Kundenrezensionen


11 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Direktinvestitionen in Afrika statt Almosen
Was würde passieren, wenn alle Geberstaaten innerhalb weniger Jahre ihre Entwicklungshilfe an Afrika einstellen würden? Eine Hungerkatastrophe? Nichts? Die Autorin dieser Streitschrift, Dambisa Moyo wurde 1970 in Sambia geboren, studierte in den USA Finanzwirtschaft und Volkswirtschaftslehre, arbeitete für die Weltbank und lebt heute in London. Sie...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2011 von Buchdoktor

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas sperrig zu lesen
Frau Moyo ist Ökonomin, daher schreibt sie auch in den Worten einer solchen. Die Lektüre des Buches "einfach so", soll heißen z.B. während einer Bahnfahrt, scheint mir nicht ganz so einfach. Zum Glück hat die Autorin, was andere Schreiber gerne tun, Sachverhalte nicht unnötig aufgeblasen. Die Informationen kommen in der richtigen Länge,...
Veröffentlicht am 24. Februar 2012 von Carsten Lanz


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Direktinvestitionen in Afrika statt Almosen, 8. Oktober 2011
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Was würde passieren, wenn alle Geberstaaten innerhalb weniger Jahre ihre Entwicklungshilfe an Afrika einstellen würden? Eine Hungerkatastrophe? Nichts? Die Autorin dieser Streitschrift, Dambisa Moyo wurde 1970 in Sambia geboren, studierte in den USA Finanzwirtschaft und Volkswirtschaftslehre, arbeitete für die Weltbank und lebt heute in London. Sie repräsentiert die Generation gebildeter junger Afrikaner, die in ihrer Heimat dringend benötigt würden. "Der Westen behandelt Afrika wie ein unmündiges Kind", wirft die Autorin den Geberstaaten vor. Durch gut gemeinte Hilfs-Aktionen Prominenter sei die Entwicklungshilfe zu einem Bestandteil der Unterhaltungsindustrie geworden. Moyos Bestandsaufnahme ist ernüchternd. Afrika sei nach Jahrzehnten des Geldtransfers ohne Kontrolle der Verwendung wegen dieser Zahlungen arm und nicht trotz der Hilfsprogramme. Während weltweit die Armut sinke, sei Afrikas Anteil an den "armen" Staaten in 20 Jahren von 20% auf 50% gestiegen. Die Lebenserwartung und die Alphabetisierungsrate sinke, der Kampf gegen tödlich verlaufende Krankheiten sei erfolglos geblieben. Entwicklungshilfe verlangsame das Wirtschaftswachstum, fördere die Korruption und verdränge einheimische Waren und Händler vom Markt.

Moyos Kritik an der bisherigen Praxis der Entwicklungshilfe:
- Bedingunsloser Geldzufluss ist leistungsfeindlich und zementiert den Kolonialstatus,
- Die Geberländer lassen sich zum Teil auf sachfremde Bedingungen der Empfängerstaaten ein, die das ursprüngliche Ziel unmöglich machen.
- Die Verwaltungskosten der Entwicklungshilfe-Bürokratie sind zu hoch, Hilfeorganisationen sind Selbstzweck, weil sie einer halben Million Mitarbeitern aus den Geberländern Arbeit geben,
- Einige Staaten finanzieren 90% der Staatsausgaben aus Entwicklungshilfe, oft dienten die Mittel als Ersatz für Steuereinnahmen und ständen damit Demokratisierungsbestrebungen direkt entgegen. Wer keine Steuern zahle, habe auch keinen Anlass, seine Bürgerpflichten wahrzunehmen und seinen Staat zu kontrollieren.
- Die meisten Empfängerländer seien unfähig, die Spenden und Güter überhaupt zu verteilen.

Moyos Forderungen:
- Die Helferstaaten sollten direkt investieren, anstatt durch ihre Zahlungen allein die Geldmenge zu vermehren. Ein verbessertes Investitionsklima, Rechtssicherheit und marktwirtschaftliche Reformen seien Vorraussetzung für Wirtschaftswachstum.
- Freihandel für Agrarprodukte, Schluss mit dem Protektionismus für in den Geberländern erzeugte Agrarprodukte
- Eine Verbesserung des Angebots von Mikrokrediten und
- Eine Erleichterung von Überweisungen afrikanischer Emigranten in die Heimat, der Transfer müsse preiswerter und sicherer werden.
Interessant fand ich Moyos Anmerkung, dass Bürgern, die keinen Zugang zu Banken hätten, damit die Möglichkeit fehlt, selbst Geld anzusparen.

Bei einem Rückblick in die jüngste Geschichte zeigt Moyo, warum die Marshallplan-Hilfe für Europa nach dem Zweiten Weltkrieg so wirkungsvoll war und warum sich im Gegensatz zu afrikanischen Staaten einige asiatische und lateinamerikanische Schwellenländer inzwischen zu leistungsfähigen Volkswirtschaften entwickeln konnten. Als einzigen wachstumshemmenden Unterschied zu den "Tigerstaaten" Asiens z. B. sieht Moyo in Afrika die Vielfalt eines ganzen Kontinents mit über 2000 Sprachen und Dialekten.

Warum Entwicklungshilfe das Gegenteil von dem bewirkt, das sie ursprünglich erreichen wollte, begründet Dambisa pointiert. Allein durch die vorhandenen Geldmittel würde die Korruption zunehmen und die Gefahr von Bürgerkriegen gesteigert, da Rebellen direkt an die Geldtöpfe strebten. Obwohl die Emerging Markets für Investoren sehr attraktiv seien, wollten Investoren nicht in Ländern investieren, die von Entwicklungshilfe abhängig sind. Wenn die Geldmenge zu groß und das Warenangebot zu gering sei, hätte das Preissteigerungen zur Folge, die sich negativ auf den Export auswirkten und der Faktor Arbeit würde zu teuer. Den von den westlichen Staaten stets angeführten Einwand, Demokratie sei Voraussetzung wirtschaftlichen Wachstums, lässt Moyo nicht gelten. China, Peru und weitere Staaten wären auch ohne Demokratie und ein Mehrparteiensystem wirtschaftlich erfolgreich. Umgekehrt sei Wirtschaftswachstum die Vorausssetzung für eine Demokratie. "Ein leerer Bauch geht nicht zur Wahl".

Die Autorin zeichnet ein demprimierendes Bild prassender afrikanischer Staatsoberhäupter und einer sinkenden Spenderlaune der Geberländer. Am Beispiel des fiktiven afrikanischen Staates Dongo gibt die Ökonomin marktwirtschaftlich orientierte Tipps, wie Dongo mit einem Stufenplan Investoren ins Land holen könnte. Moyo zieht die Investitionen Chinas in fast allen afrikanischen Staaten als Beispiel erfolgreicher Entwicklung heran. Kritik westlicher Staaten an der chinesischen Expansionspolitik in Afrika weist sie zurück; denn diese Kritiker hätten während des Kalten Krieges aus Eigeninteresse Afrikas unfähige Führer geduldet und unterstützt. Afrika müsse nun selbst lernen, Verträge mit Investoren zu formulieren und deren Einhaltung zu kontrollieren. Moyo, die ihre Kritik und ihre Forderungen sonst sehr gut begründet, sieht Direktinvestitionen Chinas sehr unkritisch und beachtet den Faktor Mensch/Arbeit in ihren Theorien zu wenig. Wenn im Austausch für den Bau von Straßen und Gebäuden einige Hunderttausend Chinesen in ein afrikanisches Land einwandern - welche qualifzierten Jobs entstehen bei diesen Projekten für Afrikaner? Wer profitiert vom Wachstum, wenn chinesische Einzelhändler in China produzierte Waren verkaufen?

Dambisa Moyo argumentiert plausibel und bringt in die Entwicklungshilfe-Diskussion eine wichtige Stimme afrikanischer Herkunft ein. Dabei konzentriert sie sich als Ökonomin m. A. zu stark auf das Investitionsklima und lässt den Faktor Mensch (und seine berufliche Bildung) außer Acht. Würde der afrikanische Hersteller von Moskitonetzen, den sie als Beispiel anführt, wirklich seine Produktion ausbauen und Arbeitsplätze schaffen, wenn zukünftig Hilfsgüter aus dem wohlhabenden Westen ausbleiben?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas sperrig zu lesen, 24. Februar 2012
Von 
Carsten Lanz (Niederwörresbach, Rheinland-Pfalz Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Frau Moyo ist Ökonomin, daher schreibt sie auch in den Worten einer solchen. Die Lektüre des Buches "einfach so", soll heißen z.B. während einer Bahnfahrt, scheint mir nicht ganz so einfach. Zum Glück hat die Autorin, was andere Schreiber gerne tun, Sachverhalte nicht unnötig aufgeblasen. Die Informationen kommen in der richtigen Länge, man sollte sich jedoch meiner Meinung nach für wirtschaftliche Zusammenhänge, Zahlen und Fakten interessieren.

"Dead Aid" ist keine der zurzeit inflationär auftretenden Abrechnungen im Duktus der Boulevardmedien, was positiv auffällt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 7. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Die Grenzen und Mängel der Entwicklungshilfe(industrie) sind schon vielfach beschrieben worden, ob von Rupert Neudeck, Volker Seitz oder Linda Polman. Hier bringt Dambisa Moyo wenig Neues. Gewiss geht sie ihr Thema unverkennbar mit ökonomischen Sachverstand an. Warum ein Privatbankkredit besser, also für das Wirtschaftsgeschehen fruchtbarer sein soll als der Kredit einer anderen Regierung oder einer internationalen Institution wie dem IWF, blieb offen. Allein die Geduld letzterer, auch bei problematischem Kooperationsverhalten der Empfänger immer wieder neue Kredite oder Zuwendungen zu geben, überzeugt nicht. Denn Korruption, räumt sie mehrfach ein, schadet immer, egal aus welcher Quelle sie sich bedient. Je weiter ich in ihren 2009 erstmals erschienen Buch (deutsch 2011) las, umso mehr stieg meine Erwartung, die sich im letzten aller Absätze in Heiterkeit auflöste: Offenbar erlebt Afrikas Ära des Privatkapitals gerade seine Morgenröte". Die so verlorene Erwartung bestand darin, zu erfahren, wie die Autorin in ihr Dead-Aid-Konzept die Finanzkrise einordnet. Lediglich im abschließenden Dankeswort nennt sie das Frühjahr 2008 als schwierigste Phase des Entstehungsprozesses ihres Buches. Damals traten die ersten Finanzeinbrüche in US-Banken auf. Noch ein Jahr später legt Dambisa Moyo ausgerechnet dem Präsidenten Senegals das Lob des freien Marktes in den Mund (S. 204). Nein, Dead Aid ist keine überzeugende Studie, wie der Klappentext aus verständlichen Werbegründen suggeriert. So verzichtbar wie viele Fehlformen von Entwicklungshilfe sind, so verzichtbar sind Mainstreambücher, die sich auf ihre Weise an den Problemen mästen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1.0 von 5 Sternen Flach und schwach, 12. Februar 2014
Von 
Dermatest Gmbh "münsterfox" (Münster, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
In der ersten Hälfte des Buches macht die Autorin die Entwicklungshilfe für nahezu alles Böse in Afrika verantwortlich und wiederholt die (sicherlich so nicht richtige) Behauptung mantramäßig, den Leser langweilend. Im zweiten Teil des Buches macht sie aus der Schublade für den kleinen mittelmäßigen Ökonomen Vorschläge, die nicht neu sind und für Afrika wirklich n i c h t passend sind. Viele dieser Standarddinge funktionieren in Asien und Südamerika, aber eben nicht in Afrika. Das gibt sie zwar manchmal zu, stört sie aber im weiteren Verlaufe des Buches. Eine vertane Chance, zumal man den Eindruck hat, dass sie viele Dinge in Afrika nicht kennt (so kurios sich das anhören mag), kommt sie doch aus einer wohlhabenden Familie in Afrika - und da ist man wahrscheinlich vom afrikanischen Hunger und Elend so weit entfernt wie wir in Europa. Wir waren noch vor 2 Wochen in Tanzania - da sieht es schlimm aus. Dann hat man den Eindruck, dass die Autorin über irgendetwas Irreales schreibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarzes Schaf Entwicklungshilfe: Doch die eigentlichen Schwierigkeiten Afrikas liegen in den traditionellen Wertesystemen, 23. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Für die einen waren der Kolonialismus und der Imperialismus schuld. Dann waren es der Ost-West-Konflikt, die bedingungslose Unterstützung von Despoten, schlechte Regierungsführung und die Korruption. Und seit einigen Jahren ist es zur Mode geworden, die (in der Tat weitgehend gescheiterte) Entwicklungshilfe an den Pranger zu stellen. Alles richtig. Doch wo liegen die eigentlichen Ursachen der Unterentwicklung Afrikas?

"Dead Aid" hat für Afrika "kinderleichte" Lösungen: (1)Die staatlich angeordneten massiven chinesischen Rohstoff- und Infrasturkturinvestitionen ersetzen die chaotische westliche Armutsbekämpfung (manchmal noch Entwicklungshilfe genannt). Und (2) westliche Billigkredite und Zuschüsse an die ineffizienten afrikanischen Regierungen werden durch kommerzielle Finanzierungen (Staatsanleihen, Direktinvestitionen, Mikrofinanz etc.) ersetzt.

Leider steckt auch hier der Teufel wieder einmal im Detail. Die von Moyo als gutes Beispiel
hingestellte chinesische Tanzambahn aus den siebziger Jahren wurde notleidend und China musste seine
Kredite teilweise abschreiben. Merkwürdig klingt die Forderung, dass Südafrika sich von der Entwicklungshilfe lösen solle (die es bis zum Ende der Apartheid 1994 gar nicht gab). Es verblüfft auch die fragwürdige Behauptung, dass Südkorea mehr Entwicklungshilfe bekam als Afrika insgesamt. Dann müsste Südkorea nach ihrer Logik ja noch unterentwickelter sein als Afrika. Sie behauptet auch, dass es in Afrika keine ethnisch definierten Stadtteile gibt. Sie war wohl noch nie in den Slums Nairobis. Und warum zitiert sie einen Autor der behauptet, dass die Ersparnisse der Armen höher seien als die gesamte Entwicklungshilfe? Dann müssten die Armen Afrikas eigentlich reich sein.

Die grundsätzlichen Probleme Afrikas lassen sich weder von den Chinesen noch von Goldmann Sachs oder Bono lösen. Die grössten Steine auf dem Entwicklungspfad Afrikas sind seine traditionellen Werte, die das (ethnische)Kollektiv begüstigen zu Lasten des Einzelnen und insbesondere der Frauen. Afrika muss sich auf seine ureigendsten Möglichkeiten besinnen, wie die Entwicklung der ländlichen Gebiete und der Land-, Forst- und Viehwirtschaft, als Voraussetzung für den Aufbau der Industrie und die Schaffung von
Arbeitsplätzen. Als gebürtige Afrikanerin sollte Moyo diesen Sachverhalt kennen. Aber es ist leichter, die Entwicklungshilfe zu kritisieren als in ihrem eigenen Land Sambia etwas zu bewirken (wo sich die Chinesen gerade aufgrund ihrer rücksichtslosen Methoden unbeliebt machten). Wolfgang Ulbrich (Autor von:
EIN KONTINENT IN DER KRISE - Wie Afrika ohne Entwicklungshilfe die Chancen der Globalisierung nutzen und seine Würde wiedererlangen kann. Kindle E-Book).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entwicklungshilfe verhindert Entwicklung, 4. Dezember 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Hartnäckig hält sich der Mythos, Entwicklungshilfe sei tatsächlich hilfreich oder gar ein Weg, um die Entwicklung Afrikas positiv zu unterstützen. In den letzten 50 Jahren sind 1 Billionen US-Dollar Entwicklungshilfe des Westens nach Afrika geflossen. Politiker, NGOs, Kirchen, Rock Stars, Schauspieler, Gutmenschen werben für diese monetäre Unterstützung. Dambisa Moyo, geboren in Sambia, promoviert in Oxford und mit praktischer Erfahrung durch ihre Arbeit bei der Weltbank ausgestattet, ist der gut begründeten Auffassung, dass Entwicklungshilfe Afrika ruiniert. Der scheinbar endlose Teufelskreis aus Korruption, Krankheiten, Armut und Abhängigkeit von Hilfe resultiere aus der westlichen Hilfe. Die Armen werden ärmer, unternehmerische Initiative versiege, autoritäre Regime profitieren.

'Dead Aid ist the story of the failure of post-war development policy' und 'about the aid-free solution to development.'. schreibt Dambisa Moyo. In einem kürzeren Teil des gut geschriebenen Buches analysiert sie die Systematik und das Versagen der Hilfe. Der umfassendere zweite Teil entwickelt die Alternative: eine afrikanischen Welt ohne Hilfe, inspiriert durch Asiens Kapitalversorgung auf internationalen Finanzmärkten und mit dem Aufruf, China zu weiteren großen Direktinvestitionen in die Infrastruktur zu ermutigen. Weitere Pfeiler einer echten Hilfe für Afrika sind der Kampf für umfassenden Freihandel, insbesondere für Agrarprodukte, und schließlich der Verbreitung von Mikrofinanz-Institutionen.

Fazit: Politisch unkorrekt, ökonomisch korrekt, eine gewichtige Stimme im wachsenden Lager der Hilfskritiker.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entwicklungshilfe schadet, 2. November 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Eine Afrikanerin plädiert für die sofortige Einstellung der Entwicklungshilfe herkömmlicher Art. Brillant, wie sie die Auswirkungen, insbesondere dass damit der Korruption Vorschub geleistet wird, beschreibt. Sie hat jedoch auch Alternativen und lehnt nicht nur etwas ab, ohne einen Gegenvorschlag zu machen. Diese Vorschläge wären es wert, international gehört zu werden. Mitleid hilft Afrika nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen endlich in Deutscher Sprache, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Dambisa Moyos Buch hat bei seinem Erscheinen auf englischer Sprache eine Diskussion auch hierzulande angestoßen über die Art und Weise wie Entwickungshilfe funktioniert oder besser gesagt nicht funktioniert.

Besonders die Marktradikalen haben damals entzückt aufgeheult und versucht, dieses Thema für sich in einer Weise zu vereinnahmen, die Ihren Höhepunkt in der Forderung des heutigen Entwicklungshilfeministers Niebel hatte, das ganze Ministerium abzuschaffen.

Glücklicherweise liegt das Buch jetzt auch auf Deutsch vor, so daß nun auch ein Herr Niebel verstehen kann, worum es geht. Nicht die Entwicklungshilfe abschaffen, sondern die pervertierte Form der Elitenbereicherung, die durch die Art der Entwicklungshilfe entstanden ist, abschaffen.

Wer sich für moderne Formen der Zusammenarbeit mit sogenannten Entwicklungsländern interessiert, wer selber in diesem Bereich arbeitet, wird in diesem Buch wichtige Anregungen finden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In den Grundzügen interessant, aber auch langatmig, 30. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Vom Grundthema her gut beschrieben. Kritisch anmerken muss ich jedoch, dass das Buch gespickt ist von statistische Angaben, die aus akademischer Sicht sicher sehr wertvoll sind, aber das Lesen sehr erschweren und so auch nur wenig Mehrwert bieten, da man sich die Zahlen im Detail sich auch nicht merken kann. Am Ende des Buches präsentiert die Autorin drei bis vier Lösungsansätze. Ob damit die Probleme in Afrika gelöst werden können, mag ich als "einfacher" BWL er bezweifeln. Die Probleme die zu einer unterdurchschnittlichen Entwicklung in Afrika führen, sind sicher vielschichtiger als es das oder ein Buch auch thematisch behandeln kann. Am Ende habe ich die Seiten nur noch überflogen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen China als Vorbild?, 11. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann (Gebundene Ausgabe)
Es wirkt sich nachteilig aus, dass das Buch seit 2009 nicht mehr überarbeitet wurde. Sonst hätte Frau Moyo auch über die negativen Beispiele der chinesischen "Hilfe" schreiben müssen. In ihrem Heimatland wurde eine Regierung abgewählt, die zugelassen hatte, dass die Chinesen von den erbärmliche Arbeitsbedingungen für Afrikaner in ihren Minen in Sambia profitieren. Die guten Beziehungen auf Regierungsebene übertragen sich auch in anderen Ländern nur schwer auf die Bevölkerung. China plündert die Rohstoffe Afrikas und erinnert an die früheren Kolonialherren.China hilft Strukturen zu festigen und unterdrückt gleichzeitig unbequeme Kritik an Menschenrechtsfragen.

Wichtig indes ihre Feststellung aus dem Original:" One of the most depressing aspects of the whole aid fiasco is that donors, policymakers, governments, academicians, economist and development specialists know, in their hearts, that aid doesn't work, hasn't work and won't work"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xb1edb1a4)

Dieses Produkt

Dead Aid: Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann
EUR 14,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen