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am 30. Juni 2014
Dieses Praxishandbuch richtet sich an Ausbilder von Coaches, Teamcoaches, Change-Agents, Organisationsentwickler sowie von Führungskräften. Es enthält Übungen und Interventionen für die professionelle Aus- und Weiterbildung.

Das Buch gliedert sich in sechs Teile.
1. Als Coach Vorgehensweisen im Coaching lernen und üben
2. Als Coach Prozesse reflektieren und steuern lernen
3. Übungen für lernende Coachs auswählen - unterschiedliche Settings von kollegialer Beratung
4. Narrative Ansätze und hintergründige Themen
5. Profilbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Coachs unterstützen
6. Lernprozesse in der Ausbildung von Coachs anleiten

Jeder Teil enthält eine Einleitung und mehrere Übungen. Diese sind jeweils gut aufbereitet. Für den versierten Ausbilder ist die Umsetzung der einzelnen Übungen leicht möglich.
Das Download-Angebot zum Buch auf der Homepage des Verlags ist sehr umfangreich.

BEURTEILUNG:
Die Herausgeber dieses Buchs haben sich am inneren Bild des Kochbuchs orientiert. Sie haben von verschiedenen erfahrenen Ausbildern reichhaltige und vielseitige "Rezepte" zu den oben genannten sechs großen Themen zusammengetragen - ähnlich wie auch im Kochbuch Rezepte unterteilt werden in Vorspeisen, Hauptgerichte Nachspeisen etc..

Um jedoch ein gutes und bekömmliches Ausbildungsmenü zu servieren, braucht es nicht nur einzelne, nebeneinanderstehende Rezepte. Es braucht auch übergeordnete Hinweise zu einer gelingenden Abfolge der einzelnen Gerichte oder auch zur Zutatenwahl. Im übertragenen Sinne fehlt mir dies in diesem Buch.

Fazit: Viele Übungen sind wunderbar. Das Buch ist ein inspirierendes und gut aufbereitetes Nachschlagewerk für erfahrende Ausbildungsleiter. Orientierungshilfen für die Entwicklung eines Schulungskonzeptes fehlen.
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am 2. Juni 2014
Wieder einmal faszinierend, dass Bernd Schmid und Oliver König Ihre „Schatzkiste“ öffnen, um andere daran teilhaben zu lassen. Die Metapher zur Einleitung des Buches passt: ein Koch braucht Rezepte, um sein handwerkliches Können auf eine gute Basis zu stellen. Der Spitzenkoch findet auf dieser Grundlage weiterentwickelte Verfeinerungen und so gelingt manches Spitzenmenü. Hier geben bereits einige „Spitzenköche“ wie z.B. Sonja Radatz, Hans Jellouschek und Peter Szabo ihre Zutaten für Interventionen preis.
Wie kann man das Buch lesen und nutzen?
Es ist ein klasse Nachschlagewerk für Coaching-Settings, aber auch für Workshops und Ausbildungen. Wenn es darum geht, eine passende Intervention zu einem gerade vorliegenden Fall zu finden, ist es eine große Hilfe. Der Schnellfinder gibt erste Hinweise, ob ein Thema bzw. Fragestellung entsprechend angeboten wird und ob sich die Interventionen für Anfänger oder Fortgeschrittene eignen. Neben klassischen Übungen zur Profilbildung und Persönlichkeitsentwicklung haben mir die unterschiedlichen Settings von kollegialer Beratung besonders gefallen. In meiner Erfahrung wird diese Lernform inzwischen verstärkt von Führungskräften wahrgenommen, um sich durch Perspektivenwechsel und Fremdeinschätzungen in ihrer Rolle gegenseitig zu unterstützen.

Fazit:
Bei der Vielzahl von Toolbox-Büchern ein echter Gewinn, um sich inspirieren zu lassen und weiter zu professionalisieren.
Darüber hinaus schätze ich den Leserservice, bei dem man Trainingsdesigns und Handouts downloaden kann. Es hat den Charme, dass man Übungen für einen Workshop griffbereit in der Tasche hat.
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am 19. Juni 2014
Eine weitere Tool-Sammlung und dann noch dazu für einen so weit gefassten Adressaten-kreis wie es dem Untertitel zu entnehmen ist – kann das gut gehen? Ja, es kann. Denn hier werden nicht einfach Methoden beschrieben, sondern für die Weiterbildung gut aufgearbeitet und thematisch umfassend geordnet angeboten.
Hier wird sich niemand einfach bedienen können, der coachen will. Aber für die Coach-Ausbildung können Trainer viele erprobte Übungen finden. Das ist wie der Blick in eine Schatzkammer. Welcher Hersteller gibt schon gerne seine Rezeptur bekannt? Ein bisschen ist das hier auch so. Ein bunter Strauß von Autoren lässt sich in seine Karten blicken und lässt einen teilhaben an weiterentwickelten bekannten oder völlig neuen Methoden für die Qualifikation von Menschen, die anderen in der Veränderungsarbeit eine professionelle Begleitung sein wollen. Dazu gehören selbstverständlich Themen wie das zirkuläre und systemische Fragen. Aber auch die Motivationssteigerung eines möglichen Klienten wird erarbeitet. Vor allem für Dreieckskontrakte ist das eine wertvolle Übung. Hat man es als Coach hier nur zu oft mit Klienten zu tun, die die Verordnung eines Coachings nicht auf sich beziehen.
Neben diesen Grundfertigkeiten, die jeder Berater beherrschen sollte werden auch Pro-zesssteuerungen angesprochen oder der so immens wichtige Bereich der Kollegialen Beratung. Manches davon ist sicher Hausmannskost, wie das Reflecting Team, anderes aber überrascht, wie der Beratermarkt, den Bernd Schmid vorstellt. Lassen Sie mich an dieser Stelle ein Wort über die Autoren verlieren. Das ist schon erste Sahne: Neben den bekannten Herausgebern gehören Eric Lippmann, Christopher Rauen, Christoph Schmidt-Lellek, Jörg Fengler, Sonja Raddatz, Klaus Eidenschink und andere einschlägig Bekannte zum Team.
Kein Wunder, dass die wesentlichen Qualitätsmerkmale eines Coachs thematisiert werden. Dazu zählt natürlich auch die Profilierung. Dieser ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das sich vom Marketing über das Selbstbild bis hin zur Portfolioarbeit über die ganze Qualifizierungs-phase erstreckt.
Wie ich es vom Verlag managerSeminare gewohnt bin, ist auch hier wieder eine ausgespro-chen gute Struktur angewandt. Gleich zu Beginn sind sämtliche Übungen in einem Schnell-finder thematisch gruppiert und den Lerngruppen Anfänger und Fortgeschrittene zugeordnet. Jede Methode bietet übersichtlich neben der Eignung eine mögliche Dauer der Übung, eine Kurzbeschreibung, einen Abschnitt mit Gründen für das Tool, dann die ausführliche Be¬schrei-bung und abschließend einen Kommentar und Literatur-, bzw. Medienhinweise an. Neu und besonders stark finde ich die kurze Darstellung eines jeden Tools als Trainings¬design, die man auch im Internet findet und sich auf diese Weise sein eigenes Curriculum fürs Seminar zusammenstellen kann. Langwieriges Blättern entfällt zukünftig. Braucht man Arbeitsblätter, sind die ebenfalls abgebildet und im Downloadbereich zu finden.
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am 16. Juni 2014
Bernd Schmid und Oliver König haben eine tolle Idee: Methoden von Train the Coach vorstellen.

Groß angekündigt sind Coachausbilder und Weiterbildungseiter in der arrivierten Szene, allerdings fehlen mehrere Namen aus der Coachingbranche, die seit Jahren Coaching professionell und nachhaltig entwickeln, gestalten, lehren und fixieren. Nachdem Motto "Wir bringen Train the Trainer und Coaching zusammen", wie auch die Coachausbildungen entstanden sind, wird folgendes Buchkonzept praktisch und übersichtlich vorgestellt wird:
1. Kapitel: Als Coach Vorgehensweisen im Coaching lernen und üben
2. Kapitel: Als Coach Prozesse reflektieren und steuern lernen
3. Kapitel: Übungen für lernende Coachs auswählen - Unterschiedliche Settings von kollegialer Beratung
4. Kapitel: Narrative Ansätze und hintergründige Themen
5. Kapitel: Profilbildung und Persönlichkeitsentwicklung des Coachs unterstützen
6. Kapitel: Lernprozess in der Ausbildungsgruppe anleiten

Wie von anderen Büchern aus dem Verlagsprogramm von managerSeminare gibt es zur Orientierung einen Schnellfinder über die vorgestellten Tools und pro Kapitel einen Überblick, was den Leser hier erwartet. Also toll für den praktischen Alltag zum Nachlesen.

Jede Methode wird mit derselben Gliederung vorgestellt und verständlich beschrieben. Toll sind - für mich als Coach und Coachausbilderin - folgende Methoden, da sie zum Coaching und in die Coachausbildung passen...
- Kunden-Nützlichkeits-Bewertung, Coaching als Prozess, Stop & Go, vom äußeren Konflikt zur psychischen Dynamik, kreativer Dialog, kollegiale Coachingkonferenz, Perspektivenwechsel für Gespräche, Konfliktressourcen, der Weg zum Klient, Selbstbildnis, 4 Zukünfte, Flyer, mein Lebens- und Lernweg.
Klassiker sind verschiedene Arten von systemischen Fragen sowie verschiedene praktische Settings von Coachings.

Schade ist, dass nicht deutlich wird, um welche Coachingdefinition und welchen Coachingansatz es sich jeweils handelt, da nicht beschrieben wird, was man konkret für die Coachkompetenzen, den Coachingprozess usw. gelernt haben soll. Denn es gibt große Unterschiede, 1. ob ich systemisch oder rein linear-kausal arbeite, 2. ob ich im Coaching berate, werte und meine Erfahrungen einbringe oder gerade nicht. Selbst in diesem Buch wird Coaching sowohl mit Coaching als auch mit Beratung beschrieben, so dass Beratungsansätze auf Seite 32, 108ff., 118ff., 131 und 316 zu finden sind.
Dieses Buch zeigt deutlich, wie indifferent Coaching erklärt, gedeutet und umgesetzt wird: es gibt keine eindeutige Linie. Insofern verwundert es nicht, wenn das Tool nicht mit seinem Sinn & Zweck, seiner Zielsetzung und Wirkungserwartung vorgestellt wird, sondern reine Methodik mit Hinweisen beschrieben werden und vor allem nicht zwischen Coaching und anderen Weiterbildungskontexten oder Leadership unterschieden wird. Auf diese Diskrepanz haben die Herausgeber Schmid/König allerdings auch deutlich im "Aufbau des Buches" hingewiesen. Nach meiner fast zehnjährigen Erfahrung mit dem Coachingmarkt scheinen die meisten Tools fürs Leadership anstatt fürs Coaching gemacht zu sein. Denn es werden Fragetechniken anstatt Fragearten, Lösungsvorschläge anstatt Reflexionsangebote und Hypothesen, Arbeit mit Rollen anstatt der Identität, mehrere Ziele in einem Coaching anstatt 1 (Haltungs-)Ziel mit diversen Handlungszielen (=Maßnahmen), Visionen als langfristiges Ziel usw. vorgestellt. Aber das ist gerade AUSDRUCK des Coachingmarktes.

Im Ergebnis ist es eine interessante Sammlung von Tools, die im Schwerpunkt zirkuläre Fragen, kollegiale Beratung und Entwicklung im Leben bearbeiten.

Meines Erachtens fehlen Tools zur professionellen Haltung als Coach, um gerade die eigene Lebens- und Erfahrungswelt nicht ins Coaching zu bringen, weil es um das Veränderungsthema des Schützlings geht. Eine Übung zur Abgrenzung von Feststellung zur Interpretation / Wertung oder andererseits die Abgrenzung von Coaching zu Therapie, Beratung und Führung fehlen.
Aber im Endeffekt ist es ein schönes Buch für langjährig praktizierende Weiterbildungsleiter.
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am 9. Juni 2014
Umfangreiche und ansprechend gestaltete Übersicht über methodische Figuren und Desings für die Coachingausbildung.
Der Schwerpunkt liegt deutlich auf der Ausbildung von Coaches oder für den selbstgestalteten professionellen Austausch unter Coaches (z.B. in Peer Groups)/eigene Professionalisierung.
Besonders gelungen finde ich den Schnellfinder, der auf drei Seiten eine Übersicht über alle Übungen gibt. Die Kategorien sind: Thema, Anfänger/Fortgeschrittene/Seite. Die aufgelisteten Themencluster sind gelungen gewählt: "Fragen"Fragetechnik trainieren", "Kliententypen/Umgang mit Klienten", "Entscheidungen treffen", Coachingprozess/Prozess reflektieren", "Metaphern/Geschichten/Analogien", "Perspektivenwechsel", "Marketing/Marktkompetenz/Profil", "Kooperation", "Persönlichkeit/Rollen/Work-Life-Balance", "Kritische Beratungssituationen", "Zielklärung", "Gespräche vorbereiten und führen", "Coaching abschließen/Abschlusssituationen", "Konfliktkompetenz".

Für Teilnehmer/innnen von Ausbildungen in Wiesloch sind einige gut bekannte Desings dabei. Hier noch einmal kompakt und übersichtlich zusammengestellt. Einige neue und inspirierende Formate sind auch dabei.

Um Anregungen für die Ausbildung von Führungskräften zu erhalten, würde ich dieses Werk nicht kaufen, es zielt dazu zu sehr auf Coachingkompetenzen ab. Dies ist nicht in jeder FK-Ausbildung gefragt und kann Teilnehmende (ohne Vorerfahrung) je nach Hintergrund unf Kontext schnell überfordern. Meines Erachtens ist es eher für die Ausbildung erfahrender Führungskräfte geeignet und wenn Coachingkompetenzen gefragt sind. Ich gebe daher vier und nicht fünf Sterne.

Ebenfalls gut geeignet sind die Übungen, um sich Anregungen für die eigene Arbeit als Coach zu holen.
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am 23. Mai 2014
Es gibt zahlreiche Coaching-Tool- und Coach-Ausbildungs-Bücher auf dem Markt. Was mich an „Train the Coach: Methoden“ von Anfang an begeistert hat, ist das breite Spektrum, die große Menge und das hochwertige Niveau der angebotenen Tools. Sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, Lehrcoaches und Führungskräfte finden sich zu den verschiedensten in Coaching, Coach-Ausbildung und Leadership immer wieder auftretenden Themen und Inhalten passende Interventionen, die große Wirksamkeit versprechen und den hohen Standards der renommierten Coach-Verbände entsprechen.

Das Buch ist sehr klar strukturiert, so dass man sich schnell zu recht findet: es startet mit einer übersichtlichen Erklärung des Aufbaus und einem themenbezogenen, sehr praktischen Schnellfinder für die Lerndesigns.
Die einzelnen Interventionen sind immer nach dem gleichen Schema gestaltet, in dem sich unter anderem eine Kurzbeschreibung, das notwendige Setting, die Sinnhaftigkeit, spezifische Hinweise sowie am Ende jeweils noch mal ein strukturierter Kurzüberblick über die Übung findet.
Sehr schön ist, dass die Hilfstexte/-fragen sowie die Kurzbeschreibungen dem Buchkäufer auch online als direkt verwertbare Datei zur Verfügung stehen.

Fazit: Für mich hat „Train the Coach“ voll und ganz gehalten, was die Herausgeber in ihrer Einleitung versprechen.
Viele Übungen haben bei mir sofort die Lust auf’s Anwenden geweckt oder mich zu ihrer weiteren Vertiefung oder Ergänzung angeregt.
Das Buch hat Dank seines inhaltlichen Niveaus und seiner anwenderfreundlichen Struktur ab sofort einen festen Platz in meinem „Interventionskoffer“.
Danke an Bernd Schmid und Oliver König für diese gelungene Zusammenstellung, danke an alle mitwirkenden Coach-Ausbilder für die Bereitstellung der Methoden.
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am 27. April 2014
Die Notwendigkeit lebenslangen Lernens wird heutzutage nicht mehr in Frage gestellt.
Für alle die Menschen, die in Beratung / Ausbildung / Training tätig sind, wird aus der Notwendigkeit fast schon ein MUSS.
Die vorliegende erstklassige Methodensammlung ist eine Fundgrube für
Lehrcoachs und Lehrtrainer_innen, kurz gesagt für all die, die in der Aus- und Weiterbildung von Professionellen (Coachs, Beraterinnen, Trainer, Führungskräfte...) tätig sind.
Über dreißig erfahrene Ausbilder_innen öffnen ihre Methodenkoffer.
In sechs gut strukturierten Kapiteln präsentieren sie Interventionen, die sich in ihren
Coachingausbildungen bewährt haben. Thematisch schlagen die Autor_innen einen umfassenden Bogen:
Im ersten Kapitel liegt der Fokus auf den handwerklichen Kompetenzen eines Coachs. Mit Hilfe der ausgewählten Tools werden gängige und bewährte Methoden trainiert, zum Beispiel systemische Fragetechniken oder Interventionstechniken in schwierigen Situationen.
Im zweiten Kapitel geht es um die Reflexion von Beratungs- und Coachingprozessen, zum Beispiel um die Beziehung Coach - Coachee, die Rolle des Coachs oder die Struktur eines Coachingprozesses.
Im dritten Kapitel werden unterschiedliche Varianten Kollegialer Beratung, zum Beispiel Kreativer Dialog, Reflecting Team oder eine Kombination aus Fishbowl, Open Staff Meeting und Reflecting Team, behandelt.
Im vierten Kapitel sind Tools zusammengestellt, die sich „mit dem Ansprechen von weitreichenden Themen (...), die über das Aktuelle und Offensichtliche hinausreichen“,
befassen. Hier kommen beispielsweise narrative Ansätze zum Einsatz.
Im fünften Kapitel geht es um das persönliche Wachstum des Coachs. Die vorgestellten Tools unterstützen die Selbstreflexion und Selbstpräsentation somit den Marktauftritt (Profilbildung) des Coachs.
Im sechsten Kapitel stehen Gruppenprozesse beziehungsweise die bewusste Gestaltung von Gruppenkultur und Begegnungen und ihr Einfluss auf den Lernprozess im Blickpunkt.
Die einzelnen Tools sind didaktisch sehr gut aufbereitet. Die einzelnen Schritte
werden systematisch dargestellt und erläutert und laden zur Anwendung ein.
Sehr hilfreich sind die knapp formulierten Trainingsdesigns im Anschluss an jedes Tool sowie zahlreiche Handouts. Eine Schnellfinder-Matrix, in der alle Tools nach Schlagworten sortiert sind, erleichtert die Suche hilfreicher Interventionen für konkrete Fragestellungen und Themen.
Die beiden Herausgeber, Dr. Bernd Schmid, Leiter eines Instituts für systemische Beratung, und Oliver König, Lehrbeauftragter für systemische Didaktik an demselben Institut, initiieren mit ihren Ausführungen einen Professionalisierungskreislauf:
Professionelle Ausbilder_innen gestalten professionelle Aus- und Weiterbildungen.
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am 10. April 2014
Dr. Bernd Schmid gilt als Begründer der systemischen Transaktionsanalyse, er ist Ehrenvorsitzender im Präsidium des DBVC und leitet ein Institut für systemische Beratung (isb GmbH) in Wiesloch. In Zusammenarbeit mit Oliver König, der am selben Institut u. a. als Lehrbeauftragter für systemische Didaktik verantwortlich ist, hat er ein Werk vorgelegt, das seinesgleichen sucht. Es stellt sich nicht die Frage, ob man es lesen sollte, sondern nur, wie schnell man es tut.

Das Buch ist unterteilt in sechs Abschnitte, zu denen jeweils zu Beginn die in ihnen dargestellten Coaching- bzw. Ausbildungstools dargestellt werden. Obwohl der Theorieteil stets sehr knapp gehalten ist, sind die Methoden in ihrer Wirksamkeit einleuchtend beschrieben und sie lassen sich ohne große Vorbereitung anwenden bzw. einsetzen. Schon allein die Literaturhinweise lassen erahnen, wie gut sie durchdacht sind. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es sein kann, bei längeren Workshop-Reihen immer neue Varianten von Übungen und Methoden zur Reflexion zu entwickeln, um den Ablauf für die Teilnehmer über viele Stunden interessant zu gestalten und einen möglichst großen Lernerfolg zu bewirken. Dank den Autoren kann ich nun auf eine großartige Sammlung zurückgreifen und muss mir mein Gehirn nicht mehr so sehr „verknoten“. Gefreut hat es mich zudem, dass einige Ideen, mit denen ich bereits arbeite, von den an diesem Buch beteiligten Autoren für so gut befunden werden, dass sie darin zu finden sind. Bemerkenswert dabei ist, dass es nicht eine einzige Übung gibt, von der ich sagen würde, dass man sie eventuell hätte weglassen können. Nicht jede Idee ist neu, aber auch das, was mir schon bekannt war, ist didaktisch so hervorragend aufbereitet, dass ich etliche meiner alten Unterrichtsvorlagen nun austauschen werde. Vor allem aber habe ich darin viele wertvolle Anregungen gefunden, die ich nun mit meinen Schülern und Schülerinnen ausprobieren werde. Das Buch ist also eine wahre Fundgrube für Menschen, die mit der Ausbildung von Beratern, Coachs oder Therapeuten betraut sind!

Doch was genau findet man eigentlich darin? Unter „Vorgehensweise kennenlernen“ werden diverse Tools vermittelt, die sich 1:1 in die Praxis übertragen bzw. für die Arbeit mit Klienten nutzen lassen („Anwendung & Beispiele systemischer Fragen“, „Persönlichkeitsentwicklung durch systemische Fragen“, „Zirkuläres Fragen“ etc.). Spielerisch lässt sich zudem der Umgang mit möglichen Fallstricken erproben („Schlechtester Coach der Welt“, „Interventionstechniken für kritische Situationen entwickeln“, „Schachmatt-Sätze“ und „Schwieriger Coachee“) sowie mittels des „Modells der strukturierten Problemlösung“ die Planung einer Coaching-Sitzung bzw. das Erreichen der Ziele einzelner Phasen unter Einhaltung der dafür vorgesehenen Zeit üben. Auch die Methoden des zweiten und vierten Abschnitts („Als Coach Prozesse reflektieren und steuern lernen“ sowie „Narrative Ansätze und hintergründige Themen“) können sowohl im Coaching selbst wie auch im Rahmen einer Ausbildung zum Einsatz kommen. Die Vielseitigkeit ist beeindruckend: Die Techniken zur lösungsorientierten Reflexion, zur Auftragsklärung („Theatermetapher“), der Einbindung von Geschichten („Arbeiten mit analogen Techniken“) sowie das Turbo-Coaching u. v. m. geben den Lesern ein exzellentes Rüstzeug an die Hand. Sehr gelungen ist auch die Aufschlüsselung schwieriger Psychodynamiken, bei denen dargestellt wird, wie das Verhalten des Klienten eine entsprechende Reaktion des Coachs auslöst, wobei Aspekte der Fremdmanipulation und der Stabilisierung sowie der dabei abgewehrte Affekt betrachtet werden. Doch damit ist das Buch noch lange nicht am Ende: Es folgen diverse abwechslungsreiche und ausgefeilte Techniken zur kollegialen Beratung (u. a. das „Reflecting Team“, einzeln sowie in einer Kombination mit der Fishbowl- und Open-Space-Methode) und einige spannende Ideen zur Reflexion der eigenen Lebensweise sowie drei interessante Spiegelungsübungen. Abgerundet wird das Werk durch verschiedene Techniken zur beruflichen Rollenfindung („Pressenotiz“, „Mein Lebens- und Lernweg“ etc.), einer Übung zur Teambildung in der Ausbildungsgruppe und Tipps zur Gestaltung des Abschieds vom Coachee sowie zur Reflexion des Prozesses. Den „Beratermarkt“ und ein Verfahren, bei dem die Teilnehmer in Kleingruppenarbeit entweder eine analoge oder eine bisoziative Geschichte zu einem konkreten Anliegen formulieren, habe ich umgehend in meine anstehenden Workshops integriert. Mit vielen anderen Tools werde ich das sicher noch tun.

Jede Methode und das entsprechende Setting werden zunächst kurz beschrieben. Anschließend werden mögliche Gründe für deren Einsatz bzw. der Nutzen für die Teilnehmer benannt und die einzelnen Schritte erläutert. Hilfreich sind auch die Einstufungen der Übungen nach dem Grad der Erfahrung der Teilnehmer (Anfänger, Fortgeschrittene), die mir stimmig erscheinen, sowie die Materialien, auf denen (a) die Abläufe der Techniken systematisch dargestellt sind (das erspart einem das Abschreiben) sowie (b) die Arbeitsblätter, die das Ganze ergänzen, und die auf der Seite des Verlags zum Download bereitliegen.

Fazit: Gern würde ich dieses Buch mit mindestens sieben oder acht Sternen bewerten, da es wirklich außergewöhnlich gut umgesetzt und eine große Hilfe für meine Arbeit bzw. – ohne übertreiben zu müssen – ein didaktisches Meisterwerk ist! Vielen herzlichen Dank an die beiden Herausgeber sowie an die vielen namhaften Autoren. Ich wünschte mir, meine Ausbilder hätten dieses Buch gelesen...
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am 4. September 2014
Dieses Buch gibt eine riesige Auswahl an verschiedensten Methoden für die genannte Zielgruppe. Die Methoden stammen aus unterschiedlichen Coachingansätzen, die nicht näher unterschieden werden. Erfahrene Coaches werden hier viele Übungen wiedererkennen oder alte Übungen in neuem Design sehen.
Im Vorwort schreiben die beiden Autoren, dass dieses Buch ein Kochbuch für Anfänger und Fortgeschrittene sein soll. Diesem Bild kann ich zustimmen. Wie in einem Kochbuch findet sich auch hier eine Aneinanderreihung von Rezepten (also Übungen). Dazwischen gibt es keine überleitenden Worte, übergreifenden Erklärungen o.ä. Wem dies bewusst ist, wird viel Spaß am Nachschlagen und Ausprobieren haben.

Was die beiden genannten Zielgruppen angeht: Ja, das Buch ist für beide etwas. Für Anfänger ist es sicherlich gut, wenn schon erste Erfahrungen oder Berührungspunkte zu den Methoden des Instituts für systemische Beratung vorhanden sind. Dadurch wird das Verständnis mancher Methoden sicherlich gestärkt und eine Umsetzung erleichtert. Fortgeschrittene haben es beim Lesen und Umsetzen sicherlich leichter.

Fazit: Ich würde dieses Buch als eine wundervolle Sammlung von (bekannten) Methoden bezeichnen. Aus meiner Sicht hat hier jeder Autor einen Beitrag geliefert, der auch wirklich etwas zu diesem Thema beitragen kann. Dadurch ist die Qualität der Beiträge sehr hoch. 4 Sterne gibt es von mir, da mir in dieser Sammlung noch das wirklich "Neue" fehlt.
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am 17. Juni 2014
Das vorliegende Buch von Bernd Schmid und Oliver König gibt in sehr kompakter und prägnanter Form einen breiten Überblick über Denk- und Arbeitsformen von Coaches. Es ist ein Nachschlagewerk, das gleichermaßen zum Stöbern als auch zum direkten Ausprobieren konkreter Settings einlädt. Gleichzeitig ist es ein Arbeitsbuch, dessen Gestaltung zu eigenen Kommentierungen und Notizen anregt, und in dem ein Schnellleser die aktuell für ihn relevanten Inhalte zügig filtern kann. Besonders gelungen ist der Schnellfinder am Anfang des Buches, in dem zu jedem Thema die passenden Settings unterteilt nach Schwierigkeitsgrad aufgelistet sind.

Das Buch bezeichnet sich als "Tool-Box zum gezielten Training einzelner Coachingkompetenzen". Diesem Anspruch wird es vollkommen gerecht. Absolventen einer Coaching-Ausbildung werden vertraute Inhalte, aber sicherlich auch neue inspirierende Coaching-Formen entdecken. Der Aufbau des Buches spiegelt den Ansatz des fragmentarischen Lernens wider, d.h. nicht aufeinander aufbauende Einzelbausteine formen sich zu einem Gesamtbild. Damit ist es kein klassisches A-Z-Coaching-Lehrbuch, sodass der Leser selbst über theoretische Grundlagen (Coaching warum? Coaching wie? Coachingformen, Haltung und Werte etc.) verfügen sollte.

Fazit: Ein sehr gelungenes Nachschlagewerk. Ein großer Fundus an interessanten Settings. Kein Coaching-Einsteigerlehrbuch.
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