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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfangreiche Bildgeschichte über das Alltagsleben von Berlin, 24. April 2014
Von 
Manfred Orlick (Halle, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Leben in West-Berlin: Alltag in Bildern 1945-1990 (Gebundene Ausgabe)
West-Berlin - die Frontstadt an die Schnittstelle zwischen den unversöhnlichen politischen und militärischen Blöcken. Eine Metropole im Herzen Europas mit mehr als zwei Millionen Einwohnern, aber ohne Hinterland. Eine Insel in einem anderen Staat. Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurden auch West- und Ost-Berlin wiedervereinigt und ein Jahr später Hauptstadt der Bundesrepublik.

Der opulente Bildband „Leben in West-Berlin“ lässt noch einmal die 45 Nachkriegsjahre Revue passieren - und das mit über 1000 teils noch nie veröffentlichten Fotos. Dieses umfangreiche Bild-Kaleidoskop ist in acht Kategorien unterteilt, die unterschiedliche Bereiche des Lebens und des Alltags in West-Berlin präsentieren und die alle chronologisch angeordnet sind.

Den Auftakt macht das Kapitel „Ruinen und Rosinenbomber“, das zeigt, wie die Stadt aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges wieder langsam aufgebaut wurde und wie die West-Berliner bei der fast einjährigen sowjetischen Berlin-Blockade über eine Luftbrücke versorgt wurden. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 50er Jahren wird die Stadt zum „Schaufenster des Westens“. Der Ku’damm wird zum Aushängeschild der Warenwelt.

Das Kapitel „Bauen und Wohnen“ demonstriert den Bauboom in der Stadt, vom Hansaviertel über das Europa-Center bis zur Technischen Universität. Aber es werden auch Einblicke in die Wohnverhältnisse der Berliner gewährt. Weitere Kapitel sind „Schule und Universität“, „Kunst und Kultur“ und „Reden und Demonstrieren“. „Arbeit und Freizeit“ beleuchtet dann den Arbeitsmarkt und die Freizeitmöglichkeiten. Das Abschlusskapitel „Leben mit der Mauer“ zeigt, wie man sich all die Jahre mit der 157 km langen Mauer arrangieren musste, die die Stadt umschloss. Bis dann im Osten der Ruf: „Die Mauer muss weg!“ ertönte.

Die 464 Seiten sind ganz auf das Fotomaterial ausgerichtet, das lediglich kurze Bildunterschriften trägt. Der Journalist und Schriftsteller hat neben einem Vorwort nur die einzelnen Kapitel mit kurzen Einführungstexten versehen. Nach „Leben in Ost-Berlin“ vervollständigt die West-Berlin-Bilddokumentation (immerhin über 3,5 kg und im äußerst stabilen Schmuckschuber) diese einzigartige und umfangreichste Bildgeschichte über das Alltagsleben von Berlin.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historisches Schwergewicht, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Leben in West-Berlin: Alltag in Bildern 1945-1990 (Gebundene Ausgabe)
Das musste ja so kommen! Nachdem vor einiger Zeit der Prachtband „Leben in Ost-Berlin“ die Bildbühne betrat, ist es nur logisch, das jetzt mit „Leben in West-Berlin“ der Nachfolger für Furore sorgen wird. Tauend Bilder aus dem Archiv von picture alliance wurden für dieses Buch, … nein für dieses Mammutprojekt zusammengetragen. Sie zeigen den Alltag in ungeschminkter Schönheit der eingekesselten Stadt.
Die Bilder stammen aus den Jahren 1945 bis in die Gegenwart. Dem Mauerfall wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Denn das war der Wendepunkt, an dem sich Berlin wieder entfalten konnte. War es vorher immer die bedauernswerte Metropole, der Trotzposten im Feindesland, ging es jetzt steil bergauf. Künstler, Industrielle, Menschen aller Couleur strömten an die Spree. Hier wurde nicht nur Geschichte geschrieben, wird sie wieder gemacht.
Günther Nessel gibt buchstäblich den Rahmen für die außerordentlichen Fotos und Fotogeschichten vor. Wer Berlin bisher oder in der Vergangenheit nur von einer Seite der Mauer kannte, erlebt nun endlich die andere (für viele die „bessere“ Seite) kennen. Legt man die sich ergänzenden Teile „Leben in Ost-Berlin“ und „Leben in West-Berlin“ nebeneinander, entdeckt man viele Parallelen, aber auch so manche Unterschiede. Die Unterschiede sind offensichtlich: Kleidung, Fortschritte beim Aufbau – alles nur äußerlich. Tief drinnen waren die Berliner immer eins. Auf beiden Seiten der Stadt mussten die Menschen arbeiten gehen. Das, was sie sich mit ihrem verdienten Geld anschafften, unterschied sich hier und da der Mauer.
Doch man muss dieses Buch sich selber anschauen – jeder wird was finden, was er kennt, womit er eigen Erlebtes verbindet. Sei es nun Klaus Kinski motzend auf der Bühne oder das schelmige Lächeln von Paulchen Kuhn. Oder die Gründungsversammlung der Freien Universität im Titania-Palast 1948. Oder 1971 die ersten Politessen der Stadt. Oder oder oder!
Tausend Bilder sagen mehr als tausend Worte!
Besonders im letzten Kapitel „Leben mit der Mauer“. Mauerspechte reißen ein, was Jahrzehnte zuvor „ohne Absicht“ aufgebaut wurde. Die Mauer war das Wahrzeichen der Stadt. Ungewollt. Heute spazieren Menschen aus aller Welt auf dem ehemaligen Todesstreifen. Hüpfen symbolisch von Ost nach West. Keine Hinweisschilder, dass man nun von einem Sektor in den anderen kommt – nur noch zu Erinnerungszwecken. Kein Winken über die Mauer zu den Verwandten auf der anderen Seite. Die Friedrichstraße ist wieder das, was sie einmal war: Konsummeile mit Blickfang.
„Leben in West-Berlin“ holt die Zeiten zurück, die man schon vergessen glaubte, gute wie schlechte. Ein grandioses Zeitdokument, das schwer wiegt.
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Leben in West-Berlin: Alltag in Bildern 1945-1990
Leben in West-Berlin: Alltag in Bildern 1945-1990 von Günther Wessel (Gebundene Ausgabe - April 2014)
EUR 49,95
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