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am 13. August 2013
Cover
Das Cover ist gestalterisch perfekt auf den Inhalt abgestimmt und spiegelt das Thema der Anthologie wider. Die junge Frau scheint etwas verbergen zu wollen, wie es meistens der Fall ist, wenn man eine Maske trägt. Als Betrachter kann man sehr viel in das Bild hineininterpretieren und das finde ich persönlich ganz toll. Die Innengestaltung zeugt von Liebe zum Detail. Grit Richter hat wieder gezeigt, dass sie nicht nur einen großen Wert auf das äußere Erscheinungsbild eines Buches legt, sondern dass das Innere mit genauso viel Liebe gestaltet wird. Der Anfang jeder Geschichte ist mit einem verschnörkelten Großbuchstaben hinterlegt – der Anfangsbuchstabe des Titels. Das Ende ist mit einer kleinen Maske bildlich dargestellt. Cover und Innengestaltung haben mich sofort überzeugt.
Inhalt
Zu allererst: Ich bedanke mich ganz herzlich bei Grit vom Art Skript Phantastik Verlag für das Rezensionsexemplar der Anthologie „Masken“!
Es ist eine ganze Weile her, da habe ich eine Zombie-Anthologie gelesen. Das war mein erster Kontakt zu dieser Art des Geschichten sammeln. Seit „Vampire Cocktail“ bin ich überzeugt, dass es für das kurzweilige Lesevergnügen nichts Besseres geben kann. Auch hier hat sich Grit Richter vom Art Skript Phantastik Verlag wieder selbst übertroffen. Sie liefert uns mit „Masken“ eine wirklich sehr abwechslungsreiche Kurzgeschichten-Sammlung, die besonders stolz auf den Einfallsreichtum der vertretenen Autoren und Autorinnen sein kann. Von den üblichen Maskenbällen, über eine Maskerade der anderen Art bis hin zu unmenschlichen Maskenträgern ist alles vertreten, was das Leserherz begehrt. Extra erwähnen möchte ich, dass ich die Größe des Buches wirklich toll finde. Es ist schmaler und passt besser in meine Tasche. Die Schrift liest sich sehr angenehm und den breiteren Innenrand fand ich sehr, sehr ansprechend. Man musste das Buch nicht soweit aufklappen, und konnte so dem blöden Falz im Buchrücken entgegenwirken. Ob das gewollt ist oder nicht, ich finde es sehr gut. Nun aber zu der eigentlichen Rezension. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, zu jeder einzelnen Geschichte etwas zu sagen:

Meinung

1. Marina Clemmensen „Eitelkeit“
Im Grunde gut. Durch kleine Andeutungen hat man viel Spielraum für eigene Interpretationen. Was nach dem ersten Lesen der Geschichte für „Unbefriedigung“ sorgt, verändert sich nach ein bisschen nachdenken zu einer interessanten Einsetzung des „Show don't tell“. Wobei weniger gezeigt wird. Es ist als schaue man durch ein Milchglasfenster oder in einen „angelaufenen Spiegel“. Als Betrachter sieht man nur die Umrisse, was diese Geschichte aber durchaus interessanter macht. Was das „Wesen“ angeht, bin ich noch nicht sicher. Einerseits sind die Hinweise doch eigentlich ziemlich offensichtlich und führten mich zuerst zu einem sofortigen Entschluss, mit was ich es zu tun habe. Anderseits kann man hier auch wieder sehr viel eigene Vorstellungen einbringen und sich sein eigenes Wesen aussuchen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diese vielen Interpretationsmöglichkeiten gut finde oder eher nicht.

2. Detlef Klewer „Der dunkle Prinz“
Ebenfalls eine gute Geschichte, die aber noch viel Raum für mehr hätte. Am Ende hatte ich einige offene Fragen, die vielleicht nur meiner Neugierde geschuldet sind, aber eben dennoch vorhanden waren. An einigen Stellen wäre weniger mehr gewesen. Weniger Gedanken zu den fiesen Stiefschwestern, mehr zu den seltsamen Büchern. Es ist eine interessante Geschichte, die ebenfalls viel Raum für die eigene Vorstellung offen hält, aber am Ende fehlte mir einfach irgendetwas.

3. Luisa Meißner „Besessen“
Hierzu lässt sich eigentlich nur eins sagen: Schade, dass es eine Kurzgeschichte ist. Der Inhalt hat mich gefesselt, mein Kopfkino lief ohne Probleme. Sogar ohne große Beschreibungen der Masken hab ich ihnen ein Gesicht verpasst. Obwohl das Ende für solche Art Geschichten schon fast typisch ist, lässt es den Leser mit einem Kribbeln im Nacken zurück.

4. Sabrina Železný „Carmesí“
Hier wird das Thema „Masken“ ganz anders interpretiert, was ich wirklich erfrischend fand. Die Masken sind zwar „Nebensache“, aber dennoch bei jedem Handeln der Figuren allgegenwärtig. Die Autorin bindet sie wunderbar in die Geschichte ein. Einen Extrapunkt bekommt das Ende, bei dem sich jeder selbst den Ausgang ausmalen kann.

5. Bianka Brack „Dämonenmaske“
Eine tolle Geschichte mit langem Vorspiel. Ab dem Punkt, als die Maske ins Spiel kam, hatte mich die Autorin. Ich starrte auf die Buchstaben und musste schnell weiter lesen. Leider kam dann das unbefriedigende Ende. Die Autorin kam schnell zum Punkt, ohne irgendetwas hinter eine Maske zu verstecken. Obwohl ich solche Geschichten persönlich bevorzuge, fehlte ihr einfach etwas. Ich fand den Anfang zu weit ausgeholt, zu langatmig um dem Ende in diesem Fall gerecht zu werden. Toller Inhalt, klasse Idee, aber das Ende hat hier schnell die Maskerade genommen. Wo bei anderen Geschichten zu viel Interpretationsmöglichkeiten waren, fehlten sie hier am Ende ganz. Wirklich Schade.

6. Corinna Schattauer „Danse Macabre“
Mein erster Gedanke am Ende der Geschichte: Wow! Die Autorin setzt gekonnt schlichte Bilder mit wenigen Worten in Szene und erzeugt damit kurzzeitig eine authentische Stimmung beim Lesen. Das Ende, obwohl eigentlich offensichtlich, hat mich dennoch überrascht, denn ich habe nicht einen Moment an diese Möglichkeit gedacht. Die Masken und der Ball verliehen dem Ganzen eine ganz eigene Art von Grauen. Auch die wirklich sparsam eingesetzten Beschreibungen der Tänzer sorgten dafür, dass sich das Gesamtbild nach und nach zusammenfügte und am Ende zu einem großen und wirklich interessanten Kurzgeschichten-Lesevergnügen wurde.

7. Stefanie Bender „Die Maske des Gargoyles“
Masken sind hier eigentlich nur Nebensache. Würde es nicht immer mal wieder kurz erwähnt werden, könnte es leicht in Vergessenheit geraten, dass ein Maskenball im Gange ist. Die Maske bzw. eine Maskerade trägt hier jemand ganz anders und er darf diese auch nur einmal im Jahr ablegen. Eine völlig neue Auslegung des Themas. Ob von der Autorin gewollt oder nicht, das hat mich beeindruckt. Am Ende ist es genau die schwere Maskerade, die Schuld am Riss in der Maske ist, obwohl eben diese eigentlich der Schutz sein sollte. Die Geschichte als solche hat mir gefallen, der Schreibstil glich grübelnden Gedanken.

8. Ellen Kaiser „Eine Harlekinade“
Die Wenigsten wissen, dass ein Harlekin nicht nur lustig ist. Nach der Geschichte wissen es ein paar mehr. Beim Lesen konnte ich mich sehr gut in die Gefühlswelt der Protagonistin hineinfühlen, jedenfalls am Anfang. Fasnetumzüge sind grauenvoll und das dieser Umstand erwähnt wird, verschafft der Autorin auch gleich noch ein paar Pluspunkte meinerseits. Der Stil, in dem diese Geschichte geschrieben ist, lässt sich allenfalls mit „verwirrend“ beschreiben. Allerdings passt das wiederum zu diesen Umzügen. Das Ende lässt ebenfalls Möglichkeiten, sich seine eigenen Gedanken zu machen, allerdings hatte ich noch ein paar offene Fragen. Alles in allem eine sehr eigene Geschichte.

9. David Michel Rohlmann „Joyce“
Hexen mit Masken zu verbinden ist ebenfalls ein sehr interessanter Ansatzpunkt. Der Autor hat daraus eine Geschichte geschaffen, der eine Prämisse zugrunde liegt, die wir alle schon mal erlebt haben. Man soll sich nicht vom äußeren Eindruck blenden lassen. Nur weil jemand eine Maske trägt und sich benimmt, wie man erwartet, heißt das nicht, dass auch die Person dahinter ist, die man vermutet. Unerwartete Wendungen und ein dramatisches Ende runde diese recht moralische Erzählung ab.

10. Kriss Ruhi „Baikalsee“
Ich glaube, das war die seltsamste Geschichte, die in dieser Anthologie vertreten ist. Im Grunde hab ich nur den Informations-Geiz zu bemängeln. Wer waren die Männer? Was hatte es mit ihnen auf sich? Wo ist ihre Freundin? Warum lebt sie selbst noch? Da die Ich-Form, in der die Geschichte geschrieben ist, nicht zum Beantworten der Fragen beiträgt, bleibe ich als Leser am Ende einer auf ihre Art interessanten Geschichte etwas ratlos zurück. Der Schreibstil passt zum Ort und zu den Menschen, die Bilder kommen von allein, aber die meines Erachtens zu vielen offenen Fragen schmälern das Lesevergnügen.

11. Alexandra Neumeier „Der Tempel der Masken“
Ein Tempel voller Masken, eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und Eindruck hinterlässt. Diese Art der Auslegung des vorgegeben Themas, die Idee und die Umsetzung sind wirklich ganz große klasse und ich kann mit guten Gewissen behaupten, das mich nicht nur der flüssige und lebhafte Schreibstil dazu bringt, diese Geschichte zu meinen Favoriten zu zählen. Während des Lesens lag Magie in der Luft, ich hörte das Rascheln der Baba Yaga und fühlte die Last der Verantwortung auf den Schultern des Meisters.

12. Markus Cremer „Verborgene Düsternis“
-ACHTUNG SPOILER- Diese Geschichte ist traurig und hat mich betrübt zurückgelassen. Obwohl das Ende in meinen Augen ruhiger hätte dramatischer sein können (Für die Maske, nicht für den Rest. Der war dramatisch genug.), fand ich die Einbindung von Legenden rund um das Zuckerrohrfeld, sehr realistisch wiedergegeben. Und gar nicht so weit hergeholt. Der Realismus ist ein sehr großer Pluspunkt der Geschichte, nur das Ende, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, war mir einfach irgendwie zu weich. Mein Bild von Buwaani war härter, erbarmungsloser. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ihre ganze Familie ist Tod und in meinen Augen und in meiner Vorstellung hätte sie anders gehandelt. Aber das ist ja alles Geschmackssache. Es ist eine gute Kurzgeschichte mit viel Dramatik und nicht weniger Blut.

13. Marie H. Mittmann „Die Geister der vergangenen Welt“
Eine dystopisch unterlegte Kurzgeschichte mit rachsüchtigen Geistern, was will man als Leser mehr? Wenn dann noch eine starke Prämisse ihren Weg zwischen die Zeilen findet, bin ich vollauf zufrieden. Schreibstil, Handlung und die Beschreibungen ließen mir als Leser genug Freiraum, um das Kopfkino anzuwerfen, ohne erschlagen zu werden. Durch eingestreute Informationen kamen die Bilder ganz von alleine, ganz flüssig. Ein großes Finale mit einem Ende, das Platz für Spekulationen lässt. Hier hält sich die Waage perfekt, zwischen Interpretationen meinerseits und Infos von der Autorin. Und hiermit haben wir den nächsten Kandidaten in meiner Favoritenliste.

14. Nina Sträter „Was bin ich?“
Geil! Einfach nur geil! Zu dieser Geschichte sage ich gar nichts, denn ohne zu Spoilern und so meiner Begeisterung Platz zu schaffen, wäre das nicht möglich. Spannungsbogen erster Sahne, fantastisch auf das Finale hingearbeitet. Masken mal auf eine andere Art und Weise. Ich würde sagen, ich solltet einfach mal raten: „Was bin ich?“ für eine Geschichte, die kein Gemecker abbekommt? Meine Nr. 1 der Favoritenliste!

15. An Brenach „Zeit des Übergangs“
Und hier der Nächste auf meiner Favoritenliste! Warum immer nur Menschen? Dämonen sind doch auch ganz fantastisch dazu geeignet, Masken zu tragen. Eine Geschichte ohne das übliche Ende, ohne altbekannte Themen und ohne offene Fragen am Ende und dennoch genug Platz für eigene Interpretationen. Nicht einen Moment hatte ich dieses Ende vor Augen und so unerwartete Wendungen, gerade am Ende, sind richtig selten. Auch hier wage ich nicht zu Spoilern, es wäre schade für das Lesevergnügen. Aber macht auch auf das Ende gefasst!

16. Katarina Kojic „Zwischen Diesseits und Jenseits“
Lebende Tote … irgendwie. Ich bin ja bekanntlich ein großer Zombie-Fan, allerdings suchte ich diese vergebens, auch wenn der erste Leseeindruck genau das vermittelt. Diese Geschichte spaltet meine Meinung, ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt eine habe. Einerseits ist die Erzählung interessant. Macht neugierig auf mehr und man hat einen wirklichen „Verdammt!“ – Effekt, der bei mir immer gut ist. Andererseits fehlt mir der Bezug zum Thema. Die Masken, würden sie nicht ein paar mal erwähnt werden, hätte ich ganz schnell wieder vergessen, da mich das ganze Wie und Warum um die Protagonistin mehr interessiert hat. Die Auflösung ist etwas zu kitschig, aber durchaus vertretbar, wenn man sich die zwei Charaktere anschaut. Da es aber nun mal um „Masken“ ging, war das mir zu wenig. Zwar sind sie bedeutungsmäßig gut eingearbeitet, aber mir persönlich kommen sie einfach zu wenig zu Geltung.

Fazit:
Das Einzige, was ich wirklich bemängeln muss (und wofür ich einen Punkt abziehe) ist die Länge von manchen Geschichten (hier ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl zu Grit^^). Vielleicht hätte es manchen Geschichten gut getan, wenn sie noch ein bisschen mehr Spielraum für Wort und Satz gehabt hätten. So wären vielleicht bei einigen weniger Interpretationsmöglichkeiten gewesen. Nicht, das diese schlecht sind, aber an einigen Stellen waren sie mir zu viel. Wer aber verschiedene Arten der Interpretation des Themas „Masken“ sucht, wird hier fündig. Ich kann diese Anthologie nur weiter empfehlen. Die Geschichten regen zum Nachdenken an und wirbeln den Leser von einer Gefühlslage zur Nächsten. Langweile sucht man hier vergebens. Aber Vorsicht: Man kann sich nie sicher sein, was sich hinter den Masken verbirgt.

Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen Eure Tilly Jones
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. August 2013
Für das Buch "Masken Düstery Fantasy Geschichten" wurden 16 Autoren ausgewählt, die alle ganz außergewöhnliche Geschichten über Masken geschrieben haben. Manche sind spannend oder gruselig. Manche traurig oder mysterös. Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Ein paar Geschichten möchte ich besonders hervorheben:

Eitelkeit von Marina Clemmensen
Hier geht es um einen Mann der zu einem Maskenball eingeladen wurde und in einem kleinen Laden nach einer Maske fragt. Die bekommt er auch, aber auf ihr liegt ein schrecklicher Fluch.

Der dunkle Prinz von Detlef Klewer
Susanne pflegt ihre tyrannische, kranke Mutter, die sie zwingt ständig eine Maske zu tragen. Einmal im Jahr möchte ihre Mutter einen Maskenball veranstalten und immer wieder hofft Susanne, dass sie einmal gebeten wird, ihre Maske abzunehmen. Doch der diesjährige Maskenball verläuft ganz anders.

Dämonenmaske von Bianka Brack
Brittany arbeitet in einem kleinen Reisebüro. Sie ist sehr schüchtern, hat nicht viele Freunde und ist eher ein Mauerblümchen. Ihr bester Freund lädt sie zu einem Maskenball ein und da sie ihm keinen Wunsch abschlagen kann, begleitet sie ihn. Beim Kostümverleih bekommt sie ein wunderschönes Kleid mit einer Maske. Doch als sie mit ihrem Begleiter den Ballsaal betritt, sieht sie schreckliches.

Danse Macabre Corinna Schattauer
Die junge Annie kommt in einem dunklen Raum zu sich. Sie kann sich nicht erinnern wie sie hier her kam und sie kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Auf dem Tisch vor ihr liegt eine Maske und sie trägt ein wunderschönes Kleid. Kaum hat sie die Maske angelegt, wird sie zu einem Ballsaal gebracht um zu tanzen. Was tut sie hier? Und wer ist ihr Tanzpartner?

Baikalsee von Kriss Rubi
Die junge Ich-Erzählerin und ihre Freundin Heike wollen eine Reportage für die Studentenzeitung schreiben. Der Titel soll "Von Ulan Bator bis zum Baikalsee" heißen. Der junge Jakob ist ihr Kontaktmann in der Mongolai und er und sein Freund Eniz werden die jungen Frauen begleiten. Doch Heike verändert sich von Tag zu Tag. Hat das etwas mit Jakob zu tun? Oder ist die junge Frau wirklich nur übermüdet und kaputt von der Reise.

Das war nur eine ganz kleine Auswahl an Geschichten, denn für alle 16 Storys eine Zusammenfassung zu schreiben würde zu weit führen. Aber ich kann versichern, dass mir alle Geschichten sehr gut gefallen haben und ich war überrascht, was man alles aus dem Thema Masken machen kann. Die Autoren haben sich wirklich einiges einfallen lassen.

Ganz besonders möchte ich einmal die Qualität der Bücher des Art Skript Phantastik Verlages erwähnen. Die Bücher sind etwas größer und breiter als gewöhnliche Taschenbücher und liegen sehr gut in der Hand. Die Schriftgröße ist nicht zu klein und leicht zu lesen. Auch für Brillenträger. Das Buch ziert ein wunderschönes Cover auf dem eine Frauenbüste mit aufwändiger Maske zu sehen ist. Aber auch das Innere ist ein echter Hinkucker. Die Anfangsbuchstaben der Überschrift sind verschnörkelt geschrieben und sehen wirklich toll aus. Das Ende jeder Geschichte ziert eine kleine Maske. Man merkt mit wie viel Liebe die Verlegerin die Bücher gestaltet hat. Und auch die verschiedenen Geschichten wurden mit Umsicht und Liebe ausgewählt.

Und weil ich dieses Gesamtpaket wirklich ganz toll finde bekommt das Buch "Masken" von mir 4 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für alle, die Kurzgeschichten mögen. Traut euch, ihr werdet es nicht bereuen.

© Beate Senft
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am 30. Mai 2015
Klappentext

Masken verhüllen alles und öffnen die Tore zu einer fremden Welt. Sie sind verziert mit Perlen, Goldstaub und Spitze, überzogen mit Seide und Brokat oder aus schlichtem Holz. Doch in den Wirren der Farben und im Rascheln der Kleider tummeln sich die maskierten Wesen der Unterwelt, die ihre Opfer suchen, locken und in die Nacht entführen. Die begegnen uns während des farbenfrohen Maskenballs in Venedig, in den Steppen der Mongolei oder bei einem alten Ritual in Afrika. Verhüllt von den Masken wandeln die Wesen der Nacht unter den Menschen und warten auf ihren Moment.

Rezension

Die Kurzgeschichten in dieser Anthologie sind alle unterschiedlich. Sie alle sind vom Schreibstil sehr unterschiedlich und gut. Die Handlungen sind sehr unterschiedlich. Nicht jede Geschichte konnte überzeugen. Daher werde ich hier nur auf die drei Geschichten eingehen, die mir am meisten gefallen haben.

Joyce
Eine junge Magierin will ihre verstorbene Zwillingsschwerster wieder zum Leben erwecken und begibt sich dazu auf einen Maskenball der Magier Gesellschaft. Doch was sie dort erwartet, verändert ihr gesamtes Leben.

Der Tempel der Masken
Eigentlich will ihr Meister mit seinen Masken nur gutes unter den Menschen tun, doch ihre Gier vergiftet eine Maske nach der anderen und sie, die diese Masken nur pflegen soll, erfährt das aus nächster Nähe. Irgendwann jedoch werden die Masken zu mächtig.

Was bin ich?
Eine Spielshow, die ein völlig unerwartetes Ende nimmt. Von dieser Geschichte war ich äußerst angetan und auch überrascht. Alle Spieler sind individuell und auch der Showmaster ist eine Klasse für sich. Nur der Gast dieser Show scheint nicht so recht ins Bild zu passen. Denn er weiß, was wirklich vor sich geht.

Fazit

Auf diese Anthologie hatte ich mich richtig gefreut, ist sie doch nicht meine erste aus dem ASP Verlag. Umso enttäuschter war ich, als die ersten Geschichten eine so düstere Atmosphäre erzeugten. Besonders die Geschichte „Dämonenmaske“ hat mir am wenigsten gefallen. Das zur dunklen Seite der Fantastik auch der Tod gehört, war mir zwar klar, aber gegen ein kleines freudigeres Ende hätte ich nichts einzuwenden.

Die abwechslungsreiche Anthologie hat mich aber zum Schluss doch noch überzeugt. Die Reise führt einmal um die Welt und durch die Zeitgeschichte. Die Masken sind so unterschiedlich wie die Geschichten selbst. Jeder Autor hat sich hier mit seinem eigenen Stil verewigt. Eine gelungene Anthologie.
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am 20. August 2013
Dieses Buch beinhaltert mehrere Kurzgeschichten, die allesamt entweder gruselig oder düster sind. Jede Geschichte an sich ist sehr schwer zu unterbrechen. Man muß sie schon zu ende lesen. ^^ Das Buch ist jeden Cent wert!
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am 20. März 2016
Rezension zu „Masken“ – Kurzgeschichtensammlung aus dem Art Skript Phantastik Verlag
Nachdem ich die Kurzgeschichtensammlung „Steampunkakte Deutschland“ gelesen habe, die eine wirklich exquisite Zusammenstellung an Erzählungen geboten hat, war meine Erwartungshaltung an „Masken“ sehr hoch und ich war sehr gespannt, ob das Niveau gehalten werden konnte.
Und was soll ich sagen – „Masken“ hat mich wieder in fantastische Welten entführt und mich nach sehr kurzer Zeit erstaunt zurückgelassen, das die 200 Seiten schon wieder vorbei sind.
So langsam werde ich geradezu süchtig und am liebsten würde ich jede Woche eine neue Geschichtensammlung in den Händen halten.
16 Short Stories bietet uns der Art Skript Phantastik Verlag in dieser einzigartigen Sammlung an – und wie der Name schon sagt, geht es in jeder der Erzählungen irgendwie um Masken, wobei hier eine erstaunliche Vielfältigkeit der Themen vorliegt.
Wir treffen auf Geister, auf Gargoyles, auf uralte afrikanische Dämonen, auf Magier, Wolfsmenschen, aber auch die Inquisition und der Teufel selbst werden thematisiert.
Auch der Ku-Klux-Klan, fliegende Städte und einfach nur unheimliche Begegnungen werden hier sehr atmosphärisch und schriftstellerisch hochwertig beschrieben.
Ich kann nicht zu allen 16 Geschichten Zusammenfassungen schreiben, da müsste ich selbst schon ein halbes Buch schreiben, doch auch hier gibt es wieder einige Geschichten, die es mir besonders angetan haben :
Da wäre zuerst „der dunkle Prinz“ von Detlef Klewer zu nennen. Auf gruseligste Weise wird hier beschrieben, wie die im Haus verbliebene jüngste Schwester ihre bösartig gewordene Mutter pflegt. Als Opfer eines lange zurückliegenden Kaminbrands muss sie immer eine Maske tragen, um ihre Verbrennungen zu verstecken. Und so träumt sie einsam von ihrem Prinzen, der sie irgendwann findet und in die Freiheit entführt. Eines Tages findet ihr Märchen tatsächlich statt – doch was der Welt zurückgelassen wird, ist absolut makaber….
In „Dämonenmaske“ von Bianka Brack findet sich eine junge Reisebüroangestellte auf einmal als Opfer für den wahrhaftigen Teufel wieder.
Sehr gut gefallen hat mir auch wieder die Kurzgeschichte von Corinna Schattauer, die als Autorin bereits in „Steampunk Akte Deutschland“ auffiel, mit ihrer Erzählung „Danse Macabre“, in der die junge Waise Annie stirbt und ihren Bruder alleine mitten im Krieg zurücklässt. Sie darf zu ihrem Bruder zurückkehren, nachdem sie dem geheimnisvollen Hain ihr Herz versprochen hat. Doch kaum hat dieser sein Versprechen vermeintlich eingehalten, erkennt Annie, das sie aufs grausamste ausgetrickst wurde.
Am gruseligsten von allen war für mich die Geschichte „eine Harlekinade“ von Ellen Kaiser. Auf einem Faschingsumzug wird eine Gruppe Jugendlicher auf einmal von einem aufdringlichen Typ in Harlekinverkleidung belästigt. Der Polizeibericht vom nächsten Tag erzählt in grausamer Nüchternheit , was am Vortag passiert ist.
Alle Geschichten in diese Sammlung strahlen eine einfach atemberaubende Grundstimmung auf. Man kann das Buch eigentlich nicht aus den Händen legen – und doch sollte man nach jeder Geschichte eine kurze Pause machen, um diese zu überdenken und sich auf eine neue Erzählung einzustimmen.
Ich muss hier auch unbedingt noch die sehr gute Geschichte „Baikalsee“ von Kriss Rubi erwähnen. Die habe ich besonders atemlos gelesen, da ich sie sehr unheimlich fand. Zwei junge Freundinnen wollen eine Reise durch die Mongolei machen mit zwei technischen Studenten, die dort leben.
Zu viert fahren sie in einem Jeep durch die fast unbewohnte Landschaft der Mongolei. Während der Reise verändert sich Heike auf merkwürdige Weise und auf einmal wird ihrer Freundin klar, dass an den beiden Jungs etwas nicht stimmen kann. Ob Sie und Heike unbeschadet wieder nach Hause kommen werden, oder wird ihnen weitab jeder Zivilisation etwas zustoßen ?
Natürlich muss ich auch hier wieder ausdrücklich erwähnen, dass wirklich ALLE der Kurzgeschichten, auch die hier aufgrund der eingeschränkten Artikellänge nicht extra erwähnten, wirklich sehr, sehr gut waren und es keine einzige gab, die mir nicht gefallen hat.
An alle Autoren ein großes Dankeschön und natürlich auch den Verlag, der es hier geschafft hat, die Geschichten absolut stimmig und atmosphärisch passend zusammenzustellen, so dass man diese Sammlung nur ein Gesamtkunstwerk nennen kann.
Unbedingte Leseempfehlung !
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am 27. Oktober 2014
Geschichten von verschiedenen Autoren, die ausgezeichnet unterhalten und fesseln. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und beschert Kurzweil in wunderbaren Phantasiewelten.
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