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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bewegendes zweite Leben der Christiane F. nach dem Bahnhof Zoo
Zuerst einmal vorweg ein Geständnis: Natürlich ist mir die Geschichte um die drogenabhängigen Jugendlichen vage bekannt, aber ich habe „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ leider bislang weder gelesen noch den Film gesehen. Dies werde ich auf jeden Fall noch nachholen, denn die Lektüre von „Christiane F. - Mein zweites...
Vor 29 Tagen von Amazon Customer veröffentlicht

versus
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich kann nur abraten !
Wir alle erinnern uns:
Christiane F. wurde zu ihrer Oma auf's Land verfrachtet.... und das Buch, bzw. der Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" endete
mit dem Bild einer verschneiten Landschaft. Eine traurige Geschichte, knallhart, fesselnd, einfach zum Heulen !!
Jahrzehntelang haben wir uns dann gefragt: Was macht die heute ? Lebt die eigentlich noch...
Vor 11 Monaten von Michael veröffentlicht


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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zum ersten Buch, 22. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Schade, Christiane F. und der Co-Autorin Sonja Vukovic gelingt es in keinster Weise, an das Vorgängerbuch, das Christiane F. vor etwa 35 Jahren zusammen mit Stern-Autoren geschrieben hat, anzuknüpfen. Warum das Buch ausgerechnet jetzt erscheint, wo es in ihrem Leben eigentlich keine bahnbrechenden, neuen Entwicklungen gibt (ihr Sohn wurde ihr bereits vor Jahren weggenommen), bleibt ein Rätsel. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass die Tantiemen des ersten Buches langsam ausgehen und sie wieder Geld brauchte? Im Grunde genommen ist das Buch unnötig. Sicher, Christiane F. führt ein spannendes Leben und ist durch die Hölle gegangen – das möchte ich gar nicht abstreiten. Aber muss man daraus unbedingt Profit ziehen? Ich denke, es gibt viele vergleichbare Schicksale, die eben nicht zu Papier gebracht werden, weil die entsprechenden Menschen nicht so bekannt sind.
Doch so spannend ihr Leben auch sein mag, so wenig ist es der Journalistin gelungen, dieses in dem Buch festzuhalten. Das Buch liest sich dröge und langweilig, selbst die guten Stellen sind langweilig beschrieben. Literarisch gesehen ist das Buch eine Katastrophe und nicht mit dem Vorgänger zu vergleichen. Es wimmelt nur so von Wortwiederholungen. Die Sätze sind kurz und einfach, der gesamte Spannungsbogen – ich kann es gar nicht oft genug betonen – fehlt komplett. Hinzu kommt, dass das Buch völlig unstrukturiert ist. Die Co-Autorin hätte sich gut getan, die Erzählungen von Christiane F. (die sicher unstrukturiert aus ihr kamen) chronologisch zu ordnen- das wäre auch ihr Job als Co-Autorin gewesen. So kann man überhaupt keine Struktur erkennen. Die Co-Autorin hat das Buch in Themen zusammengefasst, wie „Anna“ oder „Plötzensee“, aber dadurch wird es in keinster Weise verständlicher – im Gegenteil. Die einzig sinnvolle Struktur ist und bleibt bei einer Autobiographie die chronologische. So springt die Autorin in unterschiedlichen Zeitebenen umher, ohne dass man wirklich versteht, warum sie jetzt wo ist. Mal lebt ihr Sohn noch gar nicht, dann ist er erwachsen, dann wieder ein Baby. Ähnlich bei ihrer Freundin Anna. Mal ist sie da, dann tot, dann taucht sie wieder auf. Wie soll man aus diesem Gewirr schlau werden?
Was mir außerdem auf den Keks ging, ist die ständige Betonung, wie sie mit irgendwelchen Promis intensiven Kontakt hielt. Ohne ihre Drogenkarriere und das daraufhin veröffentlichte Buch wäre das gar nicht möglich gewesen und jetzt scheint sie auch noch stolz darauf zu sein?
Und ihre Naivität ist nicht zu toppen- wie kann man solche Sätze aufschreiben? (Seite 248): „Es war dumm von mir, wieder mit dem Heroin anzufangen. So habe ich jede Chance vertan, das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht wiederzubekommen. Mir war das alles nicht klar, mich hat niemand richtig aufgeklärt, und es war mir auch alles egal.“
Dass heroinabhängige Mütter nicht das Sorgerecht ihrer Kinder bekommen, liegt doch auf der Hand, oder? Das sagt einem der gesunde Menschenverstand. Wieso soll sie jemand darüber aufklären?
Als sie Jahre später doch das Sorgerecht bekommt, will sie es plötzlich nicht mehr, weil sie meint, ihr Sohn wäre in der Pflegefamilie besser aufgehoben. Insbesondere die Geschichte mit dem Sohn bleibt schleierhaft. Das ist ja eigentlich der Kernpunkt der Story, darum geht es doch letztendlich. Aber die Gefühle wurden keinesfalls intensiv geschildert, eher wirr und oberflächlich, sodass einen die Geschichte fast unberührt lässt.
Fazit: Das Geld kann man sich wirklich sparen. Ich werde mein Buch heute noch verkaufen. Das erste Buch war ein unglaublicher Hammer, aber das jetzige kann nicht mithalten. Dass Christiane F. nach ihrem schlimmen Schicksal wirr erzählt, kann ich nachvollziehen. Es wäre die Aufgabe der Co-Autorin gewesen, Spannung und Struktur in die Erzählungen zu bringen, aber das gelang der ehemaligen Volontärin keinesfalls. Schade! Der Stoff wäre gut gewesen, doch so, wie das Buch dargeboten wird, ist es leider Verschwendung.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie erwartet, 13. November 2013
Von 
MacBaylie (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Bezieht sich auf die Sonderedition - erhältlich beim Levante Verlag

Meine Meinung:
Eine Autobiografie zu bewerten finde ich äußerst schwierig und ich bin mir nicht sicher, ob ich das irgendwie hinbekomme. Normalerweise lese ich solche Sachen auch nicht besonders gerne - möchte nicht so tief in die Privatsphäre fremder Menschen eintauchen.
Diese Ausnahme hier war eher ein Zufall, da ich auf der Frankfurter Buchmesse unverhofft in diesen wahnsinnigen Presserummel hineingeraten bin und mich natürlich an „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erinnerte.
Dass der Begriff Pressemeute seine Berechtigung hat, musste ich schmerzlich am eigenen Leib feststellen. Echt heftig.

Das Buch selber ist sicherlich genauso „chaotisch“, wie das Leben von Christiane Felscherinow es bislang war. Chaotisch im Sinne von ungeordnet. Ein Aneinanderreihung von Hochs und Tiefs, Aufs und Abs, in nicht chronologischer Abfolge. Aufbereitete Erinnerungen querbeet.
Auch wenn das Buch in 9 Hauptabschnitte aufgeteilt wurde, vermischt sich doch immer wieder alles mit allem. Immer wieder lenken Gedankenfragmente in weitere Erinnerungen ab. Anders geht es ja auch nicht wirklich, denn im Grunde dreht sich weiterhin alles um das gleiche Thema.
Meiner Meinung nach konnte die Geschichte von Christiane Felscherinow gar nicht anders zu Papier gebracht werden. Eine wohlsortierte Berichterstattung hätte ich als unrealistisch und falsch empfunden.

Das Leben selber und die Entscheidungen, die Christiane Felscherinow getroffen oder auch nicht getroffen hat, möchte und kann ich gar nicht bewerten. Die menschliche Psyche ist viel zu komplex um in irgendwelche Schubladen gepackt zu werden und es ist sicher müßig, ergründen zu wollen, warum jemand handelt wie er handelt. Abhängigkeiten, in welcher Form auch immer, ziehen sich durch sämtliche Bevölkerungsschichten und genauso vielfältig wie die Arten der Abhängigkeiten, sind auch die Gründe dafür, wie es dazu kommt. Das gab es immer und wird es wohl auch immer geben.

Ich fand es ganz interessant zu lesen, was sich in den letzten 35 Jahren im Leben von Christiane F. getan hat. Ob alles haarklein so war, wie es beschrieben wurde, sei dahingestellt, denn "Erinnerungen" weichen doch oft von der Realität ab, aber im Großen und Ganzen kann es so ungefähr gewesen sein.

Ich denke, trotz aller widrigen Umstände hat Christiane Felscherinow es noch halbwegs „gut“ getroffen - vielen anderen ist es sicherlich wesentlich schlechter ergangen. Aber dennoch wünscht man niemandem ein solches Leben. Es zeigt erneut, dass man unter allen Umständen auf Drogen jeglicher Art verzichten sollte. Ganz besonders dann, wenn das Leben es mal nicht so gut mit einem meint.

Gut fand ich, dass Sonja Vukovic in den Zwischenkapiteln noch mal sachlich an die aktuelle Drogenpolitik, Hilfsmöglichkeiten und diverse Statistiken erinnert hat.
Dass ein Teil des Verkaufspreises der Sonderausgabe für eine Hilfsorganisation für Drogenkranke und deren Kinder verwendet werden soll gefällt mir auch sehr gut. Hoffentlich kommt das Geld auch dort an, wo es dringend gebraucht wird.
Was sich mir jedoch nicht erschließt ist die Tatsache, dass man für ein signiertes Buch einen Aufpreis von 50 Euro bezahlen soll. Da würde mir die Bitte um eine Spende (für eine Hilfsorganisation) besser gefallen.

Fazit:
Für alle, die interessehalber wissen möchten, wie es mit Christiane F. weiter gegangen ist, empfehlenswert. Wer jedoch eine spektakuläre Fortsetzung von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erwartet, könnte eventuell enttäuscht werden.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Faszination & Abstossung: Die Marke Christiane F., 30. Oktober 2013
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Der Name Christiane F. wirkt durch seine stempelartige Schriftform, wie eine Marke. Eine Marke die für eine gewisse Faszination und gleichzeitige Abwehr sorgte. Ihr damaliges Buch und der dazugehörige Film von Bernd Eichinger, war wie ein endloser Aufschrei, war Skandal, und hat die Menschen aufgerüttelt, aber auch erschüttert und traurig gemacht. Bücher die von tatsächlich Erlebtem berichten, haben ganz einfach einen ganz eigenen Geschmack, noch mal eine ganz andere Botschaftskraft, weil ihr unmittelbares Erleben dahinter steht. Man kann vieles an diesem Buch gut finden, genauso wie man vieles daran schlecht finden kann. Das Leben von Christiane F zu beurteilen, finde ich schlicht nicht angebracht, weil ich der Meinung bin, dass wir das nicht können oder anders ausgedrückt: Menschen eben auch genau diese Erfahrung "brauchen" die sie in ihrem Leben machen, und sei sie noch so grauenvoll. Allerdings gibt es sicherlich an der Machart des Buches, seinem Aufbau, seiner Struktur und Schreibweise etwas zu kritisieren. Unabhängig davon bin ich davon überzeugt, dass uns Christiane F mit ihrer "Leiderfahrung" auch etwas gegeben hat, sonst hätten ihre Bücher nicht nahezu Verkaufszahlen erreichen können, die nahe an die 5 Mio. Grenze kommen. Warum interessiert das so viele Menschen, wenn doch niemand Gesunder im Grunde damit zu tun haben will? Wer Christiane F liest, liest die Geschichte eines Lebens, das um Abhängigkeit und Sucht kreist, ein immer wieder neues Scheitern einer damals jungen Frau, die es nicht anders wusste und wollte, nach 35 Jahren zeigt sich die Autorin auch öffentlich, erzählt von Vergangenheit und jetzigem Leben, mit all' seinen Ups and Downs, was berührt ist das Persönliche, das Intime, ohne das so eine Geschichte, nie erzählt werden könnte, auch wenn Sonja Vukovic an ihrer Seite, die leicht grauen Blätter aus Umweltschutzpapier, mit ihren Sachkapiteln um wertvolle Informationen ergänzt hat, die sich wie Sozialberichte lesen.

Was mich an diesem Buch gestört hat, dass hier kein Lektorat für eine gewisse Chronologie, eine gewissen Struktur oder der Vermeidung von Redundanzen gesorgt hat. Das kann nerven, irritieren und nimmt dem Buch so etwas wie Qualität, was zu vermeiden gewesen wäre. Da kann man sich fragen, warum die Co-Autorin nicht das übernommen hat, aber egal. Dass das eine Autobiographie sein soll, weiss ich nicht so recht. Es hat autobiographische Teile und Lebensbeschreibungen, doch ist es für mich keine Autobiographie. Die Sachkapitel wollen informieren, aber gehören sie wirklich in eine Autobiographie? Dann hat dieses Buch auch Lücken, die Autorin macht viele Zeitsprünge, vorwärts, rückwärts, lässt den Leser auch so manches Mal im Unklaren. Warum lässt man so etwas nicht Gegenlesen und ergänzt es um das, was nicht verständlich ist? Das sind Dinge, die ich persönlich nicht an diesem Buch verstehe. Wer war dieser Gauner "Beckermann" wirklich, ausser dass er von einem Drogenboss adoptiert wurde und ständig ihr Geld geklaut hat? Wer diese ominösen Fremde waren, die in ihrem Haus ein und ausgingen, nachts Löcher bohrten und was sie wirklich gemacht haben und wer sie sind, bleibt für den Leser unklar und suspekt, er weiss einfach, dass sich Christiane F verfolgt fühlt, aber das ist auch eine Sackgasse...Vieles wirkt hier, wie wenn es im Tagebuch-Stil verfasst worden wäre. Gewisse "Leerläufe" und banale Lebensschilderungen hätte man hier weglassen können, aber eben, auch das wäre die Sache des Lektorats gewesen. Am Ende schreibt sie: "Viele meiner Träume sind geplatzt", aber als Leser hätte ich gerne gewusst, was das für Träume waren. Diese sind zwar angedeutet und teilweise geschildert, aber werden nicht wirklich ins Licht gerückt. Viele Menschen die hier erwähnt werden, möchte Christiane F nicht mit Namen nennen, was ich persönlich als eine respektierende Diskretion empfinde. Doch hat ihr Schreibstil an so mancher Stelle auch etwas sehr Menschliches, was ich für eine Qualität in diesem Buch halte, trotz meiner geäusserten Kritik in anderen Punkten. Lebensfragen wie: Wie möchte ich leben?, kreisen ständig in diesem Buch, auch die ständige Anwesenheit eines möglichen Todes ist über das ganze Buch hinweg hier spürbar.

Christiane F erzählt weiterführend von ihrer Jugend, ihrer Zeit in Griechenland, von ihren Beziehungen, von ihrer Abtreibung, von ihren Wohnungswechseln, von anderen Fixern und Kontakten, die sie in der damaligen Zeit hatte, ihrer Zeit im Gefängnis Plötzensee. Natürlich wird erzählt, wie die beiden Stern-Redakteure sie kennenlernten, und wie es 1978 zum Buch kam. Auch ein Herr Kai Herrmann und ein Herr Horst Riech, die damaligen Stern-Redakteure, sind durch die Leidensgeschichte einer Christiane F reich geworden, die es immerhin geschafft hat, sich 35 Jahre nur von den Einkünften des Buches über Wasser zu halten. Ich glaube kaum, dass das jetzige Buch, auch nur annähernd an die Auflagezahl ihres damaligen Buches heranreichen wird. Welche Rolle die Medien gespielt haben, erfahren wir hier genügend, das ging soweit, dass Zeitungsleute von bestochenen Fixern informiert wurden, sobald sich Christiane F in Drogenkreise bewegte. Man kann auch hier vieles gut oder schlecht finden, nur eines möchte ich doch dazu sagen, ohne einen Stern, hätte auch eine Christiane F nie diese Bekanntheit erfahren und diese Einkünfte erhalten, auch wenn sie irgendwann die ganze Presse nicht mehr ausgehalten hat. Das kennt man ja auch sonst von der Boulevard-Presse und würde nur erstaunen, wenn es hier nicht so wäre. Was mir aber ausserordentlich an diesem Buch gefallen hat, ist die Hommage an Anna Keel und die beschriebene Erfahrung mit ihrem Sohn. Alleine dafür bin ich diesem Buch dankbar. Ich wusste nicht, wie sehr sich Anna Keel (1940-2010) die Frau des Verlegers Daniel Keel (Diogenes Verlag) um Christiane F gekümmert hat. Für sie alleine schon ist ein Kapitel gewidmet. (Warum erscheint das Buch nicht im Diogenes Verlag?) Und zum Anderen ist da die Geschichte zu ihrem Sohn Phillip, der ihrem Leben eine neue Richtung gegeben hat. Auch der Schmerz darin, das Sorgerecht zu verlieren, das Kind das einem weggenommen wird, ist berührend, Sucht hin oder her. Trotz allem hat man das Gefühl, dass heute Christiane F in Frieden damit ist. Ihre ganze Verzweiflung darin ist spürbar und auch nachvollziehbar.

Auch in diesem Buch ist zu erfahren, wie tief das Leid einer Drogensucht gehen kann. Das Kinder Erwachsenen wieder einen Sinn geben können, wird auch hier am Beispiel Christiane Fs spürbar. Sogar Alice Miller hatte sich mit Christiane F in ihrem Buch "Am Anfang war Erziehung" aus psychoanalytischer Sicht beschäftigt, was auch hier erwähnt wird. Auch wenn dieses Buch nur teilweise überzeugt und an anderen Stellen nervt, bin ich froh es gelesen zu haben. Man hätte sicher mehr aus diesem Buch machen können. Die Dankbarkeit, aus der Christiane F immer wieder schreibt, ist angesichts all des Leids für mich bewundernswert, auch wenn wir vielleicht das Leben eines drogenabhängigen Menschen nie wirklich nachvollziehen können. Schade, hat ihr Sohn keine wirkliche Stimme in diesem Buch erhalten. Christiane F lebt heute noch unter Methadon, das hier ausführlich und verständlich erklärt wird und bei Ex-Heroin-Abhängiggen angewendet wird. Was mich doch unterm Strich am Leben der Christiane F gewundert hat, wie viel Hilfe und Unterstützung ihr angeboten wurde. So bleibt nur noch, Christiane F zu wünschen, ihr Leben möglichst sinnvoll zu leben und "gesund" zu bleiben, nach all dem was sie ihrem Körper angetan hat. Die Aufklärungsarbeit, die durch ihr Buch geschaffen wurde, ist trotz allem für meine Begriffe unbezahlbar, und sei sie noch so grauenhaft abstossend geschildert, Christiane F steht ganz sicher für einen Lebensbereich in unserer Gesellschaft, mit dem wir alle auf eine gewisse Art und Weise überfordert sind. Ob es wohl zu den Aufgaben von Christiane F gehören könnte, Menschen in gefährdeten Drogenabhängigkeiten zu helfen? Wenn ich sie fragen könnte, würde ich ihr diese Frage stellen...

Nachtrag: Dass Sich Christiane F in Ihrer Sonderausgabe auf Ihrer Website, mit einer persönlichen Signatur / Widmung für 50 Euro bezahlen lässt, finde ich völlig daneben. Jeder Erfolgsautor signiert heute immer noch seine Bücher "gratis". Das erhärtet leider den leisen Verdacht, dass hier Vieles nur des Geldes Willen geschaffen wurde. Schade. Obwohl ich mich sonst nicht in diese "Kritikecke" bewege, liegt diese Vermutung dann eben doch verdächtig nah. Das könnte einer der Gründe sein, warum eben dann doch die Qualität am Buch teilweise enttäuschen kann...
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaublich Egoistisch, 24. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Ich bin so wütend dieses Buch gekauft zu haben und damit Ihre Drogensucht unterstützt zu haben. Nennt mich naiv aber ich hatte gedacht, sie würde es schaffen mit dem Geld von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ein halbwegs normales Leben zu führen.
Etwa ab der Hälfte des Buches fing ich an die Seiten zu überblättern, weil es mich so wütend gemacht hat, dass diese Frau sich Urteile über andere erlaubt und selbst den größten Dreck am Stecken hat.
Z.B. irgendwelche Lehrer seien unsensibel ??!! Aber selber läßt sie ihren Sohn im Dreck verkommen. Das ganze Buch ist ohne Worte !!! Sehr egoistisch. Christiane denkt nur an sich. Als man ihr, ihren Sohn wegnimmt, setzt sie sich erst'mal einen Druck !!! Und schreibt dann auch noch, vom Schmerz den sie durchleben muss. Welche Ängste und Schmerzen ihr Sohn durchlebt ist ihr egal, denn sonst hätte sie sich eines Besseren besonnen und zuerst an ihr Kind gedacht. Und zuerst ihr Leben in den Griff bekommen. Sie ist 51 und ist auf dem Stand der 14 Jährigen stehen geblieben. Damals war das alles tragisch und das Schicksal der 14 Jährigen hat die Nation berührt. Aber heute mit 51 ?? Also sorry, aber ich bereue es, das Buch gekauft zu haben und mit dem Geld ihre Lebensweise unterstützt zu haben. Mal abgesehen davon, dass dass Buch nur mittelmäßig geschrieben ist. Die Anmerkungen von Sonja Vukovic habe ich komplett überblättert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Katastrophe!, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Im Gegensatz zum 1.Buch der Autorin ("Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") extrem langweiliges, schlecht geschriebenes Buch.
Wahllose Aneinanderreihung willkürlicher Begebenheiten.
Absolute Enttäuschung!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Als hätte es eine 12jährige geschrieben, 12. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Das Buch ist an vielen Stellen langatmig und laaaaaangweilig. Musste viele Seiten überblättern, sonst hätte ich es nicht durchgehalten.
Der Schreibstil ist grausam! Es liest sich, als hätte es eine 12jährige geschrieben, die Sätze sind teilweise so kindlich. Das soll eine 51-jährige geschrieben haben? Zwischen den Kapiteln kommen oft Passagen, die dagegen aussehen, als wären sie aus einer Aufklärungsbroschüre über Drogen entnommen.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tragische Geschichte, 13. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Es fällt immer schwer, eine Autobiografie mit den gleichen Maßstäben zu bewerten, mit denen man andere Bücher bewertet, denn man kann über den "Spannungsfaktor" eines echten Lebens nicht diskutieren.

Fakt ist, dass diese Autobiografie, das zweite Leben der Christiane F., sehr interessant ist, wenn man wissen möchte, wie es mit ihr weiter ging. Und tragisch auch, da diesmal der hoffende, versöhnliche Ausgang fehlte, den das erste Buch suggerieren konnte. Damals hatte Christiane ihr Leben noch vor sich. Sie hatte einen schlechten Start, aber sie hatte nun alle Chancen, aus ihrem Leben doch noch etwas zu machen, denn sie hatte großes Glück - sie wurde zu etwas Besonderem und verdiente nun genügend Geld, um sich um ihre Zukunft keine Sorgen mehr machen zu müssen.

Sie hat dieses Glück auch genossen und hingenommen. Aber sie trieb weiterhin ziellos umher. Und das ist das wirklich Tragische - es gab niemals etwas in ihrem Leben, für das sie kämpfen konnte, das sie als Ziel erreichen wollte. Selbst der Kampf um den Sohn wurde nicht wirklich geführt - sie kämpfte nicht darum, für ihn clean zu bleiben, und am Schluss war es einfacher, sich selbst zu sagen, es sei besser, er wäre bei den Pflegeeltern. Das mag auch so sein - denn eines darf man nicht vergessen: Wir lesen hier die subjektive Wahrnehmung von Christianes Geschichte. Wir erfahren nicht alle Einzelheiten, die vorgefallen sind und die dazu führten, dass ihr das Kind weggenommen wurde - ein Schritt, zu dem Behörden sich nicht so schnell entschließen, sondern dabei sehr genau aufs Kindswohl achten, auch wenn dies von den Betroffenen oft anders erlebt wird.

Wir sehen ihre Perspektive, erleben ihre - durch die Zeit getrübten - Erinnerungen. So gibt sie an, niemals gut im Stehlen gewesen zu sein. In "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" hingegen wird sehr genau von ihr beschrieben, wie sie sich im Schwimmbad Zeugs organisiert haben, wie sie eine Autoscheibe eingeschlagen hat, um ein Kofferradio zu klauen.
Beim Lesen habe ich mich gefragt, wann sie wohl die Unwahrheit gesagt hat - damals, als Jugendliche, um sich härter darzustellen als sie war - oder heute, als "alte" Frau, wo vieles durch den Nebel der Zeit verklärt ist. Das werden wir Leser nie erfahren.

Gerade die Sprunghaftigkeit der Erzählungen, die von einigen Rezensenten so bemängelt wird, gefiel mir gut - machte sie doch spürbar, dass hier wirklich jemand in seinen Erinnerungen wühlt und vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Es machte auch etwas von der Ausgebranntheit spürbar, die das junge Mädchen vor über 30 Jahren noch nicht hatte.

Es ist ein interessantes Buch, aber eine tragische Geschichte. Denn sie zeigt, dass es eigentlich so gut wie nie einen echten Ausstieg aus der Szene gibt - nicht einmal unter den besten Bedingungen. Clean leben mag möglich sein, aber die Schatten, die ein solches Leben wirft, wirken immer nach.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ..aber auch hoffnungsvolle Autobiographie ????, 14. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
so steht es auf dem Cover.
Gelesen habe ich aber ein Buch, das eine Frau beschreibt, die nie wirklich von Drogen und/oder Alkohol abstinent war. Eines das voller Widersprüche steckt.
Frau F. beklagt sich darüber, dass Ihre Bekanntheit ihr geschadet hat. Genau!!! deshalb jetzt noch ein Buch mit aktuellem Foto!! Mein Eindruck ist, dass Frau F. nur so lechzt nach Anerkennung, "Erkannt-werden" und Mitleid, was ich sehr fragwürdig finde. Zwischendrin wird die Wirkung einzelner Drogen beschrieben. Praktisch für Einsteiger!!! Müssen sie nicht so lange herumprobieren um die "richtige" Droge für sich zu finden. Gut. dass ich das Buch nur geliehen habe und nicht durch den Kauf auch noch die Drogen- und Alkoholsucht der Dame zu finanzieren. Zitat: "Meine Leber ist seit 1989 permant entzündet...ich weiß gar nicht woher..".und weiter: Das bedeutet, dass ich nur noch eine Flasche Berentzen in der Woche trinken dürfte!!!, vieleicht zwei oder drei...." Na, dann weiß sie es doch. Jeder Alki weiß, dass man vom Alkohol irgendwann eine leberzirrhose bekommen kann. Gut, dass dieser Frau der Sohn weggenommen wurde. ich hoffe sehr, er wurde gut untergebracht.

Ich habe in diesem Buch sehr viel wirres Zeug gelesen, narzistische Ergüsse und eines das nur so vor Selbstmitleid strotzt.
Hoffnung habe ich jedoch in keiner Zeile gefunden.
Ich hoffe nur, dass Jugendliche sich nicht durch diese "Geschichten" über die Nähe zu Promis (die ich für Spinnereien halte), zu einer ähnlichen Laufbahn inspirieren lassen.
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52 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Knast ist blöd, aber mich hat Nina Hagen dort besucht.", 14. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
Dieses Buch ist enttäuschend. Schade.

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und konnte es kaum erwarten zu erfahren, was aus dem Mädchen geworden ist, dass mich in meiner Jugend so gefesselt hat. Christiane F.. Eine Frau, die ich selbst als Jugendliche nicht am Bahnhof Zoo erkannt hätte Eine Jugendliche, die in meiner Jugend der Drogenszene eine Stimme gab.
Eine Stimme! Kein Gesicht. Sie wird mich im Laufe des Buches eines Besseren belehren, denn "jeder" kennt ihr Gesicht und will ein Stück von ihr (Information, Geld, Drogen... die jammervolle Liste ist schier endlos). Ja, nicht nur das! Als eine Art weiblicher Forrest Gump hat sie an so ziemlich jedem wichtigen Ereignis mitgewirkt oder war zumindest anwesend. Ich frage mich, ob Nena weiß, dass nur Frau F. zu verdanken ist, dass 99 Luftballons in den USA ein Hit wurde oder ob Van Halen zu schätzen weiß, dass sie David und den Rest der Band zu Jump inspiriert hat. Ich hatte nie ein Bild zu dieser Person, die mich so neugierig auf die Berliner Drogenszene gemacht hat.

Inhaltlich habe ich mir mehr versprochen. Das Buch ist durcheinander, strotzt von Wiederholungen, es gibt keinen Spannungsbogen (okay, ich weiß, Biografie und so...) und als das Buch dann zugeklappt ist, bleibt ein großes Fragezeichen. Das war's jetzt? Wo ist der Sinn?
Und dann findet man doch den Sinn. In diesem Buch betont sie es selbst immer wieder und so möchte ich es auch betonen: Frau F. hat nichts geleistet. Sie ist Heroinabhängig geworden und auf den Babystrich gegangen. Punkt. Das ist tragisch. Dank der richtigen Kontakte hatte Frau F. die Möglichkeit ihre Drogen und diverse Abtreibungen durch Tantiemen zu finanzieren. Auch das betont sie immer wieder.
In meinem Kopf dröhnt es: "Armes kleines Drogenmädchen." und über meinem Kopf hängt ein "Achtung! Sarkasmus!"-Schild.

Okay. Nun wird sie neue Tantiemen bekommen und sich von neuem finanzieren können. Ich gratuliere zu 333 Seiten brennender Langeweile, nichtssagender und unsortierter Erinnerungen sowie dem traurigen Versuch dem Ganzen durch die Beiträge von Sonja Vukovic einen Inhalt zu geben.

(PS: Liebe LeserInnen dieser Biografie: Macht euch selbst ein Bild von "Das Parfüm". Es ist zurecht Pflichtlektüre im Deutschunterricht und ist ein sehr gutes Buch! Lasst euch nichts gegenteiliges erzählen, auch wenn ihr nicht mit Patrick Süßkind gegessen habt.)
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kaum auszuhalten..., 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie (Broschiert)
... auch ich habe das Buch gekauft, da ich vor einigen Jahren das Bahnhofzoo-Buch praktisch mehrmals hintereinander verschlungen habe. Dieses neue Buch ist ein einziges Wirrwar, scheinbar wurde es kaum lektoriert. M.E. wäre das aber sehr notwendig gewesen. Aber gut, mag stilistisch nicht ganz meins sein - was aber viel schlimmer ist:...

...der Inhalt: Christiane F. wirkt wie eine selbstgerechte Muddi, die auf jeder zweiten Seite Zeit dazu findet, irgendwas und irgendwen anzuklagen - selten sich selbst. Außerdem wirkt das "Aufzählen" von irgendwelchen Promis, mit denen Christiane F. mal zusammen im Aufzug stand irgendwie lächerlich.

Achja - Diese pseudowissenschaftlichen Zwischenkapitel von Frau Vukovic... nein. Die gehen schon überhaupt nicht.

Schade, irgendwie ist da ein Mythos zerbrochen. Alleine der Ärger über die verballerten 17,90 haben mich das Buch zuende lesen lassen.
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Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie
Christiane F. - Mein zweites Leben: Autobiografie von Sonja Vukovic (Broschiert - 1. November 2013)
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