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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeitaltern, 28. Oktober 2010
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Delete: Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten (Gebundene Ausgabe)
Wir können nur lernen, wenn wir auch Vergessen können, das klingt unerhört aber das Gehirn macht es uns vor. Es löscht oder verdrängt beziehungsweise versenkt immer tiefer Dinge die nicht gebraucht werden und macht damit Platz für Neues, Aufregendes und Wissenswertes das wir verwerten können. Der Computer hat ebenso eine DELETE Taste und was es mit dem DELTE auf sich hat erklärt uns Viktor Mayer - Schönberger in seinem Buch mit dem bezeichnenden Titel DELETE.

Viele Italiener machen es mir oft vor, sie löschen unbequeme und nervende e-mails einfach mit einem Tastendruck. Warum tun Sie das, so fragte ich mich oft? Ganz einfach, Wissen und Information kann als störend empfunden werden, daher plädiert der Autor Viktor Mayer - Schönberger alle Dateien mit einem Verfallsdatum auszustatten, unerhört oder?

Wir sind eine Gesellschaft von Jägern (nach Informationen) und Sammlern (Bewahrern von Information) geworden. Niemand mag löschen, niemand will wegwerfen und alle wollen sich erinnern, doch ist das wirklich sinnvoll?

Wenn Sie mit allen Problemen der letzten 1.000 Jahre Deutscher Geschichte konfrontiert würden und zusätzlich noch alle Verfehlungen der Europäischen Nachbarvölker aufgeladen bekämen, würden sie sich dann wohlfühlen? Könnten sie sich normal verhalten oder wären sie nicht zerfressen von Schuldgefühlen und Problemen? Auch unser Verstand wie auch unsere Geschichte lässt nur ein gewisses Maß an Informationen und Fakten zu, wenn sie alles wüssten aus der menschlichen Geschichte, dann würden Sie wohl kein Mensch mehr sein wollen, oder?

Wie steht es denn dann um die Frage nach einem Verfallsdatum von Informationen? Ich denke es gibt allgemeingültige, universelle Informationen die immer Bestand haben, diese dürfen nicht verloren gehen und es gibt einen ganzen Haufen Schrott und Müll, insbesondere im Internet. Dieser Schrott, dieser Ballast muss weg und gelöscht werden. Sinnlose oder schädigende Informationen sollte ein kurzes Verfallsdatum haben, doch wer will das festsetzen, wer will es vergeben - so eine Behörde wäre sehr machtvoll.

Das Internet weitet sich aus zum größten Gedächtnis der Menschheit und fast alles ist frei und umsonst - eine grandiose Bibliothek in der man nach Herzenslust stöbern und recherchieren kann. Es wäre schade wenn dieses Wissen weniger würde...

Wir stecken also in einem Dilemma.

Folgen wir dem Buch DELETE von Viktor Mayer - Schönberger, dann wird es in der Zukunft Dateien geben die sich irgendwann einmal selbst löschen werden, doch bleibt da ein schaler Beigeschmack, denn was ist wenn Wichtiges aus Versehen (ein Schelm wer Böses dabei denkt) gelöscht wird?

Ein gutes Buch zu einer notwendigen Diskussion um die Daten-/ und Informationsflut im Internet!

Empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, das aufzeigt, wie wichtig es ist, die meisten Dinge und Vorgänge zu vergessen und die wichtigen zu erinnern, 5. Februar 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Delete: Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten (Gebundene Ausgabe)
"Delete" wird die Taste oder die Funktion bei Computern genannt, mit der man eine Nachricht, einen Text oder einen Link löschen kann. Doch mit diesem individuellen Vorgang ist die Information nicht weg. Das Internet und die weltweit miteinander verknüpften PC vergessen nichts. So hat man etwa in diesen Tagen, wo in Tunesien und Ägypten auch mit Hilfe der neuen Informationstechniken wie Facebook und Twitter eine massenhaften Volksbewegung entstanden ist, darauf hingewiesen dass das herrschenden System, sollte es nicht endgültig besiegt werden, im nachhinein jeden digitalen Vorgang nachvollziehen kann und so den aktiven und protestierenden, vor allem jungen Menschen auf die Spur kommen und sie dafür bestrafen kann.

Dem Autor des vorliegenden Buches geht es genau darum: im digitalen Zeitalter gibt es kein Vergessen. Perfekte Erinnerung allenthalben.
Er geht unter anderem der Frage nach, ob in Zukunft alles, was zuvor schriftlich verfasst wurde (etwa Verträge und sprachliche Kunstwerke) nur noch in Form digitaler Daten zu haben ist. Und er zeigt, wie wichtig für die Kultur des Menschen zu allen Zeiten das Vergessen war. Deshalb ist die permanente digitale Erinnerung eine Gefahr für den Menschen und seine Kultur, und, wie ich persönlich finde, in ihrer Masse auch eine Gefahr für das, was wirklich auf Dauer erinnert werden muss, soll der Mensch nicht den Kontakt zu seinen Wurzeln verlieren.

Viktor Mayer-Schönberger hat dafür eine einfach wie geniale Lösung: er schlägt vor, Dateien aller Art mit einem Verfallsdatum zu versehen. So will er erreichen, dass die Datenflut das Gedächtnis der Menschheit nicht zerstört.

Ein wichtiges Buch, das aufzeigt, wie wichtig es ist, die meisten Dinge und Vorgänge zu vergessen und die wenigen wichtigen zu erinnern.
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, 10. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Delete: Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten (Gebundene Ausgabe)
Viele Dinge des täglichen Lebens geschehen im Unterbewussten. So auch der Umgang mit den allgegenwärtigen neuen Technologien. Einige Bücher haben sich mit der Frage befasst, wie sich dieser Umgang physiologisch und psychologisch auf uns Menschen auswirkt. Auch "Delete" befasst sich damit, jedoch konkret mit einem Teilaspekt, nämlich der Fähigkeit und Tugend des menschlichen Vergessens.

Man könnte meinen, das Vergessen sei etwas Negatives, das es zu vermeiden oder zu beheben gilt. Daraus resultiert das Bestreben der Menschen, durch technische Hilfsmittel das Vergessen einzudämmen. Der Autor legt schlüssig dar, dass jedoch die Nachteile der Technologien gegen das Vergessen deren Vorteile bei weitem überwiegen.

Die Lektüre ist sehr anregend, weil der Autor kluge Gedanken in einem sehr lesbaren Stil vermittelt. Der Leser reflektiert dadurch sein eigenes Verhalten und kommt zu Einsichten, die zwar auf den ersten Blick nicht besonders überraschen, bislang jedoch auf der Gefühlsebene vergraben waren.

Ein sehr lesenswertes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein informatives Buch über das Vergessen im digitalen Zeitalter, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Delete: Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten (Gebundene Ausgabe)
Dass man Dinge vergisst, ist etwas ganz natürliches. Doch im digitalen Zeitalter wird das Vergessen immer seltener und schwieriger. Denn Suchmaschinen legen großes Archive von gespeicherten Webseiten an und auch man selbst sammelt immer mehr Dinge. So kann es beispielsweise passieren, dass wir zwar vergessen, dass es peinliche Fotos von uns in einem sozialen Netzwerk gibt, doch das digitale Gedächtnis vergisst es nicht. So können diese alten Fotos oder Äußerungen in einem öffentlichen Forum uns auch noch Jahre später Probleme bereiten, wenn wir uns für einen Job bewerben oder in ein anderes Land einreisen wollen.

Viktor Mayer-Schönberger erklärt in einem leicht verständlichen Schreibstil wie sich das Gedächtnis entwickelt hat und warum immer mehr Informationen gespeichert werden. Doch er beleuchtet nicht nur die Ursachen sondern erklärt auch, was das für unserer Leben mit dem Internet bedeutet und wie wir dem allgegenwärtigen Sammeln von Informationen entgegenwirken können und wieder das Vergessen lernen. Es ist nämlich notwendig zu vergessen, denn wer von uns hat sich in den letzten Jahren nicht weiter entwickelt und verändert? Aber was bringt diese persönliche Weiterentwicklung, wenn im Internet Aussagen und Bilder von uns zu finden sind, die unserer "altes Ich" widerspiegeln und wir wieder darauf reduziert werden?

Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass Mayer-Schönberger nicht mit dem erhobenen Zeigefinger wedelt. Sondern er hat direkt verschiedene Alternativen aufgezeigt, wie man mit der Sammelwut in unserer Zeit umgehen kann. So entscheidet der Leser selbst, was er von den Vorschlägen beherzigen möchte und ob er nicht verschiedene Aspekte kombiniert. Insgesamt ist das Buch sehr informativ und besonders für diejenigen interessant, die das Internet aktiv nutzen.
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Delete: Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten
Delete: Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten von Viktor Mayer-Schönberger (Gebundene Ausgabe - 1. September 2010)
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