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am 21. Mai 2007
Ein Buch über die Bahamas, dem Paradies aus Sonne, Palmen, Stränden und Meer, muss nicht unbedingt nur die angenehme Seite des Lebens enthalten. Es muss auch nicht vor schönen Bildern strotzen. Das heisst, es kann auch bildlich durch Text hervorragend wirken, wenn man erzählen kann, wie Heidenberger es tut.

Er skizziert vor dem inneren Auge des Lesers eine lebensechte, man möchte fast sagen, karibische Welt aus Exotik und Farbenfaszination. Aber er erzählt auch die Geschichte von den Anfängen der Zivilisation auf den Bahamas, möchte man sagen. Eine Geschichte, die man so nicht gekannt hat von den Bahamas: die eines Ärzteehepaars, dass von einem Konzern gerufen auf den Bahamas die Not und das Leiden der Ärmsten vorfindet. Sie, die 1945 vor den Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus in Deutschland und den katastrophalen wirtschaftlichen und zivilisatorischen Folgen des Zweiten Weltkriegs geflohen sind, finden dort nicht viel Besseres vor: Dreck, Armut, Obdachlosigkeit, Dahinvegetieren und mehr. Aber sie packen an. Sie bauen mit anderen aus dem Nichts die Insel mit auf, sow wie wir sie heute kenne. Bringen sie mit anderen zu einer Blüte, von der wir heute immer schwärmen, wenn wir den Namen Bahamas hören.

Dieses Buch ist ein eindringliches und schonungsloses Dokument wirtschaftlicher und zivilisatorischer Katastrophen, die die Humanität dem Fortschrittsglauben stets ankreidete; hier geschildert aus der Perspektive des Danachs, viele Jahre später und aus der Perspektive desjenigen, der zu Besuch auf die Insel kommt und sich erzählen lässt, was damals geschehen ist. Ein faszinierend eindringliches, faszinierend schonungsloses Buch vom Paradies der Natur. Ein Buch, das ich hiermit sehr empfehle - gerade auch auf dem Hintergrund der Diskussionen um Globalisierung.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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am 24. Februar 2007
Der Globetrotter Felix Heidenberger schildert in seinem Reisetagebuch auf höchst persönliche Art nicht nur die Bahamas als wunderschönes Urlaubsziel, sondern als erlebnisfähiger Reisender auch die Begegnungen mit den Menschen verschiedener Herkunft und Hautfarbe. Ursprünglich faszinierte die Utopie von den "glücklichen Inseln". Auf der Yacht des reichen amerikanischen Bruders Peter wollte man wieder zu sich selbst kommen und die eigenen Kräfte erproben.

Viele Jahre haben sie sich immer wieder auf den Inseln umgesehen und die Veränderungen registriert. Die eingefügten Aufzeichnungen von Owanta, der Frau und Krankenschwester eines hier sesshaft gewordenen deutschen Arztes, erzählen lebendig auch von fehlgeleiteter christlicher Nächstenliebe, von Bosheit und Ausbeutung durch eine amerikanisch-kanadische Holzfäller-Companie.

Alles in allem ein lesenswertes Buch, das eigenes Erleben mit Geschichte und Politik verbindet und auch die Folgen der immer stärker werdenden Hurrikane ' als Folge einer sich anbahnenden Klimakatastrophe? ' nicht auslässt.
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