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am 22. Februar 2012
Paul Rosenhayns Detektivgeschichten sind eine echte Entdeckung, denn erstens zeigen sie, daß es bis zum Ende der Weimarer Republik eine großartige (angelsächsisch geprägte) Kriminalliteratur in Deutschland gab und zweitens überraschen sie durch ihre ausgefallenen Plots und die spannende Erzählweise. Deutlich merkt man, daß Rosenhayn auch Drehbücher für den Stummfilm schrieb, denn die Geschichten haben eine rasante Dynamik und erzeugen immer wieder beeindruckend-bedrohliche Bilder im Kopf des Lesers. Von den 11 Detektivgeschichten spielen die meisten im spätwilhelminischen Berlin. Die erste beginnt damit, daß Joe Jenkins, der Meisterdetektiv, in einem noblen Hotel Unter den Linden eincheckt...
Auch wenn die Sprache manchmal ein wenig antiquiert wirkt (was aber durchaus auf eine charmante Weise Zeitkolorit vermittelt)kann man auch heute noch verstehen, warum Rosenhayn mit dieser Detektivgeschichten-Sammlung zum Bestseller-Autor der 20er Jahre avancierte. Das Buch ist übrigens sehr schon aufgemacht und es gibt eine kurze Vorstellung des Autors von Rob Reef.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Joe Jenkins, der berühmte amerikanische Detektiv bereist Europa und löst in Berlin, Paris, Stockholm, London und Hamburg aufsehenerregende Fälle. Egal ob es um verschwundene Geheimdokumente, ein geheimnisvolles grünes Licht, einen zurückgekehrten Toten, hinterhältige Morde, Geldbriefe oder Betrug geht, Joe Jenkins übernimmt jeden Fall – sofern die örtliche Polizei mit ihrer Weisheit am Ende ist. Mit seinem messerscharfen Verstand, die deduktiven Methoden eines Sherlock Holmes nutzend, und einer Handvoll vertrauenswürdiger Assistenten verhilft er der Gerechtigkeit zum Sieg.

Selbst eingefleischte Krimifreunde und Experten des Genres dürften ratlos die Stirn runzeln, würden sie gefragt wer Joe Jenkins ist. Tatsächlich ist der amerikanische Detektiv, der im Kielwasser von Sherlock Holmes fährt, im Laufe der Jahre gänzlich aus den Buchregalen verschwunden und sein Schöpfer und Autor Paul Rosenhayn in Vergessenheit geraten. Hier zeigt sich die Notwendigkeit von Kleinverlagen, die immer wieder solch vergessene Perlen auftun und zu neuem Glanz verhelfen. „Elf Abenteuer des Joe Jenkins“ ist die dritte Veröffentlichung des Tally-Ho!-Verlags von Robert Schulze, der damit den Liebhabern zeitgenössischer Kriminalliteratur ein besonderes Geschenk gemacht hat, denn Joe Jenkins und seine Fälle sind es durchaus wert entdeckt zu werden. Vor dem politischen Hintergrund des ersten Weltkriegs ist es schon außergewöhnlich, wenn ein Amerikaner auf europäischem Boden Verbrechen aufklärt. Umso mehr, wenn diese Fälle von einem deutschen Autor geschildert wurden. Dabei besitzen die einzelnen Fälle eine Länge von zirka zehn bis fünfundzwanzig Seiten, so dass sie eher für den kleinen Krimihunger Zwischendurch geeignet sind. Vor allen Dingen Fans von Sherlock Holmes kommen hier auf ihre Kosten, denn sowohl die Methoden von Jenkins, als auch die Schilderung der einzelnen Fälle erinnern frappant an den Stil eines Sir Arthur Conan Doyle. Die Unterschiede bestehen lediglich darin, dass Jenkins da weitermacht, wo Holmes seinerzeit aufgehört hat, nämlich nach dem Beginn des ersten Weltkriegs. Und obwohl sich Jenkins diverser Assistenten und Helfer bedient, die größtenteils namenlos bleiben, steht ihm kein treuer Gefährte oder Chronist zur Seite, der sich bemüht die Abenteuer belletristisch zu vermarkten. Auch über den Privatmann Jenkins erfährt der Leser leider so gut wie gar nichts. Jenkins hat ein glattrasiertes, hageres Gesicht, ist hochgewachsen und besitzt kühle graublaue Augen. Mehr wird über ihn nicht bekannt gegeben. Paul Rosenhayn lässt sich lediglich dazu herab in einer Geschichte zu erwähnen, dass Jenkins dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt ist, ansonsten legte er mehr Wert auf knifflige, raffinierter Fälle als auf eine vielschichtige Charakterisierung. Nur die Betroffenen entwickeln so etwas wie Persönlichkeit und wecken das Interesse des Lesers. Im Stil und in der Herangehensweise an die Fälle zeigte sich Rosenhayn sehr viel Experimentierfreudiger. Während in manchen Fällen Joe Jenkins bereits von Anfang an dabei ist, tritt er bei anderen erst am Ende in Erscheinung. Am originellsten ist mit Abstand die dritte Erzählung „Proszeniumsloge Nr. 1“, die ausschließlich in Form von Briefen eines jungen Mannes an seine Verlobte geschrieben ist. Abgerundet wird der Band durch ein ausführliches Vorwort von Rob Reef („Stableford“).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dieser Band enthält elf Krimikurzstories ("Das grüne Licht"; "Wenn die Toten wiederkehren"; "Proszeniumsloge Nr. 1"; "Der Geldbrief"; "Ein Ruf in der Nacht"; "Das Haus im Schatten"; "Das Logenbillett"; "Rauch im Westwind!"; "Der Similischmuck"; "Der Amati"; "Die Visitenkarte"), in denen der amerikanische Detektiv Joe Jenkins die Hauptrolle spielt.
Die Geschichten wurden in den 1910er Jahren vom deutschen Autor Paul Rosenhayn geschrieben und wurden hier weitgehend im Originaltext wieder aufgelegt. Um es klar zu sagen, die Anfangsszenerien, und die damit einhergehenden Rätsel die Jenkins zu lösen hat, sind gar nicht schlecht erdacht. Doch die Fallauflösungen sind dann größtenteils nicht der große Wurf, sondern recht bieder und einfach gehalten, so dass das Aha-Erlebnis ausbleibt. Aber dennoch macht das Lesen Spaß und die Geschichten, die zwischen rund 20 bis 30 Seiten lang sind, lesen sich schnell und zügig durch.
Auch wenn der Klappentext auf der Buchrückseite einen Vergleich zwischen den Geschichten von Sherlock Holmes und Joe Jenkins in Betracht zieht, muss man doch klipp und klar feststellen, dass die Jenkins-Stories bei weitem nicht die Klasse und Originalität der Holmes-Bücher aufweisen.
Fazit: Nette kleine Krimilektüre, mehr aber nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. November 2013
Hier werden 11 Kurzgeschichten vorgestellt, in denen ein amerikanischer Superdetektiv ermittelt. Personenbeschreibungen gibt es so gut wie gar nicht; und die Lösung ist in den meisten Fällen sofort offensichtlich (oder etwas an den Haaren herbeigezogen). Dieses Buch mag als Zeitzeugnis bestehen, die Geschichten selbst sind allerdings sehr naiv.
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am 25. April 2015
Meine Meinung zum Buch: Elf Abenteuer des Joe Jenkins

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil mir eine Mitarbeiterin des Verlages mir das Buch nahe gelegt hat.
Für ein Kurzgeschichten nicht Liebhaber hat mich das Buch doch sehr überraschen können.
Natürlich war manches wirklich schnell hervorsehbar, jedoch fand ich das für ein Kurzroman Buch gar nicht so schlecht.
Wie ich es in der Schule gelernt habe, sind das hier typische Kurzgeschichten.
Aber jede einzelne Geschichte des Buches hat etwas besonderes.

Wie fand ich die verschiedenen Geschichten?

Wie schon gesagt, jede einzelne hat einen besonderen Kern, ein besonderes Etwas. Das schönste daran fand ich jeweils, wenn ich das Gefühl hatte, wirklich um diese Zeit, wo die Geschichten spielen, zu sein.
Manche Geschichte war in meinen Augen zwar etwas übertrieben und zu schnell vorhersehbar. Jedoch nutzte der Autor damalige NoGo's um wirklich zum denken anzuregen, sei es z.B. ein Selbstmord.
Die ein oder andere Geschichte im Buch war sehr witzig zu lesen, andere waren durch ihr Gewand wie sie im Buch verpackt waren, ein kleines besonderes Extra.

Spannung:

Wie gesagt, die Geschichten sind leider sehr hervorsehbar, aber für Kurzgeschichten, ist das in meinen Augen ziemlich ok. Auch wenn ich manchmal schon etwas mehr Spannung mir gewünscht hätte.

Grammatikalische Wirkung:

Ich fand es interessant, das Telefonieren, so wie ich das Wort kenne in einem etwas älteren Gewand daher kommt. Aber nicht nur dieses Wort auch andere Worte waren in der alten Rechtschreibung gesetzt. Hier muss ich aber auch sagen, wenn man ein Buch bearbeitet, sollte man auch die reguläre Grammatik umsetzen, obwohl ich selbst kein Held in der Rechtschreibung bin, so wünsche ich mir das in einem Buch was ich lese.

Fazit:

Dieses Buch ist für Kurzgeschichten Liebhaber total gut geeignet. Auch wenn man einfach mal nur eine kleine Geschichte lesen möchte um zu entspannen, ist hier gut aufgehoben. denn dafür ist das Buch wirklich gut geeignet.
Jedoch gibt es auch Kriterien, wo ich sagen muss, es kann sein das es nicht dem entspricht was sich der Leser wünscht. Trotzallem fand ich das Buch wirklich sehr gut umgesetzt und danke dem DRYAS Verlag, das er ein 100 Jahre altes Buch neu hervor gebracht hat.

Sterne:

Ich vergebe dem Buch 3.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juni 2014
Das Buch war in einem Top-Zustand, als es vor der erwarteten Zeit bei mir eintraf.Hat viel Spaß gemacht, danke dafür!
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