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55 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Prädikat: wertvoll!,
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Wie viel Sorgfalt in diesem Buch steckt, merkt man, sobald man es in den Händen hält. Das Konzept von Bild, Text und Grafik ist rundum aufgegangen: die Geschichten der Kapitäne sind authentisch, aber nicht ohne Augenzwinkern von Stefan Krücken aufgeschrieben und so spannend und skurril, daß man "Orkanfahrt" nicht weglegen kann, bevor man am Ende des Buches angelangt ist. Zwischen den Kapiteln gibt es unheimlich schöne Illustrationen des Schweizer Grafikers Jerzovskaja, der u.a. letztes Jahr mit dem Buchprojekt "Fußballhelden" Furore gemacht hat. Und natürlich die charmanten schwarz-weiß-Portraits des Fotografen Achim Multhaupt: nach jeder Erzählung blättert man zurück, um nochmal nachzusehen, wer diese oder jene Geschichte wirklich erlebt hat. Dabei haben mich vor allem die Anekdoten gefesselt, die in den 50er und 60er Jahren spielen, also jenseits von Kapitänspatent und Globalisierung. Bei aller Nostalgie und Seemannsromantik strahlt dieses Buch eine Wahrhaftigkeit aus, die von echtem Interesse und Engagement zeugt. Landratten dürften sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können, und für Seebären und Haudegen jeder Art ist dieses feine Buch sowieso ein Muss. Applaus!!
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77 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Titelgeschichte ein übler Fake,
Von
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich eine nette Idee: Kapitäne erzählen Ihre spannendsten Erlebnisse aus vielen Jahren Seefahrt. Dazu jeweils ein markantes Foto der Helden, und fertig ist ein durchaus lesenswertes Buch.Mit großem anfänglichen Ineresse schlug ich also den Band auf und begann mit der Titelgeschichte "Orkanfahrt". Doch schon nach wenigen Sätzen fiel mir die eine oder andere Ungereimtheit auf, bald auch diverse sachliche und seemännische Fehler. Zum Schluss war ich dann ziemlich verärgert über die Dreistigkeit, mit der hier dem Leser eine "gefakte" Story präsentiert wird. Mein eigenes Kapitänspatent aus den 70er-Jahren verstaubt irgendwo in der Schublade, ich habe aber doch noch deutliche Erinnerungen an meine Fahrzeit. Und diese Erinnerungen decken sich so garnicht mit der Schilderung, die der Autor dem Helden der Geschichte, Kapitän Feith, in den Mund legt. Da läuft also die SVEA PACIFIC von Houston aus mit Ziel Liverpool. Beladen "bis zur Lukenabdeckung" mit Stahlträgern. Gott sei Dank, denn so ist das Schiff "steif" und kann sich "nicht verformen". Ich hatte aber doch gelernt, dass Stahlladung ein Schiff raummäßig zu höchstens 50 % auslastet und dass der Begriff "steif" nicht die Festigkeit des Schiffskörpers meint, sondern das Aufrichtvermögen bei Schräglage. Südlich der kanadischen Küste kommt der Dampfer nun in schwerstes Wetter, Hurrican Grace ist im Anmarsch. Aus "einem komischen Gefühl" heraus ändert der Kapitän schon mal den "Kurs um 180 Grad". Was für ein Glück, denn sonst wäre das Schiff "verloren gewesen". Hallo - ist der Alte irre? Man fährt einen Dampfer doch nicht nach Gefühl.Es gibt Wetterberichte, Wetterkarten etc. und letztendlich auch den Auftrag, das Schiff zügig und wirtschaftlich von A nach B zu bringen. Großer Mist, jetzt bekommt das Schiff auch noch starke Schlagseite. "Ein Riss? Ein Leck?". Hurtig werden der 1. Offizier und der Bootsmann an Deck geschickt, um die Ballasttanks zu peilen. Im Orkan, mit Peilstab und Kreide. Mit der Kreide wird der Peilstab eingerieben, dann in das Peilrohr versenkt, wieder hochgeholt - und nun kann man den Füllstand im Tank an der Grenzlinie trockene/nasse Kreide ablesen. Seemännisch absolut korrekt beschrieben. Im Orkan aber undenkbar, wenn die Brecher über Deck laufen, die Luft von Gischt erfüllt ist und das Wasser in den Tanks durch die Schiffsbewegungen aus den Peilrohren pfeift. Die Jungs wären nach wenigen Augenblicken über Bord gewaschen worden. Mit 88 m Länge ist der Kahn ein "fettgemachtes Kümo" - ohne nennenswerten Freibord. Oh Gott - 900 Tonnen Wasser sind eingedrungen. Habe etwas recherchiert, die gesamte Ballastkapazität des Schiffs betrug 1.611 m³, verteilt auf diverse Tanks. Also mehr als die Hälfte aller Tanks leck. Puh - was machen wir denn da? Jo - Ballastpumpen anwerfen, dann geht es erstmal. Im Auge des Orkans (schauder ..) gibt es dafür zoologische Nettigkeiten zu bewundern. Es treiben sich tausende "Seevögel" auf dem Wasser herum, "Gänse, Möwen". Warum nicht gleich noch ein paar Störche und Wellensittiche? Gänse auf See - 300 sm von der Küste entfernt .... ? Nächste Katastrophe - die Rudermaschine fällt aus. Das Schiff droht steuerlos zu werden. Der mutige Chief eilt in den Maschinenraum und nach 10 Minuten gelingt es ihm, die "Reservemaschine" zu starten. Er hätte nur auf der Brücke einen Knopf drücken müssen, so funktioniert das nämlich an Bord. Wir erfahren dann noch, dass das waidwunde Schiff mit einer defekten Rudermaschine und durch die stets laufenden Ballastpumpen mühsam über Wasser gehalten endlich den Hafen von Liverpool erreicht. Der Kapitän gönnte sich nach dem Abenteuer mit der Rudermaschine einen tüchtigen Schluck Whisky. Diverse Schlucke hat wohl auch der Autor beim Schreiben konsumiert. Wie sonst käme er auf den aberwitzigen Gedanken, den Kahn im beschriebenen Zustand noch quer über den Atlantik, von der Südküste Kanadas bis nach Liverpool, laufen zu lassen. Auch der dümmste Kapitän hätte umgehend einen kanadischen Nothafen angelaufen, anstatt Besatzung, Schiff und Ladung in Gefahr zu bringen. Und haben nicht auch Reederei und Versicherungen hier ein Wörtchen mitzureden? Ich habe die Reise der SVEA PACIFIC recherchiert. Sie hat tatsächlich in der angegebenen Zeit stattgefunden. Nach Entladung in Liverpool blieb das Schiff allerdings ohne Werftaufenthalt in Fahrt - es kann also die beschriebenen Schäden nicht gegeben haben. Kapitän Feith hat in mehreren Büchern seine Lebensgeschichte erzählt (siehe "Gelbe Reihe", Eigenverlag Ruszkoswki). Absolut sachlich, nüchtern und seemännisch einwandfrei. Der Mann ist über jeden Zweifel erhaben. Wer hat sich dann aber den ganzen Müll aus den Fingern gesogen? Diese Frage habe ich dem Herausgeber gestellt, den ich auch über die diversen Ungereimtheiten der Story informierte. Herr Krücken berief sich danach auf seine unantastbare Quelle ... Es möge sich jeder selbst sein Bild machen. Völlig inakzeptabel finde ich nur, dass die fiktiven Helden in der Story "Orkanfahrt" den echten Helden der Seefahrt vorangestellt werden. Dazu zähle ich z.B. den Seenotretter Grube, der seinen Bruder bei einem Einsatz verlor und trotzdem weiterhin seine überaus wichtige und ehrenvolle Arbeit auf See macht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
34 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das richtige Buch für den Herbststurm am Kamin,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt und sich der Wind von der Nordsee tief ins Land vorgräbt, ist es Zeit, am Kamin Platz zu nehmen, sich ein Glas Rotwein einzuschenken und dieses Buch zu lesen."Nichts ist erregender als die Wahrheit" schrieb Reporterlegende Egon Erwin Kisch; nach dem ersten, namensgebenden Kapitel "Orkanfahrt" glaubt man daran auch selbst. Schließlich hat Kapitän Feith "den Sturm", den George Clooney nur spielte, wirklich erlebt. Das Buch, in dem 25 Kapitäne ihre besten Geschichten erzählen, ist ein wahres Kleinod in der lauten Medienwelt. Liebevoll fotografiert und illustriert, fesseln die kurzweiligen Geschichten über Stürme, Piraten, Kriege und die Liebe nicht nur richtige Seebären, sondern auch Landratten, die bei mancher Geschichte heilfroh sind, im Alltag festen Boden unter den Füßen zu haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Großartiges Denkmal für die alte Seefahrt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
"Orkanfahrt" ist die erste Publikation des neuen Ankerherz Verlages, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, von unbekannten Helden und deren Abenteuer des Alltags zu erzählen.Das allein schon verdient Beachtung, kommen doch alle jene Menschen, die unbemerkt von der Öffentlichkeit Tag für Tag immer wieder Aufgaben beherzt in Angriff nehmen, ihre Gesundheit oder gar ihr Leben aufs Spiel setzen, in den Massenmedien selten oder nie zu Wort. Doch nichts ist so fesselnd wie das echte Leben - findet nicht nur Reporter Stefan Krücken. Ankerherz will sich mit einem neuartigen Format zwischen Bildband, Sachbuch und Reportage just jenen Menschen widmen. Den Anfang macht dieses Buch, in dem 25 Kapitäne mit 25 Geschichten aus ihrem Berufsleben zu Wort und zu Bild (erstklassig schwarzweiß fotographiert von Achim Multhaupt und liebevoll illustriert von Jerzovskaja) kommen. Sie berichten von Monsterwellen, gefährlicher Fracht, Piraten und sinkenden Schiffen. Es geht um fremde Häfen, Jahrhundertstürme, Schlägereien im Hafen, Liebe und Tod. Wenn man einmal von Joseph Conrads "Taifun" absieht, dann gehören diese Berichte wohl zum Besten, was die Seefahrtsgeschichte zu bieten hat. Sie beschreiben menschliche Schicksale in der Nord- und Ostsee, in der Karibik, vor Lagos, im Suezkanal, im Atlantik. Der Respekt vor der Naturgewalt der Meere und Ozeane wächst von Mal zu Mal. "Orkanfahrt" ist laut Klappentext "eine Hommage an alle mutigen Männer auf See". Für deren Geschichten reiste Stefan Krücken von Ostfriesland bis Fischland, von Flensburg bis in die Lüneburger Heide. Denn fast alle ehemaligen Kapitäne leben auch heute noch in der Nähe des Meeres. Ein Kurzportrait hält die wichtigsten biographischen Daten des jeweiligen Kapitäns am Ende seiner Geschichte fest. Nichts ist erfunden, auch nicht nachträglich eingeflochten, alle Geschichten sind von den Kapitänen autorisiert, kein Seemannsgarn also. Ankerherz, das ist ohne Zweifel ein Projekt von Reporter Stefan Krücken (max, mare, Stern). Mit "Orkanfahrt" hat er einen sehr beachtlichen Auftakt gemacht. Wir dürfen gespannt sein, welche Helden des Alltags er uns als nächstes präsentieren wird. Fazit: Wer maritime Geschichten und das echte Leben mag, der wird diesem Buch einen ganz besonderen Platz in seinem Bücherregal reservieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Seemannsgarn,
Von
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt. 26 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Taschenbuch)
Die Weite des Meeres ist seit Jahrhunderten nicht nur ein literarischer Ort, sondern ein ganz handfester Arbeitsplatz, auf dem vieles erlebt werden kann und erlebt wird. Stefan Krücken hat die Geschichten von 26 Kapitänen gesammelt, Achim Multhaupt faszinierende schwarz- weiß Porträts erstellt und beide gemeinsam haben das Ergebnis in ein, schon in der Form, wundervoll gestaltetes Buch zusammengestellt, dass von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.Wie Heinz Götzie die harten Kerle der Fischdampfer aus seiner Erfahrung heraus charakterisiert, die Anekdoten aus Bordell, Tresen und den harten Nächten auf dem Nordmeer lakonisch mitteilt und zugleich die Geheimnisse seines Führungsstils offenlegt, lässt einen fast das Salzwasser und die Anstrengung beim Einholen der Netze schmecken, ebenso, wie die Enge auf dem Schiff und die damit einhergehende Aggression spürbar in den Raum tritt. Nebenbei erfährt man noch, was damals ein Haarschnitt von der "Kalten Hand" bedeutete. Dramatisch die Erinnerungen von Peter Lunau an die Explosion auf dem Schiff und die Tage danach im Rettungsboot auf offener See. Gerade wirksam, weil er in solch emotionsloser Sachlichkeit seine Geschichte zu erzählen versteht. Ganz anders gelagert die Rettung eines Republikflüchtlings aus der DDR, der auf der Ostsee von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen war, durch das U-Jagdboot "Najade" unter Kapitän Wolfgang Jungmann. Ein Stück kalten Krieges mitsamt dem Zusammenstoß mit dem Kreuzfahrtschiff "Völkerfreundschaft", das so gar nichts von Seefahrer Romantik in sich trägt, wohl aber den rauen Alltag jener Jahre treffend beschreibt. Geschichten über Geschichten aus verschiedenen Zeiten. Deftige Anekdoten, gefährliche Momente, Unglücke, lehrreiche Geschichten, ein prallvolles Buch voller Lebendigkeit und Erinnerungen, die von einer längst vergangenen Zeit bis fast in die Gegenwart reichen. Piraten kommen übrigens auch vor und auch ansonsten gibt es noch eine Menge zu entdecken in den Geschichten der Kapitäne, die Stefan Krücken bestens ausgewählt und bearbeitet hat. Die Porträts sind ebenfalls durch die Bank weg gelungen und vermitteln einen anschaulichen Eindruck der Persönlichkeit des jeweiligen Erzählers. Ein Buch für alle, die manches Mal mit Sehnsucht über das Meer blicken. Jenseits aller Hollywoodromantik handfeste Seemannskost, mitten aus dem Leben gegriffen, überzeugend zusammengestellt und bestens zu lesen. Natürlich hier und da mit ein wenig Seemansgarn an Übertreibung und Dramatik versehen, was aber dem Gesamteindruck keinen Abbruch zufügt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Gut Idee, hätte man mehr draus machen können,
Von Kaptain Blaubär (Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Orkanfahrt, ein vielversprechender Titel, der Seefahrer und Freunde der Seefahrt neugierig machen auf spannende Geschichten, die packend erzählt werden. Packende Geschichten finden sich tatsächlich im Buch, nicht jede Story ist wirklich toll, aber viele sind lesenswert. Gleich die erste ist sehr spannend, und auch spannend geschrieben. Damit aber auch zur Kritik: manche der Storys bleiben blass, was vielleicht an den Geschichtenerzählern, den Kapitänen liegt, aber sicher auch am Autor und seinen Interviewfragen. Man merkt dem Autor deutlich an, dass er als Journalist kein begnadeter Feature-Schreiber ist. Schade, da hätte man mehr draus machen können, denn die Idee, Kapitäne zu Wort kommen zu lassen, ist klasse. Vielleicht folgt im Verlag ja bald, wie angekündigt, das nächste Buch mit einem ebenfalls spannenden Thema, dann kann der Autor ja noch an seinem Stil feilen. Die Aufmachung des Buches ist sehr aufwendig und wirkt interessant, die Fotos dagegen - mit Ausnehme des tollen Titelbildes - jedoch größtenteils einfallslos. Schade, auch hier hätte ich mit von Kapitäns-Fotos mehr erwartet. Insgesamt durchaus lesenswert für alle, die ein paar Geschichten von der Seefahrt lesen wollen, aber keine allzuhohen Erwartungen an die sprachliche Umsetzung stellen.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Was für ein wunderbares Buch!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben, ich bin schon seit frühester Kindheit sehr an maritimen Themen interessiert, doch dieses Buch ist auch für reine Landratten sehr interessant, vermittelt es doch Einblick in ein Berufsbild, von dem man in der Regel vor allem romantische Vorstellungen hat. Das Spektrum der der erzählenden Kapitäne reicht von einem der letzten noch lebenden Kap Horniers bis hin zum Kapitän eines modernen Containerfrachters. Die Geschichten sind gerade durch ihre Authentizität besonders spannend, die hochwertige und liebevolle Aufmachung des Buches macht das Lesen zum Genuss. Genau wie einer der Rezensenten weiter oben blätterte auch ich nach jeder Geschichte zurück und betrachtete das Photo des betreffenden Kapitäns.Bleibt zu hoffen, dass es den Herausgebern gelingt, noch weitere 25 Kapitäne mit ähnlich spannenden Berichten ausfindig zu machen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, ideal z.B. auch im Gepäck bei einer (Frachtschiff-)Kreuzfahrt! Beste Grüße Excelsior Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Schiff Ahoí,
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Es handelt sich um eine kleine Biographie, denn 25 Kapitäne erzählen darin ihre „besten Geschichten“. Der Autor Stefan Krücken hat Kapitäne, die heute in Norddeutschland leben, nach ihren Erlebnissen auf See gefragt. Hier finde ich es schon einmal super klasse, dass die ausgearbeiteten Texte noch einmal den Erzählern vorgelegt wurden. So handelt es sich wirklich um „echte“ Erzählungen.Auch über die Kapitäne erfährt man einiges. An jedem Ende der Geschichte gibt ein kleiner Text Auskunft über den Jahrgang, den Werdegang, die Schiffe auf denen er diente, in welchem Ort er heute lebt, … Das gibt dem ganzen ein wenig mehr Persönlichkeit. Bei dem Buch handelt es sich um eine Hardcoverausgabe mit zweifarbigen Schutzumschlag. Auf dem Schutzumschlag ist das Portrait eines Kaptain’s abgebildet. Den Umschlag kann man abnehmen und erhält so ein blaues Buch in Leineneinband mit einem Ankerherz-Prägung, dem Wappen des Verlages in dem dieses Buch erschien. Es ist schlicht, aber doch elegant. Mit dem Umschlag sieht es ein wenig markant aus, ohne rau-maritim. Damit kein Lesezeichen in tosenden Wellen verloren geht, verfügt dieses Buch über ein festes in Form eines roten Bandes. Untermalt sind die Geschichten durch Portraits der Erzähler, aufgenommen vom Fotografen Achim Multhaupt. Fast immer sind es ganzseitige Fotos, die raue Seemänner zeigen. Einen lachenden Seebären bekommt man hier selten zu Gesicht, dennoch sind die schwarzweiß Fotos klasse, denn sie haben Tiefe und erzeugen eine ganz eigene Wirkung. (Seht selbst.) Am Anfang einer jeder Geschichte befinden sich die wichtigsten Infos zusammen gefasst: Die Koordinaten an denen sich die Geschichte ereignete, das Schiff auf dem der Erzähler zu dieser Zeit diente und natürlich das Datum. Eine zweiseitige Seekarte ganz zu Anfang des Buches gibt Aufschluss über den Ort der Geschehnisse. Hier findet man, an Hand der Koordinaten, den Schauplatz wieder. – Wer im Karten lesen nicht so geübt ist, nutzt einfach die angegeben Seitenzahlen oder/ und den beigefügten Titel. ;-) ~ Die Geschichten ~ °Orkanfahrt° Kapitän Emil ist am 30. Oktober 1991 mit der „MS Svea Pacif“ unterwegs. Mitten auf dem Nordatlantik gerät das Schiff in den Hurrikan „Grace“, als die Ruderanlage des Frachters ausfällt. °Kap Zorn° Hans Peter Jürgens ist im Juli 1939 mit der Viermastbark „Priwall“ unterwegs. Vor Kap Hoorn. Wochenlang kämpft die Mannschaft gegen den Sturm. °Wasserwand° Im Januar 2000 fährt Manfred Schleiff mit dem Containerfrachter „TMM San Antonio“ auf dem Pazifik, als eine über 30 Meter hohe Welle auf das Schiff zurollt. °Hafensturm° Uwe Bech ist im Oktober 1992 unterwegs nach Kanada. Doch dann rast ein Sturm auf die „MS Europa“ zu und es dauert nicht lange, bis die erste Leine reißt. °Piraten in Uniform° Im Juli 1984 wird für Peter Zylmann die Nacht an Bord der „Mare Sarina“ gefährlich aufregende, denn bewaffnete Banditen greifen an. °Meuterei in Brooklyn° Nicht auf der Bounty, sondern auf der „Stockenfels“ sieht Jan Uwe Andersen sich im Juli 1972 einer Meuterei gegenüber. °Belagerung in Australien° Im Hafen von Melbourne erlebt Jürgen Stolle im Juli 1977 als Besatzungsmitglied der „MS Columbus Australia“ so ziemlich alles: Uranhaltige Erde an Board führt zu Diskussionen, Blockaden, Schlägereien und Streik der Hafenarbeiter. °Rodeo im Roten Meer° Einen blinden Passagier mit Hufen und Hörnern hat Rolf Permien im Oktober 1965 an Board der „MS Dresden“. °Das Krokodil von Langeoog° An einem ruhigen Sommertag Ende der 70er Jahre gleitet Cassen Eils mit der Fähre „Atlantis“ durchs Wasser, als er plötzlich ein Krokodil entdeckt. °Der Brummer von Indianer-Fietje° Ender der 60er Jahre schippert Hein Götzie auf einem Fischdampfer. Er berichtet von den Gefahren, den Freuden und dem Alltag eines Seemanns. °Operation Fischkutter° Anfang der 80er Jahre wartet Günther Langowski an Board des Massengutfrachters „MS William“ sehnsuchtsvoll auf die Nacht, denn das Schiff muss 150 Tonnen leichter werden. °S.O.S. in der Biskaya° Am 12. Februar 1970 empfängt der Tanker „Thoralbe“ einen Notruf. Trotz schwerer See und Sturm geben Peter Steffens alles, um zu helfen. °Der Fehler und der Tod° Die Reise des Frachters „Hamburg“ im Sommer 1971 steht unter keinem guten Stern. Zu allem Überfluss entdeckt Karlheinz Follert auch noch einen leblosen Körper an Board. °Der Untergang von Ocean City° Im Dezember 1958 herrscht Chaos: Ein missachteter Befehl und ein Fehler des Kapitäns führen zum auseinander brechen des Tankers „African Queen“. °Der Junge° Ein liebestoller Junge reist 1966 auf der „TS Braunschweig“ Richtung Indonesien um seine vermeintliche Liebe zu treffen. Als der Traum platzt, hat Hans Gert Franzkeit jede Menge zu tun, um ihn zu beruhigen. °“Wir können das, wir machen das“° Wolfgang Gruben erlebt als Seenotretter auf der „Neuharlingersiel“ so einiges. Er berichtet über den Winter 2006 – als sein Bruder über Board ging. °Beten für die „Eva Maria“° 25. Januar 1978. Peter Lunau ist auf den Weg in seine Koje, als es eine Explosion gibt und meterhohe Flammen das Schiff in Brand setzen. °Die Pistole im Brotkasten° Jörg Bünting rettet auf dem Seenotkreuzer „Hermann Helms“ Leben, doch im August 1998 gibt es einen, der sich einfach nicht helfen lassen will. °Gefangen im Sueskanal° Im Oktober 1967 übernimmt Wolfgang Scharrnbeck das Kommando auf der„Münsterland“, einem Schiff das noch Jahre im Sueskanal festsitzen soll. °Lachs und Kanonen° Helmut Brüning verdient im Winter 1960 seine Heuer auf dem Kutter „Hoffnung“. In der Danziger Bucht treibt eine Fangleine in sowjetische Hoheitsgewässer. °Katfisch on the rocks° Erst hat Heinz Pallentin Ärger mit der Grönländer Polizei, da er angeblich zuviel Fisch gefangen hat. Dann ereilt ihn noch ein größeres Problem: Die „Mainz“ sitzt hoch und trocken auf einem Felsen. °Auf Kollisionskurs mit der DDR° 1969 bekommt das U-Jagdboot „Najade“ einen brisanten Auftrag: Aus der Ostsee soll Wolfgang Jungmann mit seiner Mannschaft einen Republikflüchtling retten. °Achtern raus° Peter-Michael Luserke diente im Herbst 1961 auf der „MS Bergersheim“, Im Hafen von Sorel lernte er Laureen kennen, die einen Liebesbeweis forderte: Entweder das Schiff oder sie. °Handtaschengeschwader° Charly Behrensen erzählt aus den 60ern Jahren und den Kampf gegen das Handtaschengeschwarder im Hafen von Cuxhaven. °Familientreffen im Nordatlantik° Curt „Kuddel“ Klews erlebt im August 1958 auf der „MS Göttingen“ eine kleine Sensation. Mitten auf dem Nordatlantik trifft er seinen Vater. Eine Leseprobe stellt der Verlag hier zur Verfügung: [...] Ganz am Ende des Buches gibt es ein Glossar in dem alle „Fachbegriffe“ aufgeführt sind. Hier werden einfach Dinge erklärt wie „Reeling“ bis hin zu den einzelnen Beaufort-Stufen. (In Beaufort wird die Windgeschwindigkeit gemessen.) Ein gutes spannendes und authentisch Buch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Nett und symphatisch, aber nicht so fesselnd...,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Wirklich nette Geschichten, aber teilweise etwas kurz und manchmal fragt man sich beim Lesen, wann denn endlich der Clou kommt. Trotzdem sind es schöne Geschichten, die zwar wilde Ereignisse beschreiben, aber im entscheidenden Moment ihrer sich anbahnenden Dramatik nicht so arg gerecht werden. Positiv ist sicher, dass es keine reisserische Effekthascherei ist, sondern recht nüchterne Berichterstattung mit einem netten persönlichen Touch.Dennoch ein schönes Buch für Wasserratten und Möchtegern-Kapitäne... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Enttäuschend,
Rezension bezieht sich auf: Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Animiert durch die überschwenglichen Rezensionen habe ich das Buch gekauft. Die Geschichten sind sehr kurz und überwiegend nicht wirklich spannend. Man kann das Buch lesen, muß man aber nicht. Der Preis ist für das Gebotene happig, ich rate vom Kauf ab. Insbesondere wenn man selber zur See fährt und was davon versteht wird man enttäuscht sein.
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Orkanfahrt: 25 Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten von Stefan Krücken (Gebundene Ausgabe - 23. Oktober 2007)
EUR 29,90
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