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am 7. März 2005
P>Als er spät in der Nacht ankommt und zaghaft klopft, öffnet niemand. Er beschließt, bis zum Morgen vor der Tür zu warten, doch ein junger sudanesischer Polizist ermahnt ihn, es gebe ein Sprichwort: „Wenn du in der Nacht zu deinem Freund kommst und findest ihn schlafend, dann sollst du ihn wecken." Als er daraufhin kräftiger klopft, öffnet sich die Tür. „Ahlan", „Du bist zu Hause angekommen", sagt die Frau. Alle Schlafenden im Haus werden geweckt, begrüßen ihn und trinken Tee mit ihm.
Er, ein deutscher Lehrer, der einem Sufiorden beigetreten ist, - nicht ohne viele Fragen, Zweifel und Unsicherheiten; vor allem will er wissen, ob er Sufi werden und Christ bleiben kann. Nun ist er nach Khartoum im Sudan gereist, um seinen Scheich kennen zu lernen und lernt als erstes durch dessen Mutter, dass „zu Hause sein" bedeutet, jederzeit willkommen zu sein.
Dies ist nur eine der vielen Erinnerungen aus einer langen Reise auf dem Sufiweg, auf dem sich immer wieder die Türen des Guten geöffnet haben und die Liebe herein- und herausströmte. Der Autor, der bald darauf Muslim wurde, erzählt rückblickend nicht nur eigene Erlebnisse, sondern auch solche von anderen aus der Gemeinschaft, die sie ihm anvertraut haben für dieses Buch.
Selten habe ich erlebt, dass sich beim Lesen eines Buches auf so unkomplizierte Weise soviel Ruhe und Entspanntheit einstellte und zugleich Freude darüber, die Schönheit der Dinge und der inneren Welten auch im Kleinen und Alltäglichen zu sehen. Mit seiner einfachen klaren Sprache gelingt es dem Erzähler, die Liebe, die er und seine Geschwister, Frauen und Männer, auf diesem Weg erfahren haben, auch für den Leser spürbar werden zu lassen.
Damit unterscheidet sich dieses Buch sehr von früheren Erfahrungsberichten von Europäern auf dem Sufi-Weg (wie z.B. Irina Tweedie oder Reshad Feild), die vor allem die geistigen und körperlichen Anstrengungen der spirituellen Schulung einzelner Individuen darstellten, bei denen die Schüler für eine gewisse Zeit völlig aus dem normalen Leben herausgerissen waren. Für Irina Tweedie war „der Pfad der Liebe wie eine Brücke aus Haar über einem lodernden Abgrund", und diesen Abgrund vor allem schilderte sie, und die Leser waren fasziniert und erschrocken zugleich.
In diesem neuen Buch wird deutlich, dass es eine spirituelle Schulung gibt, bei der die Liebe sich wie ein Keim in Ruhe entwickeln kann und seine Entfaltung im ganz normalen Leben der Menschen geschieht, wodurch der familiäre und berufliche Alltag zu etwas Besonderem und leichter wird, und dass die Religion des sufischen Islam ein guter Nährboden dafür ist.
Für die Menschen, die dem Sufiweg folgen, entfaltet sich dieser Keim der Liebe durch die Gewissheit, dass die Absichten des Scheich so rein sind, dass sie ihn ohne Vorbehalte, mit voller Hingabe lieben können und sicher sind, in ihrer Hingabe nicht betrogen zu werden. Die Beziehung zum Scheich ist also eine Herzens-Bindung, und während Sufiliteratur gern betont, der Weg sei „ das Sterben vor dem Sterben", heißt es hier: „Was du so liebst, das tötet dich, drum wähle gut die Liebe, für die du sterben willst."
Dies ist ein sehr schönes Buch zum Immer-Wieder-Verschenken, für alle, die glauben, dass es noch Geheimnisse im Leben gibt, die man nicht erklären kann und die trotzdem Spuren hinterlassen, und für alle, die das Wesentliche im Leben nicht verpassen wollen. Dafür öffnen sich die Türen und mit den Türen die Herzen. Das kann ein guter Anfang sein.
Z.-A. Müller
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am 24. April 2005
Der Islam ist radikal, rückwärtsgewandt und steht für Terror, Fundamentalismus und Unterdrückung der Frau. So sehen es - gemäß einer Studie des Allensbach-Institiuts vom September 2004 - die Deutschen.
Einen anderen Islam beschreibt der Münsteraner Autor Franz Langenkamp in seinem Buch „Wenn sich die Türen des Guten öffnen - Erfahrungen deutscher Sufis", das in der Edition Avicenna erschienen ist. Sufismus, so lernen wir von Langenkamp, ist die mystische Richtung des Islam. Die Anhänger dieser Strömung des Islam streben an, die Nähe Gottes schon im diesseitigen Leben zu erreichen. Dieses versuchen sie durch kontinuierliches Gottesgedenken und die Verfeinerung des eigenen Charakters zu erreichen. Statt Aggression und religiöser Intoleranz predigen die Anhänger des Sufismus die Liebe und den Respekt allen Menschen gegenüber.
In einer klaren und unprätentiösen Sprache beschreibt der Autor seine Erfahrungen in der Sufigemeinschaft „Tariqa Burhaniya", der er seit 1983 angehört. Die eigenen Erlebnisse des Autors werden ergänzt durch Berichte anderer deutscher Mitglieder der Glaubensgemeinschaft. Der Leser erfährt sowohl wundersame Begebenheiten als auch Details über die tägliche Glaubenspraxis der Muslime. Verwundert nimmt man zur Kenntnis, dass der Islam nach Auffassung der Sufis keine strenge Religion ist und dass der islamische Glauben und ein bürgerliches Leben innerhalb der deutschen Gesellschaft sich nicht ausschließen.
Dieses Buch möchte man den 94% der Deutschen ans Herz legen, die - laut Allenbach-Studie - den Islam nicht sympathisch finden. Es würden wohl einige Leser zu der Erkenntnis gelangen, dass der Islam nicht mit Fundamentalismus gleichgesetzt werden kann, wie einige unserer Medien uns Glauben machen wollen.
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am 6. März 2005
Der Münsteraner Autor Franz Langenkamp beschreibt eigene Erfahrungen in der Sufigemeinschaft.Die einfache klare Sprache mit dem Verzicht auf jegliches Pathos vermittelt einen lebendigen
Eindruck der friedlichen Seite des Islam.
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am 11. März 2005
Bei der Lektüre dieses Buches stellt sich die leise Ahnung und Hoffung ein, dass es doch noch so etwas wie Spuren des Göttlichen in dieser Welt gibt und dass diese sogar auffindbar sind. Aufmunternd für jeden, der diese Hoffnung schon verloren hatte.
Ausserdem empfehlenswert für jeden, der sich für die Frage interessiert, wie es vor dem Hintergund unseres eigenen kulturellen westlichen Horizontes möglich ist, einen klassischen Sufiweg zu gehen.
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am 7. Juni 2013
das Buch ist unglaublich..
sehr schönen Geschichten, sehr gute Beschreibung der Sufiwelt und dieser Orden...

kann ich nur weiter empfehlen, und wenn Sie Interesse an Sufismus haben, ist dieses Buch hier ein Muss für Sie.
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