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Der Autor Dr. Wolfram Letzner studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Ur- und Frühgeschichte an der Universität Münster, wo er im Jahre 1989 mit seiner Dissertation 'Römische Brunnen und Nymphaea in der westlichen Reichshälfte' promovierte. Neben seiner Beschäftigung als Sachbuchautor und Fotograf ist Letzner als Reiseleiter tätig. Gerade die Letztgenannte prädestinierte ihn neben seiner Autorenschaft von einem knappen Dutzend von Publikationen über griechische und römische, auch als Verfasser eines 'archäologischen Führers für Deutschland'.

In seinem Vorwort betont Leztner, dass in der Bundesrepublik Deutschland allein durch die Luftarchäologie bis rund 100.000 archäologische Fundstätten erfasst werden konnten. Von den ausgegrabenen archäologischen Orten und erhaltenen Denkmäler wurde einige in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Dieses Kriterium diente Letzner zwar bei der Auswahl seiner 50 Stätten, sollte jedoch nicht heißen, dass die nicht zum Welterbe zählenden unbekannt oder unbedeutend sind. Einen weiteren Aspekt zur Berücksichtigung in seinem Buch, sieht der Autor im überregionalen Bekanntheitsgrad der Stätten. Hierbei weist er auch daraufhin, dass jedoch auch viele Orte mit 'gefühlsmäßig' bedeutenden Ausgrabungen sich bei 'näheren Hinsehen' als wenig ergiebig erweisen, wie beispielsweise die Castra Regina in Regensburg. Ein wichtiges Kriterium stellt auch die abschließende zeitliche Grenze dar, welche der Autor im ausgehenden Frühmittelalter des 9. nachchristliche Jahrhunderts zieht. Neben den bereits genannten Auswahlkriterien war der Autor zudem bestrebt, eine quantitative ausgewogene Auswahl in Bezug der geografischen Lage innerhalb der Bundesländer zu finden. Mit jeweils einer Stätte sind die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin gegenüber den größeren Flächenländer 'überrepräsentiert', da diese in einigen Fällen lediglich mit zwei (Schleswig-Holstein, Hessen und Saarland ) oder gar nur einer (Brandenburg, Sachsen) vertreten sind. Für Hessen fanden weder das aus dem 4./3. vorchristlichen Jahrtausend stammende Steinkammergrab von Fritzlar-Züschen, noch die aus die La-Tène-zeitlichen Ringwälle im Taunus Berücksichtigung. Leider wurden auch die „Keltenwelt und der Keltenfürst vom Glauberg“ nicht im Buch aufgenommen.

Dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort des Autors folgt eine zweiseitige Übersicht über alle im Buch besprochenen archäologischen Stätten in Gestalt einer Karte der Bundesländer und einer Inhaltsübersicht mit Seitenangabe. Nummerierung und Auflistung flogen der Nordsüd-Richtung, wobei die mit insgesamt 28 Stätten vertretenen 'norddeutschen' Bundesländer in brauner, die süddeutschen (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Würtemberg und Bayern) mit grüner Farbe gekennzeichnet sind.

Die Beschreibungen der einzelnen Ausgrabungsort umfassen jeweils etwa drei Seiten, zu denen jeweils ein Foto oder eine Zeichnung gehören. Die einzelnen Artikel befassen sich mit der Beschreibung und der Chronologie der Erforschung eines Ortes oder einer Stadt, den Grabungsergebnissen und Befunden sowie den Rekonstruktionsbauten und den angegliederten Museen. Als Randnotizen gibt es jeweils ein kurzes Literaturverzeichnis und die Anschrift, Telefonnummer und Internetadresse zu den einzelnen Objekten.

Den Abschluss des Softcovers bilden eine Zusammenstellung von Landesmuseen, welche (nach Ansicht des Autors] einen übergeordneten Charakter aufweisen und über archäologische Sammlungen verfügen, sowie ein zweiseitiges Glossar.

Ein insgesamt gelungener archäologische Führer, den timediver® bei seinen Besuchen von Haithabu und dem Danewerk (SH), Groß-Raden (MV), Bremen und Hamburg, Oberdorla und Westgreußen (TH) sowie Goseck und Nebra (ST) bereits gerene als Begleiter dabeigehabt hätte.
4 Amazonsterne.
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am 1. April 2014
Ein besserer Titel wäre gewesen "50 archäologische Stätten in Deutschland, die man kennen sollte."
Ich betrachte mich als SEHR interessierten Laien, habe aber nur von ca. 40% der aufgeführten Stätten jemals zuvor gehört oder gelesen. Oder hat der Verlag sich diesen Titel einfach ausgedacht?
Nichts gegen das Buch. Es gibt zu jeder Stätte trotz der Kürze recht weitreichende Information. Das ist das grosse Plus dieses Buches. Wenn nur dieser etwas übertriebene Titel nicht wäre.
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