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179 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum wir nicht essen sollten, was uns die Industrie auftischt
Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Zucker, weil wir in unserer Familie vor mittlerweile 5 Jahren ein extremes "Aha-Erlebnis" in puncto Zucker hatten. Mein Mann hat seit seiner Jugend Heuschnupfen, seit der Kindheit Neurodermitis. Er war während der Pollenflugsaison (bei ihm Februar bis Juli) auf Medikamente angewiesen, die er nicht so gut...
Veröffentlicht am 2. April 2013 von Norma Schlecker

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig, wirkt nicht wirklich sachlich fundiert.
Der Schreibstil ist überaus langweilig, war in Versuchung, Kapitel zu überspringen, habe es in Hoffnung auf "das eine spannende Kapitel" leider nicht getan. Der Inhalt konzentriert sich zu 90% auf die Industrie dahinter, statt über die genauen Vorgänge im Körper, die helfen würden, dem Buch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen...
Vor 3 Monaten von Mia Krause veröffentlicht


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179 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum wir nicht essen sollten, was uns die Industrie auftischt, 2. April 2013
Von 
Norma Schlecker - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Zucker, weil wir in unserer Familie vor mittlerweile 5 Jahren ein extremes "Aha-Erlebnis" in puncto Zucker hatten. Mein Mann hat seit seiner Jugend Heuschnupfen, seit der Kindheit Neurodermitis. Er war während der Pollenflugsaison (bei ihm Februar bis Juli) auf Medikamente angewiesen, die er nicht so gut vertragen hat und entwickelte trotzdem Heuasthma. Ich war damals natürlich recht verzweifelt und bin auf ein Buch gestoßen, das ein Landwirt im Selbstverlag rausgebracht hatte. Stilistisch war es nicht gerade der Hit, aber den Inhalt fand ich schon interessant. Es ging um Zuckerverzicht. Mein Mann hat es ausprobiert - und was soll ich sagen... Seit 5 Jahren verzichtet er von Januar bis Juli komplett auf Industriezucker (was anfangs wirklich nicht leicht ist, weil wirklich beinahe ÜBERALL Zucker enthalten ist). Die restliche Zeit des Jahres isst er kaum oder auch gar keinen Zucker. Wenn er mal ein bisschen was erwischt, hat es keine unmittelbaren Konsequenzen wie in der Heuschnupfenzeit. Der Heuschnupfen verschwindet dann fast komplett (manchmal niest er schonmal, wenn die Pollenbelastung extrem hoch ist, aber Fließschnupfen, Jucken, Augenprobleme etc. hat er nicht mehr!). Die Neurodermitis ist ebenfalls komplett verschwunden. Mittlerweile verzichten einige Leute aus unserem Freundeskreis ebenfalls auf Zucker (wg. Heuschnupfen, Neurodermitis, Darmproblemen) und sind ziemlich begeistert. Mein Mann stellt fest, dass er Zucker Jahr für Jahr weniger vermisst. Ernährung hat sehr viel mit Gewohnheiten zu tun... Und auch unsere Kinder und ich essen sehr viel weniger Zucker. Wenn man gewisse Dinge beachtet, ist es nicht schwer auf Zucker zu verzichten. Fertiggerichte haben wir ohnehin nie gegessen. Aber auch Konserven sind mittlerweile (fast) alle gezuckert. Versuchen Sie mal Erbsen im Glas ohne Zucker zu finden (wir haben kürzlich in einem russischen Laden welche entdeckt, die einfach nur in Salzwasser eingelegt sind). Dass Heuschnupfen (bzw. Heuasthma) und Neurodermitis verschwinden, wenn man Zucker weg lässt, hat mich schon sehr beeindruckt. Was essen wir da eigentlich Tag für Tag - und was geben wir unseren Kindern? Ein Freund hat jetzt, um die Osterzeit mal einen kleinen Versuch gemacht: Er hat die Süßigkeiten, die er in seinem Haushalt hat (2 Kinder) mal gewogen. Er kam auf 14 Kilo...

Wir leben in einer "giftigen Nahrungsumgebung" (toxic food environment), unsere Kultur ist eine "Süßkultur", Süßes bringt uns Glück und Trost, Kinder werden mit Süßigkeiten belohnt und Erwachsene gönnen sich auch gern mal was, um sich den harten Alltag zu versüßen. Süß ist gut, oder? Hans-Ulrich Grimm, der bereits mehrer Bestseller zum Thema Ernährung (bzw., was die Industrie uns auftischt) verfasst hat, in denen er eindringlich vor den "Segnungen" unserer modernen Ernährungweise warnt, hat sich nun also dem Thema Zucker gewidmet.
Er erläutert den Siegeszug des Zuckers, der sich vom Gewürz zur Alltagsdroge gemausert hat, die wir täglich in rauen Mengen konsumieren. Groß und Klein. Das ist absolut selbstverständlich - wenn wir mit unseren Kindern unterwegs sind, bekommen wir überall was Süßes zugesteckt. Beim Bäcker, an der Tankstelle, bei der Post, in der Buchhandlung, im Drogeriemarkt... Wenn man dankend ablehnt, bekommt man nicht selten einen gehässigen Kommentar zu hören, dass man den Kleinen doch mal was gönnen solle, o.ä. Im Kindergarten, in der Schule, sogar im Krankenhaus - Gummibärchen und Schokolade sind die klassische Belohnung. Und das verinnerlicht man leider schnell. Ich kenne Kinder, die zum Frühstück Kinderpingui bekommen - weil sie nichts anderes essen würden!
Wir haben ein Problem, das lässt sich nicht mehr leugnen. Zucker ist überall enthalten. Und unsere Körper, unsere Gehirne sind damit völlig überfordert. Die meisten Zivilisationskrankheiten können mit gesteigertem Zuckerkonsum in Verbindung gebracht werden. Zucker in den Mengen, die wir mittlerweile konsumieren, können zu einer Fettleber wie bei Alkoholikern führen, denn der überflüssige Zucker wird eingelagert und in Fett verwandelt - für Notzeiten. Aber die kommen nicht, weil wir jeden Tag so viel konsumieren. Das sinnvolle Notprogramm von einst wird uns also zum Verhängnis. Zucker macht dick und krank. Diabetes hängt sehr wohl auch mit der Ernährung zusammen, Krebs ebenfalls. Grimm lässt Menschen zu Wort kommen, die seit vielen Jahren in dem Bereich forschen. Eine Professorin aus Würzburg, die sich mit dem Zusammenhang von Zucker und Krebs beschäftigt, ernährt sich vollkommen zuckerfrei. Sie bekommt in ihrem Labor tagtäglich vor Augen geführt, wie Zucker den Krebs wachsen lässt. So etwas möchte man seinem Körper dann natürlich nicht zuführen... Eine krebskranke Frau ernährt sich ebenfalls zuckerfrei - und lebt nun schon viele Jahre länger, als die ursprüngliche Prognose es zugelassen hätte.
Hans-Ulrich Grimm schreibt über die Geschichte des Zuckers, er schreibt über die unglaublichen Gelder, die fließen, wenn es um Zucker geht und über die Politik, die das Ganze zulässt - weil die Drahtzieher so viel Macht und Geld haben, dass sie quasi alles dürfen. Es geht um alarmierende Forschungsergebnisse, die von Experten auf Konferenzen diskutiert werden, im offiziell erscheinenden Papier dann aber nicht auftauchen - Fakten werden verdreht, Studienergebnisse zurückgehalten. Die "Zuckermafia" ist eine Mafia, die viel Erfolg hat, weil sie von einem Stoff lebt, der ganz legal ist und sehr beliebt.
Im Buch geht es auch um Zuckersucht, die von der Zuckerindustrie ebenfalls als Märchen abgetan wird. Es geht um die dunkle Seite der Zuckergewinnung - Kinderarbeit auf der einen Seite, superreiche Zuckerbarone auf der anderen Seite.
Und es geht um Mythen - z.B., dass Fruchtzucker (Fructose) der "gesunde" Zucker sei, dass Stevia (als weißes Pulver) gesund sei, dass Süßstoffe besser seien. Fakt ist: Das alles sind Industrieprodukte und Dinge, die die Welt nicht braucht. Auf keinen Fall in den konsumierten Mengen. Stevia z.B., hat mit der grünen kleinblättrigen Pflanze nicht mehr viel zu tun. Mit Aluminiumsalzen und verschiedenen Harzen behandelt, erhitzt usw., handelt es sich keineswegs mehr um ein Naturprodukt. Aber die Industrie möchte uns das natürlich suggerieren.
Was aber soll man tun? Nur noch Krustentiere und Spargel essen und Tee trinken, damit der Blutzuckerspiegel nicht hochschnellt? Nein, einfach frische, selbst zubereitete Dinge essen und auf die ganze verarbeitete Industrienahrung einen großen Bogen machen. Es ist sehr viel gesünder und schmeckt auch viel besser. Viele von uns müssen sich nur wieder daran gewöhnen. Sie sollten es sich wert sein.
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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Notwendiges, informatives Buch, kleine Schwächen, 29. März 2013
Nach einer mehrwöchigen weitgehend zuckerfreien Diät fiel mir vor kurzem dieses Buch auf, das mich in meinem Ansatz, den Zuckergenuss weiter stark einzuschränken, bestärkt. Auch wenn der letze wissenschaftliche Nachweis noch fehlt, spricht doch vieles dafür, dass der jetzige weitverbreitete Zuckerkonsum an der Entstehung vieler Krankheiten zumindest mitbeteiligt ist. Dieses Buch bringt dafür viele Indizien (eher als klare Nachweise, das ist aber erst mal kein Mangel), zum Beispiel die Rolle des Zuckers bei der Krebsentstehung. Wichtig erscheint mir, dass das Thema einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Dass Fruchtzucker im Prinzip auch nicht besser ist, habe ich hier zum ersten Mal gelesen, das ist im Buch sehr gut dargestellt. Und auch, dass es bisher der Fokus auf dem Fett und fettarmen Diäten lag, wobei es der zuviele Zucker ist, der in Fett verwandelt wird. Der Hinweis auf den versteckten Zucker in vielen verabeiteten Produkten zieht sich durch das Buch. Also am besten gar keine verarbeiteten Produkte mehr kaufen. Dass der Stevia-Wirkstoff auch schon grossindustriell extrahiert und als Süßstoff eingesetzt wird, war mir auch neu.
Informativ und interessant sind auch die Ausführungen über die Interessensverbände der Zuckerindustrie und deren teilweise direkte politische Einflussnahme, Organisationen, die man eigentlich bisher nicht wahrgenomen hat. Zum Beispiel schreibt der Autor einiges über die WSRO (World Sugar Research Organisation) und das International Life Sciences Institute (ILSI).

Was mir an dem Buch weniger gefallen hat, ist der zum Teil zu effektsuchende Stil ('Zuckermafia') und der Umgang mit der Sprache ('Seit Monaten sind sie jetzt schon auf der Suche nach verborgenen Quelllen des Süßen, seit diesem Frühstück im Urlaub, und nachher, wenn sie nach Hause kommen, müssen sie noch mal den Kühlschrank durchforsten'(S. 202). 13 Zeilen weiter unten erfährt man dann dann endlich, um wen es geht. Die Inhalte sollten doch spannend genug sein und diese Mittel überflüssig machen. (Ich verweise zum Thema Gebrauch der Sprache gerne auf die Bücher von Wolf Schneider).
Dennoch gebe ich fünf Sterne, wegen der neuen und erhellenden Informationen.
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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt kein an­ge­bo­re­nes Ver­lan­gen nach Süßigkeiten !, 22. März 2013
Diese Buch war für mich das erste zum Thema Zucker und seinen negativen gesundheitliche Nebenwirkungen. Als »Zu­cker­ma­fia« definiert der Autor "ein sehr er­folg­reiches Netz aus Fir­men und Ein­zel­nen, die sich dem Zu­cker­an­bau und sei­ner Ver­brei­tung wid­men, es ge­hö­ren die Bau­ern dazu, die Zu­cker­kon­zer­ne, die Food-In­dus­trie, na­tür­lich die Soft­drink-Rie­sen, und alle haben Ver­bin­dun­gen in die höchs­ten po­li­ti­schen Krei­se." Diese Tatsache mache es schwer, die Macht des Zu­ckers zu bre­chen, schreibt der Autor.

Interessant fand ich, dass in Studien festgestellt wurde, dass es von Natur aus kein an­ge­bo­re­nes kind­li­ches Ver­lan­gen nach Süßem und schon gar nicht nach Sü­ßig­kei­ten gibt. "Es gibt ja in der Natur auch nichts Süßes, außer den Früch­ten. Es gibt kei­nen Scho­ko­rie­gel­baum, keine wild le­ben­den Gum­mi­bär­chen, selbst am Süd­pol kei­nen Kin­der-Pin­gui", schreibt Grimm.

Er räumt unter anderem auch mit dem Mythos auf, dass die Fruktose der bessere Zucker sei. "In­dus­tri­el­le Fruk­to­se kann die hor­mo­nel­len Steue­rungs­ab­läu­fe im Kör­per stö­ren. Die­ser Stoff macht nicht nur dick, son­dern auch krank, greift ganz di­rekt ein in die Kör­per­funk­tio­nen und bringt die Me­cha­nis­men im Kör­per durch­ein­an­der. Die Zu­cker­krank­heit, das Über­ge­wicht, Herz-Kreis­lauf-Lei­den, nach neu­es­ten For­schungs­er­geb­nis­sen ist all die­ses vor allem eine Folge der in­dus­tri­el­len Fruk­to­se-Über­schwem­mung", kritisiert Grimm. Man erfährt, dass ein ge­sun­der Mensch täg­lich 25 Gramm Fruk­to­se ver­kraf­ten könne. Alles dar­über hinaus, werde als Fett zunächst in der Leber und dann in die an­de­ren Kör­per­ge­gen­den eingelagert. Relativ ungefährlich sei das Essen von Obst. So stecken würden in einem Apfel nur rund sie­ben Gramm Fruk­to­se pro 100 Gramm Frucht stecken. Um die Ma­xi­mal­do­sis pro Per­son zu erreichen, muss man etwa vier Äp­fel am Tag essen. Im Vergleich dazu reicht die Menge von einem hal­ben Liter Co­ca-Co­la aus, um die 25 Gramm Fruk­to­se-Grenze zu erreichen.

Der Autor rät schließlich zur Selbst­ent­zu­cke­rung des Le­bens. Quasi ein Leben, wie es unsere Vor­fah­ren führ­ten, bevor der Rohr­zu­cker zu uns kam: der Ver­zehr von Ge­trei­de und Hül­sen­früch­ten als den pri­mä­ren Quel­len von Zu­cker. Denn unser Kör­per braucht den Zu­cker, aber er kann ihn auch aus an­de­ren Quel­len ge­win­nen als dem wei­ßen Pul­ver, meint der Autor. Und er rät dazu, Tü­ten­sup­pe, Tief­kühl­piz­za, Schlem­mer­fi­let etc. zu meiden, weil auch da Zucker drin ist: "Wer sich kei­nen Zu­cker un­ter­schie­ben las­sen will, muss einen Bogen ma­chen um die Nah­rungs­mit­tel aus der in­dus­tri­el­len Par­al­lel­welt." Das Buch empfiehlt deshalb, "rich­ti­ges Essen" zu essen, selbst zu kochen und die Nah­rungs­mit­tel eben so essen, wie sie in der Natur vorkommen.

Mich hat das Buch derart sensibilisiert, so dass ich künftig (noch) genauer hinschaue, was ich esse. Und wenn ich trotzdem ab und zu Lust auf eine Cola oder ein Stück Schokolade, dann esse und genieße ich es bewusster als vorher - denn ganz darauf verzichten möchte ich nicht, gestehe ich. Übrigens habe ich noch gelernt, dass auch brauner Zucker nicht gesünder ist.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffner!, 30. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir war schon lange bewusst, dass Zucker nicht gerade die Top-Komponente gesunder Ernährung ist, was aber die neue Erkenntnis war, ist, dass Zucker (in jeglicher beigemischter Form) einem Suchtmittel gleicht. Das heißt, auch wenn ich eine Fertigsuppe oder getrocknete Tomaten (eingelegt in Zucker-Öl) konsumiere, triggere ich wieder den Kontrollverlust. Das ist natürlich in der Heftigkeit von Person zu Person unterschiedlich (manche reagieren mehr auf Weizenprodukte, siehe "Wheat Belly"), aber zumindest bei mir konnte ich durch genauere Beobachtung eine starke Kausalität zwischen Zuckerkonsum und Heißhungerattacken und Kontrollverlust feststellen.
Einige Kapitel haben mich demnach offen gesagt nicht ganz so interessiert (wie die Finanzierung der Zuckerindustrie), waren aber nichtsdestotrotz auch superinformativ und rundeten das Buch ab. Einziges wahres Manko: Das Buch hat mich verleitet "Voll auf Zucker!" zu kaufen, eines der schlechtesten Bücher, die ich in einer langen Zeit gelesen habe!
Aber wollen wir Herrn Grimm mal nicht die Schuld für sein Literaturverzeichnis geben ;)
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zuckerfalle, 22. Juli 2013
Zunächst erscheint eine Begrifflichkeit wie „Mafia“ in Bezug auf etwas so leckeres und vermeintlich harmloses wie Zucker doch ein wenig weit hergeholt und polemisch.

Wer sich aber der Lektüre des neuen Buches von Hans-Ulrich Grimm widmet, der wird bald eines besseren belehrt und erkennt, wie nicht nur auf den Finanzmärkten „Gier“ herrscht und Kunden „gefügig“ gemacht werden, sondern dass diese Haltung mittlerweile weite Teile des Lebens beeinflusst und ohne Abstriche gerade auch in Bezug auf die Herstellung von Lebensmitteln in großer Breite zutrifft, Und das gewollt und bewusst, strategisch geplant und nur zum eigenen Nutzen (der Hersteller) perfide umgesetzt,

Zucker ist ein Suchtstoff, das zunächst klärt Grimm fundiert als Grundlage seiner weiteren Ausführungen, nur um dann aufzuweisen, wie die Lebensmittelindustrie umfassend und geschickt diesen Stoff allüberall einsetzt, um ihre Produkte breitestmöglich an den Mann und die Frau zu bringen. Wissend um die Gefahren der erhöhten (und oft verdeckten) Zuckerzufuhr und ohne Rücksicht auf mögliche gesundheitliche Folgen beim Konsumenten.

Und damit nicht genug, schon bei der Herstellung von Zucker legt Grimm „mafiöse Strukturen“ offen und verweist auf eine bis heute andauernde Ausbeutung von Menschen bei der Gewinnung von Zucker (bei der ebenfalls nur wenige, die „Zuckerbarone“ ihre Reibach machen).

Wieder einmal begnügt sich Grimm in einem seiner Bücher, zum Glück, nicht nur mit Warnungen oder polemisch wirkenden Angriffen und Appellen an den Konsumenten, sondern wendet sich seinem Thema fundiert, sachlich und, vor allem, gründlich zu.

Was Zucker ist, dass dieser kein natürliches Produkt ist, dass der menschliche Organismus Zucker in raffinierter Form gar nicht benötigt, dass eine ganze Industrie mit der „Sucht des Gehirns nach Zucker in jedweder Form“ professionell arbeitet und das am Zucker sich so manche die Taschen vollmachen, all das ist im Buch in ruhigem Tonfall nachzulesen und lässt den Leser, wieder einmal, nachdenklich und empört zurück.

Auch hier bietet Grimm Möglichkeiten des konstruktiven Umganges. Bewusst auswählen, auf Limonaden, Fertigprodukte, in manchen Teilen auch auf Konserven verzichten, den Blick schärfen für die Inhaltsangaben bei Lebensmitteln und hier auch rechts und links des Weges schauen (hier und da wird der Zuckergehalt verdeckt nur angegeben), all das kann der Endabnehmer mit ein wenig Mühe durchaus leisten. Und damit sich selbst schätzen, aber auch einem unseligen System, so weit es geht, eine Absage erteilen.

Das beginnt im Übrigen vor allem und schon im Kindesalter. Die berühmte Süßigkeit (natürlich industriell hergestellt) als „Nachtisch und Belohnung“, die Cola als „ganz besonders Getränkt nur manchmal“, all dies erzieht Kinder bereits zu einer kritiklos positiven Haltung zuckerhaltigen Lebensmitteln gegenüber und ist dann später im Leben nur schwer wieder einzufangen.

Alles in allem wieder einmal ein hervorragendes Sachbuch von Hans-Ulrich Grimm, dass die Augen für einen verdeckten, alltäglichen „Schadstoff“ in jeder Beziehung öffnet.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Aber bitte mit Sahne", 21. April 2014
Von 
Raumzeitreisender (Ahaus) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Hans-Ulrich Grimm bezieht sich auf Professor Robert Lustig und seine Forschungen zum Zusammenhang von Übergewicht und Zucker. Dieser bezeichnet Zucker als Gift. Natürlich ist es immer eine Frage der Dosis, ob ein Stoff toxisch wirkt, aber die Unbedenklichkeitsgrenze ist weltweit massiv überschritten. Die Folgen sind eine Vielzahl lebensbedrohender Krankheiten.

Zucker hat Suchtpotenzial, nicht jeder, aber viele Menschen werden süchtig. Es wirkt im Gehirn wie eine Droge, vergleichbar dem Kokain. Das Gehirn vertraut – seit Urzeiten – auf die Ungefährlichkeit des Süßen. Es handelt sich um ein Überlebensprogramm aus grauer Vorzeit, weil Süßes in der Natur im Gegensatz zu Bitterem meist genießbar ist (s.a. "Die Anziehungskraft des Bekömmlichen" ab S. 40 in "Der Geist fiel nicht vom Himmel" von Hoimar von Ditfurth). Bei Zucker wird die Essbremse ausgeschaltet.

Warum werden die Gefahren heruntergespielt? Vom Zucker und seinen Folgen profitieren ganze Industriezweige, dazu gehören neben der Nahrungsmittelindustrie Ärzte, Krankenhäuser und Pharmafirmen. Es geht um Milliardensummen und entsprechend hoch sind die Widerstände, an diesem System etwas zu verändern. Der Einzelne soll selbst entscheiden, welche Mengen Zucker er zu sich nimmt. Das klingt seltsam in einer Welt, in der sogar der Biegeradius von Gurken europaweit vorgeschrieben wird.

Die Gewöhnung an Zucker erfolgt bereits im Mutterlaib über die Nabelschnur. "In der modernen Welt der Kinder von heute herrscht der Zucker-Overkill". (98) Das gilt nicht nur für Lollis, Bonbons, Eis und Schokolade, sondern auch für Baby-Brei, Joghurt und Fruchtgetränke. Die Folgen sind ein frühzeitiger Leistungsabbau, der Denkapparat kommt nicht mehr auf Touren. Die Kosten trägt, trotz Verursacherprinzip, die Allgemeinheit.

Autor Grimm beleuchtet die Geschichte der Zuckerindustrie, die verknüpft ist mit Sklaverei und Kinderarbeit auf Zuckerrohrplantagen. Das ist zwar bitter, aber kein besonderes Merkmal der Zuckerindustrie, sondern gilt gleichermaßen für Bergbau, Textilindustrie, chemische Industrie und andere Wirtschaftsbereiche. (Nicht nur) in der Welt des Zuckers gibt es eindeutige Gewinner und Verlierer.

Auch wenn der Zusammenhang zwischen Zucker und Gesundheit schon in 1970er Jahren von Udo Jürgens in "Aber bitte mit Sahne" besungen wurde und letztlich von niemandem ernsthaft bestritten wird, stehen Staat und Gesundheitsorganisationen auf Seiten der Industrie, statt die Interessen der Verbraucher zu vertreten. Autor Grimm beschreibt u.a. die Einflussnahme der Zuckerlobby auf die Politik der Weltgesundheitsbehörde.

Die Lösung besteht nicht in Fruktose (Fruchtzucker) als Alternative zu Glukose, wie Autor Grimm in "Im falschen Film" deutlich macht. Es gibt keinen "besseren" Zucker. Während kleine (verträgliche) Mengen Fruktose z.B. im Apfel enthalten sind, wird heute ein Vielfaches dieser Mengen in industriell hergestellten Lebensmitteln verarbeitet. Die Folgen sind u.a. Diabetes und Übergewicht. Auch durch Stevia, einer paraguayischen süßen Pflanze, zeichnet sich keine Lösung ab, zumal die Süßstoffe chemisch-industriell nachbehandelt werden.

"Der Mensch braucht Zucker, aber kein Mensch braucht jenes weiße Pulver, das in der Natur nicht vorkommt, aber im Laufe der Geschichte mit großem Aufwand in die menschliche Ernährung eingespeist wurde". (262) Es geht letztlich nicht darum, den Erdbeerkuchen zu verbieten, sondern darum, zu einem gesunden Maß zurück zu finden. Der Autor zeigt Überlegungen auf, die weltweit diskutiert werden, um das Thema "Zucker" in den Griff zu bekommen.

Es geht um unsere Gesundheit. In diesem Sinne hat Hans-Ulrich Grimm hat wichtiges Buch geschrieben. Er klärt auf über die Gefahren des Zuckers und über die mafiösen Strukturen zur Verharmlosung des Zuckers und zu seiner Verbreitung in industrialisierte Nahrungsmittel. Es handelt sich um ein wichtiges Aufklärungsbuch, das sehr zu empfehlen ist.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SPIEGEL-Leser wissen mehr, und (ehemalige) SPIEGEL-Schreiber schreiben viel, 24. Juni 2013
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Thema Zucker gelangt - entgegen der energischen Widerstände der Lobbiisten - auf die Tagesordnung. Das inhaltlich anspruchsvolle und trotzdem sehr gut lesbare Buch von Herrn Grimm ist nur ein Beitrag zur gesundheitlichen Aufklärung. Zucker ist ein Suchtmittel. Zuckersucht ist verantwortlich für gravierende Gesundheitsschäden. Die Kosten dieser Gesundheitsschäden und der Schaden für die Gesellschaft sind bei weitem größer als die Schäden durch sämtliche illegalen Drogen (Heroin, Kokain, Speed, Hasch usw). Wahrscheinlich ist der Schaden noch einmal bedeutend größer als die Schäden, die auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen sind.
Heutzutage ist in manchen Wasserflaschen mit "stillem Wasser" bereits "Geschmack" enthalten - was nichts Anderes als Zuckerzusatz bedeutet (meist ca. 5%, das heißt: Auf 1500 gr sind 30 gr. Zucker enthalten). Überall finden sich Zuckerzusätze. Ob Ketchup, Fertigsoßen, Fertigpizzen, sogar Tomaten in Dosen. Die in Fabriken abgefüllten Fertignahrungen sind geschmacklich flau - die nötige Desinfizierung kostet geschmacklichen Tribut. Drum muss die Industrie geschmacklich etwas tun. Daher wird gesalzen und gezuckert.
Die Zuckermengen, die so manch ein Cola-Süchtiger zu sich nimmt, sind erschreckend. Die Frau eines Freundes trinkt pro Tag ca 1,5 Liter Coca-Cola. Laut wikipedia sind in 100 ml Coca-Cola nach Firmenangaben 10,6 g Zucker enthalten. Das entspricht fast 160 gr. bzw. 54 Stücke Würfelzucker in einer 1,5 Liter-Flasche.
Im Monat sind das fast 5 kg. Zucker.
Im Jahr sind das fast 60 kg. Zucker.

Noch ein kleiner Schwank aus dem Leben?
Eine mir bekannte Oberärztin der Geburtshilfe erklärte mir vor einiger Zeit voller Entsetzen, dass sie bei einer Geburt beinahe ein Kind verloren hätte. Die Eltern kamen knapp vor der Entbindung in den Kreißsaal. Sie hatten aus ideologischen Gründen (Ultraschall hielten sie für gefährlich) keine Vorsorgeuntersuchungen gemacht. Die Mutter war sehr dick. Das Kind war viel zu groß und steckte im Geburtskanal fest. Ein Kaiserschnitt war nicht mehr möglich. Mutter und Kind (mehr als 5 kg) konnten mit großer Mühe mit geringen Gesundheitsschäden (Nervenrisse am Nacken und an der Schulter) gerettet werden. Die Mutter war völlig verblüfft. Sie erklärte: Ich habe mich doch so gesund ernährt. Ich habe in der gesamten Schwangerschaft fast nur Äpfel gegessen. Jeden Tag mehr als 1 kg.
Was man daraus lernt? Auch Fruchtzucker ist schädlich und macht dick! Und zwar das ungeborene Kind und die Mütter...
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geld regiert die Welt..., 7. Juli 2013
....ja das ist der Konsens dieses Buches, welches ich mit großem Interesse gelesen habe. Spannend geschrieben obwohl haufenweise Fakten und Nachweise geliefert werden. Wer mehr lesen möchte, dem sei das Buch "die Suppe lügt" ans Herz gelegt, dann lässt man schnell die Finger von all den Fertigprodukten ob nun Bio oder nicht, die sich in den diversen Regalen, ob kühl oder nicht, tummeln.

Fasziniert ist man allein von der Tatsache, dass Geld und wirtschaftliches Denken (der Gewinn, shareholder value, etc) die Welt derart im Griff haben, dass die Ausrottung der Menschheit (etwas überspitzt formuliert) billigend in Kauf genommen wird. Anders lässt es sich nicht erklären, dass einem Alkoholiker zwar bitte als Therapie sein Alkohol verboten wird, einem Diabetiker die Kohlenhydrate nicht, nein hier gibt es ja Spritzen...

Schade, dass Theorien der Art wie im Buch beschrieben (der Autor ist ja nicht alleine mit seiner Meinung) noch nicht einmal in der Universität angekommen sind, ich bin Studentin der Ökotrophologie in Giessen und hier wird nach wie vor die Meinung der Industrie vertreten, was Kohlehydrate und deren Menge zur Aufnahme betrifft. Gegenteilige Meinungen werden als "nicht wissenschaftlich erwiesen" abgetan und nicht akzeptiert. Sehr schade.

Unbedingte Kaufempfehlung. Super Lektüre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschreckend gut, 1. November 2014
Von 
marco adler (leipzig, sachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht - sollte jeder mal gelesen haben. Danach kann man über den Sinn und Unsinn vieler Sachen streiten, aber eins steht außer Frage. Zucker macht Krankt und der Verzicht auf Zucker (soweit das überhaupt möglich ist, siehe Inhaltsangaben auf den Lebensmitteln) ist etwas, was jeder mit sich selbst abmachen muß. Das Wissen um den Zucker und seine Auswirkungen auf unseren Körper kann man sich mit dem Buch zumindest aneignen.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aha -Leseerlebnis, 10. April 2013
Von 
Waltrud Widmann (Koenigsbronn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist informativ geschrieben, liest sich gut, ohne wissenschaftliche Langeweile. Man wird sensibilisiert, wie Zucker wirkt, dass Zucker süchtig macht und wie wir auf die Industrie und ihre Werbung reagieren. Ein Buch, dass ALLE und JEDER lesen sollte. Die Tragweite der Gesundheitsgefährdung und die Folgen für uns als Gesellschaft und für den Einzelnen sollte jeder kennen, um damit sein Verhalten zu beeinflussen.
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Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht
Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht von Hans-Ulrich Grimm (Audio CD - 13. Januar 2014)
EUR 17,95
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