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4.0 von 5 Sternen
Jazzig-philosophischer Ausflug in die Welt des Seins, 14. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Being in the World - Was es heißt, Mensch zu sein in einer übertechnisierten Welt (DVD)
Die Philosophie Martin Heideggers ist nicht wirklich leicht zu verstehen. Ihre Kernaussagen dann in einen leicht verständlichen, vergnüglichen Dokumentarfilm zu packen - das ist schon eine Leistung, die dem Filmemacher fast perfekt gelungen ist. Bei Heidegger geht es viel um das Sein, um ein Sich-aufs-Leben-Einlassen, ein Sich-Einbringen. Der Film vereint diese Aussagen nun, indem er Menschen portraitiert, die Meister ihres Fachs geworden sind: Eine berühmte Köchin, Jazzmusiker, den bekannten Flamencokünstler Manuel Molina und einen japanischen Zimmermann.
Als zweite Ebene vermitteln amerikanische Philosophen die wichtigsten Theorien und Gedanken moderner Philosophie - allen voran Hubert Dreyfus, der sich in den 1970er Jahren nicht gerade beliebt gemacht hatte, als er die Visionen computerbegeisterter Kollegen widerlegte, der Computer sei in Kürze so intelligent wie der Mensch. Warum nicht? Weil das Leben nicht mit Logik zu begreifen ist, weil der Mensch sich selbst auf unnachahmliche Weise ins Leben einbringt, wie es ein Computer nie könnte. Dieses Interagieren mit allem, was uns umgibt auf eigene Art und Weise, diese Hingabe an eine Sache durch fokussierte Handlung - das macht uns Menschen aus, und das leben uns jene Meister ihres Fachs vor.
Es liegt in der Natur der Sache, dass in einem solchen Film viel gesprochen wird, aber der Regisseur verstand es, die Inhalte mit coolen Bilder, cooler Musik und kleinen Geschichten zu würzen.
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