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233 von 250 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr sehr aktuell, empfehlenswert und spannend!
Empfehelnswert, emfehlenswert, empfehlensert!

Als ich vor 3 Jahren die besagte Sendung bei Kerner ansah, war ich fassungslos. Wie konnte man eine Frau im 21. Jahrhundert dermaßen an den Pranger stellen? Sie hatte 5 Gegner in dieser Sendung, keinen einzigen Fürsprecher. Es wurde über 1/2 Stunde mithilfe eines "angeblichem" Experten massiv...
Veröffentlicht am 17. April 2010 von Belcanto

versus
38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein unrühmliches Kapitel deutscher Mediengeschichte
Der 9. Oktober 2007 wird wohl als eine Art "Supergau" in die deutsche Mediengeschichte eingehen. Weil noch nie vorher und nie danach jemand vor laufenden Kameras aus einer Sendung geworfen wurde. Wie konnte es dazu kommen ? Damit beschäftigt sich Eva Hermans neues Buch.

Ihr Auftritt bei Kerner hatte natürlich auch eine Vorgeschichte, und die begann am...
Veröffentlicht am 25. Mai 2010 von Falk Müller


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233 von 250 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr sehr aktuell, empfehlenswert und spannend!, 17. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Empfehelnswert, emfehlenswert, empfehlensert!

Als ich vor 3 Jahren die besagte Sendung bei Kerner ansah, war ich fassungslos. Wie konnte man eine Frau im 21. Jahrhundert dermaßen an den Pranger stellen? Sie hatte 5 Gegner in dieser Sendung, keinen einzigen Fürsprecher. Es wurde über 1/2 Stunde mithilfe eines "angeblichem" Experten massiv versucht, ihre Worte und Inhalte zu verdrehen.
Dabei handelt es sich um einen einzigen Satz den sie in einer Pressekonferenz abgegeben hatte. Dieser Satz wurde verdreht und entstellt im Hamburger Tageblatt veröffentlicht und führte im Lande und der weiteren Presse zu Empörung.
Und jetzt, einen Monat später lag das Originalzitat vor, aber anstatt sich zu entschuldigen und Eva Herman zu rehabilitieren, wurde erneut versucht, dank Johannes B Kerner, Senta Berger und Schreinemarkers diesen Satz zu entstellen und erneut, wie ursprünglich von Alice Schwarzer schon, Eva Herman in die braune Ecke zu stellen. Das Tribunal bei Kerner, es war eine Machenschaft sondersgleichen, aber für viele Menschen in unserem Land schon damals dilletantisch und durchschaubar. So verfolgte ich dieses Thema bis jetzt.
(Im Buch nimmt diese Sendung etwa 1/4 ein).

Ich habe mir dieses Buch als Hörbuch-CD gekauft, da ich viel mit dem Auto unterwegs bin. So angenehm und einfach spulte ich noch nie meine Autobahn-km ab. Muss mich bei der Ankunft dann zusammen nehmen, nach 3 Stunden Autofahrt nicht noch weiter im Auto sitzen zu bleiben und weiter zu lauschen. Nach insgesamt etwa 1500km bei normaler bis flotter Fahrweise ist dieses Hörbuch-CD gehört.

Es ist so empfehlenswert, da es so spannend wie ein Krimi ist, nein noch spannender aber auch erschreckend, da es die Realität in unserem Lande wiederspiegelt.

Man könnte meinen, es ist eine persönliche Abrechnung der Frau Herman. Das ist es zuweilen sicher auch, aber es ist viel mehr, denn man kann dieser Veröffentlichung dankbar sein, weil es einem die Augen öffnet, was in unserem Lande vor sich geht. Wie unsere Gesellschaft tickt und funktioniert, wie Menschen übelst weggekickt und in die Versenkung getrieben werden, wenn sie nicht dem Mainstream huldigen. Von wegen Denk- und Redefreiheit! Hier wehrt sich endlich einmal eine öffentliche Person dagegen.

Auch ihre Thesen sehe ich jetzt klarer. Was gibt es denn dagegen einzuwenden, wenn sie dafür eintritt, dass Kinder die ersten 3 Jahre, weil sehr prägend, bei ihrer Mutter bleiben können und wirkliche Liebe erfahren, anstatt in Kinderkrippen abgeschoben zu werden? Denn 'Liebe' ist es was Kinder brauchen und diese bekommen sie nicht in der Kindergrippe, sondern in der eigenen Familie. Ich habe selbst einmal ein Praktikum in einer Kinderkrippe geleistet und weiß, dass sie recht hat.
In diesem Buch nennt Herman viele sehr interessante Unersuchungen, die sehr deutlich für diese Thesen sprechen, aber in unserer Gesellschaft bewusst vom diktatorischen Mainstream ausgeklammert werden. Auch macht sie deutlich, wie feministischen Streiterinnen wie Alice Schwarzer und Dorn selbst nie diese Mutterliebe in Kindertagen kennen lernen und erfahren durften.

Vorgestern feierte die ARD ihren 60. Geburtstag. Es wurden alle verdienten Tagesschausprecher genannt, aber Frau Herman, die annähernd 20 Jahre dort arbeitete und sich verdient machte, ausgespart. '
Erst verleumdet, dann gemobbt und nun verleugnet. Eine hinterhältige Schlacht auf unterstem Niveau.

Meinen Dank an diese starke Frau, die sich nicht hat brechen lassen und uns diesen Missstand, der in unserer Gesellschaft täglich statt findet, so bewusst vor Augen führt.
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290 von 312 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie verantwortungsloser Journalismus die freie Gesellschaft gefährdet, 5. April 2010
Von 
Arne Hoffmann (Springen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Als ich Ende 2007 meine eigene Analyse des Medienskandals veröffentlichte, dessen Opfer Eva Herman geworden war, hatte ich mich dagegen entschieden, für meine Recherche mit Herman selbst Kontakt aufzunehmen. Der Vorteil bei diesem Vorgehen bestand darin, dass man sich nicht mit dem "Objekt" seiner Berichterstattung sozusagen verbrüdert und das Thema infolgedessen subjektiv verzerrt wahrzunehmen beginnt. Der Nachteil dabei war allerdings, dass eben jener Mensch, den die Medien zuvor geradezu gewaltsam zum Schweigen gebracht hatten, erneut keine Gelegenheit zur Darstellung seiner eigenen Sicht erhielt. Insofern freut es mich sehr, dass Eva Herman den damaligen Geschehnissen jetzt ein ein eigenes Buch gewidmet hat.

Im Verlaufe dieses Buches streut sie immer wieder noch einmal ihre Thesen ein, für die sie vor einigen Jahren unter Beschuss geraten war. Diese Thesen kann man folgendermaßen zusammenfassen: Die feministische Ideologie muss in vielerlei Hinsicht kritisiert werden. Sie ist erstens latent frauenfeindlich, indem sie den Frauen eben nicht eine breite Palette von Wahlmöglichkeiten anbietet, sondern einseitig die persönlichen Lebensentwürfe von Feministinnen wie Alice Schwarzer propagiert, jedoch die Rolle der Hausfrau und Mutter als "fantasielos", "untätig" und "beschränkt" massiv abwertet. (Oder um mit Johannes B. Kerner zu sprechen: "Die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist es doch nicht, zu Hause zu sitzen und die Kinder großzuziehen. Sondern die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist doch, ein voll anerkanntes Mitglied einer Gesellschaft zu sein.") Vom Feminismus umschwärmt werden zweitens Frauen, die ohnehin bereits der (Medien-)Elite angehören (wie beispielsweise die von Herman als Beispiel herangezogene Senta Berger), vernachlässigt werden Frauen wie die typische Verkäuferin bei Aldi. Drittens führt diese Ideologie mit ihrer Glorifizierung der alleinerziehenden Mutter und mit der massenhaften Einrichtung von staatlichen Kinderkrippen, in die der Nachwuchs so frühzeitig wie möglich weggegeben werden soll, zu einer wachsenden Bindungslosigkeit und damit zu einem steigenden Narzissmus in unserer Gesellschaft. Und die feministische Propaganda hat viertens mit ihren männerfeindlichen Aspekten massiv zu einer Diffamierung und Diskriminierung von Männern (Stichwort "Jungenkrise") beigetragen.

Über all diese Thesen hätte man wunderbar kontrovers diskutieren können. Stattdessen geschah das, wovon Eva Herman in ihrem Buch berichtet: Zunächst wurde sie mit persönlichen Beschimpfungen und Herabsetzungen angefeindet, wobei ihre Gegner mehrfach so weit gingen, Hermans geistige Gesundheit in Zweifel zu ziehen. Alice Schwarzer lancierte in einer internen "Emma"-Rundmail gar eine Kampagne, die Herman ihren Job als "Tagesschau"-Sprecherin und damit ihre berufliche Existenz rauben sollte. In der nächsten Phase wurde Herman schrittweise in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt: Alice Schwarzer erklärte in einem SPIEGEL-Interview zu Hermans Thesen, man müsse doch heute dem Führer kein Kind mehr schenken. Die unter dem Pseudonym "Thea Dorn" schreibende Publizistin Christiane Scherer versuchte in der Berliner "taz", einzelne Sätze Hermans mit den Äußerungen nationalsozialistischer Ideologen in Übereinkunft zu bringen. (Die daraufhin folgende juristischen Auseinandersetzung, so Herman, "endete für Thea Dorn mit dem klaren Verbot, Derartiges noch einmal zu schreiben". Bezeichnenderweise berichteten die Massenmedien über dieses Urteil lieber nicht. Obwohl ich mich mit den fragwürfigen Praktiken Thea Dorns in diesen und anderen Fällen selbst schon gründlich beschäftigt habe, habe auch ich erst durch Hermans Buch von diesem Gerichtsentscheid erfahren. Immerhin erklärt dieses Verbot aber, warum ich den inkriminierten Artikel auf der Website der "taz" sowie der Autorin selbst später nicht mehr gefunden habe.) Und schließlich zitierte Barbara Möller vom "Hamburger Abendblatt" Eva Hermans Äußerungen bei einer Pressekonferenz dermaßen sinnentstellend, dass daraus der Eindruck entstand, Herman habe bestimmte Elemente des Dritten Reichs gelobt. Dass Möller die einzige von etwa 30 Journalisten war, die das Zitat so gehört haben wollte, strickte das NDR-Medienmagazin "Zapp" in einem Beitrag so zurecht, dass daraus ein großes Lob Möllers und ein impliziter Tadel für die anderen anwesenden Journalisten zu entnehmen war. Tatsächlich aber gibt es auch hierzu inzwischen ein eindeutiges Gerichtsurteil: Was Herman von Möller in den Mund gelegt worden war, sei falsch und entspreche nicht Hermans tatsächlichen Äußerungen auf der Pressekonferenz. Anderslautende Behauptungen sind ehrenrührig und dürfen deshalb nicht mehr weiterverbreitet werden.

Bis zum Vorliegen dieser und mehrerer ähnlich lautender Gerichtsurteile war die Rufschädigung indes bereits erfolgreich gewesen, weil sich zahllose Journalisten von einer Handvoll wohl stark ideologisierter Publizistinnen dazu anstiften ließen, Eva Herman wie eine Verbrecherin medial durchs Land zu jagen. Klarstellende und mit einigem finanziellen Aufwand erstellte Pressemitteilungen, in denen Herman den Medien eigens mitteilte, was sie tatsächlich gesagt hatte, wurden durchgehend ignoriert. Als Folge dieses ebenso brutalen wie öffentlichen Massenmobbings verlor Eva Herman ihre Anstellung beim NDR. Auch ihre Einladungen zu Lesungen, Vorträge, Firmenmoderationnen und andere Veranstaltungen wurden reihenweise abgesagt.

Das von Eva Herman in ihrem Buch Berichtete illustriert, wie sich mit dem Feminismus in unserer Gesellschaft eine quasitotalitäre Kultur etabliert hat. Meinungsfreiheit ist hier nicht mehr vorgesehen: Eine einzelne Person, die der feministischen Ideologie widerspricht, und sei es eine allseits bekannte und beliebte TV-Moderatorin, muss die soziale Vernichtung ebenso befürchten wie die Vernichtung ihrer beruflichen Existenz. Nachdem die erwähnten Gerichtsurteile ebenso wie ein von Herman in ihrem Buch vorgestelltes sprachwissenschaftliches Gutachten klarstellten, dass Herman mit keiner Silbe Aspekte des Dritten Reichs gelobt hatte, hätte sie vom NDR in Gestalt von Volker Herres, der für ihren Rauswurf offenbar verantwortlich war, eigentlich mit einer öffentlichen Entschuldigung wieder eingestellt werden müssen. Dass genau dies nicht geschah zeigt nicht nur, wie sehr sich weite Teile unserer Medienlandschaft inzwischen von Fragen der Moral und des Anstands entfernt haben, sondern auch, dass die Verfemung Eva Hermans eben nur zum Schein mit vermeintlich rechtsradikalen Äußerungen zu tun hatte, und es in Wahrheit darum ging, Hermans Kritik an der feministischen Ideologie konsequent zu unterbinden. In diesem Zusammenhang berichtet Herman, dass es von ihrem damaligen Arbeitgeber entsprechende Maulkörbe bereits vor ihren bewusst oder versehentlich missverstandenen Äußerungen gegeben hatte.

Hermans neues Buch wirft wie die Vorgängerbände eine ganze Reihe unangenehmer Fragen auf: Wie ist es möglich, dass in einer nach außen scheinbar freien und offenen Gesellschaft eine Handvoll von Ideologinnen darüber entscheiden dürfen, was gesagt werden darf und was nicht? Wie kommt es, dass trotz den unsäglichen Erfahrungen, die unser Land mit totalitären Systemen gemacht hat, etliche Menschen ohne Not, sondern sogar mit sichtlicher Lust, an der massiven Ausgrenzung von Abweichlern teilnehmen? "Sie beleidigen und demütigen mich", berichtet Herman über ihre Widersacher, "werden zum Teil unflätig, ausfallend. Zumeist handelt es sich bei dieser Spezies übrigens um Leute, die mir vor dem Eklat buchstäblich in den Hintern gekrochen sind." Herman zitiert hier einige Äußerungen, die für die Betreffenden rückblickend eigentlich totpeinlich sein müssten - Äußerungen von Medienplappermäulern wie Susanne Fröhlich und Hernyk M. Broder ebenso wie von dem inzwischen hochumstrittenen Historiker Wolfgang Wippermann, der in der Johannes-B.-Kerner-Sendung, in der Herman öffentlich abgeurteilt werden sollte, eine besonders unrühmliche Rolle einnahm. Zuletzt verweist Herman auf den renommierten Totalitarismus-Forscher Prof. Dr. Ronald Grossarth-Maticek vom Europäischen Zentrum für Frieden und Entwicklung in Heidelberg, der in einer Analyse von Kerners Talkshow zu dem Ergebnis gelangte, dass der Moderator und die anderen Gäste der Sendung für ihr Gesprächsverhalten einen Wert erreichten, der knapp unter dem Durchschnitt von Altnazis liege, während Herman selbst sogar noch besser abschnitt als der Durchschnitt der Demokraten. Dass dem unbenommen etwa SPIEGEL, STERN und die "Süddeutsche Zeitung", also Medien, die gerne als besonders liberal auftreten, sich nicht mit Eva Herman sondern mit ihren Widersachern verbündeten, war ein höchstem Maße erschreckender Offenbarungseid für unsere Medien.

Dabei stellt Eva Herman das ihr Widerfahrene in einen größeren Zusammenhang. So berichtet sie, dass schon in den siebziger Jahren die jüdische Feminismuskritikerin Esther Vilar von Alice Schwarzer als "Faschistin" angefeindet wurde, woraufhin Vilar sogar Morddrohungen erhielt und von radikalen Feministinnen zusammengeschlagen wurde, bis sie schließlich aus Deutschland fliehen musste. Trotz solcher Erfahrungen lebt dieser Ungeist noch immer. So lässt die Berliner "taz", die sich mit Thea Dorn bereits die Fnger verbrannt hatte, mittlerweile von anderer Seite die immer stärker werdende Männerrechtsbewegung ins Zwielicht rechtsradikalen Gedankenguts rücken. In allen drei Fällen - bei Vilar, Herman und der Männerbewegung - sind die Vorwürfe gleichermaßen aus der Luft gegriffen. In beschämender Weise werden solche Unterstellungen augenscheinlich nicht deshalb herangezogen, um den notwendigen Kampf gegen Rechtsextremismus zu stärken, sondern weil man damit Meinungen am effektivsten ausgrenzen und verbieten zu können glaubt, die der herschenden Ideologie zuwiderlaufen, aber trotz beharrlichen Totschweigens in den Medien irgendwann nicht mehr ignoriert werden können. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dieser Kritik muss vermieden werden, weil man diese Debatte verlieren dürfte. Feminismuskritik ist eben Autobahn in Deutschland - das geht einfach nicht.

Welche Folgen hatte der "Fall Eva Herman" nun für unsere mediale Kultur? Zunächst einmal hat sich die Pressekrise auch infolge des vielerorts stillschweigend geltenden Mottos "skandalisieren statt recherchieren" weiter verschärft. Die Skepsis und die Distanz der breiten Bevölkerung gegenüber den traditionellen Medien ist inzwischen so groß wie nie zuvor. Dieser Unmut zeigte sich nach der Kampagne gegen Eva Herman in zigtausenden empörten Zuschriften an die Sender und Redaktionen, vor allem aber auch in unzähligen Foren, Blogs und Websites im Internet. Das ZDF entschied sich dazu, wegen des anhaltenden Protestes seiner Zuschauer noch Monate nach der Kerner-Sendung sein eigenes Diskussionsforum zur Sendung zu schließen. Eva Herman hingegen hatte allein bis Ende 2007 über 45.000 Briefe erhalten, die sie in ihrer Haltung unterstützten. Und ihr neuestes, hier von mir besprochenes Buch entwickelt sich, obwohl es von den traditionellen Medien erwartungsgemäß totgeschwiegen wird, noch Jahre nach dem Eklat zu einem Bestseller.

Und das völlig zu Recht. "Die Wahrheit und ihr Preis" liest sich teils wie eine Realität gewordene Neufassung von Heinrich Bölls Klassiker "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", teils wie ein Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Das verwundert nicht, geht es doch auch im typischen Thriller darum wie ein unschuldiges Individuum von einflussreichen, aber schwer durchschaubaren Mächten immer gnadenloser gehetzt und in die Enge getrieben wird. Nur handelt es sich hier eben um die Wirklichkeit, was bedeutet, dass wir alle darauf Einfluss nehmen können, die Dinge zum Positiven zu wenden. Wir spielen den wahren Rechtsradikalen in die Hände, erklärt Eva Herman immer wieder, wenn wir reale Probleme in den Medien stur tabuisieren, bis sich nur Rechtsextremisten ihrer annehmen. Umgekehrt gibt es inzwischen viele echte Rechtsradikale, die den unsäglichen Umgang mit Eva Herman als Steilvorlage dafür nutzen, sich als von politisch korrekten Medien verfolgte Opfer zu inszenieren. Redaktionen, die jetzt vor echten rechtsextremen Tendenzen warnen, werden nicht mehr ernst genommen, wenn ihnen zuvor keine Formulierung scharf genug gewesen war, um Eva Herman zur Wiedergängerin Hitlers zu phantasieren. Mit gründlicher und seriöser journalistischer Arbeit statt mit hysterischen Vorverurteilungen hätten sich viele der geschilderten Entwicklungen verhindern lassen. Wenn unsere Medienmacher nicht weiter massiv Leser und Zuschauer verlieren wollen, dann ist es an der Zeit, dass sie an die Stelle persönlicher Diffamierungen wieder eine ernsthafte Sachdebatte treten lassen - und zwar auch wenn es um eine kritische Auseinandersetzung mit den heiligen Kühen der Achtundsechziger-Bewegung geht, die in unseren Medien inzwischen den Ton angibt. Für einen solchen fairen Umgang auch mit kritischen Stimmen leistet "Die Wahrheit und ihr Preis" ein wichtiges Plädoyer.
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69 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Würde des Menschen ist unantastbar., 8. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist grandios. Es liest sich wie ein wahnsinnig guter Krimi. Daraus könnte man einen herrlichen Kinofilm machen. Es gibt Verschwörungen, Intrigen, Lügner und Leugner, Gutmenschen und die dumpfe Masse, die jeden Sch.nd der Leitmedien Stern, Spiegel, Focus und den Strassenblättern glaubt.

Eva Herman, eine landesweit bekannte TV-Moderatorin und Nachrichtensprecherin, ist die Protagonistin, und sie hat den festen Willen, über ein Tabuthema zu sprechen: die Rolle der Frau.
Da sie aus eigener Erfahrung weiss, wie wichtig die Frau als "Mutter" ist, tritt sie rigoros dafür ein, dass Mütter auch wieder Mütter sein sollten. Zum Wohle des Kindes, zum Wohle des Partners.

Diese Ansicht gilt als "konservativ", verstaubt, ungehörig und nicht zeitgemäß. Feministinnen, Kollegionnen, Vorgesetzte und weitere Medienvertreter drängen die Protagonistin zuerst, dieses Thema nicht zu benennen. Sie habe keine Ahnung, wovon sie rede, und überhaupt würde es nur ihrer selbst schaden, wenn sie sich mit solchen Dingen öffentlich auseinandersetzt.

Als diese "guten Ratschläge" nicht fruchten, wird die Eva als "blond und blöd" dargestellt. Doch die politisch aktiven Feministinnen gehen weiter. Sie organisieren nicht nur eine Mailaktion gegen Eva Herman, sie betiteln sie zusätzlich als "braun"und "F.hrers Gebährmaschine". Und eins ist klar: diese Eva muss weg. Mit allen Mitteln.

Dann ein Interview mit Eva, und eine Hamburger Journalistin schreibt mit. Man redet über Gott und die Welt, übers "Mutter sein" und politische Dinge. Irgendwann wird das Gespräch auf das Dritte Reich gelenkt. Und da Journalisten nie "Feierabend" haben, konstruiert die Dame aus Hamburg im abendlichem Stübchen ein paar nette Eva-"Zitate". Eva soll gesagt haben, im Dritten Reich wär ja gar nicht alles so schlimm gewesen und den Müttern wäre es verdammt gut gegangen......
( Selbst wenn das eine erwiesene Tatsache sein sollte, so verbietet sich jede lobenswerte Äußerung über diese Zeit. Punkt. Aus. Ende. )

Endlich hatte man eine Aussage, auf die man sich stürzen konnte. Also doch: Eva isn N@zi. Wenn man eine traditionelle Mutterrolle auslobt, kann man gar nichts anderes sein. Damit war Evas Reputation zerstört. Damit konnte man sie Mundt@t machen. Hurra. Die "M@ral.keule A..WITZ" zieht immer!!!

Es folgte noch eine öffentliche Inquisition in einer Talkshow, und dann war Eva endlich weg vom Fenster.

Aber Eva hat sich gewehrt. Die Journalistin aus Hamburg nebst allen Zeitschriften/ Verlagen, die diese - niemals getätigten - Zitate abgedruckt haben, wurden verdonnert, sämtliche Artikel zu entfernen, Eva Entschädigungen zu zahlen und dürfen diese gefälschten Zitate nie wieder rezitieren. Klar, das wir davon nie etwas erfahren hätten....

Ihren Job hat Eva nicht zurück bekommen. Ihre Reputation auch nicht. Aber ein paar gescheite Menschen haben gemerkt, wie die öffentliche Meinung manipuliert wurde und wie man mit rechtschaffenden, netten und führsorglichen Menschen bzw. Müttern umgeht.

Soviel zum Inhalt des Buches. Namen werden genannt. Rechtskräftige Urteile auch. Das ist unbequem, deshalb liegt das Buch in keiner der tollen, bunten, großen Bücherläden aus.

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Das Schlimme ist, dass diese Geschichte nicht erfunden wurde. Es ist kein Tarantino-Spielberg-Cameron-Drehbuch, welches irgendwann mit Frau Bullock oder Frau Thurman verfilmt wird. Es ist die Realität.
So kann es jedem ergehen, der vielleicht nicht zu den großen Konformisten unserer "Leitkultur" gehört.

Noch schlimmer ist die Tatsache, dass unsere gemeinsame Vergangenheit jederzeit als T@tschl.ger herhalten muss. Wir sind nicht nur dahin erzogen, dass wir auf GAR NICHTS stolz sein können. Nein, wir müssen tagtäglich damit leben, wie wir unter mehr als willkürlichen, verdrehten Argumenten zum Stillschweigen verd.mmt werden.

Soviel zum Thema Meinungsfreiheit in Deutschland.

Die Chinesen sind da ehrlicher. Wenn dort jmd falsch aufmuckt, verschwindet er für lange Zeit in einer beaufsichtigten Einzelbehausung. Oder "Schlimmeres". Hier wird man als Mensch zerstört und öffentlich gebrandmarkt, geschän.det und verliert Job, Familie, Kollegen und sogar die hochgeschätzte "Menschenwürde".

Aber die ist doch eigentlich "unantastbar"?

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5 Sterne:-()
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124 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fragen an unsere Zeit, 3. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Will man in einer Demokratie Andersdenkende, die sich nicht der herrschenden Ideologie anpassen, zur Strecke bringen, muss man sie stigmatisieren. In der heutigen Zeit funktioniert das am besten, indem man versucht, sie mit der Nazi-Keule zu erschlagen. Dabei ist es unerheblich, wo diese Menschen wirklich stehen - irgendwas wird bei den breiten Massen schon hängen bleiben. Alternativ stellt man ihren Geisteszustand in Frage, dichtet ihnen Kontakte zu "fundamentalistischen" Kreisen an oder stellt sie als Gefahr für die Demokratie dar. All dies ist bei Eva Herman geschehen.

Dass die Medien in den letzten Jahren brutal mit Eva Herman umgegangen waren, wusste ich. Dass es so schlimm war, nicht. So war mir zum Beispiel neu, dass der Ex-Tagesschau-Sprecherin sogar zweimal (einmal nach der Buchvorstellung, einmal nach Kerner) ein falsches Zitat in den Mund gelegt worden war, das dann ungeprüft von zahlreichen Medien übernommen wurde, weil es denen in den Kram passte. "Die Wahrheit und ihr Preis" sollte Standardlektüre an jeder Journalistenschule werden.

Manche Fragen bleiben: In was für einer Zeit leben wir eigentlich, dass ausgerechnet eine Frau, die sich für Familie, Kinder und Liebe einsetzt, dermaßen medial fertig gemacht wird? Wer zieht die Verantwortlichen zur Rechenschaft? Und wie kann es sein, dass eine Alice Schwarzer das Bundesverdienstkreuz erhält, während Eva Herman wie eine Geächtete aus den ZDF-Studios fliehen muss?

Ich hoffe, dass einmal die Zeit kommt, in der Frau Herman auch öffentlich die Rehabilitation erfährt, die ihr zusteht.
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56 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diffamieren statt diskutieren?, 1. April 2010
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Die Faktenlage ist inzwischen eindeutig: Eva Herman hat alle bisherigen Unterlassungsklagen gewonnen, die sie anstrengen musste, um sich vom Vorwurf einer Nähe zum Nationalsozialismus zu befreien. In diesem Buch erzählt sie recht emotional die Geschichte der medialen Jagd auf sie.

Wenn man einmal die Hintergründe zunächst beiseite lässt, dann stellt sich die Angelegenheit ganz einfach dar. Auf einer Pressekonferenz anlässlich einer Buchvorstellung formuliert Frau Herman einen für manche Zeitgenossen zu komplizierten, aber grammatikalisch korrekten Schachtelsatz, aus dem eine Journalistin den bösartigen Schluss zieht, dass die Autorin das Naziregime gelobt hat. Diese falschen Behauptungen aus dem entsprechenden Artikel werden ungeprüft von allen Medien übernommen. Der NDR als Hermans Arbeitgeber entlässt daraufhin die Moderatorin.

Frau Herman hat Bücher gegen eine politisch gewollte Meinung geschrieben und ihre Ansichten offensiv unters Volk gebracht. Da sie einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt, machte sie sich damit, gewollt oder nicht, zur Galionsfigur. Sie erzählt ihre Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht. Das ist selbstverständlich ihr gutes Recht. Ob man nun ihre Ansichten teilt oder nicht, diese Art des medialen Umgangs mit ihr kann man einfach nicht hinnehmen.

Wer das bis dahin nicht merkte, dem musste das spätestens beim Ansehen der Kerner-Talkshow begreifen, aus der Frau Herman wegen Uneinsichtigkeit frühzeitig verabschiedet wurde. Leider kann man der Autorin eine ziemliche Naivität nicht absprechen, denn als Medienprofi hätte sie sehen müssen, dass bereits die Gästeliste auf ein Tribunal schließen ließ. Es ging also von vorneherein nicht um eine Diskussion, sondern um eine diffamierende Verurteilung der Autorin. Dieser Versuch ging jedoch offensichtlich nach hinten los, denn die Öffentlichkeit ist eben doch nicht ganz so blöd, wie einige Meinungsmacher wahrscheinlich vermuten. Frau Herman widmet dieser Sendung fast ein Drittel des Buches und beschreibt neben der Darstellung der Diskussion auch ihre Empfindungen.

Aus diesem Buch kann man eine Menge lernen. Zum Beispiel, dass es keinen investigativen Journalismus mehr gibt, denn auch die so genannten Qualitätsmedien übernahmen ungeprüft mediale Erfindungen. Niemand sah sich den Mitschnitt der Pressekonferenz an, auch nicht RTL-Redakteure, die das Material besaßen und folglich leicht zu Berichtigungen in der Lage gewesen wären. Bei dieser Sachlage kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

Natürlich wird Frau Herman auch in diesem Buch nicht müde, ihre Ansichten zu vertreten, für die sie überhaupt erst in die Schusslinie geriet. Da ich ihre anderen Bücher nicht gelesen habe, kann ich mich nur zu diesem Werk äußern. Vielleicht ist ihr dies nicht bewusst, aber der Diffamierungsvirus ist auch an ihr nicht vorbeigegangen, wo sie doch eigentlich wissen müsste, wie er wirkt. Einen Tag vor ihrer Kündigung kommt sie abends in Dessau an. Wir lesen (S. 85): "Ach ja, Dessau, berühmt für seine Übergriffe. Na denn, mit meinem neuen Image hätte ich zumindest hier nichts zu befürchten." Und weiter, nachdem sie am Bahnhof auf die üblichen Schwachköpfe getroffen ist, die man an jedem größeren deutschen Bahnhof findet: "Schnell weg hier. Ob jene, die Deutschland gerade 750000 Krippen verordnen, dieses Elend hier kennen?"

Das ist nicht nur gegenüber der Bauhaus-Stadt Dessau recht heftig, sondern stellt auch einen direkten Zusammenhang zwischen späterer Asozialität und Krippen her. Vielleicht hat Frau Herman nicht bedacht, dass von den vier zurzeit lebenden ostdeutschen Generationen drei in der Mehrzahl Krippen besucht haben. Für die ostdeutsche Bevölkerung hat die Familie jedoch keinen geringeren Wert als für andere Menschen. Das ganze Gegenteil ist wahr. Eine Fremdbetreuung während der Arbeitszeit führt eben nicht zwangsläufig zu einer fehlenden Bindung zwischen Mutter und Kind, genau so wie eine alleinige Betreuung durch die Mutter nicht zwangsläufig zu einer höheren Bindung führt. Nicht alles, was plausibel klingt, ist es auch.

Fazit.
Wenn man erfahren möchte, wie deutsche Qualitätsmedien arbeiten und wie Betroffene dies empfinden, dann ist man bei diesem Buch an einer guten, aber natürlich subjektiven Quelle angelangt. Man muss dazu Frau Hermans Ansichten zu Erziehungs- und Bindungsproblemen nicht unbedingt teilen, auch wenn sie die eigentliche Ursache für die Hetzjagd auf sie waren.
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein unrühmliches Kapitel deutscher Mediengeschichte, 25. Mai 2010
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Der 9. Oktober 2007 wird wohl als eine Art "Supergau" in die deutsche Mediengeschichte eingehen. Weil noch nie vorher und nie danach jemand vor laufenden Kameras aus einer Sendung geworfen wurde. Wie konnte es dazu kommen ? Damit beschäftigt sich Eva Hermans neues Buch.

Ihr Auftritt bei Kerner hatte natürlich auch eine Vorgeschichte, und die begann am 6. September 2007. Mit einer Pressekonferenz zu ihrem damals aktuellen Buch. Diese lief noch relativ normal ab. Einen Tag später jedoch erschien im "Hamburger Abendblatt" ein Artikel, der auf Hermans angebliche "Schlenker zum Dritten Reich" hinwies. Es ging um die Wertschätzung der Mütter in der damaligen Zeit. Nun begann die Sache eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln. Dies wurde auch Eva Herman bewusst und sie versuchte gegenzusteuern und richtig zu stellen mit einem Interview in der "Bild am Sonntag". Leider erreichte sie gerade das Gegenteil. Dies lag aber nicht an ihr, sondern daran, dass die Zeitung einige Aussagen aus heutiger Sicht wohl verdreht und verkürzt wiedergegeben hatte.

Jedenfalls begann nun im Ergebnis die Stimmung endgültig gegen sie zu kippen und auch ihr Arbeitgeber von ihr abzurücken. Sie sah jetzt nur noch eine Möglichkeit, die Dinge richtig zu stellen und die Stimmung zu drehen - durch einen Befreiungsschlag in Form eines öffentlichen Fernsehauftritts vor Millionenpublikum. Es kam der besagt 9. Oktober und der "Auftritt" bei Johannes B. Kerner.

Wie die Sendung selbst ablief, ist hinlänglich bekannt. Im Buch erfährt man aber auch, was davor und danach passierte. Und das war fast noch schlimmer als die Sendung selbst. Kein Zuschauer konnte an jenem Tag wissen, dass Frau Herman bis zur Aufzeichnung von allen übrigen Talkgästen getrennt empfangen und gehalten worden war. Noch schlimmer nach der Sendung. Fast unglaublich ihre Beschreibung, wie sie nach der Kerner-Show im Bus einer befreundeten Familie aus den Studios floh - auf dem Boden liegend und unter einer Decke vor der Medienmeute geschützt. Traurig, dass so etwas in Deutschland möglich ist.

Hätte der Eklat verhindert werden können ? Ja - durch sie selbst. Es gab damals wohl noch andere Möglichkeiten einer öffentlichen Klarstellung, der Weg über die Kerner-Show war sicher einer der schlechtesten. Weil es bei solchen Sendungen vor allem um Publicity und Quote geht. Frau Herman hätte das wissen können, sie ist ja selbst Medienprofi. Und auch ihr Anwalt und ihre Familie hatten ihr abgeraten. Sie selbst glaubte aber in ihre faire Chance, in der Kerner-Sendung ihren Standpunkt objektiv darstellen zu können. Das war im Nachhinein wohl zu blauäugig. Dass ihr dann in der Sendung aber eine solch feindselige Stimmung entegenschlug, konnte natürlich auch sie nicht ahnen, das muss man fairerweise sagen.

Was bleibt? Bei Eva Herman selbst erfreulicherweise keine Verbitterung wie sie schreibt. Und bei uns anderen ? Wohl immer noch ein ungutes Gefühl und die Erkenntnis, dass auch in Deutschland das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht so selbstverständlich ist, wie wir das selbst immer gern glauben wollen.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend: Eva Herman schlägt zurück!, 21. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Ich kann nur jedem, der sich für die wahre Meinungsfreiheit in Deutschland interessiert, "Die Wahrheit und ihr Preis" wärmstens empfehlen.

Eva Herman rechnet ab: nachdem sie über die Emanzipation der Frau, den Feminismus der 68er, und die verlorenen Werte Familie, Kinder und Elternliebe gesprochen hatte und diese in ihren Büchern öffentlich machte, wurde sie aufs Schärfste kritisiert, diffamiert, von der Medienwelt ausgeschlossen und, als ob das alles nicht schon genug wäre, zusätzlich regelrecht in der Öffentlichkeit "hingerichet".

Der Eklat kam mit ihrem Gastauftritt in der Kerner-Show, in der ihre Worte (wie zuvor innerhalb sämtlicher Nachrichtensender, Zeitungen und Internetseiten) verdreht wurden und Frau Herman sich trotz mehrfacher Klarstellung ihrer Meinung und Distanzierung von rechtsradikalem Gedankengut als N*zi und blödes Hausmütterchen beschimpft wurde. Die geplante Bloßstellung Hermans durch Johannes B. Kerner, Margarethe Schreinemaker und Senta Berger, die die Meinung der ehemaligen Tagesschau-Sprecherin offenbar nicht akzeptierten bzw. nicht akzeptieren wollten und ihr nicht die Möglichkeit gaben, sich zu rechtfertigen, löste bei Tausenden Zuschauern Empörung aus über diese mediale Diffamierung auf einem Sender wie ZDF.

Es ist erschreckend, wie die Medien Hermans Worte zerrissen und völlig verdrehten. Die ungerechtfertigte Kündigung Frau Hermans vom NDR zeigt uns allen, wie "Meinungsfreiheit" heute an Bedeutung verloren hat. Im Gegensatz ist Mobbing von Andersdenkern vollkommen akzeptabel, eine gesellschaftlich einheitliche, "emanzipierte" Einstellung zu der Rollenverteilung von Frau und Mann gewünscht.

Der Rufmord an Eva Herman ist für viele Menschen schockierend und traurig, insbesondere, da sich weder Kerner, noch die zahlreichen Journalisten (z.B. Barbara Möller der Zeitung taz) bis heute bei ihr entschuldigt haben, die scheinbar keines ihrer Bücher gelesen haben und blind auf irgendwelche attackierenden Artikel vertrauen, die u.a. verfälschte Zitate veröffentlichen, ohne selbst zu recherchieren. Ist ja auch einfacher und schneller. Außerdem bekommt heutzutage in Deutschland offensichtlich nur derjenige Schulterklopfer, der Feminismus und Emanzipation verherrlicht, ohne die Folgen in Frage zu stellen. Hingegen werden Andersdenker und mutige Hinterfrager verhöhnt und gepeinigt, ihre Meinung wird schlichtweg ignoriert.

Ein sehr spannendes Buch über ein nicht kontroverses Thema. Lob und Dank an Eva Herman, eine mutige Frau, die zu Recht nicht aufgeben will und die außerdem noch sagenhaft schreiben kann. 5 Sterne!
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 20. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist für alle diejenigen sehr zu empfehlen, die sich eine Bestandsanalyse der deutschen Massenmedien und der gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozesse zumuten möchten. Nach der Lektüre des Buches war ich entsetzt, dass in einem Land mit einer vermeintlich vorherrschenden Meinungsfreiheit soetwas möglich ist, was Eva Herman widerfahren ist. Auch wenn man mit ihren konservativen Gesellschaftsansichten nicht einverstanden ist und ihre Bücher gar nicht gelesen hat bekommt man einen sehr guten und fundiert belegten Zustand unserer Mediengesellschaft präsentiert. Zwar verteidigt Eva Hermann ihre persönlichen Ansichten zu Familie, Mutterschaft und Emanzipation auch in diesem Buch vehement, was auch ihr gutes Recht ist, aber dieses ist nicht Hauptbestandteil des Buches. Vielmehr wird man darüber aufgeklärt, wie eine Gesellschaft durch von bestimmten Interessensgruppen unterjochten Medien beeinflußt wird und ihre Meinungsbildung in diejenigen Richtungen gedrängt wird, die den subjektiven Interessen dieser Medien entsprechen.
Besonders gelungen ist die ausführliche Darstellung des Ablaufes der mittlerweile legendären Kerner Sendung. Wem bisher noch nicht aufgefallen sein sollte, was für eine unsägliche und unerträgliche Medienerscheinung dieser selbsternannte Journalist ist, bekommt es hier belegbar und plakativ vor Augen geführt. Dabei ist er nur ein Zahnrad in der riesigen Medienmechanik, dem aber leider der Großteil der deutschen Gesellschaft an den Lippen hängt. Insbesondere der leider großen Gruppe der bildungsfernen Bevölkerungsschicht, die intellektuell nicht zu Eigenreflektion und objektiver Meinungsbildung in der Lage ist, werden durch voreingenommene und manipulierte Trash-Formate wie Kerner und BILD Zeitung Meinungen implantiert, die diese unreflektiert übernehmen und somit eine Gefahr für eine meinungsoffene und tolerante Gesellschaft auslösen. Eva Hermann zeigt diese Zusmmenhänge wirklich lesenswert auf, sodass einem fast Angst und Bange werden könnte.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!, 8. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Als der 'Skandal' um Eva Herman aufkam, verstand ich nicht den Wirbel um ihre Person. Was sie zu vermitteln versuchte, schien mir normal. Vielleicht deshalb, weil meine Mutter tatsächlich quasi immer für ihre Kinder da und nicht beruflich unterwegs war. Sie war Mutter und ist heute berufstätig. Und als Kind ist es sehr angenehm, zu wissen, dass jemand zu Hause ist, wenn man von der Schule kommt. Um die Kinder ging es bei den Aussagen, die Eva Herman traf. Damit einher geht natürlich die Mutter als Elternteil, die tatsächlich, zumindest in den ersten Jahren, den intensiveren Bezug zum Kinde hat, allein deshalb, weil sie es austrägt und nur eine Frau ein Kind stillen kann.
Dass aus den Aussagen von Eva Herman ein Skandal werden konnte, ist mir auch heute noch unbegreiflich. Was ihr noch vor der Veröffentlichung des "Skandalbuches" und im Laufe der ersten Wochen nach Veröffentlichung widerfuhr, wäre kaum zu glauben, wenn sie es nicht geschrieben hätte. Das Buch kann nicht anders als ein negatives Licht auf die Medienwelt zu werfen und es zeigt zugleich, dass wir nicht meinungsfrei äußern dürfen, was und wie wir denken, besonders dann nicht, wenn es darum geht, dass die Emanzipation geschwächt werden könnte. Wehe dem, der es tut, pardon, denen, die es tun.
Die Inhalte des Buches haben mich sehr bewegt und erschreckt. Ersteres, weil sich in solchen Erlebnissen die wahren Freunde zeigen und weil Eva Herman aus der Situation gestärkt hervorging, zweiteres besonders darin, dass es Prominente gibt, die wie Tiere sind und sich auf einen 'Skandal' stürzen, der im eigentlichen Sinne keiner ist, nur damit sie selbst einen kleinen Moment lang glänzen können im schmutzigen Medienlicht. Ganz besonders diejenigen, die eigentlich nur noch Möchtegernprominente sind.
Es zeigt sich zudem, wie Menschen sich lieber gegenseitig Schaden zufügen als sich zu stützen und zu ergänzen.
Dieses Buch ist Pflichtlektüre für jede Person, besonders für diejenigen, die sich in einer gewissen Art der Öffentlichkeit bewegen.
Fazit: Unbedingt lesenswert!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Macht der Medien, 26. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien (Gebundene Ausgabe)
Der Fall Eva Herman hat mich schon länger interessiert, so dass ich selber auf eigene Faust im Internet recherchiert habe, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Dabei hat mich insbesondere die Frage beschäftigt, ob Frau Herman tatsächlich nationalsozialistisches Gedankengut hat bzw. verbreitet, was die Medien in Deutschland ihr nachsagten und bei jedwelcher Gelegenheit auch so abdruckten. Meine klar Antwort nach meinen Abklärungen: Nein, Frau Herman hat in keinster Weise Nazigedanken geäussert geschweige denn unterstützt, sondern sie hat einfach die Wichtigkeit der Mutter in den ersten Lebensjahren des Kindes basierend auf den Forschungsergebnissen der Säuglings- und Bindungsforschung wieder in Erinnerung gerufen. Dies wollten aber die Medien (und gewisse Kreise in unserer Gesellschaft nicht hören, so insbesondere Frau Alice Schwarzer) nicht hören und haben Frau Herman deshalb diffamiert und diskreditiert. Aber - und das ist wirklich erschreckend - haben sich die Medien in keinster Art sachlich (!) und wissenschaftlich (!) mit den Thesen von Frau Herman auseinandergesetzt (siehe z. Bsp. die berühmte Kerner-Show mit dem Rauswurf von Herman, welche auch im Buch sehr ausführlich dargestellt wird).

Frau Herman schildert in sehr klarer und unmissverständlicher Weise die Macht und das Vorgehen der Medien und leistet dadurch Aufklärungsarbeit, wie Menschen, welche nicht dem gängigen Mainstreamgedanken folgen, ausgegrenzt und mundtot gemacht werden mit mehr als fragwürdigen Mitteln.

Die Macht der Medien....will man diese besser verstehen bzw. auch kennenlernen, wie diese mit unliebsamen Meinungen, die nicht in den Mainstream passen, umgehen, dann ist dieses Buch unbedingt ein Muss. Eine Recherche des Falles Herman ist vor Lesen des Buches von Nutzen.
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Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien
Die Wahrheit und ihr Preis: Meinung, Macht und Medien von Eva Herman (Gebundene Ausgabe - 28. März 2010)
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