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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frankreich mit den Ohren entdecken, 7. Juli 2008
Von 
HeikeG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frankreich hören - Das Frankreich-Hörbuch: Eine klingende Reise durch die Kulturgeschichte Frankreichs bis in die Gegenwart (Audio CD)
"Hinter dem Hügel von Gergovia ging die Sonne auf. Sanftes Licht bricht sich in den Rüstungen einer gigantischen Armee. Langsam schiebt sich das Heer Julius Caesars in Richtung Stadt. Hinter den Mauern verbergen sich die aufständischen Kelten. Hörner rufen zum Kampf. Auf die römischen Soldaten stürzen sich die keltischen Krieger, fast unbekleidet, bewaffnet nur mit Speer und Schild, der Helm mit Hahnenfedern geschmückt." So beginnt das Hörbuch "Frankreich hören" aus dem Silberfuchs-Verlag.
Irgendwie kommt einem die Gegebenheit bekannt vor: Julius Caesar, Gergovia? Genau Frankreich, 52 v. Chr., Gallischer Krieg, das Heer des römischen Feldherren wird in die Flucht geschlagen. Aber wieso Kelten?

Gallier sind Kelten. Den Begriff Gallier prägten die Römer - Kelten heißt auf Lateinisch Galli. Und da kommt auch gleich deren bekannteste Figur ins Spiel - die berühmte Comicfigur von René Goscinny und Albert Uderzo mit Namen Asterix, die diesem letzten großen Sieg der Kelten - unter ihrem Anführers Vercingetorix - über ihre Besatzer ein modernes Denkmal setzten.
Auch in das nationale Symbol Frankreichs haben die ruhmreichen Kämpfer Einzug gefunden: "Der gallische Hahn verkündet stolz und eigensinnig das Vermächtnis der Unbeugsamkeit.", intoniert Dietmar Mues, der Sprecher des Hörbuches, mit sonorer und empathischer Stimme.

Vom Zauberer Merlin und den Druiden - die Gelehrten der keltischen Stämme -, bis in die Neuzeit des 21. Jahrhunderts spannt sich der Bogen französischer Historie, Kunst und Kultur, der in dieser wunderschönen CD eine großartige auditive Renaissance erfährt. Alle wichtigen Meilensteine in der wechselvollen Geschichte Frankreichs und ihrer prägenden Herrscher, aber vor allem seiner Philosophen und Künstler sind hier noch einmal vereint und "flanieren" mit entsprechender musikalischer Umrahmung vor dem "akustischen Auge" des Hörers.

Karl der Große, das Massaker an den Hugenotten - die "Bartholomäusnacht" am 24. August 1572 -, der "Sonnenkönig" Ludwig XIV., die Französische Revolution und Napoleon werden in Erinnerung gerufen. Wir hören von der unerfüllten und dennoch unerschütterlichen Liebe des Philosophen Pierre Abaelard zu seiner Schülerin Heloise, vom tragischen Schicksal der Johanna von Orléans und den berühmten Philosophen Voltaire, Rousseau und Sartre und ihren bedeutenden Schriften.
Aber auch die damals revolutionäre gotische Architektur, mit ihren zum Himmel strebenden Kathedralen und deren riesigen Kreuzgewölben findet Erwähnung.

Und was wäre ein Land wie Frankreich nicht ohne seine schönen Künste. Seien es nun die literarischen eines Denis Diderots, Honoré de Balzac, Charles Baudelaire, Victor Hugo, Marcel Proust, Albert Camus oder einer George Sand und Simone de Beauvoir. Oder aber die musischen von solch klingenden Namen wie Claude Debussy, Edith Piaf oder die in Szene gesetzten eines Jean Paul Belmondo lassen Erinnerungen aufleben. Natürlich findet auch DAS Wahrzeichen von Paris, die Errichtung des Eiffelturmes 1889 zur Pariser Weltausstellung anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Französischen Revolution Erwähnung.

All diese wichtigen kulturhistorischen Momente werden das Herz des Frankreich-Liebhabers oder -Kenners höher schlagen oder aber den interessierten "Frischling" dieses wunderschöne Land näher bringen und entdecken lassen und auch "manche Eigenheit der heutigen deutsch-französischen Beziehungen (...) beleuchten.", wie der Leiter des französischen Generalkonsulats in Hamburg - Jean-Pierre Tutin - im Vorwort des überaus reichhaltigen Booklets feststellt.

Apropos Booklet: Nicht nur der Inhalt der von Roswitha Rösch künstlerisch gestalteten CD - eine wohltuende Mischung aus Musik (50 Musikbeispielen des französischen Kulturraumes) und Wort, vorgetragen von einem großartig intonierenden Dietmar Mues - offenbart Opulenz und Vielfalt, auch das 16seitige Begleitheft überrascht mit einem zusammenfassenden Geschichts-"Stakkato", ausgewählten Zitaten und Abbildungen von Gemälden oder Skulpturen großer Künstler wie Delacroix, Monet, Renoir oder Rodin.

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Mit diesen Worten des Autors Antoine de Saint-Exupéry leitet Dietmar Mues' die letzten Takte des Hörbuchs ein. Sein berühmtes Buch "Der kleine Prinz" behandelt die Einsamkeit und die Freundschaft. "Und die", so Mues, "hält auch die kleinen gallischen Helden zusammen, die unermüdlich gegen die Kulisse der Großen ankämpfen. Die Botschaft ist universell. Lautlos rennt die Zeit dahin. Die Geschichte ist eine Momentaufnahme, aber jeder Einzelne in ihr ist unendlich wichtig: Daran erinnert uns Frankreich."

Fazit:
Das Hörbuch, das aus Anlass der fünfzigjährigen Städtepartnerschaft zwischen Marseille und Hamburg veröffentlicht wurde, lädt ein zu einer klingenden Reise durch die französische Kulturgeschichte, der man sich einmal begonnen, nicht mehr entziehen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwerpunkt Kulturgeschichte, 9. Mai 2011
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frankreich hören - Das Frankreich-Hörbuch: Eine klingende Reise durch die Kulturgeschichte Frankreichs bis in die Gegenwart (Audio CD)
Beim ersten Versuch, das muß ich zugeben, hat mich das Opus gar nicht begeistert. Mittlerweile hat sich meine mangelnde Begeisterung auf Kapitel 5 (die dezent unvollständig geschilderte Geschichte von Heloise und Abaelard) reduziert.

Das Hörbuch vermittelt Kulturgeschichte, allgemeine französische Geschichte kommt nur am Rande vor, wenn sie unvermeidlich ist, oder wenn sie einen direkten Bezug zur kulturellen Entwicklung hat. Damit bleibt natürlich das eine oder andere außen vor, was für mich subjektiv als wichtig und betonenswert zur französischen Geschichte gehört, aber wenig kulturelle Impulse von sich gab. Andererseits bin ich mir vollkommen im klaren darüber, daß mehr in 80 Minuten einfach keinen Platz hat.

Weniger subjektiv formuliert und damit positiv: Das Hörbuch bietet auf seinen 80 Minuten keine Minute Langeweile, einen vertieften Streifzug durch die französische Kunst-Musik-Literatur und die dazugehörige Politik und eine gelungene Auswahl der musikalischen Untermalung. Manche Zusammenhänge der Politik mit der einen oder anderen kulturellen Strömung geben richtige aha-Erlebnisse für den Hörer. Französischkenntnisse braucht man keine: die französischen Texte etc. sind entweder selbsterklärend oder brauchen keine Übersetzung.
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