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4.0 von 5 Sternen Kommt einst ein Mann, der zweimal ward geboren, ....., 23. Juli 2007
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Rosensohn: Märchen (Broschiert)
Candide (Voltaire, 1759), Wilhelm Meister (Goethe, 1795); Heinrich von Ofterdingen (Novalis, 1802) sind die Vorreiter dieses Kunstmärchens von Platen aus dem Jahre 1813. Der goldene Topf (E.T.A. Hoffmann. 1814), Eichendorffs Taugenichts folgt im Jahre 1826.
1813 als 17jähriger Page am bayerischen Hof verfasste Platen dieses Märchen. Schon früh sehr sicher im Stil verknüpft er Elemente und Figuren des Volksmärchens mit Szenerien und Helden der Romantiker, deren Märchen seit dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts erschienen waren und ein großes Lesepublikum gefunden hatten. Der goldene Topf ist eine ausdrückliche Empfehlung (siehe Rezension).

Das Einfügen von Gesangsstrophen (typisch für die Romantik), oder lyrischen Passagen, die das ganze Märchen durchziehen, ist eine Zutat der Märchendichter der Romantik ebenso wie die Entrückung des Wundergeschehens in eine wilde undurchdringbare Natur (Wald). In Platens Märchendichtung wird außerdem die ältere Tradition der Feenmärchen (vgl. Wieland, Grimm) hinzugefügt. Wie im Dornröschen-Märchen (1812), das die Brüder Grimm aus den französischen "Feenmärchen" von Charles Perrault (1697) übernahmen, findet hier ein Kampf "mit allen Mitteln" zwischen guten und bösen Feen statt, die die Geschicke der Menschen lenken. Alle diese Elemente komponiert Platen in schöner Sprach- und Formbegabung, fügt eigene Motive mit den tradierten zusammen und schafft so eine kleine Dichtung, die den Kriterien des Kunstmärchens gerecht werden.

Eine böse Fee mit Wunschring, eine Nadel aus Stahl, Silber und eitlem Gold als Knopf sind die notwendigen Grundmittel dieses Märchens, welche dann unpassend und passend in der Geschichte, abhängig vom jeweiligen Besitzer zum Unglück oder Glück führen. Offensichtliches des Königs Pherias wird unter Vortäuschung falscher Identität der bösen Fee zum Unglück, der magische Ring seines Vaters gelangt zurück in ihre Hände. Das Unglück beginnt. Der Königssohn wird entführt, der König im dunklen Wald gefangen gehalten von der bösen Fee, von Zwergen unterstützt, doch ein guter Zwerg leitet das Gute wieder ein. Der Sohn, von der bösen Fee verhext und in eine Rose behaust wird mit dieser Rose zu seiner leiblichen Mutter, ebenfalls in einem alleinstehenden Hause im Walde wohnend, gebracht, die die Blume auf Geheiß des Zwerges bestens versorgen soll. Sie steht tapfer ihre Frau gegen zwei Entwendungsversuche und am Ende gebiert die Rose einen schmucken jungen Mann. Rosensohn wurde er genannt. Auf der Suche nach der passenden Braut sind Hürden und Zauber zu überwinden, vieles der einen Seite ist hinreichendes Muss für die andere Seite. Der Schluss, sie finden sich in bester Eintracht, das Hochzeitsfest wird zum Erlebnis für alle, da alle bösen Geschehnisse zurückgeführt ins gute nun dauern sollen.

Zwölf Kapitel, wie die 12 Vigilien bei Hoffmann, bereiten den Weg zum Happy End.
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Rosensohn: Märchen
Rosensohn: Märchen von August von Platen (Broschiert - Dezember 1999)
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