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Kampf um den Rhein - Die Rheinüberquerungen von 1945
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Unter dem seinem englischen Originaltitel "The Rhine Crossings 1945 (Campaign)" war der 96seitige Band bereits im Februar 2007 in der Reihe "Campaigns" des Oxforder Verlages Osprey Publishing erschienen. Die Frage, warum man für die deutschsprachige Ausgabe einen inhaltlich weniger treffenden, aber sicherlich spannender anmutenden Titel gewählt, und den Originaltitel zum Untertitel degradiert hat, kann sicherlich nur der Marketingverantwortliche für die Edition Lempertz beantworten.

Der seit dem 19. Jahrhundert als "deutscher Strom" verklärte Rhein bildete nach "Atlantikwall" und "Westwall" die letzte westliche Verteidigungslinie des "Großdeutschen Reiches" in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges.

Mit der kombinierten Luft-Boden-Operation "Market Garden" hatten die Alliierten bereits vom 17. bis 27. September 1944 einen Versuch unternommen, den Niederrhein bei Arnheim zu überschreiten. Nachdem die "Wehrmacht" diesen verlustreichen Vorstoß der Alliierten (16.800 Gefallene Soldaten) ein letztes Mal zurückwerfen konnte, ging das "Dritte Reich" am 16. Dezember 1944 seinerseits zu einem letzten, verzweifelten und sinnlosen Angriff über, der als "Ardennenoffensive" oder Unternehmen "Wacht am Rhein" [sic] in die Militärgeschichtsbücher eingehen sollte. Nachdem die deutsche Offensive am 21. Januar gescheitert war, sollte es gut zwei Wochen dauern, bis die kanadische 1. Armee ("Operation Veritable") und die 9. US-Armee ("Operation Grenade") erneut die Initiative der Alliierten ergriffen. Nach dem Sieg der US-Amerikaner in der "Schlacht im Hürtgenwald" und jener der Briten/Kanadier "im Reichswald" befand sich das gesamte linksrheinische Territorium unter alliierter Kontrolle.

Mit der unerwartet kampflosen Einnahme der intakten Eisenbahnbrücke bei Remagen am 7. März durch die 12. US-Heeresgruppe gelang es den Amerikanern einen ersten Brückenkopf auf der östlichen Rheinseite zu errichten. Nur zwei Tage später gibt der britische Generalfeldmarschall Bernard Law Montgomery unter dem Decknamen "Plunder" die entscheidende Direktive für die militärischen Operation zum Sturm über den Rhein heraus. Bei ihrem Rückzug sprengen die deutschen Truppen alle strategisch wichtigen Rheinbrücken, was den Alliierten Vormarsch jedoch nur kurzzeitig aufhalten wird und eine lang anhaltende Serie schwerer Bombardements deutscher Brücken, Viadukte, Eisenbahnknotenpunkten, Flugplätzen und Kasernen zur Folge hat. Am 22. März leitet General George S. Pattons 3. US-Armee mit ihrer Überquerung des Rheins bei Nierstein im heutigen Landkreis Mainz-Bingen schließlich eine Offensive ein, der sich bis zum 25. März alliierte Boden- und Lufteinheiten anschließen, die am Ostufer des Rheins zahllose Brückenköpfe bilden. Am 29. März verschmelzen die Brückenköpfe miteinander, so dass, das gesamte rechte Rheinufer im Besitz der Alliierten ist. Dies sollte jedoch nicht die letzte Schlacht an der Westfront bleiben, denn, der endgültige "Endkampf" um den "Ruhrkessel" vom 1. bis 21. April 1945 stand noch bevor....

Nach einer kurzen Darstellung der Hintergründe des Feldzuges, einer Karte zu den deutschen und Alliierten Stellungen an der Rheinfront und einer vom 17. September 1944 bis 29. März 1995 reichenden Chronik werden die Akteure und Ereignisse vorgestellt. Hierzu gehören die Kommandeure an der Rheinfront, die beteiligten Streitkräfte und die Operationspläne der Kontrahenten. Anschließend werden der Britische und US-amerikanische Angriff sowie die Luftlandeoperationen am Rhein anhand der daran beteiligten Divisionen nacheinander abgehandelt. Die Bildtafeln in der Mitte des Bandes zeigen auf 15 Seiten mehrere Landkarten und topografische Abbildungen mit den verschiedenen militärischen Operationen ("Widgeon", "Plunder", "Flashpoint", "Varsity") einschließlich des Vorstoßes der Westalliierten bis zur Ostsee und Torgau an der Elbe sowie Bilder, die ab Seite 95 erläutert werden. Eine Vielzahl von Schwarzweißfotos bietet weiteres Anschauungsmaterial einer gelungenen und preisgünstige Dokumentation, die mit 5 Amazonsternen zu bewerten ist.
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