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am 28. April 2013
Gerade habe ich »Uhrmacher« von Andy Strauß zu Ende gelesen. Normalerweise vergebe ich mit meinem Kindle Sternchen und widme mich dem nächsten Lesestoff.

Beim Uhrmacher verspüre ich jedoch das Gefühl, ein paar Worte zu verlieren.

Bevor ich auf den Inhalt zu sprechen komme, möchte ich noch erwähnen, dass zumindest die Kindle-Version voll von Rechtschreibfeelern ist. Da wurden Beiwörter verschludert und Rechtschreibfehler nicht korrigiert.

Dabei rede ich nicht von Komma- oder leichten grammatischen Fehlern, sondern schlichtweg von einem wahrscheinlich nicht vorhandenen Lektorat. Da wäre ein zweites Herangehen an das Produkt angebracht. Eventuell sogar als »Directors Cut«, denn abgeschlossen wirkt der Uhrmacher auch inhaltlich nicht.

Bevor ich mich dem Inhalt widme, noch ein paar Worte zum Autoren: Andy Strauß ist ein durchgeknallter Charakter. Da er mit seinen irrwitzigen Beiträgen bei Poetry Slams und seiner, trotz aller Verrücktheiten, sympathischen Art bei mir volle Punktzahlen bekommt, kaufte ich mir sein Buch. Ich wusste von vorne rein, dass der Uhrmacher keine leichte Lektüre wird. Dem war auch so.

Das Buch erzählt die Geschichte eines Uhrmachers und unzähliger verschrobener Charaktere, aus der Perspektive einer Person, deren Identität erst im letzten Kapitel des Buches enthüllt wird.

Das Hauptproblem, das ich mit dem Buch habe, ist die große Anzahl der Nebencharaktere und Handlungsfaden, die mit der spärlich vorhandenen Haupthandlung eigentlich nichts zu tun haben. Zwar treffen die Kapitel immer wieder geschickt aneinander, aber Weniger wäre hier deutlich mehr gewesen. Letztendlich schafft es Andy Strauß nicht, alle Handlungsfäden befriedigend abzuschließen.

Zweites - ganz dickes Problem - ist das Kapitel mit dem »Spanknaben«. Ich möchte jetzt nicht Spoilern, aber für mich gab es dort ein klares Übertreten einer Grenze. Ich war kurz versucht, das Buch nicht zu Ende zu lesen. Versöhnen konnte mich der Autor letztendlich ein wenig mit der Reaktion des Uhrmachers auf das dort Geschehene.

Warum es trotz all dieser Kritik drei Sterne gibt? Wegen der schönen Art wie Andy Worte benutzt. Eine schöne Form von Sprache, die leider teilweise verebbt. Und natürlich wegen den schön gezeichneten Persönlichkeiten und den vielen kranken Ideen.

Ich bereue es nicht den Uhrmacher gelesen zu haben, wünsche mir für das nächste Buch aber einen klaren Plot und eine überschaubarere Anzahl von Charakteren.

Explizit möchte ich erwähnen, dass das Buch nur für Erwachsene geeignet ist.
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am 29. Oktober 2011
Grotesk. Schockierend. Völlig daneben. So kann man den "Uhrmacher" wohl prägnant charakterisieren. Wobei ich das alles durchweg als positiv gemeint verstanden wissen will.

Die Welt, in der sich der Uhrmacher, Rosemarie Weinke und die sie Umgebenden bewegen, hat so manche Schnittstelle mit dem, was man gemeinhin als Realität bezeichnet. Trotzdem funktioniert sie nach etwas eigenen Gesetzen.
Es ist gerade die Selbstverständlichkeit in der Schilderung des Absurden und physikalisch Unmöglichen, die das Buch interessant macht.
Jede Figur hat ihre eigene faszinierende Geschichte, ihren eigenen Minikosmos, nicht zuletzt der Erzähler selbst, der ab und an sein Gegenüber anpöbelt oder sich sonstwie in die Handlung einschaltet. Des Uhrmachers Nachbar beispielsweise ist Gott und Lebensgeber eines Naturvolks. Frau Weinke lebt hauptsächlich im Glasturm eines Schlosses inmitten eines Parks, zu dem es keinen Eingang gibt. Und dann taucht auch noch eine Geheimorganisation samt einiger Mitglieder auf. Verworren, sollte man meinen - am Ende passt aber plötzlich alles. Ich selbst wünsche mir ein Spin-Off-Buch mancher Figuren als Fortsetzung.

Sicherlich wird sich manch Leser schon im Kapitel 3 überlegen, ob er weiteren spontanen Würgereflexen gewachsen sein wird. Das Publikum meiner Lesebühne, auf der ich betreffendes Kapitel vorgelesen habe, bezeichnete sich hernach als nachhaltig traumatisiert. Weicheier, kann ich da nur sagen. Mir selbst kam nur ganz, ganz kurz das Frühstück hoch. Da muss man sich eben selbst entscheiden, ob man sich auch mal einer Herausforderung stellen oder stattdessen über schöne Landschaften lesen will.

Selbst die scheinbar übersteigertsten (meist sexuellen) Handlungen (an anderen oder sich selbst), die in anderen Büchern als pure Provokation aufgefasst werden würden, scheinen im "Uhrmacher", nach kurzer Gewöhnungsphase, einfach selbstverständlich. Andy Strauß hat eine runde, perverse Welt erschaffen und seine Sache gut gemacht.
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am 19. März 2013
Andy Strauß kann ja bekanntlich schreiben, aber ich war nicht sicher, ob er zum Romanautor taugt, Kurzgeschichte hin, Poetry Slam her. Tut er aber. "Uhrmacher" ist stilistisch, perspektivisch und inhaltlich sowohl gekonnt als auch anders als erwartet. Erwartet man ja auch, und wird darin nicht enttäuscht. Ein bisschen dicker hätte es vielleicht sein können.
Den Literaten, Leseratten und Büchermäusen unter euch kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, kauft es ruhig. Aber kauft lieber gleich noch ein Buch dazu, weil "Uhrmacher" liest man ganz flugs und in einem Rutsch durch.
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am 18. Oktober 2013
Da ich Andy Strauß nur aus einem Google angehörigen Videodienst kenne, war ich überrascht, wie dieser Kerl in diesem Buch schreibt.
Es ist ein Talisman der Erzählkunst und erzeugt im Kopf des Lesers Szenen, die er da nicht so schnell wieder herausbekommen wird.
Der Empfehlenswert ist 1000
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am 17. September 2015
Absurd,schnell und witzig. Wer "Naked Lunch" und "Dolly City" mag wird bei Strauß ebenso auf seine Kosten kommen. Strauß bleibt ein sehr guter Satiriker
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am 15. August 2012
Lustig kranker Scheiss, habe es gespannt gelesen, gelacht und mich teilweise gegeckelt, aber doch immer an der sehr umschreibenden Wortwahl erfreut.
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am 12. April 2012
Dieses Buch ist meiner Meinung nach sehr anspruchsvoll. Mit seinen skurrilen Geschichten trifft er jedoch genau meinen Geschmack. Es hat ein bisschen gebraucht, bis ich die Kernaussagen hinter der Geschichte kapiert hab, doch diese ist schlicht und einfach genial. Wer auf sowas steht, der sollte das Buch aufjedenfall lesen:)
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