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Auch mit "Die letzte Wahrheit", der zwölften Folge der Serie stellt sich für den Hörer eine Frage: Wird es "nur" eine gut erzählte Geschichte mit einer düsteren Handlung, die durch ihren realen Bezug in ihren Bann zieht, oder gibt es im Verlauf der Expedition das typische MindNapping-Erlebnis? Eine sich anbahnende oder doch eine unvorhersehbare Wendung? Ohne diese Frage beantworten zu wollen, sei festgehalten, dass die Geschichte stark und spannend erzählt ist. Raimon Weber lässt bei seinem dritten Beitrag zur Serie ("Die 9mm Erbschaft","Das Geschwür") das erste Mal den Plot außerhalb der USA spielen und überzeugt durch seine Grundidee und dessen Umsetzung. Die klassische Horrorhandlung - eine Gruppe betritt ein Gebäude und das Unheil beginnt - wird durch die Kombination mit dem Thema Rassentrennung erfrischend erzählt und unterhält. Auch der Schuss Exorzismus gibt der Handlung das gewisse Etwas.
Vom Finale dieser Folge erst gar nicht zu reden!

Das Cast zur Folge ist gut besetzt. Unter anderem sind Helmut Krauss, Nana Spiers, Till Hagen, Peter Flechtner, Stefan Friedrich und Gordon Piedesack dafür verantwortlich, dass dem Hörer einiges geboten wird. Zusammen mit einer passenden musikalischen Untermalung ist die technische Realisierung der Folge wieder einmal gelungen. Im Booklet gibt es einige Worte von Patrick Holtheuer über MindNapping und zu Ramimon Weber.

Kurzum: "Die letzte Wahrheit" ist eine spannende Folge, die viel mehr mit einer guten Erzählung und der Verknüpfung einer Horrorstory mit dem Thema der Rassentrennung überzeugt, als mit unvorhersehbaren Wendungen zu punkten.
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Erster Eindruck: Die Erforschung eines Bunkers

Mabou Dlanga, wird als Journalist zu einem lukrativen Auftrag gebeten, der ihm in kurzer Zeit eine Menge Geld einbringt. Er soll zusammen mit einer kleinen Gruppe einen unterirdischen Bunker untersuchen, in dem vor langer Zeit grausame Experimente der südafrikanischen Regierung durchgeführt wurden. Zuerst erstaunt ihn die Anwesenheit einer Seherin und eines Priesters, doch ereignen sich immer merkwürdigere Phänomene…

Mit einem sehr gelungenen Einstieg startet die zwölfte Folge Mindnapping, hier werden die Experimente an Menschen thematisiert, die in dem Bunker stattgefunden haben sollen. Dies hat zwar nicht viel mit der nachfolgenden Geschichte zu tun, weckt aber die Neugier auf das Kommende und zeigt, warum die Erforschung des unterirdischen Gewölbes so interessant für den Auftraggeber ist. Danach wird erst einmal Zeit dafür aufgebracht, die Konstellation der Gruppe zu erklären und deren Mission zu erklären. Das ist interessant aufbereitet und zeigt gleich erste Spannungen der Charaktere zueinander. Richtig los geht es dann schon mit dem Betreten des Bunkers, hier wird von Anfang an eine düstere, spannungsgeladene Atmosphäre erzeugt, die im weiteren Verlauf immer weitere Kreise zieht. Das Verschwinden einzelner Mitglieder, unerklärliche Phänomene wie Kältezonen und Stimmen aus dem Nichts sorgen immer wieder für eindringliche Momente. Die Stimmung intensiviert sich immer weiter, verdichtet sich, bis die typische unerwartete Wendung kommt, die mich hier wirklich überraschen konnte und die bisherigen Ereignisse in einen völlig neuen Kontext setzt. Doch danach ist es noch nicht vorbei, weitere Enthüllungen decken den Background der Geschichte weiter auf und sorgen für neue Wendungen. Dynamisch und spannend erzählt, mit einer packenden Atmosphäre und einer guten Produktion.

Wieder hat man sich hier nicht mit der Auswahl der Sprecher lumpen lassen, ein weiteres Merkmal der Serie ist wie immer die Besetzung mit bekannten Stimmen der deutschen Hörspiel- und Synchronisationsszene. Peter Flechtner ist in der Hauptrolle des Mabou Dlanga zu hören, er kann den anfangs standfesten Mann und den sich ausweitenden Schrecken bestens in Szene setzen. Helmut Krauss kann als Jacob von Wyk seine ganze Erfahrung ausspielen und die ernsthafte Rolle mit Spontanität und Glaubwürdigkeit ausstatten. Nana Spier kann mit ihrer außergewöhnlichen Stimme die Rolle der Melissa Taylor sehr gut auskleiden. Weitere Sprecher sind Stefan Friedrich, Katja Brügger und Jaron Löwenberg.

Diese Produktion ist ein wenig opulenter mit Musik und Geräuschen ausgestattet als die übrigen Folgen der Reihe, der Fokus liegt aber immer noch klar auf den Dialogen und nutzt die Effekte nur zur Verstärkung der jeweiligen Stimmung. Das meiste Potenzial liegt dabei auf den Geräuschen, die nicht nur in der ersten Szene, sondern auch m Bunker vielfältig eingesetzt werden, um die verschiedenen Erscheinungen einzukleiden.

Auch hier wird auf das bekannte Farbschema des Coverdesigns geachtet, der Look vermag auch hier zu gefallen und weist mit den vielen Pfeilen und dem angedeuteten karierten Papier einige einzigartige Merkmale auf. Dafür bleibt das Titelbild hier sehr kryptisch, die Luke des Bunkers ist darauf zu sehen. Im Inneren ist ein einleitender Text zur Folge sowie eine Kurzinfo zu Autor Raimon Weber zu finden.

Fazit: Eine bedrückende, beängstigende Wirkung, gleich mehrere Wendungen, ein ernster Hintergrund, der gut ausgenutzt wird – „Die letzte Wahrheit“ kann voll überzeugen.
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am 18. März 2015
Eine sehr tolle Folge mit einer tollen Handlung.
Eine Expertengruppe wird aufgestellt und sie müssen die Geheimnisse vom Ort der letzten Wahrheit entlocken :)

Die Sprecher waren alle Klasse, aus allen hat man tolle Leistungen aufgenommen.
Zu den jeweiligen Rollen wurden wirklich sehr gute und passende Stimmen ausgesucht.
Peter Flechtner höre ich besonders sehr gerne. Aber auch die anderen sind wirklich klasse.

Skript & Dialoge waren gut aufgebaut und gut geschrieben.
Raimon Weber hat eine tolle Handlung geschrieben, die sogar sehr überraschende Wendungen beinhaltet.

Sounddesign & Effekte waren in Ordnung.
Die Inszenierungen und die Geräuschkulisse sind gut gelungen.

Die Musikstücke haben mir gefallen und sie wurden passend platziert.

Eine starke Folge der Reihe und ich kann es sehr empfehlen ;)
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Februar 2013
Der Medienmogul Hendrik Alder bittet eine illustre Schar von unterschiedlichen Charakteren an, das letzte Geheimnis des südafrikanischen Apartheidregimes zu lüften: einem Ort, der sich die letzte Wahrheit nennt. Und so begeben sich der Journalist Mabou Dlanga, der Buchautor Robert Cayle, der Theologe Jacob van Wyk, die Seherin Heather Berisha und die Archäologin Melissa Taylor in einen quadratischen Bunker, der sich mitten in der südafrikanischen Wüste befindet. Doch schon bald kommt es zu ungewöhnlichen Vorgängen. Und als Melissa Taylor verschwindet ist schnell klar, dass sie da unten nicht alleine sind.

Mit DIE LETZTE WAHRHEIT macht die Serie MindNapping das halbe Dutzend voll. Zum dritten Mal ist Raimon Weber für eine Folge der Thrillerserie verantwortlich. Und der Gabriel Burns oder Darkside Park erprobte Autor zieht auch hier wieder alle Register. Mit dem Schauplatz Südafrika und den Bezug auf das Apartheidregime hat er einen überaus interessanten und spannenden Aufhänger gefunden. Darum entwickelt er eine Geschichte, die voll von Mystery- und Horrorelementen ist, welche dann von der Auflösung komplett auf den Kopf gestellt werden. Dieser Wechsel kommt etwas abrupt, stellt sich am Ende aber als durchs gelungener Schachzug heraus.

Bei der Auswahl der Sprecher hat man einmal ein gutes Händchen bewiesen, auch wenn es zum Teil schon sehr hörspielerfahrene Sprecher sind. Gordon Piedesack brilliert als Erzähler und macht seine Sache ebenso gut wie Peter Flechtner als Mabou Dlanga. Und wer Helmut Krauss (Jacon van Wyk) und Till Hagen (Hendrik Alder) in seinem Cast hat, kann nicht falsch gemacht haben. In weiteren Rollen sind unter anderem noch Stefan Friedrich (Robert Cale), Nana Spier (Melissa Taylor) oder Jaron Löwenberg (Charly Malema) zu hören. Was Geräusche und Musik angeht, so agiert diese Folge sehr zurückhaltend. Das ist überhaupt nicht schlimm, da das gute Script die Handlung tragen kann. Der Bunker wurde düster und atmosphärisch dargestellt, so dass sich die Kulisse sehr gut zu den Sprechern gesellt.

Einmal mehr hat Raimon Weber ein tolles Hörspiel vorgelegt. DIE LETZTE WAHRHEIT erzählt eine spannende Geschichte, deren Auflösung nicht leicht zu erraten ist und deren Plot das Thema Rassendiskriminierung überzeugend in seine Geschichte einbaut.
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Der Medienmogul Hendrik Alders beauftragt eine Gruppe unterschiedlicher Charaktere, mit unterschiedlichen Begabungen und Spezialisierungen, mit einer besonderen Mission. Sie sollen dem Ort der letzten Wahrheit seine Geheimnisse entreißen. Dieser Ort ist angeblich ein Projekt des Geheimdienstes zu Zeiten der Apartheid in Südafrika, an dem unaussprechliche Gräueltaten stattfanden. Mit von der Partie sind die Historikerin Melissa Taylor, die Seherin Heather Berisha, der Pfarrer Jacob van Wyk, der Journalist Mabou Dlanga, der Geisterbuch-Autor Robert Cale, sowie der Kameramann Charly Malema. Letzterer bringt die Gruppe auch zum Ort der letzten Wahrheit, einem als Felsen getarnten Bunker. Doch der entwickelt während der Anwesenheit der Menschen ein unheimliches Eigenleben, das schon bald die ersten Opfer fordert ...

Die dritte Arbeit von Raimon Weber für MINDNAPPING konfrontiert den Hörer mit einer weniger ruhmreichen Episode der jüngeren Menschheitsgeschichte, der Apartheid. Dadurch wird nicht nur ein politisch brisantes Thema angeschnitten, sondern auch ein exotisches Land zum Schauplatz des Geschehens. Die Idee mit dem Ort der letzten Wahrheit als Bunker, in dem plötzlich sonderbare Dinge vor sich gehen, erinnert an Horror-Filme wie „The Cube“ oder „13 Geister“. Spannung und Grusel werden hier jedoch weitaus subtiler erzeugt, als in den filmischen Werken und die beklemmende Atmosphäre ist dank des hervorragenden Drehbuchs von Raimon Weber und der exzellenten Arbeit der Sprecher regelrecht spürbar. Einmal mehr wurde Gordon Piedesack als Erzähler verpflichtet, der sich durch seine einzigartige Interpretation eine feste Rolle innerhalb der Hörspielreihe gesichert zu haben scheint. Die Hauptrolle der vorliegenden Episode hat Peter Flechtner erhalten, der den jungen Journalisten Mabou Dlanga äußerst dynamisch darstellt. In weiteren Rollen glänzen unter anderem Nana Spier, Katja Brügger, Till Hagen, Helmut Krauss und Jaron „Larry Brent“ Löwenberg. Auch der Produzent Patrick Holtheuer bekleidet erneut eine kleine Nebenrolle, ohne jedoch einen klar artikulierten Satz von sich geben zum müssen. Zeigt hier jemand Ambitionen zum Alfred Hitchcock der Hörspiele zu avancieren? Natürlich ist auch in dieser MINDNAPPING-Folge nichts so wie es scheint und am Ende setzt Raimon Weber noch eins drauf und lässt die Geschichte eine weitere Kapriole schlagen, wenn der Hörer schon das Ende wähnt. Abgerundet wird dieser überaus hörenswerte und gelungene Audio-Thriller durch einen flotten Soundtrack, der hervorragend zum Setting passt.
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am 1. Februar 2013
Ärgerlich. Das Hörspiel ist super produziert, Gordon Piedesack als Erzähler eine Wucht, die Story baut eine stetig steigende klaustrophobische Spannung auf und dann, eine plötzliche Wendung und alles ist kaputt. Mein erster Gedanke war, oh nein, nicht schon wieder in diese Richtung. Ab dem Bruch der Geschichte war der Rest vorhersehbar, die Überraschungsmomente verpufften reihenweise, da schon zu oft in letzter Zeit gehört und gesehen. Warum hat man das Thema Apartheit nicht weiter nutzen können, ein unheimliches Ende vorzubereiten ? Oh man, ich ärgere mich wirklich über den Knick in der Geschichte und habe das Ganze doch neulich erst in einer Dark Mysteries Folge gehört. Bereits da ging mir die Auflösung schon gewaltig auf die Nerven. Nein, wirklich schade und auch, wenn das hier meckern auf höchstem Niveau ist, der Weg, den das Hörspiel beschreitet, ist für mich eine Enttäuschung.
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am 4. März 2013
Das erste Dutzend ist voll und aller guten Dinge, zumindest vorerst, drei. Die zwölfte MindNapping-Folge stammt erneut aus der Feder Raimon Webers, der schon mit "Die 9mm-Erbschaft" und "Das Geschwür" Beiträge zur Reihe leistete. In "Die letzte Wahrheit" nimmt er die Lauscher mit nach Südafrika und beleuchtet einen weniger schönen Teil der Vergangenheit des Landes. Zu Zeiten der Apartheid soll der Geheimdienst geheime Rassenforschungen betrieben haben, hier in einem versteckten Bunker in der Wüste. Die ersten Szenen der Folge schildern grausame Experimente an Menschen, die einen sogleich aufhorchen, aber noch völlig im Dunkeln lassen.
Doch weiter geht es kurz darauf in der Gegenwart. Man begleitet Mabou Dlanga und das restliche Team bei ihrer Ankunft und Erkundung der seltsamen Anlage und erlebt die Schrecken unter der Erde hautnah mit.
Dass man intensiv in die Story eintauchen kann und mitgerissen wird liegt zum einen natürlich an den hervorragenden Sprechern und Sprecherinnen. Gordon Piedesack ist als Erzähler ein echter Genuss. Mit dem ihm eigenen charakteristischen Tonfall kommentiert und ergänzt er das Spiel der Sprecher, ein großartiger Kontrast zu den lebendigen Dialogen und Szenen.
Wenn man Namen wie Peter Flechtner, Helmut Krauss, Nana Spier, Katja Brügger oder Wolfgang Bahro in der Sprecherliste liest, muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es ist klar, dass einen höchstes Niveau erwartet; nichts Neues beim Label Audionarchie. In weiteren Rollen sind außerdem Stefan Fredrich, Jaron Löwenberg, Till Hagen, Oliver Böttcher, Peter Weis und Patrick Holtheuer zu hören.
Zum anderen ist Marcel Schweder auch die musikalische Untermalung großartig gelungen. Unheilschwangere, kraftvolle Klänge unterstützen die sowieso schon grandiose Atmosphäre der Story und verursachen mitunter Gänsehaut. Düster und unheimlich wirkt die Szenerie, teilweise geradezu bedrohlich. Zur schlichten, aber eindrucksvollen Kulisse des Bunkers passt auch der dezente, wohlplatzierte Einsatz der Geräusche und Effekte. Man kann kaum anders, als gebannt zu lauschen und mit den Protagonisten mitzufiebern.

Die Auflösung der komplexen Story kann beim ersten Hören überraschen und der Lauscher darf sich auf einige Richtungswechsel freuen, die man grob vielleicht erahnen, im Detail aber sicher nicht voraussehen kann. Raimon Weber macht seinem Namen alle Ehre und zeigt erneut, dass er es einfach drauf hat, spannende und vor allem atmosphärisch dichte Storys zu weben.
Wirklich gut gemacht. Von allen Beteiligten. Chapeau.
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Den Inhalt bitte ich der Beschreibung bei Amazon zu entnehmen.

AUTOR

Raimon Weber ist unter den Hörspielautoren einer der Großen. Er trug drei Folgen zum DARKSIDE PARK bei, zeichnet sich verantwortlich für die Folge "DIE 9 MM ERBSCHAFT" hier bei MindNapping, war Autor der ersten 16 Folgen von Gabriel Burns, schrieb zuvor schon zweimal für MindNapping, auch für Terminal 3, Point Whitmark, Kommissar Dobranski, veröffentlichte einige Romane und ... warum stelle ich ihn eigentlich noch vor? Nur soviel: Was ich an seinen Geschichten mag, ist die fast körperlich spürbare Anspannung in seinen Werken, vor allem durch Andeutung und Auslassung vermag er seine Hörer / Leser zu fesseln.

THEMA

In dieser Folge geht es um das Wirken der Regierung in Zeiten der Apartheid. Eine perfekte Kulisse (ich habe den Gedanken, dass die Geschichte ebensogut vor dem Hintergrund der NS-Verbrechen hätte spielen können. Um dies jedoch abzuschwächen bzw nicht immer die gleichen Themen zu nehmen, könnte es nach Südafrika verlegt worden sein. Ich bin jedenfalls froh, dass es zur Abwechslung mal nicht das dritte Reich ist, sondern ein anderer Schauplatz. Aber vielleicht interpretiere ich da auch zuviel hinein).

Wie auch der Journalist stellt sich der Hörer die Frage, was eine Seherin und ein Pfarrer in Mindnapping, das ja meist doch recht realistisch gehalten ist, verloren hat. Wie passt diese Folge in die Reihe? Doch bald wird klar, dass diese Folge nicht nur in die Reihe passt sondern wieder einmal ein Glanzstück wurde ...

AUFBAU

Im Prolog weiß der Zuhörer nicht, worum es geht, erst später wird dies klar. Dann zum Einstieg der Folge geht die Handlung eher langsam voran. Es werden die Charaktere alle vorgestellt, und dafür lässt der Autor sich gut Zeit. Obwohl in diesen Tracks wenig geschieht, muss man als Hörer dennoch sehr aufmerksam folgen, da die spätere Handlung zum Teil darauf basiert und nach und nach alles, was bisher geschah, sich nun zusammenfügt. Ein zweites Hören ist auf jeden Fall sinnvoll, um die Geschichte komplett zu erfassen.

Der Hauptteil dann ist etwas kürzer, die Spannung steigt drastisch an. Wo andere Blut, Horror und Grauen beim Namen nennen, genügen ihm Andeutungen. Wo andere den Tod und das Sterben in splatternden Effekten zelebrieren, genügt ihm die schlichte Aussage, dass jemand starb, er braucht solche billigen Stilmitteln nicht und verlässt sich ganz auf die Wirkung der Story.

Und dann natürlich ein Twist und das Ende, auch hier lässt er sich wieder Zeit, alles zu erklären, die Charaktere miteinander agieren zu lassen und das Geschehen rückwirkend zu beleuchten. Beim zweiten Hören erkennt man dann auch einige Hinweise bzw kann manche der Szenen mit dem Wissen um die "Auflösung" neu wahrnehmen. Zugegeben, das Ende ist ziemlich naheliegend, doch da ich während des Hörens sosehr im Bann der Geschichte war, kam ich einfach nicht von selbst drauf ;-)

SPRECHER

Gordon Piedesack macht seine Rolle als Erzähler hervorragend. Und auch, wenn ich sonst nicht so für Erzähler zu haben bin (ich bevorzuge es, wenn eine Geschichte ohne auskommt), passt er hier sehr gut in das Geschehen, ergänzt das Hörspiel durch seine markante Stimme.
Nana Spier, die ich lieber in softeren Rollen mag, konnte mich hier dennoch überzeugen. Till Hagen und Helmut Krauss, da muss ich gar nicht viel sagen, die spielen sowieso jeglicher Vergleiche. Mir fiel in diesem Hörspiel niemand auf, der nicht gepasst hätte oder der negativ aus der Gruppe der anderen Sprecher hervorgestochen wäre. Während manche Folgen aus MindNapping mit weniger auskommen, wurden hier recht viele Rollen verteilt, und sie werden weiterhin gesprochen von Peter Flechtner, Stefan Friedrich, Katja Brügger, Jaron Löwenberg, Oliver Böttcher, Peter Weis, Wolfgang Bahro und Patrick Holtheuer.

GERÄUSCHE, MUSIK

Die Stimmung des verschlossenen Bunkers kommt sehr gut beim Hörer an. Passend zu Weberes Geschichte werden keine großen Effekte aufgefahren. Dadurch wirken die eingesetzen Mittel umso intensiver, sodass Beklemmung und Enge drastisch spürbar werden. Die Musik nie aufdringlich, stets unauffällig im Hintergrund untermalt die Handlung und verstärkt mit ihrem treibenden Rhythmus die Spannung.

FAZIT

Beklemmend, düster und unheimlich. Wieder eine herausragende Folge Mindnapping. Die Serie schöpft von Mal zu Mal mehr ihr Potential aus, und ich bin gespannt, was bald an weiteren Highlights folgen wird.

Wertung: 9 von 10 Obsessionen
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