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251 von 285 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum mir Lehnerts Kritik des Christentums so gut gefällt
Zunächst einmal gefällt mir die Ruhe, Geduld und Sorgfalt mit der Lehnert, der eine Professur für Didaktik an der Pädagogischen HS Berlin inne hatte, später eine für Unterrichtswissenschaft an der FU Berlin, seine glaubenskritischen Ansichten darstellt und ausführlich begründet. Das Buch wirkt insgesamt gepflegt, auch vom Drucksatz...
Veröffentlicht am 4. September 2009 von Wolfgang Klosterhalfen

versus
40 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Massive Bildungslücken
Glaube ist ein Geschenk und unserer Machbarkeit entzogen - das macht Jesus im NT ebenso deutlich wie Paulus. Doch gibt es auch auf ungläubiger bzw. atheistischer Seite einen qualifizierten, wissenschaftlich-objektiven Umgang mit religiösen, theologischen oder bibelexegetischen Fragen und einen ideologischen oder von eigenen weltanschaulichen Konflikterfahrungen...
Veröffentlicht am 13. August 2012 von FMA


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251 von 285 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum mir Lehnerts Kritik des Christentums so gut gefällt, 4. September 2009
Von 
Wolfgang Klosterhalfen (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Zunächst einmal gefällt mir die Ruhe, Geduld und Sorgfalt mit der Lehnert, der eine Professur für Didaktik an der Pädagogischen HS Berlin inne hatte, später eine für Unterrichtswissenschaft an der FU Berlin, seine glaubenskritischen Ansichten darstellt und ausführlich begründet. Das Buch wirkt insgesamt gepflegt, auch vom Drucksatz her.

Lehnerts Religionskritik ist gut durchdacht, basiert auf umfangreichen Recherchen und berücksichtigt auch neuste Forschungsergebnisse, z.B. aussagekräftige Experimente, die nach Libet von anderen Instituten zum Problem des "freien" Willens durchgeführt wurden. Und es bietet eine Schatzkammer gefüllt mit ausgewählt interessanten Zitaten aus ganz unterschiedlichen Quellen. Wussten Sie z.B., dass Maria am Kreuz dem "Schlachtopfer ihres Sohnes liebevoll zugestimmt" hat? Sie brauchen dazu nicht den Katechismus der RKK durchzulesen. Derartiges hat der Autor mit Fleiß und Übersicht zusammengetragen. Eine didaktisch hervorragende Darstellung der Dimensionen Raum und Zeit gibt es sozusagen als Zugabe. Aber auch sie hat ihren Sinn im Gesamtzusammenhang.

"Warum ich kein Christ sein will" hat autobiographische Züge ("Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung"), ist aber alles andere als selbstverliebt. Das Spektakuläre am Buch ist paradoxerweise seine Unaufgeregtheit, sein nicht nachlassendes Bemühen um Wahrheitsfindung, seine Höflichkeit im Umgang mit dem ideologischen Gegner, sein Verzicht auf Polemik und eine Ausführlichkeit, die nicht langweilt, sondern durch die große Anzahl und gute Qualität der religionskritischen Argumente deutlich macht, dass es mit der angeblichen Vereinbarkeit von Vernunft und Glauben nicht weit her ist. Und dass einer Moral, die auf Vernunft und Tatsachen basiert und nicht auf fragwürdigen Überlieferungen und Interpretationen, die Zukunft gehören sollte.
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106 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufklärung, 28. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Es gibt inzwischen viele gute, umfassende Auseinandersetzungen mit den
Christlichen Glaubensinhalten - das Buch von Uwe Lehnert gehört zum
Allerbesten und überzeugt durch sorgfältige Sprache, Sachlichkeit und
Ehrlichkeit, kritische (Selbst)-Prüfung und Toleranz. Man spürt als Leser
seine umfassende Beschäftigung mit allen relevanten Themen.

Mir gefällt besonders, dass er in den ersten Kapiteln verständlich zu und durch
unser heutiges naturwissenschaftliches Wissen führt, und dazu hilft die
Glaubens"-Inhalte der christlichen Religion auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu
überdenken. Sehr zu empfehlen.
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97 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum ich kein Christ sein will - ich auch nicht!, 16. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Die Reife einer Gesellschaft ist ohne Zweifel nach der Qualität der Denkmodelle zu beurteilen, die innerhalb der Gesellschaft gepflegt werden. Da ist es erfreulich, ein Buch wie das von Uwe Lehnert in die Hand zu bekommen, in dem man zur christlichen Religion zusammenfassend lesen kann: "...habe ich für mich die feste und wohl kaum noch zu erschütternde Überzeugung gewonnen, dass es sich um eine vom Menschen erdachte Lehre handelt, deren Wahrheitsgehalt dem eines frommen Märchens entspricht."
Uwe Lehnert formuliert diese Überzeugung am Schluss seines Buches unter der Überschrift "Mein Credo". Sie wird nicht einfach postuliert sondern im Buch entwickelt. Für mich waren besonders jene Teile im Kapitel VI des Buches wichtig, in denen UL an Hand der wahren Quelle, der Bibel, den Kern der Konstruktion der christlichen Religion erläutert.
Die Zitate und Erläuterungen belegen klar, dass das Wesen der christlichen Religion nicht an Hand der im Alltagsgebrauch der Kirche üblichen Zitate bestimmt werden kann. UL reduziert die Bibelgeschichte auf die eigentliche Story. Die fundamentale Bedeutung dieser Geschichte für das Selbstverständnis der Christen ist ungebrochen. Um so unfassbarer ist es, dass immer noch so viele Menschen dieser brutalen Geschichte anhängen.
UL bringt das Groteske u.a. bei der Betrachtung der Rolle des Abendmahls auf den Punkt.
Seite 267
"Sehr aufschlussreichin diesem Zusammenhang ist auch hier wieder ein Blick in die Religionsgeschichte. Kultische Mahlzeiten als Ausdruck der Gemeinschaften des Menschen mit Gott und der Menschen untereinander gibt es in vielen Religionen. Sinn eines solchen Mahles ist eine Opferung, die der Verbindung zu Gott dient und dem ein Teil des Opfers übergeben wird. Andere Mahlkulte gehen von der Vorstellung aus, dass die Opfernden sich göttliche Kraft aneignen, wenn sie die Gottheit verspeisen..."
Und weiter:
"Kann man nach diesen Ausführungen über Opfertod und Abendmahl noch der Auffassung sein, dass diese Kernelemente christlichen Glaubens geringere Akzeptanzprobleme heraufbeschwören als die Jungfrauengeburt, die Existenz der Hölle, die Wiederauferstehung Jesu und dessen Himmelfahrt? Die ... katholische Theologin Ute Ranke-Heinemann spricht offen aus, was ich bisher allenfalls zu denken wagte. Sie spricht in Bezug auf das Abendmahl vom <christlichen Kannibalismus des Menschenblut-Trinkens>."
Auf Seite 264 ff geht er von folgendem Zitat aus dem Katechismus aus, an dem auch der derzeitige Papst Ratzinger mitgewirkt hat:
"Auch die selige Jungfrau ging den Pilgerweg des Glaubens. Ihrer Vereinigung mit dem Sohn hielt sie die Treue bis zum Kreuz, wo sie nicht ohne göttliche Absicht stand, heftig mit ihrem Eingeborenen litt und sich mit seinem Opfer in mütterlichem Geist verband, indem sie der Darbringung des Schlachtopfers, das sie geboren hatte, liebevoll zustimmte."
UL fährt fort: "Diesen letzten...Halbsatz muss man zweimal lesen, um ihn in seiner Abartigkeit voll zu erfassen - oder sind meine Maßstäbe verrückt, dass ich nicht in der Lage bin, die Erhabenheit dieser Worte zu begreifen? Modern gesprochen könnte man sagen: Gott funktionalisiert seinen Sohn. Er zeugt ihn, lässt ihn ein paar Jahre seine Botschaft verkünden und der Versöhnung mit der Menschheit wegen später foltern und abschlachten.(ein Begriff, den der katholische Katechismus ausdrücklich verwendet!) Danach lässt Gott entgegen seiner Liebeslehre mit viel Gewalt aber nur relativem Erfolg unter Verwendung des Bildes des hingerichteteten Sohnes die Botschaft von seiner himmlischen Existenz in der Welt verbreiten. Grotesker und abartiger geht's nimmer!"
Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. In Zeiten, da immer auf's Neue in diesem Land jungen, wehrlosen Menschen dieser Schwachsinn eingetrichtert wird, ist es wohltuend, die klaren Worte in diesem Buch zu lesen.
Mitunter wird der Kirche selbst von ihr fern stehenden Menschen ein Hoheitsrecht in Sachen Moral zugestanden. Die Betrachtungen im Buch reichen über das Aufzeigen der Widersprüchlichkeit der christlichen Lehre und des im Grunde abstoßenden Wesens dieses blutrünstigen Werkes hinaus. Dadurch ist es auch für denjenigen von Interesse, der keine Nähe zum Christentum empfindet. Die Auseinandersetzung mit der christlichen Religion wird zur Plattform der Formulierung eines Lebensansatzes, welcher ohne abenteuerliche Konstruktionen auskommt.
Das Buch empfehle ich dringend zur Lektüre.
Achim Rosenhahn
Brandenburg
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60 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissen statt glauben, 4. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Uwe Lehnert befasst sich in seinem klugen und didaktisch hervorragend gemachten Buch "Warum ich kein Christ sein will" mit der Lehre und Geschichte des Christentums und beurteilt sie im Lichte der Vernunft und heutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse. Er zeichnet den Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung und fragt im Kapitel V "Ist Moral ohne Gott möglich?" Seine Antwort bestätigt viele meiner selbst gemachten Gedanken und ich teile die Meinung des Autors vollumfänglich, dass eine biblische Moral göttlichen Ursprungs nichts zu tun hat mit unserem modernen Verständnis von Ethik und deren Errungenschaften wie die Menschenrechte (also das Recht auf Leben und Freiheit) oder die Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit, das Recht auf freien Zugang zu Informationen oder die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Die ersten vier Kapitel des Buches stellen ein hervorragendes Update des aktuellen Stands von Naturwissenschaft und Philosophie dar. Da ich weder akademisch gebildet noch einen Hochschulabschluss habe, war ich an diesen gerafften "Nachhilfe-Lektionen" sehr interessiert. Uwe Lehnert erklärt die Grundlagen der evolutionären Erkenntnistheorie, der Relativitätstheorie, der Quantenmechanik und der Hirnforschung (Neurobiologie) und stellt nüchtern fest, dass nur ca. 1% der Menschheit über den letzten Stand dieser naturwissenschaftlichen Bereiche Bescheid weiß und vor allem Theologen und Geisteswissenschaftler damit kokettieren, dass sie von Naturwissenschaft keine Ahnung haben und dies auch nicht zu wissen brauchen. Dieser Umstand - das Nichtwissen oder Ignorieren der neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse - sei begründet in der Angst, religiös motivierte Sinnbilder könnten an ihrer Nicht-Plausibilität scheitern, da diese Sinnzuschreibungen und Deutungsmuster heutigen naturwissenschaftlichen Einsichten widersprechen oder auf bloßen Behauptungen oder willkürlichen Annahmen beruhen, so Uwe Lehnert.

Wem Richard Dawkins "Gotteswahn" zu akademisch und Christopher Hitchens "Der Herr ist kein Hirte" zu polemisch ist, der wird die sachliche, fast zurückhaltende und stets um Verstehen der Gegenseite bemühte Art Uwe Lehnerts zu schätzen wissen. Der Autor betont im Klappentext, dass er weder Theologe noch Philosoph ist, sondern nur ein "ganz normaler Mensch wie Du und ich", der sich seinen Unmut über den christlichen Glauben und diese Kirche von der Seele schreiben wollte. Er habe das Buch in der Absicht verfasst, ein durchdachtes Urteil über Gott, Christentum und die Kirche zu bilden. Es sei ein Buch für Menschen, die der Kirche kritisch bis ablehnend gegenüber stehen und für ihre Einstellung Argumente suchen.

Dies alles ist dem Autor in ganz hervorragender Weise gelungen. Das Buch gefällt mir grade weil es leicht verständlich geschrieben ist und komplizierte Sachverhalte aus Wissenschaft, Philosophie und Religionsgeschichte in komprimierter Form akribisch zu erklären weiß. Daher ist aus meiner Sicht "Warum ich kein Christ sein will" die besser geeignete Lektüre für "Otto Normalverbraucher" als die oben erwähnten Bücher von Dawkins und Hitchens. Der Titel des Buches könnte jedoch gläubige Christen abschrecken, weil er impliziert, das Buch sei nur für Atheisten oder Agnostiker von Interesse. Dieses Buch ist selbstverständlich auch (oder gerade) für Menschen geeignet, die ihrem christlichen Glauben treu bleiben wollen - schließlich haben sie ihn aus Kindertagen ins Erwachsenenalter hinübergetragen - obwohl sie der Absolut- und Unfehlbarkeitsanspruch der kirchlichen Dogmen gelegentlich nachdenklich stimmt. Die Ausführungen Uwe Lehnerts erweitern also auch den Horizont jener Gläubigen, die ihren Glauben an Gott bis anhin nicht hinterfragt haben, indem er ihnen mit erschütternden Zitaten aus der Bibel bewusst macht, worauf ihr Glaubensbekenntnis eigentlich beruht.
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ehrliches, lesenswertes Buch, 12. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Dieses Buch wurde von einem gebildeten Laien geschrieben, der sich gründlich mit Physik, Psychologie, Theologie usw., vor allem aber mit der Bibel beschäftigt hat, so dass er in der Lage ist, zum christlichen Glauben ein kompetentes Urteil abzugeben. Man spürt beim Lesen die Redlichkeit des Verfassers, der sich seit seiner Jugend mit dem Christentum auseinandergesetzt hat und der sehr persönlich und glaubhaft über die Ergebnisse seines Nachdenkens berichtet.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen, weil es sehr gut verständlich geschrieben ist und weil ich selbst als ehemaliger Christ bis fast ins Detail zu den gleichen Ergebnissen wie der Autor in Bezug auf diese "den Verstand beleidigenden Religion" gelangt bin.
Es bleibt zu hoffen, dass auch Christen dieses Buch lesen, denn viele wissen nicht, wem sie da anhängen, nämlich einer Religion, unter deren Herrschaft unsägliche Verbrechen begangen wurden, die jeden wissenschaftlichen Fortschritt erbittert bekämpft hat und weiter bekämpft, deren in der Bibel gepredigte Moral weit unter heutigen Standards gesellschaftlichen Zusammenlebens liegt und die mit ihren Bischöfen und Priestern Leute beschäftigt, deren Beruf es ist, den Menschen, und insbesondere den Kindern, Angst und Schuldgefühle einzupflanzen.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaubensideologie hinterfragen, 13. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Noch nie habe ich ein Buch über Religion mit solchem Vergnügen gelesen.
Und immer wieder habe ich mich fragen müssen: Wieso glauben so viele Menschen mit guter Bildung und leidlichem Verstand mit solcher Hingabe so plumpe Erpressungsversuche, wie sie die monotheistischen Religionen im Allgemeinen und die christliche Kirche im Besonderen seit Jahrtausenden als das Wort Gottes verkünden? Und genau das scheint sich auch Uwe Lehnert gefragt zu haben.

Sehr sachlich, nachdenklich, mit dem unbedingten Willen, das Unerklärliche (oder das Unglaubwürdige?) zu hinterfragen und begreiflich zu machen. Man braucht keinerlei theologisches Wissen, aber Interesse an religiösen Fragen und Normen sollte man schon mitbringen. Uwe Lehnert erweist sich als Meister der Didaktik, ohne je den belehrenden Zeigefinger zu erheben oder seine ganz persönliche Meinung anderen Menschen und Denkweisen aufzwingen zu wollen. Aber er möchte für sich selbst zur Klarheit gelangen. Folglich seziert er geradezu all die religiösen Ungereimtheiten und Widersprüche, die sich der menschlichen Logik so gar nicht erschließen wollen. Er kommt mit erstaunlich wenig - dem Laien ungeläufigen - Fachbegriffen aus, was das Buch auch für Nicht-Akademiker überaus fesselnd und mitreißend macht. Die vielen Zitate lockern die Texte auf und vermitteln einen guten Einblick in die Gedankenwelt des souveränen Geistes unabhängig denkender Menschen durch die Jahrhunderte - trotz Folter, Scheiterhaufen, Tod und Verdammnis durch den Klerus. Sozusagen eine Koalition der sich von Denkverboten befreiten Geister.

AHA-Erlebnisse sind so mehr als genug gegeben.

Wie oft habe ich mich schon in ganz jungen Jahren gefragt: Wieso hat uns Gott den Verstand gegeben, wenn ich dann doch keinen Gebrauch davon machen soll? Wieso muss ich an diesen "allerbarmenden, allgütigen Gott" "glauben", angesichts der Gräuel dieser Welt? Ich habe es als Kind nicht gekonnt und kann es jetzt im hohen Alter schon gar nicht. Je mehr Denkverbote (egal aus welcher Richtung), desto hartnäckiger war ich versucht, dahinter zu kommen, weshalb Fragen unerwünscht sind.

Uwe Lehnert spannt einen weiten Bogen von den durchaus erkennbaren Gesetzen der Naturwissenschaften zu Gott, dem wohl ewig ungelösten Theodizee-Problem, den noch neuen Erkenntnissen der Neurobiologie zur Frage der Willensfreiheit,
vom Dogma der Kirche und ihrer angemaßten Zuständigkeit für moralische Fragen, frühkindlicher Indoktrination, Sterbehilfe, Zwangsmissionierung, Sündenbegriff, Widerspruch zwischen Glaube und Wissen, Zensur in Weltanschauungsfragen, bis hin zum Sinn des Lebens.

"Warum ich kein Christ sein will" ist ein Buch, das ich mit großer Begeisterung und außerordentlichem Gewinn gelesen habe, und von dem ich mir wünsche, dass es recht viele Leser zur Hand nehmen mögen.
Ingrid Sander

Hier noch einige Zitate, die für mich sehr aufschlussreich waren:

"...Zu sehr wurde bisher der Eigennutz als verwerflich gebrandmarkt.
Aber die Geschichte der Menschheit zeigt immer wieder, dass alle Vorschriften und Normen, die die menschliche Natur außer acht lassen, zum Scheitern verurteilt sind. Die letztlich metaphysisch begründeten Beurteilungskriterien "gut und böse" vergewaltigen die menschliche Natur in vielen Punkten und können nur mit angstmachenden Drohungen durchgesetzt werden.
Ein besonders markantes Beispiel einer moralischen Forderung, die an der menschlichen Natur gescheitert ist, ist die von Jesus verlangte Feindesliebe. Auch die vielfach beschriebenen, verzweifelten Kämpfe zum Beispiel von Mönchen und Nonnen, mit den Trieben ihrer Natur fertig zu werden, sprechen eine beredte Sprache, von den nicht bewältigten Sehnsüchten so vieler hetero- oder homosexueller Priester ganz zu schweigen. Eine "naturalistische" Ethik dagegen akzeptiert die biologische Steuerung allen menschlichen Handelns zunächst einmal, versucht sie aber im Sinne eines intersubjektiven Interessenausgleichs nach den Kriterien "fair" und "unfair" zu zähmen und zu regulieren, Und dort, wo keiner zu Schaden kommt oder übervorteilt würde, mischt sich eine solche Moral überhaupt nicht ein." ...
Uwe Lehnert (*1935)

"Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da." /
"Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden."
Martin Luther (1483-1546)

"Religion hat manches Gute in der Welt bewirkt, aber insgesamt sind ihre Folgen furchtbar. Meine persönliche Ansicht ist: Mit oder ohne Religion werden sich gute Menschen gut verhalten und schlechte Menschen werden Böses tun. Doch der Beitrag der Religion in der Geschichte war, es guten Menschen zu erlauben, Böses zu tun. Eine der größten Errungenschaften der Wissenschaft ist nicht, es intelligenten Leuten unmöglich zu machen, religiös zu sein, sondern es ihnen zumindest zu ermöglichen, nicht religiös zu sein. Dahinter sollten wir nicht zurückfallen."
Steven Weinberg (*1933)

"Gott ist die aufs lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor viertausend Jahren den Juden und vor knapp zweitausend Jahren den Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen, der Gelben und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten."
Claire Goll (1891-1977)

"Eine neue wissenschaftliche Arbeit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht wird."
Max Planck (1858-1947)
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48 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum ich kein Christ sein will, 22. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von Jedem." Mit diesem Karl-Valentin-Zitat hat Dr. Kahl dieses Buch zu charakterisieren versucht. Allerdings kommt es manchmal weniger darauf an, WAS man sagt als vielmehr WIE. Und das zeichnet dieses Buch aus: es ist unangestrengt, unaufgeregt und einfach gut lesbar. Und durch diese ruhige, gelassene Art und Weise werden Dinge, die wir schon längst zu wissen glauben, in einem neuen Licht dargestellt.

Scheinbar ist die Zeit reif für ein Buch dieser Art, beziehungsweise für Bücher dieser Art. Denn Schmidt-Salomons "Jenseits von Gut und Böse" und Lehnerts "Warum ich kein Christ sein will" wurden unabhängig voneinander geschrieben und behandeln in etwa das gleiche Themenspektrum.

Das Buch ist dreigeteilt. Im ersten begründet der Naturwissenschaftler Uwe Lehnert, dass es zum Verständnis des "Lebens und des Universums" keiner irrationalen Mächte bedarf. Auch wenn er immer wieder betont, dass wir Menschen aufgrund unserer eingeschränkten Sinnesorgane nur einen Teil der Wirklichkeit begreifen und sinnlich erfassen können, so geht er doch auch davon aus, dass in Zukunft diese Lücken in der Wahrnehmung durch wissenschaftliche Arbeit immer weiter geschlossen werden. Bemerkenswert ist, mit welcher sprachlichen Eleganz der Autor diese nicht immer leicht verständliche Materie bewältigt.

Manche Sätze sind so klar und klingen so logisch, dass dem Leser erst später klar wird, welche Ungeheuerlichkeit er da eben las. So, wenn Lehnert schreibt: "Aus philosophischer Sicht macht es einen großen Unterschied, ob alles einen zeitlichen Anfang hatte im Sinne eines absoluten zeitlichen Nullpunktes, der kein Davor kennt, oder ob es die Zeit schon immer gab, also auch eine Zeit vor dem Urknall existierte. In diesem Fall hätte unser Universum keinen zeitlichen Anfang, es existierte dann schon immer und ewig." (Seite 76) Ich finde den Gedanken, dass es eine Zeit vor dem Urknall gegeben haben könnte, viel erschreckender als den daran, dass die Zeit und der Raum dadurch entstanden sind. Eine unendliche Zeit ohne Anfang und ohne Ende ist für mich undenkbar und außerhalb meiner Wahrnehmungsmöglichkeiten. Und ich vermute, das geht nicht nur mir so. Aber diese möglichen Wahrheiten müssen unser Verständnis schon allein deshalb übersteigen, weil sie unserer Wahrnehmung widersprechen. Und diese Theorien - so der Autor - können allein in der Sprache der Mathematik noch dargestellt werden.

Uwe Lehnert setzt sich im Buch auch intensiv mit dem Thema des (vermeintlich) freien Willens auseinander. An dieser Stelle wird die Nähe zu Schmidt-Salomon besonders deutlich. "Eine Willensbildung, in die akausale oder aus der geistigen oder transzendenten Welt einwirkende Faktoren eingreifen, mag als "frei" bezeichnet werden, mein Wille ist es dann jedoch nicht mehr. Eine Willensbildung dagegen, die in ihrer Entstehung vollständig - jedenfalls prinzipiell - mit mich steuernden Gründen nachvollzogen werden kann, kann wiederum nicht als frei bezeichnet werden." (Seite 113) Das ist in zwei Sätzen die Quintessenz der auch beim hpd diskutierten Frage um die Willensfreiheit. Ich halte das gesamte 4. Kapitel des Buches, das sich mit diesem Thema auseinandersetzt, schon allein für so gelungen, dass das Buch empfohlen werden muss.

Ein weiterer Teil des Buches widmet sich der Widerlegung theologischer Theorien. Und findet deutliche Worte gegen den anmaßenden Anspruch der Kirchen, in moralischen Fragen die letzte Instanz sein zu wollen. Es ist ein erstaunlich aktuell gewordenes Thema, wenn man an die derzeitige Missbrauchsaffären und den Rücktritt von Frau Käßmann denkt. Moralapostel, die ihren eigenen Ansprüchen nicht genügen und diese jedoch Dritten als das Maß der Dinge anbieten wollen.

Uwe Lehnert unterscheidet - ganz wie Michael Schmidt-Salomon - zwischen Moral und Ethik und schreibt: "Anders als Bibel und Kirche uns weismachen wollen, sind moralische Prinzipien nicht von Gott dem Menschen in Form offenbarter Texte vorgeschrieben worden, sondern haben sich im Laufe der Menschheitsgeschichte auf evolutionärem Wege von selbst herausgebildet. Es haben sich in Jahrtausenden jene Regeln des Zusammenlebens herauskristallisiert, die das Überleben einer Gesellschaft am besten ermöglichten." (Seite 178) Und diese evolutionär entstandenen Regeln des menschlichen Zusammenlebens nennt der Autor "ethisch".

Lehnert ist in der Lage, seinen Standpunkt und die Unsinnigkeit und Unstimmigkeit religiöser Dogmen und Texte darzustellen ohne dabei polemisch zu werden oder die grobe Keule zu benötigen. Dabei räumt er deutlich, aber freundlich mit den vielen falschen Vorstellungen auf, die in der Öffentlichkeit immer wieder den Kirchen zugesprochen werden. "So bewundernswert und anerkennenswert das Eintreten für den im Augenblick hilfsbedürftigen Mitmenschen ist, ebenso wichtig und langfristig noch wichtiger wäre ein Nachdenken über das, was Not und Elend hervorbringt. An dieser Stelle hat die Kirche über die Jahrtausende versagt, über Ursache und Abhilfe hat sie sich nie Gedanken machen wollen." (Seite 252) und, möchte ich hinzufügen, sie hat gut davon gelebt. Die Kirchen haben nicht nur nicht darüber nachgedacht, was Not und Elend hervorbringt, sondern tatkräftig mitgetan und Not und Elend über die Menschen gebracht. Sei es durch den Zehnt, durch Kreuzzüge oder den Segen zum Völkermord, der noch vom aktuellen Papst nachträglich abgesegnet wurde - ich denke da an die Ausrottung der südamerikanischen Ureinwohner, die - so Benedikt XVI - nur darauf gewartet haben, bekehrt zu werden von der "Religion der Liebe".

"Die unbestreitbare Tatsache, dass die christliche Botschaft bis heute ungezählten Millionen Menschen Trost und Halt bedeutet, kann keine Rechtfertigung sein für die Millionen Opfer, die diese Lehre andererseits im Gefolge hatte. Begründet werden diese Opfer mit der Verpflichtung zur Verteidigung und zum Erhalt der reinen göttlichen Lehre, gefährdet durch Ungläubige und Abtrünnige, verteidigt durch Papst und die heilige Kirche. Das Bewahren der reinen Lehre erkauft durch das Leiden ungezählter entrechteter, gequälter und ermordeter Menschen, das nun mal leider als 'Kollateralschaden' unvermeidlich sei? Das an dieser Stelle schnell vorgebrachte Argument, dass nicht Kirche und Christentum hier versagt haben, sondern fehlgeleitete Menschen, die die wahre Botschaft missinterpretiert und verraten hätten, ist im besten Fall als naiv zu bezeichnen..." (Seite 230)

Im dritten und letzten Teil des Buches versucht Uwe Lehnert, ein alternatives Menschen- und Weltbild zu entwickeln. Eines, das sich nicht an religiöser Moral misst, sondern aus dem (eingeschränkten) Wissen um die Welt und den sich daraus ergebenden ethischen Forderungen herleiten lässt. Es erstaunt nicht, dass er auf etwa die gleichen Ideen kommt wie Schmidt-Salomon; diese ergeben sich vermutlich schlüssig aus einem naturalistischen und evolutionär-humanistischen Weltbild. Neben den Konsequenzen für das Rechtssystem (Wo es keine Schuld gibt, kann es keine Sühne geben) und dem Verweis auf die universellen Menschenrechte liegt ein Schwerpunkt Lehnerts auf dem Selbstbestimmungsrecht am Ende des Lebens.

Ein wenig verwundert mich, dass es im gesamten Buch - auch nicht im evolutionsbiologischen Teil - einen Verweis auf Richard Dawkins gibt. Ist das Zufall oder lehnt der Autor die Bücher des englischen Wissenschaftlers ab? Sicherlich, einen Satz wie diesen: "Die Ablehnung der christlichen Religion bedeutet für mich keinesfalls auch Ablehnung einer Art religiöser oder spiritueller Dimension überhaupt, einer Dimension also, die jenseits unserer Erkenntnis und Erfahrung liegt, unsere Alltagslogik übersteigt und damit über die uns rational zugängliche Welt hinausweist." (Seite 287) wird man bei Dawkins nicht finden. Und gerade dieses "Zulassen" von Spiritualität macht mir den Autoren und sein Buch sympathisch. Doch auch fernab vom "Gotteswahn" hat Dawkins Bedeutendes geleistet.

Fazit:
Ein sehr persönliches Buch, das ich wirklich sehr empfehlen möchte. Es sollte in keinem säkularen Bücherschrank fehlen, denn es gibt nur wenige so kluge und dabei freundliche Bücher wie dieses. Es ist ihm eine weite Verbreitung zu wünschen.
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48 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutmacher Vernunft, 26. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Ein Buch für alle, die sich mit Religionen auseinandersetzen wollen. Sehr überzeugend, weil der Autor aus ehemaliger christlicher Indoktrination kommend, intellektuell redlich argumentiert. Die Argumentation bewegt sich auf hohem didaktischen Niveau und analysiert das Christentum stellvertretend für alle transzendenten Religionen. Neben der Darstellung des modernen Weltbildes der Naturwissenschaften wird auch ein ganzes Kapitel der gegenwärtig brisantesten Frage der Willensfreiheit gewidmet. Konsequent werden die tiefgehenden Probleme
zu Schuld und Sühne und die strafrechtlichen Auswirkungen diskutiert. Wenn Willensfreiheit eine Illusion ist, tut sich eine neue Sicht auf das Verhältnis des Menschen zu sich selbst und dem Anderen auf. Als Folge aus seinen Erkenntnissen, beschreibt der Autor ein naturalistisch-humanistisches Welt- und Menschenbild. Dieses Buch ist hervorragend geeignet, als Lehrmaterial in Schulen zu dienen. Es tritt der verstärkten Tendenz der Kirchen entgegen, verlorene Positionen in der Gesellschaft durch vom Staat weitgehend finanzierte konfessionelle Schulen zurück zu gewinnen. Es stellt einen weiteren Baustein zu einer säkularen Verfassung der Gesellschaft und einer längst fälligen wirklichen Trennung von Staat und Kirche dar.
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49 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolut überzeugend, 17. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Ich möchte mich der Empfehlung meines Vorgängers voll und ganz anschließen. Ein wunderbares, leicht lesbares, sehr informatives, verständlich geschriebenes und inhaltlich überzeugendes Buch. Einen Überblick über Aufbau und Inhalt des Werkes hat schon mein Vorredner, wie ich finde, sehr treffend gegeben. Der Titel des Buches verspricht nicht zu viel, der Aufbau des Buches folgt einer inneren Logik, der Autor verliert nie das eigentliche Ziel aus dem Blick: Religions-(Christentums)kritik auf naturwissenschaftlich-humanistischer Basis. Wer sich für eine von jeglicher Religion befreite, humanistische und an naturwissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Weltanschauung interessiert oder dieser bereits anhängt, wird dieses Buch mit Freude und Genuss lesen. Ich habe es regelrecht verschlungen und bin dabei es ein zweites Mal genüsslich in mich aufzunehmen. Mich hat es in meiner Überzeugung bestätigt, dass Kirche, Glaube an Gott, Religiosität in welcher Form auch immer absolut überflüssig sind, dass Religion (hier vornehmlich die abstruseste aller Religionen - das Christentum) regelrecht verdummt, Religion niemals mit Wissenschaft in Einklang zu bringen ist, Religion ein Mittel ist, Menschen unter Kontrolle zu halten, im Prinzip nichts anderes als Aberglaube, der auf Mythen und "Märchen" basiert. Auch wenn der Autor immer wieder betont, dass es sich um seine ganz persönliche Meinung und Überzeugung handelt, bin ich mir doch sicher, dass sehr viele Menschen ihr Denken und ihre Überzeugungen hier in anderen oder ähnlichen Worten wiederfinden. Ich zumindest, kann jede Zeile des Buches besten Gewissens unterschreiben. Von mir uneingeschränkt volle Punktzahl und absolute Leseempfehlung.
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40 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höflich, aber eindeutig, 11. April 2011
Von 
Andreas Gröber (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung (Broschiert)
Den vielen anderen Rezensionen bleibt nicht viel hinzuzufügen - vielleicht nur ein Vergleich von Lehnert's Stil und Herangehensweise mit der anderer zeitgenössischer Religionskritiker wie Dawkins oder Hitchens:
Hier fällt nämlich die (deutsche?) Gründlichkeit, Systematik, Behutsamkeit - ja, geradezu Höflichkeit auf, mit der Lehnert dem christlichen Aberglauben zu Leibe rückt. Das immer wieder fast pflichtbewusste Anführen von Gegenargumenten seitens der Glaubensvertreter verstärkt jedoch auch die Glaubwürdigkeit des Autors und schärft dessen didaktisches Schwert.

Hier schreibt ein Mann, der seinen Weg peinlich genau abgewägt und gemessen hat, der ihn begründen kann und mit allen Mitteln Irrtümer auszuschließen vermag.
Das nimmt seinem Buch zwar die ironische Angriffslust beispielsweise eines Richard Dawkins, macht es aber zu einem sehr SICHEREN Weg aus religiös bedingter Unmündigkeit heraus.

Ein Buch, aus dem Kindern nach jeder Stunde Religionsunterricht mindestens ebenso lange vorgelesen werden sollte...
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