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Kundenrezensionen

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Die frankokanadische Ärztin Nadège reist im Auftrag von Ärzte ohne Grenzen für ein Jahr nach Jerusalem, wo sie im Gazastreifen in einer Station für Nachsorge, Kinderheilkunde und psychologsche Beratung arbeiten wird. Ehemann Guy betreut tagsüber die Kinder und will wieder verstärkt als Zeichner arbeiten. Die Familie wohnt im Ostteil Jerusalems, in einem annektierten Gebiet, das bis 1967 arabisch war. Die berufstätige Mutter wird täglich von einem NGO-Fahrzeug zur Arbeit im Gazastreifen gefahren. Seinen kleinen Sohn Louis hatte Delisle bereits während Nadèges vorhergehendem Einsatz im Buggy durch Birma geschoben. Delisle bringt seine gewohnt listige Betrachtungweise des Alltags in Krisengebieten und Diktaturen in "Jerusalem" zur Perfektion. Seine kritischen Beobachtungen sparen Kritik am Sinn humanitärer Einsätze nicht aus. Vordergründig entdeckt der junge Vater die Stadt, erledigt Einkäufe, führt Besucher herum und freundet sich mit einem Vater in ähnlicher Situation an. Die Mauern, die jüdische, christliche und muslimische Bewohner voneinander trennen, die Siedlungspoltitik Israels und die überall präsenten Waffen dokumentiert der Chronist aus Kanada bei aller vorgegebenen Naivität sehr kritisch. Torpediert z. B. den Friedensprozess, wer im Einkaufszentrum der Siedler kauft? Wie die Familie sich um einen gemeinsamen freien Tag bemüht, sagt mehr über die Lebenswirklichkeit Israels aus als manch aufwändige Analyse. (Nadège hat Freitag/Samstag frei, Luis als Schüler einer jüdischen Schule Samstag/Sonntag und das Kindergartenkind Alice Freitag bis Sonntag). Bei der Rückkehr nach Israel von einer Veranstaltung aus Norwegen kommt der Chronist sich wie eine Displaced Person vor. Als Mann einer in Gaza arbeitenden Ausländerin ist er bei der Wiedereinreise jedes Mal ein Fall für den Security Chef. Jeder Betrachter wird in dieser Chronik eines Israelaufenthaltes andere Schlüsselszenen finden: Drei Erwachsene unterschiedlicher Religionen schubsen nebeneinander einträchtig ihre Kinder auf den Spielplatzschaukeln an, Guys Workshop-Teilnehmer, die seit Jahren die Stadt Nablus nicht mehr verlassen haben oder vielleicht der Shabbat Elevator, der am Feiertag automatisch auf- und abfährt, damit kein Knopf betätigt werden muss.

Das Lettering in Großbuchstaben der eintausend Gramm schweren Graphic Novel gibt eine gemächliche Lesegeschwindigkeit vor und lässt dem Betrachter dabei großzügigen Raum, die Zeichnungen auf sich wirken zu lassen. Delisles Sicht als Zeichner auf die Stadt und ihre Umgebung vermittelt ein erstaunlich differenziertes Bild eines Staates, in dem man sich als Ausländer ohne Anleitung wohl kaum zurechtfinden wird. Unbedingt lohnenswert.

***************** als einer von 25 Titeln für den MAX und MORITZ-PREIS 2012 nominiert ********************
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am 9. Mai 2012
Es ist kompliziert, in Jerusalem zu leben. Wie kompliziert, das erfährt man in der Graphic Novel von Guy Delisle auf eine sehr unterhaltsame Weise.
Während man den zeichnenden Hausmann dabei beobachtet, wie er sein Leben organisiert, erhält man bizarre Einblicke in die Problematik der in Jerusalem lebenden Menschen. Dabei verurteilt er niemanden, sondern schildert einfach nur den ganz alltäglichen Wahnsinn. Der Autor schafft es, komplexe (politische) Sachverhalte mit kleinen Bildchen verständlich aufzubereiten.

Ein lesenswertes Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch den Horizont erweitert.

Für alle, die schon immer mal Israel bereisen wollten, es aber noch nicht gewagt haben.
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am 18. September 2015
Ich bin begeisterte Leserin von anderen Comics/Graphic Novells von Guy Delisle. Vor allem der Band über Birma hat mich sehr gefesselt.

Beim Lesen des Buches ,,Aufzeichnungen aus Jerusalem'' ist mir aufgefallen, dass Delisle im Vergleich zu seinen früheren Büchern viel mehr über sein eigenes Befinden, seine Erlebnisse mit seinen Kindern und über völlig (wie ich finde) belanglose Dinge schreibt, die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun haben. In den anderen Büchern fand ich es ganz amüsant über seine Familiensituation zu lesen, aber in diesem Buch kommt es einfach zu oft vor und ohne Themenzusammenhang. Oft ist es so, dass dem Autoren nichts brauchbares einfällt und dieser dann über Seiten schreibt, dass ihm nichts einfällt. Inhaltslose Panels - noch und nöcher.
Hinzu kommen mangelnde Dynamik, kaum Spannungsbögen, lieblose Paneldarstellungen, fade Dialoge und man merkt, dass hier viel unüberlegt ,,runtergeschrieben'' wurde. Nein, lieber Guy Delisle, das können Sie sooo viel besser!

Delisle ist derartig verwirrt über die Situation in Jerusalem, dass er die Verwirrung an die Leser überträgt - in vorherigen Werken hat Delisle Hintergrundinformationen geliefert - er ist ins Detail gegangen und trotzdem neutral geblieben. Er wusste welche Informationen dem Leser fehlen. Bei seinen Beschreibungen gefiel mir immer die kindliche Sichtweise, die auch so geblieben ist - leider rutscht Delisle aber mehr ins ,,trottelige'' ab. In diesem Buch kommen Hintergrundinformationen, die aber nicht viel erklären, sondern viel zu viel offen lassen. Man muss sich vorher stark informieren um zu verstehen was überhaupt los ist.
Ich habe zum Beispiel beim Lesen überhaupt nicht verstanden warum es von den Menschen tolleriert wird, dass Israel Raketen auf Palästina abfeuert, tausende Palästinenser sterben, aber dies dennoch eine legitime Tat darstellt. Es ist dabei überhaupt nicht so, als würde der Autor sich auf eine Seite stellen - Delisle lässt einfach Hintergrundinformationen weg und dadurch entsteht automatisch eine falsche Sicht auf die Dinge. Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch wegen der totalen Ahnungslosigkeit des Autors ausversehen Anti-Israel geschreiben wurde. Im Comic kommt irgendwie überhaupt nicht rüber, dass die Hamas eine Gefahr darstellt. Im Comic wirkt alles so, als würden die Israelis die ganze Zeit nur Palestinenser töten und hätte ich mich danach nicht umfangreich selbst informiert hätte ich dies wahrscheinlich sogar geglaubt. Solche Bücher mag ich nicht ):
In den anderen Erzählungen von Delisle wie z.B. aus Pjöngjang habe ich danach nicht das Gefühl gehabt ich müsse nun noch recherchieren, damit ich verstehe was los ist. Komisches Buch.
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am 23. Januar 2013
Guy Delisle entwickelt sich immer mehr zu einem meiner Lieblinge unter den Comiczeichnern.
Wie in seinen anderen Bücher zuvor, karikartiert er auf nette Art und ohne große Schnörkel, die Teilnehmer seiner alltäglichen Beobachtungen in Jerusalem.
Ein Jahr lebt er in dieser unglaublichen Stadt und beobachtet den ganz normalen Alltagswahnsinn, der wahrscheiblich auch nur so dort zu erleben ist. Zwischen seiner Rolle als Hausmann und Vater findet er dann doch Gelegenheiten, um die Szenen einzufangen und zu zeichnen, die er erlebt hat.
Er ergreift auch nicht Partei, weder für Israelis, Palistanenser, Araber, Christen, Moslem oder wer auch immer über den Weg läuft. Er wundert sich über die Dinge, besonders die Details, die da geschehen, sei es Soldaten mit Gitarren, oder der Mann, der mit einer Waffe in der Hand am Cafe vorbeiläuft und niemand ausser ihn selbst ist verwundert. Er regt sich auf über die Staus, die ewigen Kontrollen und hat Mitleid mit einer Familie, deren Existenz durch die Mauer am Boden liegt.

Sein humorvoller Blick frischt das ganze auf, und er zeigt, dass bei aller großen Welt - Politik die über dieses Gebiet herscht, immer noch Menschen wohnen, die einfach nur leben wollen.
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am 30. Mai 2016
Ich kann mich den vielen guten und positiven Ansichten hier nur anschliessen, der Comic ist genial und beobachtet fein den komplizierten Sachverhalt in der Region. Dies kann aber nur von Menschen nachvollzogen werden, die dort tatsächlich leben und arbeiten. Aus der Touristensicht ist dies nicht erkennbar! Humor zu diesem Thema das ist schon an sich eine Leistung!
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am 26. November 2012
Wer schon einmal in Jerusalem war, der wird in den Zeichnungen einen hohen Wiedererkennungswert finden. Damit meine ich nicht nur die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern auch die vielen Erlebnisse die man teilt: Die komplizierte Ein- und Ausreise am Flughafen, die vielen Soldaten-Checkpoints, die Illusion von den märchenhaften Bibelgeschichten, den Nahost-Konflikt und vieles mehr. Fazit: Für alle, die bereits im "Heiligen Land" unterwegs waren, ist dieses Buch ein Pflichtkauf!
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am 14. August 2015
Wie manche hier von Neutralität sprechen können erschliesst sich mir gar nicht. Ich fand das Buch ausgesprochen einseitig anti-israelisch, sehr tendenziös und über Dinge wie die Terrororganisation Hamas wird mit einem Schulterzucken hinweggegangen. Hat mir überhaupt nicht gefallen das Buch, auch nicht wirklich interessant. Ich empfehle "Der Araber von Morgen", wesentlich interessanter, humorvoller, ausgewogener, besser gezeichnet, außergewöhnlicher und fesselnder.
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am 15. Oktober 2013
Wie eigentlich alles von Guy Delisle, insbesondere die Berichte aus seinen zahlreichen Auslandsaufenthalten, ist auch dieses Werk absolut zu empfehlen. Man bekommt einen tollen Einblick in das tägliche Leben Jerusalems aus dem Blickwinkel eines hervorragenden Comicautors mit herrlich trockenem Humor.
Wer eine Reise in die Region plant oder einfach nur eine gut gemachte Grafiknovelle lesen möchte sollte beherzt zugreifen.
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am 17. Dezember 2012
Ein wirklich schönes Buch. Noch besser als das schon sehr gute Pjöngyang. Delisle ist nicht nur ein guter Zeichner, sondern ein außerordentlich guter Beobachter sowohl für die großen als auch die kleinen Dinge des Lebens in Israel. Man lernt in der Tat eine Menge dazu und dadurch, dass der Autor nicht offen Partei nimmt, ist das Erlebte auch sehr glaubwürdig. Uneingeschränkte Empfehlung von mir.
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am 11. August 2013
Bisher habe ich alle Bücher vom Autor gekauft und ich muss sagen: Tolle Bücher.
Die einfach gehaltenen Zeichnungen und der Stil gefallen mir sehr gut.
Das bisher dickste und umfangreichste Buch dieses tollen Künstlers.
Ich mag seine persönlichen Eindrücke abseits der verbreiteten Meinungen in den Medien.
Er wertet nicht, er berichtet und gibt wieder was er erfährt oder erlebt.
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