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am 18. April 2013
Wieder wurde ein >weißer Fleck< im literarischen Werk Jules Vernes getilgt. Durch Initiative des Herausgebers konnte dies schon mehrfach geschehen: Seltene, noch nicht im deutschen Sprachraum vorhandene Werke sind uns dadurch zugänglich geworden.
Die Erzählung behandelt im Groben die Flucht Derer von Chanteleine vor den Zugriffen der republikanischen Revolutionstruppen. Wer den geschichtlichen Hintergrund nicht genauer kennt, für den ist die Sachlage etwas verwirrend. Verne nimmt hier nämlich die Position der royalistisch-katholischen Landbevölkerung ein, die sich gegen die Ausschreitungen der Jakobiner wehren muss. Diese, die eigentlichen Revolutionstruppen, werden hier absolut negativ besetzt - Verne schlägt sich moralisch zu den Königstreuen. Diese Parteinahme hat wahrscheinlich die Aufnahme seiner Kurzgeschichte in die bekannten Kurzgeschichtssammlungen oder als Anhang zu seinen populären Romanen verhindert. Dadurch fand die Erzählung auch keinen Zugang zum deutschsprachigen Markt - nur Verne-Insider kannten die wenig publizierte französische Ausgabe.
Die Geschichte die in ihrem Schreibstil an die frühen Historienstücke Vernes für die Bühne erinnert, zählt bestimmt nicht zu den literarischen Höhepunkten seines Schaffens. Aber sie rundet das Werk - und damit jede Verne-Sammlung - ab.
Das vorliegende Buch verwendet alle Originalillustrationen und es ist durch umfangreiche Fußnoten (die zum Glück auch seitenzutreffend platziert wurden) geschichtlich und sprachspezifisch verständlicher geworden. Für diese Art des Publizierens vergebe ich die volle Punktzahl, obwohl Verne für den Inhalt Abzüge erhalten müsste .....
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am 11. April 2013
Der Graf von Chanteleine ist eines der frühen Werke des jungen Jules Verne und war bislang nie ins Deutsche übersetzt - für die geleistete Arbeit der Übersetzerin und dem Herausgeber ein herzliches Dankeschön!

Das bereits der Originaltext schwierig ist, zeigt sich an der stellenweise etwas holprig wirkenden Übersetzung, aber das soll erst einmal jemand besser machen! Möglicherweise ist es auch der noch nicht ausgereifte Schreibstil des damals noch jungen Autor, der hier auch in der Übersetzung wiederzufinden ist.

Eine interessante mit zahlreichen geschickten Spannungsmomenten versehene historische Erzählung aus den Zeiten der Revolutionswirren, begrenzt auf Ereignisse in der Bretagne, die für Verne die Heimat darstellte. Eine Mischung aus Kriegsgeschehnissen, familiärem Leiden der Protagonisten und Elementen der Religion - alles Dinge die für den bekannten Jules Verne eher ungewöhnlich sind und der Erzählung somit einen besonderen Reiz verleihen, die den durch seinen Stil etwas schwer verdaulichen Text lesbar machen und somit kompensieren. Da der Text nicht übermäßig lang ist gelingt dies auch sehr gut. Die Spannungsmomente sind oftmals überraschend in ihrer Auflösung, was dem ganzen noch einen weiteren Reiz verleiht.

Alles in allem ein zwar nicht ganz einfach zu lesender, dafür aber reizvoller und spannender Kurzroman aus der Feder des wohl bekanntesten französischen Schriftstellers, als Kurzlektüre mit Niveau z.B. auf einer Bahnfahrt mal "so zwischendurch" durchaus empfehlenswert!
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