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am 21. Oktober 2013
Die Journalistin Olivia Lawrence gerät eher unfreiwillig in die Aufklärung eines Mordes. Sie wird von der Anwältin des wegen Totschlag angeklagten Pierre Hobart-Varham nach Windermere Grove geschickt, um dort – als Journalistin getarnt – entlastende Hinweise zu suchen, die sie selbst und die Polizei nicht gefunden haben.
Olivia erkennt schnell die Wirren des Falls und begibt sich in die kleine Gemeinde, wo sie nach und nach die Einwohner kennenlernt.
Gerda Neumann beschreibt das Geschehen und die Figuren sehr detailliert und anschaulich, so dass sich der Leser von Anfang an inmitten der Ermittlungen wiederfindet. Falsche Fährten und immer neue Spuren – die Verstrickungen reichen sogar bis nach Südafrika – machen das Buch spannend bis zum Schluss!
(Falls das jemandem bekannt vorkommt, der Krimi ist 2011 schon unter dem Titel »Die Furt« in der Edition Octopus erschienen.)

Ein wirklich gelungener Krimi, der mich bis zur letzten Zeile gefesselt hat. Gerade jetzt zur kalten Jahreszeit ist »Windermere Grove« ein Krimi, den man gerne vorm Kamin mit einer Tasse Tee – der englischen Tradition entsprechend – liest und kaum aus der Hand legen möchte. Empfehlenswert!
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am 13. Juli 2014
Die Ehefrau des Landarztes von Windermere Grove, die beliebte Mrs. Charlotte Hewitt wird ermordet aufgefunden und schnell gibt es einen Verdächtigen. Pierre Archibald Hobart-Varham, der gerade seinen Onkel in Windermere Grove besucht, hat die Tote gefunden und wird alsbald als Mörder im Gefängnis festgesetzt. Seine Anwältin Laureen Gaynesford wendet sich an ihre Freundin und Journalistin Olivia Lawrence und bittet diese, nach Windermere Grove zu reisen und verdeckt Nachforschungen anzustellen, um ihren Mandanten zu entlasten und den wahren Täter zu finden. Olivia reist kurzerhand in den kleinen Ort nach Norfolk, mischt sich unter die Einheimischen und kommt schnell mit ihnen ins Gespräch. Dabei erfährt sie allerlei über jeden und alles, was ihr dabei hilft, ganz langsam die Gründe für den Mord und den wahren Täter zu entlarven.
Die Autorin Gerda M. Neumann hat mit Windermere Grove einen weiteren Band um ihre journalistische Detektivin Olivia Lawrence vorgelegt. Der Schreibstil ist fein britisch angehaucht, schön zu lesen und eher der ruhigeren Art. Wer eher die blutrünstige, effekthaschende Erzählweise erwartet, wird hier enttäuscht. Dabei ist es gerade diese schöne Schreibweise, die diesen Krimi zu einem Erlebnis macht. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar in den Roman eingebettet, ebenso das typisch britische konservative Gebaren des Butlers und der Bewohner des Ortes Windermere. Die dargereichten Häppchen, um den Fall zu entschlüsseln, werden nach und nach gereicht und geben so dem Leser die Chance, ebenso zu ermitteln und sich in verschiedenen Richtungen zu orientieren. Die Protagonistin Olivia Lawrence, wenn auch clever, sympathisch und hartnäckig, bleibt allerdings im ganzen Roman etwas farblos, man kann sich kein richtiges Bild von ihr machen. Ganz anders sieht es da mit einigen anderen Protagonisten aus. Vielleicht ist es aber auch die Absicht der Autorin, dass sich jeder Leser als Olivia fühlen und sich nicht auf diese, sondern auf den zu lösenden Fall konzentrieren soll.
Ein schöner und unterhaltsamer Kriminalroman nach britischer Detektivmanier, der allen Rätselfans und Hobbyermittlern gefallen dürfte. Für angenehme Lesestunden gibt es eine klare Leseempfehlung!
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am 8. Juli 2014
Alte Landhäuser aus Naturstein im parkähnlichen Gelände, unter einem bedrohlich dunkel blau-grauen Himmel: schon das Buchcover stimmt den Leser auf einen mysteriösen englischen Krimi ein.
Und geheimnisvoll wird es!
Who's done it? Undercover soll die Journalistin Olivia Lawrence den brutalen Mord an der liebenswerten, allseits geachteten Arztgattin Charlotte Hewitt aufklären, für den es scheinbar kein Motiv gibt. Es gilt Pierre Hobart, den einzigen Verdächtigen, zu entlasten und aus der Untersuchungshaft zu befreien. Pierre, der eigentlich in Afrika lebt, ist während eines Besuches bei seinem Onkel auf dem englischen Landsitz in Windermere Grove in diese prekäre Lage geraten. Auf der Suche nach dem wahren Mörder ist Olivia ganz Gentlewoman; sie wahrt die englischen Traditionen, achtet stets auf Höflichkeit und tritt den Einwohnern des Ortes - ganz gleich welcher Gesellschaftsschicht sie angehören - mit Respekt gegenüber. Klug und einfühlsam zieht sie ihre Schlussfolgerungen, wobei ihr guter Freund Leonard sie zeitweilig in ihren Bemühungen unterstützt und berät.

Während Olivias Reise in das idyllische Örtchen Windermere Grove in der Grafschaft Norfolk und ihr Zusammentreffen mit den unterschiedlichen Dorfbewohnern wird der Leser mit vielen bekannten englischen Traditionen konfrontiert: so erleben wir die sprichwörtliche Gastfreundschaft, aber auch das Zurückziehen ins Private „My home is my castle“.
All das schildert die Autorin im klassisch-englischen Krimistil. Ihre ruhige, gepflegte Sprache und die farbigen Beschreibungen von der weiten, offenen Landschaft und ihren Bewohnern geben einen authentischen Eindruck des typisch Englischen wieder.

Obwohl nur wenig „Action“ stattfindet und der Fall auf intelligente Weise in Gesprächen und Überlegungen erörtert wird, ist die Geschichte dennoch sehr spannend erzählt und bleibt es auch bis zum Schluss.
Immer wieder wird der Leser zwischen den Zeilen aufgefordert mitzudenken und mitzuraten. Wer war es? Ein wirklich lesenswerter Krimi!
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TOP 1000 REZENSENTam 11. Juli 2014
Die Frau des Arztes wurde an der Furt von Windermere Market ermordet. Ein Täter ist schnell gefasst: ein junger Mann, der aus Südafrika zu Besuch im Herrenhaus Windermere Grove weilt und direkt bei der Toten angetroffen wird. Er hat weder Motiv noch Alibi, und seine Anwältin glaubt an seine Unschuld. Deshalb bittet sie die Journalistin Olivia Lawrence, nach Windermere zu fahren und unauffällig ein paar Erkundigungen einzuziehen. Olivia stimmt zu und macht sich auf den Weg. Bereits kurz nach ihrer Ankunft begegnet sie den wichtigsten Leuten des kleinen Ortes und führt ebenso wichtige Gespräche, um sich ein Bild von der Situation verschaffen zu können. Dabei stellt sich heraus, dass ausgerechnet Afrika eine große Rolle in diesem Landstrich spielt, jede Menge ehemalig in Afrika Ansässige leben nun in unmittelbarer Nähe zueinander. Doch was hat die Herkunft des mutmaßlichen Täters mit dem Opfer zu tun? Olivia sinniert und fragt und fragt und sinniert.

Das Buch nimmt sich sehr viel Zeit für alles. Behäbig und betulich wird jeder einzelne Gedankengang verfolgt, Landschaften über Seiten beschrieben, Monologe geführt. Wenn es zu Dialogen kommt, ist man erstaunt über die Ausdrucksweise jeder einzelnen Person. Ob Olivia mit sich selbst, dem Arzt, einem Landwirt oder zwei kleinen Jungen redet: Alle sind hochintelligent, überaus gebildet und wählen und formen ihre Worte mit Bedacht und noch mehr Raffinesse. Zum Glück steht immer da, mit wem sich Olivia unterhält, sonst wüsste man nie, wer gerade der Sprecher ist. Unterscheiden lassen sich die einzelnen Personen nur an der Beschreibung. Überhaupt bleiben die Protagonisten blass und zweidimensional; dass man nicht näher an sie herankommt, ist der distanzierten Schreibweise geschuldet.

Das wäre für einen Krimi entschuldbar, meine ich, wenn der Plot unterhält und die Logik stimmt. Da hapert es hier leider ebenso. Ohne jede Beweislage wird ein des Mordes Verdächtiger monatelang festgehalten. Mörder und Motiv kristallisieren sich bereits auf den ersten hundert Seiten heraus und den Rest der Zeit verfolgt man Olivias Hin- und Herfahren und hofft einfach nur, dass es sich dabei um eine Ablenkung handelt, um den Leser auf eine falsche Fährte zu führen. Enttäuscht muss man dann feststellen, dass dem nicht so ist.

Fazit: Alles schon einmal dagewesen und besser dazu.
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am 11. Juli 2014
Pierre Hobart-Varham soll im beschaulichen Windmere Grove eine allseits beliebte Frau getötet haben. Da er den Vorwurf abstreitet, engagiert seine Anwältin die Journalistin Olivia Lawrence um seine Unschuld zu beweisen. Nach anfänglichem Zögern reist Olivia nach Windmere Grove und fängt zu ermitteln an.
Dieser Krimi ist ein Detektivroman, in dem Olivia das Rätsel durch Kombinieren und Befragungen löst. Aktion, wilde Autojagden, blutige Beschreibungen und andere Schauerlichkeiten sucht man in dieser Detektivgeschichte vergeblich. Das Rätsel wird allein durch Kopfarbeit gelöst und der Leser kann wunderbar miträtseln und mitkombinieren.
Sehr gelungen ist der Aufbau der britischen Umgebung und Szene: Sowohl das klassische Tee mit Milch trinken als auch die Sprachwahl verzaubern den Leser und lassen ihn auf die Insel reisen. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar getroffen und vermitteln nicht nur das britische Wetter sondern auch das britische Lebensgefühl. Daneben lassen eine Gespensterjagd und der obligatorische Butler den Leser in eine andere Welt eintauchen.
Der Autorin Gerda M. Neumann gelingt es durch eine interessante Sprachwahl sehr leise und sanft zu erzählen. Reißerische Wörter und somit impulsive Handlungen der Ermittlerin fehlen ebenso , wie leider auch Hintergrundinformationen zu den handelnden Personen. Gerne hätte ich etwas persönliches über Olivia gelesen. Dann wäre sie mir bestimmt noch sympathischer gewesen.
Für alle Fans von klassischen Detektivgeschichten und allen die die britischen Ermittler ins Herz geschlossen haben, gibt’s eine klare Kaufempfehlung für den Fall von Olivia Lawrence.
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am 22. Juli 2014
„Windermere Grove“ von Gerda M. Neumann ist ein Krimi im englischen Stil und der zweite Fall für die Journalistin und Detektivin Olivia Lawrence.
Im beschaulichen Windermere in Norfolk wird die Ehefrau des Dorfarztes ermordet. Das Opfer, Charlotte Hewitt, war allgemein beliebt und keiner kann die Tat verstehen. Verdächtig ist Pierre Archibald Hobart-Varham, der zu Besuch war und die Leiche gefunden hat. Olivia Lawrence ist mit seiner Anwältin befreundet und soll verdeckt ermitteln. Mit ihr tauscht man in das Leben im Dorf ein und erlebt Begegnungen mit typischen britischen Charakteren. Der Krimi ist eher ruhig und ohne große Action. Stück für Stück kommt man mit Olivia dem Täter näher und ermittelt mit.
Mir hat der Krimi gut gefallen, nur blieb mir die Hauptperson zu wenig greifbar. Genauere Angaben (etwa zu ihrem Alter oder der Zeit, wann die Story spielt) haben mir gefehlt. Sehr gut haben mir die Ortsbeschreibungen und die Anklänge an Afrika, die im Verlauf der Geschichte dazu kommen, gefallen.
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am 30. Juli 2014
In einem beschaulichen Örtchen in Norfolk geschieht der Mord an der äußert beliebten Charlotte. Doch warum sollte sie jemand töten wollen? War der junge Südafrikaner zufällig am Tatort und sitzt nun zu Unrecht im Gefängnis? Für die Polizei scheint der Fall klar zu sein. Doch die Journalistin Olivia Lawrence ist von der Unschuld des Neffen des Herren von Windermere Grove überzeugt und fängt an der Küste Norfolks an zu ermitteln.

Die ist der 2. Roman der Olivia Lawrence-Reihen, der jedoch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Die Autorin schafft es, ohne viel Blutvergießen und Tamtam, mit einer durchgehend spannende Detektivgeschichte den Leser zu fesseln. Die etwas schrulligen Protagonisten erinnerten mich beim lesen ziemlich an die Miss Marple-Geschichten, was mir aber sehr, sehr gut gefallen hat. Es hat mir Spass gemacht selbst mit zu rätseln und zu sehen, wie sich das Puzzle nach und nach zusammen setzt.

Volle Leseempfehlung für alle, die klassische Detektivgeschichte schätzen.
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am 8. Juli 2014
„Man könnte wirklich nachdenklich werden. Welchen Anteil hat der eigene Wille und welchen haben die Umstände an unserem Leben? Könnten wir gegen sie mehr aufbegehren als wir es tun?“

Der Mord an Mrs. Hewitt, der Frau des Landarztes, erschüttert den kleinen Ort Windermere Grove. Jeder kennt Jeden. Und so traut, trotz aller Vermutungen, keiner einem seiner Mitbewohner diese grausige Tat zu.
Pierre Archibald Hobart - Varham, gerade auf Besuch in Windermere Grove, fand die Leiche in der Furt und wird seitdem des Mordes verdächtigt. Doch ist er wirklich so unschuldig, wie er vorgibt zu sein?
Seine Anwältin Laureen Gaynesford bittet deshalb eine alte Bekannte Olivia Lawrence, Journalistin und Schriftstellerin, um Hilfe. Da die Polizei im Dunkeln tappt, beginnt Olivia unter dem Vorwand für ihre Zeitungs – Essays zu recherchieren, ihre Ermittlungen und stößt dabei (fast) nebenbei auf die Hintergründe der Tat.
Dabei begibt sie sich selbst in Gefahr. Doch wird sie den Mörder finden? Oder findet der Mörder sie?

Dieser Roman ist eine Klasse für sich. Nicht blutig, abgrundtief böse oder atemberaubend spannend, sondern britisch gelassen, mit einer gewissen Eigenheit und einer Brise englischem Humor.
Man trifft hier auf keinen klassischen Ermittler, sondern auf eine Journalistin, die mit viel Gespür fürs Detail und für den Moment, Licht ins Dunkel bringt. Stück für Stück setzt sie hartnäckig Puzzleteil an Puzzleteil. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, möchte seine eigenen Vermutungen endlich bestätigt oder widerlegt haben und man wartet sehnsüchtig auf das nächste Puzzleteil und auf ein Mordmotiv. Denn das ist wirklich lange Zeit schwer auszumachen.
Ich möchte nicht zuviel verraten. Aber die Handlung ist tiefsinnig … fast diskret und indirekt nutzt Olivia ihr herausgefundenes Wissen und tritt den Bewohnern damit nicht zu nahe.

Positiv erwähnen möchte ich auch die Orts - Zeichnung von Windermere Grove zu Beginn des Buches. Sie hat mir den, doch etwas zögerlichen, Einstieg wirklich erleichtert.

Fazit:
Gerade die richtige Lektüre für einen regnerischen, grauen Tag wie heute, der es einem manchmal schwer macht zwischen „gruseligen Geschichten und grausigen Taten“ zu unterscheiden.
Jeden, der die britische Gelassenheit mag, möchte ich dieses Buch wirklich ans Herz legen. Denn mit vielerlei bildlichen Darstellungen der englischen Ortschaft mit wundervollen afrikanischen Einflüssen, anklingenden Gespenstergeschichten und dem gehobenen, ausdrucksstarken Schreibstil der Autorin verspricht dieser Roman schöne Lesestunden … nicht nur bei trüben Wetter.
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am 1. Januar 2014
ACHTUNG!

Dieses Buch wurde bereits 2011 unter dem Titel "Die Furt" veröffentlicht.

In dieser Ausgabe finden Sie keinerlei Hinweis darauf. Ich fühle mich mal wieder voll verladen!
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am 5. August 2014
Pierre Hobart-Varham ist zur falschen Zeit am falschen Ort, als er die Leiche der Arztgattin Charlotte Hewitt in einer Furt liegend vorfindet. Für die Polizei steht fest, dass Pierre der Täter ist und nur seine Anwältin Lady Laureen Gaynesford ist von der Unschuld des jungen Mannes überzeugt. Sie beauftragt die Journalistin Olivia Lawrence sich unauffällig im kleinen Örtchen Windermere Grove umzuhören, um den wahren Mörder ausfindig zu machen. Olivia begibt sich auf Spurensuchen und beweist mit Talent, Geschick und Kombinationsgabe, dass sie locker auch als Detektivin Karriere machen könnte und löst schließlich den kniffligen Fall um ein Herrenhaus und dessen rätselhafte Verbindung zu Südafrika.

Der Kriminalroman „Windermere Grove“ von Gerda M. Neumann erinnert an einen englischen Landhauskrimi und entspricht dem Genre des Cozy-Krimis. Olivia Lawrence tritt als Journalistin und Ermittlerin auf, die gedeckt durch ihren Beruf den Nachforschungen in Windermere Grove unbehelligt nachgehen kann. In der Geschichte steht das Rätsel um den Mord an Charlotte Hewitt im Vordergrund und bei all den durchgeführten Befragungen bleibt nur wenig Zeit die Protagonistin und andere Figuren näher kennenzulernen. So bleibt lange unklar, in welcher Beziehung Olivia zu ihrem Mitbewohner Leonard steht. Die Ermittlerin begibt sich auf Spurensuche, indem sie sich erst einmal ausführlich über deren Lebensläufe erkundigt und dabei auf Ungereimtheiten stößt. Es mutet merkwürdig an, dass die Polizei diesen Spuren nicht in ähnlicher Weise folgen konnte. Hartnäckig geht die Journalistin den Verbindungen zwischen Südafrika und Norfolk auf den Grund, ohne den Ansatz eines Motivs zu verfolgen. Scheinbar wahllos spinnt die Autorin ein Netz, dessen Faden schnell verloren ist.

Der Einstieg in die Geschichte erfolgt plötzlich und es bleibt wenig Zeit die Protagonistin und deren Hintergründe zu erkennen. Der Ablauf der Handlung ist auf Dialoge und Nachforschungen reduziert, die die Ermittlerin durchführt. Für mich war früh klar, dass sich hinter dem Herrn von Windermere Grove nicht Johnathan Hobart verbirgt. Ein echtes Motiv konnte ich bis zum Ende nicht ausmachen und die einzelnen Figuren blieben oberflächlich. Das Rätsel um den Mord wurde dagegen geradezu akribisch nachverfolgt. Für mich müssen gerade Serienkrimis Wert darauf legen, dass auch die jeweiligen Protagonisten in diesem Fall Olivia Lawrence eine Entwicklung mitmachen. Leider entsprach der Roman nicht meinen Erwartungen und ich kann nur zwei Sterne vergeben.
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