich vom ersten Buch spreche, lasse ich die zahlreichen Sience-Fiction-Romane des Autors mal außen vor.

In Glossar und Stichwortverzeichnis ist jeweils ein Verweis auf die Seiten, wo die Wörter Verwendung finden, was zur Orientierung ganz hilfreich ist. Leider werden scientologyspezifische Ausdrücke viel zu knapp erklärt. Während umgekehrt Alltagsbegriffe, deren Bedeutung jedem klar sein sollten, erklärt werden und genau die Bedeutung haben, die man ihnen aus dem Stand heraus zugeschrieben hätte.

Stellungnahme zum Nutzen und der Terminologie

Ich finde nun nichts im Buch allzu abwegig. Die Einteilung und Benennung in Thetan, Körper und (merhere) Verstand(e) ist eine Mögliche. Ein hypothetisches Konstrukt, das nützlich sein kann. In Psychotherapieansätzen werden ebenfalls Aufteilungen des Selbst in verschiedene Bestandteile vorgenommen (Etwa in den Terminologien von Stephen Gilligan oder Franz Ruppert, um nur zwei Autoren zu nennen). Das Ziel heiterer Gelassenheit oder die Annahme von Wiedergeburt ist etwas, was auch vom Buddhismus herstammen könnte (Wo man zumindest in diversen Strömungen ebenfalls an Reinkarnation glaubt). Ansonsten... gibt es immer wieder nützliche Denkanstösse, aus denen man Gewinn ziehen kann. Auch ohne das man die (komplexe) Terminologie als Ganzes übernehmen oder gar Scientologe werden muss. Manches ist nützlich, wird aber von anderen Autoren differenzierter und meines Erachtens auch besser dargestellt. So erinnert mich die Idee mit den acht Dynamiken an die neuronalen Schaltkreise Timothy Leary. Dieser stellt mit ihnen jedoch eine deutlich funktionalere und nützlichere Unterscheidung vor.

Wo es natürlich aberwitzig wird, ist die Stelle, wo die Techniken von Scientology allem anderen überlegen sein sollen. Und auch auf keinen Fall mit anderen Techniken verpuncht oder ergänzt werden sollen. Dieser Alleingeltungsanspruch führt das ganze System ad absurdum. Aus meiner Sicht hätte man aus den ursprünglichen Ansätzen durchaus noch etwas Gescheites entwickeln können (z. B. wirksame Psychotherapietechniken). Aber schon der Grundgedanke, dass nur der eine Weg der einzig Richtige ist und alle Menschen zu Heil, Erfolg usw. führen sollen kann, disqualifiziert bereits. Dazu kommt, dass bis heute einfach stur an den Schriften des Gründers festgehalten und diese weder weitergedacht noch weiterentwickelt wurden. Dies gilt sowhl für die Scientology-Kirche als auch die Separatisten (wie Rons Org oder die Freie Zone).

Der Grundgedanke Scientologys ist, dass man sich bewusst werden soll, wie sehr man im Selbst- und Weltbild von Außen beeinflusst ist bzw. wurde. Von den Einflüssen gilt es, sich frei zu machen, um die eigene Wahrheit aus sich selbst heraus zu finden. Denkt man diesen Faden konsequent zu Ende, so müsste sich der konsequente Scientologe jedoch auch der Einflüsse der Scientology-Kirche auf sich bewusst machen und sich davon distanzieren.

So wie das Auditing im Buch beschrieben wird, ist durchaus verständlich, dass Menschen sich dabei wohl fühlen. Ist man jedoch mit der modernen Traumatherapie oder deren Grundannahmen/Methoden vertraut, so weiß man, dass das Verfahren Scientologys die eigenen Probleme verschärft und nicht löst.

Nach Lektüre des Buchs ist mir verständlich, warum Menschen für Scientology brennen und sich selbst für überlegen halten können. Sehr zentral sind immerhin Gedanken wie der, Verantwortung zu nehmen und aktiv Ursachen zu setzen, statt nur passiv auf die Umwelt zu reagieren. Dazu gehört auch die Arbeit an sich selbst, die einen anderen Umgang mit den Mitmenschen ermöglicht. Gerät man in den Sog der Organisation und erhält die entsprechende Akzeptanz des sozialen Umfelds, werden die ihr Übriges dazu beitragen, dass man sich selbst überschätzt oder als Angehöriger einer überlegenen Menschenrasse hält.

Fazit

Das Buch ist nett und lässt die Anhänger der Gruppierung verstehen. Befasst man sich mit den Ausführungen von Kritikern und Aussteigern, kann man aufgrund des zunächst wahnwitzig dargestellten Systems kaum verstehen, wie jemand dort aktiv mitmachen konnte. Nach der Lektüre des Buchs konnte ich es durchaus nachvollziehen. Und ich denke, ist man erst einmal über ein niedrigschwelliges Angebot in Scientology hineingeraten, so wird man auch zunehmend williger, auch abwegigere Ideen und Konzepte anzunehmen. Es liegt meines Erachtens in der Natur des Menschen, etwas als wahr anzunehmen und übernehmen zu können, was eine größere Masse von Menschen, Autoritäten oder Vorbilder als wahr präsentiert. Das gilt um so mehr, je mehr Gläubige man im unmittelbaren Umfeld hat.

Letztlich verfolge ich selbst ein ähnliches Grundschema mit Arbeit an mir selbst usw. Um in Scientologybegriffen zu sprechen, verfüge ich jedoch über erheblich wirkungsvollere "Technologien", als sie Scientology verwendet. Dazu gehören für mich etwa Autosuggestion, Imaginationstechniken oder auch therapeutisches Schreiben.

Wobei letztlich jeder für sich die Techniken und Methoden finden muss, die für ihn selbst passen. Für mich sind das die im vorigen Absatz genannten. Andere Menschen können wiederum eher etwas mit Geh-Meditation, Klopftechniken (wie EFT oder MET) oder schamanischer Andersweltreise anfangen. Die ich versucht und die sich für mich als weniger ergiebig herausstellten.

Was ich wirklich beängstigend finde ist, wie stark die Publikationen von Scientologygründer L. Ron Hubbard bis heute verkauft werden. Sucht man bei Amazon in der Kategorie Bücher nach "Scientology" und ordnet die Suchergebnisse nach der Beliebtheit, so fällt ins Auge, dass die Veröffentlichungen des Gurus ganz oben mitschwimmen. Insofern ist es zu begrüßen, dass auch die Veröffentlichungen von Kritikern und Aussteigern nicht abebben.
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am 3. Dezember 2008
Nun, was erwartet man von einem Buch von L. Ron Hubbard?
Das kommt ganz darauf an wozu man sich hingezogen fühlt.
Wenn man ein leicht zu beeinflussender Mensch ist, der zuviel Geld besitzt,
ist dieses Buch das richtige.
Besitzt man jedoch auch nur ein Funken gesunden Menschenverstands, dann lässt man die Finger von solchen Bücher.
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am 7. April 2011
Für das Verständnis der Scientology-Lehre ist dieses Buch wenig aufschlussreich. Zwar bahandelt es ein paar Basics, wer sich jedoch wirklich informieren möchte, sollte gleich mit "Dianetik" anfangen. Als Informationslieferant ist es also quasi wertlos, als "Lebenshilfe" oder anderweitig ernstzunehmendes Werk sowieso.
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am 3. November 2013
Die Grundlagen des Denkens von L. Ron Hubbard behandelt Themen über Scientology die man sich schon immer gestellt hat. Unteranderem der Aktionszyklus sprich Erschaffen, Verändern und Stoppen aber auch über die Teile des Menschen und noch vieles mehr. Dieses Buch scheint auf den ersten Blick sehr dünn, aber es beinhaltet wirkliche interessante Themen. Das Buch wurde sogar Verfilmt um so noch ein besseres Verstehen zu gewährleisten. Ich würde jedem empfehlen dieses Buch zu lesen um so vielleicht seine Blick auf Scientology zu ändern.
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am 21. Juli 2010
Ich habe das Buch gekauft und gelesen um mir selbst ein Bild über Scientology zu machen. Das Buch ist in 15 Kapitel gegliedert. Zuerst gibt es eine Zusammenfassung über was Scientology ist und wie man verschiedene Prinzipien verwenden kann um mehr über das Leben, den Geist und sich selbst herauszufinden.

Ich persönlich fand das Buch gut - was auch immer Kritiker sagen mögen, denn ich glaube das was ich selbst sehe. Es war auch interessant zu sehen wie der Gründer von Scientology, Scientology selbst beschreibt.

Ich benutze die Informationen in diesem Buch täglich, da es praktisch anwendbare Werkzeuge beinhaltet.
Ich kann damit auch besser andere Leute verstehen und mit Ihnen umgehen. Die Investition war es wert. Durchaus zu empfehlen selbst hinzugucken.
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am 1. Juli 2013
Ich bin sehr zufrieden mit meine Bestellung bei Amazon, jede Produkt ist gut und Super Schnell kommen und das Buch es ist sehr Interessant.
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