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27
4,1 von 5 Sternen
Die Totenwächterin: Das Rote Palais 01
Format: TaschenbuchÄndern
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2008
Der engl. Schriftsteller u. Karikaturist William Makepeace Thackeray (1811-63) hat einmal gesagt:" Die beiden anziehendsten Möglichkeiten eines Schriftstellers sind, Neues in einem vertrauten Licht und Vertrautes in einem neuen Licht zu zeigen."

Beides trifft wunderbar auf das Debüt von Helene Henke zu, die mit dem ersten Teil "Die Totenwächterin" ihre Vampir-Trilogie "Das Rote Palais" eröffnet.
Der Schauplatz des Geschehens ist nicht, wie sonst in klischeebeladenen Geschichten über die untoten Wesen, in einer besonders romantischen Gegend angesiedelt, oder spielt gar in einer von Fledermäusen beherrschten, gruselig düsteren "Burgoptik", sondern liegt mitten unter uns, im modernen Deutschland; um genauer zu sein, in Krinfelde.
Die dort als Detektivin arbeitende junge Frau Leyla Barth, nimmt in dieser realitätsnahen Umgebung nur Fälle entgegen, die dem besonderen Umstand der Legalisierung von Vampirismus zugeordnet werden können. Menschen mit Problemen, die aus dem noch nicht völlig geregelten Zusammenleben zwischen Homo Sapiens und den Untoten Blutsaugern resultieren, kommen zu ihr und bitten sie um Hilfe.
Einer gänzlich anderen Situation sieht sich gegenübergestellt, als plötzlich Vampirmorde begangen werden und sich ihre Wege mit dem in Krinfelde herrschenden Meistervampir im dort ansässigen und mysteriös erscheinenden Kino "Aurodom" kreuzen und ihre Ermittlungen verschiedene Gruppierungen auf den Plan rufen, denen die bevorstehende Legalisierung mal mehr und mal weniger recht ist...
Das besondere an dieser Geschichte ist, dass dies nicht nur einfach ein Kampf zwischen Gut und Böse ist, sondern ausführlich auf die sozialen Aspekte dieser beiden Parallelgesellschaften eingegangen wird, was dem Roman eine signifikante und eigenständige Note verleiht. Ein Kino als Dreh- und Angelpunkt dieser fantastischen Geschichte zu benutzen, ist dabei sehr konsequent, stellt dieser Ort des Amüsements doch in der heutigen Zeit eine Flucht vor der Alltagswelt und Realität bzw der eigenen Sorgen und Nöte dar. Dass dort die Fäden beider Lebensweisen aufeinandertreffen, ist interessant und bietet viel Raum zur Interpretation, was die Beweggründe und die Psyche der Menschen auf der einen und die der Untoten auf der anderen Seite betrifft.
Es ist ein moderner Roman, was bereits der Schauplatz der Geschichte verrät und so lernen wir in dieser fiktiven Welt die verschiedensten Individuen kennen, die auf den ersten Blick teilweise völlig anders sind, als es sich später entwickelt und uns unter anderem aufzeigt, Menschen nicht nach ihrer Lebensweise vor zu verurteilen, oder sie zu meiden, nur weil sie anders sind. Schablonenhaftes Denken ist nie der richtige Weg, was im "Roten Palais" sehr schön bewiesen wird.
Spannend, wendungsreich und mit sehr viel Liebe zum Detail nimmt uns Helene Henke mit auf ihre fantastische Reise in eine Welt voller Gefahren, dreckigen Orten, Scheinwelten und dem Hoffnungsschimmer der Liebe, verliert dabei aber nie den Bezug zur Realität aus den Augen, was das Ganze noch intensiver wirken lässt; etwas womit man sich identifizieren kann. Man sieht förmlich die Umgebung vor sich und bewegt sich in dieser Welt, als wäre man selbst ein Teil von ihr.
Prägnant formuliert, lässt sie ihre Protagonisten und Antagonisten auftreten, aufeinanderprallen und sich entwickeln, wodurch das ganze Universum erst mit der Zeit greifbar und die Spannung stets aufrecht erhalten wird.
Ein gelungenes Schriftsteller-Debüt einer jungen, ehrgeizigen Frau mit einer glänzenden Fantasie, die uns hoffentlich noch lange an dieser Teil haben lässt.
Ich freue mich sehr, Leyla Barth auch noch in 2 weiteren Sequels begleiten zu dürfen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2010
Nun habe ich auch das erste Band vom Roten Palais zur Hand genommen, nachdem ich vom zweiten Band dem Gottvampir schlichtweg begeistert war, musste das einfach sein.

Helene Henke schaffte es wieder mich mit den ersten Seiten des Buches sosehr zu fesseln wie es mir selten passiert bei einem Buch.

Leyla die sehr couragierte Privatdetektiven für Delikte in denen Vampire involviert sind, trifft das erste mal auf Rudger von Hallen, seines Zeichens Meistervampir.
In Zusammenarbeit mit der Polizei ermittelt Leyla im Falle einer Leichenschändung und eines Mordes am Hauptbahnhof. Rudger von Hallen erscheint auf dem Revier um seine Aussage dazu abzugeben.
Dieses Zusammentreffen soll aber nicht das letzte sein, welches die beiden zusammenführt. Irgendwie verbindet die beiden mehr als die Zuneigung die Rudger Leyla gegenüber empfindet. Auch Leyla kann nicht aus ihrer Haut und findet sich immer mehr in Richtung Rudger wieder.

Die anfangs zarten Gefühle, beschreibt die Autoren mit so viel Feingefühl, dass es einem plastisch erscheint. Aber auch die Szene die beiden klar macht dass sie für einander bestimmt sind, ist so sauber ausgearbeitet das man als Leser meint dabei gewesen zu sein. Die Höhen und Tiefen, die beide durchleben sind einfach toll wiedergegeben. Diese beiden muss man einfach gern haben und deren Geschichte verfolgen.

Auch die Nebenfiguren werden einem sehr Detailgetreu vorgestellt, so dass ich für jeden Protagonisten mein eigenes Photo im Kopf hatte. Mein Kopfkino funktionierte wieder wunderbar, mit Ton und Farbe.

Aber es gibt auch einige Fieslinge in dieser Geschichte, die ebenfalls nicht nur nebenher liefen, sondern auch detailgetreu gezeichnet wurden, so sehr das man diese am liebsten ins ewige Eis gewünscht hätte. Die Charaktere der Protagonisten hatte die Spannweite von warm und weich bis hart und eiskalt.

Dieses Buch war so spannend dass es für mich eine Qual war es aus der Hand legen zu müssen. Der berühmte Rote Faden fand nirgends auch nur ein Eckchen um daran hängen zu bleiben. Mit Bravur schafft Helene Henke es nicht nur die Spannung schon zu beginn aufzubauen und zu halten, nein sie steigert diese noch und lässt sie in einem wahren Showdown ausklingen.
Für mich ist Helene Henke die Enddeckung des Jahres und ich werde garantiert am Ball bleiben.
Nur schade dass es nur eine Trilogie werden soll mit dem Roten Palais.

So nun heißt es abwarten bis zum Herbst, bis es wieder heiß - Bitte einzutreten ins Rote Palais - Runde 3.

Fazit: Wundervoll gezeichnete Charaktere, Rasant, Spannend, und unendlich fesseld.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. September 2008
Krinfelde - irgendwo in Deutschland?
Nicht irgendwo, sondern mittendrin fühlt man sich bei Helene Henkes Debütroman "Die Totenwächterin" aufgehoben...
In diesem ersten Teil der Serie "Das Rote Palais" sieht man sich auch mittendrin im bald legalisierten Vampirismus in Deutschland und bewegt sich mit Detektivin Leyla Barth auf spannenden und gefährlichen Pfaden zwischen sowohl dubiosen Menschen als auch liebenswerten Vampiren und anderen unheimlichen Gestalten.
Mit einer Mischung aus einer gesunden Portion Spannung, Action, Erotik, Witz, sehr guter Recherche und Liebe fürs Detail schafft Helene Henke es, den Leser auf eine kurzweilige Reise durch Krinfelde zu nehmen - eine Stadt mitten unter uns.
Leyla Barth, eine symphatische Heldin mit Ecken und Kanten, führt uns durch die Welt der Vampire und lehrt uns, diese Wesen zu verstehen und steht im übertragenden Sinne als sozialkritisches Symbol dafür, dass ein Miteinander mit "Randgruppen" möglich ist.
Helene Henke schafft es, dass ich meine Stadt nun mit anderen Augen sehe und ich mich beim Überqueren des Hauptbahnhofes bei Nacht immer in Leylas Krinfelde sehe und ich weiß, dass Leyla und Rudger sich oben über dem Kino meiner Heimatstadt bis zum Morgengrauen lieben...
Ich warte gespannt auf die nächsten Teile!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2011
Beschreibung:

Leyla Barth lebt in einem Deutschland in dem Vampire neben Menschen leben und der Staat dabei ist den Vampirismus zu legalisieren. Als ehemalige Polizistin und dem Ruf eine Totenwächterin zu sein arbeitet sie nun als Detektivin im Kampf gegen die Vampire.

Als die Polizei Leyla um Hilfe bei den mysteriösen Morden an Vampiren bittet gerät das Kino Aurodom ins Visier der Ermittlungen. Die Recherchen führen Leyla in die Arme des Meistervampirs Rudger der sie mit seinem Charme um den Finger wickelt und in die Kreise der Sekte Thetania e. V. die sich den Schönheits/Jugendwahn der menschlichen Rasse für ihre Zwecke zunutze machen.

Meine Meinung:

>>Die Totenwächterin<< ist der Auftaktroman zur vampirischen Reihe >>Das rote Palais<< von Helene Henke, und gleichzeitig das erste Werk das ich von der Autorin gelesen habe. Auf den ersten Blick scheinen knapp 190 Seiten ziemlich dünn zu sein, doch das liegt wohl an dem etwas größeren Format und der engeren Schriftsetzung.

Schon nach den ersten Seiten war ich gefangen von den spannenden Vorfällen in Leylas Umgebung. Man wird regelrecht in eine vampirische und ziemlich spannungsgeladene Story hineingeworfen die einen nicht mehr loslässt. Helene Henke erzählt in >>Die Totenwächterin<< aus der Sichtweise der Detektivin Leyla, stelleneweise gewährt sie einem jedoch auch Einblicke in das faszinierende Leben des Meistervampirs Rudger. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen und das ganze hat der Geschichte eine gewisse Fülle gegeben. Gefühle und Gedanken von Leyla stehen an erster Front und die Absätze aus Rudgers Sicht ergänzen das alles hervorragend.

Mysteriöse Mordfälle und die ominösen Aktivitäten der Sekte Thetania bringen knisternde Spannung in das Ganze hinein. Während der ganzen Aufregung in Leylas Leben schleicht sich langsam der charmante Gentleman Rudger in ihr Herz. Visionen und das eintauchen in Bruchstücke von Rudgers Vergangenheit zeigen eine unerwartete Verbindung an.

Die Figuren der Geschichte fand ich zwar gut gewählt und ziemlich interessant, da ich jedoch immer sehr neugierig bin hätte ich am liebsten noch mehr "Hintergrundwissen" zu Leyla und Rudger aufgesogen.

>>Die Totenwächterin<< hat mir durch den spannende und dennoch abwechslungsreichen Handlungsverlauf sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt auf die weiterführenden Bände.

Mein Fazit:

Eine toller Roman für Vampir-Fans und diejenigen die es noch werden wollen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. November 2009
Nachdem ich von den beiden letzten Büchern, die ich von deutschen Autorinnen gelesen habe, etwas enttäuscht war, war ich ziemlich skeptisch, als ich zu lesen anfing. Aber ich wurde positiv überrascht.
Der Schreibstil ist flüssig, es gibt nur wenig Rechtschreibfehler und die Geschichte selbst finde ich auch nicht schlecht. Da ich die Anita Blake-Reihe nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, ob die Autorin dort "geklaut" hat. Mir gefiel auf alle Fälle die Welt, die die Autorin geschaffen hat und ich fand den Aspekt, den Schönheits- und Jugendwahn mit einem Leben als Unsterblicher in Verbindung zu bringen sehr interessant.

Leyla wirkte ein bisschen zu unnahbar auf mich und Rudger konnte mich eigentlich auch nicht so recht faszinieren. Außer seinem guten Aussehen und einem kurzen Blick auf seine Vergangenheit erfuhr man nicht allzu viel über seinen Charakter, sodass er etwas blass blieb. Jarno erschien mir zum Beispiel viel interessanter. Am Schluss ging alles ein bisschen schnell, sowohl die Sache mit Rudger und Leyla, als auch die Entlarvung des Mörders. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie Leyla zu ihrem Verdacht bezüglich des Mörders kam, genauso wenig wie sich mir ein zwingendes Motiv für die Taten aufdrängt.
Im Dunklen blieb auch, weshalb Rudger Leyla bereits bei ihrer Geburt als Gefährtin auserkor. War das nur Zufall, weil er ihr sein Blut gab oder wann und warum hat er sich in sie verliebt? Leyla fühlt sich zwar von Rudger angezogen, aber sie kann ihre Gefühle auch problemlos zur Seite schieben. Das erweckt den Eindruck, dass ihre Gefühle nicht sehr tief sind und die Liebesgeschichte wirkt dadurch etwas unterkühlt. Andererseits lässt sich Leyla dann, trotz ihrer Bedenken gegen eine Beziehung mit einem Vampir, ziemlich schnell auf Rudger ein. Das passt nicht ganz zusammen.

Davon abgesehen war das Buch unterhaltsam, aber bei dem Preis bin ich noch am Überlegen, ob ich den zweiten Band auch lesen soll.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2009
Dieser Roman ist für ein Debüt keineswegs schlecht. Jedoch hatte ich während des Lesens das Gefühl, ganze Handlungsabläufe bei Laurell K. Hamilton schon einmal gelesen zu haben - dichter und interessanter. Leyla und Rudger sind relativ gut charakterisiert, jedoch zu oberflächlich. Ihre Gefühlswelt wird lediglich angeschnitten - nicht jedoch auf die Art, die der eigenen Phantasie freien Raum lässt.

Leider bleibt Leylas Kollege Rolf noch ziemlich blass, dabei wäre er doch als Leylas Gegenwicht gerade interessant gewesen.

Helene Henkes Wortwahl - dass Leyla die Vampirkräfte auf oder unter der Haut spürt - erinnert zusätzlich an Hamilton.

Hier wie dort fließt reichlich Blut, doch in diesem Buch lässt mich das relativ kalt, da die Figuren, die mit diesen Szenen konfrontiert werden, emotional zu weit von mir entfernt blieben, als dass mich ihr Erleben wirklich an die Seiten gefesselt hätte.

Die Sprache ist einigermaßen fließend, jedoch nicht so gleitend wie die manch anderer Autoren.

Ich habe den Roman schnell heruntergelesen, was bedeutet, dass er mich gut unterhalten hat. Doch er ist mir zu wenig eigenständig. Wer Action, Blut und Erotik auf höherem Niveau lesen will, sollte sich lieber an Laurell K. Hamilton halten.

Andererseits finde ich es gut, dass Helene Henke den Mut hat, den Vampirismus in Deutschland zu legalisieren und sich kritsch mit dem Jugendwahn unserer Zeit auseinanderzusetzen.

Das beinah von Anfang an vorhandene zarte Vertrauen zwischen Leyla und Rudger jedoch habe ich als sehr angenehm empfunden.

Mein abschließender Eindruck:
Ein noch sehr schwaches Fundament, das jedoch durchaus Potential hat, sich zu etwas ganz Eigenständigem zu entwickeln. Zwar nur einen kleinen Funken, doch der wird hoffentlich noch wachsen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2010
Mein erster Vampirroman einer deutschen Autorin, deren Romanhandlung auch in Deutschland spielt.
Es geht um eine Privatdetektivin und früheren Polizistin, die aber nebenher auch spezielle Fälle für die Polizei bearbeitet.
Durch einen aktuellen Fall, sowie einem Auftrag eines Klienten, gerät Leyla in die Machenschaften von Vampiren und anderen Gestalten.
Ab diesem Zeitpunkt baute sich langsam, aber stetig, Spannung auf.
Die polizeilichen, wie auch ihre privaten Ermittlungen führen Leyla ins Multipexkino Aurodom, dass sich in fester Vampirhand befindet.
Dort macht sie Bekanntschaft mit etwas viel Schlimmeren als einem Vampir und findet interessante Dinge über einen Verein heraus, der sich teilweise auf illegale Weise mit dem Schönheits- und Jugendwahn befasst ...

Während Leyla nun versucht, dem Verein das handwerk zu legen, muss sie sich mit bösartigen Kreaturen herumschlagen und sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Nebenbei bahnt sich etwas Undefinierbares zwischen Leyla und dem Meistervampir von Krinfelde an, was sie zunächst nicht einordnen kann und dann nicht richtig wahr haben will. Aber es existiert ein unsichtbares Band zwischen ihnen, das im laufe des Buches immer offensichtlicher wird. Die Visionen, die dazugehören, machten Leyla die Verbundenheit noch deutlicher.

Der Roman hatte mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Vielleicht hing es auch damit zusammen, dass ich das Gefühl hatte, regelrecht in die Geschichte hineinzustolpern. Da ich das Buch anhand einer Leserunde mit der Autorin lesen durfte, wurde mir dieses Gefühl bestätigt, da es gleich rasant losging.

Da die Handlung meist aus Leylas Sicht in der personalen Perspektive geschildert wurde, bekam ich auch mit, was in ihrer Gefühls - und Gedankenwelt vor sich ging. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass ich ein Teil von ihr bin und das war einfach genial dargestellt.
Aber auch der Blickwinkel des Meistervampirs Rudger kam wenige Male vor und in dieser Sicht erfuhr ich einiges über Rudgers früheres Leben, sowie auch interessante Verzweigungen zu Leylas Vergangenheit.

Trotz der wechselhaften Standorte und Geschehnisse baute sich sehr schnell eine Grundspannung auf, die von Kapitel zu Kapitel zunahm.
Gerade die Abwechslung zwischen den Todesfällen, den Nachforschungen um Thetania e.V., sowie Leylas Privatleben und Vergangenheit machten den Debütroman von Helene Henke so interessant.
Was den Mörder anging, lag ich zum Schluss richtig. Aber es dauerte fast das ganze Buch durch, bis ich dahinter kam.

Sie Kapitel sind mit Abschnitten aufgelockert und wirken durch das, etwas für mich unhandliche Format des Buches, etwas kurz.
Die Autorin schreibt so, dass man sich gut in die Geschichte hineinversetzen kann.

Fazit:
Ein tolles Leseerlebnis. Nun freue ich mich schon auf den zweiten Teil!
Fünf volle Sterne!

Auch hier noch einmal ein großes Lob an die Autorin und ein dickes Dankeschön für die autorenbegleitende Leserunde!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juni 2009
Leyla Barth ist eine toughe Privatdetektivin in Krinfelde, wo Menschen und Vampire mehr oder weniger friedlich miteinander leben. Der Vampirismus soll in Deutschland sogar legalisiert werden. Doch dann geschehen Morde an Vampiren und Leyla erhält den Auftrag, bei deren Aufklärung mitzuhelfen. Ihr Weg führt sie in das örtliche Multiplexkino, in dem Rudger von Hallen, der Meistervampir, herrscht. Er versucht, Leyla in seinen Bann zu ziehen. Kann sie sich seinem Charme widersetzen? Und was hat der geheimnisvolle Verein Thetania e.V. mit den Morden zu tun? Ein spannender erster Fall für Leyla Barth.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dies war mein erster Vampirroman. Er spielt in meiner Heimatstadt Krefeld (Krinfelde), was mich dazu bewegte, dieses bisher unbekannte Genre doch einmal zu probieren. Und siehe da, Helene Henke hat es geschafft, mich zu infizieren".

Die Geschichte um Leyla und Rudger erzählt sie mit Witz und Spannung. Ich fand es an keiner Stelle zu weit hergeholt oder überdreht dargestellt. Leyla ist zwar die Superheldin, aber diese Gattung kann einem auch in jedem normalen Krimi über den Weg laufen. Die Vampirszenen fand ich zum Teil sehr erotisch geschildert, aber niemals billig oder kitschig. Das Lokalkolorit unserer Heimatstadt hat die Autorin sehr schön rübergebracht. Am liebsten wäre ich mit dem Buch in der Hand kreuz und quer durch Krefeld gefahren, um es an den Originalschauplätzen zu lesen.

Die Figuren werden gut vorgestellt und einige sind mir während der Lektüre richtig ans Herz gewachsen. Aber zum Glück gibt es schon im Juli 2009 ein Wiedersehen mit Leyla Barth, denn dann erscheint Der Gottvampir" im Sieben Verlag.

Fazit: Spannend, witzig, erotisch! Danke an Helene Henke, dass sie mir dieses Genre näher gebracht hat.
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am 14. Mai 2009
Die Totenwächterin ist der Auftakt zu der Buchreihe Das rote Palais". Es handelt von einer Liebesbeziehung zwischen Rudger, dem Meistervampir der Stadt und der Detektivin Leyla Barth. Die Vampire haben sich erst kürzlich vor der Menschheit geoutet und die Gesetze sind noch nicht alle angepaßt, was dann teilweise noch zu argen Schwierigkeiten führt. Ist z.B. ein Mann Witwer, wenn seine Frau ein Vampir wurde ???
Sehr interessant sind auch die beschriebenen Auswirkungen auf die Menschheit, als bekannt wird, dass es Vampire gibt. So sehen viele auch die positiven Seiten der Untoten und das ewige Leben, ein schöner Körper und strotzende Gesundheit werden gewinnbringend vermarktet. Im heutigen Zeitalter des Schönheits- und Jungendwahns selbstverständlich eine lohnende Einnahmequelle. Die Schattenseite des Vampirismus wird dadurch verdrängt und die Menschheit spaltet sich in 2 Gruppen der Vampirgegner und -Fans.

Die Beziehung zwischen Leyla und Rudger gestaltet sich sehr schwierig, da Leyla durch ihren Beruf auch gelegentlich Vampire töten muss, welche das Gesetz gebrochen haben. So weiß sie gelegentlich nicht auf welcher Seite sie eigentlich steht und viele Menschen machen keinen Unterschied zwischen den guten" und den bösen" Vampiren. Deshalb hält sie auch anfangs dem Werben von Rudger stand und geht nicht darauf ein. Schließlich würde eine Beziehung zwischen einem Vampir und Vampirjäger auf Dauer nicht funktionieren. Erst später erfährt Leyla warum sie sich aber doch so stark zu Rudger hingezogen fühlt und wie es in allen guten Liebesgeschichten ist, gibt sie schlußendlich nach und man darf auf die Fortsetzungen gespannt sein.

Der Roman ist im Vergleich zu der derzeitigen Vampir-Love-Story-Schwemme" eine gelungene Abwechslung und hebt sich in einigen Punkten von den Standardromanen ab. Zwar muss diese Geschichte auch die Standard-Kategorien wie Mann verliebt sich in Frau, die Beziehung kann nicht klappen, nach einigem hin und her kommt man sich doch näher und das Schicksal verbindet die beiden irgendwie und am Ende das große Happy-End enthalten, doch gibt es hier einige interessante neue Aspekte. So z.B. die Ausnutzung der Vampirfähigkeiten durch die Menschen. Sekten entstehen, welche das ewige Leben versprechen und nun auch diese Versprechen durchaus halten können.
Und welche Konflikte entstehen wenn es wirklich plötzlich Vampire gibt, welche Auswirkungen hat dies auf die Gesetze und die Menschheit ???
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Helene Henke beweist mit diesem Debüt eindrucksvoll, dass actionreiche Urban-Fantasy hervorragend auch mit einem deutschen Schauplatz funktionieren kann. Spannung vor der Haustür!

Leyla Barth ist ehemalige Polizistin, Privatdetektivin und noch immer "teilzeit" bei der Polizei tätig, wenn Fälle auftauchen, an denen nicht "nur" Menschen beteiligt waren. Die Zeiten in Deutschland sind im Umbruch, man hat sich in der Gesellschaft damit abgefunden, das die Menschen nicht allein sind und man möchte die "Geschöpfe der Nacht" mittels Gesetz legalisieren. Da die Lage noch nicht stabil ist und es viele Konflikte zwischen Menschen und Untoten gibt, hat Leyla Barth alle Hände voll zu tun... .
Unverhoffte Unterstützung erhält sie dabei von Rudger von Hallen, dem geheimnisvollen Meistervampir der Gegend und ihrem künftigen Gefährten. Doch davon ahnt Leyla nichts und sie ist auch alles andere als begeistert... .

Eine Sekte zieht ihre Kreise in der feinen und gutbetuchten Gesellschaft, die Vampirismus als Heilmittel zur ewigen Schönheit und Jugend propagandiert. Dann geschehen Morde an Vampiren, Leyla bekommt einen Auftrag vom ultimativen Bösen und Antworten zu dem Geheimnis ihrer eigenen Geburt.

Kaufen, eintauchen und genießen! Ich hoffe, noch viel von Helene Henke vor die Augen zu bekommen. :-) Leyla ist stark, unabhängig, sympathisch und unschlagbar gut!
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