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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die Jugend
Wer auch immer in der Jugend mal Kontakt mit AD&D oder DSA hatte wird dieses Buch lieben. Fundiert geschrieben und dazu sehr unterhaltent. Würde mir eine Fortsetzung mit dem Fokus auf Computerspiele wünschen.
Vor 25 Tagen von Elmar Pitschke veröffentlicht

versus
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Designziele nicht erreicht, aber schöne Abende zum Schmökern
Im Oktober 2013 wurde bei Startnext die Kampagne zur Fanfinanzierung der „Drachenväter“ gestartet. Angekündigt als „Unser Buch beschreibt alle Facetten des Rollenspiels von 1974 bis heute und dokumentiert, wie die frühen Tischrollenspiele zu heutigen Onlinerollenspielen wie „World of Warcraft“ führten.“ Schaut man...
Vor 3 Monaten von Roger[at]teilzeithelden.de veröffentlicht


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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Designziele nicht erreicht, aber schöne Abende zum Schmökern, 15. April 2014
Von 
Roger[at]teilzeithelden.de (Deutschland, Recklinghausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Im Oktober 2013 wurde bei Startnext die Kampagne zur Fanfinanzierung der „Drachenväter“ gestartet. Angekündigt als „Unser Buch beschreibt alle Facetten des Rollenspiels von 1974 bis heute und dokumentiert, wie die frühen Tischrollenspiele zu heutigen Onlinerollenspielen wie „World of Warcraft“ führten.“ Schaut man zusätzlich einfach auf das Cover des 320-Seiten starken Bildbands kündigen die Autoren „Die Geschichte des Rollenspiels“ an.

Die Teilzeithelden sind in der glücklichen Lage vorab schon einen Blick auf die Vorab-PDF– und EPUB-Version werfen zu können und möchten diese hier kurz in Hinblick auf die angekündigten Inhalte vorstellen und beurteilen.

Story

„Drachenväter“ von Tom Hillenbrand und Konrad Lischka will nichts weniger als die Geschichte des Rollenspiels aufarbeiten. Dazu behandelt es sowohl die ersten Brettspiele, die Entstehung und Geschichte von Dungeons & Dragons (D&D) sowie die Entwicklung zum Computer-Rollenspiel.

Von den Anfängen …

Die Anfänge des Buches behandeln die ersten militärischen Konfliktsimulationen. Jeder Tabletop-Spieler wird sich in diesem Kapitel sofort wohlfühlen. Die Autoren stellen gut dar, wie sich diese Spiele mit der Führung von ganzen Truppenverbänden immer mehr zur Führung nur eines Charakters entwickelt haben.

Auch die Entstehung der „Fantasy“ als solches wird gut beleuchtet, denn häufig vergessen wir, dass der Begriff kaum älter ist, als unser Hobby als selbst.

Abgeschlossen wird mit einem Abriss über die wichtigsten Autoren des Genres, wie J.R.R.Tolkien, Robert E. Howard oder H.P. Lovecraft. Diese Biographien fassen die wichtigsten Fakten zusammen, und sind für den Zweck vollkommend ausreichend, bieten aber dem bereits informierten Leser wenig Neues.

Deutsche Autoren spielen de facto keine Rolle und mehr als eine Nebenerwähnung von Michael Ende ist damit auch nicht zu erwarten.

… über die Geschichte von D&D …

Die gesamte Mitte des Buches befasst sich mit der Geschichte von D&D. Die „Erfindung“ durch Gary Gygax und Dave Arneson wird dabei äußerst kurzweilig erzählt und macht wirklich Spaß weiterzulesen. All zu sehr in die Tiefe geht das Buch zwar nicht, beleuchtet aber doch interessante Fakten über den Aufstieg und Niedergang von TSR. Wirklich positiv ist, dass Gary Gygax von den Autoren keinen Heldenstatus zugesprochen wird, sondern er sogar an vielen Stellen eher negativ wegkommt, wenn er z.B. verleugnet jemals etwas anderes als D&D gespielt zu haben.

Die Entwicklung zur Open Gaming Licence wird natürlich nicht ausgelassen, endet damit aber auch schon fast. Pathfinder wird lediglich am Rande erwähnt, und die angekündigte 2014er-Edition wenigstens angerissen.

Besonders in diesem Kapitel haben viele Zeitzeugen das Wort und beweisen oftmals eine erstaunliche Selbstkritik und –Ironie. Toll!

Selbstverständlich umfasst unser Hobby mehr als nur den Primus aus den USA. Aber in diesem Buch spielen alle anderen Systeme eher Statistenrollen, um einen Aspekt von D&D zu beleuchten. Shadowrun, Tunnels & Trolls oder Traveller kommen bestenfalls in Nebensätzen vor (und später auf halbseitigen Rollenspiel-Portraits) und der deutsche Marktführer „Das Schwarze Auge“ schafft es [lediglich] auf ein kurzes und bildgewaltiges Kapitel. Und dies auch nur, weil es erklärt, warum sich D&D nicht auf dem deutschen Markt etablieren konnte.

… hin zu virtuellen Welten

Abgeschlossen wird das Buch von einem Kapitel über die Entwicklung von Computerrollenspielen. Auf gerademal drei Seiten befassen sich die Autoren mit dem Trend der Computerrollenspiele, gefolgt von fast 20 Seiten Spiele-Vorstellungen. Beginnend mit MUD über Rogue und Deus Ex bis zu World of Warcraft werden die Titel knapp zusammengefasst: Worum geht’s es, Spielmechanik, Einflüsse und den Zusammenhang mit D&D.

Bei einigen Spielen muss leider bezweifelt werden, dass die Autoren diese jemals gespielt haben, so wird Deus Ex beispielsweise vorgeworfen, sich vom Rollenspiel durch den Mangel an freier Entscheidung („bleibt dem Spieler von „Deus Ex“ letztlich immer nur eine Option: seinen Gegner zu erschießen.“) zu unterscheiden. Das im Jahr 2000 von Eidos veröffentlichte Spiel zeichnet sich eben genau durch seine Handlungsfreiheit aus.

Die Entwicklung der Spiele scheint vor gut zehn Jahren zu enden. Gerade die immer beliebter werdenden Spiele mit moralischen Konsequenzen (wie die Mass Effect–Reihe) fehlen vollständig.

Und dann?

So wie bei den Computerspielen, scheint auch die Geschichte und Entwicklung des Rollenspiels vor gut zehn Jahren ausgesetzt zu haben. Weder finden sich in dem Buch Hinweise auf freie Rollenspiele, Veränderungen durch das Internet, Hangout-Games oder das Aufkommen von Kickstartern oder PDF-Regelwerken.

Storytelling schafft es wenigstens noch in eine Randerklärung (zum Aufkommen von ShadowRun), aber Erzählspiele, Indy-Spiele oder Systeme wie FUDGE (auch 20 Jahre alt), FATE oder ähnlich „moderne“ Rollenspiele werden leider nicht mal erwähnt.

Insgesamt wirkt das Werk inhaltlich, als wenn es zehn Jahre in der Schublade geschlafen hätte.

Schreibstil

Das Buch ist vor allem eins: ein echter Pageturner. Die Geschichte um die Entstehung von TSR und D&D ist durchgängig gut und verständlich geschrieben und vermag es den Leser in den Bann zu ziehen.

Nur einige wenige Kapitel zeigen, dass hier zwei Autoren am Werk waren, da der Schreibstil recht ähnlich ist. So gibt es nur wenige Passagen mit sehr kurzen, fast abgehackten Sätzen, während sich die meisten doch sehr flüssig lesen lassen.

Da Themen wie Rollenspieltheorie oder übertriebener Branchen-Talk nicht vorkommen, ist man auch nicht auf ein Glossar angewiesen. Für Rollenspieler sollten alle Begrifflichkeiten zum alltäglichen Wortschatz gehören und auch Laien werden nicht überfordert oder gelangweilt. Hier merkt man die umfassende Erfahrung von Konrad Lischka, der bereits eine beträchtliche Reihe von Publikationen zum Thema Computerspiele veröffentlicht hat. Aber natürlich ist auch Tom Hillenbrand kein Neuling an der Feder.

Zitate sind in der Regel in der Originalsprache – also Englisch – gehalten. Das hemmt das schnelle Lesen enorm, auch wenn man in der Lage die Texte zu verstehen. Für weniger bewanderte Leser, könnte sich hier aber einen Schwelle auftun, denn zitiert wird gerne, häufig und in der Regel ohne Übersetzung.

Die Titulierung der vorkommenden Personen fällt leider sehr störend auf. Fast jede Person wird beim Erwähnen mit einer Funktion versehen. So ist Werner Fuchs immer „Der DSA-Erfinder“ oder Dave Weasley „der Entwickler von Braunstein“. Für Quereinsteiger mag das gut sein, wer aber die Drachenväter an einem Abend durchliest, dem fällt es doch sehr negativ auf und man ist geneigt, das Buch anzuschreien: „Ja, nach zehn Mal weiß ich, wer Werner Fuchs ist!“

Dass sich teilweise Absätze sinngemäß wiederholen, ist dagegen unverständlich. Beispielsweise im Kapitel „Die Folgen“ kann man so im ersten und im vierten Absatz lesen, dass auch 40 Jahre nach dem Erscheinen von D&D immer mehr Menschen Rollenspiel-Mechaniken am Computer spielen und zwar fast wortgleich.

Preis-/Leistungsverhältnis

Die vorliegende E-Reader-Version kostet gut 15 EUR, was man wohl als einen vertretbaren Preis bezeichnen kann. Dafür wird man einen Abend gut unterhalten. Persönlich würde ich aber eine überarbeitete Version abwarten.

D&D-Fans und Old-School-Interessierten kann die Printausgabe 42 EUR sicherlich wert sein, da uns diese Ausgabe aber nicht vorliegt, wollen wir das auch nicht in die Bewertung einfließen lassen.

Erscheinungsbild

„Drachenväter“ erscheint als Bildband im EPUB– und im Kindle-Format. Da uns nur eine Vorab-PDF– und EPUB-Dateien vorgelegen haben, versuchen wir nicht zu spekulieren, und uns eben nur auf diese zu beziehen.

Sowohl PDF als auch EPUB enthalten weder Stichwortverzeichnis noch Glossar. Beim E-Reader wurde auch auf das Inhaltsverzeichnis verzichtet, man kann lediglich über die entsprechende E-Reader-Funktion direkt zu allen Kapiteln springen. Hier fallen aber schon die ersten Rechtschreibfehler auf.

Dies zieht sich leider durch das gesamte Werk. Vor allem OCR-Fehler, also Fehler die bei der Erkennung von Texten entstehen, sind auf fast jeder Seite zu finden. „Schafft“ wird zu „schaffi“ oder „nachprüfbar“ zu „nachprüftar“, so was hätte jedem Lektor auffallen müssen und wirkt sehr mit der heißen Nadel gestrickt. Selbiges gilt für verschobene Bildunterschriften oder Worttrennungen mitten im Block. Im PDF und in der Druckversion tritt dies glücklicherweise nicht auf.

Anders als die einspaltige Darstellung der EPUB ist das PDF und damit die Druckversion sogar zweispaltig bedruckt. Dies macht den Text übersichtlich und gut zu lesen.

Insgesamt kann man es hier nicht besser formulieren, als dass es keine ernsthafte Beschäftigung mit dem Medium E-Book gegeben haben kann. Schade, gerade für ein an und für sich sehr interessantes Sachbuch.

Über 40 MB sind für ein E-Book gigantisch und resultieren hauptsächlich aus der enormen Menge von Cover-Abbildungen zu jedem erdenklichen erwähnten und nicht erwähnten Rollenspiel. Während der erfahrene Leser an dieser Stelle wenig Probleme haben dürfte die Bilder zuzuordnen, könnten gerade Neulinge doch irritiert reagieren. Als Beispiel: Im Kapitel „Spielebücher“ findet sich das bekannte DSA-Cover „Nedime – die Tochter des Kalifen“, aber nirgendswo wird erwähnt, dass es jemals aventurischen Solo-Abenteuer gab. Vergleichbar: Am Ende des Buchs findet man das Cover von „FATE Core“, einem modernen Rollenspiel, welches im Buch kaum mit einem Wort genannt wird.

Insgesamt sind alle Abbildung aber sinnvoll untertitelt und bieten auch teils witzige Rückblicke auf die ersten Gehversuche von D&D, die man heute wohl so sicherlich nur noch im Giftschrank wiederfinden würde.

In der vorliegenden PDF-Version sind etliche Bilder deutlich überskaliert, was sich in pixeligen Artefakten niederschlägt. Andere Cover wurden unbearbeitet eingescannt und leiden unter starken Moiré-Effekten. Schade, aber es ist zu hoffen, dass dies in der endgültigen Druckversion nicht der Fall sein wird.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bin nach wie vor unschlüssig ..., 1. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Man bekommt den Eindruck, die Autoren wollten ein anderes Buch schreiben. 1/3 geht nahezu ausschließlich für phantastische Autoren des frühen 20. Jahrhunderts Howard/Leiber/Lovecraft/Tolkien drauf - auch nett, aber nicht das im Kickstarter Versprochene. Das letzte Drittel des Buches ist eine eher willkürlich wirkende Ansammlung von oberflächlichen Beschreibungen diverser P&P sowie ComputerRS in einer Form, die schwer an die ersten Computerspielzeitschriften der späten 80er erinnert - das ist besserer "Ich muss die Seiten voll bekommen und Morgen ist Deadline"-Stoff.

Alleine der Mittelteil entspricht dem, was angekündigt war, die bekannte Ableitung aus dem Cosim, die Entstehung von TSR, die Anfangsschwierigkeiten, alles wunderbar und passend, wenn auch manchesmal etwas oberflächlich (ärgerlich vielleicht, daß der Interviewpartner mal in englisch, mal in deutscher Übersetzung zitiert werden) - bis es über den Teich geht. Da gibt es dann praktisch nur Midgard und DSA, sowie - gefühlt - die Spielwelt, einer der Gründe dürfte in der Interviewliste zu finden sein - jenseits von Fuchs und den Frankes ist das sehr übersichtlich. Bedeutende Leute der deutschen Rollenspielszene, ohne die diese anders aussehen würde, wie Körner oder Truant, wurden nicht angesprochen, andere Dinge - ganz banal z.B. die Fantasywelt, die erheblich mehr Einfluss hatte als die Spielwelt - fehlen schlichtweg.

Die optische Aufmachung ist handwerklich wirklich absolut hervorragend, aber eher lieblos. Auch da wäre mehr gegangen.

Mein Fazit? Schwierig zu sagen - auf der einen Seite bin ich enttäuscht, auf der anderen Seite ist es ein unterhaltsames Buch, aber mir drängt sich das fatale Gefühl auf, daß das Buch in erster Linie der Vorwand der Autoren war, eine ganze Reihe altgedienter Helden der Branche ihrer Interviewliste hinzuzufügen.

Wenn Du also
- mehr über Howard/Leiber/Lovecraft/Tolkien erfahren willst und noch nie etwas über sie gelesen hast
- die Geschichte des Aufbaus von TSR "aus erster Hand" kennen lernen möchtest
- Die ersten Tage des meistgehassten Konzerns der Branche - Games Workshop - noch einmal erleben möchtest
- auf Bilder im Stil eines Frazettas stehst
kaufe dieses Buch.

In allen anderen Fällen ist der Verzicht kein Verlust :)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ziel verfehlt und trotzdem über weite Strecken lesenswert, 18. Mai 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Die Autoren sind bei ihrer Crowdfunding-Kampagne mit nicht weniger als dem Anspruch angetreten, ein Buch zu schreiben, dass die Geschichte des Rollenspiels von seinen Ursprüngen bis zum heutigen Videospiel zu erzählen.
Ein hehres Ziel, dass sie, so viel kann ich vorwegnehmen, leider mit diesem Buch verfehlt haben. Was nicht bedeutet, dass das Buch ein schlechtes ist.
Immerhin werden die durchaus interessanten Ursprünge des Rollen- und Kriegsspiels ans Licht gebracht. Angefangen von Preussischen Strategiespielen über die ersten Multiplayer-Runden Diplomacy per Post bis zur Entstehung von Dungeons & Dragons und all dem was darauf folgte.
Leider hat das Buch auch hier schon seine ersten Schwächen. Wer keine Ahnung von Dungeons und Dragons hat, der wird es nach der Lektüre auch nicht verstanden haben. So ging es mir zumindest. Meine Vorstellung davon ist nun, dass man einen Raum nach dem anderen plündert. Also im Grunde wie Munchkin, nur eben toternst... Den Part von Dungeons und Dragons bis zum heutigen Videospiel kann ich leider auch nicht gänzlich empfehlen. Beispiele wurden entweder falsch gewählt, Meilensteine ignoriert oder es wurden sogar haarsträubende Fehler eingebaut.
Da wäre zum Beispiel die Aussage, dass man am Ende in Deus Ex doch alle Gegner töten lässt, was im krassen Gegensatz zu allen Lobhymnen auf dieses Spiel steht, die schon seit dem ersten Teil immer begeistert davon sind, dass man eben nicht alle Gegner töten muss sondern auch umschleichen und betäuben kann. Es auf Grund der eng begrenzten Munition sogar schwerer und langweiliger ist, wenn man das Spiel wie einen Shooter spielt. Auch die Aussage, dass World of Warcraft, als bisher erfolgreichstes MMORPG, eine direkte Konsequenz von Diablo II wäre, ist, naja sagen wir mal, "kreativ interpretiert".
Besonders enttäuscht war ich vom Teil über "Das schwarze Auge". Wenn man im deutschsprachigen Raum ein Buch über Rollenspiele schreibt, sollte man eigentlich meinen, dass man an diesem Spiel nur schwer vorbeikommt. Kommt man aber ziemlich leicht. Die Infos über DSA sind eher oberflächlich. Ich mag da einen Vorteil gehabt haben, weil wenige Tage zuvor der Gratis-Rollenspiel-Tag war und sich ein Autor mit Fans ausgetauscht hat, aber insgeheim habe ich natürlich drauf gelauert, dass auch von den einzelnen Erdteilen, den sinnlosen Begabungen oder eben der Meta-Story von DSA (auf die Fans scheinbar sehr viel Wert legen) eingegangen wird. Letztlich ist von dem Abschnitt bei mir aber nicht mehr hängen geblieben wie dass es eine aus der Not geborene Konkurrenz zu D&D ist.
Lobenswert ist im Gegensatz dazu der Teil über die Entstehung der Fantasy-Literatur und wie die aus den USA rübergekommen ist. Die entscheidenden Autoren werden vorgestellt und auch erklärt, wie Tolkien erst so erfolgreich werden konnte. Warum man dazu dann mehrfach die Bilder der grünen Ausgabe von Klett-Cotta einbinden muss ist mir allerdings nicht ganz klar.
Überhaupt besteht die Hälfte des Buches aus Bildern und Scans. Leider kommen diese auf dem normalen Papier nicht so recht zur Geltung. Das selbe gilt leider auch für das Schriftbild. Keine Ahnung ob ich mich im Laufe des Lesens einfach darauf eingestellt habe, aber auch in der Leseprobe kamen sie mir schon unscharf vor. Den Bildern hätten vielleicht weniger, dafür auf entsprechendem Papier gedruckte, komprimierte Auszüge gut getan. Aktuelle Bilder von Warhammer-Figuren sehen aus, als wären es Handy-Fotos von Papierbildern aus den 90ern.

Alles in allem kann ich dieses Buch dem Rollenspiel-Fan nur bedingt ans Herz legen. Fantasy-Interessierte dürften da viel mehr auf ihre Kosten kommen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Okay, aber leider nicht das was erwartet., 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Sel­ten war ich so zwie­späl­tig bei einem Pro­dukt, wie bei den „Dra­chen­vä­tern“. Auf der einen Seite habe ich das Buch an einem ein­zi­gen Abend durch­ge­le­sen, weil es ein­fach gut geschrie­ben ist, mich das Thema inter­es­siert und ich die Cover-Bilder stumpf über­sprun­gen habe. Auf der ande­ren Seite hat es mich maß­los ent­täuscht. Die Geschichte der Rol­len­spiele ist eine Geschichte vol­ler Miss­ver­ständ­nisse! Stimmt und in die­sem Fall, dass D&D und Rol­len­spiele syn­onym zu ver­wen­den wären. Natür­lich habe auch ich meine Jugend nach DSA und Tra­vel­ler mit AD&D ver­schwen­det, aber die Beschrei­bung des Buches erscheint mir doch wie ein Eti­ket­ten­schwin­del. Ins­ge­samt han­delt es um eine sehr ame­ri­ka­ni­sche Sicht des Rol­len­spiels, wel­che mit der deut­schen Rollenspiel-Welt eher wenig zu tun hat. Und das, obwohl ich kein DSA-Fanboy bin.

Davon abge­se­hen, dass die EPUB-Version, die ich haupt­säch­lich gele­sen habe, augen­schein­lich kaum eine Anpas­sung oder Lek­t­o­rie­rung erfah­ren hat. Als reine E-Reader-Version für 15 EUR fand ich es inter­es­sant und gut zu lesen, denn gerade die Kapi­tel über Rol­len­spiel vor D&D ent­hiel­ten für mich viel Neues, als Rollenspiel-Cover-Hochglanzporno für 42 EUR wäre es mir aber dann doch deut­lich zu wenig Inhalt.

In der Mischung aus wirk­lich inter­es­san­tem Page­tur­ner und „lei­der nicht das, was erwar­tet“, gebe ich drei Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einige neue Aspekte, 11. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Ich finde das Buch wirklich toll, wenn ich mir auch doch noch etwas mehr Inhalt zu den Rollenspielsystemen im Wandel der Zeit und den einzelnen System im Detail gewünscht hätte. Mir scheint hier ist noch Platz für einen zweite Band? ;.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die Jugend, 7. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Kindle Edition)
Wer auch immer in der Jugend mal Kontakt mit AD&D oder DSA hatte wird dieses Buch lieben. Fundiert geschrieben und dazu sehr unterhaltent. Würde mir eine Fortsetzung mit dem Fokus auf Computerspiele wünschen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Preis-Leistung miserabel, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Die wirklich interessanten Stellen dieses Buches lassen sich auf gut 3 Din A4 Seiten zusammenfassen. Der Rest ist langweilig (im Internet zigfach verbreitet), mit nicht mal guten Bildern (etwa Buchrücken von der Klett-Cotta Herr der Ringe Ausgabe) gestreckt und bei weitem nicht ergiebig oder gar informativ. Dem richtigen Hinweis eines anderen Lesers über die zu große Fixierung auf eine amerikanische Sichtweise von Rollenspielen kann man noch hinzufügen, dass das besonders bei dem mickrigen Eintrag zu Shadowrun deutlich wird. Solch ein interessantes und wegweisendes Rollenspiel hätte mehr Raum verdient. Sehr enttäuschend 40 Euro dafür ausgegeben zu haben. Das Buch ist 15 Euro Wert. Solch ein Layout haben wir damals schon in der Sekundarstufe 2 (frühe 90er) besser hingekriegt. Nun kann man immer leicht Kritik üben wenn man selber nicht drin steckt, aber für 40 Euro hätte ich im Copyshop um die Ecke und der Hilfe von Freunden mehr aus diesem interessanten Thema herausgeholt! Vielleicht haben die Autoren aber auch durch ihre hauptberufliche Beschäftigung einfach keine Zeit gehabt und das Projekt ist ihnen über den Kopf gewachsen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unlesbar, 18. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Leider wurde beim Druck des Buches irgendeine penetrant stinkende Farbe verwendet.
Der Chemiegeruch ist so intensiv, dass es unmöglich ist dieses Buch zu lesen.
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vor allem amerikanische Entstehungsgeschichte des Rollenspiels mit Einblicken von England und Deutschland ergänzt, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Seid gegrüßet,

da werde ich dann hier wohl mal die erste neutrale bzw. wohl eher positive Rezension verfassen, gell ?

Das Format etwas kleiner als erwartet, doch das ist auf jeden Fall eher ein Grund zur Freude. Innerhaltlich glänzt das Buch nicht nur mit der Aufmachung und den vielen schönen farbigen Bildern, sondern vor allem auch mit dem mitreißenden und spritzigen Schreibstil, so daß ich richtig traurig war, als ich die letzte Seite umblättern und es zuschlagen mußte.

Doch es ist gewißlich nicht nur ein tolles Buch zum 40. jährigen Bestehen von D&D, sondern vielmehr ein allumfassendes Nachschlagewerk der gesamten Rollenspielthematik, d. h. sowohl der Rollenspielsysteme von Pen & Paper, als auch etliche bedeutende Romane bis hin zu wegweisenden Computer-Rollenspielen und deren Einfluß auf viele andere Elemente unserer heutigen Konsum-Gesellschaft.

Die beiden Autoren bleiben durchweg neutral, so daß man die Stärken und Schwächen der einzelnen Wegbereiter des Rollenspiels genauso nachvollziehen kann, wie deren (bekannte) Beweggründe und Handlungsweisen - ja, bis hin zur ihren Lebensgeschichten.
Einfach gesagt: ein rundum ehrliches Bild dieses Themas mit einigen augenzwinkernden Seitenhieben auf die zeitgenössige Medienwelt und gewisser Akteuere, die sich auf Kosten des größeren Gemeinschaftserlebnisses "Rollenspiel" sich einen Namen machten und bereicherten. Dank der vielen Interviewpartner schon aus der Frühzeit des Rollenspiels bleibt das Buch stets objektiv und daher nicht nur die "Geschichte der Sieger"!!!

Daher noch einmal meinen recht herzlichen Dank für diesen mutigen und absolut gelungenen Vorstoß zu einem wahren Rollenspiel-Almanach, wie es das Necronomikon nie werden kann.

Gehabt Euch wohl.

gez. DEVNUSOM-Meister

P.S.: Nein, ich bin weder verwandt, verschwägert noch befreundet mit den Autoren, Herausgebern oder sonstigen Beteiligten. Das ist meine freie und offene Meinung. Subjektiv wie von jedem hier ! ;)
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundierter Beitrag zur RPG-Geschichte, 19. April 2014
Von 
Dennis Schmolk (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Drachenväter (Gebundene Ausgabe)
Drachenväter ist angetreten, crowdgefundet die Geschichte des Rollenspiels zu schreiben. Und trotz Lücken überzeugt das Resultat!

Die Form: Bei Drachenväter handelt es sich um ein 360 Seiten starkes, schön gedrucktes Hardcover mit Schutzumschlag, sehr reich bebildert (ich würde den Bildanteil des Inhalts auf ca. 50% schätzen) und mit Lesebändchen ausgestattet. Nach der Titelei folgt eine Liste der besonders großzügigen Förderer sowie ein Bild, auf dem die drei wichtigsten Sponsoren zu sehen sind. Einer davon: Sascha Lobo, mit leuchtend rotem Iro in nicht ganz klassischer Magier-Gewandung. Damit hatte das Buch mich endgültig für sich gewonnen.

Der Inhalt: Die Rollenspielgeschichte beginnt im alten Preußen, bei Schlachtsimulationen auf Spielbrettern, und bleibt dann bis in die 70er Jahre “charakterloses” Wargame. Dann bricht DnD in die Geschichte ein – und wirft alles über den Haufen. Die Vorbedingung für DnD war der Fantasy-Boom, der von Howard, Lovecraft, Leiber bis zu Tolkien die Grundideen brachte und die Kaufbereitschaft weckte. Dann wuchs der Markt, es entstanden zahllose Systeme neben DnD, andere Spielformen wie Magic kamen auf – und natürlich das Computer-Rollenspiel.

Dieser Parforceritt ging zu schnell? Genau dafür brauchen wir dieses Buch: Es zeichnet minutiös die Entwicklung insbesondere von DnD nach, das geht so weit ins Detail, dass man die persönlichen Zerwürfnisse von Gary Gygax mit seinen Geschäftsfreunden und die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen an DnD, seinem Vertrieb und seiner Konkurrenz beteiligten Unternehmen erfährt. DnD ist klar das Herzstück des Bandes, auch wenn mehrere große Kapitel über die fantastischen Wurzeln des Genres vorkommen. Ich z.B. war schon immer verwirrt, welcher Steve Jackson (1, 2) nun was getan hat.

Drachenväter analysiert aber auch in umfangreichen Kapiteln, wie es nach Tolkiens Weltenbau zum Aufschwung der Fantasy (von HF bis S&S) kam, welche Rolle Fritz Leiber und Robert Howard hierbei spielten, geht auf HPLs Rolle in SF, Horror und “Storytelling” ein. Insgesamt kommt mir der Cthulhu-Mythos (oder besser: -Erzählkosmos) ein wenig kurz, aber das liegt vermutlich einfach an mir.

Drachenväter ist zum stolzen Preis von 42.- erhältlich – für RPG-Fans aber jeden Cent wert.
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Drachenväter
Drachenväter von Konrad Lischka (Gebundene Ausgabe - 15. April 2014)
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