Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More madamet fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen4
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
4
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 4. November 2013
Im ersten Augenblick stockt einem ja der Atem: 18 Euro! Für ein Comic-Buch von 32 Seiten, in dem der eigentliche Comic nur 24 Seiten einnimmt! Puh! Aber noch bevor man mit der Lektüre beginnt, ist man auch schon auf dem besten Weg, sich mit dem Preis zu versöhnen. Denn sowohl optisch wie auch haptisch ist bereits die Aufmachung des Buchs ein reines Vergnügen. Das ›nordische‹ Ornament auf dem dunkelroten Leinenstreifen am Buchrücken und die aparte Mischung aus stumpfen und glänzende Farbflächen: alles wunderschön und mit viel Liebe gemacht. Das gleiche gilt für die Gestaltung des Vorsatzblattes.

»Hilda und der Troll« (im Original: »Hildafolk«) ist ursprünglich 2010 erschienen und damit vor »Hilda und der Mitternachtsriese«. Es war nicht für das Albumformat vorgesehen, sondern erschien im Heftformat. Hält man die deutschen Ausgaben der beiden Geschichten nebeneinander, so bemerkt man bei Panelgrößen und Seitenstruktur den Unterschied (auch ist der vorliegende Band etwa 1 cm kleiner als der vorherige). Doch für die vorliegende Geschichte macht das nicht wirklich etwas aus.

Hildas Charakter ist in dieser ersten Geschichte schon voll entwickelt. Sie ist ungemein neugierig und unerschrocken. Zwar gerät Hilda auch in Situationen, in denen sie sich fürchtet, aber ihr Pragmatismus hilft ihr da heraus. Doch ganz allein schafft sie das auch nicht. Sie ist keine Superheldin. Den entscheidenden Hinweis erhält Hilda vom Holzmännchen, das sie am Beginn der Geschichte noch mit Achtlosigkeit behandelt hatte. Später findet sie Zuflucht bei dem Holzmännchen. Auch in Bezug auf den Troll, vor dem sie sich fürchtet, muss Hilda dazulernen. Ihr Wissen über den Troll ist unvollständig, weil sie bei der Lektüre des Buchs über Trolle zu selbstbezogen war. Deshalb hat sie, ohne es zu wissen, Schaden angerichtet. Aber zum Glück lässt sich das am Ende wiedergutmachen.

Hilda ist in einer Welt zu Hause, in der Menschen und Fabelwesen ganz selbstverständlich koexistieren. Eine Welt, die noch nicht entzaubert ist. Luke Pearsons große Kunst besteht darin, dies ganz unaufgeregt plausibel zu machen. Er erzählt die Geschichte so, als sei es das Normalste der Welt, wenn Holzmännchen umherziehen und ihren Platz in Häusern anderer Leute suchen. Ähnlich ist es mit den Trollen und anderen Wesen, die hier kurze Auftritte haben. Und als Leser zögert man keinen Augenblick, Pearson das alles zu glauben.

Die Comic-Geschichte hat Pearson um drei schöne doppelseitige Zeichnungen von Hildas Welt, ihrem Zimmer und dem Troll-Buch ergänzt. Vergleicht man den Preis des Buchs mit dem, was man für ein gutes Bilderbuch ausgeben muss, dann verfliegt das anfängliche Erschrecken vollends. Es sei noch einmal die wundervolle Ausstattung betont, die nicht nur für Erwachsene einen eigenen Wert darstellt. Verschafft man Kindern nur ausreichend Gelegenheit und macht sie auf die kostbaren Details aufmerksam, dann wissen sie recht bald selbst zu unterscheiden zwischen Büchern, die es wert sind, geliebt zu werden, und dem massenhaften Schrott, der die Ramschtische überschwemmt.

Ein großes Lob für Luke Pearson. Gebt dem Mann viele Preise und sorgt dafür, dass er Gelegenheit erhält, noch möglichst viele Hilda-Abenteuer zu schaffen!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. März 2014
“So ist das Leben als Abenteurer.” Angetrieben von ihrer Neugier und manchmal auch etwas Übermut erkundet die achtjährige Hilda eine Welt voller Fabelwesen und Fantasietiere. Riesenpelzkaulquappen, Steintrolle und Mitternachtsriesen kreuzen dabei ihren Weg.

Hilda ist ein kleines aufgewecktes Mädchen, wohl um die acht Jahre alt, und wohnt mit ihrer Mutter in einer abgelegenen Holzhütte zwischen dem „Großen Wald“ und den angrenzenden schneebedeckten Bergen. Schon die Farbe ihrer Haare (pastellblau) verrät dem Leser, das es sich um ein sehr ungewöhnliches Mädchen handeln muss. Und in der Tat ist Hilda reich an Phantasie und Tatendrang: Tag für Tag erkundet sie eine ebenso ungewöhnliche Welt voller Trolle, Riesen, Elfen, eigenbrötlerischer Holzmännchen und fliegender Riesenpelzkaulquappen. Darüberhinaus gibt es für sie kaum etwas Schöneres, als in verregneten Nächten im Freien zu zelten und tagsüber Felsen zu zeichnen. Oder sie sitzt vor dem Kamin im heimischen Wohnzimmer und schmökert in einem Buch mit dem Titel „Trolle und andere gefährliche Kreaturen“. Klar, dass Hilda solch ein Wesen auch einmal aus der Nähe betrachten möchte...
„Hilda und der Troll“ (Orig. „Hildafolk“) ist das Debüt des britischen Comiczeichners und Illustrators Luke Pearson und der Auftakt einer Serie über die sympathische titelgebende Heldin. Höchstes Lob erfuhren die bisher in deutscher Sprache beim Comicverlag Reprodukt erschienen Bände von Seiten der Literaturkritik. Ebenso poetische wie witzige Bildgeschichten über eine an skandinavische Berglandschaften erinnernde Welt voller Magie, mythischer Fabelwesen und seltsamer Kreaturen versetzten selbst renommierte Comicrezensenten in wahre Verzückung (z.B. Andreas Platthaus, FAZ). Die von Pearson geschaffene Fantasywelt nimmt Anleihen an nordischer und keltischer Mythologie auf und erinnert in vielen Motiven an die großartigen Animationsfilme Hayao Myazakis.
Als einfallsreich hat sich Pearson auch bei der Gestaltung des Comics erwiesen: innerhalb der Erzählung wechselt er mehrmals zwischen hoher und niedriger Rhythmisierung der Einzelbilder und dirigiert so das Zeitgefühl und damit den Grad der Einfühlung der Leser. Zudem variiert er die Gestaltung der Panels hinsichtlich ihrer Breite, Höhe und der Gestaltung des Bildrahmens. In ihrem Aufbau gleicht daher keine Seite der anderen. Dennoch erscheinen die Bildsequenzen klar strukturiert und übersichtlich, und damit ist der Comic sowohl für ganz junge Leser (und Leseanfänger) als auch für gestandene Liebhaber moderner Bildgeschichten geeignet.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Luke Pearsons Zeichenstil bei "Hilda und der Troll" gefällt mir ausgesprochen gut. Ziemlich cartoonig und fantasievoll erzählt er auf gerade mal 24 Comicseiten eine Episode aus Hilda Folks Leben. Das Barrett-tragende Mädchen liebt es, draußen bei schlechtem Wetter zu zelten. Zuhause bekommt es seltsamen Besuch von einem Holzmännchen, und im Handlungsverlauf stolpern Hilda auch noch ein putziger blaugrauer Wolperdinger, ein Gigant und ein Steintroll über den Weg...

Pearsons überschäumender Fantasie sind weder bei der Geschichte, noch bei den Zeichnungen Grenzen gesetzt. Mit warmen Farben versteht er es, die Stimmung des Comics hervorragend zu unterstreichen. Irgendwie fühlte ich mich bei der Lektüre an die schwarzweißen Mumins-Comics von Tove Jansson erinnert.

Ursprünglich erschien der Comic in England im Kleinformat mit einem festen Pappeinband bei Nowbrow Press, London. Die neue, jetzt auch deutschsprachig erhältliche Album-Version enthält zusätzlich zur Originalausgabe noch eine aufwändig bedruckte Leinenbindung, eine Landkarte und zwei Doppelseiten, die von Martha Norman gestaltet wurden. Im Vergleich zur englischen Originalausgabe wirkt das Reprodukt-Album deutlich aufgewertet. Das größere und gebundene Format liegt gut in der Hand, die Spotlackierung auf Vorder- und Rückseite sieht sehr hübsch aus und fasst sich zudem gut an. Dass in Deutschland zuerst "Hilda und der Mitternachtsriese" und erst jetzt das (chronologisch ja bereits vorher veröffentlichte) erste Abenteuer Hildas erscheint, tut aber dem Lesegenuss keinen Abbruch. Man muss den Mitternachtsriese-Band nicht gelesen haben, um der charmanten Troll-Geschichte folgen zu können. Aber wer bereits einen Hilda-Comic gelesen hat, wird - wie ich - einfach jedes Abenteuer des kleinen Mädchens lesen wollen...

Verdiente fünf Sterne. Reprodukt hat mal wieder ein liebevoll gestaltetes und tadellos produziertes Comic veröffentlicht. Danke!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2014
Ich versuche mal, die Rezension ein wenig zu gliedern, um es übersichtlicher zu machen.

Erscheinungsbild: Im Gegensatz zum englischen Original, das ich auch besitze, bekommt man neben der Übersetzung das große Albumformat, was die Suche nach Details auf den Bildern doch erleichtert. Der Einband fühlt sich sehr wertig an und die, von anderen Rezensenten schon beschriebene, Glanzcolorierung an einigen Stellen auf dem Titel und der Rückseite sieht einfach klasse aus.

Inhalt: "Hilda und der Troll" ist der Vorläufer von "Hilda und der Mitternachtsriese". Im Gegensatz zu dem Nachfolger ist die Geschichte um den Troll relativ gradlinig, was aber nicht weiter stört. Wer auf einigen Bildern genau hinschaut kann dort die Elfen entdecken, die in dem Mitternachtsriesen ja eine große Rolle spielen.
Luke Pearson schafft es immer wieder, den Leser daran zu erinnern, dass es auf die Perspektive ankommt. Wenn Hilda sich z.B. im Wald verlaufen hat, fast von einem Riesen plattgetrampelt wird und dann anmerkt, dass der Riese doch den Vorteil hat, den Überblick zu haben. Und im nächsten Bild sieht man den Riesen, wie er sich darüber beklagt, dass der Wald von oben doch überall gleich aussieht.

Staunen: Es ist einfach grandios, wie Luke Pearson es schafft, eine Geschichte zu erfinden, die für alle Altersgruppen funktioniert (ab einem gewissen Mindestalter ^^). Einige von Hildas Sprüchen, die eher die Erwachsenen zum Grinsen bringen, funktionieren wie bei Shrek, aber ohne dabei so böse-schwarzhumorig zu sein (nichts gegen Shrek, bitte nicht falsch verstehen).

Die Hilda Comics sind bisher die einzigen, die ich in wenigen Monaten schon mehrfach gelesen habe. Hilda macht einfach Spaß, ist toll gezeichnet und kommt in einer schönen Verpackung. Was braucht man mehr?
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

14,00 €