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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. ...und: Verarbeiten.
Durch den transparenten Schutzumschlag schaut dem Leser ein Junge entgegen. Wie durch einen Nebel. Oder wie aus einer anderen Welt. In krakeliger Kinderschrift ist der Titel des Buches aufgedruckt: "Mirco"
Mirco, der durch eine unfassbare Tat zum bekanntesten Jungen der jüngsten Vegangenheit in Deutschland wurde. Mirco, der nicht weiterleben durfte, obwohl er...
Veröffentlicht am 19. September 2012 von Thomas Grebe

versus
15 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Buch...
...hat in mir gemischte Gefühle verursacht. Natürlich ist es eine unglaublich traurige und unfassbare und leider wahre Geschichte, aber auf der anderen Seite war mir das Gefasel über Gott und den Glauben zu viel des Guten. Glauben hin oder her, jeder Mensch braucht ihn mehr oder weniger, aber am Schluss des Buches wird nur noch von Gottes Willen, Gebeten...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2012 von F. Rebecca


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. ...und: Verarbeiten., 19. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Durch den transparenten Schutzumschlag schaut dem Leser ein Junge entgegen. Wie durch einen Nebel. Oder wie aus einer anderen Welt. In krakeliger Kinderschrift ist der Titel des Buches aufgedruckt: "Mirco"
Mirco, der durch eine unfassbare Tat zum bekanntesten Jungen der jüngsten Vegangenheit in Deutschland wurde. Mirco, der nicht weiterleben durfte, obwohl er noch soviel vor sich hatte.

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht von den tragischen Ereignissen, die sich im Herbst 2010 in Grefrath abgespielt haben, in irgendeiner Form gehört hat. Es gibt wohl auch kaum jemanden, den diese Geschichte nicht ergriffen hat. Wie so oft blieb die Frage nach dem "Warum?" unbeantwortet. Wie so oft kochte der Volkszorn hoch.

Die Frage nach dem "Warum?" beantwortet dieses Buch nicht. Das will es auch gar nicht!
Vielmehr erzählen Mircos Eltern, Sandra und Reinhard Schlitter unter Mithilfe des Autors Christoph Fasel, was sich an jenem 3. September 2010 in ihrem Hause abgespielt hat. Sie erzählen minutiös, wie sie den Tag und die 145 folgenden Tage verbracht haben. 145 Tage voller Angst, Hoffnung, Sorge und Verzweiflung. Sie erzählen aus dem Familienleben, das so normal war, wie das von tausenden anderer Familien. Sie erzählen auch vom letzten Kapitel eines der erschütternsten Kriminalfälle der jüngeren Zeit. Von der Gerichtsverhandlung.
Sie erzählen, wie es ihnen gelang, nicht an dem Verlust ihres geliebten, lebenslustigen Sohnes zu zerbrechen. "Das Leben geht weiter. Mirco hat drei wundervolle Geschwister. Auch sie haben ein Recht auf Leben, das nicht in Erstarrung untergeht." schreibt Mircos Mutter im Vorwort.
Den Schlitters half unter anderem ihr starker Glaube, letzlich das Geschehene zu akzeptieren, sogar am Ende dem Täter zu verzeihen und für ihn zu beten.

Insbesondere Letzteres klingt für viele unglaublich und doch ist es der Weg, den diese Familie gegangen ist.

In dem Buch kommen abwechselnd Mircos Mutter Sandra und sein Vater Reinhard zu Wort und lassen den Leser an Vielem teilhaben, was nicht durch sensationelle Presse- und Fernsehberichte an die Öffentlichkeit gelangte. Dabei geben sie viel von sich selbst preis.
Es gibt wohl kaum einen Tatsachenbericht, der den Leser so dicht an das Geschehene heranlässt. Beim Lesen kann man sich immer wieder in die Lage der Schlitters hineinversetzen. Man kann einfach nicht anders als wirklich mitleiden, weshalb man an mancher Stelle die Lektüre auch unterbrechen muss, um das Gelesene überhaupt verarbeiten zu können.

Darüberhinaus geben die Bilder im Buch auch einen winzigen Eindruck in das Leben der Familie vor und nach der schrecklichen Tat. Wir sehen Bilder eines fröhlichen jungen mit vielen Interessen. Wir sehen aber auch Bilder, die sich tief ins Gedächtnis der Öffentlichkeit eingegraben haben. Polizisten bei der Suche nach Mirco. Die Schlitters während ihres dramatischen Fernsehappells an Mircos Entführer. Mircos Grab.

All das macht dieses Buch zu einem beklemmenden Zeugnis jener Zeit, in der eine ganz gewöhnliche Familie ungewollt in das Zentrum der Aufmerksamkeit eines ganzen Landes rückte. Vor allem gelingt es dem Buch aber auch, selbst nichtgläubigen Menschen zu vermitteln, warum die Schlitters so gehandelt haben wie sie es taten. Es ist glaubhaft und nachvollziehbar.
Vielleicht sollten gerade deshalb alle "Todesstrafe!"-Brüller sich dieses Buch auch einmal zu Gemüte führen.

"Wir schreiben dieses Buch nicht, um unserem Kind ein Denkmal zu setzen." Eine Liebeserklärung an das Kind, das ihnen genommen wurde ist es aber auf jeden Fall und es ist für mich sehr schlüssig, dass auch das Schreiben dieses Buches den Eltern von Mirco ein Stück weit geholfen hat, das schreckliche Ereignis noch ein Stück weiter zu verarbeiten. Das Buch ist auch ein Dank an alle, die in der schweren Zeit den Schlitters ihr Mitgefühl und Unterstützung entgegenbrachten. Es ist ein eindringliches Zeugnis, wie man mit solch einer Katastrophe umgehen kann, ohne zu zerbrechen.

Dass die Schlitters uns so an dem schlimmsten Kapitel ihres Lebens teilhaben lassen verdient allerhöchsten Respekt. Auch als nicht religiöser Mensch hat man keine andere Wahl als der Familie Hochachtung zu zollen für ihre Fähigkeit, (weiter) an Gott zu glauben. Es gehört Mut dazu, sich so zu seinem Glauben zu bekennen und daran festzuhalten.

Nach der letzten Seite braucht man erst einmal einen Moment der Ruhe um das Gelesene zu verarbeiten. Dabei kommt man nicht umhin, sich zu fragen, wie man wohl selbst mit einer solchen Situation umgehen würde. Auch wenn man vielleicht ganz anderer Meinung ist, so zeigen Mircos Eltern auch, dass Hass auf den Täter nicht der einzige Weg ist, mit so einer Situation umzugehen. Und es muss auch nicht unbedingt der Glaube sein. Vielmehr zeigen uns Mircos Eltern, dass es auch auf die innere Stärke ankommt. Vor allem auf die Stärke, auch die schlimmsten Ereignisse des Lebens überhaupt an sich heranzulassen, sich dem Unfassbaren zu stellen, um nicht am Leben zu verzweifeln. Auch Hilfe zuzulassen. Denn welchen Sinn hätte es, auch nach dem Tod eines geliebten Kindes (aus welchem Grund es auch immer zu Tode gekommen ist), das eigene Leben und das der Familie nicht mehr als lebenswert zu empfinden? Wenn man etwas in sich geht, kann einem dieses Buch darauf vielleicht sogar eine ganz eigene Antwort geben.

Ein hervorragendes Buch.
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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bewegendes Buch, 6. September 2012
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Gleich zu Beginn machen Mircos Eltern klar, was das Buch nicht ist: Es ist kein Denkmal für ihren Sohn, der ohnehin immer in ihrem Herzen sein wird. Es ist auch keine Kriminalgeschichte, obwohl es um ein schlimmes Verbrechen geht. Und es ist keine Abrechung, obwohl man diese nachvollziehen könnte. Was ist das Buch aber dann? Vielleicht am ehesten ein Ratgeber. Mircos Eltern wollen mit den Buch anderen Mut machen, die ebenfalls Schlimmes erlebt haben und sie schreiben, wie sie wieder neuen Lebensmut gefasst haben. Dies war bei ihnen ein längerer Prozess, auf den schon der Buchtitel hindeutet: Verlieren, Verzweifeln, Verzeihen.

VERLIEREN
Wer die schlimmen Details sucht, ist in diesem Buch falsch. Die Eltern erzählen nicht nach, was in den Gerichtsakten verschlossen ist - wie, wo und woran ihr Sohn starb. Worüber sie stattdessen schreiben ist, welche Lücke und Stille ihr Kind hinterließ. Um das deutlich zu machen, beschreiben sie auf vielen Seiten den ganz normalen Alltag, den die Familie bis dahin führte.

VERZWEIFELN
Schon kurz nach Mircos Verschwinden hatte der Chef der extra eingerichteten SOKO den Eltern offen gesagt, dass er aufgrund der Umstände und seiner Erfahrungswerte kaum glaubt, Mirco wieder lebend zurück zu bringen. Und doch klammert man sich an jede Hoffnung. Darüber schreiben die Eltern sehr bewegend. Für sie begann eine quälende Zeit des Wartens, die genau 145 Tage dauerte - bis man Mircos Leiche fand. Warum sie trotzdem nicht verzweifelten, hängt wohl zusammen mit einer Fähigkeit, die sie in der schlimmen Zeit nie verloren: Verzeihen zu können.

VERZEIHEN
Den Eltern ist das Schlimmste passiert, was man sich denken kann: ein Mensch hat ihnen ihr Kind genommen. Kann man einem solchen Menschen überhaupt verzeihen? Die Schlitters haben es geschafft aufgrund ihres christlichen Glaubens. Sie können dem Täter verzeihen, ja sie beten sogar für ihn. Für sie ist er ein Mensch, dem man vergeben muss, wenn man Christ ist. Auch im eigenen Interesse. "Jemand der hasst, wird nicht mehr lachen" schreiben sie. Und so ist das Buch auch eine Hilfe für andere Menschen in ähnlich verzweifelter Lage, Mut zu fassen und wieder ins Leben zurück zu kehren.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr berührend !, 10. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch gehört für mich zu den Büchern, die mich am meisten die letzte Zeit beeindruckt haben. Wer kann sich nicht daran erinnern, überall von Mircos Verschwinden gelesen oder gehört zu haben ?
Am 03.September 2010 verschwindet der 10 Jährige Mirco auf dem Heimweg von der Skaterbahn.In diesem Buch erzählen Mircos Eltern, Sandra und Reinhard Schlitter, über das, was an diesem Tag passiert ist. Doch wir lernen auch ein wenig Mircos Eltern aus der Zeit vor ihrer Hochzeit kennen, erfahren wie die Schwangerschaft mit Mirco verlaufen ist und was für ein Junge er war, aber auch, wie es ihnen ergangen ist, als sie endlich wußten, was mit Mirco passiert ist.

Da ist es besonders beeindruckend, dass sie heute dem Täter gegenüber keinen Hass empfinden, nie empfunden haben. Im Gegenteil sie wünschen sogar, dass man für den Täter betet. Dem ein oder anderen mag das jetzt sehr suspekt vorkommen. Wenn man jedoch das Buch gelesen hat, versteht man warum. Einem Gläubigen stellt sich die Frage unter Umständen gar nicht, denn Familie Schlitter tut genau das, was man als Christ tun sollte, wenn man seinen Glauben ernst nimmt, verzeihen.
Mirco und seine Geschwister sind in großer Freiheit aufgewachsen. Dies geschah immer in Absprache mit den Eltern. An diesem Abend des 3. Septembers nimmt sich ein Mann das Recht in Mircos Leben einzugreifen, ihn zu mißbrauchen und danach zu töten. Alleine von dieser Vorstellung wird einem ganz anders.

Das Buch ist sehr emotional , keine Frage.Man bleibt von dieser Familie nicht unberührt., von ihrem tiefen Glauben, der aber ganz natürlich wirkt, weil er aus ihrem Herzen kommt. Auch Mircos Schicksal geht dem Leser sehr nahe. So kann es durchaus mal vorkommen, dass man einfach weinen muss, angesicht dessen, was man gerade liest. Besonders beindruckend und tröstend fand ich allerdings den Schluß, die Begebenheit, die Mircos Mutter erzählt, gibt allem einen tieferen Sinn.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mirco, 27. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Mirco - Sandra und Reinhard Schlitter
Kurze Inhaltsangabe:
Es ist schwer über so ein schreckliches unnötigesVerbrechen zu schreiben. Den Eltern von Mirco passiert das Unfassbare. Ihnen wird das Kind genommen. Es wird von einem Mann ermordet, der Mirco nicht kannte, der selber Familienvater war, der ein Ventil für seine Agressionnen brauchte, der Macht ausüben wollte und genau da lief ihm Mirco über den Weg.
Mirco war ein lebenslustiges, fröhliches und starkes Kind, das unbeirrt seinen Weg ging. Er hatte viele Hobbys, denen er gerne nachging, er war ein Sportler, ein Naturbursche, immer aktiv und immer sehr lebendig, bis zu diesem Tag im September 2010, als er seinem Mörder begegnete. Fast 5 Monate lang lebte der Mörder weiter, als wäre nichts gewesen, bis sich die Schlinge der Polizei eher zog und er gefaßt werden konnte. Er hat die Tat sehr schnell gestanden, aber bis heute nichts zur Tat selber ausgesagt und nur den späteren Fundort von Mirco verraten.
In diesem Buch schildern die Eltern, wie sie mit der Situation umgegangen sind. Vom Tag des Verschwindens bis zur Verurteilung des Mörders erlebt der Leser das unglaubliche Leid der Familie mit, die trotzdem so stark rüberkommt. Diese Familie bezieht ihre Kraft aus dem Glauben zu Gott, was im Buch auch sehr deutlich gemacht wird.
Schreibstil:
Dieses Buch ist vom Schreibstil her leicht zu lesen, aber von der Geschichte her unsagbar schwer. Vor allem, wenn man selber Kinder hat, ist es schrecklich sich das Leid des Kindes auch nur annähernd vorzustellen. Die Eltern erzählen sehr detailliert, gehen auf alle Helfer ein, lassen die anderen drei Kinder zu Wort kommen und beschönigen nichts. Man kann in diesem Buch die Angst, die Verzweiflung, die Sorgen, aber auch die immerwährende Hoffnung und Liebe herauslesen.
Eigene Meinung:
Es gibt einiges in der Erzählung der Eltern, die mir als Mutter nicht gefallen, z.B. das Mißverständnis der Eltern, am Abend des Verschwindes von Mirco. Sandra, die Mutter, wird von einer anderen Mutter telefonisch informiert, das ihr Sohn vom Skaterpark aus auf dem Heimweg ist. Der Weg dauert mit dem Rad nur ein paar Minuten. Etwa eine Studne später, der Junge ist noch nicht zu Hause, geht sie ins Bett und sagt zu ihrem Mann, das Mirco auf dem Heimweg ist und er nach ihm sehen solle. Erst am nächsten Morgen wird bemerkt, das der Junge die ganze Nacht nicht zu Hause war. Ich will hier keinen Vorwurf machen, aber verstehen kann ich dieses verhalten nicht. Ich meine, der Junge war 10 Jahre alt und es war schon spät. Sicher passieren kann zu jeder Tageszeit etwas, aber man kann es minimieren.
Ansonsten finde ich die Familie sehr symphatisch und stark. Ich selber glaube nicht und mir gibt der Glaube auch nichts, aber ich finde es schön, das die Familie durch ihren Glauben soviel Kraft und Trost erfahren hat. Dieses Buch hat mich emotional sehr berührt und mitgenommen. Kein Kind sollte so ein Leid erfahren müssen. Das die Eltern dem Mörder letztendlich verzeihen, zeugt wohl von Stärke. Ich selber könnte so ein Verbrechen nicht verzeihen.
Ich gebe 4 Sterne für ein wirklich aufwühlendes Buch, das sich vor allem unsere Gesetzgebung mal durchlesen sollte.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es lässt einen einfach nicht los....., 16. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Trotz aller Traurigkeiten, die das Buch beinhaltet, bin ich von der Familie Schlitter sehr beeindruckt. Hut ab, schön für Mirco, solche Eltern gehabt zu haben.
Alles andere sollte man selbst lesen. War auch erst ein wenig zurückhaltend. Aber selbst als Nichtgläubiger, frage ich mich jetzt manchmal, wenn Gott
soviel Positives hervorbringt (natürlich nur für die Zeit danach), ist vielleicht ein ganz kleines bisschen Glaube gar nicht so schlecht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie man die Spirale von Hass und Verzweiflung verlassen und sogar verzeihen kann, 10. September 2012
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Schon in seinem im vergangenen Jahr zusammen mit Samuel Koch geschriebenen Buch hatte sich der Journalist Christoph Fasel mit Frage auseinandergesetzt, wie ein Mensch bzw. eine Familie mit einem Geschehen um geht, dass sie schicksalhaft trifft und ihr Leben von einem auf den anderen Tag verändert.

"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht."

Mit diesem Vers aus dem neutestamentlichen Hebräerbrief beendete Samuel Koch damals die Schilderung seiner Lebensgeschichte und im Buch selbst sagt an einer Stelle zu Christoph Fasel:
"Heulen ist nicht mein Ding. Man kann auf jedem Niveau klagen, aber auch glücklich sein."

Koch und Fasel wollten ihr Buch nicht nur verkauft , sondern mit einer inneren Aufmerksamkeit für das eigene Leben des Leser gelesen sehen - ein Leben, das trotz aller möglichen Einschränkungen und Behinderung immer ein Geschenk Gottes bleibt, das gelebt werden will und mit Sinn gefüllt.

So ähnlich würden das auch die Eltern von Mirco sehen, jenem Jungen aus Grefrath, der am 3. September 2010 auf dem Heimweg von der Skaterbahn spurlos verschwindet. 145 Tage lang hoffen und beten nicht nur Mircos Eltern, sondern auch eine lange nicht mehr so große und wirklich Anteil nehmende Öffentlichkeit. Als Mirco nach fünf Monaten aufgefunden wird, entführt, missbraucht und erdrosselt, bricht für die Eltern eine Welt zusammen.

Was für jeden Vater, was für jede Mutter in der Fantasie das Ende des eigenen Lebens bedeuten würde, Mircos Eltern, Sandra und Reinhard Schlitter versuchen in den folgenden Monaten und Jahren mit dem Unfassbaren fertig zu werden. Sie erzählen Christoph Fasel, der sich wieder wie schon bei Samuel Koch sensibel einfühlt in die Menschen, deren Geschichte er in Worte fassen will, wie sie bis zu dem schrecklichen Tag des Verschwindens mit ihrem Sohn Mirco zusammengelebt haben. Sie erzählen von dem vernichtenden Gefühl des Verlierens, der absoluten Verzweiflung, aber auch immer wieder von ihrer Verwurzelung im Glauben an Gott, der sie auch in den dunkelsten Stunden getragen hat. Dankbar berichten sie von vielen Menschen, die ihn in dieser schweren Zeit zur Seite standen.
Am beeindruckendsten und für einen Nicht-Christen wohl kaum verständlich ist das, was sie am Ende des Buches erzählen, wie sie beide dahin kamen, für den Täter zu beten und ihm zu verzeihen. "Jemand der hasst, wird nicht mehr lachen" ist ihre Einstellung, die ihnen ihr Glaube nahelegt und die sie zusammen mit ihren anderen Kindern leben wollen:
„Mit unserem Buch möchten wir zeigen, was uns geholfen hat, die Spirale von Hass und Verzweiflung verlassen zu können. Und wie man ein Leben führen kann, das trotz allem Zuversicht, Menschenliebe und Glauben vereint.“
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zur Glaubensbestärkung, 14. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch gelesen und bin sehr froh darüber. Erst seit kurzer Zeit habe ich zum Glauben gefunden. Dieses Buch hat mir sehr viel Kraft gegeben und gezeigt, dass die Entscheidung zu Jesus zu gehören eine gute ist - und zwar die Beste überhaupt. Ich denke alle Menschen, die eine Bestätigung in ihrem Glauben suchen, sollten dieses Buch lesen.

Aber in dem Buch geht es nicht nur um das Thema Gott. Es geht zum großen Teil um das Kind ansich, was aus elterlicher Sicht sehr liebevoll beschrieben wird. Es werden viele persönliche Erlebnisse geschildert; und auch die Kriminalistik nach dem Verschwinden wird detailliert beschrieben. Daher denke ich ist das Buch auch für Leute geeignet ist, die nicht im Glauben stehen.

Einige Ereignisse haben mich sehr berührt, unter anderem die einfühlsame Begräbnisrede des Pfarrers und das Gottvertrauen, was auch anhand von Bibelzitaten bestärkt wird

Ich danke euch sehr für dieses Buch
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gutes Buch, 7. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Das Buch Mirco ist ein sehr beeindruckendes und emotionales Buch. Es ist wahnsinnig schön zu lesen, dass der Glaube diese Familie zusammen gehalten hat, obwohl sie das schlimmste erleben mussten, was eine Familie und vor allem Eltern wahrscheinlich erleben können!
Man sollte sich auf jeden Fall Taschentücher dazulegen, wenn man das Buch liest.
Es hat mich sehr beeindruckt und emotional zu tiefst berührt.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auch für Atheisten lesbar, 9. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. (Gebundene Ausgabe)
Vor der Anschaffung dieses Werkes hatte ich aufgrund des Verlages und des Untertitels Bedenken, ob es für einen Atheisten überhaupt "erträglich" sein würde. Ich wurde absolut positiv überrascht. Ja, die Worte "Gott" und "Beten" habe ich in meinem Leben noch nicht so oft gelesen und öfter mal die Augenbrauen hochgezogen, aber dies tat der Faszination über den Umgang der Familie Schlitter mit dieser Extremsituation keinen Abbruch. Das Buch ist durchaus auch eine Art Ratgeber, welcher auch für Atheisten funktioniert, denn die Gedanken und Handlungen der Schlitters sind durchaus rational begründbar und stimmig - auch ohne religiösen Hintergrund nachvollziehbar. Eine beeindruckende, tolle Familie!

Als spannenden Krimi wird man das Buch nicht unbedingt empfinden können, da der Ereignislauf allgemein bekannt ist und zur Tat hier sehr wenig (keine?) Details mitgeteilt werden, die nicht schon veröffentlicht wurden. Wer also einen Krimi sucht, sollte vom Werk besser Abstand nehmen; erhebliche Teile beschreiben das normale Leben Mircos und der anderen Familienmitglieder - wer sich dafür nicht interessiert, wird mit dem Buch nicht glücklich.

Der Text ist handwerklich einwandfrei, leicht und schnell lesbar. Nur an einer Stelle blieb ich hängen: Ich glaube nicht, dass es einen "Tagesverdächtigen" gibt - sicher ist ein "Tatverdächtiger" gemeint.

Gratulation auch zur Umschlaggestaltung an die bei mir um die Ecke ansässigen Guten Botschafter - das durchscheinende Foto spricht für sich.

Auf diesem Weg einen Gruß an meinen früheren Bekannten Armin Saul, der, wie man lesen kann, erheblich am Erfolg der SOKO beteiligt war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf manche Frage gibt es keine Antwort, 13. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch kann man schlecht aus der Hand legen, wenn man einmal damit begonnen hat. Man wird sehr mit hineingenommen, in das Familienleben, die Freuden mit Mirco und den anderen Kindern, aber auch in die Ängste und Nöte in der schlimmsten Zeit ihres Lebens. Der Leser bekommt Einblicke in die mühevolle Polizeiarbeit, in die Gefühlswelt von Angehörigen und Freunden, aber er bekommt auch eine plausible Erklärung, wodurch die ganze Situation ertragen und überstanden wurde. Das Buch bietet Lebenshilfe aus christlicher Sicht, ohne missionarisch zu wirken. Dazu ist der Anlass des Buches auch viel zu ernst. Und ehrlich vermitteln die Schlitters - auf manche Frage gibt es keine Antwort.
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Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.
Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. von Christoph Fasel (Gebundene Ausgabe - 4. September 2012)
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