newseasonhw2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden lagercrantz Cloud Drive Photos Professionelle Fotografie2 Learn More praktisch Siemens Shop Kindle Shop Kindle Autorip SummerSale

Kundenrezensionen

163
3,7 von 5 Sternen
Investment Punk: Warum ihr schuftet und wir reich werden
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:19,95 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2011
Da schon relativ viele Rezensionen geschrieben wurden, möchte ich mich kurzfassen.

Das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben und man hat es schnell durchgelesen, da der Schriftsatz eher mittig ausgerichtet wurde.

Gerald Hörhan möchte natürlich mit seinem Buch etwas schocken. Kernaussage ist im Grunde, dass man als Angestellter sein Leben lang im Hamsterrad seine Runden dreht und wenig bei rumkommt. Recht hat er, wenn er sagt, dass viele an der Finanzkrise auch selber Schuld waren, weil viele in den USA einfach auf Pump gelebt haben und Schulden aufgenommen haben, ohne darüber richtig nachzudenken. Ebenso richtig beklagt er, die risikoscheuen Deutschen, die sich schwer tun, mit dem Unternehmertum.

Was nervt, ist die ständige Erwähnung schneller Autos und auf welchen Partys er denn schon überall gewesen ist. Dies ist unnütz.

Seine Thesen werden im Buch immer kursiv noch einmal herausgestellt - was ich gut finde.

Eine Sache stellt er sich jedoch zu einfach vor - und zwar plädiert er dafür "Investment Punk" zu werden - also raus aus dem Hamsterrad. Hier hat aber nicht jeder gute Startbedingungen. Herr Hörhan hat sein Studium magna cum laude abgeschlossen und gleich einen guten Job bekommen - er konnte wohl so einiges ansparen und dann mit dem Kapital weiterarbeiten. Er zieht hier aber leider nicht in Betracht, dass nun mal nicht jeder die Möglichkeit hat, viel Geld anzusparen, um damit dann Eigentumswohnungen anzuzahlen, die dann vermietet werden (auch dies wird oft erwähnt). Auch mal eben Unternehmer zu werden ist zu einfach gedacht, wenn man aus einfachen Verhältnissen kommt - klar gibt eine Bank Kredit für gute Ideen - nur sie will auch Sicherheiten sehen.

FAZIT: Viele seiner Thesen sind richtig und regen nochmal zum Nachdenken an ... wie man aber genau ein Investment Punk wird blieb mir offen - bzw. wurde mir zu realitätsfern dargestellt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
304 von 331 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. April 2010
Mit Spannung habe ich der Lieferung des Buches "Investmenk Punk" entgegengefiebert doch bereits beim ersten Aufschlagen wurde ich enttäuscht: Der Text wirkt bei vertikalen Seitenabständen von bis zu 4,5 cm einfach nur verloren, hätte man das 189 Seiten lange Buch in ein handelsübliches Seitenlayout gepresst wären daraus vielleicht etwa 100 Seiten Text geworden - eindeutig zu wenig für den Preis.

Investment Punk liest sich als eine Mischung aus Biographie und Wirtschaftsratgeber. Der Autor verbindet persönliche Erfahrungen aus seinem beruflichen Werdegang mit Ratschlägen für den Leser, wie er mit seinem Geld, seinem Job und allgemein gesprochen auch mit seinem Leben umzugehen hat. Der populistische Untertitel "Warum ihr schuftet und wir reichen werden" lässt ein paar wirklich fundierte Tipps zu sinnvollen ökonomischen Verhaltensweisen erhoffen - diese Hoffnung wird meiner Ansicht jedoch enttäuscht. Die Ratschläge für den Leser lassen sich im Prinzip auf folgende Kernaussagen reduzieren:

- Gebt nicht mehr Geld aus als ihr einnehmt
- Mieten ist günstiger als in der eigenen Immobilie zu wohnen
- Reich wird man nur als Unternehmer, (fast) nie als Angestellter
- Kauft/least nie einen Neuwagen
- Investiert in Finanzprodukte, die ihr selber versteht

Diese Ratschläge sind natürlich sinnvoll, aber dafür muss ich kein Buch kaufen, erst Recht nicht für diesen Preis. In Form dieses Buches hat der Auto eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass man auch mit qualitativ nicht überzeugender Arbeit Geld verdienen kann. Legen Sie das Geld für dieses Buch also lieber sinnvoller an :-)
77 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
160 von 182 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. März 2010
Schön, die üblichen Weisheiten noch einmal neu verpackt zu bekommen. Es ist ja nichts falsch, nur geht das Programm über eine Schwabenfibel wie "Das Lexikon der Finanzirrtümer" nicht hinaus. Und da steht es detaillierter erklärt.

Lustiger fand ich die Bemühung des Autors, sich auf eine vermeintliche Gewinnerseite zu positionieren, deren Definition für unfreiwillige Komik sorgt. Er träfe die tollsten Frauen, fahre die heißesten Schlitten und tanze in den besten Clubs der Welt. Das mit den Autos - geschenkt, aber beim Rest kommt dann eine retortige bis kleinbürgerlich-biedere Auffassung von Lebensqualität durch, dass man schnell merkt: der ahnt noch nicht mal, dass es noch ganz andere Frauen gibt als gestriegelte BWLerinnen mit gescheiterten Modellambitionen. Irgendeine Edel-Klitsche auf Bali ist sicherlich auch ein netter Trost, wenn man ins Berliner Berghain weder auf Liste noch durch Anstehen hereinkommt (wahrscheinlich hängt der aber meistens im P1 ab). Und in Wien ausgerechnet am Stephansplatz wohnen zu wollen... also: nein, echt jetzt. Mehr als die vollkommene Unfähigkeit, sich mit Geld auch nur ansatzweise aus seinem Schulzeit-Eckenstehertum zu lösen, gibt das einfach nicht her.
Das vielzitierte Hamsterrad hat er entgegen seiner eigenen Annahme nie verlassen. Was ist bitte daran Punk, den ganzen langen Tag in Buchführungsunterlagen herumzublättern? Um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich habe gar nichts gegen einen Überfluss an Geld, ganz im Gegenteil. Es ist nur insofern witzig, dass "Investment Punk" (schöner Titel eigentlich - schade, dass er für so wenig verheizt wurde) zeigt, wie wenig Geld als Selbstzweck hergibt, wenn einem die Kultur des Ausgebens vollkommen abgeht. Null Fantasie der Mann.

Wie erfrischend war dagegen die "Vier-Stunden-Woche" von Tim Ferriss? Und selbst der sah irgendwie öde aus auf seinen Facebook Fotos. Aber Aston Martin fahren ohne über 16-Stunden-Tage zu jammern (über die Bande Leistungsstolz - an irgendwas muss man sich ja festhalten) ist irgendwie souveräner.

PS. Das "Punk"-Foto von dem Typen auf dem Innencover ist fast noch besser als der Text.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
102 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 15. März 2010
...aber mit welcher egomanischen Selbstverliebtheit der Autor immer wieder auf seine eigene Genialität hinweist, ist irgendwann einfach nur noch langweilig und man fragt sich, wen will er da eigentlich mit beeindrucken, die Leser oder sich selbst?!

Seine ständige Provokation gegenüber den Lesern, die ja so viel dümmer sind als er, ist als Stilmittel offensichtlich bewusst gewählt und somit erst mal so hinzunehmen. Nach meiner Auffassung hat er aber auch damit übertrieben. Dies hätte man auch weniger plump durch den im Ansatz vorhandenen skurrilen Humor erreichen können.

Bleiben die konkreten Empfehlungen. Dabei werden tatsächlich zutreffend die Finger in die Wunder der meist nicht vorhandenen Grundkenntnisse über ökonomische Zusammenhänge gelegt. Sofern es dem Autor durch seinen ganz ungewöhnlichen Schreibstil gelingt erstmals Personen zu erreichen, welche sonst niemals ein Wirtschaftsbuch anrühren würden, so hat der Autor doch positives bewirkt und das Buch seine Berechtigung als Beitrag zur finanziellen Aufklärung.

Falls man sich allerdings bereits für Wirtschaft interessiert, erhält man keine neuen Erkenntnisse, da die Hinweise erstens bereits bekannt sind und zweitens zu oberflächlich bleiben.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
80 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2010
Dies ist mit Abstand das schlechteste Buch, das ich je versucht habe zu lesen (bis ganz zum Ende war es nicht zu ertragen).

Ich bin selbst Investment Banker und kann nur sagen: Herr Hörhan ist eine Schande für die gesamte Investment Branche.
Das inhaltsarme Buch konzentriert sich hauptsächlich auf abgedroschene Platituden (Sparen, Immobilien kaufen, nur gebrauchte Autos kaufen) und stellt diese teilweise noch falsch dar. Immer wenn der Autor versucht humorvoll oder originell zu wirken, gleitet er in Beleidigungen und platte Selbstdarstellungen ab. Das Buch ist in sich geschlossen und konsistent da sich der Autor ständig wiederholt und es zudem schafft konsequent Kinderniveau zu halten.
Weiterhin erinnern die Ergüsse des Autors sehr stark an das Imponiergehabe von autocorsofahrenden Tuning Fans (Hast Du Dreier, ey?). Nicht umsonst lässt sich Herr Hörhan bevorzugt mit seinem gebrauchten Aston Martin abbilden.
Üblicherweise gehe ich in meinen Rezensionen näher auf den Inhalt eines Buches ein, aber da es keinen nennenswerten Inhalt gibt wäre dies ein vergebliches Unterfangen.
Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass Herr Hörhan in unserer Branche völlig unbekannt ist, und zumindest in London und Frankfurt keine Rolle spielt. Selbst den bestens vernetzten Kollegen von Goldman Sachs war der Name kein Begriff - und normalerweise kennt man sich in der eher kuscheligen, deutschen Investment Branche. Aber vielleicht ist der Autor ja in Wien oder St. Pölten eine lokale Größe (sicherlich d i e globalen Investment Hubs, na hörst).
Bei uns im Büro ist das Buch zumindest ein Running Gag. Falls der Autor mit diesem Buch bekannt um jeden Preis werden wollte, so hat er zumindest dies erreicht, wenn auch negativ.
Würden Hörhans "Unternehmen" an der Börse gehandelt, wären diese für mich ein "strong sell"...
55 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
117 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2010
Das Buch besteht aus einer Ansammlung von Banalitäten, die man auch auf drei Seiten hätte zusammenfassen können. Der Investment-Punkt empfiehlt den Kauf von vermieteten Eigentumswohnungen: wie originell! Daneben erfährt man Platitüden wie: "Kaufe Aktien wenn alle verkaufen" oder "Lieber einen Gebrauchtwagen als einen Neuwagen kaufen". Das ganze garniert der Autor mit einer peinlichen Angeberei über das von ihm Erreichte. So darf man sich seitenweise anhören, wohin er mit seinem tollen Aston Martin gefahren ist. Ingesamt extrem enttäuschend und reine Geldverschwendung.
88 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
45 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. März 2010
Eines vorweg: Das Buch ist nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Gerald Hörhan rechnet hier mit der Mittelschicht ab, führt sie vor, will aber auch Auswege zeigen. Inhaltlich bleibt er dabei jedoch oft recht oberflächlich - als Beispiel, wie man der Konsumfalle entkommen kann: Gebrauchtwagen statt Neuwagen. Aha!

Sprachlich wirken die Vergleiche der Mittelschicht mit rennenden Ratten oder (weitaus öfter) strampelnden Hamstern teils amüsant, teils wie zu platt inszenierte Provokationsversuche.

Warum nur 3 Sterne? - Hörhan verwendet viel Kraft auf Selbstdarstellung. Dies gelingt ihm nicht immer gut. Köstlich: Da wird bei der Szene im Luxushotel aus der Côte d'Azur auch schnell mal die (oder vielleicht der?) CODE D'AZUR. Dafür ist die Seite der Problemlösung zu knapp geraten.

Aber: Das Buch ist ein notwendiger Beitrag zur Antwort auf die Krise. Zu einfach, können unwissende Schreihälse ihren Frust aus 30 / 40 / 50 Jahren "Hamsterrad" auf die Investmentbanker schieben. Hörhan spielt diesen Ball zurück an den Durchschnittsbürger, mit dem Ziel Auswege aufzuzeigen.

Würde ich dieses Buch empfehlen? - Ja.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
49 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2010
Leider kann man keine 0-Sterne Bewertung abgeben, denn dieses Werk hätte es verdient. Ich sollte den Kaufpreis zurückfordern, denn dieses Buch ist höchstens den Brennwert des Papiers wert. Ich bin in der Regel kein Befürworter vernichtender Kritiken, doch mache ich in diesem Fall eine Ausnahme.

Inhaltlich spiegelt das Buch nur aufs äußerste banale Weisheiten wider so wie folgende:

"Man soll nicht mehr ausgeben, als man einnimmt"...

Dass Herr Hörhan für derartige Weisheiten auf ein Harvard-Studium mit magna cum laude (was er in seinem Buch x-mal betont) zurückgreifen muss, liefert für mich ein interessantes Bild der amerikanischen Bildungslandschaft.

Dass ich bei ausreichend Rendite-Einnahmen als Investment-Punk frei bin und mich nicht um Arbeitgeber scheren muss, dass liegt ebenso auf der Hand. In Österreich gibt es ein Sprichwort: "Mit voller Hose ist gut stinken..." Auch hier schließt sich der Kreis der Banalitäten.

Herr Hörhan hat sicherlich Recht, dass vielen Mitgliedern der Mittelschicht der Mut fehlt, aus der vorgegebenen Lebenslinie Studium-Job-Kinder-Hausbauen-Schulden auszuscheren. Dieser Aspekt des Querdenkens geht aber in einem Meer kollektiver Beschimpfungen einer ganzen Gesellschaftsschicht sowie umschweifenden Selbstbeweihräucherungen unter.

Ich wünsche Herrn Hörhan weiterhin viel Erfolg und Spass mit seinem gebrauchten Aston-Martin. Möglicherweise hat er diesen in der Finanzwelt auch. Als Buchautor sollte er sich aber zum wohl der Leserschaft in Zukunft nicht mehr bemüßigt fühlen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Als Buch kann man es ja schwer bezeichnen, diese vielleicht mit Standardformat 100 bis 125 Seiten, die auf knappe 200 gedehnt wurden. Und was Narzissmus und Arroganz anbelangt kann dem Mann sicher schwerlich jemand das Wasser reichen. Dennoch, er hat es aus der Grundsituation eines mathematisch begabten Mittelstandskindes zu einem wohlhabenden Unternehmer gebracht und egal wie selbstherrlich jemand auch auftreten mag, so muss man ihm den Respekt für den Erfolg doch zugestehen. Noch dazu wenn es ein selbst erarbeiteter Pfad zu Wohlstand ist und der Schaden, den er verursacht, im Vergleich zu anderen Geschäftsmodellen in der Branche minimalst ausfällt.
Den größten Teil der Lektüre bilden Auszüge aus dem Leben des Autors, von Zeit zu Zeit werden seine Grundsätze und Dogmen erläutert. Neben Klassikern wie dem Investieren in Immobilien, der Vermeidung des Kaufs eines Neuwagens und der Investition ausschließlich in verständliche Finanzprodukte bildet der nett gemeinte Versuch einer Augenöffnung durch drastische Zurschaustellung der Unzulänglichkeit und Naivität vieler Menschen in finanziellen Angelegenheiten einen Teil des Büchleins.
Dreist ist es schon aus der eigenen, außergewöhnlichen Perspektive über alle Angestellten und Normalverdiener herzuziehen, als ob sich jemals in deren Leben auch nur eine der Optionen bieten würde, die sich dem Autor regelmäßig auftun. Es ist nicht die Untätigkeit oder Unfähigkeit der „im Hamsterrad Gefangenen“, sondern schlichtweg der Mangel an Alternativen und Möglichkeiten, das Risiko einzugehen und aus diesem Kreislauf auszubrechen, wenn man über keine besondere Qualifikationen oder außergewöhnliches Talent verfügt.
Leider kann man der These, dass viele Menschen freiwillig Schulden weit über ihrer Bonität und darüber hinaus machen, nichts entgegensetzen. Es stimmt schlichtweg, dass niemand die amerikanischen Hypothekenbesitzer zur Refinanzierung oder zur Deckung einer Kreditkarte mit der nächsten gezwungen hat. Sicher sind diejenigen, die derartiges Finanzgebaren erst zulassen, primär schuld an der Misere. Nur der Aspekt, dass sehr viele Menschen im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und damit Kenntnis über ihre monetäre Überforderung trotzdem einen Palast auf Pump errichteten, wird generell gern ausgeblendet. Und die unerkannte Selbstironie des sich selbst als Punk definierenden vielbeschäftigten und noch dazu relativ seriösen Geschäftsmannes rundet neben dieser wahren Erkenntnis die kurze Geschichte ab.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2011
Hallo,
Krise, HRE und Roubini, haben wir alles irgendwie gehört. Ich dachte, was soll da Neues kommen. Und es kam nichts Neues. Musste auch nicht. Aber: Hörhan mahnt zu recht und zeigt in seinem Büchlein (ich habe es unverschwenderisch als Taschenbuch für 8,99 gekauft und für den Preis ist es völlig okay) einige wichtige, wenn auch banale Dinge auf, die für viele Menschen im Land real Gefahren mit harten Folgen darstellen. Hierzu 3 Dinge:
1. Für einen gesunden Haushalt muss man mehr einnehmen als ausgeben. Zugegeben, banal. Nur warum wird ein solch banaler Fakt nicht einfach befolgt? Weil viele Menschen in einem "Hamsterrad" aus schlecht analysierter Karrieregier, Statuszwang und Herdentrieb funktionieren und ihre Freiheit langsam aber sicher "verpfänden" (in Form von Schulden). Ein Blick in die Schuldenstatistiken des Landes inkl. Privatinsolvenzen zeigen wie Recht Hörhan hat.
2. Viele spekulieren an der Börse, gehen zu ihrem Banker und hören sich tolle Geschichten an. Vor allem aber lassen sie sich von den Erfolgsgeschichten blenden, die nämlich eintreten können, es aber einige Zeit später in der Regel nicht tun. Hörhan macht ein System der Finanz- und Werbeindustrie aus, das dies mit Absicht provoziert. Sehr erhellend und in der Begründung simpel nachvollziehbar. Die Botschaft: Investiere nur in die Dinge, die du auch verstehst und vor allem antizyklisch (entgegen dem Boulevarderkenntnissen und Kursverläufen).
3. Die falsch-bescheidene Einstellung von vielen Menschen zur Arbeit und die Verantwortung des Bildungssystems für eine Kultur des Angestelltseins indentifiziert Hörhan sehr klar. Diese Indentifizierung ist in meinen Augen der genialste Punkt des Buches. Schule und Bildung zwingen zur Funktion im Hamsterrad, nicht zum Unternehmertum mit Kreativität. Wer an unseren Schulen mit den "Vorbildern" Lehrer (kann schon kaum ein kreatives Vorbild sein, da Beamter oder Angestellter) nebst Kuschelpädagogenversorgungssystem (Schulsozialarbeiter, etc., ebenfalls staatlich alimentiert) schaut, der sieht und erlebt, was Hörhan meint.
Okay, die Schreibe ist überheblich und die Angeberei nervt ein wenig. Weshalb ich aber klare 5 Sterne vergebe: Banale Wahrheiten sind meist die besten. Sie tun im Erkennen weh, aber können recht heilbar sein. Ich fand das Buch erfrischend, vor allem deshalb, weil Hörhan der Lamentiererei der Mittelständler über Banker, Boni, etc. die Selbstverantwortung des Einzelnen gegenüberstellt.
Viele Grüße
Dr. Stephan Peters
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen
Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen von Robert T. Kiyosaki (Taschenbuch - 14. November 2014)
EUR 14,99