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Kundenrezensionen

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am 8. Mai 2010
Die 100 besten Coaching-Übungen werden als "Praxisbuch" verkauft - aber sind sie auch praxistauglich? Das wollte ich, selbst Karriereberaterin in Hamburg, durch die Lektüre herausfinden. Martin Wehrle, der Autor, bildet Karrierecoachs aus und beschäftigt sich seit Jahren mit Themen wie Coaching und Karriere, unter anderem in den Büchern "Karriereberatung" und "Lexikon der Karriereirrtümer". Als gelernter Journalist kann er flüssig und unterhaltsam schreiben, als praxiserprobter Personalleiter weiß er, was ein (angehender) Coach können muss.

Das Workbook beinhaltet neun strukturierte Arbeitseinheiten mit verschiedenen Übungsansätzen, deren Themen sich an der Verlauf einer Coaching-Sitzung lehnen: Einstiegs-Übungen, Kommunikations-Übungen, Sprach-Übungen, Emotions-Übungen, Ziel-Übungen, Werte- und Wahrnehmungs-Übungen, Ressourcen-Übungen, Fantansie-Übungen, Praxistransfer- und Abschluss-Übungen sowie Fall-Übungen.

Jede Übung besteht aus zwei Einheiten: einer Alltags-Übungen, die man in alltäglichen Gesprächen oder im Selbstversuch umsetzen kann - und einer Coaching-Übung für das Gespräch mit dem Klienten. Die Wahl zwischen diesen Übungen bietet dem Leser eine breite Möglichkeit für die Umsetzung. Am Anfang werden der Nutzen und das Ziel der Übung definiert, ein gelungener Einstieg in die Materie. Die Übungen laden ein, die eigenen Coaching-Fähigkeiten zu erforschen, zu experimentieren und neue eigene Erkenntnisse zu gewinnen. Jedes Kapitel gibt dem Leser die Chance, spannende Coaching-Aufgaben zu lösen. Wer seine Lösungen prüfen oder zwischendurch "spicken" möchte, kann Lösungsvorschläge nutzen. Ein ganz wichtiger Baustein jeder Übung ist der Praxis-Tipp, der aufzeigt, wie sich das Ganze noch professioneller umsetzen lässt. Doch auch Risiken und Chancen der jeweiligen Übungen werden erläutert. 16 Fall-Übungen am Ende des Buches verlocken zum Testen des erforschten Wissens.

Ein Beispiel für den Praxiswert und die Anschaulichkeit des Buches: In einem Übungsfall coacht Katja Dengel einen Bereichsleiter eines Pharmakonzerns. Er möchte seinen Führungsstil optimieren. Immer wieder fordert er einen Lösungsvorschlag vom Coach. Doch statt ein Ergebnis auf dem silbernen Tablett zu servieren, lädt Katja Dengel den Bereichsleiter zu einem Experiment ein und fordert ihn auf, seine Schuhe auszuziehen. Ein wenig verwundert folgt er ihrer Aufforderung. Sie tut dasselbe. Allerdings hat sie eine viel kleinere Schuhgröße und hohe Stöckelabsätze. Nun fordert sie ihn auf, ihre Schuhe anzuziehen und damit zu laufen. Was, glauben Sie, was passiert? Können Sie sich dieses Szenario bildlich vorstellen? Wer nicht, sollte unbedingt dieses Kapitel im Buch lesen (ab Seite 120). Ich habe Tränen gelacht, weil es wirklich sehr anschaulich beschrieben ist. Danach soll der Bereichsleiter die gleiche Strecke abermals, diesmal jedoch in seinen eigenen Schuhen, zurücklegen. Zeit um dieses Experiment zu analysieren. Danach begreift der Klient: Fremde Schuhe und fremde Ratschläge helfen ihm nicht - er muss selbst entwickeln, was zu ihm passt. Dann folgt eine interessante Übung, in der man als Leser einen Fall mit ähnlichen "Impact"-Mitteln lösen darf.

Ein Buch für wissbegierige und lernhungrige Menschen, die nicht nur über Personalentwicklung reden wollen. Es schlägt den Bogen zwischen Coaching-Theorie und praktischer Umsetzung, es kombiniert praktische Kommunikation, Führung und Entwicklung mit fundiertem Hintergrundwissen. Viele kleine Details und anschauliche Übungen unterhalten den Leser. Da macht das Lernen richtig Spaß. Der Autor versteht es, seine Leser zu fesseln - obwohl die Übungen natürlich auch Arbeit bedeuten. Ein Buch, das professionelle Lerneinheiten mit vergnüglichen Lesemomenten verbindet.
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am 24. September 2011
Positiv für mich:
Martin Wehrles Bücher sind flüssig zu lesen und - insbesondere in Anbetracht der manchmal sehr marktschreierisch anmutenden Coach- und Trainer-Szene - angenehm sachlich geschrieben. Man merkt jederzeit, dass hier ein absoluter Kenner der Materie spricht, der es nicht nötig hat, seine Inhalte künstlich aufzubauschen. Weiterhin mag ich die Idee, dass jede Lektion mit einem Selbsterfahrungsteil kombiniert wird. Umfang und Auswahl der Inhalte finde ich ebenfalls gelungen.

Einen Punkt Abzug gibt es von mir aus folgenden Gründen:
Zunächst kann man sich trefflich darüber streiten, ob dieses Buch "die 100 besten" oder einfach nur 100 Coaching-Übungen vorstellt. Schieben wir das aufs Marketing. Haken dran.

Ein wenig irritiert hat mich im im Nachhinein jedoch der Begriff "Coaching-Übungen". Vieles, was Wehrle präsentiert, ist aus meiner Sicht eher eine (Coaching-)Hilfstechnik, aber keine in sich abgeschlossene Coaching-Übung. In diesem Sinne wäre "100 Coaching-Techniken" ein treffenderer Titel gewesen.

Weiterhin ist festzuhalten, dass das Buch nicht viel Neues bietet, wenn man erstmal eine Handvoll Coaching-Bücher gelesen hat. Und 50 Euro ist ein recht stolzer Preis für ein Buch dieser Art.

Fazit: Empfehlenswert für Einsteiger in die Materie; gut als Nachschlagewerk für Praktiker. Wer jedoch bereits einen Schrank voller Coaching-Literatur hat, muss hier nicht unbedingt zugreifen.
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am 20. März 2012
Ich bin immer skeptisch, wenn ich Buchtitel lese, die versprechen, Anfänger UND Profis gleichermaßen bedienen zu können. Das ist für mich wie das Versprechen eines Dozenten an der Volkshochschule, die bunt gemischte Truppe gleichermaßen bei Laune zu halten, die "Office" lernen will und Nutzer hat, die Makros erstellen können und User, die gerade gelernt haben, wie man eine Datei unter einem anderen Namen abspeichert. Für mich eigentlich ein unmöglichen Unterfangen.

Trotzdem war das bei Martin Wehrles Buch anders. Natürlich ist nicht jede Übung passend, nicht jede Anregung die weltbewegende Erkenntnis. Trotzdem möchte ich die über 350 prall mit Ideen und Informationen gefüllten Seiten nicht mehr missen und bin - sowohl aus Anfänger- als auch aus Profi-Sicht - sehr von dem Werk angetan.

- Warum bin ich von dem Buch begeisterter als von vielen anderen Coaching-Büchern?
Weil der praktische Anteil enorm hoch ist, dafür aber nicht immer Coachees gebraucht werden (mit denen man ja auch nicht immer einen speziellen Bereich weiter entwickeln kann), sondern der Alltag reicht. Denn dieser Alltag ist voller Anregungen, Schnittstellen zum Arbeitsleben und Möglichkeiten, selbstkritisch und selbst aktiv zu werden, sich selbst zu beobachten und diese Beobachtungen auch in die Coaching-Praxis zu überführen.

- Was ist mir während der Lektüre aufgefallen?
Dass einige Blöcke bei mir in Ausbildung und Praxis zu kurz gekommen sind und ich großen Nachholbedarf hatte und habe, dass andere Bereiche dafür aber schon gut ausgebildet sind und "laufen". Aber auch letztere sind für mich mit einer kleinen Auffrischung oder Bewusstmachung wieder neu entdeckte Perlen der Arbeit und schön zu nutzen.

- Warum hat das Buch bei mir Eselsohren?
Weil ich es als wunderbares Arbeitsbuch kennen- und schätzen gelernt habe und mich auch über die eigenen Coachings hinaus mit Kollegen auseinandersetzen und dabei lernen kann. Vor allem die vielen Kniffe, aber auch die immer wieder beleuchteten Risiken (und wie man sie verkleinern kann) haben mir viel gegeben und mich in meiner eigenen (Coaching-)Entwicklung große Schritte voran gebracht.
Und tun dies noch immer. Auch und gerade aufgrund der Eselsohren. ;)
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am 7. Juni 2010
Schon Martin Wehrles Buch "Karriereberatung: Menschen wirksam im Beruf unterstützen" hatte mich begeistert. Gespannt war ich nun auf seinen vielversprechenden zweiten Titel "Die 100 besten Coaching-Übungen".
Ich sollte nicht enttäuscht werden. Wieder ist es Wehrle gelungen, ein praxisnahes, erfrischend lebendig geschriebenes Fachbuch für Einsteiger wie Profis auf den Markt zu bringen. Dabei ist ihm besonders zugute zu halten, dass er wirklich diese beiden Zielgruppen anzusprechen weiß.
Ein großes Plus: Die klare Struktur, nach der alle Übungen gegliedert sind, erleichtert den Zugang auch zu komplexen Methoden. Kurze Angaben zu Nutzen, Ziele, Risiken, Chancen und Situationen bieten dem Leser die Möglichkeit, schnell ein geeignetes "Rezept" für die eigene, aktuelle Coachingpraxis zu finden. Die Coaching-Übungen werden anhand von Beispielen anschaulich erläutert. Wie schon in seinem ersten Buch verzichtet er wohltuend darauf, mit dem häufig üblichen Fachjargon der Branche zu blenden.
Das größte Lob gebührt aber den "Alltags-Übungen", die jede Methode ergänzen. Denn sie sind es, die das Buch für Einsteiger und für alle, die sich im Umgang mit anderen weiterentwickeln wollen, interessant machen. Bei diesen "Trocken"- Übungen kann der Leser die Methoden für sich im Alltag auch ohne Klienten testen und üben.
Ein Training, das übrigens auch für Profis ein Gewinn ist. Es bietet die Chance, selten genutzte Techniken wieder für sich zu aktivieren und in der Coachingspraxis einzubinden. Es ist wie beim Sport, nur mit einem guten Rundum-Training kommt und bleibt man an der Spitze! (Das Motiv auf dem Cover ist daher irreführend: Niemand ist durch Zufall Superman, sondern nur durch harte Arbeit)

Fazit: Ein empfehlenswertes Fachbuch mit hoher Alltagstauglichkeit!
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am 22. Mai 2012
Anfänglich ein wenig skeptisch, weil dem "gelerntem" Coach sogleich diverse Grundtechniken auffallen, habe ich schnell auf die Seite der Begeisterung gewechselt und im Inhaltsverzeichnis zahlreiche Markierungen vornehmen können.
Dieses Buch

- liefert wirklich neue tolle Interventionsideen
- gibt den schon bekannten Methoden dennoch einen neuen Blickwinkel
- der Autor versteht die Kunst der hypnotischen Gesprächsführung derart geschickt, dass man es zwar merkt, sich aber dennoch so respektiert fühlt, dass man ihn schon dafür liebt.
- und das absolut Einzigartige: Er liefert ANTWORTEN!!!! DANKE!! Alle mir bisher untergekommenen Coachingbücher glänzen mit tollen Anregungen, aber alle inform von "na dann machen Sie mal Ihre eigene Frage draus". Der Autor dieses Buches regt mit Recht selbiges an, gibt jedoch immer auch eigene Vorschläge. Diese ermöglichen oftmals erst wirkliches Verständnis und geben einem erst die aus meiner Sicht wahre Chance eine "für mich richtig/falsch/ander"-Wertung vorzunehmen.

Fazit: Absolut klasse und uneingeschränkt empfehlenswert auch für bereits ausgebildete und aktive Coachs!
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am 20. Mai 2010
...und die Lektüre des Buchs "Die 100 besten Coaching-Übungen" macht Spass. Noch dazu liest es sich ähnlich spannend wie mein Lieblingsbuch "Karriereberatung" von Martin Wehrle. Mir gefällt die praktische Lebenshilfe, die er vermittelt. Wie so viele habe ich mich für eine Coaching-Ausbildung entschieden, um mehr über mich selbst zu erfahren. Deshalb ronnen mir bei der Übung "Die Lebenslinie" wahre Schauer über den Rücken. Nachdem zahlreiche Klienten zu mir kommen, die einen Karriereknick zu verdauen haben, ziehe ich aus der Anwendung dieser im Buch beschriebenen Lebenslauf-Analyse auch beruflichen Profit. Damit hat sich dieses Buch für mich gleich in doppelter Hinsicht gelohnt.
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am 9. Juli 2010
Martin Wehrles neustes Werk "Die 100 besten Coaching-Übungen" übertrifft in vielfacher Hinsicht andere Coaching-Handbücher. Es ist für jeden, der sich Coach oder Karriereberater nennt, eine wahre Schatztruhe an wertvollen Übungen, Tipps und Praxiserfahrungen. Wie bei einer Schatzkiste bewährt es sich auch hier, das Buch Kapitel für Kapitel zu geniessen, statt es in einem Rutsch durchzulesen. Nur so kann man realen Nutzen für sich daraus ziehen.
In einem flüssigen und sehr ansprechenden Schreibstil werden die einzelnen Bereiche eines Coachings auf tiefsinnige Weise thematisiert, die man bei dem sehr comicartigen Layout der Titelseite zunächst nicht vermutet.

Die Übungen, z.B. Der verfremdete Kinofilm" oder Die Werbeagentur" sind durch ihre fantasievollen Namen leicht einzuprägen. Sehr schön ist die Struktur des Buches mit der Bündelung einzelner Übungen zu einem Themenbereich, der zu Beginn jedes Kapitels erläutert wird mit Kurzbeschreibungen zu den Übungen. Am Ende des Buches werden alle Übungen nochmal aufgelistet und so kategorisiert, dass der (angehende) Coach schnell die richtige Übung für sein Thema wiederfindet.

Die Struktur der Übungen ist genial und holt den Coach dort ab, wo sich manche nach ihrer Ausbildung wiederfinden. Das theoretische Wissen um die Übung ist oft da, aber wie traut man sich an die Anwendung heran. Nun können alle Übungen zunächst im privaten Umfeld und mit sich selber getestet werden. Sehr gelungen finde ich auch, dass auch das Wie führe ich den Klienten in eine Übung hinein?" in den Übungen nicht zu kurz kommt und immer wieder Frage- und Antwortbeispiele gegeben werden - entweder im Buch selber oder auf der Homepage des Autors.

Das Genialste an diesem Buch sind jedoch die Fallbeispiele. Wie viele von uns haben schon Coaching-Bücher gelesen, die aus einer Aneinanderreihung von Einzelübungen bestanden? Und wo gab es bislang - ähnlich den Case-Studies", wie sie bereits an Managementschulen üblich sind - Fallbeispiele, an denen der Coach für sich zunächst eine eigene Coachingstrategie erarbeiten kann, dann aber auch durch Fragen und Hinweise auf bereits vorgestellte Übungen Lösungsmöglichkeiten angeboten bekommt? In den seltensten Fällen kommt ein Klient zu einem Termin und sagt Ich möchte gerne das Wertequadrat mit Ihnen erarbeiten". Gerade für Coachinganfänger ist der Wechsel vom Üben einzelner Methoden hin zu einem realen Klienten mit all seinen (oft verborgenen) komplexen Anliegen eine echte Herausforderung. Von diesen Praxisfällen hätte ich gerne mehr!
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am 18. Mai 2010
An diesem Buch stört mich nur ein Punkt: die Tatsache, dass ich es nicht selbst geschrieben habe.
Falls sich die eine oder der andere mit der Frage quält, ob sich denn die Lektüre eines weiteren Coaching-Buches überhaupt lohnt,
lautet meine uneingeschränkte Antwort: ja. Denn der Autor hält, was er in der Einführung verspricht. Er will ein Kontrastprogramm bieten,
in dem die Praxis handlungsleitend ist. Dies gelingt ihm vorzüglich. Schon die Lektüre ist ein permanentes Coaching. Wieder und wieder ermutigt
uns der Autor, das gerade Gelesene anzuwenden, sich selbst und andere zu coachen. 'Immer wieder: coachen'
Gleichzeitig bietet dieses mit unzähligen Übungen, Anregungen und Tipps prall gefüllte Workbook das pure Lesevergnügen. Durch seinen witzigen,
spritzigen, dabei stets respektvollen Sprachstil, gespickt mit wunderbaren Bildern, Metaphern und Beispielen gelingt es Martin Wehrle, komplexe
Sachverhalte verständlich zu formulieren.
Aufgebaut ist das Buch wie ein Coachingprozess. Die Lesenden werden Schritt für Schritt durch die einzelnen Phasen eines Coachingprozesses
geführt und dabei systematisch mit einem schier unermüdlichen Quell an möglichen Interventionen vertraut gemacht.
Für EinsteigerInnen sowie für Profis ein ideales Arbeitsbuch.
Die Lektüre lohnt sich!
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am 4. August 2010
Als ich das Titelbild sah, war ich enttäuscht. Ist ein Coach nicht genau das Gegenteil von einem Superhelden? Doch die Lektüre entschädigte mich vielfach. Dieses Buch ist eine Perle in der Coaching-Literatur, weil es auf pseudo-wissenschaftliches Vokabular verzichtet, die frische Luft der Praxis atmet (auch durch 16 Fallbeispiele) und den Leser immer wieder zum Mitdenken, Mitmachen und Mitcoachen bewegt.

Zwei Beispiele für Übungen:

"Die Ballonreise": Diese Übung zeigt auf, wie man einen Klienten den Ballast seines Lebens, also bremsendes Verhalten und Kontakte, abwerfen lässt. Didaktisch hervorragend, weil der Klient sich erst für eine Fantasiereise öffnet und sich dann, in diesem fast schwerelosen Zustand, leichter vom Beschwernissen trennt.

"Der Klient als Coach": Hier wird der Klient auf einen anderen Stuhl gesetzt, zum Coach ernannt und führt mit dem echten Coach ein Kollegen-Gespräch über den Klienten (also sich selbst). Diese Übung habe ich nun schon zweimal ausprobiert. Es ist wirklich verblüffend, mit wie viel Klugheit und Distanz ein Klient seine eigene Situation sehen kann, wenn man ihn nur aus der Käseglocke seiner soziologischen Rolle befreit.

Wie die letzte Übung zeigt, wird der Coach in diesem Buch eben nicht als Superheld dargestellt, sondern als einfühlsamer Veränderungshelfer, der Fragen stellt, zuhört und mit sehr viel Fingerspitzengefühl einen Entwicklungsprozess begleitet. In diesem Zusammenhang kann ich den Klientenbild-Test am Anfang des Buches empfehlen sowie das Motto, das dem ganzen Buch vorangestellt ist: "Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." (Galileo Galilei).

Wer es noch nicht kennt, sollte unbedingt auch das Vorgänger-Buch vom selben Autor lesen Karriereberatung: Menschen wirksam im Beruf unterstützen - dort gibt es auch viele Tipps, wie man sich als Coach selbständig machen und gut ins Geschäft kommen kann.
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am 7. Juni 2010
Endlich ein Praxishandbuch Coaching, das seinem Titel gerecht wird!

Martin Wehrles Praxishandbuch Coaching "Die 100 besten Coaching-Übungen. Das große Workbook für Einsteiger und Profis zur Entwicklung der eigenen Coaching-Fähigkeiten" ist gut geschrieben und kein bisschen trocken, trägt einen Superhelden als Comichelden auf dem Umschlag und macht seinem langen Titel alle Ehre:

1. es ist groß insofern, dass es auf 368 Seiten mit fast 200 Coaching-Übungen und viel Material und Anregungen gut gefüllt ist, 2. es ist ein Arbeitsbuch, weil jede Übung den Leser/die Leserin einlädt, einzusteigen und aktiv mitzuarbeiten, sich eigene Gedanken zu machen und Überlegungen zu notieren. Dabei bietet jede Übung jeweils sowohl als sog. "Alltags-Übung" eine Variante zum (sich) Ausprobieren als auch eine "Coaching-Übung" für den erfahrenen Profi. 3. sowohl für Einsteiger als auch für Profis ist ganz viel Material dabei: wertvolle Anleitungen und Praxis-Tipps, Reflektionsmöglichkeiten und Umsetzungshilfen. 4. dieses Buch unterstützt die Entwicklung der eigenen Coaching-Fähigkeiten und präsentiert Coaching als erlernbare und übungsbedürftige Kunst, die eine Fingerfertigkeit erfordert, die mit diesem Buch geübt werden kann. Das macht dem Einsteiger Mut. Als "Trainingslager" gibt das Buch vielfach Gelegenheit, Methodenkompetenz, Kommunikationsvermögen, Selbstreflektion und Empathie sowohl zukünftiger als auch gestandener Coaches weiter zu entwickeln.

Das Buch ist in vier "Phasen" aufgebaut wie der Coaching-Prozess - oder eine einzelne Coaching-Session - selbst: 1. Kontakt herstellen und Ausgangslage sondieren (Einstieg, Kommunikation, Sprache), 2. Situation tiefer durchdringen und Zielfindung (Emotionen, Ziele, Werte und Wahrnehmung), 3. Lösungen (Ressourcen und Fantasie), 4. Umsetzung (Praxistransfer und Abschluss). Für alle diese Phasen bietet Wehrles handliches Praxishandbuch insgesamt 100 unterschiedliche Tools in zwei Varianten. Es beschreibt und erklärt sie strukturiert und übersichtlich (Nutzen, Ziele, Alltagsübung, Coaching-Übung, Praxis-Tipp, Risiken, Chancen und Situationen, Umsetzungs-Plan) und bietet auch Profis Möglichkeiten zur Integration dieser Tools in ihr eigenes Methodenköfferchen. Im letzten Kapitel "Fall-Übungen" gibt das Buch 16 spannende Fallbeispiele, in denen der geneigte Leser eigenes Wissen aus den Einzelübungen anwenden kann. Zusätzlich zu dieser Materialfülle spendiert der Autor Hinweise auf weiteres Bonusmaterial aus seiner eigenen Coachingpraxis - auch eine gute Werbung für eine Karrierecoach-Ausbildung an seiner Hamburger Karriereberater-Akademie.

Ein super gut gelungenes Arbeitsbuch mit zahllosen großartigen Anregungen und Praxistipps, das seinem Anspruch - dem Titel und dem Superhelden auf dem Deckblatt - nicht nur gerecht wird, sondern alle Ehre macht. Kompliment. Auch an den ManagerSeminare-Verlag.

Die 100 besten Coaching-Übungen: Das große Workbook für Einsteiger und Profis zur Entwicklung der eigenen Coaching-Fähigkeiten
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