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79 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergewaltigte Identität - Wodurch?, 25. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Vergewaltigung der menschlichen Identität: Über die Irrtümer der Gender-Ideologie (Taschenbuch)
Manfred Spreng - Harald Seubert (Hrsg. Andreas Späth), Vergewaltigung der menschlichen Identität - Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, Logos Editions, 2011; 95 S.; 5,80 €; ISBN 978-3-9814302-2-5

Der pointierte Titel der Publikation weckt Neugier und Fragen! Es geht um ein existenzielles Thema - und zugleich ein sozialphilosophisch-politisches Paradigma. Dieses wird seit gut 15 Jahren von kleinen Zirkeln weltweit zielstrebig vertreten. Schließlich ist es - auf dem Weg über die Brüsseler EU und dank kooperierender Kräfte in deutschen Parteien - auch in der Bundesrepublik Deutschland Zug um Zug regierungsamtlich ("top-down") implementiert worden. Aber bis heute ahnen Millionen von Bürgern nicht so recht, was ihnen damit geschah. Aufklärung tut not.

"Fremdwörter sind Glücksache", heißt es. In diesem Falle geht es mehr darum, dass mit Begriffen wie Gender und Gender-Mainstream Raum für Mehrdeutigkeiten und unterschiedliche Interpretationen geschaffen wurde. Vexier-Bildern gleich werden diese auch in Deutschland herumgereicht. Bei vielen Bürgern aber und selbst bei hohen Verantwortungsträgern herrscht über die geistigen Hintergründe und die genauen Inhalte, über die Ziele und Folgen der Umsetzung nicht die gebotene Klarheit und Einmütigkeit. Soll ggf. jeder selber das heraus- oder hinein-interpretieren, was ihm als sympathisch oder plausibel erscheint? So redet man aneinander vorbei.

In dieser Gesprächslage lohnt es sich, die Beiträge dreier Autoren kennenzulernen, die sich - mit je eigenen Instrumentarien der Wahrnehmung - seit Jahren mit den anthropologisch und kulturell grundlegenden Sachverhalten befassen und die, wie ausführliche Anmerkungen in den Aufsätzen belegen, auf entsprechend umfangreiche Literaturkenntnis zurückgreifen:

Die gesellschaftspolitisch orientierende Einführung (18 S.: "Gender Mainstreaming - Befreiung oder Gesinnungsterror") stammt von dem kirchlich engagierten Autor Andreas Späth. Es folgt der fachwissenschaftlich orientierte Beitrag(32 S.) "Adam und Eva - Die unüberbrückbaren neurophysiologischen Unterschiede" von Prof. Manfred Spreng. Dem schließt sich eine facettenreiche philosophische Kritik von Prof. Harald Seubert an (25 S.): "Gender Mainstreaming oder: Lasst uns einen neuen Menschen machen". Im Anhang ist die Edition ausgestattet mit Zusatzinformationen zu den Autoren, mit einem ausführlichen, hilfreichen Stichwortverzeichnis, einem Register der zitierten Personen sowie - gerade im Blick auf die heutigen politischen Bezüge sinnig und reizvoll - einer Reihe von zugehörigen Zitaten von Politikerinnen und Politikern aus dem deutschsprachigen Raum. Zum Inhalt:

Die von Simone de Beauvoir vertretene Vorstellung, dass der Mensch weitgehend sich nach eigenen Vorstellungen selbst "konstruieren" könne, wird von den Autoren als verhängnisvolle Selbsttäuschung erwiesen. Als durchgängiges Thema zeigt sich in den Beiträgen die Unterschiedenheit und gleich¬zeitige Komplementarität von Mann und Frau (v.v.). Andreas Späth belegt u.a. Beispiele für üble medizinische Menschenversuche und Thesen im Sinne des "Gleichheitsfeminismus", benennt aber auch versäumte und verdrängte Möglichkeiten, im besten Sinne "geschlechter-sensibel" zu handeln. Am Beispiel des bekannten Würzburger Thesenpapiers der "Grünen Jugend" legt er dar, dass die Gender-Ideologie mit ihren sprachlichen Verwirrspielen und ethisch totalitärer Willkür ein weiteres Einfallstor der Zerstörung der traditionellen Familie ist. - Diese und weitere Hinweise erhalten ihre vertiefende Deutung aus den humanmedizinisch vergleichenden Darlegungen des Neurophysiologen Manfred Spreng zum Gehirn von Mann und Frau ("Geschlecht und Zwischenhirn", "Geschlecht und Gesamthirn" u.a.m.). Seine Darlegungen zu den neurophysiologischen Sachverhalten sind von höchst anschaulicher Lebensnähe! Keine Sekunde lang berührt einen etwa die Versuchung, die fachkundigen Beschreibungen zu überspringen. In der ausführlichen, faszinierenden Zusammenfassung kommt M. Spreng u.a. zum Ergebnis: "Nicht Gleichheit, sondern nur Verschiedenheit [von Mann und Frau] kann sich optimal ergänzen!" Und: Wertgleichheit setzt keineswegs die Rollenidentität voraus.

Ebenso erhellend ist der Gang durch die Religions- und Philosophiegeschichte mit H. Seubert, seine Analyse und Kritik der verschiedenen Denkansätze der Gender-Konzeptionen: ihre eigenen Prämissen werden dem wissenschaftlichen Diskurs nicht ausgesetzt; Fragen nach dem Wesen von Mann und Frau werden im konstruktivistischen Ansatz apriori eliminiert u.a.m.. Besonderes Interesse dürfte der Exkurs finden: "Christliche Philosophinnen und das Denken der Geschlechterdifferenz"! H. Seubert betont dazu, dass er es auch selbst als besonderen Gewinn erfahren hat, dass er diesem Thema in der literarischen und der direkten Begegnung mit seiner Kollegin Prof. H.-B. Gerl-Falkovitz vertiefend nachgehen konnte! Er bilanziert: die Mittel der Wissenschaft erweisen die Unhaltbarkeit der Gender-Ideologie. Es wird erkennbar, "dass weite Teile modischer Diskurse und machtvoller Eingriffe in die Natur des Menschen letztlich einem Popanz folgen und der Kaiser nackt ist. Die Haltlosigkeit steht freilich in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Gefährlichkeit der Gender-Ideologie."

Auch wer mit diesem Thema seit Jahren befasst ist, wird kaum eine Veröffentlichung nennen können, die vom sachkundig vernetzten Inhalt her, vom begrenzten Umfang, von der gedank¬lichen Dichte und von ihrer illustrativen Darstellung her direkt vergleichbar empfehlenswert wäre. Der Band hält, was der Klappentext verspricht: "In einer bisher einzigartigen Zusammenschau von Natur- und Geisteswissenschaft zerlegen der Gehirnforscher Manfred Spreng und der Religionsphilosoph Harald Seubert das Konstrukt des Gender Mainstreaming in seine Bestandteile. Sie zeigen die geistesgeschichtlich trüben Quellen ebenso wie die verheerenden Folgen, denen der Mensch durch die Vergewaltigung seines natürlichen Wesens durch eine Ideologie ausgesetzt ist, die schon seine grundlegenden Anlagen im Gehirn missachtet. Was einst durch die rot-grüne Bundesregierung zur politischen Querschnittsaufgabe erklärt wurde, wird als nicht umsetzbar enttarnt. Jenseits ideologischer Flügelkämpfe entfernt das Buch alle Tarnkappen."

Die Lektüre der Texte wird zum lebensnahen Bildungserlebnis und ist ein Genuss in politischer Verantwortung. Zu den Stärken der Publikation gehört, dass - bei aller Entschiedenheit der Autoren in der Sache - sich kaum polemische Anklänge finden. Die Autoren signalisieren mit ihrer stringent zusammenklingenden Argumentation, dass politischer Handlungsbedarf besteht - zumindest für jene, die sich wissenschaftlicher Wahrhaftigkeit stellen und die unsere Zukunft nicht einfach in den Wind schreiben wollen. Sie wecken nicht die Illusion, dass die Seifenblase der Selbsttäuschungen und der Irreführungen etwa einfach und schnell zum Platzen zu bringen sei, aber sie legen Grund zu der Hoffnung, dass dieser Prozess beschleunigt auf den Weg gebracht werden kann. Je früher, desto besser! Immer deutlicher zeigt sich: Da, wo Frauen und Männer in die oberflächlich-soziologisierende Gender-Schablone gepresst werden, sind viele in ein Prokrustesbett kalter Gleich-Stanzung gedrückt, während andere konsequent auf existenziellen Identitätsverlust getrimmt werden. Auf diese Weise sind nicht nur Individuen vergewaltigt, sondern immer mehr auch ganze Lebenszusammenhänge!

Rolf-Alexander Thieke, Pfarrer und Religionslehrer i.R.
Berlin, am 25. Januar 2012
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53 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Augen-Öffner und ein Must-Read für alle, die wissen wollen, wer/was die derzeitige Politik steuert, 2. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Vergewaltigung der menschlichen Identität: Über die Irrtümer der Gender-Ideologie (Taschenbuch)
Das vorliegende Buch ist das dritte Buch, das ich zum Thema Gender-Mainstreaming gelesen habe. Es fasst die Beweggründe und Ideologie gut zusammen und beweist gleichzeitig, wie unsinnig und zerstörerisch diese neue "Religion" ist für unsere Kinder und unsere Gesellschaft.
Es entfernt die Maske, die die Bewegung vor sich herträgt, es gehe um "Gleichbehandlung, Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau" usw. Darum geht es mitnichten. Am Ende steht das Ende der Meinungsfreiheit, das Ende von Mann und Frau und ein totalitäres gesellschaftliches System. Wehe denen, die die Ansichten nicht teilen!
Das Buch belegt auch auf wissenschaftlicher Basis sehr klar die Unterschiede zwischen Mann und Frau, die man - sofern man im Besitz seiner Vernunft ist - nicht leugnen kann, was diese Gender Mainstreaming-Ideologie aber genau tut.
Das Buch ist sehr empfehlenswert und ein Must-Read für jeden Bürger, der wissen will, was sich im Lande tut! Man versteht die Vorgänge in der Tagespolitik viel besser - beispielsweise den geradezu krampfhaft vorangetriebenen Krippenausbau für Unter-Dreijährige - Eltern wird die Erziehungshoheit zunehmend entzogen, Kinder sollen möglichst früh vom Staat sozialisiert und im gender-Sinne "sexualisiert" werden. Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst erziehen möchten, werden plötzlich als "rückständig" bezeichnet, wo doch die Sozialwissenschaften genau belegen, wie wichtig eine verlässliche Bindung und Bindungsfähigkeit - die in dieser sensiblen Phase entsteht - für spätere Bildungsfähigkeit ist.
Weitere empfehlenswerte Bücher haben beispielsweise auch geschrieben:
Gabriele Kuby: "Die Gender-Revolution: Relativismus in Aktion" und
Barbara Rosenkranz: "MenschInnen -Gender Mainstreaming: Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen"
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergewaltigung der menschlichen Identität, 16. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vergewaltigung der menschlichen Identität: Über die Irrtümer der Gender-Ideologie (Taschenbuch)
Ein Buch, daß jeder lesen sollte, der noch eine eigene Meinung besitzt. Das Buch klärt wissenschaftlich auf, daß die von Gender-Mainstreaming angestrebte Gleichstellung von Mann und Frau nicht nur anatomisch unmöglich ist, sondern insbesondere auch neuro-physiologisch. Wer heute bereits behauptet , daß Gleichstellung möglich ist, zeigt deutlich auf, daß er bereits von Gender "verseucht" ist und dieser neuen Ideologie angehört.
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Vergewaltigung der menschlichen Identität: Über die Irrtümer der Gender-Ideologie
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