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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen9
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am 8. Januar 2004
Nachdem der Verleger seine 5 Sterne verteilt hat, jetzt die Meinung eines fanatischen Fussball-Fans, mit einer Kiste voller alter Eintrittskarten und jeder Menge Trikots und Erinnerungen an Auswärtsspielen in Feindesland und in den verschiedensten Ligen und Ländern. Ich bin wohl ungefähr das gleiche Baujahr wie Mr.King, von dem 90% dieses Buches stammen, und wenn - wie jetzt - die Langeweile der Liga-Winterpause vorherrscht, dann werden Bücher und Fanzines gelesen (und wenn's ganz schlimm kommt, dann werden eben die alten Videos von glorreichen Siegen eingeworfen).
Jetzt zum Buch: Hoolifan hat mir sehr gut gefallen. M.King erzählt glaubhaft und in wirklich interessanter und lebendiger Sprache (ich hab' die deutsche Übersetzung gelesen), wie er zum Fussball kam, und wie er dort praktisch von Anfang an die Gewalt erlebte und vom Mob fasziniert war und schliesslich ein Teil davon wurde.
Dann wird geschildert, was sich bei (vor/nach) verschiedenen Spielen so zugetragen hat, wie Tribünen-Eroberungen entstanden,verliefen,scheiterten, welche Themen angesagt waren (Mode!), welche Hauptfiguren sich herausbildeten und welche Rolle die Polizei dabei spielte.
Es wird nie klar gesagt, aber manchmal gewinnt man den Eindruck, als sei Mr.King nicht nur Mitläufer gewesen, und es kommt an manchen Stellen klar zum Ausdruck, dass von Reue hier keine Spur ist (insbesondere der Verriss anderer literarisch tätig gewordener Hooligans am Ende des Buches spricht Bände).
Man gewinnt den Eindruck, dass es keinen wirklich organisierten Mob gab (gibt), sondern dass diese Verhaltensweisen ganz natürlich zur Lebensweise jedes Einzelnen gehörten. Mit zwei, drei Kumpels geht man dann zum Spiel und dort ergibt sich dann wie zufällig das gemeinsame Vorgehen, in immer wieder wechselnden Gruppen, wobei sich dann mehrere grosse Gruppen immer wieder zusammenfinden. Das erinnert (zumindest mich) an das Jagdverhalten von Tieren, die nicht in einem festen Rudel auftreten. Wer satt ist, hört auf, wer bisher nur zusah, aber gefallen findet, der mischt plötzlich mit. Für die Beute ein kaum zu berechnendes Problem.
Erschreckend empfinde ich in diesem Buch die Unpersönlichkeit der Beschreibungen der "Schlachten". Die Handlungen werden fast emotionslos geschildert (Zutreten, mit Verkehrschildern aufeinander einschlagen, uvm), aber man liest nichts von Schmerz, von Trauer, von Wut und Scham, von Verletzungen oder Folgen von Gewalt für Körper und Seele - so als sei das alles ein Computerspiel gewesen. Nur Angst spielt eine kleine Rolle - vorrangig allerdings als eine Notwendigkeit, ohne die das ganze nicht so spannend wäre. Das alles ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber vielleicht spielen diese Dinge tatsächlich in diesen Kreisen keine Rolle - und das würde dann auch erklären, wieso ein Unrechtsbewusstsein so überhaupt nicht vorhanden zu sein scheint.
Natürlich erfährt man über die Fussballspiele, in deren Rahmen sich diese Szenen abspielen, so gut wie nichts. Wer gegen Wen spielt, ja, das schon, aber wie das Spiel verlief oder endete ist belanglos und wird kaum eines Wortes gewürdigt. Wichtig ist nur, dass das Match den Anlass darstellt, und man anhand der teilnehmenden Mannschaften die Stärke und Qualität der beteiligten Mobs schon vorher ausloten kann - Milwall, Chelsea, WestHam, es geht weniger um die Lage der Vereine in der Liga sondern vielmehr um die "Tabellenführung" unter den Mobs.
Das Ganze gibt ein abgerundetes Bild, ist wirklich gut geschrieben (der kleine Teil von Mr.Knight allerdings fällt etwas ab). Insgesamt: Lesenswert.
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am 24. März 2005
ich bin weder Hooligan noch ein Mensch bei dem Gewalt eine Rolle im leben spielt, außer vielleicht meines oder das Leben eines Freundes/Familie sei bedroht.
Eine Gewisse Fazination dem Holliganismus bestand aber schon immer. Wer also wirklich etwas über Hooligans erfahren möchte der sollte zu diesem Buch greifen. Dort werden nicht nur von Prügelorgien etc erzählt, sondern auch die Lebengeschichte eines der führenden Köpfe der Chelsea-Hools. Besonders die ersten Kapitel haben mir sehr gefallen, da er beschreibt, wie sein Herz für den Fußball begonnen hat zu schlagen.
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am 18. September 2010
Martin King war selber ein gewalttätiger Anhänger von Chelsea London und erlebte die 70er und 80er Jahre und somit den Höhepunkt des englischen Hooliganismus selber mit. In Hoolifan beschreibt King seine persönliche Entwicklung vom Teenager, dem das Stadion und seine ganz eigene Atmosphäre schlichtweg faszinierte zu den berüchtige "Headhunters".
Dieser Aspekt ist allerdings auch der interessanteste an dem Buch. Wie wird jemand Hooligan und wie sah das innenleben dieser Gruppen aus.
Ach wenn das Buch auffallend gut geschrieben ist, so bleibt es doch eine Aneinanderreihung von Geschichten über Schlägereien, bei denen - bei bei den meisten Büchern von der Insel - schamlos übertrieben wird.
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am 15. Februar 2004
Das Autorenduo legt nach John Kings "Der letzte Kick" den zweiten Roman über das Hooldasein bei Chelsea vor. Thematisch wird ein persönlich gefärbter Rückblick auf die letzten 30 Jahre des Fußballsports und das Aufkeimen des Hooliganismus geboten. Anders als in John Kings Werk, der neben seinen Stadion- und Straßenerlebnissen auch noch typisch englische Verhaltensweisen im Pub oder beim Aufreißen von Frauen nachzeichnet, beschränkt sich dieses Buch alleinig auf die Hauerein der gewaltorientierten Fußballbesucher. Auf Dauer hinterlässt das beim Leser einen eher langweiligen Eindruck. Die Kapitel unterscheiden sich kaum und bieten nur eine reichlich unreflektierte Sicht auf das Gewaltphänomen beim Fußball. Aus Sicht der Autoren gehört es nämlich einfach dazu und ist nur durch Medien, Polizei und Vereine unnötig aufgebauscht worden. Dennoch verdient das Buch Beachtung, da sich hier wieder anhand einer zunächst völlig typischen Fankarriere das Abrutschen in Richtung Hooligan und die Gewaltverherrlichung nachzeichnen lassen.
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am 22. September 2003
"Na klar", wird der werte Leser sagen, "dass der Verleger sein eigenes Buch empfiehlt, ist doch selbstverständlich - schließlich will er mit der Veröffentlichung Geld verdienen!"
Diese Behauptung ist richtig. Aber Trolsen communicate! hätte die Rechte an diesem englischen Bestseller nicht erworben, wenn wir nicht von der Qualität des Werkes überzeugt gewesen wären.
Anders als andere Bücher zum Thema Hooligans und Fußball zeichnet sich "Hoolifan" durch Authentizität aus - oder, anders formuliert, dieses Buch ist glaubwürdig. Die beiden Autoren, Martin King und Martin Knight, waren über mehrere Jahrzehnte aktive Mitglieder des harten Kerns der Chelsea-Fans. Ihre Schilderungen von den Zusammentreffen mit anderen "Mobs", von Fahrten nach Sunderland und Wolverhampton, von den ewig neuen Zusammentreffen mit Millwall und West Ham, ihren ärgsten Londoner Rivalen, mögen den durchschnittlichen Leser verschrecken oder gar abstoßen - für den eingeweihten deutschen Leser sind sie eine hochinteressante Millieustudie und ein fesselnder Rückblick auf die Geschichte eines nicht wegzuleugnenden Bestandteils des englischen Fußballs.
Sicher werden viele "Freunde der dritten Halbzeit" Gefallen an diesem Buch finden. Vor allem aber dient die Lektüre deutschen Fußballfans aller Coleur zu einem besseren Verständnis, wie die Fans auf der Insel "ticken". Mehr als jede akademische Abhandlung zeigt "Hoolifan", wie tief der Fußballkult in der Alltagswelt englischer Jugendlicher und junger Erwachsener verankert ist. Und weil die deutschen Fußballfans - obwohl häufig geleugnet - immer vor allem auch ihren englischen Vorbildern nachgeeifert haben, ist das Buch letztlich auch für Soziologen, Pädagogen und Offizielle aus Verbänden und Vereinen eine lehrreiche Primärquelle.
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am 21. Januar 2007
Meiner Meinung nach ist dieses Buch nichts Besonderes. Es ist ganz unterhaltsam zu lesen, allerdings ist mir teilweise nicht klar, was und wer gemeint ist und was gerade passiert, da der Autor zeitliche Sprünge verwendet. Es handelt nur von den Schlägereien und den darin verwickelten Personen; über das sonstige Leben wird nichts berichtet. Außerdem nerven die äußerst schlechte Übersetzung und zahlreiche Rechtschreibfehler.
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am 10. November 2007
dises buch etzählt so wie ich finde die warheit alles was ich mit von Verwanten und Freunden und auch selbst erleb habe Spiegelt sich in diesem Buch wieder. Heute ist die Brutalität nicht mehr so gros der der Glaube an die Manschaften Blieb bestehen
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am 21. Oktober 2005
leider wiederholt sich das Ganze mit der Zeit ein wenig, und:
FOOTBALL FACTORY (John King) oder WEINE NICHT, MEIN SCHATZ. EIN SKINHEAD-ROMAN (André Pilz) sind einfach besser, letzteres vor allem, weil es in der Jetztzeit UND in Deutschland spielt. Trotzdem habe ich das Buch schnell gelesen, das Geld war jedenfalls nicht rausgeworfen. Über Gewaltverherrlichung kann man bei allen drei Büchern diskutieren - wobei beim Skinhead-Roman die Gewalt ja auch auf den Ich-Erzähler zurückfällt.
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am 25. Februar 2004
es mag ja alles wahr sein und wenn alles wahr ist, ist es auch ziemlich erschreckend, aber unter dem strich bleibt nur ein gewaltverherrlichendes buch in dem hauptdarstellern fungieren, mit denen man sich als "otto normalverbraucher" nur schwer identifizieren kann. man befindet sich quasi in einer einzigen straßenschlacht mit zwischenzeitlichen erklärungsversuchen wie es zu englands fussballgewalt gekommen ist. ich hatte eine art blutiges "ballfieber" erwartet, statt dessen vertiefte ich mich in ein schlechteres "fight club". an manchen stellen könnte dieses taschenbuch als leitfaden zur angriffsführung von gewaltbereiten fussballfans dienen.
für mich persönlich war es ein fehlkauf, aber keiner den ich total bereue.
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