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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch sind wir Zechenkinder..., 27. Dezember 2013
Von 
Werner Popp (Duisburg, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets (Gebundene Ausgabe)
Wenn der Vater 40 Jahre Bergmann war und man selbst zu Beginn des Beruflebens ,wenn auch unfreiwillig in diese Welt verschlagen wird, dann liest man dieses Buch vielleicht anders als ein Mensch der so gar nichts mit dieser Paralellwelt zu tun hatte. Wir im Ruhrgebiet sind schon etwas anders als die Anderen und das liegt wohl auch an der Montanindustrie die uns so lange geprägt hat. Während am Ende dieser Epoche das bergmännische Leben in immer kitschigeren Varianten des Merchandising verwurstet wird, kommt dieses Buch gerade rechtzeitig. Halden , heutzutage Ausflugsziele für Instagramhipster und Familien mit Kinderwagen sind Zeugen der Leistung dieser Menschen, die mit Muskelkraft und Maschinen diese Unmengen an Erden und Steinen zu Tage gefördert haben. Förderturmromantik, die unreflektiert vergisst ,was es bedeutet 1000 Meter tief in eine lebensfeindliche Welt einzudringen. Da ist nix Schönes dran. Das immer wieder beschworene Kumpelhafte war eine einfache und in sich logische Notwendigkeit. Und auch davon gab es Ausnahmen.Aber es stimmt schon, dieser Zusammenhalt Unter Tage war etwas Besonderes. Eine Zwangsgemeinschaft wie sie nur unter solch besonderen Lebensbedingungen entsteht. Und eine Haltung zum Leben die sich daraus entwickelt. Das hat dieses Gebiet geprägt wie nichts anderes. Es ist nicht mehr viel übrig geblieben, ein paar teure Kulturtreffpunkte mit eben dem kitschigen Merchandising, durchaus notwendig und erhaltenswert. Diese können aber nicht wiedergeben was es bedeutete Bergmann zu sein. David Schraven, quasi ein Kind welches neben der Zeche groß geworden ist und dort immer noch lebt, hat aber genau die richtigen Menschen gefragt die das wiedergeben können. In 25 sehr persönlichen, berührenden und immer unterhaltsamen Geschichten von Menschen die eine andere Welt kannten. Uwe Weber preisbewerter Photograph, auch aus der Gegend und mit Lizenz zum Unter Tage Shooting. (was gar nicht so einfach gewesen sein dürfte, die Kamera musste ja schlagwettergeschützt sein) Er gibt diesen besonderen Menschen ein Gesicht. Und das so großartig und respektvoll, mit Rücksicht darauf wie unterschiedlich diese Menschen in diesem Schmelztiegel unterschiedlich sind. Es ist leider auch ein Denkmal für eine Zeit die bald vorbei sein wird. Und in 10 Jahren werden wir uns darüber richtig ärgern wenn die Importkohle zu teuer zum importieren ist und die Abdeckergewinnler die hier ihren Sondermüll verklappen sich in schöne Resorts zurückziehen, während wir wieder den Dreck ertragen müssen, aber das ist eine andere Geschichte. Die Tradition wird weiter vermarktet, aber dieses Buch würdigt die Lebensleistung von besonderen Menschen. Helden des Alltags , die fast nebenher und aus eben dieser bestimmten eignen Haltungzum Leben heraus,Amokläufer stoppen, Koreaner die vor den Auswirkungen des Krieges fliehen, die unfassbar mutige Kameradschaft der Grubenwehr. Menschen die wo andere längst resignieren einfach weitermachen, denn das haben sie doch immer gemacht. Das konnten sie am Besten, improvisieren und anfallende Probleme vor Ort lösen. Das Buch kam rechtzeitig zu Weihnachten und ich habe es 5 x verschenkt. An ganz unterschiedliche Freunde und Verwandte. Die Rückmeldung sind immer begeistert. Noch mehr geht nicht. Dem Ankerherz-Verlag kann ich nur danken, da sie den Worten und Bildern einen so ansprechenden Rahmen gegeben haben. Und weil es den Bossen der RAG bestimmt nicht gefällt was die Kumpel,Steiger und Betriebsräte da an Wahrheiten raushauen. 6 von 5 möglichen Sternen. Und natürlich dem Buch : Glück Auf !
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Kumpelkitsch, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets (Gebundene Ausgabe)
Zwischen den zwei kohleschwarzen Leinendeckeln dieses berührenden und fesselnden Buches steckt jede Menge ehrliche Haut! Ohne Kumpelkitsch und doch in dem stolzen Bewusstsein, dass sie zu den letzten ihrer Art gehören, berichten 25 Bergleute von Abenteuern und Geschichten, die sie nicht vergessen wissen wollen. Was Autor David Schraven und Fotograf Uwe Weber zu Papier gebracht haben wirkt unverfälscht: Manchmal kämpferisch, malnchmal resignierend, mal mit Augenzwinkern, immer erhobenen Hauptes berichten die Bottroper Bergleute von einer Welt, die schon 2018 vollends der Vergangenheit angehören wird. Dann schließt mit der Zeche in Bottrop die letzte im Ruhrgebiet.

Dieses wunderbare Buch - in hochwertiger Ausgabe wie schon andere liebevolle Bücher aus dem Ankerherz-Verlag - hilft mit dafür zu sorgen, dass bei allem Strukturwandel-Gewese mehr von dieser Vergangenheit im Herzen zu bewahren, als es durch lichtbestrahlte Industrie-Denkmäler und flotten Ruhrie-Sprüchen auf Kaffeetassen und Schlüsselanhängern möglich ist.

Beste Lektüre für jeden, der das Ruhrgebiet seine Heimat nennt. Und unverzichtbare Lektüre für jeden, der sich schon immer gefragt hat, warum Leute gerne im Ruhrgebiet leben: Wegen so viel ehrlicher Haut und solchen Geschichten darüber eben!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Astreines Buch, 13. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets (Gebundene Ausgabe)
Ich komme aus dem Pott und bin ihm nach Frankreich entflohen. Und ehrlich gesagt hatte ich mit den Zechenkindern nie etwas zu tun gehabt, diese schwarze Männerwelt hat mich auch nie interessiert, ich fand sie eher folkloristisch und nervig. Aber dieses Buch hat mir gefallen. Weil die Kumpel ungeschönt erzählen und nicht die ewig alten Sprechblasen vom Zusammenhalt unter Tage wiederholen. Ihre Geschichten sind neu und erquickend, David Schraven muss viel Zeit mit seinen Protagonisten verbracht haben, um aus ihnen das Interessanteste herauszulocken. Stefan Dreimann ist so einer, der einfach nur ehrlich sagt: "Ich habe das Meer geliebt, diese offene Sicht, die gute Luft. Unter Tage ist das Gegenteil vom Meer: Eng, dreckig und dunkel." Das ist doch mal eine Aussage. Meine Lieblingsperson ist Axel Kwiatkowski, der ist so schön ungekünstelt. Er erzählt von seinen Füßen, die bei der Grubenwehr in kochend heißem Wasser standen und wie er bei der Zeche anfing: "Die haben wirklich jeden genommen, selbst mich." Diese aufrichtigen Geschichten machen einfach Spaß. Selbst aus der Ferne, weit weg von den Zechen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wirklich harte Maloche, 30. Dezember 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets (Gebundene Ausgabe)
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Bottrop 2018- die letzte Grube wird dann geschlossen sein und was bleibt, sind eigentlich nur die Erinnerungen der Menschen. Nicht die Kohle, nicht das Geld, nicht die kilometerlangen Stollen in 1000 Meter Tiefe sind es, die von diesem Bergbau übrigbleiben, sondern die Geschichten der Bergleute, deren Kameradschaft, die Erinnerung an schier unglaubliche "Maloche", an Hitze und schwarzen Ruß, an Unfälle und an Staublungen. Der Bergbau verbindet sich mit dem Ruhrgebiet und oft genug mit einer gewissen Romantik. In seinem Buch erzählt Schraven in 25 ausgewählten Geschichten die Geschichte des Bergbaus und lässt Kumpels zu Wort kommen. Ein Zeitzeugnis.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch, 3. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets (Gebundene Ausgabe)
Schon die Einleitung läßt mich zurückkehren in meine Kindheit.
Wie der Autor seine Kindheit und Jungend in Bottrop erzählt. Ich erkenne mich darin wieder.
Die Geschichten sind wunderbar geschrieben. Oft so spannend das ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte
bevor ich das Ende nicht gelesen hatte.
Es ist keine Wehmut in mir das der Bergbau enden wird nur Dankbarkeit für die Erlebnisse und Freundschaften die
mir geschenkt wurden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein einfach SCHÖNES BUCH, 26. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets (Gebundene Ausgabe)
Interessanter Inhalt, und handwerklich richtig gut gebunden. So kann ich das weiterempfehlen!
Warum schenkt mir das kein Mensch? Die guten Sachen muss man sich scheinbar selbst kaufen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 16. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets (Gebundene Ausgabe)
Sehr gutes Buch, auch als gratis E-Book zu bekommen, wenn man das Buch gekauft hat. Das Buch wurde schnell geliefert und ist absolut empfehlenswert.
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Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets
Zechenkinder: 25 Geschichten über das schwarze Herz des Ruhrgebiets von David Schraven (Gebundene Ausgabe - Dezember 2013)
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