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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar und brilliant - Das beste, was ich je zum Thema Nondualität gelesen habe
Im Laufe der letzten Jahre habe ich ja wirklich nahezu alle deutschsprachigen Bücher und viele englischsprachige Bücher zum Thema Nondualität gelesen, unzählige Internetblogs durchforstet und tausende von Onlinevideos angeschaut.

Aber dieses Buch übertrifft wirklich alles. Es ist so klar und wunderbar einfach geschrieben, sogar noch...
Veröffentlicht am 24. Februar 2010 von Josef Ederer

versus
61 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gesprächsdualitäten
"Alles ist Erleben. Nichts erlebt." - das ist, was Dittmar Kruse im Gespräch ausdrückt. Das "Ich" ist eine Vorstellung, ein Bündel von Gedanken und Gefühlen, die so vertraut sind, dass sie als eine Einheit erscheinen. Tatsächlich gibt es aber keine reale Ich-Instanz, keinen Denker, keinen Handelnden. "Das zu sehen führt aus den Gedanken...
Veröffentlicht am 3. Juni 2010 von Martin


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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar und brilliant - Das beste, was ich je zum Thema Nondualität gelesen habe, 24. Februar 2010
Von 
Josef Ederer (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
Im Laufe der letzten Jahre habe ich ja wirklich nahezu alle deutschsprachigen Bücher und viele englischsprachige Bücher zum Thema Nondualität gelesen, unzählige Internetblogs durchforstet und tausende von Onlinevideos angeschaut.

Aber dieses Buch übertrifft wirklich alles. Es ist so klar und wunderbar einfach geschrieben, sogar noch besser als meine bisherigen Lieblingsbücher von Tony Parsons, John Wheeler, Jan Kersschot, Randall Friend u. Douglas Harding.

Der Autor Dittmar Kruse verzichtet im Vergleich zu vielen anderer Autoren Gott sei dank darauf, dem Leser unwahre oder verlockende Versprechungen zu machen (wenn man "erwacht" ist, hat man keine Ängste mehr, man zieht das Geld magisch an, man streitet sich nie mehr mit seiner Lebenspartnerin, man hat nie mehr körperliche oder seelische Schmerzen, Wutausbrüche gehören der Vergangenheit an....), obwohl er sicherlich viel mehr Bücher verkaufen könnte, wenn er sich mehr dem Mainstream (Wunscherfüllung, Positives Denken, übernatürliche Kräfte, "Mega-Giga-Tantra-Sex") zuwenden und auf diesen Zug aufspringen würde.

Er gaukelt dem Leser auch nicht vor, dass es irgend einer anstrengenden Übung bedarf, um "erleuchtet" zu werden. Nein, es bedarf überhaupt keiner Übung. Man muss keine 30 Jahre Zazen im Lotus-Sitz machen und man darf sogar Currywurst mit Pommes essen, die Bildzeitung lesen u. DSDS im Fernsehen anschauen :-)

Vielmehr weißt der Autor mit ungeheuer einfachen aber aufrüttelnden Worten daraufhin, dass jeder schon "Das" ist und dass es absolut keinen Unterschied macht, ob man jetzt "Ich bin nicht erleuchtet", "Ich bin erleuchtet" oder "Ich gehe jetzt auf die Toilette" denkt. Alles einfach nur gleichwertige Gedankenbilder, welche in Dem erscheinen und keiner, der diese Gedanken kontrollieren oder abschalten könnte oder müsste.

Unbedingte Leseempfehlung!!!
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Originell und erfrischend, 12. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
Unmengen Advaitabücher hab ich schon verschlungen, den unvergleichlichen Balsekar rauf und runter und zahlreiche andere, hab mich ein bisschen mit Hirnforschung beschäftigt, um meinem westlich-rationalen Verstand den nötigen wissenschaftlichen Überbau zu gönnen, etc. etc.

Aber dieses Buch ist ein absolutes Highlight. Kommt glasklar rüber, am ehesten noch vergleichbar mit dem vom Autor geschätzten Nathan Gill.

So kompromisslos und heiter hat noch keiner mein Ich entlarvt.

"Ihr Ich soll sterben? Das ist als würden Sie sagen, der Weihnachtsmann soll sterben."

Brillianter geht's glaub ich nicht mehr.

Vielen Dank Dittmar Kruse !
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gespräche voller direkter Einfachheit und Klarheit, 15. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
Von diesem Buch zur Thematik Non-Dualität, was bedeutet Erwachen / Erwachtsein, bin ich total begeistert. Dittmar Kruse bringt DAS in totaler Einfachheit, Direktheit und Klarheit zum Ausdruck. Von mystifizierter, verschnörkelter Spiritualität weit entfernt. Er zeigt einfach direkt und klar nachvollziehbar auf wer oder was das "Ich" eigentlich ist und verhilft uns zur Erkenntnis und dem damit verbundenen Erleben, daß weder Ego, noch Gedanken oder Identifikation mit den eigenen Gedanken, Gefühlen oder der eigenen Geschichte falsch sind. Unser wahres Sein (Nichts, Bewußtsein, Erleben, Wahrnehmung) ist dennoch immer da. Um dies zu erkennen, muß man sich nicht verbiegen, sich nicht ändern, nicht ellenlang meditieren, nicht daran "arbeiten", dass die Gedanken oder das Ego verschwinden. Alles einfach sein lassen, wie es ist und erkennen, daß DAS dennoch stets in allem ist. Alles ist, alles taucht aus dem Nichts / Bewußtsein auf und verschwindet wieder. Da ist nichts, was geändert oder verhindert werden müsste. Auch Widerstand ist nicht falsch. Alles ist einfach, taucht auf und vergeht.
Ich habe schon viel gelesen (Balsekar, Nisargadatta, Tolle, Hermann Lehner und viele anderen Advaita Lehrer), doch ein Buch in dieser schnörkellosen Einfachheit und direkten Klarheit ist mir so noch nicht begegnet.
Klare Leseempfehlung, auch für Einsteiger !
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Göttlich!, 31. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
Selten habe ich ein Buch mit solch einer Freude, Gelächter und so vielen "Aaaahs" gelesen wie dieses. Absolut klar, "down to earth", sehr menschlich und oft verblüffend einfach und offensichtlich ("meine Güte, warum ist dieser Gedanke nicht auch schon mal zu mir gekommen?") ohne das ganze spirituelle Geschwafel, das ich einfach nicht mehr hören oder lesen mag.
Danke lieber Dittmar Kruse!!!!
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61 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gesprächsdualitäten, 3. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
"Alles ist Erleben. Nichts erlebt." - das ist, was Dittmar Kruse im Gespräch ausdrückt. Das "Ich" ist eine Vorstellung, ein Bündel von Gedanken und Gefühlen, die so vertraut sind, dass sie als eine Einheit erscheinen. Tatsächlich gibt es aber keine reale Ich-Instanz, keinen Denker, keinen Handelnden. "Das zu sehen führt aus den Gedanken heraus zum direkten Erleben." (S. 72) "Also bist du frei von Gedanken. Du bist die Stille, in der die Gedanken auftauchen." Mir gefällt, wie Nichtdualität hier in erfrischend klarer Sprache dargestellt wird.

Vieles gefällt mir aber auch nicht. Oft klingt die von Neo-Advaita-Autoren gebetsmühlenhaft vorgetragene Aussage an: es gibt nichts zu tun, denn ihr seid schon das Eine; es gibt nichts zu suchen, denn es gibt keinen Sucher, und die Suche verstärkt nur die Illusion eines Suchers; es gibt nichts zu üben, denn Eure wahre Natur ist bereits unvergänglich perfekt. Hier tun sich offensichtliche Widersprüche auf: Warum dann dieses Buch lesen? Warum eine Leseempfehlung für das Buch geben? Warum Gespräche über Nichtdualität führen, und diese dann auch noch in einem Buch abdrucken? Es mag ja sein, dass die rastlose Suche dem Erkennen entgegensteht, schon da zu sein. Aber ist es nicht vielmehr so, dass das, was fast alle Menschen in ihrem normalen Alltag tun, kein neutrales Nichttun ist, sondern ein unglaublich diszipliniertes, pausenloses Trainieren der Ich-Vorstellung? Gleich nach dem Aufwachen ist sie präsent und bleibt dann bis zum nächsten Tiefschlaf der Filter des Erlebten. Von direktem Erleben, vom So-Sein-Lassen der Dinge keine Spur. Soll das so bleiben? Wenn Sie nicht "suchen", tun Sie stattdessen dann wirklich etwas, das die Ich-Vorstellung weniger bestärkt? Provokanter gefragt: hätte Siddhartha Gautama einfach zu Hause bleiben sollen, weil er im Innersten doch bereits Buddha war? Logion 2 des Thomas-Evangeliums legt etwas anderes nahe: "Jesus sprach: Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er bestürzt sein. Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über alles."

Mein Eindruck ist, dass die abgedruckten Gespräche den Intellekt mehr als die Erfahrung ansprechen. Und ja, ich weiß - es gibt keine Person, die eine Einheitserfahrung machen könnte. Genau mit diesem Hinweis wird mehrmals, wenn es interessant werden könnte, das Gespräch blockiert. Dabei ist doch klar, dass man so jede Aussage ad absurdum führen kann, weil Sprache nun einmal zur Welt der Dualität gehört. "Jeder Zustand ist Ichlosigkeit." (S. 158) Natürlich, da ja das "Ich" nur als Vorstellung existiert. Hilft dieser Hinweis irgendjemandem? (Nicht hilfreich wäre auch hier die Antwort: nein, es gibt schließlich niemanden.) Immer wieder verkümmert in diesem Buch das Bild des "torlosen Tors" zu der Aussage "es gibt kein Tor". Damit wird es zwar einfach und anziehend, aber es fehlt etwas Entscheidendes! (Wenn Sie Neo-Advaita-Gesprächsrunden-Guru werden wollen, ist dies der entscheidende Trick: wenn Sie nicht so recht weiter wissen, sofort auf die absolute Ebene wechseln. Jedem, der den Mund aufmacht, können Sie dann entgegen schmettern: wer fragt? Es gibt keinen Fragenden! Für Anschauungsmaterial ist Karl Renz die beste Adresse.)

Die Leichtigkeit, mit der das Buch daherkommt, hat also eine Kehrseite. Es wird gar nicht mehr recht deutlich, um was für eine UNGEHEUERLICHKEIT es hier geht. Die Meister aller Zeiten und Kulturen behaupten, dass wir uns in unserer Identität fundamental täuschen; dass wir nicht so sind wie wir aussehen und auch nicht, wie wir zu sein glauben; dass Körper, Gedanken und Gefühle absolut nichts mit unserer wahren Identität zu tun haben; sie behaupten, dass wir eins mit der Welt sind; dass es keine Trennung gibt; dass wir formlos, unbegrenzt, zeitlos und unvergänglich sind - und dass wir leiden, weil wir diese Wahrheit ignorieren. All das ist absolut UNGEHEUERLICH! Und es wird in diesem Buch weichgespült, bis es seine furchteinflößende Brisanz fast völlig verloren hat. Die Aussagen der Meister sind für den Verstand eine Zumutung. Trotzdem kann sich der Verstand mit Nichtdualität als Konzept durchaus anfreunden: da hat er wieder etwas, um aktiv zu werden, seine erdachte Identität zu behaupten und eine Innenschau zu verhindern. Darüber philosophieren ist also leicht - mit Erkennen/Realisieren hat das aber nichts zu tun. Douglas Harding meint: "I mean it in all seriousness: I have no head." Wie viele Leser wird es wohl geben, die diese Aussage nicht befremdlich finden? Wir anderen, in deren wahrgenommener Identität noch ein Kopf an zentraler Stelle sitzt, müssen unsere Wahrnehmung neu ausrichten, damit sich die Illusion auflösen kann. Das erfordert in gewisser Weise sehr wohl Übung. Ohne Selbsterforschung ("Self inquiry"), ohne "Hunting the I" (Ed Muzika) wird es, im Gegensatz zu Kruses Darstellung, fast sicher kein Erkennen geben. Dafür ist unsere jahrelang eingeübte Identifikation mit Körper und Geist einfach zu stark.

Wenn die Meister Recht haben, bleibt bei der Selbsterforschung nichts Persönliches übrig. Es gibt kein persönlich versus unpersönlich. Es gibt keine zwei getrennten Menschen. Unser wahres Ich hat keinen Kopf und ist kein menschliches Wesen. Es gibt nicht gut oder böse, richtig oder falsch - das wäre Dualität. Es gibt auch keine Objekte. Der Stuhl, auf dem Sie sitzen, existiert nicht - so wenig wie das Wasser einer Fata Morgana in der Wüste. Es gibt keine Probleme. Niemand wurde je geboren und ist je gestorben. Alles Erscheinungen auf dem Schirm des Bewusstseins (um nur eines der üblichen Bilder zu zitieren). Nicht real, nur eine Erscheinung, ein Abbild. Wir sind in Wahrheit der Schirm, nicht der Film, der darauf abläuft. Eine Schießerei kann uns nichts anhaben - die Person stirbt, aber der Schirm bleibt unberührt.

Das ist Nichtdualität.

Sie finden das verrückt? Unheimlich? Ich auch. Ihre Freunde schicken Sie zum Arzt, wenn Sie davon erzählen? Meine auch. Also zeigen Sie den Vogel bitte nicht mir, sondern den Meistern. Denn die meinen es kompromisslos ernst. "Welch eine Täuschung, was für ein bunter, schlimmer Traum!", rufen sie, "Wacht auf! Ihr seid in einem Alptraum gefangen. Um frei zu sein, lasst alles fallen, was euch an diese Welt bindet. Lasst die Welt in Ruhe. Ihr seid nicht von dieser Welt."

Darüber also wird in diesem Buch gesprochen.

Wie soll das gehen, solange man sich als Mensch sieht, solange man glaubt, einen Kopf und Körper zu haben und der Denker und Handelnde zu sein? -- Es geht nicht. Aber es gibt an anderer Stelle mehr Stimmen denn je, die ein Gefühl dafür vermitteln können, was hier vor sich geht. Für mich sind dies vor allem Douglas Harding, Michael A. Singer, Robert Adams, Byron Katie, Lester Levenson, Bart Marshall, Art Ticknor, Bob Fergeson, Mike Conners, Michael Brown, Linda Clair, Ed Muzika, Steven Norquist, José Le Roy, Jed McKenna, Greg Goode, Jeff Foster, Eckhart Tolle, Margot Ridler und Nirmala - und natürlich die indischen Weisen Nisargadatta Maharaj, Ramana Maharshi und Osho (ja, auch Osho gehört für mich in diese Reihe; s. z.B. The Empty Boat).

Zwei Ergänzungen möchte ich anbringen: Erstens soll oben nicht der Eindruck erweckt werden, Nichtdualität sei nihilistisch. Alle großen Weisen betonen, dass uns erst das Sehen unserer wahren Natur ermöglicht, die Welt und unsere Mitmenschen bedingungslos zu lieben, weil die Grenzen aufgehoben sind. Aber alle Beschreibungen von Nichtdualität sind zwangsläufig paradox und missverständlich. Wie leicht lässt sich zum Beispiel der buddhistische Gleichmut mit Gleichgültigkeit verwechseln, und wie leicht kommt es zum fatalen Trugschluss, das eigene Handeln sei unwichtig, weil die Welt nicht real sei. Die Welt in Ruhe zu lassen heißt auch nicht, sich von der Welt abzukehren. Nur ein getrenntes Individuum kann sich von der Welt abwenden. Die einzige Lösung ist immer wieder, Nichtdualität zu erfahren statt nur darüber zu reden.

Zweitens ist Nichtdualität natürlich im Grunde überhaupt nicht ungeheuerlich. Ungeheuerlich ist vielmehr, dass in unserer Gesellschaft ein Selbstbild des Menschen vorherrscht, nach dem wir in einem je eigenen Fleischklops leben und aus ihm heraus durch zwei Gucklöcher in die Welt hinausschauen. "Wie ist es da drinnen", fragt Douglas Harding, "dunkel, feucht und stickig"? Diese absurde Identifikation mit dem Körper setzen wir an die Stelle des Mysteriums des Seins. Kein Wunder, dass wir uns fühlen und verhalten wie dahingeworfene Kriechtiere in der Hölle! Natürlich ist die Welt aus dieser Sicht bedrohlich!

Die Höllenrezeptur des "Ich" sieht so aus: aus den Gedanken und Gefühlen in unserem Wahrnehmungsbereich greifen wir die einprägsamsten heraus, halten sie fest, pressen sie zusammen und verweben sie zu unserer Körper-Geist-Identität. Dann tun wir alles, damit diese konstruierte Einheit stabil, sicher und unter unserer Kontrolle bleibt. Bleibt sie aber nicht, weil alles in der Welt vergänglich ist. Also sind wir ständig damit beschäftigt, die Löcher in unserem Häuschen zu stopfen. Und schon ist das Leben ein Kampf. Noch dazu einer, den wir am Ende hundertprozentig verlieren. Das ist krank. So sind wir nicht gemeint. In der 'Hochzeit von Himmel und Hölle' schreibt William Blake: "Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, so erschiene dem Menschen alles, wie es ist: unendlich. Denn der Mensch hat sich selbst eingesperrt, so dass er alle Dinge nur mehr durch die schmalen Ritzen seiner Höhle sieht."

Wie dumm nur, dass es nicht leicht ist, aus diesem Identifikations-Gefängnis auszubrechen. Ausführlich wird in diesem Buch diskutiert, ob ein Perspektivenwechsel nötig sei. Die Antwort von Kruse kennen sie ("es gibt nichts zu tun"). Die andere Sichtweise ist: Wer glaubt, eine Person zu sein, die bei einer Schießerei sterben könnte, kann nicht erahnen, was damit gemeint sein könnte, dass hier nur ein Film abläuft, der die Leinwand unbeschädigt lässt. Die Situation ist wie bei einem, der auf ein "magic eye"-Bild schaut und nur verschwommene Punkte sieht. Erkennt er dann plötzlich das 3D-Bild, wird er von einem Perspektivenwechsel sprechen. Er wird sagen, dass die Änderung radikal ist - und sich doch nichts geändert hat, denn alles war schon immer im Bild vorhanden. Wer das 3D-Bild nicht sieht, kann mit solchen Beschreibungen nichts anfangen. Nachdem er stundenlang draufgeschaut und intensiv über die Berichte der anderen nachgedacht hat, wird er vielleicht deren Ausdrucksweise übernehmen oder sich seine eigene Version zurechtlegen. Aber alles Reden ändert nichts daran: entweder man sieht, worauf Worte nur deuten können, oder eben nicht. Der Perspektivenwechsel findet entweder statt, oder Nichtdualität bleibt bloß ein Konzept, eine Idee, ein Gesprächsstoff. Die Erfahrungsberichte aller oben genannten Autoren stehen mit dieser Sichtweise im Einklang (s. z.B. José Le Roy: "Remarks on Enlightenment" oder Steven Norquist: "What is enlightenment, no, I mean really, like what is it?"). (Bemerkenswert: Selbst der ultimative Neo-Advaita-Freak Karl Renz bekundet in einem Video-Interview -zur sichtlichen Verblüffung der Interviewerin-, dass ein radikaler Perspektivenwechsel nötig sei.)

Man kann sich nicht selbst täuschen: ob man den Gedanken "ich bin der Körper" glaubt oder nicht, ist an den Reaktionen in der Welt erkennbar. Es macht keinen Sinn, Ichlosigkeit intellektuell zu akzeptieren, wenn es nicht der inneren Realität entspricht. Was passiert zum Beispiel, wenn der 'Fleischklops' durch Krankheit bedroht ist? Sachgerechtes Handeln und liebevolles Kümmern, wie es für Sachen der Welt angemessen ist? Oder Sorge um "mich"? Was passiert, wenn uns jemand verbale Beschimpfungen entgegenwirft? Sachgerechte (womöglich scharfe) Reaktion in liebevollem Mitgefühl mit dem Gegenüber, der offenbar in Aufruhr ist? Oder Abwehr eines Angriffs auf "mich"? Was passiert, wenn uns die Partnerin oder der Partner verlässt? Traurigkeit und tiefe Gefühle, die auftauchen, sich wandeln und vergehen? Oder finden die Gefühle einen Anker in "mir", so dass "ich" traurig und verletzt bin? Wie viele Leute kennen Sie, die in solchen Situationen ganz natürlich und klar sehen, dass es kein Ich gibt, das bedroht, attackiert oder verletzt werden könnte? Byron Katie ist wohl so ein Mensch. Aber als Dittmar Kruse von einem seiner Gesprächspartner auf Byron Katie angesprochen wird, weiß er nur sein Mantra zu wiederholen: es gibt kein Ich, und es gibt nichts zu tun. Man möchte hinzufügen: und das Leiden bleibt.

Es lohnt sich, diese Szene genauer zu betrachten. Ein Teilnehmer der Gesprächsrunde bemerkt (S. 38): "Ich habe gerade ein Video von Byron Katie gesehen, und da denke ich mir: Die muss weiter sein, die muss das mehr erfasst haben als ich." Kruse: "Was muss sie mehr erfasst haben?", und als dies nicht ganz klar ist, schlägt Kruse vor, dass es sich einfach um einen Vergleich zwischen zwei Bildern handelt. "So ist das halt mit den Vergleichen: Es könnte immer noch ein bisschen stiller, ein bisschen klarer oder edler sein - theoretisch." Im übrigen habe er früher Ähnliches bei anderen Satsang-Lehrern gespürt. "Wenn ich sie mir aber heute anschaue und höre, was sie vertreten, dann finde ich Vieles davon Quatsch."

Und das soll allen Ernstes der Frage des Teilnehmers gerecht werden? Sie können Byron Katies "A Thousand Names for Joy" an beliebiger Stelle aufschlagen und finden absolut Verblüffendes. Zum Beispiel: "I gave up forty-three years of thinking that went nowhere, and now I exist as a don't-know mind. This leaves nothing but peace and joy in my life. It's the absolute fulfillment of watching everything unfold in front of me as me." Und Achtung: Byron Katie meint das genau so wie sie es sagt. Bei Schmerzen: nothing but peace and joy. Bei eigener Krankheit oder Tod geliebter Menschen: absolute fulfillment and nothing but peace and joy. "All suffering is mental. It has nothing to do with the body or with a person's circumstances. You can be in great pain without any suffering at all."

Diese Erfahrung ist in unserer Gesellschaft so außergewöhnlich, dass der authentische Bericht darüber leicht als Provokation empfunden werden kann. Noch größer ist die Provokation, wenn jemand wirklich danach lebt. Bestenfalls werden einige Leute neutral sagen: "Verehrung dem Unbegriffenen!" (Ausdruck von C.F. von Weizsäcker in einem verwandten Zusammenhang). Da ist es doch nun wirklich nicht verwunderlich, dass der Fragesteller den Eindruck hat, Byron Katie habe etwas erkannt, das ihm nicht bewusst ist! Wäre hier nicht die ehrliche Antwort gewesen, dass der Eindruck wohl zutrifft?

Bei Byron Katie steht "joy" natürlich nicht für die Freude, die sich bei uns einstellt, wenn sich die Welt nach unseren Vorstellungen dreht. Diese Art von "joy" ist genauso "mental" wie "suffering". "Peace and joy" im Sinne Byron Katies sind keine Gefühle oder friedvollen Gedanken, sondern andere Begriffe für die Stille des Seins, die von Gedanken, Gefühlen und Ereignissen -und seien sie noch so entsetzlich oder wunderbar- nicht getrübt wird (nach Meister Eckhart der Grund der Seele, auf den kein Flecken jemals fallen kann). Wer sich mit dieser Stille statt mit dem Körper/Geist-Konstrukt identifiziert, sieht die Welt mit anderen Augen: "Until there's peace within you, there is no peace in the world, because you are the world, you are the earth. The story of earth is all there is of earth and beyond. When you're in dreamless sleep at night, is there a world? Not until you wake up and say, 'I'. When the I arises, welcome to the movie of who you think you are. But if you question it, there's no attachment, it's just a great movie. Get the popcorn: here it comes! ... I live in completeness. All of us do, though we may not realize it."

In gewisser Weise sagt Byron Katie das Gleiche wie Dittmar Kruse: "I live in completeness. All of us do" - was also soll da fehlen? Aber der große Unterschied ist, dass sie den Zusatz nicht verschweigt: "though we may not realize it". Byron Katie hilft Menschen, ihre Gedanken und Glaubenssätze zu hinterfragen (eine Möglichkeit der "Self Inquiry"). Fallen die Glaubenssätze weg und werden die Gedanken nicht mehr ungeprüft festgehalten, so erweist sich das Ich womöglich als Projektion. Aber Byron Katie verspricht nichts - sie schildert nur ihre eigene Erfahrung und bietet Interessierten einen Weg an, dem 'Ich' mit offenem Herzen und offenem Ausgang nachzuspüren.

Was hier über Byron Katie gesagt wurde, lässt sich für jeden einzelnen der oben empfohlenen Autoren nahezu identisch wiederholen. Auch sie sehen und betonen, dass es in gewisser Hinsicht nichts zu tun und zu erreichen gibt. Zugleich sprechen sie ausführlich über den besten Weg, der immer ein Weg der Selbsterforschung ist. Für jemanden, der das "we may not realize it" für bedeutsam hält, ist das kein Widerspruch. Welch ein Unterschied zu Dittmar Kruses Nichts-zu-tun-Credo!

Ich sehe vier mögliche Begründungen für die Nichts-zu-tun-Haltung. Leider wird für mich nicht deutlich, welche in diesem Buch vertreten wird. Die erste Begründung ist: jeder Zustand ist Ichlosigkeit - ohne Vorbedingung, ohne Einschränkung, ohne dafür etwas tun zu müssen und ohne dass es darauf ankäme, ob jemand das erkennt. Aber das heißt ja nicht, dass es nichts zu tun gibt. Nehmen wir an, eine Mutter sitzt nachts sorgenvoll zuhause und wartet auf ihr Kind, das nicht nach Hause gekommen ist. Dem Kind geht es gut, es ist nichts passiert. Aber die Mutter weiß es nicht und sorgt sich. In gewisser Weise gibt es nichts zu tun - dem Kind geht es schließlich gut, es hat sich nur verspätet. Aber würden wir es der Mutter nicht vielleicht sagen und belegen, damit sie es glaubt? Ist die Furcht in einem Alptraum irrelevant, nur weil die Person sicher im Bett liegt? Die zweite Begründung ist: es macht zwar einen gewaltigen Unterschied, ob jemand die Ichlosigkeit wirklich aus eigener Anschauung erfährt oder nicht, aber man kann nichts tun, um diesen Perspektivenwechsel herbeizuführen. Das mag stimmen. Zugleich legen Erfahrungsberichte nahe, dass die Einsicht selten aus heiterem Himmel kommt und sich die Leute meistens in irgendeiner Form auf wackligen Grund begeben haben. (Und eines kann man in jedem Fall noch tun, nämlich in Büchern nachlesen, dass es nichts zu tun gibt. Erstaunlich, wie viele solche Bücher es gibt!) Die dritte Begründung ist: Es ist zu schwierig; es gibt Wege zum Gipfel, aber sie führen durch unwegsames Gelände und sind zu weit und zu steil für die meisten Menschen. Buddha hat 40 Jahre lang gelehrt - und trotz größter Anstrengungen haben nur wenige Mönche ihre Buddha-Natur erkannt. Ähnlich im mystischen Christentum: wie viele Kartäusermönche haben ihr Leben ganz Gott (dem Absoluten, dem Tao, der Buddha-Natur, dem Urgrund des Seins, dem Brahman, der Leere - der Name ist unerheblich) gewidmet, ohne die "unio mystica" zu erfahren? Aber die Startbedingungen haben sich verbessert, dank den Experimenten von Douglas Harding, anderen Hilfsmitteln der Selbsterforschung und den vielen Berichten aus erster Hand, die über die uralte Einsicht unprätentiös in heutiger Sprache berichten. Vielleicht ist heute erstmalig nachvollziehbar, was Rinpoche im "Tibetan Book of Living and Dying" schreibt (S. 54): "Enlightenment is real; and each of us can realize the nature of mind. This is the promise of all the mystical traditions of the world. The wonder of this promise is that it is something not exotic, not fantastic, not for an elite, but for all of humanity." Die vierte Begründung ist: es ist alles so einfach. Was man tun kann, ist nicht der Rede wert: ein wenig im Bilderbuch "Glück ohne Schmied" von Dittmar Kruse blättern, sich die ganze Angelegenheit durch den Kopf gehen lassen, vielleicht an einer Gesprächsrunde teilnehmen (wie für dieses Buch), ansonsten einfach nur schauen, was wirklich ist. Dann ist alles klar: "du bist frei von Gedanken. Du bist die Stille, in der die Gedanken auftauchen." Mehr ist da nicht. Also gibt es im Grunde nichts zu tun. Überzeugend? Ein flüchtiger Blick ist leicht zu erhaschen (siehe die Experimente von Douglas Harding), die intellektuelle Einsicht ebenso leicht zu gewinnen (siehe die moderne Bewusstseinsforschung bei Thomas Metzinger, Der Ego-Tunnel). Aber bei allen, die ich kenne, ist danach die Ich-Struktur noch sehr präsent. Was passiert, wenn sie endgültig wegfällt? Was weiß man über Nichtdualität, ehe das passiert? Gibt es also wirklich nichts weiter zu tun? Vielleicht das Bilderbuch später nochmals durchblättern, wenn man vergessen hat, dass man frei von den Gedanken ist, die einen umtreiben?

Noch ein letztes Beispiel dafür, wie dieses Buch Nichtdualität darstellt: Auf S. 159 geht es um die Aussage von Richard Sylvester: "I hope you die soon". Kruse meint dazu: "Nichts kann sterben, weil es nie ein 'Ich' gab, sondern nur Gedanken, Gefühle und sonstige Wahrnehmungen. Was nicht existiert, muss nicht verschwinden." Sogar der Weihnachtsmann wird als Analogie bemüht: der könne auch nicht sterben, weil es ihn gar nicht gibt. Sorry, aber spätestens hier wird es für mich unseriös. Verschwinden muss natürlich nicht der Weihnachtsmann, sondern die falsche Vorstellung des Weihnachtsmanns. Diese wird man glücklicherweise als Kind leicht wieder los, weil sie nicht allzu tief verwurzelt ist und weil wir irgendwann sehen, wer wirklich hinter der Maske steckt (Onkel Peter!). Ganz anders die falsche Vorstellung des Ich (die große Illusion und Täuschung, von der schon Buddha sprach): sie hat sich in den meisten Menschen hartnäckig festgesetzt, und wir halten an ihr fest, weil wir keine Ahnung haben, was sich hinter der Maske verbirgt. Aber damit werden wir zu ziemlich schrulligen Gestalten, die zwar den Glauben an den Weihnachtsmann aufgegeben haben, sich aber mit genauso unwahren Glaubenssätzen anderer Art, einem vergänglichen Körper und zufällig entstandenen Gedanken- und Gefühlsmustern identifizieren. Und wehe, ein anderes Ich rührt diesen Schutzpanzer an! Es ist kein Trost, dass in unserer Gesellschaft diese Identitätskonstruktion und illusionäre Ich-Vorstellung als normal gilt. Von ihrer Überwindung ist die Rede, wenn Rumi dichtet: "Wirklichkeit willst Du, unverschleiert? Wähle den Tod. / Nicht den Tod, der dich zu Grabe trägt - / Den Tod, der eine Wandlung ist, / Damit du endlich eins wirst mit dem Licht."

Damit ist wohl der eigentliche Grund genannt, warum wir an der Maske festhalten: wenn wir sehen, dass es kein Ich gibt, müssen wir akzeptieren, dass wir als Person tot sind. Mehr noch: wir haben als Person nie existiert. Das ist furchterregend! ("Und wenn er findet, wird er bestürzt sein.") Wer das sieht, muss beim nächsten Mal lachen oder weinen, wenn er sich sagen hört: ich heiße Emil, bin Architekt und habe eine liebe Frau und zwei Kinder. Dieses Ich, diese Person ist nicht existent. Können Sie weiterleben wie bisher, wenn Sie das ohne jeden Zweifel als wahr erkannt haben? Wie kann man so tun, als wäre das ein heiteres Thema für den Sonntagskaffee, ganz nach dem Motto: "Hört mal, ich hab' da was entdeckt"? Alle Glaubenssätze krachen zusammen, und das mühsam aufgebaute und immer wieder geflickte Ich-Gebäude stürzt ein. Wer will das zulassen, wer will dabei zusehen? Wer kann die Konsequenzen absehen? Wer sieht genügend klar, dass das einstürzende Gebäude in Wahrheit ein Gefängnis ist? Noch dazu eines, das nie existiert hat und deshalb gar nicht einstürzen kann? Zwar betonen alle, die dies erlebt haben, dass sie niemals zurück möchten. Nochmals Douglas Harding: "I had lost a head and gained a world." ("Und er wird König sein über alles.") Aber wie groß müssen Mut oder Verzweiflung sein, damit jemand seinen Kopf riskiert, solange er noch nicht die Welt sein eigen nennt? Wie unerschütterlich muss der Wille sein, der Sache wirklich auf den Grund zu gehen, koste es was es wolle, wenn nötig den eigenen Kopf? Wie viel Standvermögen braucht es, um sich komplett außerhalb gesellschaftlicher Konventionen zu bewegen? --- Vielleicht ist es also gar nicht so schlecht, dass Dittmar Kruse mit diesem Buch zum harmlosen Sonntagsplausch einlädt und ansonsten alles so belässt wie es ist.

PS: Die Rezension ist zu lang geworden. Kurzversion: Die Wahrheit, dass das Ich nichts als eine Vorstellung ist, muss so klar gesehen werden, dass sich die Illusion endgültig auflöst. Sonst ist alles Reden darüber sinnloses Geplapper (s. das besprochene Buch wie auch diese Rezension).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz einfach, klar und direkt !, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
Dittmar Kruse nimmt alles ins Boot der Einheit hinein
und zeigt damit, dass jeder Versuch zur Einheit zu
gelangen, auch in der Einheit geschieht und damit keine
Rolle spielt - Nondualität.
Er zeigt glasklar, dass das Ich nichts weiter als ne
Geschichte ist. Das Ich muss bei ihm nicht sterben
oder verschwinden. Er entlarvt es nur immer wieder,
stellt es auf die Bühne und schaltet die Scheinwerfer
an.

Jedem Fragenden wird mit einem vorzüglichem Humor
ge-antwortet, und die Fragen be-antwortet, sodass ich nach
jedem Kapitelchen das Buch zufrieden beiseite lege.

Dittmar Kruse hat auch zwei Bücher von Nathan Gill
übersetzt. Auch sehr zu empfehlen, für alle die die Suche
satt haben :)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vermittlung ohne Räucherstäbchen, 8. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
Nach dem minimalistischen aber sehr gelungenen "Glück ohne Schmied" liegt hier ein ausführlicheres Werk vor, das im Wesentlichen in Dialogform gehalten ist. Es fällt auf, dass die meisten dieser Dialoge intelligent und interessant sind, so dass man schon deshalb am Ball bleibt. Kruses Antworten sind gleichermaßen klar wie gründlich und konsequent, er hat es nicht nötig, auf irgendwelches esoterisches Brimborium oder verbale Verschleierung zurückzugreifen.

Hilfreich ist vor allem, dass Dittmar Kruse eigentlich NLP-Lehrer ist, und aus dieser szenetypisch eher ungewöhnlichen Sichtweise heraus entdeckt hat, dass die Selbstverbesserung durch NLP und Ähnliches dabei endet, dass man gar kein fassbares Selbst oder EGO ernsthaft auffinden kann. Was bleibt, ist im jedem Augenblick die unmittelbare Sinneswahrnehmung im unfestgelegten und daher unpersönlichen Bewusstsein, ohne dass es notwendig wäre, mehr als gerade naheligend über ein Woher und Wohin, gestern und morgen nachzugrübeln. Das Ganze wirkt durch Kruses unaufgeregte und freundliche Darstellung eingängig und mit einem normalen Leben in der westlichen Gesellschaft voll kompatibel. Nach und nach ist mir mit Hilfe der völlig unmystischen Darstellung auch klar geworden, dass Nichtdualität eine starke Ähnlichkeit zur westlichen Philosophie der Phänomenologie hat, was mir weitere Möglichkeiten zur Vertiefung eröffnet hat.

Ich würde mit wünschen, dass es mehr Autoren gäbe, die den Räucherstäbchendunst von diesem Thema so gut entfernen könnten.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Gedanke - 'Verdammt, schon wieder Montag!' - ist auch 'Es' ...!?!, 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch (Broschiert)
Dittmar Kruse hat es tatsächlich geschafft! Mit seinen bodenständigen Worten und dem wunderbaren Humor hat er mir unglaublich viel Stress genommen. Stattdessen ist seit Monaten viel viel mehr Gelassenheit da - mit mir und anderen. Der Gedanke '- Ich bin noch nicht so weit - ist einfach ein unschuldiger Gedanke. Leben zeigt sich einfach gerade als Widerstandsgedanke. Mehr nicht. Nirgendwo eine PERSON zu finden, die irgendwie weniger weit oder weiter sein könnte.

Dieses Buch ist ein wahrer Schatz an augenzwinkernden 'Weisheiten'. So ganz nebenbei bekommt man eine Ahnung davon, wie es sich lebt ohne einen Macher. Man sitzt deshalb nicht tatenlos herum. Vielleicht tauchen Hilfsbereitschaft und Mitgefühl auf. Bei körperlichen Schmerzen gibt es Impulse etwas zu tun, aber dazu braucht es keinen Macher.

Durch jede Seite seines Buches strahlt eine tiefe Liebe für das Leben, wie es gerade ist. Alleine beim Lesen kam ich immer wieder in einen 'ichlosen' Raum. Plötzlich ist da nur noch Lesen - umblättern - lächeln ...

Ich habe schon viele Advaita-Bücher gelesen, aber dieses Buch ist eine Schatzkiste für mich! Ein wunderbares Buch, das bei mir am Nachttisch liegt. Humorvoll erinnert es mich immer wieder daran, dass alles von selbst geschieht. Dass diese Zeilen hier nicht anders sein könnten als sie sind. Wie ungemein entspannend!
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Problemzone Universum: Vorhang auf für die Ich-Vorstellung! Nondualität im Gespräch
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