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5.0 von 5 Sternen Die Geldwäscherin
Gisela Schikaneder ist 55 Jahre alt, zweifache Mutter, Single und lebt von Hartz IV. Ihr Konto ist ständig überzogen und ihre erwachsenen Kinder kommen auch nur zum Händeaufhalten. Dann lässt das Schicksal ihr Enrico Wutzler über den Weg laufen, einem gefälligen und attraktiven Mann, der noch dazu eine leitende Funktion in einem...
Vor 13 Monaten von Sternenhimmel veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Im Netz der Intrigen
Gisela Schikaneders Leben wirkt festgefahren: ohne Job, ohne Geld, ohne Mann. Alles ändert sich, als sie die Bekanntschaft mit einem charismatischen Mann macht, der ihr privat und beruflich neue Chancen eröffnet. Plötzlich gerät sie nicht nur an die Grenze zwischen Legalität und Verbrechen, sondern auch in den Fokus eines Mörders...
Vor 13 Monaten von Leseprinzessin veröffentlicht


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5.0 von 5 Sternen Die Geldwäscherin, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Gisela Schikaneder ist 55 Jahre alt, zweifache Mutter, Single und lebt von Hartz IV. Ihr Konto ist ständig überzogen und ihre erwachsenen Kinder kommen auch nur zum Händeaufhalten. Dann lässt das Schicksal ihr Enrico Wutzler über den Weg laufen, einem gefälligen und attraktiven Mann, der noch dazu eine leitende Funktion in einem Pharmaunternehmen besetzt. Er bietet Gisela einen interessanten Job in diesem Unternehmen an, und sie greift mit beiden Händen sofort zu. Auch, als er ihr anbietet, hohe Geldbeträge in die Schweiz zu schmuggeln, sagt sie nicht nein, hat sie doch so endlich eine Möglichkeit, sich durch die hohen Verdienstmöglichkeiten, ein großes finanzielles Polster zu schaffen und nie wieder in Armut leben zu müssen. Doch sie verstrickt sich immer weiter in die kriminellen Machenschaften von Geldschmuggel, Medikamentenfälschung und Mord. Die Geschichte wird aus der Sicht von Gisela erzählt, und so lernen wir sie komplett kennen mit all ihren Gedanken und oft nicht nachvollziehbaren Handlungen, aber auch mit ihrer Unsicherheit und Angst, die ihr während den Geschäften im Nacken steckt. Ihre schwierige Vergangenheit wird häppchenweise freigelegt, sodass es nicht langwierig wirkt und das Bild vervollkommnet. Mit Gisela identifizieren konnte ich mich keineswegs, auch ist sie ziemlich unsympathisch, wie die weiteren Personen in ihrer Umgebung. Aber ihre Verhaltensweisen sind glaubwürdig und man kann verstehen, warum sie beim Geldschmuggel zugegriffen hat. Dieser etwas ganz andere Kriminalroman ist flüssig, rasant und in einem spitzfindigen Humor geschrieben mit verschiedenen Verbrechenssträngen, was durchweg für Spannung bis zum Ende sorgt.
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3.0 von 5 Sternen Im Netz der Intrigen, 8. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Gisela Schikaneders Leben wirkt festgefahren: ohne Job, ohne Geld, ohne Mann. Alles ändert sich, als sie die Bekanntschaft mit einem charismatischen Mann macht, der ihr privat und beruflich neue Chancen eröffnet. Plötzlich gerät sie nicht nur an die Grenze zwischen Legalität und Verbrechen, sondern auch in den Fokus eines Mörders.

Die Ich-Persektive aus Sicht der Protagonistin irritierte mich einerseits aufgrund ihrer Lebenseinstellung, ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen und ihrem Selbstverständnis, andererseits ließ ich mich gerne auf diese andere Sichtweise ein, die mir, meinem Denken und Fühlen widerstrebt. Das Präsens ist eine interessante Art, Spannung zu erzeugen. Sehr gut gefielen mir viele Vergleiche, die Sprache ist gut gewählt, pointiert und mit interessanten Aspekten gewürzt. Die Handlung selbst fand ich teilweise zu rasant, unglaubwürdig und verworren.

Ich muss gestehen, dass mich der Roman insgesamt zwar gut unterhalten, aber auch teilweise irritiert hat. Er ist jedoch für jeden Krimileser interessant, der nicht nur schablonenhafte Krimis, sondern mal etwas Außergewöhnliches lesen möchte.
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4.0 von 5 Sternen Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!, 23. Februar 2013
Von 
ginnykatze - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Zum Inhalt:

Die arbeitslose 55jährige Gisela Schikaneder ist völlig am Ende, nicht nur, dass sie völlig verschuldet ist, nein sie ist auch allein. Als sie dann zufällig in einer Gaststätte auf Enriko Wutzler trifft, scheint ihr Leben eine neue Wendung zu nehmen. Der gutaussehende Mann vergisst seine gefüllte Brieftasche an ihrem Tisch. Noch bevor Gisela abwägen kann, ob sie sie nimmt oder nicht, kommt er zurück und versprüht vor Begeisterung, dass sie das Geld nicht angerührt hat, Charme ohne Ende und bietet ihr sogar einen Job in seinem Vertrieb an. Gisela's Leben scheint sich zum Guten zu wenden.

Der Job gefällt ihr und es tun sich noch andere Geldquellen auf. Sie soll Geld über die Grenze nach Basel transportieren und dabei sind ihr 10 % Gewinn zugesagt. Durch ihre lange geldliche Durststrecke und auch, um den erwachsenen Kindern noch etwas bieten zu können, lässt sich Gisela auf den Kuhhandel ein. Nun ist Vorsicht oberstes Gebot.

Ihre Nachbarin Susanne ist ihr eine liebe Freundin geworden, auch wenn sie ständig nervt, weil sie immer noch ihrem Exmann hinterher heult. Als Gisela nach ihrem ersten Einsatz nach Hause kommt, und mit Susanne noch was trinken will, lässt diese sie nicht rein. Hat Susanne Besuch, dafür spricht auch ein Handyklingeln, was im Hintergrund zu hören ist. Gisela lässt sich ihre gute Laune nicht verderben und will am nächsten Morgen dann mit Susanne sprechen, aber diese macht nicht auf. Am Abend dann findet Gisela die Leiche von Susanne und von nun an ist nichts mehr wie es war.

Gisela versucht nun herauszufinden, wer der Mörder ist, denn feststeht, dass Susanne ermordet wurde. Die Gefahr, in die sie sich nun begibt, überschreitet aber nun wirklich ihre Kompetenz.

Auf einmal sieht sich Gisela nämlich Medikamentenschmuggel gegenüber und dass diese Leute nicht pingelig sind, erfährt sie dann, als die nächste Leiche auftaucht.

So mehr werde ich jetzt nicht verraten. Lest selbst.

Fazit:

Der Autorin Traude Engelmann ist hier ein feiner Krimi aus der Feder geflossen. Die Spannung, die zwar nicht am oberen Limit ist, hält das ganze Buch über. Der Schreibstil ist gut und lässt sich flüssig lesen.

Die Charaktere beschreibt sie ausführlich und mit viel Liebe zum Detail. Auch wenn mir die Hauptprotagonistin Gisela Schikaneder das ganze Buch über unsympathisch bleibt. Ich mag ihre Art nicht, sie ist geldgierig und geht im wahrsten Sinne des Wortes zum Schluss über Leichen. Auch ihre Ermittlungen sind mir ein wenig zu weit hergeholt. Soviel Schneid kann man nicht haben und passt auch nicht zu ihr als Person.

Wirklich interessant aber fand ich die Beschreibungen während ihrer Geldtransporte. Da hatte ich wirklich das Gefühl mit ihr leiden, lachen und mich freuen zu können, ich war mit dabei. Vor allem die Begegnung mit der Kosmetikerin und deren Enkel fand ich wirklich klasse.

Es begegnen uns hier viele verschiedene Personen, die mir aber auch durchweg nicht wirklich im wahren Leben über den Weg laufen dürften. Sie sind kriminell und einfach nur schnell wieder zu vergessen.

Alles in Allem ein ordentlicher Krimi, den ich gern weiterempfehlen werde.

Hier kommen von mir 4 Sterne.
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1.0 von 5 Sternen Geldwäscherin, 21. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Ich hatte große Erwartungen in das Buch gesetzt, wurde leider enttäuscht.
Die Geschichte von Gisela Schikaneder war für mich interessant, dieses Buch zu lesen. Leider konnte das Buch mit seinem Schreibstil mich nicht fesseln.
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4.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Kriminalroman, 18. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Gisela Schikaneder, 5oplus, lebt von Hartz 4 und ist damit nicht sehr zufrieden, sie hat ständig Geldprobleme und würde sich gerne mehr leisten können, z. B. schöne Kleider, außerdem erwarten ihre (erwachsenen) Kinder Geldzuwendungen von ihr. So greift sie sofort zu, als ihr eine Zufallsbekanntschaft einen Job anbietet und als sie die Möglichkeit hat, sich an illegalen Geschäften zu beteiligen, sagt sie auch nicht nein. Als dann ein paar Leichen auftauchen, versucht sie die Todesfälle zu klären und plötzlich ist ihr Leben mehr als aufregend.

Die Geschichte wird komplett aus Giselas Sicht erzählt, als Leser nimmt man direkt an ihren (ungeschönten) Gedanken teil. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich einzulesen, danach gefiel mir dieser Schreibstil recht gut, vor allem liest es sich sehr amüsant. Giselas teilweise sehr abstruse Ideen werden sehr trocken erzählt, allerdings finde ich vor allem die Dialoge meist recht übertrieben dargestellt, normale Menschen reden so nicht (vor allem keine jungen, so dass ich es besonders bei Giselas Sohn Florian und dessen Freundin Theresa als besonders übertrieben empfand).

Gisela ist leider kein Charakter, mit dem man sich identifizieren könnte – und sie ist auch nicht sehr sympathisch. Wirklich sympathische Charakter gibt es allerdings im ganzen Buch nicht. Das liegt eben an dem Milieu, in dem Gisela sich hier bewegt, alle sind recht egoistisch und denken nur an ihr eigenes Wohl – und viele sind regelrechte Verbrecher. Aber gerade das macht auch das Interessante am Buch aus, die Sichtweise einer Person zu folgen, die ganz anders handelt, als man selbst es täte.

Warum Gisela sich auf die Geldgeschäfte einlässt, ist nachvollziehbar (jedenfalls aus Giselas Sicht), warum sie allerdings in den Mordfällen ermittelt – und dabei der Polizei wichtige Informationen vorenthält, wodurch sie sich mehr als einmal in Gefahr bringt, wird nicht wirklich deutlich.Was sie sich davon verspricht, konnte ich nicht nachvollziehen. Dadurch wirkt das Buch etwas konstruiert und weniger rund, als es sein könnte.

Ist das Buch in der ersten Hälfte noch sehr spannend, hat es in der zweiten Hälfte deutliche Längen und verliert zunehmend das Amüsante. Ich hatte immer mehr das Gefühl, die Geschichte sollte langsam zum Ende kommen. Gegen Ende gab es dann allerdings noch die spannendste Sequenz, die gut als Showdown geeignet gewesen wäre, leider gab es aber auch danach noch zu viel Text. Das Ende ist dann relativ offen, die Morde werden zwar geklärt, doch Giselas weitere Geschichte bleibt unklar. Ob hier eine Fortsetzung geplant ist?

Insgesamt hat mich das Buch, zumindest über weite Strecken, wirklich gut unterhalten. Wahrscheinlich würde ich auch ein weiteres Buch über Gisela gerne lesen. Auf jeden Fall bin ich nun an anderen Werken von Traude Engelmann interessiert, von der ich bisher nur zwei Kurzgeschichten gelesen hatte, die mir auch gut gefielen, da auch dort derselbe Humor zu finden war. Wer einmal einen anderen Krimi lesen möchte, der sollte zumindest einen Blick wagen.
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3.0 von 5 Sternen Leipzig-Krimi mit Schwächen, 16. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Gisela, 55 Jahre alt und seit längerem arbeitslos trifft zufällig Enrico Wutzler, einen Pharmavertreter, der ihr einen Job in der Pharmafirma verschafft. Durch ihn gerät Gisela auf Umwegen in die Geldschmuggler- und Dopingmittel-Benutzer-Szene. Gisela wittert ihre Chance zu Geld zu kommen und lässt sich auf Geldschmuggelfahrten in die Schweiz ein. Als dann ihre Nachbarin ermordet wird und Gisela in Verdacht gerät muss sie selbst für die Aufdeckung der Mörder sorgen und verdächtigt zuerst Enrico, der dann jedoch ebenfalls ermordet wird. Letztlich laufen alle Fäden in der ganz anderen Richtung der Medikamentenfälscher zusammen und das Buch nimmt ein nicht erwartetes Ende.

Gleich vorweg muss ich sagen, dass ich mit dem Buch so meine Schwierigkeiten hatte und immer noch, nachdem ich es vor einigen Tagen fertig gelesen haben, sehr zwiespältig bin.
Hatte man erst mal die ersten Kapitel gelesen entwickelte sich die Handlung bis zum Ende des Buches spannend weiter. Es gibt eine Reihe von Wendungen und für mich war lange nicht vorhersehbar, wer die Drahtzieher und Mörder wirklich sind. Damit hätte es ein toller Krimi werden können, wenn da nicht die Schwächen wären. Ich empfand die ersten Kapitel des Buches verwirrend. Es kommen in kurzer Folge viele Figuren vor (und die Meisten nur kurz) und die Handlung empfand ich etwas unlogisch, insbesondere die Sache mit den K.O. Tropfen. Es dauerte schlichtweg einige Zeit bis ich als Leser im Buch angekommen war. Missglückt fand ich das Ende des Buches, das viel zu übertrieben ist und eigentlich viele Hauptstränge, wie z.B. den Geldschmuggel, einfach offen und die meisten Figuren einfach verschwinden lässt.
Mit den Figuren des Buches hatte ich auch Probleme. Die Hauptfigur Gisela war für mich nicht sympathisch und ich konnte schlicht mit ihr nichts anfangen. Die Autorin lässt Gisela einerseits kühl und mutig sein und anderseits dann wieder völlig irrational und panisch. Viele weitere Figuren des Buches bleiben oberflächlich, obwohl viel Potenzial zum detaillierten Erzählen vorhanden wäre, wie z.B. bei Florian, Theresa, Friedhelm oder Wutzler.

Sprache und Schreibstil der Autorin fand ich dagegen in Ordnung und leicht lesbar und auch die Grundidee mit der ungewöhnlichen Hauptperson, d.h. kein Ermittler sondern eine ganz normale Frau, als Mittelpunkt der Handlung ist nicht etwas interessantes.
Das Krimi-Debüt der Autorin bietet eine spannende Handlung aber für mich leider auch einige Schwächen, so dass ich dem Buch nur eine durchschnittliche Bewertung gebe. Wer Interesse hat einen Krimi zu lesen, der in Leipzig spielt und eine neue Krimi-Autorin kennenlernen will, kann getrost das Buch kaufen. Vielleicht kommt er dann selbst zu einem anderen Ergebnis als ich.
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5.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Krimi, 12. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Gisela Schikaneder ist Mitte 50, zweifache Mutter, Single und immer knapp bei Kasse. Doch ihr Leben beginnt sich radikal zu ändern, als sie den charmanten Enriko Wutzler kennenlernt. Dieser besorgt ihr nicht nur einen völlig legalen Job bei einer Pharmafirma, sondern eröffnet ihr auch den Zugang zu einer nicht ganz so legalen Welt. Bald verstrickt sich Gisela immer tiefer im Netz aus Geldschmuggel, Medikamentenfälschung und Mord…
„Die Geldwäscherin“ ist wirklich kein gewöhnlicher Krimi. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Gisela erzählt und das auf wirklich rasante Art und Weise. Der Leser ist direkt mittendrin in der Geschichte und erst nach und nach wird auch die Vergangenheit der Protagonistin freigelegt. So geht die Spannung nicht durch langwierige Rückblicke verloren, aber gleichzeitig erhält der Leser auch ein vollständiges Bild von Gisela. Diese ist nämlich keineswegs ein unbeschriebenes Blatt.
Der Schreibstil von Traude Engelmann hat mir sehr gut gefallen. Auf eine etwas flapsige und lapidare Art lässt sie Gisela von ihren Erlebnissen berichten, trotzdem wird immer deutlich, dass sie auch große Angst hat und unsicher ist, wie sie aus der Situation wieder herauskommen soll. Mir hat gut gefallen, dass die Protagonistin es auch selbst nicht so genau mit dem Gesetz nimmt. Das ist mal etwas anderes als ein Kommissar, der selbst über allem erhaben ist.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Schauplatz des Krimis. Gerade wenn man die Stadt ein wenig kennt, fühlt man sich auf jeden Fall direkt nach Leipzig versetzt. So hat das Ganze auch ein wenig den Charme eines Regionalkrimis.
Fazit: Ein wirklich spannender und rasanter Krimi mit einer außergewöhnlichen Protagonistin!
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5.0 von 5 Sternen Spannender und realistischer Leipzig Krimi, 10. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Gisela Schikaneder ist arbeitslos und arm wie eine Kirchenmaus. Ihr Los ändert sich erst, als sie Enriko Wutzler kennenlernt. Durch ihn bekommt sie einen Job bei einem Pharmaunternehmen und kann ihre Kasse durch den Schmuggel von hohen Geldbeträgen in die Schweiz füllen. Schon bald steckt sie mittendrin in kriminellen Verstrickungen. Das Risiko, beim Grenzübertritt von einem aufmerksamen Zöllner aus dem Verkehr gezogen zu werden, ist hoch und der erste Mord lässt nicht auf sich warten. Um ihre Unschuld zu beweisen und um ihrer toten Freundin Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, wird Gisela zur Detektivin.
In kurzen Rückblenden blickt Gisela Schikaneder auf ihr problematisches Leben zurück und muss bei ihren Untersuchungen feststellen, dass sich eigentlich gar nichts geändert hat. Dieselben Leute, die schon zu DDR-Zeiten im Hintergrund an den Fäden zogen, haben sich sehr gut in die neuen Seilschaften unserer Gesellschaft integriert.
Die in der Ich-Form geschriebene Geschichte ist von Beginn an spannend und lässt sich flüssig lesen. Die Story ist vielschichtig und strotzt vor subtilem Humor. Im Verlauf der Handlung bezieht die Autorin Stellung und spart auch nicht mit klaren Worten: Arbeitslos zu sein, bedeutet nicht nur kein Geld zu haben, es bedeutet gleichfalls den Verlust der Ehre. Und Gisela bleibt nur ein Weg, um diesem Strudel zu entkommen: Es unserer gesellschaftlichen Elite gleichzutun und die Regeln für sich zurechtzubiegen.
Ein durch seine Protagonistin ungewöhnlicher und sehr guter Krimi, den ich mit gutem Gewissen weiter empfehlen werde.
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4.0 von 5 Sternen Eine Frau will nach oben., 9. Februar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Eine rosige Zukunft wartet in dieser Lebensphase nicht auf sie, darüber ist sich Gisela Schikaneder im Klaren. Mit ihren 55 Jahren, arbeitslos, mit überzogenem Konto und zwei erwachsenen Kindern, die eigentlich nur aufkreuzen, wenn sie klamm sind oder Probleme haben, fehlen natürlich auch die Voraussetzungen für ein sorgloses Wohlleben, wie sich unschwer erkennen läßt.
Aber das Schicksal scheint ihr eine Chance zu geben, indem es ein Treffen mit Enrico Wutzler arrangiert. Dieser Mann ist nicht nur charmant und attraktiv, sondern auch in leitender Funktion bei der Firma International Pharmacy Association Domain Germany tätig und bietet Gisela einen gut dotierten, interessanten Job an.

Wie sich allerdings nach kurzer Zeit herausstellt, wird der Schwerpunkt von Giselas Einsatz in regelmäßigen Kurzreisen in die benachbarte Schweiz bestehen und im Gepäck werden sich erkleckliche Summen Geld befinden, die auf Nummernkonten daselbst deponiert werden sollen.
Giselas anfängliche Zurückhaltung und gutbürgerliche Scheu vor dem Gesetz, das solche Straftaten bei Aufdeckung ahnden läßt, weicht bei genauerer Überlegung der Idee, aus dieser Sache etwas Größeres zu machen, eine Verdienstmöglichkeit zu entwickeln, die sie finanziell ohne Umschweife auf die Gewinnerseite katapultieren würde.
Die ersten Erfolge scheinen ihr Recht zu geben, doch als ihre Nachbarin Susanne tot aufgefunden wird, erkennt auch Gisela das gefährliche Terrain, auf dem sie sich bewegt.
Als längst vergessen geglaubte Ereignisse und Personen aus ihrer Vergangenheit wieder in die Gegenwart hineinspielen und sie sogar in den Brennpunkt polizeilicher Ermittlungen gerät, greift der Sog des Verbrechens nach ihr und läßt sie zu Recht um ihr Leben fürchten.

Traude Engelmann hat uns hier einen flüssig geschriebenen,rasanten Kriminalroman aus den korrupten Kreisen der Pharma-Mafia serviert. Geschickt miteinander verbundene und aufeinander abgestimmte Verbrechensstränge halten den Spannungsbogen für den Leser über den gesamten Roman hinweg auf gutem Niveau.
Man erhält einen anschaulichen Einblick in die brutalen Machenschaften der Täterkreise, die in ihrer rücksichtslosen Geldgier auch davor nicht zurückschrecken, den Tod ihrer Opfer auf ihr Gewissen zu laden.
Die Protagonisten sind gut gewählt und detailliert beschrieben, sodaß der Leser keine Probleme hat, sich ihre Charaktere zu erschließen, im Besonderen die Titelheldin ist wunderbar gelungen, ist in allen Facetten glaubwürdig und ihre Verhaltenweisen spiegeln einen tollen Mix zwischen Menschlichkeit und abgebrühter Coolness.
Vielleicht sind die Sprünge zurück in die Vergangenheit und die von dort agierenden Personen zu Beginn etwas schwierig zu bewältigen, was man dann mit fortlaufender Lektüre jedoch gut einbauen kann.
Das Porträt dieser Frau - sehe man sie nun negativ oder stehe man ihr positiv gegenüber - ist auf jeden Fall ausgesprochen interessant und macht den Roman lesenswert.
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5.0 von 5 Sternen Gut austarierter, hübscher Leipzigkrimi, 17. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Geldwäscherin (Broschiert)
Ein hübscher Leipzigkrimi ist das, den Traude Engelmann hier vorlegt. Gisela Schikaneder ist nicht das, was man unter einer klassischen Heldin versteht. Ihre Hauptqualifikation ist, vom Leben gestählt zu sein. Sie ist 'patent' und verarbeitet ihr wenig freudvolles Dasein mit einem guten Schuss Ironie. Schon haben wir ein paar wesentliche Zutaten zu einer Identifikationsfigur.
Eine zufällige Begegnung erweist sich für sie als Portal zu Job und plötzlichem, nicht koscher erworbenem Reichtum. Bei jedem Grenzübertritt fiebert man mit der Geldbotin mit und summiert im Geist ihr Guthaben.
Die Figur Gisela Schikaneder gewinnt viel Plastizität und Tiefe, man muss sie einfach mögen.
Die Erzählform ist linear, ohne wechselnde Perspektiven und ohne Umschnitte. Zusammen mit der geschmeidigen, bildhaften Sprache ergibt das einen ruhigen, gut nachvollziehbaren und dennoch genügend spannenden Krimi. Blutrünstige Details, psychopathische Massenmörder oder gar kleinkarierte Ermittlungseinzelheiten bleiben der Leserin erspart. Diese Balance hat Traude Engelmann bemerkenswert gut austariert.
Wenn ich könnte, würde ich einen halben Stern abziehen für die kommentierenden Sprechworte. Davon sollte sich jedoch niemand abschrecken lassen, dies ist meine ganz eigene, virulente Abneigung, die ich auch an vielen Größen der Zunft abarbeite.
Da ein halber Stern nicht abgezogen werden kann, bleibts gerundet bei den fünfen. Ceterum censeo: Lesen!
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Die Geldwäscherin
Die Geldwäscherin von Traude Engelmann (Broschiert - 13. Januar 2012)
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