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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandaktuell: Nicht nur durch die Morde der NSU, 17. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Mutterkorn: Roman (Broschiert)
Die Geschichte um den Protagonisten Albin O. spielt an Orten, die vielen von uns fremd sind. Wer war schon einmal in einer Klinik in der sich abhängige junge Männer aufhalten? In diese Welt führt Leonhard F. Seidl den Leser mit Tiefgang ein, lässt ihn nicht mehr los. So wie mich das Buch nicht mehr losgelassen habe, als ich einmal damit begonnen hatte. Mutterkorn vereint Spannung mit Charakterstudien von Menschen von nebenan, die lieben, hassen, leiden. Sprachlich pointiert, manchmal surreal und humorvoll, aber immer treffend! Ein schockierend aktuelles Buch über die Gefahr rechter Gewalt; nicht erst seit den Morden des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU).
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen statt Fußball gucken, 12. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Mutterkorn: Roman (Broschiert)
Ich hatte vor das EM-Spiel England - Frankreich anzusehen.
In Leonhard Seidls Roman "Mutterkorn" war ich gerade bis Seite 18 gekommen "Ein Pfleger und seit zehn Jahren süchtig". Schnell noch ein paar Seiten weiterlesen. Im Life-Ticker meines PC las ich später: England-Italien 1:1, Ukraine-Schweden 2:1, aber das bewegte mich nicht mehr.
Ich musste das Buch zu Ende zu lesen. "Wer in den Schatten steigt, hat verloren".
Albin, politisch engagierter Punk, drogenabhängig, in Ausbildung zum Altenpfleger, hatte sich befreien können, hüpft auf Seite 162 mit Nina spielerisch über den Asphalt von Sonnenfleck zu Sonnenfleck.
Dieses Buch sollte man allen schenken, die im Schatten stehen, es sollten alle kaufen, die das Glück haben, nur in der Sonne zu baden, eigentlich sollten es alle lesen. Ein Roman spannend wie ein Krimi aber ein Entwicklungsroman mit der Liebe zum Leben. Albin findet den Weg aus dem Schatten in die Sonne, weil er es will, weil die Liebe ihm Hoffnung gibt, unser Staat die Institutionen bereitstellt.
Wer das Leben im Schatten unserer Gesellschaft nicht kennt, ist geschockt doch gleichermaßen fasziniert, wie scharf und einfühlsam der Auto dieses Milieu beschreibt. Ein Untergrund unseres Lebens, den die meisten verdrängen, nicht den Mut haben, sich damit auseinander zu setzen. Leonhard Seidel hat ihn und er macht Mut. Ich habe Autor und Buch beim Nürnberger Autorentreffen kennengelernt. Ein Glücksfall.
So professionell und fesselnd das Buch geschrieben ist und für das, was es uns über unsere Gesellschaft nahebringt, sollte es auf allen Bestsellerlisten stehen!
Dr. Gerald Kaliwoda (alias Bruno Woda)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine perfekte Schullektüre, 13. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Mutterkorn: Roman (Broschiert)
Sehr gut beschreibt Thomas Wirth in der Fränkischen Landeszeitung den Erstling des fränkisch-bayerischen Autors: "In seinem Roman 'Mutterkorn' schaut [Seidl] genau hin, schreibt schnörkellos und treffend, weil er Szenen entwirft, in denen latente Gewalt spürbar wird. [...] Greifbar war da auch jene Gewalt, die sich durch Gefühllosigkeit, durch Nichtstun, durch Unterlassen ausdrückt [...] wie in Rostock-Lichtenhagen. Bald 20 Jahre sind die Ausschreitungen her. Seidls Roman ist mit gut 160 Seiten kurz genug, um eine gute Schullektüre zu sein, und lang genug, um brisante Themen anzureißen."
Ich habe das Buch in zwei Tagen geradezu verschlungen. Die Lektüre ist leicht und flüssig lesbar (immer ein Plus!) - doch dabei nie oberflächlich oder sentimental (wichtig!). Alles das, was ich von einem guten Roman erwarte, habe ich in diesem Buch gefunden - Respekt!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandaktuell, 25. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Mutterkorn: Roman (Broschiert)
Albin ist ein labiler Mensch, hat aber auch ein Herz und Mitgefühl mit seinen Mitmenschen. Im Zusammentreffen mit gleichgesinnten Jugendlichen gerät er in die Drogenszene. Bei seiner Arbeit als Altenpfleger fällt es ihm schwer, die Zeitvorgaben einzuhalten, weil er sich mehr für die alten Menschen einsetzen will. Da er sich aus der Sucht nicht selbst befreien kann, begibt er sich in eine Anstalt, wo er in sechs Monaten clean werden soll. Dort trifft er einige Neonazis an und bekommt aus Zufall mit, dass ein Anschlag auf die Grundsteinlegung für die Münchener Synagoge geplant ist. Das Buch ist spannend geschrieben, liest sich leicht und flüssig, und als Leser empfindet man durchaus auch Sympathie mit Albin. Gerade jetzt ist es brandaktuell: Der Attentats-Planer und weitere führende Mitglieder der NSU (nationalsozialistischer Untergrund) führen Anschläge nicht nur auf die Antifa, sondern auch auf andere Menschenrechtler gegen Rechts aus. Dass mittlerweile sogar Morde aufgedeckt wurden, beweist die Gefährlichkeit der bisher durch die Politik oft verharmlosten Szene.
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5.0 von 5 Sternen Lesen und drüber reden!!, 26. August 2013
Von 
Ulf Evers (Wattenbek) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mutterkorn: Roman (Broschiert)
Es ist schwer, etwas über dieses Buch zu schreiben, ohne zugleich zu viel vom Inhalt zu verraten.

Zentrale Themen dieses Buches sind die Drogensucht & ihre Begleiterscheinungen, der Umgang dieser Gesellschaft mit ihren Alten und der rechte Terror. Der zeitliche Rahmen ist zwischen den Jahren 1992 (Rostock-Lichtenhagen) und 2003 (Grundsteinlegung Jüdisches Zentrum in München) gespannt. Erzählt wird mit vielen Rückblenden das Leben des 1992 16-jährigen Albin.

Bei den Rückblenden muss ein wenig aufpaßt werden, dass der rote, zeitliche Faden nicht verloren geht, aber insgesamt ist das Buch flüssig zu lesen. Die historischen Ereignisse sind gut recherchiert, auf Erklärungen wird weitgehend verzichtet, nur manchmal schimmert ein eher schlichter Erklärungsansatz durch.
Erschreckend sind beim Lesen die sich aufdrängenden Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen, ob es sich nun um Altersarmut & die Situation in den Pflegeheimen oder das aktuelle Geschehen in Berlin Hellersdorf, die Wahlplakate der NPD im Bundestagswahlkampf handelt... Ich musste beim Lesen und dem aktuellen Zeitgeschehen oft an Max Liebermann und seinen berühmten Ausspruch: „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“ denken.

Wenn mich etwas an dem Buch stört, dann ist es das Ende... die Rückkehr ins Paradies und der Apfelbaum (Baum des Lebens/der Erkenntnis), das ist denn doch ein wenig too much.

Trotz alledem: lesen und darüber reden - - - es lohnt sich!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und leider brandaktuell..., 30. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Mutterkorn: Roman (Broschiert)
Ein Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen mochte...
Leider thematisch einmal mehr aktueller denn je, nicht in platte Klischees abfallend und zum Glück auch nicht ab der zehnten Seite komplett vorhersehbar.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen rezension andrehuter, 15. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Mutterkorn: Roman (Broschiert)
In dem Buch „Mutterkorn“ von Leonhard F. Seidl, geht es ganz schön politisch zu und obwohl man meinen könnte, dass das Buch den Finger erhebt und uns ermahnen könnte, ist es eher ein mit sich reißender Roman. Einmal in seinem Bann, kommt man nicht mehr so schnell von diesem Buch los.
Albin abreitet als Altenpfleger und weiß um die Missstände des sozialen Bereichs – Abbau von Personal. Und dennoch geht er seiner Arbeit nach, doch er ist ein Junky und sitzt somit an der Quelle für seinen nächsten Kick. Doch ein Erlebnis in seinem Leben, lässt ihn dazu bewegen einen Entzug zu machen, doch was dort passiert ist die reinste Politik.
Manchmal sollten wir hinter die Fassaden der Menschen blicken um das wahre Gesicht zu erkennen.
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Mutterkorn: Roman
Mutterkorn: Roman von Leonhard F. Seidl (Broschiert - Juli 2011)
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