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Kundenrezensionen

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am 22. Februar 2013
Dieses Buch gibt eine kritische Stellungnahme zur aktuellen Situation der derzeit gängigen Form von Demokratie ab, die partout nicht von der Hand zu weisen ist. Ich kann persönlich nicht alle Schlussfolgerungen des Autors nachvollziehen, jedoch werden hier viele Bedenken über die Handhabung dieser Staatsform ausgesprochen, die kritische Köpfe seit Langem bewegen. Da solche Überlegungen aber nicht mainstream-fähg und daher auch nicht massenmedien-tauglich sind, stellen Bücher wie dieses eine der seltenen Quellen alternativen Denkens dar.
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am 8. Dezember 2012
Mit der Frage im Titel zum ersten Kapitel trifft Christian Ortner den Nagel auf den Kopf: "Warum braucht man einen Führerschein zum Autofahren, aber nicht, um wählen zu dürfen?" Christian Ortner sieht darin eine Gefahr für die Demokratie (die nicht zwingend jedem Bürger auch seine Freiheit sichert). "Jessica & Kevin" stehen stellvertretend für die von "Wahlzuckerln" und Medien eingelullte Gesellschaft von Empfängern staatlicher Sozialleistungen. Die Kernaussage findet sich auf Seite 39: "Demokratie kann nur funktionieren, wenn die Verblödung der Mehrheit ein bestimmtes Ausmaß nicht überschreitet, sonst kippt sie in die Herrschaft der Verblödeten." Für die Masse der WählerInnen klingt das hart, für den Autor führt an dieser unbequemen Wahrheit aber kein Weg vorbei.
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am 21. September 2013
Mit Recht zeigt der Autor in seinem recht kurzen Essay (seiner Skizze) Probleme demokratischer Staatsführung auf Grund eines allgemeinen gleichen Wahlrechts auf, wenn ignoranter Wählerwille das Gemeinwesen in den Staatsbankrott treibt. Richtig ist ferner, dass der Diskurs über bestehendes politisches System nicht tabuisiert werden darf und zwar auch dann nicht, wenn es sich um eine Grundsatzdiskussion zu Demokratiefragen handelt. Dass über Grund- und Menschenrechte, über Minderheiten bzw die Herrschaft des Rechts überhaupt nicht abzustimmen ist, sollte unbestritten sein, weil die Diktatur der 51% sich von der eines Einzelnen nur graduell unterscheidet. Zuzustimmen ist dem Autor schließlich, dass Demokratie weder größtmögliche Freiheit noch wirtschaftlichen Erfolg bedeutet. Ortners Lösungsansätze bleiben allerdings recht rudimentär, insoweit es um nicht demokratische (also nicht durch Wahl legitimierte) Kontrollmechanismen geht (Monarch? Weisenrat? Durch Los bestimmtes Oberhaus? Zensuswahlrecht oder Zweitstimme?). In Wahrheit geht es nicht so sehr um Demokratie vs Diktatur, sondern um das rechte Maß der Ausgestaltung demokratischer Organe, also um die Balance zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig. Hier mag die Tradition der jeweiligen Gesellschaft eine maßgebliche Rolle spielen. Letztlich ist es der alte Gegensatz zwischen Gleichheit und Freiheit, der nur dann überwunden werden kann, wenn Brüderlichkeit (im Sinne von Fairness) herrscht. Ob Ortners "wenig bis kein Staat" (mit Sympathien für anarchisch-philosophische Ansätze) ein Allheilmittel darstellt, darf bezweifelt werden. Die Verlagerung von öffentlichem Recht (= Bescheid und billiges Verwaltungsverfahren) ins Privatrecht (= Vertrag und teurer Zivilprozess) bietet halt nicht nur Vorteile. Am Beispiel Zensur etwa: Privatzensur durch AGB in einem Internetforum ist mE nicht besser als Zensur durch eine Zensurbehörde. Dennoch: Eine recht kleine, vielleicht auch ein wenig oberflächliche, aber trotzdem wichtige Schrift als Ansatz und Ausgangspunkt der Diskussion über Grundfragen des Zusammenlebens.
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am 23. Juli 2013
Der liberale österreichische Journalist Christian Ortner, Betreiber der Blogs Das Zentralorgan des Neoliberalismus", bricht mit dieser Streitschrift mehr als nur ein Tabu. Er führt darin die heilige Kuh des modernen Wohlfahrtsstaates - das Prekariat - auf politisch höchst inkorrekte Weise vor. Er hält dessen Anwälten - den Sozialisten in allen Parteien - einen Spiegel vor, in dem absolut nichts Erfreuliches zu sehen ist. Außerdem äußert er - und dafür gebührt ihm größter Respekt - als einer der wenigen heimischen Publizisten, die populär genug sind, um nicht einfach totgeschwiegen zu werden, grundsätzliche Kritik am demokratischen System, was gewöhnlich sofort mit gesellschaftlicher Exkommunikation durch die Dressurelite geahndet wird. Das ist in seinem Fall - erstaunlich genug - nicht geschehen.

Der Grund dafür ist, daß es die herrschenden Eliten, dank des von ihnen täglich aufs Neue zu Schau gestellten Gemischs aus Inkompetenz und Niedertracht, so weit gebracht haben, daß selbst radikal gegen den Strich gebürstete Meinungsäußerungen von vielen politisch heimatlos gewordenen Bürgern nicht nur akzeptiert, sondern sogar dankbar angenommen werden. Daran ändert nichts, daß die über die Deutungshoheit verfügenden (linken) Tugendwächter mit Ablehnung reagieren. Ein erfreuliches Zeichen.

Ortners Kernthese: Stetig wachsende Anteile der Bevölkerung verblöden in immer stärkerem Ausmaß. Daraus folgt ein Niedergang der Qualität der von den Kevins und Jessicas" getroffenen, politischen Entscheidungen. Das ist durchaus plausibel, denn wer Dreck nicht von Schuhcreme unterscheiden kann, wird bei der Beantwortung komplexer politische Fragen kaum besondere Kompetenz an den Tag legen. Selbstverständlich sind schlichte Naturen eher am Ende der Einkommensskala zu finden und damit die zuverlässigsten Klienten des Wohlfahrtsstaates. Die immer größer werdende Zahl der Nachfrager staatlicher Umverteilungsmaßnahmen wiederum führt zu einem stetig wachsenden Stimmgewicht dieser Gesellschaftsschichten, womit sich der Kreis schließt.

Anfang der Sechzigerjahre präsentierten die genialen Kabarettisten Bronner, Qualtinger & Co. eine Nummer namens Die Unterentwickelten", die heute angesichts ihrer offenkundigen Minderheitenfeindlichkeit" völlig unvorstellbar wäre. In dieser heißt es ...wenn wir was lernen, werden wir zwar gescheiter, aber heutŽ kommen wir mit der Blödheit viel weiter..." was in einer Zeit, als Kinder (im Gegensatz zu heute) nach Abschluß der Grundschule immerhin fähig waren, zu lesen und zu schreiben, als weit vorweggenommene Bestätigung der Befunde, wie sie, nach Thilo Sarrazin nun Christian Ortner vorlegt, verstanden werden kann.

Einen Ausweg scheint nur der (unvermeidliche) Systemkollaps mit anschließendem Neustart zu bieten. Auf dem Boden des gegenwärtigen Systems (Andreas Khol würde sagen innerhalb des Verfassungsbogens") ist deshalb nichts zu retten, weil die vom System der Prolokratie Begünstigten, natürlich nicht freiwillig von ihren wohl erworbenen Rechten" lassen werden...

Besonders schmerzen wird es die unkritischen Apologeten der Massendemokratie, daß Ortner nicht nur die Mär von der grundsätzlichen Überlegenheit von Mehrheitsentscheidungen, sondern auch das Mantra vom demokratischen System als dem einzig erfolgreichen Freiheits- und Wohlstandsgenerator in Frage stellt, indem er mehr oder weniger autokratische (jedenfalls undemokratische!) Erfolgsmodelle wie China, Singapur oder Oman dagegenhält. Er stellt die berechtigte Frage, wie weit es denn mit der Freiheitsliebe in einem System her sein kann, das seine Leistungsträger mittlerweile um rund zwei Drittel ihres Einkommens bringt und das die gesamte Bevölkerung mit täglich neuen Regeln und Verboten drangsaliert.

Ortners Forderung, das Wahlrecht - analog zur Fahrerlaubnis - an gewisse geistige Fähigkeiten zu binden, erscheint nicht abwegig. In der Tat: Weshalb sollten Idioten kluge Entscheidungen treffen? Aus der Praxis des Alltags allerdings ergibt sich insofern ein gewichtiger Einwand (der einzige, den der Rezensent vorzubringen hat!) als man aus dem Mund einfacher Menschen (sofern sie ihr eigenes Geld verdienen und noch nicht durch die Segnungen des Wohlfahrtsstaates völlig korrumpiert und demoralisiert wurden), oft erheblich Gescheiteres zu hören bekommt, als aus dem von Akademikern - insbesondere dann, wenn es sich z. B. um Soziologen oder Politikwissenschaftler handelt, die, kaum der Uni entronnen, auch schon - vorzugsweise in linken Parteien - auf politischen Mandaten hocken und von Steuergeldern leben. Formale Bildung schützt eben weder vor Blödheit noch vor Verkommenheit! Ein Blick ins Parlament, wo es von (scheinbar) gut gebildeten Menschen wimmelt, verschafft in dieser Frage absolute Gewißheit.

Wenn Ortner also fordert, Kevin und Jessica müssen daran gehindert werden, die Konten heute noch Ungeborener zu plündern." Ist dem grundsätzlich zuzustimmen. Wie das (gewaltfrei) gehen soll, wird indessen nicht so ganz klar. Die Auswahl von Mandataren durch Los, anstatt durch Wählerentscheid, mag eine brauchbare Methode sein; Auch das Zitat aus Hayeks Verfassung der Freiheit", in dem ein Ausschluß aller Empfänger von Transferzahlungen (also auch der Beamten!) vom Wahlrecht gefordert wird, ist gut gewählt. Doch wer sollte das durchsetzen - gegen den Willen einer täglich größer werdenden Wählermehrheit...?

Fazit: Angesichts des den Meinungshauptstrom beherrschenden, politisch korrekten Einheitsbreis, ein Büchlein voller erfrischender, kluger Gedanken.
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am 15. April 2013
Manches ist richtig beobachtet, manches aber doch sehr verkürzt wiedergegeben. Ich teile die Grundannahme des Autors, daß die Nettoempfänger milder Gaben des Staates mittlerweile ein zahlenmäßiges Übergewicht darstellen, und ihre Interessen auf Kosten der produktiven Minderheit durchsetzen können. Ich bin allerdings nicht der Meinung von Herrn Ortner, daß diese Nettoempfänger des Systems nur die Jessica`s und Kevin`s (Mahmud`s und Aische`s nicht zu vergessen) sind. Zumindest in Österreich landen 50 % aller Akademiker (vor allem Geistes- und Sozialwissenschaftler sowie Juristen) im alimentierten Sektor, sei es im direkten Staatsdienst, sei es im pro Forma ausgelagerten Bereich des Staates im alimentierten Bereich der Privatwirtschaft aber auch in der überbordenden Bürokratie, die sich Firmen halten müssen, um juristischen Irrwitzigkeiten zu genügen, bei diesen Personen handelt es sich aber keineswegs um Jessica`s und Kevin`s. Es ist dem Journalisten Ortner sicherlich bekannt, daß in Österreich Zeitungen seit den 70ger Jahren direkt durch den Staat im Rahmen der sogennannten Medienförderung subventioniert werden. Ich habe aber noch keinen neoliberalen Journalisten erlebt, der gegen diese Medienförderung polemisiert hätte. Jeder Politiker der es wagen würde, dagegen zu polemisieren, wäre nicht mehr lang Politiker, dafür würden die diversen Kasblattln schon sorgen. Ich schließe mich Herrn Ortner durchaus in seiner Ansicht an, daß die wohlfahrtsstaatliche Mentalität in Westeuropa irgendwann aus systemimmanenten Zwängen an ihre Grenzen stoßen wird. Aber die Nutznießer dieses Systems sind bei weitem nicht nur die Jessicas, Kevins, usw.
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am 18. Juli 2013
Auch wenn das Buch überzeichnet trifft es im Kern doch genau das Grundproblem des Staates: Die (politische und ökonomische) Unbildung der breiten Mehrheit. Das ist die Kehrseite der Demokratie . Wahlen werden immer mehr von populistischen Parolen entschieden . Die daraus resultierenden Perspektiven sind düster... Auch Ortner bietet dafür keine Lösung an.
Wie wäre es mit einem "Wählerführerschein " über politisches und ökonomisches Grundwissen , der zum Wählen berechtigt ??
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am 8. April 2013
«Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform, ausgenommen all diese anderen, die man von Zeit zu Zeit ausprobiert hat.» Winston Churchill

Das Problem sind weniger die Jessicas und Kevins, die das aktive Wahlrecht ausüben, sondern eher die vielen Jessica Faymanns und die Kevin Spindeleggers.
Politiker, die nicht unbedingt selbst dumm sind aber immer die Stimmen der Dummen suchen.
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am 31. Januar 2014
Wenn Christian Ortner Jessica und Kevin nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst denkt man zuerst, dass seine Ansichten doch sehr menschenfeindlich sind. Spätestens 20 Seiten weiter wird man als halbwegs gebildeter Bürger seine Ansichten zumindest schon nachvollziehen können. Ein kontroversielles Buch dass letztendlich viele Zukunftsfragen über zukünftige Möglichkeiten des politischen Gestaltens aufwirft.
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am 21. Januar 2013
Das Buch ist leicht und rasch zu lesen. Was den Preis ein wenig hoch erscheinen lässt, da man ziemlich rasch wieder fertig ist. Ich war ein wenig enttäuscht, als ich es geliefert bekam, da ich mir ein "schwereres" Werk erwartet hätte. Aber der Inhalt entschädigt für das dünne Format. Das Thema Demokratie wird kritisch hinterfragt und einige Verbesserungsvorschläge werden aufgezeigt, natürlich mit einem gewissen Maß an Polemik. Leider kann man dem Geschriebenen wenig entgegensetzen, man wird erkennen, dass vieles einfach der Wahrheit entspricht, sei es noch so traurig. Den Untertitel "Demokratisch in die Pleite" müsste man ändern in: "Verblödet, aber demokratisch, in die Pleite."
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am 6. Januar 2013
Beschreibt genau den Zustand unserer Umverteilungsdemokratie.
Empfehlenswert für alle, die denken könnten aber alles verdrängen.
Allerdings wird die enthaltene Erkenntnis laufend wiederholt.
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