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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum nicht gleich so?
Nachdem ich schon einige (mehr oder weniger hilfreiche) Schreibratgeber gewälzt habe, habe ich in "Vier Seiten für ein Halleluja" endlich jenen gefunden, der es auf den Punkt bringt.

Über 20 Manuskriptanfänge knöpft sich Hans Peter Roentgen vor, beleuchtet die Schwächen im Text und erklärt, wie man es anders machen kann. Denn:...
Veröffentlicht am 22. Juli 2010 von Vampyress "Coffee and Book...

versus
30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht erschöpfend, sondern ernüchternd und so gar kein Trost
Dieses Büchlein ist kein Grundkurs! Es wird auf einige häufige Fehler hingewiesen. Zu dogmatisch, in meinen Augen. Manchen Text hätte ich trotzdem gekauft. Alles zielt auf Mainstream ab: Schneller Beginn, keine Verspieltheiten, Gefühle knapp auf den Punkt und Spannung rein bringen!

Die Lektoren der heutigen Zeit kommen alle aus derselben...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2010 von Willi Wundfinger "Herr de ...


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum nicht gleich so?, 22. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber (Taschenbuch)
Nachdem ich schon einige (mehr oder weniger hilfreiche) Schreibratgeber gewälzt habe, habe ich in "Vier Seiten für ein Halleluja" endlich jenen gefunden, der es auf den Punkt bringt.

Über 20 Manuskriptanfänge knöpft sich Hans Peter Roentgen vor, beleuchtet die Schwächen im Text und erklärt, wie man es anders machen kann. Denn: mehr als die ersten vier Seiten eines unverlangt eingesandten Manuskripts liest ein Lektor (schon aus Zeitgründen) nicht und meist zeigt sich schon in diesem kurzen Ausschnitt, woran der gesamte Text krankt. So führt einem der Autor Schwächen verschiedener Natur vor Augen, tritt dabei die Texte jedoch nicht in die Tonne, sondern hat immer mehrere Vorschläge zur Ausbesserung parat.
Hier wird nicht ewig rumklamüsert und nach überflüssigen Adverbien gesucht. HP Roentgen greift das Problem jedes Textes bei der Wurzel und zeigt mehrere Wege auf, wie man es lösen könnte. Dabei benutzt er keinen fetten Rotstift und fährt auch nicht die "SO wird es richtig gemacht"-Schiene. Stattdessen gibt es eine Handvoll richtig guter Tips und sogar kleine Übungen, bei denen man versuchen kann, seinen eigenen Text mit ähnlichen Schwächen noch einmal umzuschreiben. Die Vorher-Nachher-Ergebnisse, die er bei Verbesserungsvorschlägen präsentiert, helfen außerdem noch eimal, die Wirkung verschiedener Stilmittel zu erkennen.

Auf knappen 150 Seiten wird anhand der Beispiel-Manuskriptanfänge praktisch alles gesagt, was für das Handwerk Schreiben essentiell ist: Die Entwicklung der Figuren und es Plots, der richtige Anfang, das Schreiben von Dialogen, Perspektive und Roter Faden, Konflikt und Spannungsaufbau, Recherche, Glaubwürdigkeit, sinnliche Wahrnehmung und das Erzeugen von Bildern, die Angst des Autors vor dem eigenen Stoff und vieles andere mehr.
Als "Bonus" findet man im Anhang knapp und bündig einige Informationen zur Verlagssuche und ein Lexikon der Fachbegriffe.

Fazit: "Vier Seiten für ein Halleluja" bietet verschiedene Perspektiven und Lösungsvorschläge statt der "Holzhammermethode". Anfänger liegen mit diesem Buch genau richtig und auch Fortgeschrittene könnnen hilfreiche Tips mitnehmen. Wie's richtig geht, ist so wie so realtiv, aber mit diesem Büchlein hat man endlich einen Leitfaden zur Hand, der wirklich weiterhilft.
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65 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hilfreicher Workshop, 13. Februar 2008
Von 
Enno Arkona (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die ersten Seiten eines Romans verraten viel; jeder, der im Buchladen nach interessanter Lektüre herumschmökert, weiß das. H.P. Roentgen hat einen Schreibratgeber verfasst, der 19 solcher Romananfänge untersucht. Allerdings nicht, wie es ein amerikanischer Ratgeber machen würde, die ersten Seiten erfolgreicher Romane, sondern die ersten Seiten unveröffentlichter Texte, von denen die meisten wahrscheinlich auch nie veröffentlicht werden. Das ist eine gute Idee, denn wir lernen ja nicht nur von gelungenen Vorbildern, sondern genauso aus Fehlern, auch aus den Fehlern anderer.

Die 19 Texte sind von recht unterschiedlichem Niveau. Bei einigen merkt man schnell, was los ist, bei anderen wird man erst von Roentgens Analyse drauf gestoßen. Diese Analyse bleibt immer konkret am Text, man kann gut nachvollziehen, was gemeint ist. Das ist die große Stärke des Buches. Es vermittelt handwerkliche Grundlagen des Schreibens auf eine Art, die gerade für Anfänger sehr hilfreich sein dürfte. Man erfährt etwas über das Finden kreativer Lösungen, über die Knochenarbeit des anschaulichen Erzählens, über die Angst des Autors vor seinem Stoff - Dinge, die in jede 'Grundausbildung' zum Romanautor gehören. Natürlich kann nicht alles abgehandelt werden, was fürs Romanschreiben wichtig ist (das gibt die Untersuchung von Romananfängen nun mal nicht her), aber doch sehr vieles.

Eine weitere Stärke des Buches ist sein Tonfall. Wenn Roentgen einen der 19 Texte unter die Lupe nimmt, redet er nicht drumherum; seine Kritik ist stets deutlich. Zugleich ist sie stets auch konstruktiv, niemals großspurig. Dieses Buch gibt generell einen guten Ton vor für Kritik. Darüber hinaus ist es unterhaltsam geschrieben, und die Unterschiedlichkeit der besprochenen Texte sorgt für Abwechslung. Alles in allem eine kurzweilige Lektüre.

Keinen guten Eindruck macht das Inhaltsverzeichnis. Da stehen so nichtssagende Überschriften wie 'Übung' oder 'Kleinigkeiten' neben 'Er wusste, dass er ahnte, was er sagen würde: die Perspektive'. Das wirkt chaotisch, wie ein Sammelsurium. Noch verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass die besprochenen Texte nicht hervorgehoben sind (im Inhaltsverzeichnis). Ein bisschen mehr Systematik darfs schon sein. Auch wenn dieser Ratgeber bewusst keine Vorlesung sein will, sondern ein Workshop. Weil das mit wenig Aufwand besser hätte gemacht werden können, gibt's einen Stern Abzug.

Fazit: Wer schreiben lernen will, braucht Ratgeber. Dieser ist auf jeden Fall zu empfehlen.
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81 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Idee, großartig umgesetzt, 15. Januar 2008
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der ungarische Schriftsteller Ferenc Molnár sagte: Manch einer verdankt seinen Erfolg den Ratschlägen, die er von anderen nicht angenommen hat. Das sehe ich prinzipiell ähnlich. Schreibratgeber, insbesondere solche, die Patentrezepte für den Erfolg zu liefern behaupten, habe ich immer gemieden. Was mir tatsächlich geholfen hat, um die eigenen Schwächen zu erkennen und meine Texte, meinen Stil und dramaturgische Komponenten zu verbessern, war die konkrete Arbeit am Text, gemeinsam mit anderen Autoren. Genau dieses Prinzip hat Hans Peter Röntgen seinem Buch "Vier Seiten für ein Halleluja" zugrunde gelegt.

19 angehende Schriftsteller haben Romananfänge zur Verfügung gestellt, jene (ersten) vier Seiten, anhand derer Redakteure und Lektoren entscheiden, ob sie dem Projekt mehr Aufmerksamkeit widmen. Röntgen hat diese Texte durchgearbeitet, analysiert, kritisiert und verbessert. Ja, tatsächlich verbessert. Anhand der Textproben von durchaus unterschiedlicher Qualität - manchmal springen die Fehler nachgerade ins Auge, manchmal meint man, einen Text vor sich zu haben, der eigentlich recht okay ist - zeigt der Autor, der auch Textworkshops und Seminare anbietet, welche Kardinalfehler gemacht werden, vom Infodumping über perspektivische Probleme bis hin zum verdammten 'Deus ex machina', aber auch, welche geringfügigen Fehlentscheidungen später zur Katastrophe führen können. Jede Text steht mehr oder weniger exemplarisch für ein Problemfeld, manchmal für mehrere gleichzeitig. Diese erläutert Röntgen parallel zur Arbeit am Text, liefert schließlich noch Beispiele und anschauliche Übungen. Der Leser erlebt mit, wie sich der Text verändert, hin zum Besseren. Dies geschieht auf einleuchtende Weise, humorvoll und keineswegs oberlehrerhaft. Auch Hans Peter Röntgen weiß, dass es keinen Königsweg gibt, aber es geht in erster Linie um das Erkennen der Schwächen, und nicht um Leitlinien á la "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt". Insofern ist "Vier Seiten für ein Halleluja" auch kein Schreibratgeber, obwohl das Wort im Subtitel auftaucht, sondern eine lehrreiche und sehr nachvollziehbare Fallstudie, die durchaus geeignet sein dürfte, einen spürbaren Fortschritt auf der Lernkurve zu machen.

Wer nicht die Möglichkeit hat, sich mit erfahrenen Autoren über seine Projekte auszutauschen, sollte dieses Buch aufmerksam lesen und versuchen, die Erkenntnisse auf die eigene Arbeit zu übertragen. Das dürfte weitaus hilfreicher sein als das Abarbeiten vermeintlich erfolgversprechender Kochrezepte. Ich wünschte, es hätte dieses Buch schon gegeben, als ich mit dem Schreiben begonnen habe. Es hätte mir viel Mühe erspart.
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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Halleluja - ein echter Praxisratgeber!, 20. Dezember 2007
Dies ist ein Praxisratgeber, wo anhand von echten Beispieltexten klassische Probleme junger Autoren besprochen werden. Mir hat's am meisten Spass gemacht, mitzuraten, was an den Texten nicht in Ordnung ist und wie ich das bewerten wuerde. Was Figuren, Szenenaufbau, Plot und vieles andere angeht, liegen der Autor und ich auf exakt derselben Linie, in Details sehe ich ein paar Sachen anders, aber dann sind wir im Bereich Geschmack.

Wer also einen Schreibratgeber sucht, wird hier gut bedient. Nicht nur ist es ein phantastisch praxisorientiertes Buch, es liest sich auch toll und unterhaltsam. Nicht so besserwisserisch-aggressiv wie ein James N Frey, oder so droege und altbacken wie eine Dorothea Brandel, und immer, immer, ganz nah an der Praxis, am Text, getreu dem Motto, dass man am besten an einem krummen Text lernen kann, selbst gerade zu schreiben.

Als ich mit dem Schreibenlernen anfing, waren Schreibratgeber noch selten auf dem deutschen Markt, und das Schreibenlernen war doch extrem muehsam. Heutzutage kann man sich vor Schreibratgebern nicht mehr retten - aber wirklich innovative Konzepte haben wenige zu bieten, und oft genug wird fleissig voneinander abgeschrieben. HPRs Buch ist anders - neues Konzept, erfrischend zu lesen, mit einer Portion Weisheit und Humor, und viel Erfahrung mit der Textarbeit. Fuer meine Begriffe eine dringende Empfehlung und ein Buch, das mit Kopf und Schultern ueber der Masse herausragt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nützlicher Schreibratgeber für Anfänger, 4. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bisher galt der Rat, dass man auf Schreibratgeber tunlichst verzichten sollte. Die Sache könnte sich nun ändern, wo Hans-Peter Roentgen einen Leitfaden für Autoren "der etwas anderen Art" herausgebracht hat, wie der Untertitel verspricht.

Statt nur pauschale, globale Ratschläge zu geben und einzelne Sätze isoliert zu betrachten, wie das bisherige Schreibfibeln meist tun, bespricht Roentgen 17 Entwürfe von Romananfängen angehender Autoren. Dabei konzentriert er sich auf die Hauptschwächen eines Textes hinsichtlich Perspektive, Info-Dump, Vorhersehbarkeit, Spannung, Originalität, Tempus, etc. Dazwischen finden sich Merksätze und Übungen, die aus den Schwächen des betreffenden Textes abgeleitet sind. Am Ende folgen noch ein paar recht allgemein gehaltene Tipps zu Umgang mit Kritik und Verlagssuche - sowie ein Glossar, das wieder mit vielen Tipps daherkommt.

Die Schwächen der Texte sind manchmal sehr offensichtlich, was das Buch eher zu einem Einsteigerwerk macht. Es gibt aber auch Beispiele, bei denen es nicht auf der Hand liegt, woran es einem Text mangelt. Roentgen verweist auf die Reihenfolge der Entwicklung von Figur, Plot etc., in der normalerweise ein guter Text entsteht; allerdings gelingt es ihm nicht ganz, das stringent an den Textbeispielen zu parallelisieren. Auch hätte das Buch noch ein wenig einheitlicher und besser geschrieben sein können. Ärgerlich ist der schmalrandige Großdruck des Lerato-Verlags mit den sperrigen Überschriftboxen, bei dem noch nicht einmal für die Textbeispiele eine andere Schriftart genommen wurde. Dennoch ein für Schreibanfänger äußerst nützliches Buch. Kein Werk, bei dem man laut "Halleluja" rufen würde, aber ein "Da schau her" ist schon drin.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ratgeber, der diesen Namen verdient, 15. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber (Taschenbuch)
Die Tipps in Hans Peter Roentgens Ratgeber sind nicht neu. Aber wie der Autor seine Erkenntnisse serviert, ist absolut innovativ und höchst unterhaltsam. Mit messerscharfem Blick durchleuchtet er die Beispieltexte angehender Autoren (natürlich mit deren Einverständnis), spürt Schwachstellen auf und zeigt, wie sich das Ausgangsmaterial deutlich verbessern lässt. Mehr als einmal musste ich staunen, welches Potential selbst in vermeindlich schwachen und uninteressanten Texten steckt, wenn ein Profi korrigierend eingreift.
Fazit: Trotz seines geringen Seitenumfanges bietet dieses Buch mehr Einsichten als manch eine ausufernde Ratgeber-Schwarte. Der Autor vermittelt auf überzeugende Weise handwerkliches Basiswissen, das jeder kennen sollte, der gut und fesselnd schreiben will.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vier Seiten Fegefeuer, 30. Juni 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber (Taschenbuch)
Um für seinen Roman einen Verleger zu finden, braucht man einen Text, der bereits auf den ersten vier Seiten packend geschrieben ist und keinen der anfängertypischen Erzählfehler aufweist. Die Geschichte muss leserfreundlich und spannend aufgerollt sein, die Charaktere sollen Interesse erwecken. Alles muss Lust auf mehr machen.

Hans Peter Roentgen hat in seinen Internetforen Amateurschreiber aufgerufen, ihre Werke zu posten, und diese auf die Vier-Seiten-Tauglichkeit geprüft. Das Ergebnis ist in Form eines schmalen (aber nicht unbedingt wohlfeilen) Ratgebers gedruckt erschienen und heißt "Vier Seiten für ein Halleluja". Und es funktioniert: Die teilweise wirklich grässlich zu lesenden eingesandten Texte werden mit ein paar Handgriffen zu potenziellen Hits. Roentgen wendet wenige einfache Regeln mit Geschick an und erklärt dem Leser verständlich, was er da tut und warum. Für Leute, die bessere Geschichten schreiben möchten, ist das Buch ein wichtiges Hilfsmittel.

Doch nun zum großen Aber. Inhaltlich kann "Vier Seiten für ein Hallejuja" überzeugen, formal aber ist es eine Katastrophe. Eine Katastrophe von solchem Ausmaß, dass ich leider extra warnen muss. Es beginnt schon damit, dass der Name des Autors auf dem hinteren Umschlag zweimal verschieden geschrieben wird. Im Buch bricht dann der Wahnsinn aus: Gleich im Vorwort weist der Autor zwar ausdrücklich darauf hin, dass "Rechtschreibfehler in den eingesandten Texten", "soweit entdeckt, korrigiert" worden seien. Zynisch kann daraus gefolgert werden, dass der Autor offenbar große Schwierigkeiten hat, Rechtschreibfehler überhaupt zu entdecken, und dass er sich um die Rechtschreibung in seinen eigenen Texten gleich gar nicht schert.

Neben klassischen Rechtschreibfehlern wird eine Art Freistil-Interpunktion gepflogen, bei der im Prinzip um jede Gruppe zusammengehöriger Worte herum ganz, teilweise oder auch gar nicht Beistriche gesetzt werden können; der Strichpunkt ist hingegen weitgehend unbekannt. Dass Dass-Fehler keinen guten Eindruck machen, spielt ebensowenig eine Rolle wie die Getrennt- und Zusammenschreibung von Wörtern. Schließlich sind auch beim Textsatz einige Unsauberkeiten passiert. Kurzum: Ein Lektorat hat dieses Buch nicht genossen - obwohl der Verfasser ironischerweise auf einer der hinteren Seiten sogar noch Lektoratsleistungen anbietet!

Ein Ratgeber nach dem heute leider häufigen Schema: Inhaltlich genial, billig umgesetzt, formal kaputtgespart.
Trotzdem vier Sterne, weil die Idee gut ist und funktioniert.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder Halleluja: Grundlagen, die jeder Autor kennen sollte, 29. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber (Taschenbuch)
Schreiben ist Handwerk. Zu 90% jedenfalls, behaupten viele etablierte Autoren. Doch ein Newcomer steht irgendwann vor der Frage: Wie und wo kann man dieses Handwerk lernen? Auch darauf weiß man zu antworten: viel Lesen, den Blick für die Kniffe des Schreibens entwickeln. Doch das ist leichter gesagt als getan. Einige können die Regeln des Schreibens intuitiv erfassen, andere nicht.
Jedem, der wissen will, woraus ein gutes Handwerk besteht und wie es funktioniert, kann ich den Schreibratgeber von H. P. Roentgen 'Vier Seiten für ein Hallelujah' sehr empfehlen. Denn darin werden nicht nur die Regeln erklärt, sondern es wird anhand von Textbeispielen und Übungen der scharfe Blick für Fehler trainiert.

'Vier Seiten, mehr lesen Verlagslektoren von unverlangt eingesandten Manuskripten nicht', beginnt der Klappentext. Wie bitter das auch klingt, so ist es leider in der großen, weiten Verlagswelt da draußen. Denn schon auf vier Seiten ' oft auch weniger ' kann man erkennen, wo die Schwächen des Textes liegen. Und ob es sich lohnt, diese auszubügeln. Meistens lohnt es sich nicht, denn es sind einfach zu viele. Da schreibt man doch lieber eine Standardabsage und greift zu dem nächsten Manuskript, in der Hoffnung, dieses würde besser sein.
H. P. Roentgen hat in seinem Buch viele Anfänge vorgestellt und sie analysiert. Woran hapert es genau an dem Text? Wo liegen die Fehler?
Vielleicht ist es Infodump? Oder unnötige Wiederholungen, Partizipien und Adverbien? Oder mangelt es an der Glaubwürdigkeit? Sind die Charaktere gut ausgearbeitet?
Diese und andere Punkte nimmt der Autor unter die Lupe.

Das Buch ist nicht nur inhaltlich gut, sondern auch locker und verständlich geschrieben. Es kommen keine langwierigen Definitionen oder Erklärungen. Alles ist auf den Punkt gebracht, meist in einem humorvollen Stil.

Fazit: Ich bin in einigen Schreib-/Autorenforen unterwegs. Oft, wenn ein Anfängertext kommt, muss ich einen im gewissen Sinne Standardkommentar abgeben: 'Achte auf Wortwiederholungen, schwache Verben, weniger Adjektive ''
Jetzt kann ich mich kürzen fassen: 'Siehe 'Vier Seiten für ein Hallelujah' von H. P. Roentgen''. Ich hoffe, dass von dem Autor auch weitere Bücher kommen, die das Thema 'Schreiben' noch tiefer beleuchten. Ein Schreibratgeber für alle, die schnell die Tragsäulen eines guten Textes erbauen lernen wollen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Halleluja !, 19. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber (Taschenbuch)
Das Schreiben ist ein knallhartes Geschäft - Dies macht Roentgen direkt zu Beginn seines Textes deutlich. Auch sagt er ganz klar aus, dass man nicht jeden Text zu einem Mega Hit verbessern kann, aber er zeigt, wie man aus jedem langweiligen Text das größte Potenzial herrausholen kann.

Die 19 Beispiele sind schön detailliert geschildert. Mit einer recht lockeren, aber konkreten Art, weist der Autor auf Fehler hin und gibt auch direkte Verbesserungsbeispiele an.
Manchen Texten hat man ihre "Krankheit" direkt schon angesehen, daher fand ich es umso schöner, dass er auch Texte bearbeitet hatte, bei denen man im ersten Moment dachte: Okay, was könnte daran denn jetzt falsch sein?

Einen kleinen Minuspunkt bekommt das Buch, da nur eines der 19 Beispiele auch wirklich veröffentlich wurde. Da hätte man sich mehr gefreut, wenn mehr fehlerhafte Anfänge von bereits veröffentlichten Büchern unter die Lupen genommen worden wären.

Nachdem ich das Buch durchhatte, habe ich mich selber sofort um die ersten 4 Seiten meines eigenen Manuskript gekümmert und war erschrocken, wie viel ich zu korrigieren hatte. Ich dachte tatsächlich, dass mein Anfang gar nicht so schlecht gewesen wäre, aber Herr Roentgen zeigte mir, dass es noch viel, viel besser geht.

Ich empfehle wirklich jedem Autor -egal ob Anfänger oder schon Fortgeschrittener- diese kleine Lektüre, die sich als Hilfe bestimmt mehr als nur einmal bewähren wird.
Ein must-have!!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klein, aber fein, 22. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber (Taschenbuch)
Als Hobbyautor wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen. Wie jeder Autor träumt man ja den Traum einer Buchveröffentlichung...
Dieses Buch, so dünn es auch sein mag, ist Wissen in geballter Form, das einem einen objektiven Blick auf sein eigenes Geschreibsel gibt. In dieser Form hat noch nie ein Ratgeberautor seine schreibwütigen Leser an die Hand genommen. Gottseidank versteht sich der Autor nicht als Credo oder Nonplusultra des guten Schreibstils, aber sein Tipps sind einfach Gold wert. Man ist gut beraten, dieses Buch nicht nur zu lesen, sondern durchzuarbeiten. Sehr gut!!!!!!
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Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber
Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber von Hans Peter Roentgen (Taschenbuch - 26. November 2008)
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