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am 6. August 2012
Ich schreibe meine Rezension aus Sicht von jemandem, der schon Bücher zum Thema gelesen aber noch nicht selbst eine Palmblattbibliothek besucht hat. Eine Reise dorthin kann ich mir durch die im Buch geschilderten Erlebnisse und die Hintergrundinformationen über Kultur und Mythologie nun besser vorstellen. Die konkreten Adressen und zumindest zum Zeitpunkt der Reise aktuellen Preise sind hilfreich für diejenigen Leser, die sich auch selbst mit dem Gedanken befassen, sich ihr Schicksal vor Ort lesen zu lassen.

Das Buch ist unterteilt in drei Teile, die Reise nach Indien, die Reise nach Sri Lanka und die Reise nach Bali. Durch die unterschiedlichen Aufenthaltsdauern sind auch die Teile unterschiedlich lang. Zum Schluss jedes Reiseteils finden sich Anschriften und Skizzen mit den Reiserouten.

Über das gesamte Buch wird den zentralen Fragen nachgegangen, ob es sich um niedergeschriebene alte Schicksalsprophetie handelt, wie die Urheber der Palmblattaufzeichnungen zu ihren Informationen kommen konnten und ob Schicksal und freier Wille sich ausschließen. Dies wird in Dialogform zwischen den beiden Reisenden dargestellt. Dazu werden Philosophie, Religion und Physik bemüht, wobei es dem Autor meines Erachtens gut gelingt auch komplizierte Theorien verständlich zu machen.

Hin und wieder entfernen sich die Dialoge vom eigentlichen Thema der Palmblattbibliotheken, wenn zum Beispiel der Aufbau eines Atoms oder die Wahrscheinlichkeit von Leben außerhalb der Erde besprochen wird. Wobei man sagen muss, dass der Autor schon einem Bezug herstellt und die "Ausflüge" nicht allzu lang sind.

Persönlich gefällt mir, dass im Gegesatz zu anderen Autoren nicht alternativlos die Astrologie zur möglichen Begründung des Palmblattphänomens herangezogen wird. Es werden Astralreisen nach Monroe, Akashachronik nach Blavatsky, Informationsfelder nach Sheldrake, Speicherung in Elekronen nach Charon, Bewusstsein als Urbaustein der Materie nach Goswami und andere Theorien aufgezeigt, die eine Erklärung des Unfassbaren in den Bereich des Möglicken rücken.

Für mich ist Astrologie als Grundlage der überlieferten Aufzeichnungen eh sehr unwahrscheinlich. Es scheint sich bei den Palmblattlesungen um teilweise sehr viel konkrete Informationen zu handeln, wie das wie vielte Kind man ist und wie viele Brüder und Schwestern man hat, wann der älteste Bruder an welcher Krankheit gestorben ist, welchen Beruf man zuerst und welchen danach man gelernt hat, wie lange einzelne Beziehungen dauerten, wie viele Sprachen man spricht und wie lang es gedauert hat, einzelne zu lernen und wann man selbst welche schwere Krankheit hatte und so weiter. Das ist eine Informationstiefe, die mir aus Horoskopen so detailliert nicht bekannt ist.

Im Mittelteil des Buches befinden sich auf 16 Seiten Farbfotos zu den Bibliotheken sowie Land und Leuten. Teilweise sind in Zeichnungen umgewandelte Fotos in schwarz-weiß zu finden, die den Text auflockern. Gleiches Ziel haben zu den jeweiligen Themen wiedergegebene Zitate sowie Erkenntnisse, die der Autor aus jedem Tag abgeleitet hat.

Abgerundet wird das Buch mit vielen lesenswerten Anmerkungen im hinteren Teil des Buches, die über den reinen Fußnotencharakter hinausgehen und man zunächst vielleicht erst einmal übersieht. Das Buch endet mit einem beachtlich umfangreichen Quellenverzeichnis. Für mich mit fünf Punkten empfehlenswert, da es zwar anspruchvoll aber dennoch unterhaltsam geschrieben ist.
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am 16. Februar 2012
Gibt es einen freien Willen, gibt es Zufälle oder ist alles vorherbestimmt?
Können wir unser Schicksal überhaupt in die eigene Hand nehmen, ggf. noch abändern?

Vor 5000 Jahren haben indische Weise (sogenannte Rishis) die Schicksale von heute auf der ganzen Welt lebenden Menschen auf Palmblätter aufgeschrieben, die man heute noch in den verschiedenen Palmblattbibliotheken, (Schicksalsbibliotheken) in Indien, Sri Lanka und Bali vorfindet, die man sich übersetzen und vorlesen lassen kann. Ein unglaubliches Phänomen, dem der Autor Oliver Drewes durch einen "Selbstversuch" nachgegangen ist.
Ein wunderbares und intelligentes Werk für alle die neugierig sind auf die Schicksals- und Palmblattbibliotheken und sich mit dem Gedanken tragen, sich selbst einmal auf die Reise zu den Palmblattbibliotheken und dem eigenen Schicksal zu begeben, zu diesem faszinierenden Thema.

Es ist einerseits eine dokumentarische Reisebeschreibung die chronologisch und sehr übersichtlich aufgebaut ist, mit sehr vielen interessanten und praktischen Reise-Tipps, in Bezug auf Unterkünfte, Fortbewegungsmittel, Sehenswürdigkeiten. Dieser detaillierte Aufbau macht das Buch angenehm und leicht lesbar. Es ist aber nicht nur eine Reisebeschreibung, sondern der Leser begleitet den Autor Oliver Drewes mit seinem Freund Christian nicht nur zu den einzelnen Stationen sondern lässt ihn teilhaben an den gedanklichen Exkursionen rund um die Themen "freier Wille", "Schicksal", "Zufall" oder "Vorherbestimmung". Die vielen persönlichen Erlebnisse, die einzelnen, sehr persönlichen Palmblatt-Lesungen von Oliver Drewes und seinem Freund durch verschiedene Nadi Reader (Leser) in Indien, Sri Lanka und Bali runden das ganze ab und erhalten so den Spannungsbogen bis zum Schluss.

Das Buch ist leicht verständlich, hat einen intellektuellen Anspruch und schafft es wissenschaftliche Themen der modernen Physik (Quantenphysik - Relativitätstheorie - Astrophysik) anschaulich und für Laien (Physikmuffel wie mich) verständlich und gleichzeitig spannend darzustellen. Die philosophischen Denkansätze der beiden Reisenden sind sehr gut nachvollziehbar und regen zum eigenen Nachdenken an. Man muss wirklich kein "Esoterikfreak" sein um dieses Buch zu lesen. Hier werden rational denkende Menschen angesprochen die mitten im Leben stehen und gerade einmal innehalten um ihr eigenes Dasein zu reflektieren oder die sich auf die eigene Suche begeben wollen - Zufall oder nicht.

Oliver Drewes wirkt nicht missionarisch und lässt viel Spielraum den eigenen Gedanken nachzugehen, setzt aber vielleicht den einen entscheidenden Impuls.

Für mich ein wesentlicher Anspruch des Buches liegt darin, den interessierten Lesern Hintergrundinformationen zu geben. Die sehr detaillierten und nachvollziehbaren Beschreibungen über Land und Leute, über die gewählten Verkehrsmittel, Hotels und insbesondere hilfreiche Telefonnummern, Adressen und Namen machen es leicht sich auf die Reise zu dem eigenen Palmblatt zu begeben. Man wird in die Lage versetzt seine eigene Reise zu planen, die zu erwartende Kosten und Zeitaufwand zu ermitteln.
Ein für mich sehr empfehlenswertes neues Werk über die Schicksalsblattbibliotheken. Ich bin gespannt auf die weiteren Werke und Reisen von Oliver Drewes. Daher volle Punktzahl!
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am 3. September 2012
Der Autor schreibt seine Erfahrungen während der Reisen nach Indien, Sri Lanka und Bali sehr anschaulich. Gut fand ich, dass viele Ausführungen in einen Dialog mit seinem Reisebegleiter gepackt waren und dadurch sehr gut zu lesen und leicht verständlich waren. Man bekommt beim Lesen des Buches viele Denkanstöße, nicht nur über die Palmblattbibliotheken, sondern vor allem auch über das Leben an sich, den Glauben und viele andere philosophische Themen. Durch die Gespräche zwischen Oliver und Christian werden schwierige Themen gut für den Leser aufbereitet, dennoch will ich mir nichts vormachen. Vieles von dem, über das da geredet wurde war für mich zu schwierig und ich konnte nicht wirklich folgen.

Spannend war der Besuch der jeweiligen Bibliothek. Es wird erzählt wie der Besuch ablief und was gesagt wurde. Da bekommt man Lust, sich sein Palmblatt auch lesen zu lassen. Aber ich hätte mich gefreut, wenn es im Nachhinein etwas mehr Hintergrundinformationen gegeben hätte. Was davon hat der Palmblattleser vielleicht durch geschicktes Fragen herausbekommen, was sagte seine Körpersprache und was könnte auch Zufall sein. Da das ganze Buch ansonsten sehr wissenschaftlich aufgebaut ist, hätte ich mir hier eine stärkere Auseinandersetzung mit den Aussagen gewünscht.

Man erhält auf jeden Fall alle benötigten Hintergrundinformationen, um eine eigene Reise zu einer Palmblattbibliothek vorzubereiten.Der Reisebericht zu den einzelnen Bibliotheken war jeweils spannend, kurzweilig und sehr lebhaft beschrieben. Hier fühlte man sich wirklich an die Seite der beiden Reisenden versetzt.

Ein spannendes Buch, für das man aber ein gewisses Maß an Wissen über physikalische und philosophische Zusammenhänge mitbringen sollte um den Inhalt voll erfassen zu können. Das eigentliche Thema, die Palmblattbibliotheken, kam mir jedoch etwas zu kurz.

Trotzdem gibt es von mir 4 Federn, da ich denke, dass es für Menschen, die sich insgesamt mit den Fragen des Lebens befassen wollen ein sehr interessantes Buch ist.
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