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Kundenrezensionen

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am 18. Februar 2016
Ich habe mich hier durch die Rezensionen durchgelesen und bin doch sehr erstaunt, was da alles von sich gegeben wird.
Bei mancher Bewertung hat man das Gefühl, dass es gar nicht um das Buch geht, sondern viel mehr um eine persönliche Fehde mit dem Autor.
Ich werde in meiner Bewertung nichts über den Inhalt sagen. Dieser ist ausführlich in der Buchbeschreibung und auch in anderen Rezensionen nachzulesen.
Auf einige Bemerkungen möchte ich dennoch eingehen.
Es wird immer auch bestimmte logische Fehler hingewiesen oder frei nach dem Motto "So würde doch keiner reagieren" und so weiter.
Dazu sollte man zunächst festlegen, was ist ein logischer Fehler? Wenn zum Beispiel eine der Figuren Klaus heißt und ein paar Seiten später ist von einem Paul die Rede, dann können wir von einem Fehler ausgehen. Aber nur, weil manche der Meinung sind, Kriegsschiffe brauchen unbedingt eine zweite Brücke (Kommandozentrale), damit die eine übernehmen kann wenn die andere von feindlichen Truppen übernommen wurde, dann ist das sein gutes Recht. Nur das dann als unlogisch zu bezeichnen ist subjektiv. Praktisch wäre es schon aber wenn diese nicht vom Autor vorgesehen ist, dann ist das nun mal so. Die Enterprise hat auch keine zweite Brücke (und keine Sicherheitsgurte).
So ziehen sich diese "angeblichen logischen Fehler" durch die Rezensionen.
Zum verhalten der Protagonisten. Es sind Menschen, die meisten jedenfalls. Wo bitteschön verhalten sich Menschen rational? Vor allen in Stresssituationen (Ein Wort mit drei s)? Kaum etwas auf unserem Planeten ist so beknackt wie der Mensch selbst. Hier hat der Autor doch völlig freie Hand, wie seine Protagonisten handeln. Dem einem gefällt es dem anderen halt nicht. Diskutiert darüber. Dann hat der Autor auch alles richtig gemacht.
Wie ein Alien funktioniert, darüber können wir nur spekulieren.

Was erwarten wir denn von einem Buch? Der Ruul-Konflikt- Düstere Vorzeichen? Ich als SF Liebhaber erwarte zunächst einmal eine SF-Story mit allem drum und drann. Da es sich hier um MSF handelt, dürfen gerne Weltraumschlachten'und blutige Auseinandersetzungen dabei sein.
Und das kommt nun wirklich nicht zu kurz in dem Buch.

Mir hat die Story sehr gut gefallen. Sie ist nicht neu -zugegeben- muss sie aber auch nicht. Ich denke es würde für jeden Autor dieser Welt schwer werden, sich etwas völlig neue einfallen zu lassen.

Hier im vorliegenden ersten Band der Ruul Chroniken sind die Rollen klassisch und klischeehaft verteilt. Gut gegen Böse. Nun möchte ich nicht vorgreifen, es gibt mittlerweile neun Bände und es werden noch einige Überraschungen kommen. Die Welt ist halt doch nicht immer Schwarz oder Weiß.

Klischees sind allerdings super. Ich mag diese sehr, auch wenn sie manchmal die Spannung etwas herausnehmen. Da sorgt Burban dann an anderer Stelle wieder.

Mir gefällt der flüssige Schreibstiel, der keine Langeweile aufkommen lässt. Die Protagonisten sind ordentlich beschrieben und mit viel Mühe aufgebaut worden. Okay, einige sind schon durchgeknallt, aber seien wir mal ehrlich, irgend einen Vollidioten kennen wir doch alle. Mindestens einen. Die Story zieht sich von vorne bis hinten an einem Faden durch ohne großartige Ausflüge in unwichtige Schauplätze.

Stefan Burban ist kein John Ringo (und ich kenne eine Menge Leute, die den gar nicht mögen), aber ein solider Autor, der deutschsprachige MSF schreib, die Spaß macht zu lesen. Mich hat das Buch bestens unterhalten.

Über den Preis kann man sich streiten. Aber so ein Buch zu schreiben ist auch verdammt viel Arbeit. Das Cover, das Lektorat will ja auch bezahlt werden. Da kommen schnell einige hundert Euro zusammen.

In diesem Sinne, ich freue mich nun darauf endlich mit Band neun anfangen zu können.
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am 18. Juni 2012
Military-SciFi aus Deutschland sind zuerst einmal gute Nachrichten, die jedoch kleine Harken mitbringen.

Was mir als erstes bei dem Roman in den Sinn kommt, wenn ich zurück denke, ist der Umstand, wie selten dämlich die Charaktere doch aggieren und zwar durch die Bank weg, so dass man sich fragt, wie die überhaupt Offizierspatente bekommen haben. Ich vermute, dass das irgendwie Absicht des Authors war, dem Leser ein Gefühl der Überlegenheit über die Charaktere zu vermitteln, nach dem Motto "Hah, wußte ich es doch gleich, seht Ihr?" Nur bedenkt man, dass zur Zielgruppe des Authors die ganzen Geeks gehöhren, muß ich klar sagen, man kann es übertreiben. Zudem sind im Roman ganz platt die Außerirdischen die Bösen und die Menschen die Guten, selbst die menschlichen Badguys am Ende alle Opfer der Umstände, und zum Schluß haben sich alle wieder lieb. Das muß eigentlich nicht sein.

Aber auch wenn ich hier zuerst kräftig ablästere, gibt es eine klare andere Seite: Der Author hat einen sehr schönen und mitreißenden Schreibstil, und der Roman profitiert sehr davon, nicht erst ins Deutsche Übersetzt worden zu sein. Auch wenn man über die Charaktere so manchmal die Köpfe schütteln kann, fesselt die kreative Storyline und der Schreibstil des Authors, den Leser an den Roman, und einige der Charaktere wachsen einem echt ans Herz. Das letzte Drittel des Romans konnte ich ihn komplet garnicht mehr weg legen und habe dadurch einiges an Schlaf versäumt. Am Ende war ich tatsächlich enttäuscht, das der Roman schon durch war. Also schreiben kann der Author wirklich.

Also eigentlich würde ich dem Roman nun gerne vier von fünf Sternen geben, die er eigentlich verdient hat, und mir schnell den Nachfolgeband kaufen. Es ist sehr solide Arbeit, nicht erstklassig, aber immernoch fesselnd genug und besser als viele Alternativen. Außerdem sollte man deutsche Authoren unbedingt unterstützen, die haben gerade in den Nischenprodukten einen schweren Stand. Doch ich soll das tatsächlich vorliegende Produkt bewerten, und an dieser Stelle kommt der Verlag ins Spiel:

Punkt 1: Wer bitte ist auf dieses Format gekommen? Ich sehe ein, dass man heutzutage durch die äußere Erscheinung des Buches auffallen will, doch was soll ein derart selten unhandliches Format bitte?
Und Punkt 2, der eigentlich viel schwerer wiegt: Ich finde den Preis von fast 14 Euro für den Umfang des Romans richtig, richtig unverschämt. So kann ich insgesammt für das vorliegende Produkt beim besten Willen nicht mehr als drei Sterne geben.
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am 27. November 2010
Die Welt in einer fernen Zukunft. Die Menschheit hat das All erobert, Kolonien gegründet und eine interstellares Reich errichtet. In den Weiten des Weltalls stieß man auf fremde Wesen, die, wie kaum anders zu erwarten war, nicht alle friedliche Koexistenz auf ihre Fahnen geschrieben haben. Die insektoiden Til-Nara stehen den Menschen abwartend gegenüber, mit den verschlagenen Ruul, einer Nomadenrasse gab es bereits erste kriegerische Auseinandersetzungen.

Um der Bedrohung Herr zu werden, soll die Marine aufgerüstet, neue Kriegsschiffe in Dienst gestellt werden. Die TKS Lydia wurde als Prototyp der neuen Trägerschiffreihe entworfen und gebaut. Unter dem Kommando von Kommandant Vincent soll sie auf ihrer Jungfernfahrt auf Herz und Nieren geprüft und erprobt werden. Mit an Bord ein Agent des militärischen Geheimdienstes, eine zusammengewürfelte noch nicht aufeinander eingespielte Crew, der Sohn eines hochrangigen Admirals und ein Verräter.

Kurz darauf wird die Lydia von den Ruul erobert und dazu missbraucht, einen Konflikt zwischen Menschen und Til-Nara zu schüren. Die Ruul wollen, nachdem die beiden Rassen sich gegenseitige geschwächt haben, die Überreste hinwegfegen, und sich ohne Konkurrenz zu den Herren der Galaxie aufschwingen.

Doch noch geben sich die wenigen Überlebenden der Besatzung der Lydia nicht geschlagen ' und, wie allgemein bekannt, ist ein angeschlagener Gegner ein gefährlicher Widerpart. Das müssen auch die Ruul leidvoll am eigenen Echsenleib erfahren ...

Sie mögen David Webers Honor Harrington, können Raumgefechten und Kommandoabenteuern etwas abgewinnen, sind gar Fan der so genannten Military SF? Dann hat der Atlantis Verlag nach der Tentakel-Trilogie aus der Feder von Dirk van den Boom Nachschub an entsprechendem Lesestoff für sie.

Inhaltlich wartet wenig wirklich Neues auf den Leser. Einmal mehr greifen fiese Alienaggressoren die Menschheit an, wird diese von Verrätern unterwandert und muss eine tapfere Crew an vorderster Front die Kampf gegen einen überlegenen Gegner aufnehmen. Das ist vom Ansatz her nicht neu, in der Umsetzung aber durchaus packend. Nach einem etwas langsamen Beginn, in dem uns der Autor seine Gestalten sehr ausführlich vorstellt, kommt die Handlung dann schnell mit der Enterung der Lydia in Fahrt. Danach schließt sich die Suche nach den Gründen, dem Verräter und schussendlich die Rückeroberung des Raumschiffes an.

Die Figuren selbst sind sympathisch gezeichnet, entsprechen dabei aber weitgehend dem gewohnten Bild. Der etwas skurril-weltfremde Erfinder, der abgeklärte Agent, der überraschend kompetente Sohn, dazu ein integrerer, allerdings vorliegend etwas blass bleibender Kapitän, das hält keine wirklichen Überraschungen für den Rezipienten bereit.

Geboten wird spannend und abwechslungsreich aufgezogene Military SF die, für Leser, die dieses Sub-Genre goutieren, eine echte Alternative zu dem, was die Großverlage bieten darstellt.
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am 6. März 2014
Bei Military Science Fiction muss man ja häufiger 1 Auge zudrücken was die Qualität der Story angeht und trotzdem lese ich sie normalerweise gerne, aber das hier ist unterirdisch.

Ein Schiff, dass das momentane High-End Produkt der momentanen terranen militärischen Produktionslinie ist, wird von einer Bande Idioten im Weltraum verheizt, aber am Ende wird alles gut, obwohl jeder alles falsch gemacht hat. Das beschreibt in etwa den Inhalt des Buches.

Ich versuche anhand des mir am besten im Gedächtnis haften gebliebenen Geniestreichs der handelnden Personen (und damit des Autors) zu beschreiben was ich meine:

Der Schlachtträger "Lydia" (über den Namen rege ich mich mal nicht zu sehr auf, es sei nur gesagt, dass es auch ein Schlachtschiff Sebastian gibt...) wird erprobt und deshalb in die Außenränder des von Menschen besiedelten Raumes geschickt (die Frage nach dem Warum stellt sich in diesem Machwerk dauernd). Dort angekommen wird festgestellt, dass das System offenbar angegriffen wurde, da eine dort befindliche Raumfestung fast zerstört ist. Um der Sache auf den Grund zu gehen wird ein Kontingent Marines von dem Träger dorthin entsandt. Leider vergessen die Soldaten allerdings die grundlegendste Ausrüstung wie z.B. Raumanzüge oder Licht (Warum?). Da die Marines sämtliche Transporter zum Übersetzen benutzen kann ein nun auftauchender, nach Scans als verlassen erkannter, dahintreibender terranischer schwerer Kreuzer nicht sofort untersucht werden. Also entschließt man sich, mit dem Träger! an dem Schiff anzudocken um es zu untersuchen.....Den Kapitän des Trägers hätte ich wegen erwiesener Unfähigkeit kielholen lassen, wie dumm kann man sein - wieder die Frage nach dem Warum. Es kommt wie es kommen muss, die augenscheinlich ebenso dämlichen Außerirdischen entern den Träger (dämlich weil sie sich den "Plan" ausgedacht haben), Dass dies gelingt, weil auf einem Schlachtträger leider vergessen wurde irgendwelche grundlegenden militärischen Regeln zu befolgen und auch keine Kommunikationseinrichtungen, Schotten oder sonstiges auf jedem anderen sowohl See- als auch Raumschiff zwingend vorhandene einzubauen erscheint dann nur logisch (Warum?). Ein kleines gallisches Dörfchen in einer Enklave des Schiffes aber ergibt sich nicht, hier finden sich 1400 Menschen zusammen um gemeinsam - gar nichts zu tun. Man sieht tagelang dabei zu, wie der Träger dazu genutzt wird fremde Welten zu bombardieren. Irgendwann kommt dann dem Kapitän-Genie die Erleuchtung - er muss den Träger zurück erobern (Warum erst jetzt?). Leider dauert die "Planung" wieder drei Tage (Warum?), obwohl der Plan genau daraus besteht rauszugehen und den Träger zurück zu erobern. So etwas geniales kann natürlich mal etwas länger dauern und es waren offensichtlich genug Snickers an Bord.

Ich will die Spannung nicht nehmen und erspare mir weitere Beschreibungen der Story.

Was die "Science" angeht: offenbar hat die Menschheit bis zu dem Jahr des Baus der "Lydia" nicht nur vergessen wie man ordentliche Schiffe baut, sondern auch wie man Computer herstellt und Systeme integriert. Die Flakgeschütze werden von Hand bedient, eine Zielerfassung oder gar eine Vernetzung wie heutzutage üblich gibt es nicht.
Ein Aegis-Kreuzer mit angeschraubtem Raketenantrieb ist wehrhafter und moderner.

Wer also wissen will, warum eine Bande in jeder Hinsicht kreuzdämlicher Nullen am Ende doch noch den Sieg erringt, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Ach so, den einen Stern gebe ich, weil es sich flüssig liest.
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am 8. März 2014
SPOILER
Die folgende Rezension enthält Hinweise zum Text und zur Handlung, die in gewissem Rahmen den Spannungsbogen des Buches beeinträchtigen können. Der Beginn des Spoilers wird noch mal gesondert angekündigt, so dass Sie den ersten Teil gefahrlos lesen können.

Stefan Burban schreibt bevorzugt Military-SF und das mit großer Professionalität und Begeisterung. Auch diesem Buch merkt man wieder an, dass Burban sich viel Zeit genommen hat und bei der Sache war. Band 1 des RUUL-Zyklus liest sich flott und spannend. Insbesondere finde ich auch diesmal das Verhältnis von gesprochenen Passagen zu reinen Situationsbeschreibungen sehr gelungen. Der gesprochene Text vermittelt sehr viel stärker als eine Situationsbeschreibung das Gefühl "Dabei zu sein":

***
"Mr. Salazzar", sagte Vincent und spürte dabei, wie ausgetrocknet sich sein Mund anfühlte. "Alarmstufe Rot für das gesamte Schiff. Alle Mann auf Gefechtsstationen. Und diesmal ist es keine Übung."
...
"Was gibt es Gunny? Wissen Sie schon, was los ist?"
"Nicht viel", gab er zurück. "Wir sollen uns zusammen mit der Alpha- und der Bravo-Kompanie auf ALPHA sammeln. Die Delta- und Gamma-Kompanie haben Befehl sich auf BETA einzufinden."
"Was ist mit dem 2. und dem 3. Bataillon? Haben die auch Einsatzbefehle?"
Fuentes zuckte mit den Schultern. Eine Geste, die alles aber nichts bedeuten konnte und Minoki in diesem Moment nicht besonders weiterhalf.
"Was jetzt?", fragte Sie erneut. "Ja oder nein?"
"Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall wurden sie in Alarmbereitsschaft versetzt. Aber egal, ob sie mit uns ausrücken oder nicht. Wenn wir uns auf den Startbahnen sammeln sollen, dann sind wir mit Sicherheit die Ersten, die sich den Hintern wegschießen lassen dürfen"
***

Die Geschichte ist mehr oder weniger Standard: ein menschliches Weltraum-Imperium trifft auf starken, bösen Feind. Der böse Feind denkt sich ein paar ganz üble Tricks aus, die Menschen werden in die Ecke gedrängt und der Heldenmut rettet die Menschen kurz vor knapp. Meine Beschreibung der Geschichte klingt fast ein wenig abfällig; aber so ist es nicht gemeint. Letztlich wiederholen sich die Geschichten von Konkurrenz, Verrat und Heldenmut seit der Illias immer wieder; deswegen ist das Thema unverändert spannend. ;-) Und in jeder Generation stellt sich erneut die Frage: wer ist eigentlich der Feind?

Wer kein Problem damit hat, ein paar Euros auszugeben und eventuell das Geld abzuschreiben, wenn einem das Buch doch nicht gefallen sollte, der hört hier auf zu lesen. Für die anderen begründe ich jetzt, warum ich nur vier Sterne gegeben habe - in Wahrheit war ich sogar kurz davor, nur drei Sterne zu vergeben.

SPOILER

Mich haben einige massive Mängel in der militärischen Logik doch sehr gestört.
- Zum einen stellt sich immer wieder die Frage, wie viel Schaden ein einzelner Verräter anrichten kann. Nun ja, es gab schon immer Verräter, die die Geschichte verändert haben. Ob man die Möglichkeiten des Verräters in diesem Werk glaubwürdig findet, mag jeder selbst entscheiden.

- Schlimmer empfinde ich dagegen das unterstellte Verhaltens eines Kommandanten: während einer Alarmsituation ein Raumschiff mit unbekanntem Status an das eigene Schiff andocken zu lassen. So etwas ist völlig unsinnig und würde in der Realität niemals vorkommen (zumal es dazu auch gar keinen Grund gibt, da bereits ein kleines Enterkommando einen vorläufigen Status des Raumschiffs ermitteln könnte). Dazu kommt noch der Lapsus, dass behauptet wird, die Menschen könnten mittels Sensoren Lebenszeichen über eine sehr große Entfernung in anderen Raumkörpern feststellen. Aber wieso eine mehrere hundert Lebewesen große Kampfgruppe unentdeckt bleibt, wird nicht erklärt.

- Und dann die Behauptung, eine Kommandogruppe von ein paar hundert Kriegern könnte ein Schlachtschiff mit mehreren tausend Mann Besatzung kapern. Jedes größere Kriegsschiff hat grundsätzlich zwei Kommandozentralen (Brücke und Feuerleitstand). Wird eine beschädigt oder besetzt, dann geht das Kommando einfach auf die andere Station über. Außerdem tragen während eines Gefechts fast alle militärischen Angehörigen zumindest eine Seitenwaffe (in der Regel eine Pistole). Ein paar tausend Besatzungsmitglieder könnten schon allein damit die paar hundert Invasoren niedermachen.

- Auch ist völlig unklar, wie die Invasoren von jetzt auf gleich ihnen völlig unbekannte Waffenleitstände bedienen können. Und dabei rede ich nicht davon, wieso die Leitstände verfügbar sind (siehe oben: Verräter) - sondern davon, wieso sie die bedienen können. Ich könnte jedenfalls nicht mit 2 Minuten Vorbereitungszeit chinesische oder russische Leitstände bedienen.

Wenn man aber diese Scheunentor großen Logikfehler ignoriert, erhält man eine bis zum Schluss spannnende Geschichte. Entscheidend ist ja auch: werde ich den nächsten Band kaufen? Ja, werde ich. Also hat mich das Buch insgesamt unterhalten.
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am 31. Oktober 2010
Das vorliegende Buch ist so ziemlich der schlechteste Science Fiction, den ich je in den Fingern hatte. Das Genre "Military Science Fiction" ist sicherlich per se heikel, und man sollte nicht von vorneherein mit überzogenen Ansprüchen in Bezug auf sprachliche Finesse oder tiefgründig gezeichnete Charaktere antreten. Aber eine wenigstens in Grundzügen plausible Handlung sollte vorhanden sein. Die Anzahl der logischen Brüche im Buch ist jedoch wirklich erschreckend. Ein Lektorat hat offenbar nicht stattgefunden. Wer Unterhaltung auf dem Niveau von "Der Antares-Krieg" von Micheal McCollum oder gar "Starship Troopers" von Robert Heinlein (das Buch, nicht der dusslige Film!) erwartet, wird jedenfalls bitter enttäuscht. Woher die anderen Rezensenten ihre durchweg positive Beurteilung des Buches nehmen, bleibt mir verborgen. Auf eine Detailkritik der Handlung möchte ich hier verzichten, weil mein erster Versuch einem Zensor zum Opfer fiel. Verrisse sind offenbar unerwünscht, selbst wenn der Autor sie sich redlich verdient hat. Da ich dieses Buch leider aufgrund der bislang durchweg guten Kritiken gekauft habe, möchte ich hiermit wenigstens einen Gegenpol setzen.
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am 7. August 2013
Störend fand ich das andauernde Hin.- und Herwechseln von Vor.-, Nachnamen und militärischen Rang beim Erwähnen der Protagonisten. Dies beeinflußt anfangs den Lesefluß sehr, weil man dabei oft nachdenken muß wer nun gemeint ist. Auch wurde das Verhalten und der Charakterwandel bei einigen Figuren unglaubwürdig beschrieben.
Positiv ist der Umstand das der Autor es schafft den Leser sehr gut verständlich in das Universum einzuführen, die Rassen und die Raumschiffe gut vorstellbar beschreibt und nach anfänglichen Aufzählungen und Erklärungen die Handlung immer spannender werden läßt. Ein weiterer für mich positiver Punkt ist der Umstand das die Zweikämpfe und die Raumschlachten sehr lebendig, ausführlich und natürlich fessend beschrieben werden.
Alles in allem war das ein guter Anfang einer vielleicht sehr spannenden Romanserie. Ich bleibe auf jeden Fall dran.
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am 5. Oktober 2014
Die 'Ruul-Konflikt'-Bücher wurden mir von dieser und anderen Seiten aufgrund meines bisherigen Lese- und Bestellverhaltens vorgeschlagen, und ich habe den ersten Band mit großem Wohlwollen angefangen. Auch ist mir die liebevoll ausgestaltete Hintergrundgeschichte auf der Website des Autors positiv aufgefallen.

Dann habe ich leider begonnen, das Buch "Düstere Vorzeichen" tatsächlich zu lesen, und bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Meine Lebensgefährtin meinte am zweiten Tag, sie habe mich noch nie mit einem so schmerzvollen Gesichtsausdruck lesen sehen, und musste immer wieder lachen, wenn ich entnervt aufstöhnte - was eigentlich alle fünf Minuten vorkam.

Ich habe schon eine Menge Science Fiction aller Couleur gelesen, aber ein so dilettantisches, aus Versatzstücken von Wing Commander, Honor Harrington und Star Trek zusammengeklaubtes Buch habe ich noch nicht erlebt. Die Handlung ist unlogisch und klischeehaft, die Charaktere - wohlgemerkt allesamt Mitglieder elitärer Militäreinheiten - verhalten sich regelmäßig wie komplette Vollidioten, und die zur Schau gestellten Kenntnisse des Autors über Technologie, Physik und Astronomie sind eine Katastrophe.

Das Schlimmste jedoch ist die Sprache: Burban formuliert über weite Strecken wie ein Siebtklässler, wobei es bei meinem alten Deutschlehrer für etliche seiner "Kreationen" eine dicke Fünf gegeben hätte. Wortwahl, Grammatik und Satzbau zerstören regelmäßig jedes Bisschen Atmosphäre, das aufkommt, und sind an vielen Stellen so krampfhaft umgangssprachlich, dass es selbst einem Bildzeitungs-Redakteur die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. Dass in einen deutschen Hauptsatz ein Verb gehört, ist dem Autor offenbar ebenso unbekannt wie dass man Haupt- und Nebensätze mit Verbindungswörtern verbinden kann (daher der Name). Hier fragt man sich außerdem, was André Piotrowski, der laut Impressum Lektor dieses Werkes war, eigentlich mit seiner Zeit angefangen hat; mit dem Ausbügeln von Fehlern, und wenn es nur die Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Groß-und-Kleinschreibungsfehler gewesen wären, hat er sie offensichtlich nicht verbracht. Bei dem Preis, der für das Buch im Neuzustand verlangt wird, ist das inakzeptabel.

Die Art, wie der Autor und seine "Fans" hier und anderswo mit negativer Kritik umgehen, tut ihr übriges, um mir den letzten Respekt für das Projekt 'Ruul-Konflikt' auszutreiben. Die Anzahl der Fünf-Sterne-Kritiken mit O-Ton "Das Beste, was ich je gelesen habe!" für dieses dilettantische Buch ist einfach nur lächerlich und lässt ehrlich gesagt vermuten, dass hier Freundeskreis und Verwandtschaft zum Verbessern der Durchschnittsbewertung herangezogen wurden. Auch die regelmäßige Deutschtümelei stößt mir sauer auf; ich hätte ebenfalls gern mehr deutsche Military Science Fiction, aber bitte nicht solchen Murks! Obwohl diese letzen Punkte nicht direkt mit dem Buch in Zusammenhang stehen, ziehe ich nach einiger Überlegung noch einmal einen von den zwei Sternen ab, die ich eigentlich vergeben würde; irgendwo muss solch schamloser Missbrauch der Kundenrezensionen ja mal bestraft werden.
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am 20. Dezember 2014
Der Weltraum und seine Unendlichkeit haben schon viele Autoren, egal ob Autoren von Romanen oder Drehbüchern inspiriert. Es ist ja auch kein Wunder, dass dieser großen Leere so etwas gelingt, denn die Unendlichkeit bietet eben auch unendlich viele Ideen für außerirdische Spezies und Abenteuern auf fremden Planeten oder im Weltraum selbst.

Die Inspiration der Unendlichkeit des Alls hat auch Stefan Burban genutzt und mit „Düstere Vorzeichen“ dem ersten Band seiner Space Opera „Der Ruul-Konflikt“ erschaffen. Erschienen ist das Buch 2010 beim Atlantis Verlag und der Autor entführt die Leser in die Zukunft der Menschheit, genauer gesagt ins Jahr 2140. 2140 hat die Menschheit mehr als sechzig Sonnensysteme kolonisiert und ist dabei auf zwei außerirdische Spezies getroffen, mit denen Probleme am Horizont zu sehen sind, die Ruul, eine aggressive Nomadenrasse, und die Til-Nara, insektoide Wesen.

Um der Bedrohung am Horizont begegnen zu können, haben die Menschen eine neue Form von Raumschiff konzipiert, das die besten Seiten von Schlachtschiff und Trägerschiff kombiniert, ohne dabei Feuerkraft und Kapazitäten für die Angriffsschiffe einzubüßen. Das Schiff, die TKS Lydia, geht mit einer neuen Crew und voller Hoffnungen auf einen Testflug. Während die Crew und insbesondere die Offiziere sich noch zusammenfinden müssen und übergangene Mitglieder ihren Zorn noch am Herunterschlucken sind, wird die Lydia angegriffen und ein Verrat den niemand erwartet hat, führt zu einer herben Niederlage und dem Kontrollverlust. Das Schiff ist in den Händen der Ruul und wird für deren Zwecke missbraucht. Jetzt zeigen sich aber die Talente der einzelnen Offiziere und der Besatzungsmitglieder. Der Kapitän, Vincent di Carlo, konnte sich mit einigen Soldaten und Mitgliedern der Brückencrew auf dem eigenen Schiff verstecken und plant nun, mit deren Hilfe, und mit Hilfe von anderen versprengten Gruppen die Rückeroberung. Dabei werden dann endlich die Zwiste ausgeräumt. Ob das Schiff aber noch rechtzeitig zurückerobert werden kann, bevor ein Krieg zwischen den drei Völkern unausweichlich wird, das steht in den Sternen und natürlich in den letzten Seiten des Buches.

Ein spannender Einstieg, der kurz von der Vorstellung der Antagonisten und Protagonisten unterbrochen wird, um dann bis zum Ende spannend zu bleiben. Mehr kann man sich nicht wünschen. Und doch bekommt man mehr. Runde Charaktere, mit jede Menge Hintergrund und jeder Menge Entwicklung auf Basis der Erlebnisse in der Geschichte. Traurige und auch heroische Einzelschicksale und jede Menge Weltall mit viel Technik und tollen Beschreibungen unterschiedlichster Szenen. Stefan Burban hat hier vieles richtig gemacht und ich freue mich auf den zweiten Band der Reihe. Auch der Verlag hat vieles richtig gemacht. Zum einen ist das Lektorat wirklich gelungen, zum anderen ist so ein Lesebändchen wirklich edel und macht aus jedem Buch etwas mehr als ein normales Hardcoverbuch. Etwas weniger ansprechend, und ich meckere hier jetzt auf hohem Niveau, weil mich alles andere komplett überzeugt hat, ist das Coverbild. Das finde ich zu krude und nicht wirklich ansprechend, da es mich zu sehr an uralte Grafik von Computerspielen aus dem letzten Jahrtausend erinnert.

Fazit:
Der erste Band der „Ruul-Konflikt“-Reihe, „Düstere Vorzeichen“, führt gekonnt in die Reihe ein und stellt nicht nur alle Protagonisten und Antagonisten und deren technische Ausstattung vor, er schafft auch ein großes Interesse an den Folgebänden. Dafür sorgen neben den bereits oben genannten Antagonisten und Protagonisten auch der Schreibstil, der sowohl Spannungsbögen liefert als auch tolle Beschreibungen, auch die gesamte Geschichte. Ich will mehr!

Rezension © 2014 by Martin Wagner für BookOla.de
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am 26. Mai 2014
Ich muss sagen, dass ich anfangs etwas skeptisch war, da es doch etliche negative Stimmen gab. Nachdem ich mich aber etwas reingelesen habe, muss ich sagen, dass ich das Buch als spannend und sehr unterhaltsam empfand. Es war sein Geld jedenfalls wert.
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