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Kundenrezensionen

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am 17. Mai 2016
"Der Autor reiste entlang der Städte Brieselang. Nauen, Neustadt an der Dosse, Wittenberge, Karstädt, Ludwigslust, Hagenow und Boizenburg nach Hamburg. Was er erlebte, steht in diesem Buch."
Klingt nach Roadmovie, klingt spannend. "Was er erlebte, steht in diesem Buch" - macht Lust, das Buch zu lesen. Klappentext – spitze. Vorwort auch. Erstes Kapitel ebenso. Leicht typische Situation zwar – raus aus dem Alltag, ich muss hier weg. Frühe Midlife-Crisis, okay. Voller Vorfreude auf das so schön angekündigte, nun zu erwartende Abenteuer liest man Kapitel zwei.
Ich glaube, an dieser Stelle muss gesagt werden, dass das generelle Problem des Werkes ist, dass der Autor nichts erlebt.
Vermutlich ging es dem Autor, jenem gewissen wohl aus gutem Grund nicht für dieses Buchgenre bekannten Herrn Reinecke, genauso – ich mache eine Reise, ich muss raus hier, ausführliche Vorbereitung und dann geht’s los. Und dann passiert nichts.
Dass das die Aussage des Buches sein soll, dass die auf dem Klappentext aufgelisteten durchreisten Käffer tatsächlich so langweilig sind, wie sie klingen, ist nicht sehr befriedigend.
Tipp an den Autoren: Nicht jedes Buch muss zu Ende geschrieben werden. Manchmal ist es sogar besser, wenn man ein Buchprojekt am richtigen Zeitpunkt abbricht, wenn man merkt, dass es in eine andere Richtung geht als geplant. In diesem Fall: Wenn es statt einer gelungen Mischung aus humorvollen Beschreibungen, tiefsinnigen Gedankengängen und Reiseführer eine – wie richtig schon im Vorwort erkannt – für eine Erzählung zu lange, für einen Roman zu kurze Geschichte ist, die hauptsächlich daraus besteht, dass der Autor in jedem Kaff essen geht und diesen Vorgang ausführlich beschreibt, sich dann betrinkt, überlegt zu rauchen und prüft, wie viele Neonazis es im jeweiligen Kaff gibt.
In Ludwigslust, relativ gegen Ende, wird er zum Zuschauer einer Militärparade und schweift vor und während der Nationalhymne ein bisschen zum zweiten Weltkrieg und Wagners Rienzi ab. Spontan kommt er auf die Idee, noch in Buxtehude vorbei zu fahren, wo er damals in seiner Bundeswehrzeit stationiert war. Doch auch dort erlebt er nichts. Er trifft eine einzige junge Frau an, überlegt aus für den Leser nicht nachvollziehbaren Gründen, sie zu fragen, ob sie mit ihm schlafen wolle, entscheidet sich dann allerdings doch dagegen. In einem einsamen Wald kommt es zu der Frage „Soll ich in Ermangelung einer Sexpartnerin ein wenig im Wald onanieren?“, doch auch diesen Gedanken verwirft der Autor.
Das Buch endet damit, dass er wieder zurück in den Zug nach Berlin steigt, also genau, wie das ganze Buch lang erwartet und schließlich erhofft, das Ende, endlich.
Wie man es als geübter Leser tut, klappt man unbefriedigt das Buch zu, schaut sich kopfschüttelnd das Cover an und fasst zusammen, was passiert ist.
Der Autor hat Fisch&Chips, Steak, mehrmals Spargel, mehrmals Fisch, mehrmals Salat, Bratwurst, Spargelsuppe, Croque , Jägerschnitzel, Tütensalat mit Tütensoße von Penny, Putensteak vom Grill und einige belegte Brötchen gegessen.
Viel Bier, Grappa, Eiskaffee, Kaffee, Wein, Whisky und Cola getrunken.
Den Stern, den Spiegel, den Tagesspiegel, die Märkische Allgemeine, die Frankfurter Allgemeine, die Bild und die Schweriner Volkszeitung gekauft. Sich mit mehreren Rentnern unterhalten und in verschiedenen Pensionen geschlafen.
Das hat er erlebt. Und das, genau das, und nur das, nicht mehr, das steht auch im Buch.
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am 25. Januar 2016
Der Hauptcharakter fährt mit dem Zug durch irgendwelche Kaffs in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern, isst, schläft für eine Nacht in einem Hotel, das immer vom Bahnhof aus gesehen am anderen Ende der "Stadt" ist, fährt Fahrrad und trinkt Bier. Das eigentlich ist grob der Inhalt. Im Klappentext heißt es "Was er erlebt, steht in diesem Buch." Das Problem ist leider, dass der Protagonist herzlich wenig erlebt. Dafür ist der "Roman" aber auch nicht langweilig - auf nur einhundert sehr kleinen Seiten eine Langeweile entstehen zu lassen, ist ja auch eine Kunst - und vor allem nicht witzlos. Ich jedoch bin der Ansicht, er wird etwas überinterpretiert. Ich glaube nicht, dass in der Szene, in der der Protagonist im Wald Fahrrad fährt, auf der Suche nach Windrädern, und darüber nachdenkt, "ein wenig im Wald zu onanieren", ein tieferer Sinn steckt. Und wenn doch, dann soll Jochen Reinecke mich jetzt sofort anrufen und mir diesen erklären!
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am 25. Mai 2010
Wer diesen Roman für 'entbehrlich' hält, hat ihn meines Erachtens nicht verstanden. Ich finde Jochen Reineckes Text sehr beachtenswert. Auf den ersten Blick wirkt er zwar wie einer der unzähligen Reiseromane, die in den vergangenen Jahren den deutschen Buchmarkt überschwemmt haben. Die Reise als Thema, als Touristik, als Erfahrungszuwachs, als Eindruckssammlung, als Anekdotenrahmen. Konventionell ' eher langweilig. Doch liest man genauer, beschleicht einen schnell ein irritierendes Unbehagen, ein Unbehagen, das fast ein freudianisches ist, ein Unbehagen in der Kultur, das den Spiegel des Vertrauens zerschmettert. Reinecke reist tatsächlich nicht zwischen Berlin und Hamburg, sondern zwischen den Schichten seiner Persönlichkeit, deren Pointe unauffindbar ist und deren Geister nicht abzuschütteln sind, da sie eins scheinen mit dem zerbrechlichen Konstrukt, das sich 'Identität' nennt. Nach jedem Kapitel bleibt eine vage Beklommenheit zurück, die den Leser unmittelbar mit sich selbst konfrontiert, ein Hunger nach dem, was nicht zwischen Zeilen auffangbar ist. Die Nostalgie als psychische Sehnsucht nach dem, was eigentlich nie war, weder in den kleinen Orten noch im Fixpunkt Bewusstsein, treibt den Autor zu seiner nicht beendbaren Reise und verwundet den Leser, ohne dass er das möchte, mit Fragen. Wo war es noch, das Leben? Anderswo' Prädikat: lesenswert ***
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am 9. Januar 2010
Ein Buch, welches gut geeignet wäre als Psychogramm eines Restauranttesters mit besonderer Affinität zum Alkohol und (unter)durchschnittlichem Sex. Was der Autor uns hier vermitteln will, wird sein Geheimnis bleiben. Mir hat sich der tiefere Sinn dieser "Geschichte" nicht erschlossen. Dann bin ich gern bereit zu behaupten, ich habe es nicht verstanden, denn dieses Buch ist entbehrlich, gleich wenn es viel Geld für wenig Inhalt ist.
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am 17. August 2012
Whow, was ihr hier alles reininterpretiert...beachtenswert. Der Autor kringelt sich bestimmt vor Lachen. Ich fand ihn einfach...witzig. Das ist Reinecke immer.
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am 6. Oktober 2009
Um es in der selbstverliebten Nierentisch-Diktion des Autors zu sagen: Eine nachgerade doch sehr entbehrliche, vor Eitelkeit strotzende Sozialgeräuschkette, von der man immer eines bleibt: galvanisch entkoppelt.
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