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5.0 von 5 Sternen "Brüder überm Himmelszelt
muss ein lieber Vater wohnen!"
Ode an die Freude

Bis heute ist es eine dieser Szenen der Geschichte, die sich leicht von den vielen gewöhnlichen Episoden der Konflikte und Kriege abhebt und eine fast unbeugsame Glorie in sich trägt: Das bereits verlorene Frankreich wird durch ein Bauernmädchen gerettet, das mit der Hilfe Gottes die...
Veröffentlicht am 30. Mai 2011 von Timo Brandt

versus
2.0 von 5 Sternen Ausgabe unvollständig
Es fehlt der "Prolog". Dieser gehört ebenso zum Stück wie der restliche Text (man stelle sich mal Faust I ohne den Prolog vor)
Vor 10 Monaten von Holger veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Brüder überm Himmelszelt, 30. Mai 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Broschiert)
muss ein lieber Vater wohnen!"
Ode an die Freude

Bis heute ist es eine dieser Szenen der Geschichte, die sich leicht von den vielen gewöhnlichen Episoden der Konflikte und Kriege abhebt und eine fast unbeugsame Glorie in sich trägt: Das bereits verlorene Frankreich wird durch ein Bauernmädchen gerettet, das mit der Hilfe Gottes die Engländer schlägt und den Dauphin, den rechtmäßigen Thronfolger, als König von Frankreich proklamiert.

So faszinierend ist die Geschichte, so einfach und gleichsam verworren, dass sie in vielen Künsten Anklang fand. Wer kennt nicht das berühmte Bild von Dominique Ingres; Shakespeare schilderte aus der Ferne ihre Geschichte in seinem Drama -Heinrich VI- mit einer ganz besondere Note der Begeisterung; neben Schiller haben auch der große irische Dramatiker George Bernhard Shaw (Die heilige Johanna) und der französische Dramatiker Jean Anouilh (Jeanne oder Die Lerche) die Geschichte und den Mythos Johannas beleuchtet; auch die Spielentwickler haben in dem Strategiehit Age of Empires 2 eine Kampagne nach ihrem Leben ausgerichtet.
Sie wurde selig und heilig gesprochen und der 30. Mai ist immer noch ihr Gedenktag.

Schiller hält sich eher leidlich an die historisch korrekten Abläufe, sucht dafür über all Glorie und Zerissenheit, doch trotzdem hat er es geschafft, das Wesen der Dramtatis Personae, vor allem das der Johanna, einzufangen. Sein Drama ist lebendig und farbenreich wie selten ein Stück, Emotionen fließen (vielleicht überschäumend von Zeit zu Zeit) durch jede Zeile - so in dieser, in der der Herzog von Burgund den Mördern seines Vaters vergibt:

"Ihr Todesgötter, rechnet mir's nicht zu,
Dass ich mein schrecklich Rachgelübde breche.
Bei euch dort unten in der ew'gen Nacht,
Da schlägt kein Herz mehr, da ist alles ewig,
Steht alles unbeweglich fest - doch anders
Ist es hier oben in der Sonne Licht.
Der Mensch ist, der lebendig fühlende,
Der leichte Raub des mächt'gen Augenblicks."

Der ganze Text ist gleich einem kunstvollen Hohelied, mit Wundern und Wandel, Verirrungen und großen Gesten. Keine Figur ist Frage und wenn Johanna zu einem anderen sagt: "Der Geist zeigt mir nur große Weltgeschicke/ DEIN Schicksal ruht in deiner eigenen Brust!" wirft sich eine Frage über das ganze Drama: galt (bzw. gilt) dies auch für Sie selbst?

An anderer Stelle sagt sie zu ihrem Jugendfreund:

"Du siehst nur das Natürliche der Dinge,
Denn deinen Blick umhüllt das ird'sche Band,
Ich habe das Unsterbliche mit Augen
Gesehen - ohne Götter fällt kein Haar
Vom Haupt des Menschen - Siehst du dort die Sonne
Am Himmel niedergehen - So gewiss
Sie morgen wiederkehrt in ihrer Klarheit,
So unausbleiblich ist der Tag der Wahrheit!"

Und obwohl es wohl hauptsächlich ein sprachliches Lesevergnügen ist, wer tiefer gehen will, der findet hier eine ein ums andere Mal durch Poesie und Klang getragene Dialektik vor, einen Zwiespalt, der das Problem des Göttlichen und Menschlichen, wie auch andere Gedanken sehr gut einfasst und streift.

Zuletzt sei noch gesagt: Goethe hielt das Stück für das beste Drama, das Schiller verfasste.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein toller Plot, erzählt in grandiosen Worten aus einer anderen Zeit..., 10. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Broschiert)
"Die Jungfrau von Orleans" ist wahrlich nicht eines der unbekannten Werke von Schiller und auch ist der Plott nicht allein seinem geistigen Schaffungsvermögen entsprungen. Doch was diese Version der Jeanne D'Arc zu einer ganz besonderen macht ist die Fähigkeit Schillers, als einem der größten deutschen Sprachmeister, eine oft gehörte Erzählung in packende Worte zu bringen, die das Lesen zu einem wahren Genuss zu machen. So kann man regelrecht in den altmodischen, aber perfekt geformten Kompositionen, wie man sie in der deutschen Sprache kaum besser kennt, versinken und in eine Zeit abtauchen, in der noch Krieg, Adel, Gott und die Kirche das Leben der Menschen bestimmten.

Der Plot ist schnell erzählt und auch sicherlich bekannt. Trotzdem hier eine kurze Einführung: Die junge Johanna D'Arc, eine Schafshirtin, wird von Gott selbst dazu berufen die französische Armee anzuführen und die bisher unbesiegbar erscheinenden Engländer bei Orleans zurück zu schlagen, um den verzweifelten König Karl VII erneut zum König aller Franzosen zu machen. Natürlich geht dieser Plan nicht ganz so leicht auf, und Johanna verliebt sich kurzzeitig in den Führer der englischen Schlachttruppen. Letztendlich schließt das Drama genretypisch mit dem Tod der Protagonistin, allerdings anders als historisch belegt.

Im Endeffekt gibt es für eine gelungene Adaption des Themas von mir 4 Sterne. Vorallem aufgrund der grandiosen, sprachlichen Leistung, die eine dichte, niemals unglaubwürdig erscheinende Athmosphäre schafft. Allerdings ist die Message, die Schiller übermitteln möchte für die heutige Zeit nichts besonderes mehr und nimmt daher dem Werk, den früher sicherlich vorhandenen, prägenden Faktor. "Die Jungfrau von Orleans" ist somit heute eine kurzweilige, hochqualitative Lektüre, die jeder Literaturinteressierte gelesen haben sollte, die ihn in der heutigen Zeit allerdings wohl kaum noch vorranbringen wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Brüder überm Sternenzelte, 10. Februar 2012
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Gebundene Ausgabe)
muss ein lieber Vater wohnen!"
Ode an die Freude

Bis heute ist es eine dieser Szenen der Geschichte, die sich vom scheinbar allumfassenden Menschenwissen abhebt und eine fast unbeugsame Glorie in sich trägt: Das bereits verlorene Frankreich wird durch ein Bauernmädchen gerettet, das mit der Hilfe Gottes die Engländer schlägt und den Dauphin, den rechtmäßigen Thronfolger, als König von Frankreich proklamiert. So faszinierend ist die Geschichte, so tragisch und gleichsam verworren, dass sie in ausnahmslos allen Künsten Anklang fand. Wer kennt nicht das berühmte Bild von Dominique Ingres; Shakespeare schilderte aus der Ferne ihre Geschichte in seinem Drama -Heinrich VI- mit einer ganz besondere Note der Begeisterung; neben Schiller haben auch der große irische Dramatiker George Bernhard Shaw (Die heilige Johanna) und der französische Dramatiker Jean Anouilh (Jeanne oder Die Lerche) die Geschichte und Rolle Johannas beleuchtet; auch die Spielentwickler haben in dem grandiosen Strategiehit Age of Empires 2 eine Kampagne nach ihrem Leben ausgerichtet.
Sie wurde selig und heilig gesprochen und der 30. Mai, ist immer noch ihr Gedenktag.

Schiller hält sich eher leidlich an die historisch korrekten Abläufe, doch trotzdem hat er geschafft das Wesen der Dramtatis Personae, vor allem das von Johanna, einzufangen. Sein Drama ist lebendig und farbenreich wie selten ein Stück, Emotionen fließen (vielleicht überschäumend von Zeit zu Zeit) durch jede Zeile - so in dieser, in der der Herzog von Burgund seines Vaters Mörder vergibt:

"Ihr Todesgötter, rechnet mir's nicht zu,
Dass ich mein schrecklich Rachgelübde breche.
Bei euch dort unten in der ew'gen Nacht,
Da schlägt kein Herz mehr, da ist alles ewig,
Steht alles unbeweglich fest - doch anders
Ist es hier oben in der Sonne Licht.
Der Mensch ist, der lebendig fühlende,
Der leichte Raub des mächt'gen Augenblicks."

Der ganze Text ist gleich einem kunstvollen Hohelied, mit Wundern, Wandel und Verirrungen. Keine Figur ist Frage und wenn Johanna zu einem anderen sagt: "Der Geist zeigt mir nur große Weltgeschicke/ DEIN Schicksal ruht in deiner eigenen Brust!" wirft sich eine Frage über das ganze Drama: galt (bzw. gilt) dies auch für Sie selbst?

An anderer Stelle sagt sie zu ihrem Jugendfreund:

"Du siehst nur das Natürliche der Dinge,
Denn deinen Blick umhüllt das ird'sche Band,
Ich habe das Unsterbliche mit Augen
Gesehen - ohne Götter fällt kein Haar
Vom Haupt des Menschen - Siehst du dort die Sonne
Am Himmel niedergehen - So gewiss
Sie morgen wiederkehrt in ihrer Klarheit,
So unausbleiblich ist der Tag der Wahrheit!"

Und obwohl es wohl hauptsächlich ein sprachliches Lesevergnügen ist, wer tiefer gehen will, der findet hier einen komplexen dialektischen Zwiespalt vor, das Problem vom Göttlichen und Menschlichem.

Zuletzt sei noch gesagt: Goethe, hielt es, zu dessen Lebzeiten, für das beste Stück von Schiller.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Klassiker, 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Broschiert)
Die Kunstsprache der Klassik mag auf viele potenzielle Leser immer etwas abschreckend wirken. Friedrich Schiller gelingt mit »Die Jungfrau von Orleans« jedoch der Balanceakt zwischen gekünstelter Sprache und echter Kunstsprache. Die Handlung wirkt so nie zu aufgesetzt und der Leser kann der Handlung auch immer gut folgen.

Diese romantische Tragödie entspricht zwar nicht zu hundert Prozent den historischen Ereignissen, welche als Vorlage dienten. Dies wirkt sich aber durchaus positiv auf das Leseerlebnis aus, weil der Handlungsverlauf so weniger voraussehbar ist. Geschichtsinteressierte Leser bekommen zudem mit diese Ausgabe eine exakte historische Zeittafel zum Vergleich mitgeliefert.

Die vielen Schlachtszenen ergänzen die Handlung um ein sehr unterhaltsames abenteuerliches Element, auch wenn die Art von religiöser Thematik wohl heute nicht mehr ganz dem Geist der Zeit entspricht.

Ein solides Zeugnis der Klassik, dessen Leseerlebnis durchaus gut ist und das wieder mehr Lust auf Werke dieser Epoche macht.
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5.0 von 5 Sternen Ich bin echt zufrieden, beste Ware, super service, sehr gute Verkäufer, es hat alles prima geklapt , Danke dafür !, 13. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Kindle Edition)
Ich bin echt zufrieden, beste Ware, super service, sehr gute Verkäufer, es hat alles prima geklapt , Danke dafür !
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4.0 von 5 Sternen sehr gut, 22. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Kindle Edition)
Mich hat Schiller schon immer faszieniert aber die Jungfrau von Orleans finde
ich ist sein Meisterwerk. Gerne wieder . Ein interessantes Buch
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2.0 von 5 Sternen Ausgabe unvollständig, 12. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Kindle Edition)
Es fehlt der "Prolog". Dieser gehört ebenso zum Stück wie der restliche Text (man stelle sich mal Faust I ohne den Prolog vor)
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5.0 von 5 Sternen Eine junge Frau, die um ihr Glaube kämpft, 16. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:

Zu Zeiten des Hundertjährigen Krieges vernimmt das Bauernmädchen Johanna den Ruf Gottes: Dazu ausersehen, der irdischen Liebe abzuschwören und das kurz vor der Niederlage stehende Frankreich zum Sieg gegen die Engländer zu führen, macht sie sich aus der idyllischen Provinz auf den Weg an den Hof des Königs. Mit dem Segen der Kirche zieht sie fortan an der Spitze des Heers Karls VII. gegen den verhassten Feind und eilt von Sieg zu Sieg bis sie auf dem Schlachtfeld dem englischen Feldherrn Lionel begegnet ' Für seine romantische Tragödie in fünf Akten »Die Jungfrau von Orleans« orientierte Friedrich Schiller sich lose an der Geschichte der historischen Jeanne d Arc und feierte mit der Uraufführung des Stücks 1801 einen seiner größten Theatererfolge.

Meine Meinung:

Man kennt die Jungfrau von Orleans auch unter dem Namen Jeanne d'Arc, die in die Geschichte einging. So ziemlich jeder Franzose kennt das berüchtigte Mädchen, das die Welt veränderte im Glauben in der schweren Zeit und Not von Gott auserwählt worden zu sein, um Frankreich vom Elend zu retten. Sie war und ist DIE Nationalheldin aus ihrer Zeit.

Ich war schon immer ein Fan von Jeanne d'Arc, soweit ich denken kann war ich damals 9 Jahre alt, als ich das erste mal von ihr erfuhr. Bis jetzt ist sie immer noch eine bewundernswerte und inspirierende Persönlichkeit, wobei sie trotz ihrer Berühmtheit in Frankreich in anderen Staaten sehr unbekannt ist. Sie ist und bleibt ein Nationalmythos bestehend aus der historischen Wahrheit und Schillers Romanfigur.

Das Bauernmädchen wurde durch ihren Glaube zu Gott und dem, was sie als richtig empfand, wirklich authentisch. Auf jeder Zeile und Seite konnte man ihren Mut, ihre Tapferkeit und die Hingabe zum Gottesglaube herauslesen. Sie war und ist immer noch bewundernswert. Sie kämpfte mit Herz, Leib und Seele für ' in ihren Augen ' das Richtige. Das sie am Ende durch einen Verrat an die Feinde ' den Engländern ' verkauft wurde und als Hexe beschuldigt wurde, war grausam. Sie glaubte fest daran im Recht zu sein, ohne es abzustreiten und akzeptierte ihren Urteil. Sie starb somit als eine junge Frau. Dabei verbrannte man sie lebendig auf dem Scheiterhaufen. Erst ein paar Jahre später wurde sie als Märtyrerin anerkannt.

Wie jedes Werk von Friedrich von Schiller ist sein Schreibstil gleich ' elegant, altmodisch, anspruchsvoll und außergewöhnlich anders. Die Jungfrau von Orleans besteht dabei aus einem Gedicht in Form eines Buches, welches sich auf ca. 160 Seiten erstreckt. Die Dramatik kann man dabei sehr gut herauslesen, sowie die Gefühle und der Wille der Protagonistin.

Fazit:

Ein Muss für jeden Friedrich von Schiller-Fan, sowie jeden, der historische Romane mit einer mutigen und tapferen jungen Frau mag, die für ihr aufrichtiges Glaube bis zum Ende kämpft! Das Buch ist dementsprechend für jede Altersklasse empfehlenswert.

Autor:

Friedrich von Schiller
wurde 1759 in Marbach geboren. Auf Befehl des Herzogs Karl Eugen musste der junge Schiller 1773 in die 'Militär-Pflanzschule' eintreten, wo er ab 1775 Medizin studierte; später wurde er Regimentsmedicus in Stuttgart, das er 1782 nach Arrest und Schreibverbot wegen seines Stückes 'Die Räuber' jedoch fluchtartig verließ. 1789 wurde er zum Professor der Geschichte und Philosophie in Jena ernannt, 1799 ließ er sich endgültig in Weimar nieder. Schiller starb am 9.5.1805 in Weimar.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine menschliche Heldin in göttlicher Mission, 17. Februar 2010
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrau von Orleans (Broschiert)
Friedrich Schillers Die Jungfrau von Orleans ist keine leichte Lektüre, und aus heutiger Sicht hat der schwäbische Großschriftsteller ohne Zweifel packendere Stücke geschrieben. Das zeitgenössische Publikum aber war von der Jungfrau begeistert. Das Drama spielt vor dem Hintergrund des Hundertjährigen Krieges zwischen Frankreich und England. Als der französische König den Kampf bereits verloren gibt, ereignet sich ein Wunder: Das arme Bauernmädchen Johanna (besser bekannt als Jeanne d'Arc) eilt ihm, einer göttlichen Mission folgend, zu Hilfe und führt das französische Heer von Sieg zu Sieg - um dann allerdings kurzzeitig vor der Kraft der Liebe zu kapitulieren und schließlich im Kampf zu fallen. Schon dieses von der geschichtlichen Wahrheit abweichende Ende zeigt, dass das Stück kein Historiendrama ist, sondern ein Werk, das den geistig-religiösen Weg der Hauptfigur nachzeichnen will und ihre Erhöhung ins Übergeschichtliche beabsichtigt. Die Sprache ist pathetisch, die Handlung voll religiöser Mysterien und schwer nachvollziehbarer Wandlungen, aber auch reich an theatralischen Effekten wie Blitzen, Donnergrollen und einem schwarzen Ritter, der sich in nichts auflöst. Es geht um die gewaltige Spannung zwischen Göttlichem und Menschlichem - und die bleibt bis heute faszinierend.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassiker?, 22. Juli 1999
Von Ein Kunde
Die "Jungfrau von Orleans" beschreibt die spannende Geschichte eines einfachen jungen Mädchens, daß den eigentlichen König Frankreichs wieder an die Macht führt. Johanna wendet sich unter dem Zeichen der Götter an den Hof des Königs, der vollkommen verzwifelt ist, denn seine Truppen sind von den Engländern eingekesselt. Johanna verspricht, mit ihr wird er gegen die Feinde siegen. Als die Engländer die Jungfrau auf dem Feld sehen, fliehen sie vor Angst, denn diese Erscheinung kann nur unter dem Einfluss der Götter stehen. Bis nach Orleans dringen die französischen Truppen vor, der König steht kurz vor der Krönung. Auf dem Schlachtfeld bricht Johanna ihr Versprechen sich jedem Mann in jeder Hinsicht zu versagen. Im Verlauf der Krönungszeremonie brechen Zweifel auf, ob Johanna von guten oder bösen Mächten gesandt wurde. Wie gelähmt kann sie sich nicht wehren und flieht. In einem letzten Kampf besiegen die Franzosen schließlich doch die Engländer unter der Führung Johannas, die am Ende der Schlacht stirbt.
Schiller greift in seinem Drama die Geschichte der Jeanne d`Arc auf. Allerdings stirbt die Hauptfigur am Ende nicht den Feuertod. Interessant wird dieses Drama besonders unter dem Aspekt der "Jungfrau" in der geschichte. In der Neuzeit griff Brecht das Thema in seinem Buch "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" wieder auf.
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Die Jungfrau von Orleans
Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller (Gebundene Ausgabe - 1920)
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