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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochansprechende Serie - nicht nur für junge Leser, 14. März 2013
Von 
Udo Erhart "udoerhart" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Der Reprodukt-Verlag war bisher eher für seine anspruchsvollen Graphic Novels bekannt, nun kommt mit den Kinder-Comics ein neues Standbein dazu. Und wenn ich mir die erste Welle der Comics für junge Leser so ansehe, könnte das ein neues Marktsegment für den Berliner Verlag sein, denn die ausgewählten Bildgeschichten für Erstleser sind hervorragend ausgewählt. Außerdem freut mich, dass nicht nur fremdsprachige Lizenzen eingekauft wurden, sondern auch deutsche Zeichner und Autoren zu Stift und Tastatur greifen konnten - und bei Reprodukt veröffentlicht werden.

Luke Pearson ist ein Comic-Schaffender aus England. Seine Comics habe ich auf einem Comic-Festival für mich entdeckt - und lieben gelernt. Sowohl sein Strich als auch die so unterhalt- wie seltsamen Charaktere haben es mir angetan. Zudem werden seine Geschichten von einer leichten Melancholie getragen.

Pearsons Comic-Heldin Hilda ist ein kleines Mädchen, das mit seiner Mutter zusammen lebt. Allerdings bekommen die beiden nicht nur nervige Nachrichten von unsichtbaren (weil winzigen) Elfen, sondern Hilda findet sich plötzlich auch in einer geschrumpften Welt wieder. Komplett seltsam wird ihre Reise, als sie nicht nur auf einen Mini-Bürgermeister sondern auch auf einen enormen Riesen trifft...

Luke Pearsons Strich ist hochansprechend, seine Zeichnungen sind einerseits stark vereinfacht, andererseits aber durch Schraffuren und Detailreichtum im wahrsten Wortsinn eigentümlich. Die Kolorierung ist zurückhaltend und passend gewählt, die handschriftliche Typo gut lesbar. Das großformatige Hardcover-Album wurde auf dem Cover mit Spotlackierung veredelt.

Ich empfehle "Hilda und der Mitternachtsriese" für Kinder ab zirka acht Jahre und vergebe beherzte fünf Sterne. In England sind bereits weitere Hilda-Comics aus der Feder von Luke Pearson erschienen. Bleibt zu hoffen, dass Hilda bei Reprodukt hierzulande eine dauerhafte Veröffentlichung vergönnt wird. Verdient hat es das Comic-Mädel nämlich allemal.

PS: Luke Pearson wird dieses Jahr beim Comicfestival in München teilnehmen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend, 29. April 2013
Von 
Estragon - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Man soll Klappentexten ja grundsätzlich nicht trauen, aber in diesem Fall ist schon etwas dran, wenn es heißt, das vorliegende Werk stünde in der Tradition von Tove Janssons ›Mumins‹ und der Arbeiten von Hayao Miyazaki. Die eher karge Landschaft, in der die Geschichte spielt, mutet skandinavisch an, und auch die Selbstverständlichkeit, mit der kleine Fabelwesen die alltägliche Lebenswelt bevölkern, könnte aus dem Kulturkreis stammen (und eine Figur heißt, wie sich zeigt, Jørgen). An Miyazaki erinnern ebenfalls einige der ganz selbstverständlich auftauchenden Fabelwesen (vor allem die Woffel). An seine Filme muss aber auch deshalb denken, weil Pearson seine Figuren und die Geschehnisse mit Ambivalenzen ausstattet, die jedes simple Gut-böse-Schema unterlaufen. Am Ende sind es zum Beispiel ausgerechnet die sanftesten Wesen, die unversehens – und aus Versehen – die größte Zerstörung anrichten.

Hilda ist ein kleines, aber toughes Mädchen, das mit seiner Mutter in einem kleines Haus an einem etwas abgeschiedenen Ort am Rande des Gebirges lebt. Ganz normal, wie es auf der ersten Seite scheint. Auf der zweiten Seite wird aber bereits klar, dass in Hildas Welt das ganz Normale und das Märchenhafte Hand in Hand gehen, ohne dass dies jemanden erstaunt. Hilda und ihre Mutter erhalten offenbar schon länger Post von unsichtbaren Miniwesen, die sie zum Verschwinden auffordern und Drohungen ausstoßen. Was erst nur angedroht war, wird rasch Wirklichkeit, und Hildas Mutter erwägt, zum Entsetzen von Hilda, den Wegzug. Hilda beschließt, dies zu verhindern. Aber ihr Plan, mit den Anführern der Miniwesen zu verhandeln, gerät ins Stocken, weil sie außerdem auch noch einen Mitternachtsriesen entdeckt, der, wie sich herausstellt, Hilfe benötigt.

Hildas Welt gerät aus den Fugen. Hilda ist gleichzeitig mit dem sehr Großen und dem ganz Kleinen konfrontiert. Sie muss vor allem ihre Sicht der Dinge und ihre Wünsche in zwei Richtungen relativieren. Aber Hilda ist tough. Sie schafft es und geht aus dem Abenteuer als eine andere hervor.

Pearsons Kunst besteht unter anderem darin, an keiner Stelle den pädagogischen Zeigefinger zu erheben. Selbst als Erwachsener ist man sofort von der Geschichte gefangen. Hilda ist ganz und gar ein Mädchen der Gegenwart: empfindsam, schlau und bockig, wenn es sein muss. Pearson erzählt mit Witz und Ironie, ohne dabei auch nur im Entferntesten die Poesie der Erzählung aufs Spiel zu setzen. Man beachte allein auf der siebten Seite, wie Hilda ihre Mutter mit dem schönsten Hundeblick seit John Belushi in den ›Blues Brothers‹ herumkriegt. Und auf der gleichen Seite ein typischer, wunderbarer Hilda-Satz: »Ich wollte schon immer einen imaginären Freund haben, aber ich wusste nie, wo man so jemanden trifft.«

Pearsons Zeichnungen sind von einer ausgeklügelten Einfachheit, sein Seitenlayout ist perfekt. Wunderbar auch die Farbgebung. Die Aufmachung des Buchs erfüllt alle Wünsche. Schöner geht es kaum. Ein Minimanko: Warum gibt es keine Seitenzahlen?

Eine absolute Empfehlung! Primär natürlich für aufgeweckte Kinder, aber auch Erwachsene dürften ihren ganz unpädagogischen Spaß haben. Man darf sich auf Band 2 freuen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfohlen von Comic Review, 16. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Ein überrachender Comic, dem ich auf dem ersten Blick einen Skandinavier zugeschrieben hätte, aber nicht einem Briten. Luke Pearson entwirft eine phantasiereiche Geschichte, rundum Hilda die in den Bergen einsam mit Ihrer Mutter lebt. Bis die Trolle, Flugpelzer, Zwerge und Holzmänner in Spiel kommen und das Abenteuer beginnt. Wenn man sich die entworfenen Figuren von Luke Pearson anschaut, verbindet er japanische Elemente mit einem europäischen Stil. Die Geschichte selbst gibt dem ganzen dann noch einen wunderschönen melodramatischen Anstrich. Hilda selbst ist toll gezeichnet, wehende blaue Haare, eine Art Baskenmütze auf dem Kopf und übergroße rote Schuhe. Die Schuhe könnten dann für alles Mögliche stehen. Mit ausdrucksstarke Panels, die mal riesig die ganze Seite füllen und mal winzig klein sind, bis zu 17 pro Seite, wird diesem Buch ein ganz besonderer Flair verpasst. Als Leser fühlt man sich ständig einmal als Riese und einmal als Winzling. Das Handlettering gibt diesem Buch die besondere Note und runden das exzellente Erscheinungsbild dieser tollen Publikation aus dem Hause Reprodukt ab.
Ein überraschen vielschichtige Geschichte die nicht nur die jungen Leser anspricht, sondern auch gerade etwas für die älteren ist. Alles was man dazu tun muss, ist zwischen den Zeilen zu lesen und seiner Phantasie freien Lauf zu lassen.

Eine ausführliche Besprechung als Podcast unter Comic Review in Ausgabe "CRFF051 – Hilda und der Mitternachtsriese"
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5.0 von 5 Sternen Gute Idee, meisterhaft umgesetzt, 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Eine märchenhafte Comic-Bilderbuchgeschichte entführt in die Welt der kleinen Hilda, die sich gleich in mehreren Blickrichtungen als nur scheinbar realistisches Pendant zu unserer Wirklichkeit darstellt.

Mit ihrer Mutter lebt Hilda in einer steppenartigen Landschaft, in einem kleinem Blockhaus, jenseits aller Zivilisation. So glaubt sie jedenfalls. Denn plötzlich erreichen Sie kleine Briefe, in denen die beiden aufgefordert werden, ihren Wohnsitz aufzugeben und wegzuziehen. Als sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, beginnt ein Sturm unsichtbarer Wesen auf das Haus, den Hilda jedoch abwehren kann.
In diesem Moment entdeckt sie auch einen Riesen, der in der Ferne in der Nacht steht. Die seltsame Erscheinung taucht auch in den kommenden Nächten immer wieder auf. Im Verlauf der Geschichte findet Hilda Kontakt zu den kleinen und dem Großen. Dank einer vertraglichen Übereinkunft mit einem der Zwerge - das Volk ist fürchterlich bürokratisch und auch ansonsten eine überspitzte Parodie der menschlichen Gesellschaft - kann sie diese nun sehen und sie erkennt, dass die leer Einöde vor ihrem Haus in Wahrheit ein dicht besiedeltes Land der kleinen Wichtel ist. In diesem wirken sie selbst wie Riesen und haben die entsprechend furchteinflößende Wirkung, die nun nachvollziehbar wird. Andererseits findet sie auch Kontakt zu dem Riesen, der eher archaisch und einfach auf eine Verabredung wartet, die er vor vielen Jahren getroffen hat. Im weiteren Verlauf der Handlung hilft Hilda dem Riesen, seine Verabredung zu finden. Gleichzeitig kann sie den König des kleinen Volkes retten und von diesem nun eine Übereinkunft über die friedliche Koexistenz abschließen. Am Ende steht dann aber doch die Abreise...
Ähnlich einer Grafic novel erzählt dieses Comic-Bilderbuch seine humorvolle und dennoch tiefgründige Geschichte. Besonders der doppelte Perspektivenwechsel wirkt dabei ausgesprochen gekonnt. Hilda erlebt sich gleichzeitig als Übergroße und Winzigkleine Protagonistin, was ihr die Möglichkeit eröffnet, sehr konkret die Perspektiven der jeweils anderen Protagonisten nachzuvollziehen. Mit dieser ambivalenten Erfahrung einher geht ein kunstvoll eingeschriebenes Entwicklungsverständnis der Welt, die sich vom Großen zum Kleinen weiterentwickelt und damit die kleinen aus ihrem traditionelle Motivstandard der archaischen Urwesen herauslöst und in ihnen eher die Parodie der Menschheit in Szene setzt. Hilda steht dabei als Vermittlerin zwischen allen - den Kleinen, den Großen und der Mutter als Repräsentantin der blinden Menschen. Ihr Abenteuer wird gleichsam zu einem Prozess der Selbsterkenntnis, der Entwicklung ermöglicht.
Mit viel Humor und komischen Bildern - dynamische Szenen entstehen in Panels - eindrücklichen expressiven Szenen und im Stil der Digitalästhetik des Comics erzählt Luke Pearson eine außergewöhnliche Geschichte, die auf den Ebenen von story und discourse das Tableau aktueller Bilderbuchkunst wieder einmal um einen neuen Aspekt bereichert. Anknüpfend an bekannte Strukturen der Gattung verflacht die Darstellung doch nie - gerade in der Verarbeitung zeitgenössischer Mittel des Comics. Gute Idee - und meisterhaft umgesetzt.
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5.0 von 5 Sternen sehr schönes Buch für unsere 9 Jährige Tochter, 8. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Sie hat sich sehr gefreut und liest gerne darin. # # # # # # # # # # # # # # #
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5.0 von 5 Sternen Super, 18. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Schön gemalt und eine tolle und fantasievolle Story. Ein Muss für jedes Kinderzimmer! Zudem pädagogisch Wertvoll. Macht Lust auf die anderen Teile.
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5.0 von 5 Sternen Großartige Anregung zum Nachdenken für Klein und Groß, 25. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Schnelle zuverlässige Lieferung seitens Amazon.
Das Buch selbst regt zum Nachdenken an und ist auch besonders für Kinder interessant.
Es fördert u.a. auch das soziale Denken und Verhalten.
Empfehlung: Geeignet für Eltern und Großeltern zum selbst Lesen und Verschenken an den Nachwuchs.
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5.0 von 5 Sternen Sehr schönes Buch, wichtiges Thema, hervorragend gestaltet, 28. April 2013
Von 
Sven Walper (Zittau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hilda und der Mitternachtsriese (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbares Buch über ein wichtiges Thema: Warum die Kleinen die Großen hassen, und die Großen unter den ganz Großen leiden, obwohl es doch alle gut meinen. Zahlreiche skurrile Nebenfiguren machen das Buch zu einem besonderen Vergnügen. Nur schade dass es so kurz ist, aber auch das Ende ist verblüffend. Die Wortwahl ist ein wenig anspruchsvoll und der Humor ein bisschen schräg. Ich würde es deshalb eher als Erwachsenencomic einordnen und nicht als Kinderbuch, obgleich die Heldin Hilda ein Kind ist. Der Einband ist fest und schön gestaltet. Sowas nehme ich gern in die Hand.
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Hilda und der Mitternachtsriese
Hilda und der Mitternachtsriese von Luke Pearson (Gebundene Ausgabe - 1. März 2013)
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