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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die neue Referenz
Was einem nach dem Auspacken da anschaut ist wirklich ein massiver Brocken von Buch und man merkt sofort das es nicht umsonst das umfangreichste Spielbuch überhaupt ist.
Doch Masse muss ja nicht gleich Klasse sein, aber dieses Werk hat meine kühnsten Erwartungen noch weit übertroffen.
Mit einer klitzekleinen Regelerläuterung zum...
Veröffentlicht am 10. Januar 2013 von Chribu73

versus
3.0 von 5 Sternen mein erstes fantasy-spielbuch
ich bin aber nicht so begeistert wie viele andere.
es ist mir zu sehr auf konfrontation und kampf ausgelegt um an geschick, stärke oder drachenrang zu kommen.
für mich sind einfach einige entscheidung und auswirkung nicht nachvollziehbar.
alles in allem habe ich es mehr etwas individueller vorgestellt und es hat mir es keine lust auf ein erneutes...
Vor 4 Monaten von DonBertl veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die neue Referenz, 10. Januar 2013
Was einem nach dem Auspacken da anschaut ist wirklich ein massiver Brocken von Buch und man merkt sofort das es nicht umsonst das umfangreichste Spielbuch überhaupt ist.
Doch Masse muss ja nicht gleich Klasse sein, aber dieses Werk hat meine kühnsten Erwartungen noch weit übertroffen.
Mit einer klitzekleinen Regelerläuterung zum Grundlegendsten startet man sofort mit einem Prolog in die Geschichte. Denn Gott sei Dank ist das Buch in mehrere Kapitel+Prolog und eigene Kampfabschnitte und Bonussektionen unterteilt. Man muss also nicht bei Ableben immer wieder von Abschnitt 1 beginnen, sondern jeweils nur am Anfang des Kapitels.
Der Schreibstil kann auf jeden Fall als gelungen und Stimmig bezeichnet werden, der etwas hölzerne Stil der Spielbuchurahnen wird also nicht fortgeführt.
Die Regeln kann man für ein Spielbuch als durchaus Komplex aber nie als kompliziert bezeichnen.
Ausserdem werden sie einem Häppchenweise zwischen den Kapiteln in leicht verständlicher Form nähergebracht. Hat man in den späteren Kapiteln den Charakterbogen vor sich kommt zum Teil wirklich echtes Rollenspielfeeling auf, denn es gibt eine Masse an Werten/Zuständen/Gegenständen usw....
Es gibt sogar echte "Boss-Kämpfe" in eigenen Kampfkapiteln, echte Rätsel(OOOOHHH Nein ich meine damit nicht setze die Blaue Kugel hier da oder dort ein, lasst euch überraschen ^^), mit denen man sich alleine schon extrem lange beschäftigen könnte.
Ach ich könnte nun noch endlos weiterschreiben aber letztendlich muss man es gesehen oder gelesen haben. Ich hatte aufgrund des Preises und der geringen Informationen über den Inhalt, das Spielsystem, lange mit dem Kauf gezögert, aber es hat sich definitiv gelohnt.
Der Umfang ist phänomenal, die Wahlmöglichkeiten im Buch sind vielfältig, die Möglichkeiten der Charakterentwicklung groß und der Wiederspielwert dadurch riesig.
Für mich definitiv die neue Referenz und der inbegriff dessen was mir bei Einsamer Wolf schon immer gefehlt hat. Man kann nur hoffen das "Reiter der Schwarzen Sonne" etwas Beachtung im kleinen Nischenmarkt der Rollenspielbücher findet und der Autor dadurch motiviert wird etwas nachzulegen.
Klare Empfehlung von mir :)
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Dein Leben endet hier", 10. Januar 2013
So lauten die Worte, welche ich mittlerweile schon ein Dutzend mal gelesen habe, nachdem ich mal wieder unüberlegt vorangestürmt bin und den Ugarithen, den Sandwurm oder den Steingolem einfach angegriffen habe. Doch so kommt man hier nicht zum Ziel. Nur durch cleveres Überlegen und fleißiges Item-Einsammeln schafft man es in einem Stück zu seinem gewünschten Ende.
Zunächst war ich jedoch etwas überrascht von der Größe des Buches und den vielen Regeln bzgl. der Kämpfe, der Inventarverwaltung und der Charakterentwicklung. Der Einstieg ist allerdings äußerst gut gelöst, indem dem Spieler in den ersten Kapiteln nur stückweise die Regeln erläutert werden und man so ohne große Probleme starten kann.
Weiterhin war ich von der Entscheidungsvielfalt positiv überrascht, wodurch man das Gefühl hat die Geschichte wirklich zu beeinflussen. Im Durchschnitt muss man alle 3 Sektionen eine neue Entscheidung treffen, welche über Leben, Tod oder ein tolles neues Item entscheiden.
Das spannendste am Buch war allerdings der ständige Nervenkitzel, dass die nächste Entscheidung deine letzte sein könnte und du schon wieder die Worte „Dein Leben endet hier“ liest und das Kapitel von Neuem beginnen musst.

PRO:
- einfacher Einstieg (auch für Anfänger von Spielbüchern)
- trotz vieler Regeln ist alles übersichtlich und logisch gestaltet
- viele Entscheidungsmöglichkeiten
- clevere Rätsel
- hoher Wiederspielwert
- gut versteckte Bonussektionen
- Noch mehr Spaß wenn es mit 1-2 Freunden spielt

CONTRA:
- ab und zu führen nur „unlogische“ Entscheidungen nicht zum Tod

FAZIT:
Dieses Buch kann ich jedem Anfänger und erfahrenen Spieler wärmstens empfehlen. Die schiere Größe und Entscheidungsvielfalt sorgt für einen hohen Wiederspielwert. Wer mal Lust auf ein „etwas anderes“ Buch hat, in dem mal selber bestimmen kann, hat hier das Richtige gefunden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Weltrekord in Sachen Länge und ein echtes Abenteuer, 11. Mai 2014
Von 
Roger[at]teilzeithelden.de (Deutschland, Recklinghausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Reiter der schwarzen Sonne: Ein Fantasy-Spielbuch (Broschiert)
Reiter der schwarzen Sonne hält derzeit den Rekord für das umfangreichste Abenteuerspielbuch aller Zeiten. In über 1.350 Abschnitten folgt man dem Schicksal des Schattenkindes, das sich ohne Gedächtnis neben der Leiche eines Hohepriesters wiederfindet. Ob dieser stattliche Band auch inhaltlich überzeugen kann, prüft Gastautor Klaus in seiner Rezension.

Rezension: Reiter der schwarzen Sonne

Das umfangreiche Abenteuerspielbuch Reiter der schwarzen Sonne wurde 2012 im Mantikore-Verlag veröffentlicht und erscheint inzwischen in der 3. Auflage. Neben der normalen Taschenbuchausgabe ist beim Verlag auch eine Special Edition im Schuber erschienen, die mit diversen Extras wie Soundtrack, Hintergrundinformationen oder Posterkarte aufwartet.
Handlung
Reiter der schwarzen Sonne stürzt den Leser direkt ins Geschehen. Als Ugarith, ein Schattenkind und Kreatur der Nacht, kommt man ohne Gedächtnis neben dem erschlagenen Hohepriesters des Sonnenkultes zu sich. Nach seiner Flucht gerät der Protagonist wieder in die Obhut seines alten Meisters Calderel, doch während die Erinnerung langsam zurückkehrt, merkt der Ugarith, dass nicht alles so zu sein scheint, wie ihm seine Gefährten glauben machen wollen. Als das Schattenkind schließlich als Schlüsselfigur in einem seit geraumer Zeit tobenden Krieg zwischen den Gläubigen des Mondgottes Ugar und des Sonnengottes Kar eingesetzt werden soll, beginnt es stattdessen die Suche nach seinem wahren Wesen und den übermenschlichen Kräften, die letztlich höheren Mächten abseits dieses Konflikts entspringen.

Diese Geschichte mit unglaublichen 1.355 Sektionen umspannt nach einem kurzen Prolog sieben abwechslungsreiche Kapitel, an die sich schließlich ein großes Finale anschließt. Dabei bietet die Handlung vielerlei stimmungsvolle Abwechslung: Ruhige Passagen wie die Ausbildung unter alten Gefährten oder die Mobilmachung einer Kriegsflotte wechseln beständig mit spannenden Schilderungen etwa der folgenden Seeschlacht oder dem vorsichtigen Erkunden diverser Verliese.

Wie bei Abenteuerspielbüchern üblich, laufen auch bei Reiter der schwarzen Sonne die abzweigenden Handlungsstränge immer wieder an bestimmten Punkten zusammen. Dennoch passiert es immer wieder, dass man sich auf gutem Weg zum Ziel glaubt, nur um dann in einer Sektion nach einem bestimmten Gegenstand oder ähnlichem gefragt zu werden und festzustellen, dass man anscheinend doch einen entscheidenden Pfad übergangen hat. Nicht selten zeigen sich die Konsequenzen solcher Entscheidungen sogar erst mehrere Kapitel später. Schon dadurch ergibt sich ein großer Wiederspielwert.

Neben den üblichen Entscheidungen, die man in einem Abenteuerspielbuch zu treffen hat, konfrontiert die Geschichte den Leser auch mit diversen knackigen und nicht minder abwechslungsreichen Rätseln. Einige davon beziehen sich direkt auf eine bestimmte Illustration, viele jedoch verstecken einfach Hinweise auf die Ziffern der Sektion, bei der man aufgrund der Lösung weiterlesen soll. Andere Aufgaben wiederum fordern dazu auf, den Rhythmus eines automatisierten Verteidigungssystems zu entschlüsseln oder die perfekte Flugroute über eine feindliche Garnison zu finden.

Immer wieder wird man mit diversen Kämpfen konfrontiert. Die Scharmützel gegen kleinere Gegner gehen dabei recht leicht von der Hand und können alternativ auch immer umgangen werden. Die unvermeidbaren Auseinandersetzungen mit größeren Zwischen- und Endgegnern, die extra in einem separaten Kampfkapitel gesammelt sind, werden im Spielverlauf zunehmend fordernder und verlangen auch den geschickten Einsatz zuvor erlangter Ausrüstung oder Fertigkeiten.

Spieler, die bei der Bewältigung der Geschichte besonders erfolgreich sind, erwarten noch ein Zusatzkapitel über einen Festungsangriff zusammen mit dem eigenen Flugdrachen Kyrna sowie ein Kapitel mit diversen Bonusabschnitten. Letztere belohnen mit besonderen Gegenständen, die sich als besonders nützlich erweisen oder den sogenannten Schicksalspunkten. Zudem kann der Spieler seinen Gesamterfolg nach der Lektüre in einer Schlusswertung überprüfen, die je nach erreichtem Ende, gefundenen Schicksalspunkten oder selbst auferlegten Beschränkungen bei den Spielwerten – dazu mehr im Abschnitt „Regeln“ – ausfällt. Spätestens an dieser Stelle ist man mehr als motiviert, Reiter der Schwarzen Sonne ein weiteres Mal zu spielen, um auch die Höchstwertung zu erreichen.

Regeln
Reiter der Schwarzen Sonne vermittelt die nötigen Regeln Stück für Stück am Anfang der jeweiligen Kapitel. Lernt der Leser im Prolog noch die absoluten Grundlagen wie eben den Sprung zwischen den Sektionen, so schließen sich in den Folgekapiteln die einfachen Kampfregeln an, die schließlich um Besonderheiten wie das Gefecht gegen mehrere Gegner oder den Umgang mit dem eigenen Reitdrachen Kyrna erweitert werden.

Grundsätzlich verfügt die Figur über die beiden Attribute Stärke und Geschick, die jeweils mit einem Wert von 5 beginnen und im Spielverlauf durch Erreichen der richtigen Passagen gesteigert werden können. Zudem erlangt der Spieler im Laufe der Geschichte Karma, das für spezielle Fertigkeiten oder ähnliches verwendet werden kann. Erfahrene Spieler können ihr Karma-Maximum bewusst begrenzen, um bei der finalen Gesamtwertung besser abzuschneiden.

Für Proben sind in der Fußzeile jeder Seite der linken Buchhälfte diverse Symbole abgebildet. In der äußeren Ecke findet sich ein Mond, der eine von acht lunaren Phasen anzeigt; in der Mitte sieht man drei Würfel: ein großer Grundwürfel in der Mitte, daneben jeweils ein Würfel mit Blitzsymbol, der bei Stärke- und Angriffsproben hinzuaddiert wird, sowie ein Würfel mit Schildsymbol für Geschick- und Verteidigungsproben.

Kämpfe sind grundsätzlich einfach abzuwickeln: Gegner verfügen über einen Angriffs- und Verteidigungswert, den es mittels einer Probe mindestens zu erreichen gilt. Basis ist der aktuelle Wert in Stärke- beziehungsweise Geschick, dazu werden Boni durch Waffe oder Rüstung sowie die Summe der durch die auf einer zufälligen Seite abgebildeten Würfel addiert. Jeder Treffer zieht 1 Punkt Resistenz ab, von denen der Spieler selbst über insgesamt 5 verfügt. Für zunehmende Verletzungen kann man freiwillig Abzüge in Kauf nehmen, die ebenfalls bei der Gesamtwertung belohnt werden.

In späteren Kapiteln können sich dem Schattenkind auch mehrere Kämpfer in den Weg stellen. Besiegt man diese nach und nach, sinken auch die Kampfwerte der Gruppe. Zudem kann es vorkommen, dass nach einer bestimmten Rundenzahl der Kampf durch ein besonderes Ereignis unterbrochen wird.

Neben Waffen und Rüstungen hat man ein auf nur sechs Gegenstände begrenztes Inventar, so dass man mitunter genau überlegen muss, welche Dinge man weiter zur Hand haben möchte. Erst der Packsattel des Drachen erweitert diese Beschränkung um weitere sechs Gegenstände.

Zudem führt Reiter der schwarzen Sonne neue Regeln ein, wie man die Nummer des nächsten Abschnitts im Lauf der Geschichte ermittelt. So bekommt man beim Fund einer besonders mächtigen Klinge im Bonuskapitel eine Zahl mitgeteilt, die man zu der Nummer eines mit einem „+“ versehenen Abschnitts addieren kann, um an dieser Stelle eben die besonderen Kräfte dieser Waffe zu nutzen.
Immer wieder kommt es auch zu Luftgefechten, in denen man mit dem Reitdrachen Kyrna diverse Manöver wie Schleife, Sturzflug oder Feuerodem einsetzen kann. Die Beschreibung dieses Einsatzes ist in einem einzigen Abschnitt je Kapitel zentral beschrieben. Allerdings erhält man in der Sektion, in der man sich für das Manöver entschieden hat, den Buchstaben A, B oder C als Zusatzverweis, so dass man nach der Beschreibung weiß, welchen von mehreren Folgeabschnitten man an dieser Stelle der Geschichte aufschlagen muss. Auf diese Weise spart der Autor sich aufwändige Wiederholungen der gleichen Schilderung bei mehrmaligem Einsatz des gleichen Manövers und hält die Abschnittszahl eines Kapitels kompakt.

Schreibstil
Das Abenteuerspielbuch ist durchweg gut geschrieben und vermittelt gut die Entwicklung des Protagonisten und das Wiederentdecken seiner wahren Natur. Auch der Wechsel zwischen ruhigen und spannenden Passagen gelingt durchgehend. Nur sehr selten finden sich Abschnitte, die sich mit übermäßiger Beschreibung aufhalten, so dass der Leser beständig Entscheidungen treffen muss und gut in der Geschichte gehalten wird. Lediglich manchmal suggeriert der Text zu offensichtlich den inneren Zweifel des Schattenkinds an seinen vermeintlichen Freunden und ihren Motiven und nimmt moralische Entscheidungen vorweg.

Immer wieder lässt sich erahnen, dass der Autor Swen Harder eine zudem durchdachte Hintergrundwelt namens Pakonia erschaffen hat. Diese drängt sich allerdings nie in den Vordergrund und erschließt sich nur anhand kurzer Sätze über dem Schattenkind bekannte allgemeine Informationen; Vorrang hat stets das Abenteuer des Protagonisten. Lediglich die Farbkarte zu Beginn und ein Glossar zum Schluss des Buches geben weitere Auskunft.

Zuletzt haben mich auch diverse Anspielungen sehr erheitert, mit denen der Autor augenzwinkernd die Eigenheiten eines Abenteuerspielbuchs aufgreift. Wer etwa die Passage liest, in der das Schattenkind sich früherer Tode erinnert oder das perfekte Ende der Geschichte im Bonuskapitel erreicht, wird wissen, was ich meine.

Preis-/Leistungsverhältnis
Für 20,- EUR bekommt man mit Reiter der Schwarzen Sonne ein Buch in die Hand, dessen Preis vielleicht etwas über dem vergleichbar dicker Taschenbücher liegt, dafür aber aufgrund der vielen versteckten Geheimnisse und Bonusabschnitte zur wiederholten Lektüre anregt.
Entscheidet man sich sogar für die Anschaffung der Special Edition – dazu unten mehr – so erhält man für den Aufpreis von nur 5,- EUR eine reichliche Ausstattung als Bonus.

Erscheinungsbild
Trotz des enormen Umfangs von über 700 Seiten ist Reiter der schwarzen Sonne gut zu lesen, auch das ständige Blättern geht gut von der Hand. Die Aufteilung in die einzelnen Kapitel gibt dem Band eine übersichtliche Struktur, Randmarkierungen vereinfachen zusätzlich die Orientierung. Zudem beinhaltet ein Kapitel alle zu diesem Teil der Erzählung gehörenden Abschnitte, so dass man stets den Überblick behält, wie weit man bereits in der Geschichte gekommen ist.
Die einzelnen Abschnitte sind großzügig gesetzt und angenehm zu lesen. Ein Lesebändchen fehlt, dafür erhält man in der Special Edition – alternativ auch separat in einem Upgrade-Kit erhältlich – zwei Lesezeichen.

Das Buch wird optisch aufgelockert von einigen schwarz-weißen Vignetten und vollseitigen Illustrationen von Fufu Frauenwahl. Bis auf wenige Ausnahmen stets in der Perspektive des Schattenkindes gehalten – so sieht man etwa die eigenen Hände beim Hochheben eines edlen Schwertes – tragen zusätzlich dazu bei, den Betrachter in die Welt des Buches zu ziehen. Der Strich ist für meinen persönlichen Geschmack etwas zu steif, dafür gefällt mir der sehr flächige Stil umso mehr.

Die Special Edition
Sammler können alternativ zum einfachen Buch zu einer Special Edition von Reiter der schwarzen Sonne greifen, die allerdings nur im Webshop des Mantikore-Verlags erhältlich ist. Dieses enthält zusätzlich eine Posterkarte der Spielwelt, wie sie schon im Anfang des Bandes zu sehen ist, zwei Lesezeichen mit Motiven des Buches sowie das 20-seitige Booklet „Die Geheimnisse von Reiter der schwarzen Sonne“ und eine Soundtrack-CD. All dies wird von einem Pappschuber zusammengehalten.

Gerade das Booklet trifft meinen persönlichen Geschmack, da hier viel über die Entstehung von Reiter der schwarzen Sonne preisgegeben wird. So erfährt man mehr von der Entwicklung der Geschichte oder den Illustrationen von Fufu Frauenwahl von den ersten Skizzen bis zum fertigen Bild. Für viele dürfte aber vor allem eines interessant sein: die Lösungen der diversen – und eben mitunter auch ziemlich schweren – Rätsel.

Auch die CD bietet einiges. Zunächst werden 12 Musikstücke passend zu den einzelnen Kapiteln geboten, die wegen ihrer kurzen Dauer allerdings vor allem die Atmosphäre transportieren. Interessanter sind die Interviews mit Autor Swen Harder und Zeichner Fufu Frauenwahl mit rund drei Stunden Länge. Dazu kommen noch einige Galerien mit den Illustrationen oder Fotos von der Veröffentlichung.

Wer sich Reiter der schwarzen Sonne bereits in der reinen Buchform zugelegt hat, kann die Extras der Special-Edition im Komplettsatz für 9,95 EUR erstehen. Posterkarte, Booklet und Soundtrack werden alternativ auch einzeln angeboten.

Fazit
Reiter der schwarzen Sonne setzt neue Maßstäbe für Abenteuerspielbücher. Allein durch den Umfang erschließt sich dem Leser eine vielseitige Geschichte, in der sich dem Protagonisten nach anfänglichem Gedächtnisverlust ein höheres, machtvolles Schicksal erschließt, das jenseits des tobenden Krieges zwischen Sonnen- und Mondkult steht. Zuerst nebensächlich wirkende Entscheidungen entfalten oft erst viel später ihre eigentliche Wirkung, knackige Rätsel harren ihrer Lösung und die Vielseitigkeit der Alternativen motiviert zusammen mit diversen Bonusbelohnungen zur wiederholten Lektüre.

Der Einstieg fällt dank der schrittweise erklärten Regeln sehr leicht. Von der Verwendung eines Spielbuchs über den Kampf bis hin zu innovativen Neuerungen wie Sondereffekten spezieller Ausrüstung oder Kampfmanövern beim Drachenritt erschließen sich Stück für Stück die Möglichkeiten eines Spielbuchs. Auch die übersichtliche Strukturierung in einzelne Kapitel und die stimmungsvollen Illustrationen von Fufu Frauenwahl machen die Lektüre zu einem Vergnügen.

Egal, ob man zur einfachen Taschenbuchausgabe oder der Special Edition mit Hintergrundbuch, Soundtrack und Interviews greift: Reiter der schwarzen Sonne ist auf jeden Fall die Anschaffung wert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pflichtkauf, 10. Januar 2013
Ich muss sagen, ich bin schon seit Langem ein großer Spielbuchfan und habe lange auf die Veröffentlichung von "Reiter der schwarzen Sonne" gewartet. Es ist später als erwartet angekommen, aber das war kein großes Problem. Um so größer war die Freude als ich es endlich auspacken konnte und ich muss sagen, ich war nicht enttäuscht, im Gegenteil dieses Buch schafft es den Leser einzunehmen, wie es nur ganz wenige Spielbücher schaffen. Auf dem Spielbuchmarkt war es ja lange Zeit ziemlich ruhig. Ab und zu kam zwar eins, aber keines hatte dieses gewisse Etwas. Viele Spielbuchautoren haben davor ja meistens schon ein paar normale Fantasybücher geschrieben, aber haben keine wirkliche Innovation geschaffen. Ich kann nur sagen, dass diese Innovation in "Reiter der schwarzen Sonne" zu finden ist.

Pro:

-Mehrmals spielbar
-Versteckte Bonussektionen
-Interessante Story
-Gutes Kampfsystem
-Langsamer Einstieg in die Regeln
-Meist guter Schreibstil
-Mehrere Enden
-Die Extras in der Special-Edition

Contra:

-Häufiger kommen englische Wörter vor, bei denen ich mir deutsche Wörter gewünscht hätte
-Manchmal sehr unschöne Sätze
-Für Anfänger bedingt geeignet, würde für den Anfang ein kürzeres Buch empfehlen
-Ab und zu hat mir eine Auswahlmöglichkeit gefehlt
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die spinnen, die Mantikore!, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Reiter der schwarzen Sonne: Ein Fantasy-Spielbuch (Broschiert)
Die spinnen doch, die Jungs bei Mantikore! Da bringen sie eine zweite Auflage des fetten Spielbuchs raus, spendieren ihm eine neue Cover-Illustration und dann ist das Ding noch zwei Euro billiger als die Erstauflage. Respekt vor der Entscheidung, mit der sie sich eigentlich nur ins eigene Fleisch schneiden, denn das Buch scheint sich ja auch zum alten Preis gut verkauft zu haben, sonst wäre es nicht im kurzen Zeitraum seit der SPIEL 2012 komplett ausverkauft worden.

Apropos „neue Cover-Illustration“ – sämtlich Zeichnungen von FuFu Frauenwahl (ich hoffe doch schwer, dass es sich um einen Künstlernamen handelt) sind wirklich klasse und transportieren die Hintergrundwelt ganz hervorragend. Ich mochte den alten Umschlag zwar auch, aber der atmete mehr das Flair der 70er/80er Jahre, während die neue Fassung sich auch im Jahr 2013 in einem Buchladen nicht verstecken muss.

Ich nehme es gleich vorweg – dieses Spielbuch steckt voller toller Ideen, es ist didaktisch gut aufbereitet und der Schwierigkeitsgrad erscheint mir (bin jetzt erst mitten in Kapitel 4) sehr angemessen. Okay, ich hatte schon im Prolog eine Stelle, wo ich eine „falsche“ Entscheidung getroffen habe und sofort tot war, aber im Vergleich mit den Fighting Fantasy-Teilen von Jackson/Livingstone ist das ja immer noch der Gipfel der Fairness. Nach dem ersten Wutanfall habe ich sogar für mich beschlossen, dass es eine positive Sache ist, dass es diese kleinen „Verbeugungen“ an die Vergangenheit der Spielbuchhistorie gibt und man als Spieler nicht einfach so durchmarschieren kann.

Kommen wir zu den harten Fakten: Nach der farbigen Weltkarte, dem Abenteuerblatt und einer kurzen Regeleinführung geht es direkt ans Eingemachte. Im Prolog versuchen wir aus einem Kloster zu entkommen, wo wir scheinbar gerade scheinbar den Priesterkaiser Kathum ermordet haben und von sämtlichen Wachen gejagt werden. Mehr als diese äußerst mysteriöse Einstiegsszene möchte ich inhaltlich nicht verraten – kauft euch das gute Stück und spielt euch durch!

Im Anschluss an den Prolog gibt es wieder eine paar neue Regeln, bevor weitere 7 Kapitel folgen (teils unterbrochen von weiteren Regelelementen). Sind diese 7 Kapitel durchgespielt und man erfüllt ein paar Kriterien, darf man sich entweder an einem Zusatzkapitel versuchen oder stürzt sich sofort ins Finale (das alleine schon mit 170 Abschnitten daherkommt – das ist schon ein eigenes kurzes Spielbuch für sich).

Extra für die Gate-Leser habe ich mal nachgezählt. Neben den Regelpassagen und dem Epilog haben wir es hier mit 1455 reinen Spielabschnitten zu tun (100 im Prolog, 1000 in den Kapiteln, 60 im Zusatzkapitel, 170 im Finalkapitel, 100 Kampfabschnitte, 25 Bonusabschnitte).

Neben der guten Idee, die Regeln nicht direkt am Anfang wie ein Gebirge vor den Leser zu stellen, gibt es noch einige Dinge, die einem das Spielen mit dem Trümmer erleichtern. So hat man am Rand der Seiten mit schwarzen Boxen einen Überblick darüber in welchem Kapitel man sich befindet. Außerdem gibt es tolle Service-Elemente, die man aus den 80ern von Infocom-Computer-Adventures kennt: Bei denen gab es immer einen Überblick (angegeben in einer aktuellen Punktzahl im Vergleich mit einer möglichen Gesamtzahl), während man bei Reiter der Schwarzen Sonne immer erfährt, wie erfolgreich man in einem Kapitel war. So kann man sich überlegen ob man ein Kapitel noch mal neu spielen möchte, um alle Geheimnisse zu erforschen oder ob man einfach weiterspielen möchte, um das Abenteuer in einem Durchlauf so gut wie möglich zu absolvieren.

Ganz am Schluss des Abenteuers findet sich dann noch eine Einstufung in Form eines Sternen-Rankings wie erfolgreich man war und wie viele Geheimnisse man entdeckt hat. Mit einem Stern ist man ein Spielbuch-Anfänger, im Idealfall hat man 12 Sterne und ist ein „Spielbuch-Gott“. Sehr schön, da habe ich ja ein konkretes Ziel vor Augen.

… und mal ganz ehrlich. Man kann im Rahmen einer Besprechung fast gar nicht alle Spielelemente erwähnen, die hier geboten werden. Da werden einige Entscheidungen über Zufallselemente wie unten auf der Seite blind zu wählende Mondphasen getroffen, es gibt einen Mechanismus wie wütend wir gerade sind, welchen Reiterrang wir bekleiden oder wie hoch unser Karma ist. Alle diese kleinen Faktoren haben immer wieder unterschiedliche Auswirkungen (und sind – um wieder die gute Aufbereitung hervorzuheben – mit Symbolen gekennzeichnet und zu jeder Zeit gut zu erkennen).

Bevor ich zum Fazit komme, möchte ich noch auf den zusätzlichen Support eingehen, den der Autor auf seiner Seite [...] anbietet – hier kann man sich etliche PDF-Dateien runterladen – als da wären: Abenteuerblatt, Notizen und Abkreuzbare Sektionen, Kampfblatt, Waffenausbildung, Mondkalender, Rätsel des Zusatzkapitels und Farbkarte.

Fazit:
Respekt! Hier stimmt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität. Das System ist gut und portionsweise erklärt, die Story stimmt, gute (ja teils wirklich knackige) Rätsel wechseln sich mit old-schooligen Todesfallen ab… Was will man mehr?

Wenn ihr auf Spielebücher steht, ist das Teil ein absolutes Muss, da geht kein Weg dran vorbei. Die 0,2 Punkte Abzug zur absoluten Pferfektion rühren daher, weil ich beleidigt bin, da ich an einer Stelle sinnlos gestorben bin, ohne mich wehren zu können – das ist zwar old-schoolig, aber ich war trotzdem angenervt. Der zweite Mini-Abzug kommt daher, dass das Abenteuerblatt auf den ersten Blick so Furcht einflößend aussieht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein des Spielbuch-Genres, 19. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als jahrelanger Fan und Sammler von Spielbücher wage ich mich heute einmal an eine Rezension des Buches „ Die Reiter der Schwarzen Sonne“ von Swen Harder.

Schon beim Auspacken des Paketes merkt man schnell, dass es sie hierbei um kein gewöhnliches Spielbuch handelt. Alleine die Dicke des Wälzers stellt es alles bis jetzt dagewesene in den Schatten. Mit über 700 Seiten und an die 1400 Abschnitte lässt es selbst die dicksten Spielbücher alt aussehen.

Aber zuerst: Worum handelt es sich bei einem Spielbuch? Kurz, um ein interaktives Buch, das man nicht von vorne nach hinten durchliest. Vielmehr wird der Leser aktiv ins Geschehen eingebunden und von seinen Entscheidungen hängt auch der Verlauf des Abenteuers ab. Dabei ist das Buch in sog. Abschnitte eingeteilt, die nummeriert sind. Aufgrund der Dicke ist Reiter der Schwarzen Sonne außerdem noch in Kapitel eingeteilt um die Handhabung zu erleichtern. Während des Lesens wird man dann vor verschiedene Entscheidungen gestellt und je nach gewähltem Weg verzweigt sich das Abenteuer in eine andere Richtung. Hier liegt der Reiz eines Spielbuches. Selbst wenn man es schon einmal erfolgreich beendet hat, so kann bei neuerlichem Lesen, die Geschichte eine ganz andere Wendung nehmen, indem man sich für eine andere Richtung entscheidet. Nach diesem kurzen Ausflug, nun aber wieder zurück zum eigentlichen Buch.

Wenn man das Buch aufschlägt kommt man nach den Inhaltsverzeichnis gleich zum, für das Spielbuch typische, Abenteuerblatt. Hierauf werden die im Verlaufe des Abenteuers gesammelten Erfahrungen und Gegenstände notiert. Im Gegensatz zu normalen Spielbüchern, wirkt es für Anfänger vielleicht etwas komplex. Aber hier ist eine der großen Stärken dieses Buches: Der Leser braucht sich am Anfang keine großen Gedanken über die verschiedenen Werte machen, sondern kann sofort mit dem Leseabenteuer beginnen. Erst während des Lesens werden in eigenen Regelabschnitten die einzelnen spielrelevanten Regeln erläutert. Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass gerade Leute, die ihr erstes Spielbuch in Händen halten, schnell einmal mit der immensen Regelflut überfordert sind. Diese Einstiegshürde wurde hier sehr elegant gelöst! Nach 3 Seiten Grundregeln geht’s auch schon los mit dem Prolog und der Leser ist mitten drin im Abenteuer…

Zur Geschichte selbst will ich nicht viele Worte verlieren: Du wachst ohne Gedächtnis neben dem toten Pristerkaiser Kathum auf und begibst dich auf eine abenteuerliche, gefahrvolle Reise voller Rätsel und Geheimnisse. Das spannende daran ist, das auch der Leser selbst erst während seiner Reise durch die Abschnitte die Hintergründe der Geschichte erfährt.

War der Schwerpunkt des Mantikore Verlages bis jetzt darin gelegen, vergriffene und anderssprachige Bücher in deutscher Sprache wieder neu aufzulegen, so scheint der Verlag nun erwachsen geworden zu sein und verlegt nun erfolgreich eigenständige Publikationen, von denen Reiter der schwarzen Sonne, den momentanen Höhepunkt darstellt. Momentan schreibe ich deshalb, da das Spielbuch-Genre gerade wieder sein Comeback erlebt und daran auch der Mantikore Verlag nicht ganz unschuldig ist. Ich bin schon sehr gespannt was uns da in Zukunft noch fantastisches erwartet.

Ich wage es mich hier einmal weit aus dem Fenster zu lehnen indem ich behaupte: Mit Reiter der schwarzen Sonne ist dem Mantikore Verlag der ganz große Wurf gelungen. So muss ein modernes Spielbuch heutzutage aussehen! Komplex genug um erfahrene Spielbuch-Spieler anzusprechen, aber auch einfach in der Handhabung um Neulingen den Einstieg so einfach wie möglich zu machen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei kleine Störfaktoren - aber klare Kaufempfehlung!, 3. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Reiter der schwarzen Sonne: Ein Fantasy-Spielbuch (Broschiert)
Zuerst ein mal: Ich habe noch nie wirklich krasse Fantasybücher gelesen, in denen Wesen zaubern können, etliche erfundene Rassen existieren, die sich mehr oder weniger alle miteinander bekriegen und so weiter... Ich hatte etwas Angst, dass mir der Inhalt und Schreibstyle nicht zusagen könnten.

Als es ankam (natürlich im Top-Zustand und sogar einen Tag früher als durch Amazon angekündigt) habe ich es sofort ausgepackt, eine zufällige Seite aufgeschlagen und eine der Sektionen gelesen (Der Inhalt des Buches ist in Kapitel und kleine Sektionen also Textabschnitte eingeteil, zur leichteren Orientierung). Der Schreibstyle gefiel mir und was den Inhalt angeht...

Super Story, es gibt einen klaren Konflikt, den es zu bewältigen gibt - aus Ende.

Ich habe enorm viel Spaß beim Lesen gehabt und bisher diese paar Kritik Punkte.
1. Wenig emotional. Alles ist sehr oberflächlich. Und damit meine ich nicht die Landschaftsbeschreibung oder der Gleichen. Man baut einfach keine Bindung auf zu den Figuren. Man bekommt zum Beispiel einen Begleiter. Innherhalb 3 kurzer Sektionen lernt man diesen Begleiter "kennen". Man sieht ihn, er retten einen - alles leider ziemlich unspektakulär geschrieben für meinen Geschmack - und plötzlich steht in der nächsten, übrigens unumgänglichen Sektion, dass dieser Begleiter jetzt dein aller bester ober supa dupa tollster Seelenverwandter sei ohne den du nicht mehr leben könntest. o.O Ja... klar. auch 3 Kapitel weiter habe ich immernoch nicht das Gefühl der dazugehörigkeit ich finde es/ihn lediglich praktisch.
Kurz gesagt - das Buch zieht mich zwar in seinen Bann, reißt mich dennoch aber nicht wirklich mit.

2. Man verändert die Geschichte nicht wirklich durch seine Entscheidungen. Was sich verändert ist der Charakter den man spielt (man gewinnt an Stärke, sammelt Materialen und Fähigkeiten). Aber Wenn ein neues Kapitel anfängt liest man egal welche Entscheidungen zuvor getroffen wurden immer die erste Sektion des jeweiligen Kapitels. Ich kann mich also nicht auf eine andere Seite stellen und muss einem festen Pfad folgen. Schade

Den Rest kann man nur loben. Das Kampfsystem, das Abenteuerblatt, die Entscheidungsmöglichkeiten usw. All die Guten Dinge möchte ich jetzt nicht in all ihren Einzelheiten erwähnen. Lest es selber undd erfahrt sie selber!
Und vor allem: MARKIERT WO GENAU IHR SEID!!! Im dritten Kapitel (das wirklich sehr umpfangreich ist) kam es bei mir 2x dazu, dass ich an der falschen Stelle weiter gelesen habe und sich so einige Ungereimtheiten ergaben.

Aber zwei Punkte hindern mich nicht daran hiermit eine klare Kaufempfehlung abzugeben! Nein wirklich, kauft es. Der Schreibstyl ist gut und nicht zu speziell. Für Spielbücher, wie gewöhlich in der "Du-Form" und Präsens.
Verdiente 5 Sterne!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschaffe deine eigene Geschichte..., 10. Januar 2013
Vor kurzem habe ich mir aufgrund einer Empfehlung des Buchladens meines Vertrauens das Spielbuch „Reiter der schwarzen Sonne“ zugelegt. Ich hatte zuvor keine Erfahrungen mit Rollenspielbüchern und war unsicher, ob es etwas für mich wäre.
Ich bin jedoch ganz begeistert von diesem Buch. Ein Freund und ich wollten es gleich ausprobieren – mit der Folge, dass wir den ganzen Sonntag, von 10-22 Uhr, ohne Pause durchspielten. Der Klappentext könnte etwas spannender klingen, von der Story wurden wir nämlich sehr überrascht. Die Regeln lassen sich recht einfach und schnell lernen. Da sie auf verschiedene Kapitel aufgeteilt sind und man zwischendrin schon erste Spielerfahrungen sammeln kann und den Weg des Hauptdarstellers in die gewünschten Bahnen lenkt, sinkt die Motivation nicht durch die Regelanzahl. Der Einstieg in die Geschichte ist gut und spannend gelungen, da man nach einem mysteriösen Mordfall, eine Verfolgungsjagd und einen unbekannten Fremden mitten in der Geschichte ist und permanent wissen will, wie es weiter geht. Ein besonderer Pluspunkt ist die Möglichkeit Spielmaterial wie das Kampfblatt oder abkreuzbare Sektionen kostenlos von der Verlagshomepage herunterzuladen, sodass man nicht in das Buch schreiben muss und das erneute Spielen so erleichtert wird. Der Storyverlauf ist nicht nur für Fantasyliebhaber spannend, auch mich als eher der SF-zugeneigten Leserin, hat sie mitgerissen.
Der Spielspaß ist hoch und die Rätsel gar nicht so einfach ;). Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten Entscheidungen zu treffen, Bonussektionen oder „Schicksalspunkte“ zu finden, hat das Buch einen enorm hohen Wiederspielwert. Nach circa 17h Spielspaß bin ich mit etwas mehr als der Hälfte des Buches durch und sehr gespannt darauf, wie es weiter geht und wie „meine Geschichte“ enden wird.
Unbedingte Kauf- und Spielempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dick und gehaltvoll, 9. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Reiter der schwarzen Sonne: Ein Fantasy-Spielbuch (Broschiert)
Fans von Solo-Spielbüchern können mit diesem riesigen Werk eigentlich nichts falsch machen. Es wurde beworben als das längste jemals veröffentlichte Spielbuch, weshalb ich es mir vor langer Zeit anschaffte. Die Dicke eines Buches ist aber natürlich nicht alles.

Die Prämisse ist schon mal sehr schön. Der Protagonist erwacht in einem Raum mit einer Leiche und weiß nicht wie er heißt oder wie er dort hingekommen ist. Nach drei Zeilen ist klar, dass man sich in einer Fantasywelt befindet und auch wenn der Schreibstil nicht der professionellste ist, so ist man doch sofort im Bann der Geschichte. Die Regeln vor dem ersten Abschnitt sind erfreulich kurz. Nur ein paar Erklärungen von Begriffen und dem Spielprinzip stehen zwischen dem Leser und dem Spielvergnügen.

Doch so einfach bleibt es nicht. Zusätzliche Spieltiefe in Form von weiteren Regeln und ungewöhnlichen Spielbuchmechanismen kommt später. Um der Größe des Buches Rechnung zu tragen, ist es nämlich in Kapitel eingeteilt. Ein Kapitelwechsel bringt nicht nur einen so genannten Speicherpunkt (hier beginnt man erneut, wenn die Figur während des Lesens einmal stirbt), sondern auch neue Regeln, wie Kampfregeln u. a. Es gibt ein Kapitel mit Bonus-Begegnungen, die "freigespielt" werden können.

Das Buch ist zum Bersten gefüllt mit kleinen Besonderheiten, die auch für alte Spielbuch-Fans neu sein sollten. Die Aufteilung in Kapitel finde ich gut gelungen. Ich bin ehrlich begeistert von dem Buch. Es ist ein ehrgeiziges und absolut gelungenes Projekt von einem deutschen Autoren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super!, 7. Februar 2013
Von 
Definitiv, eins der besten Spielbücher aller Zeiten!
Vom ersten bis zum letzten Kapitel sehr spannend und teils mit tollen Rätseln versehen.
Das Kampfsystem ist einfach und trotzdem gut! Die Geschichte ist super erzählt und man
bekommt richtig Lust sie mit anderen Fans des Genres zu diskutieren.
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Reiter der schwarzen Sonne: Ein Fantasy-Spielbuch
Reiter der schwarzen Sonne: Ein Fantasy-Spielbuch von Swen Harder (Broschiert - 5. Februar 2015)
EUR 19,95
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